Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt – Prüfung der Aussagen Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht
In diesem Buch zieht Aivanhov alle okkulten und antichristlichen Register: der Austausch Jesu gegen Melchisedek, die Verwendung häretischer Schriften zur Erklärung seiner “Einweihungslehre” und die detaillierte Anleitung zum Götzendienst. Ein Buch, das die Kraft hat, Ihre Seele zu zerstören und Ihnen die Ewigkeit an der Seite unseres Schöpfers zu rauben, wenn Sie sich darauf einlassen. Bitte lassen Sie größte Vorsicht walten!
Vorwort
Ich hätte nicht gedacht, dass eine Prüfung einiger Aussagen von Omraam Mikhael Aivanhov anhand der Bibel zu solch überwältigenden Ergebnissen führen würde, wie ich sie dem Leser in dieser Rezension vorlege.
Was anfänglich oft wie ein längst behobener Irrtum aussah, etwa die Vermutung, dass Aivanhov vermeintliche Falschaussagen im Laufe der Zeit selbst korrigiert hätte, entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als absichtlich inszenierte Irrlehre auf okkulten Eckpfeilern, deren Wurzeln Jahrhunderte in die Vergangenheit reichen. All die Dinge, vor denen die Bibel ausdrücklich warnt oder die sie sogar verbietet, finden in Aivanhovs „Einweihungslehre“ ihren Platz zur täglichen Anwendung.
Der „Schüler“ dieser „geistigen Lehre“ wird in einem unvorstellbaren Maße getäuscht und landet, wenn keine Umkehr und Bekehrung stattfindet, in der ewigen Verdammnis.1Link zum YouTube-Video “Gibt es wirklich eine Hölle? – Wilhelm Pahls”: hier klicken↓ Während ich anfangs noch glaubte, nur einige wenige Aussagen seien bibelferne Schilderungen der Esoterik, muss ich heute feststellen: Fast jeder Satz in seinen Büchern ist eine Lüge. Alle Anleitungen, Übungen, Gebete und Erklärungen sind okkulten Ursprungs und müssen deshalb aus christlicher Sicht strikt abgelehnt werden.
Selbst bei Erklärungen, die wörtlich der Bibel entnommen sind, folgt schon im nächsten Satz eine Verzerrung und Entstellung der Sachverhalte.
Das wirklich Fatale an Lehren wie der von Aivanhov ist, dass keinerlei Heilsbotschaft vermittelt wird, die eine Umkehr, Bekehrung und geistige Wiedergeburt ermöglichen würde.2Link zum YouTube-Video “Wie ich mein Leben Jesus anvertraue – Werner Gitt”: hier klicken↓ Mit dem Inhalt seiner Lehre weiß Aivanhov dies psychologisch geschickt zu verhindern. Alle Menschen, die Jesus Christus bitten, sie durch die Bibel, das lebendige Wort Gottes, zur Wahrheit zu führen, und die täglich darin lesen, werden dies bestätigen können. Hinter diesen Aussagen stehe ich.
Was mich persönlich jeden Tag aufs Neue antreibt, seine Bücher Satz für Satz zu analysieren und als Rezensionen zu veröffentlichen, ist die Unverschämtheit seiner Lügen und Verdrehungen. Besonders die Erniedrigungen Jesu Christi, die Aivanhov so leichtfertig ausspricht und die sich wie ein roter Faden durch alle seine Bücher ziehen, bewegen mich als Christ dazu, seinen okkulten Lügen-Sumpf offenzulegen und die Menschen vor seiner Irrlehre zu warnen.
Bitte teilen Sie diese Rezension auf Ihren Kanälen, damit wir mehr Menschen erreichen, die Gefahr laufen, in die Esoterik-Szene abzurutschen und für ewig verloren zu gehen.
Vielen Dank und Gottes Segen!
Einleitung
Diese Rezension behandelt das Buch „Die himmlische Stadt – Kommentare zur Apokalypse“3Link zum Buch “Die himmlische Stadt – Kommentare zur Apokalypse” bei Prosveta Verlag: hier klicken↓ von Omraam Mikhael Aivanhov aus christlicher und bibeltreuer Sicht.4Link zum BibelTube-Video “Woran erkennt man eine bibeltreue Gemeinde?”: hier klicken↓ Maßstab und Richtschnur zur Überprüfung der Behauptungen Aivanhovs ist allein die Bibel. Wer sich nicht durch die ausführliche Einleitung arbeiten möchte, kann hier direkt zu Kapitel 1 der Rezension Izvor 230 springen:

In diesem Artikel bespreche ich schwerwiegende Verdrehungen biblischer Tatsachen durch den Okkultisten Omraam Mikhael Aivanhov.5Link zu Wikipedia: hier klicken↓6Link zur ISNI-Datenbank: hier klicken↓7Link zur DNB-Datenbank: hier klicken↓ Im Buch „Die himmlische Stadt“ missbraucht Aivanhov unter anderem die biblische Gestalt Melchisedeks, um Jesus Christus zu erniedrigen und ihn verfälscht darzustellen. Durch diesen Missbrauch versucht Aivanhov, einen „Stellvertreter Gottes“8Link zum Gemini-Chat “Ist Melchisedek der Stellvertreter Gottes?”: hier klicken↓ zu erschaffen, der in sein fiktives „Einweihungszentrum“ passt. Er beruft sich darauf, um seine eigene „Einweihungslehre“ über Christus zu stellen.
Vom ersten Kapitel an versucht Aivanhov auf psychologisch geschickte Weise, den Leser mit okkultem Gedankengut von den Wahrheiten der Bibel wegzuführen. Zwar werden Zitate aus der Schrift genannt, doch werden diese meist schon im nächsten Satz entstellt oder im Sinn umgekehrt. Dadurch kommt der Leser nicht mit der eigentlichen Heilsbotschaft in Kontakt; stattdessen beginnt eine subtile Entpersonalisierung von Gott und Jesus Christus. Ich warne in jedem Kapitel dieser Rezension ausdrücklich davor, den Worten Aivanhovs Glauben zu schenken.
Diese Rezension richtet sich hauptsächlich an die Leserschaft Aivanhovs und die Mitglieder der von ihm gegründeten Gruppierung „Universelle Weiße Bruderschaft“.9Link zum Artikel “Sekte” bei relinfo.ch: hier klicken↓10Link zum Artikel “Universelle Weiße Bruderschaft (UWB)” bei relinfo.ch: hier klicken↓ Ich bitte Sie herzlich: Stellen Sie die Aussagen Aivanhovs der Bibel gegenüber und überprüfen Sie diese mutig auf Herz und Nieren. Hilfreich wäre dabei die Unterstützung einer bibeltreuen Person, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, sich allein aus den Verstrickungen der Esoterik zu lösen.
Mit dieser Rezension möchte ich die Dringlichkeit unterstreichen, sich schnellstmöglich von Esoterik,11Link zum Artikel “Esoterik” auf Wikipedia: hier klicken↓12Link zum Artikel “Esoterik” auf psiram.com: hier klicken↓ Lichtarbeit,13Link zum YouTube-Video “Der Wahnsinn Lichtarbeit – Eine spezielle Form des New Age”: hier klicken↓ Gurus14Link zum Artikel “Guru” auf psiram.com: hier klicken↓ und vermeintlich “geistigen Meistern“15Link zum Artikel “Sekte, Abschnitt Führungspersönlichkeit” auf psiram.com: hier klicken↓ abzuwenden. Machen Sie stattdessen den ersten Schritt auf Jesus Christus zu – unseren einzigen Retter. Vielleicht dient diese Bibelstelle als Anregung:
“Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind.”
Schlachter 2000 – 1.Timotheus 4,1 ↗
Aivanhov stellt für mich einen solchen Lügenredner dar, da er die biblischen Wahrheiten, die uns zum Seelenheil16Link zum Video “Der einzige Weg zu Gott – Wilhelm Pahls”: hier klicken↓ gegeben wurden, vollkommen verdreht. Niemand hat das Recht, uns die Chance auf eine Wiedervereinigung mit Gott zu nehmen – auch kein selbsternannter „Meister“ und seine Helfer.17Link zum Artikel “Sekten und Kulte: Illusionsverkäufer haben Hochkonjunktur”: hier klicken↓18Link zur YouTube-Playlist “Coaching-Betrug und Hochstapler”: hier klicken↓ Bitte prüfen Sie jede Aussage zu Ihrem eigenen Heil und bitten Sie Jesus Christus um Führung, sollten Sie sich mit dieser Lektüre beschäftigen müssen.
Maßgeblich für die Errettung eines Menschen ist einzig die bewusste Hinwendung zu Jesus Christus durch Buße, Bekehrung und Wiedergeburt. Diese Schritte sind in der Bibel klar beschrieben und für jeden Menschen jederzeit möglich. Niemals verlangt Gott unendliche Plackereien oder eine „Entwicklung“ über unzählige Inkarnationen hinweg, wie Aivanhov und andere Esoteriker es fordern. Der Weg der Lichtarbeit ist ein Irrweg, der letztlich von Gott wegführt.
Bei Aivanhov findet man keine Anleitung zur biblischen Buße oder Bekehrung, wie Jesus Christus sie etwa in Markus 1,1519Markus 1,15 auf bibleserver.com: hier klicken↓ oder Lukas 13,320Lukas 13,3 auf bibleserver.com: hier klicken↓ ausruft.21Link zum Gemini-Chat „Ruft Jesus zur Umkehr auf?”: hier klicken↓ Stattdessen ruft er zur Anbetung eines fiktiven „Christusprinzips“, des „kosmischen Geistes“, von Engeln,22Link zum Gebet an den Engel der Luft auf aivanhov.de: hier klicken↓ Elementarwesen und des Priesters Melchisedek23Link zum Gebet an Melchisedek auf aivanhov.de: hier klicken↓ auf.
Viele lassen sich von Verführern24Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes Verführer“: hier klicken↓ wie Aivanhov oder Rudolf Steiner25Link zum Wikipedia-Artikel “Rudolf Steiner”: hier klicken↓ faszinieren, weil ihre Erklärungen scheinbar detaillierter sind als die Heilige Schrift.26Lesen Sie im Brief des Judas: hier klicken↓27Link zum Buch “28 Hilfen, um Irrlehrer zu durchschauen” von Lothar Gassmann bei Amazon: hier klicken↓ Damit geraten sie jedoch in die Falle der “Selbstvergottung”.
“Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!”
“Wie Gott sein”, “gottgleich”, “erleuchtet”, “selbstverwirklicht” und “ein Eingeweihter”, das sind die Ziele der Esoterik und die fiktiven Endstadien der Selbstvergottung,28Link zum Gemini-Chat „Was bitte ist eigentlich Selbstvergottung”?: hier klicken↓ die es zu erreichen gilt, wenn man Aivanhov und den anderen Okkultisten Glauben schenkt. Aber diese “Entwicklung” steht voll und ganz im Widerspruch zur Heiligen Schrift und kann niemals, von keinem einzigen Menschen, erreicht werden.
Jesus selbst gab uns in der Bergpredigt die genaue Anweisung, zu wem und wie wir zu beten haben.29Matthäus 6,9 auf bibleserver.com: hier klicken↓ Ein Christ darf niemals einen Engel oder einen Erzengel anbeten30Link zum Video “Zu wem sollen wir beten? – Werner Gitt”: hier klicken↓31Link zum Video “Glaube an Gott oder an Jesus? – Werner Gitt”: hier klicken↓. In Aivanhovs “geistiger Lehre” findet man aber Gebete und Anrufungen, die genau das zum Inhalt haben. Da gibt es Gebete an die Engel der Elemente, an die Erzengel und das Gebet an Melchisedek!
Bitte beten Sie ausschließlich zu Gott und zu Jesus Christus. Alles andere ist Götzendienst! Unser lebendiger und heiliger Gott will verherrlicht und direkt durch uns angesprochen werden! Wir müssen zu Gott und zu Jesus Christus eine lebendige Beziehung aufbauen, nicht zu den verstorbenen Priestern und den Engeln! Lassen Sie sich bitte auch nicht von Aivanhovs Lüge durcheinanderbringen, dass unsere Gebete unseren Gott nicht direkt erreichen32Diese Irrlehre wird von Aivanhov z.B. im Buch “Vom Sinn des Betens” und anderen Titeln verbreitet↓. Diese Lüge setzt Aivanhov absichtlich in die Welt, um Unsicherheiten bei den Menschen zu säen, die dann umso leichter Engel, Erzengel, Heilige oder sogar die Sonne als okkultes “Christusprinzip” anbeten und somit Götzendienst betreiben.
Bitte lassen Sie größte Vorsicht walten und prüfen Sie alles anhand der Bibel. Beten Sie um Schutz, bevor Sie ein Buch von Aivanhov überhaupt anfassen. Der wichtigste Schritt in Ihrem Leben ist die Bekehrung zu Jesus Christus. Eine einfache Anleitung dazu von Prof. Dr. Werner Gitt33Link zum Artikel “Prof. Dr. Werner Gitt – Vorstellung”: hier klicken↓ finden Sie als Video am Ende dieses Artikels.34Link zum YouTube-Video “Der wichtigste Schritt – Wilhelm Pahls”: hier klicken↓
Zusammenfassung
Nach einem sehr kurzen Reisebericht über die griechische Insel Patmos, ihre Bewohner und die Wirkungsstätten des Apostels Johannes, kommt Aivanhov in diesem Buch direkt zu seinem Hauptthema: der Apokalypse. Aivanhovs Interpretation der Offenbarung des Johannes weicht massiv von der biblischen Botschaft ab. Ihr Ursprung liegt zu einem großen Teil in okkulten Geheimlehren, etwa von Helena Blavatsky35Link zum Wikipedia-Artikel “Helena Petrovna Blavatsky”: hier klicken↓, Rudolf Steiner, den Apostelakten, Schriften aus der jüdischen Mystik und anderen.
Kapitel für Kapitel bedient sich das Buch aus dem Repertoire der Okkultisten und frühchristlicher Schmähschriften wie den Johannes-Akten oder der Pistis Sophia. Thesen von Autoren wie Ferdinant Ossendowski, Louis Jacolliot oder Alexandre Saint-Yves d’Alveydre wurden stellenweise fast wörtlich übernommen. Es drängt sich die Frage auf, ob Aivanhov überhaupt eigene Inhalte beigesteuert oder lediglich die Erzählungen anderer abgeschrieben und aufgebauscht hat. Auch die starke Prägung Aivanhovs zum bäuerlichen Aberglauben kann in einigen Kapiteln deutlich herausgelesen werden und ist vermutlich seiner Herkunft aus einem abgelegenen Bergdorf Mazedoniens geschuldet.
Besonders prägend für das gesamte Werk sind die Abwertungen und Erniedrigungen Jesu Christi. Diese sind selbst für Leser, die nur gelegentlich in der Bibel lesen, deutlich spürbar. Ebenso offensichtlich sind die okkulten Umdeutungen der biblischen Offenbarung. Diese werden von Beginn an mit hanebüchenen Lügen umwoben und für eine „Einweihungslehre“ beansprucht, die mit der biblischen Wahrheit absolut nichts mehr zu tun hat. Beispiele hierfür sind die Behauptungen, dass sich die meisten Pastoren und Priester angeblich scheuen, die Apokalypse zu interpretieren und Bibelforscher und Theologen seit zweitausend Jahren herauszufinden versuchten, wer die mysteriöse Person sei, die zu Beginn der Offenbarung zu Johannes spricht.
Den Gipfel der Blasphemie erreicht Aivanhov, indem er in einigen Kapiteln die unhaltbare These aufstellt, man müsse Kenntnisse in den okkulten Wissenschaften wie z. B. Alchemie, Astrologie, Kabbala, Magie und dem Tarot besitzen, um die Offenbarung des Johannes überhaupt verstehen zu können. Sonst, so Aivanhov, wird man schwerwiegende Irrtümer begehen. Allerdings sind diese “Wissenschaften” alles Beschäftigungen, die einem Christen durch die Bibel verboten sind, nachzulesen z. B. in 1.Mose 18,9−14 und in Galater 5,20. Damit hat sich Aivanhov den Titel “Verführer” verdient und es ist offensichtlich, dass seine “Wissenschaften” die Leser vom Heil durch Jesus Christus wegführen.
Dieses Buch ist dreiste Bauernfängerei und eine Form okkulter Gehirnwäsche. Für Menschen jedoch, die bereit sind, Dinge kritisch zu hinterfragen und nicht blind einem selbsternannten „geistigen Meister“ folgen, ist dies leicht zu durchschauen. Alles, was man dafür benötigt, ist die Bibel, um Aivanhovs Aussagen im rechten Licht betrachten zu können. In der folgenden Tabelle sind die gröbsten Fehldeutungen und Verdrehungen in den einzelnen Kapitel aufgelistet.
| Kapitel | Seiten/Wörter | Fehldeutungen/Verdrehungen | Quellen |
|---|---|---|---|
| Kap. 1 | 15 S. - 2895 W. | Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, statt hohe geistliche Passagen aus der Bibel, falsche Deutung von Bibelstellen. | Prochoros-Akten, Johannes-Akten |
| Kap. 2 | 6 S. - 1005 W. | Hass auf Gläubige, Kirche und Klerus, Falschdarstellung des Christentums, historische Falschdarstellungen, Falschdarstellung Christis, Versuch, die Leser vom Glauben abzubringen, Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Zwietracht säen, falsche Deutung von Bibelstellen. | Kabbala, Apokryphon des Johannes, Pistis Sophia |
| Kap. 3 | 23 S. - 4487 W. | Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Erniedrigung Christis, falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen. | Kabbala, Sefer Jezira, Okkulte Mythen (d’Alveydre u.a.), Hermetik, Zeremonialmagie, Theosophie |
| Kap. 4 | 14 S. - 2139 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen, Erniedrigung Christis. | Astrologie, Theosophie |
| Kap. 5 | 8 S. - 1473 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen, Anstiftung zum Götzendienst, Erniedrigung Christis. | Theosophie (Helena Blavatsky), Hermetik, Zeremonialmagie. |
| Kap. 6 | 14 S. - 2758 W. | Falschdarstellung der Vertreter der Philosophie in warmen und kalten Gegenden der Erde, Übertretung göttlicher Gebote, falsche Deutung von Bibelstellen. | Astrologie, Theosphie |
| Kap. 7 | 14 S. - 2116 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen, Anstiftung zum Götzendienst, Erniedrigung Christis, Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen, Lästerung gegen den Heiligen Geist, Übertretung göttlicher Gebote. | Essener, Kabbala, Zoroastrismus, altchristliche Mystik, Alchemie, Peter Deunov, Merkaba-Mystik |
| Kap. 8 | 5 S. - 875 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen, Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Anstiftung zum Götzendienst, Übertretung göttlicher Gebote. | Kabbala, jüdische Mythologie, Grimoire Sepher Raziel HaMalach36Link zum Wikipedia-Artikel "Sepher Raziel HaMalach": hier klicken↓ Tarot |
| Kap. 9 | 7 S. - 1260 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen | Astrologie, Kabbala, jüdische Mythologie |
| Kap. 10 | 6 S. - 1079 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen | |
| Kap. 11 | 4 S. - 615 W. | Besprechung von okkulten, falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen, Anstiftung zum Götzendienst, | Hermetik, Legenda aurea |
| Kap. 12 | 6 S. - 957 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen, | Kosmologisch/mythologische Überlieferungen (Himmel vs. Erde/Unterwelt - Adler/Schlange), Kabbala, Aberglaube |
| Kap. 13 | 7 S. - 1191 W. | ||
| Kap. 14 | 5 S. - 719 W. | ||
| Kap. 15 | 5 S. - 784 W. | ||
| Kap. 16 | 10 S. - 1769 W. | ||
| Kap. 17 | 27 S. - 3765 W. |
Kapitel 1: Besuch auf Patmos
Erstmal ein schöner Reisebericht
Das erste Kapitel erstreckt sich im Buch über 15 Seiten und beschreibt neben den Eindrücken Aivanhovs von der Insel Patmos auch eine Episode des Apostels Johannes mit dem Schwarzmagier Kynops. Wenn man Aivanhov in seinen Erinnerungen über diese griechische Insel schwelgen hört, bekommt man unweigerlich Lust, die Wirkungsstätte des Apostels Johannes selbst zu besuchen.

Patmos liegt traumhaft schön in der südlichen Ägäis. Die Insel hat konstant etwas mehr als 3.000 Einwohner und zeichnet sich durch ein typisch mediterranes Wetter aus, im Sommer sehr heiß mit Temperaturen über 30°C, im Winter mild mit viel Niederschlag und Temperaturen zwischen 8 und 15°C. Der Wildbewuchs ist sehr spärlich, typisch ist die Phyrgana,36Link zum Wikipedia-Artikel “Phrygana”: hier klicken↓ eine Art immergrüner Busch. Patmos gilt als staatliches Heiligtum, unterbindet Massentourismus und ist tatsächlich bis heute nur per Schiff erreichbar.37Link zum Wikipedia-Artikel “Patmos”: hier klicken↓ Im Bild ist die Hafenstadt Skala zu sehen, die an der Ostseite der Insel liegt.38Patmos auf Google Maps: hier klicken↓
Aivanhov beginnt seine Erzählung mit der Schilderung der damaligen Überfahrt per Schiff zur Insel. Die Überfahrt hat knapp 13 Stunden gedauert39Reiseroute Athen, Hafen von Piräus nach Hafen von Skala, Patmos, Griechenland in Google Maps: hier klicken↓ und glich wohl einem Abenteuer, weil das Schiff wegen der unruhigen See so durchgeschaukelt wurde. Seinen Schilderungen zufolge, wird man vom Anblick der weißen Häuser vor dem tiefblauen Himmel im Hintergrund geradezu gefangen genommen, und wir können uns mit dem Bild oben eine kleine Vorstellung davon machen. Ja, Patmos muss atemberaubend sein!
Die merkwürdigen Überlieferungen
Nach ein paar weiteren Lobpreisungen über die Insel und etwas detaillierteren Beschreibungen der Stätten des Apostel Johannes, hören die positiven Elemente des ersten Kapitels aber auch schon auf. Die Merkwürdigkeiten beginnen auf Seite 13 nach dem Bibelzitat aus Offenbarung Kapitel 1, Vers 9. Aivanhov berichtet dort von der Überfahrt des gefangenen und in Ketten gelegten Johannes und seinem “Jünger” Prokhoros nach Patmos. Gleich im dritten Satz in diesem Absatz sagt Aivanhov, dass diese Geschichte in “der Überlieferung” berichtet wird.
“Die Überlieferung berichtet, dass im Laufe der Überfahrt ein gewaltiger Sturm losbrach.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 1, Seite 13
Welche Überlieferung?
Aivanhov redet von “…die Überlieferung berichtet…”, oder “…in den Überlieferungen aller Völker…”, oder “in der hebräischen Überlieferung…”, oder “der Name, den die Überlieferung dem kosmischen Prinzip des Bösen gegeben hat…”. Aber damit kann ich mich nicht zufrieden geben, und ich denke, einer Menge anderer Leser geht es ebenso. Man braucht sich nur vorzustellen, in eine Bibliothek zu gehen und nach der “hebräischen Überlieferung” zu fragen. Die einzige Antwort, die einem gegeben werden könnte, wäre: “Ja, welche genau?”.
Ja, auf welche Überlieferungen bezieht sich Aivanhov eigentlich genau, wenn er von seinen “Überlieferungen” spricht und warum enthält er den Lesern dieses Buches die Namen der jeweiligen Überlieferung vor? Woher stammen also die ganzen Informationen über den Apostel Johannes, die in der Bibel mit keinem Wort erwähnt sind, und die inhaltlich so stark ausgeschmückt werden? Die Bibel sagt uns lediglich, dass der Apostel Johannes auf Patmos war, aber nicht, wie er dorthin kam:
“Ich, Johannes, der ich auch euer Bruder bin und mit euch Anteil habe an der Bedrängnis und am Reich und am standhaften Ausharren Jesu Christi, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses Jesu Christi willen.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 1,9 ↗
Die rührselige Geschichte in der “Überlieferung” erzählt von einem Soldaten, der über Bord gespült wird und seinem Vater, der sich hinterherstürzen wollte, und dem seelenruhigen Johannes, der angefeindet wird, weil er so ruhig dasitzt, das Gebet des Johannes und dann das mystische Wiederauftauchen des Soldaten aus den Wellen. Aber all das wird mit keiner Silbe in der Bibel erwähnt. Fündig wird man stattdessen in Texten, die es zu Recht nicht in den biblischen Kanon geschafft haben und auch als Apokryphen40Link zum Artikel “Die Apokryphen des Alten Testaments”: hier klicken↓ nicht zugelassen und verwendet wurden. Aivanhov muss auf den übriggebliebenen Rest zurückgreifen, die sogenannten “Apostelakten”.41Link zum Wikipedia-Artikel “Apostelakten”: hier klicken↓
Dieser “Abfall” ist es, den Aivanhov als seine “Überlieferungen” und sein “Einweihungswissen” darstellt und verkauft. Auf diese Texte, die teilweise sogar offiziell als “häretisch”,42Link zum Wikipedia-Artikel “Häresie”: hier klicken↓ also als ketzerische Irrlehre verurteilt wurden (z. B. beim zweiten Konzil von Nicäa im Jahr 78743Link zum Wikipedia-Artikel “Zweites Konzil von Nicäa”: hier klicken↓), bauen Okkultisten und Verführer wie Aivanhov, Rudolf Steiner, Helena Blavatsky und viele andere, ihre “Einweihungslehre”, ihre “Geheimlehre” auf. Mehr zu den “Apostelakten”, dem “Abfall”, im dritten Kapitel bei “Die Unfähigkeit, tiefer in das Lebendige Wort Gottes eintauchen zu können” ↗.
Viele Verführer und Irrlehrer behaupten, dass die Informationen, die in diesen “Überlieferungen”, “Akten”, oder der “Einweihungslehre” zu lesen sind, “das wahre Wissen, das die Kirche unterdrücken und vor den Gläubigen verbergen wollte” darstellt. Gerade im Zirkel um Aivanhov und Steiner schießen solche Irrlehrer wie Pilze aus dem Boden und benutzen das Material, von dem sich jeder Christ abwendet oder es bestenfalls als seichte Unterhaltungsliteratur ansieht. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich davor warnen, sich mit diesem Sumpf auseinanderzusetzen und diesen Menschen auch nur ein Wort zu glauben. Allein die Bibel ist die Quelle, die wir brauchen, um zu Gott zu finden.
Die Legende aus den Prochoros-Akten
Die Geschichte, die Aivanhov von Seite 13 bis 18 erzählt, handelt von der Überfahrt nach Patmos, auf der ein Soldat von Deck gespült wird und vom tödlichen Kampf des Johannes gegen den Schwarzmagier und Zauberer “Kynops“44Link zum Artikel “Patmos” von Florian Rösch: hier klicken↓ auf der Insel Patmos. Beides findet sich nicht in der Bibel und hat ihren Ursprung in den Prochoros-Akten, die ca. 550 n. Chr. verfasst wurden. Die Prochoros-Akten sind die “abgeschwächten” Johannes-Akten, die stark gnostisch45Link zum Wikipedia-Artikel “Gnosis”: hier klicken↓ verfasst wurden und als häretisch von der Kirche abgelehnt und verboten wurden. Die Johannes-Akten wurden im 2. Jahrhundert geschrieben.
Für Christen sind die Johannes- und Prochoros-Akten ein Grauen, denn der Inhalt hat fast ausschließlich mit Dämonen, Zauberern, Magiern und okkulten Gruppierungen zu tun. Die Okkultisten, Irrlehrer und Verführer der heutigen Zeit behaupten, dass diese Akten das verborgene wahre Wissen darstellen, also das gleiche Gewicht wie die Bibel haben oder sogar wertvoller sind, da sie tieferen Einblick in die damaligen Geschehnisse geben. Wer aber die Bibel mit diesen Schriften vergleicht, sieht auf den ersten Blick den Unterschied. Extrem grausame Dramen, extrem widerlich und bildlich erzählt, direkt aus dem Munde Satans.

Dem Leser, der sich tiefer mit den Prochoros-Akten befassen möchte, empfehle ich das Standardwerk von Florian Rösch:
Die koptischen Prochorosakten aus Wien
Einleitung, Text und Übersetzung sowie Übersetzung der griechischen Überlieferung
ISBN 978−3−11079620−9 Print-Ausgabe ↗
ISBN 978−3−11079656−8 E‑Book ↗
In Kapitel 2 “Text und Übersetzung der griechischen Prochorosakten” ist die gesamte Übersetzung ins Deutsche auf über 200 Seiten zu finden. Der Verlag De Gruiter Brill bietet auch einzelne Kapitel ↗ zum Kauf an, die erschwinglich sind.
Das Lesen der Prochoros-Akten lohnt sich allemal, denn der Leser wird selbst Zeuge der fast perversen Darstellung des angeblichen Lebens und Handelns Johannes auf Patmos. Nur durch den direkten Vergleich vom Stil von Bibelstellen mit den Geschichten und Dramen, die uns in den Prochoros-Akten begegnen, wird klar, wie weit die Erfinder und Schreiber dieser Texte von der Heilsbotschaft der Bibel entfernt sind. Der arme Johannes wird in den Prochoros-Akten zum “christlichen Superhelden”, und ist ständig in Gefahr, wegen seinen vollbrachten Wundern selbst zu einem Gott ernannt zu werden. Das ist unglaublich primitiv und zeigt sehr deutlich die Handschrift des Verfassers: Satan.
Einige Merkmale im Vergleich:
- Konfliktlösung
Während die Bibel die Werkzeuge der Predigt, des Gebets und der inneren Umkehr als Mittel zu einer Konfliktlösung vorhält, findet man in den Prochoros-Akten vorrangig den Exorzismus und die Versteinerung von den Gegnern.
- Umgang mit dem Tod
Während der Tod in der Bibel verhältnismäßig und sehr gewichtig vorkommt, wie z. B. die Steinigung des Stephanus, fallen die Dämonen und die Gegner in den Prochoros-Akten wie die Fliegen. Menschen, Magier und Dämonen sterben in einem fast nicht zu fassenden Maße. Man kommt sich vor, wie in einem schlechten Film, wo der “body count“46Link zum Wikipedia-Artikel “Body Count”: hier klicken↓ das Stilmittel darstellt.
- Rolle der Dämonen
Während das Wirken der Dämonen in der Bibel auf geistige Manipulation und Beeinflussung beschränkt ist, haben die Dämonen in den Prochoros-Akten die Größe und das Aussehen von physischen Monstern. Sie gehen umher oder lauern Menschen auf, um sie aktiv und sehr bildhaft dargestellt zu ermorden.
Eine kleine Statistik
Wir können die Dichte des Vorkommens von Dämonen in der Bibel und in den Prochoros-Akten in ein Verhältnis zueinander stellen. Dabei brauchen wir die Gesamtzahl der tatsächlich benannten Dämonen und die Gesamtseitenzahl beider Schriften:
In der Bibel
Die Bibel nennt sieben Dämonen direkt beim Namen:
- Satan (Fürst der Dämonen oder Fürst der Finsternis),
- Beelzebub (Matthäus 12,24 ↗),
- Apollyon (Offenbarung 9,11 ↗),
- Asmodäus (Buch Tobit, Kapitel 3 ↗),
- Legion (Markus 5,9 ↗),
- Asasel (3. Mose 16,8 ↗) und
- Lilith (Jesaja 34,14 ↗)
In den Prochoros-Akten
In den Akten werden mindestens 12 Dämonen beim Namen benannt, die ich hier aber aus verständlichen Gründen nicht aufzählen werde.
Für unsere statistische Rechnung nehme ich die Zahl 12 für die Prochoros-Akten und die Zahl 7 für die Bibel. Es kann natürlich sein, dass mir der eine oder andere Name eines Dämons nicht eingefallen ist, aber da das für beide Seiten gilt, würde das Verhältnis trotz eines Fehlers meinerseits annähernd gleich bleiben.
Bei 1536 Seiten Bibeltext einer Luther Standardausgabe mit 7 Vorkommen von namentlich benannten Dämonen und bei 99 Seiten Prochoros-Akten-Text mit 12 Vorkommen bei namentlich benannten Dämonen, ist das Verhältnis 1:26,58.47Bibel: 7 Dämonen/1536 Seiten = 0,0046 Dämonen pro Seite, = 0,46 Dämonen auf 100 Seiten. PrA: 12 Dämonen/99 Seiten=0,12 Dämonen pro Seite, = 12 Dämonen auf 100 Seiten. Verhältnis: 0,12÷0,0046 entspr. 26,58↓
Die Dämonendichte in den Prochoros-Akten ist aufgerundet 27-mal höher als in der gesamten Bibel. Dieses Ergebnis zeigt sehr deutlich, wo der Fokus beider Schriften liegt. Für die Bibel ist es die Heilsgeschichte, für die Prochoros-Akten ist es primär die magische Eliminierung von Dämonen und Gegnern.
Aus diesen Gründen muss ich als Christ die Verwendung eines noch nicht einmal apokryphen Textes strikt ablehnen, zumal wir uns deutlich machen müssen, dass es sich hier um ein Buch Aivanhovs handelt, dass sich als “Kommentar zur Apokalypse” versteht und laut Inhaltsverzeichnis einen Einblick in hochgeistliche biblische Themen geben soll. Mit einem Prochoros-Text und okkult beflügelter Phantasie wird dies allerdings schwerlich gelingen, außer, Aivanhov will seine Leser beginnend mit dem ersten Kapitel an der Nase herumführen und sie mit antichristlichem Gedankengut impfen.
Und genau das passiert.
Ich will sehr deutlich vor der Lektüre Aivanhovs warnen! Leser der Bibel finden mit dem Lebendigen Wort Gottes Halt und Führung in ihrem Leben, während die Leser Aivanhovs von unserem Gott und Heiland weggeführt werden. Der Fokus der Prochoros-Akten liegt in den Nebensächlichkeiten und der geistigen und körperlichen Gewalt, nicht auf unserem Gott der Gnade und seinem Sohn Jesus Christus, der sein Leben für uns gab und mit seinem Blut für unsere Sünden bezahlte. Bitte lassen Sie größte Vorsicht beim Lesen von Aivanhov walten!
Die Magd mit dem Wahrsagegeist
Auf Seite 22 berichtet Aivanhov von seiner Begegnung mit einer armen Frau, die ihm scheinbar die Antwort auf seine Frage gegeben hat, die er “dem Himmel” gestellt hatte. Er und seine Begleiter hatten sich zu einem Spaziergang in den Hügeln aufgemacht, als sie die Frau erblickten. Diese Frau stand da, als ob sie auf ihn gewartet hätte und ergriff seine Hand, die sie mit großem Respekt küsste, um ihm dann einige Worte auf Griechisch zu sagen. Diese Worte waren die Antwort auf seine Frage – und Aivanhov war glücklich. Er beschreibt die Antwort der Frau als “prophetisch”.
Kenner der Heiligen Schrift werden hier aufhorchen, denn diese Begegnung erinnert stark an eine Begegnung im Neuen Testament (Apostelgeschichte 16). Dort traf Paulus auf eine Magd, die ihn und seine Gefährten mehrere Tage lang begleitete:
“Diese folgte Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes, die uns den Weg des Heils verkündigen! Und dies tat sie viele Tage lang. Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus in derselben Stunde.”
Schlachter 2000 – Apostelgeschichte 16,16 ↗
Die Frau in den Hügeln Patmos, die auf Aivanhov gewartet hatte, war wie die Magd in der Apostelgeschichte, offensichtlich von einem Wahrsagegeist besessen. Da Wahrsagerei und Hellseherei Gott ein Gräuel sind (5.Mose 18,10), wird er kaum eine solche Person schicken, um die Fragen eines Gläubigen zu beantworten.48Link zum Artikel “Wahrsagerei – Bibel-Lexikon”: hier klicken↓ Gott führt seine Kinder durch sein Wort und seinen Geist, niemals durch Besessene.49Link zum YouTube-Video “Was Gott über Esoterik denkt” von Gabriel Häsler: hier klicken↓ Dass Aivanhov diese Situation so überaus positiv beschreibt, offenbart sein mangelndes geistliches Unterscheidungsvermögen.
Diese Situation wurde speziell für Aivanhov arrangiert, einzig aus dem Grund, um sein sowieso schon übergroßes Ego weiter aufzublasen. Er beschreibt die Situation mit der armen Frau so wohlwollend, dass es fast rührselig wirkt. Als sie dann weitergingen, machten sie sich auf, um noch andere wunderbare Orte auf der Insel zu besuchen. Seite 23 ist als Loblied für die Freundlichkeit der Inselbewohner geschrieben. An keinem anderen Ort, in keinem anderen Land seien die Bewohner so respektvoll, vertrauensvoll und liebevoll zu Aivanhov gewesen, wie auf Patmos. Für Aivanhov war die Reise nach Patmos wirklich außergewöhnlich schön.
Und genau das ist der Knackpunkt. Käme ein wahrhaftiger Christ auf die Insel, um zu evangelisieren, würde er mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Ablehnung und Misstrauen würden ihm entgegenschlagen, die Türen vor der Nase zugeschlagen und vielleicht noch Schlimmeres, einfach weil er im Namen Jesu Christi unterwegs ist und dem Teufel Seelen entreißen möchte. Aber jemand wie Aivanhov, der nicht Jesus seine Fragen stellt und mit ihm im Gebet ist, sondern “die unsichtbare Welt” um Rat fragt, der bekommt von einer armen Frau mit einem wunderbarem Gesicht genau die Antworten, die er braucht.
Aivanhov durfte nach der Begegnung mit der armen Frau weitere wunderbare Orte auf der Insel besuchen, für Paulus und seine Männer sah die Sache damals aber ganz anders aus. Paulus war im Auftrag Jesu Christi unterwegs und wurde nach der Geschichte mit der Magd zusammen mit Silas von den Menschen dort gefangengenommen, verschleppt, geschlagen und eingesperrt. Das ist passiert, als sie eine Frau von einem Dämon befreit hatten. Und solche Dinge passieren den Menschen, die ihr Kreuz auf sich nehmen und Jesus Christus nachfolgen.
“Und die Volksmenge stand ebenfalls gegen sie auf; und die Hauptleute rissen ihnen die Kleider ab und befahlen, sie mit Ruten zu schlagen. Und nachdem sie ihnen viele Schläge gegeben hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und geboten dem Kerkermeister, sie sicher zu verwahren. Dieser warf sie auf solchen Befehl hin ins innere Gefängnis und schloss ihre Füße in den Stock.”
Schlachter 2000 – Apostelgeschichte 16,22 ↗
Diese Geschichte mit der armen Frau gibt auch Zeugnis darüber, dass Aivanhov selbst nicht in der Lage war, für ihn aufgestellte Prüfungen zu erkennen. Genau das erwarte ich aber von einem Menschen, der sich als “geistiger Meister” sehr weit über andere Menschen erhebt. Es beweist auch, dass seine Verbindung “in die unsichtbare Welt”, die er so oft betont, kein Draht zu Jesus Christus und unserem göttlichen Vater ist, sondern lediglich zu Lügengeistern und Dämonen. Genau diese Wesen sind es bis heute, die seine Leser und “Schüler” mit Nahrung und Informationen versorgen. Nur hat diese Nahrung und Information nicht den Stempel Jesu Christi und des wahren Himmels.
Bis heute werden die Schüler Aivanhovs durch diese subtilen Täuschungen in die Irre geführt. Ein bezeichnendes Beispiel war eine E‑Mail, die ich von einem Mitglied dieser Gruppierung erhielt. Sie unterzeichnete mit den Worten: „Mit Leichtigkeit und Liebe“. Wer so spricht, hat keine Ahnung von der Ernsthaftigkeit der Nachfolge Christi und der geistigen Wachsamkeit, die wir benötigen. Der Nebel der Irrlehre ist so dicht, dass diese Menschen leider unbelehrbar werden und mitsamt ihrem Hochmut untergehen werden.
Aivanhovs Widersprüchlichkeit auf den Punkt gebracht
Eine der größten Angriffsflächen Aivanhovs ist, dass sich alle Texte, alle Thesen, ja, die ganze “geistige Lehre” an sich, widersprechen. Beispiele davon finden sich in allen Büchern zur Genüge, und einige davon will ich als deutliche Hinweise auf die Täuschung der Menschen durch Aivanhovs “Lehre” hier in dieser Rezension aufzeigen.
Aivanhov behauptet auf Seite 12, dass er zweimal die Grotte der Apokalypse besucht hat, um zu meditieren und dem Geist des Johannes zu begegnen.
“Ich habe diese Grotte zweimal aufgesucht, um zu meditieren und dem Geist des Johannes zu begegnen… Seit zweitausend Jahren hat nichts die fluidischen Spuren von Johannes dem Evangelisten auslöschen können… Ich habe sehr viele Dinge gespürt…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 1, Seite 12
In seiner eigenen Broschüre 304 “Der Tod und das Leben im Jenseits” behauptet er jedoch das Gegenteil: Ein Verstorbener sei normalerweise nicht mehr an den Orten, an denen er gelebt hat. Dort heißt es unter anderem:
“Wenn ein Mensch gestorben ist, ist er normalerweise nicht mehr an den Orten, wo er gelebt, und nicht in den Dingen, die er hinterlassen hat.”
Zitat “Der Tod und das Leben im Jenseits”, Teil 2, Seite 15
Die Okkultisten sagen jetzt bestimmt, dass das nur für gewöhnliche Menschen gilt, aber dass Heilige, Eingeweihte und geistige Meister ihr Fluidum tief in dem jeweiligen Ort hinterlassen können, und das es immer Ausnahmen gibt. Natürlich, aber das ist ein Widerspruch in der “geistigen Lehre”, denn wo kann sich der “Schüler” dann eigentlich noch sicher sein, wenn sich selbst solche fundamentalen Themen widersprechen?
Materielle Vergänglichkeit
Die Bibel beschreibt das Verschwinden der Menschen, also den Tod, als vollständig und restlos. Beginnend mit 1. Mose 3,19 “Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück”, über Hiob und die Psalmen (z. B. Psalm 103,16) wird in der Bibel berichtet, dass der Mensch nach seinem Tode physisch komplett verschwindet.
Die Taten
Die Bibel sagt, dass die Taten, die ein Mensch Zeit seines Lebens getan hat, sein Erbe seien. Laut den Sprüchen Salomos haben diese Taten über Generationen Bestand (Sprüche 13,22). Die Offenbarung des Johannes spricht in 14,13 über die Toten, die im Herrn sterben, dass ihre Werke ihnen nachfolgen werden: “Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die zu mir sprach: Schreibe: Glückselig sind die Toten, die im Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihren Mühen; ihre Werke aber folgen ihnen nach.” Das heißt, dass Gott die guten Taten sieht.
Das Gedächtnis
Als guter Mensch im Gedächtnis zu bleiben, wird als Segen von den Menschen betrachtet. Die Bibel berichtet unter anderem in Sprüche 1050Sprüche 10,7 auf bibleserver.com: hier klicken↓ und Sprüche 21 darüber.
Die geistige Spur
Die deutlichste Spur unseres Wirkens und Schaffens auf der Erde können wir erreichen, indem wir eine Nachkommenschaft hinterlassen. Den eigenen Namen über viele Jahre oder Jahrhunderte über unsere Kinder weiterzuvererben, wird als Segen von den Menschen gesehen. So versprach Gott Abraham, dass seine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne sein werden.
Das waren alle Hinweise, die ich in der gesamten Bibel zu dem Thema finden konnte, ob es den Menschen möglich ist, “fluidische Spuren” auf der Erde nach ihrem Ableben zu hinterlassen. Die Antwort ist schlicht und einfach: Nein. Alles, was mit einem “Fluidum” oder “feinstofflichen Ebenen” zu tun hat, ist reine Phantasie der Okkultisten und findet sich mit keinem Wort in der Bibel.
Wenn man sich aber an die Kernbotschaft der Bibel erinnert, dass die Umkehr zu Gott das oberste Gebot sein soll, sind auch die oben genannten Dinge fast bedeutungslos. Sicher ist eine große Familie erstrebenswert, sicher ist es ein gutes Gefühl, diese Erde zu verlassen und auf viele gute Taten zurückblicken zu können, aber die Frage bleibt, ob der Mensch errettet wurde oder nicht. Dagegen erscheint alle andere Mühe bedeutungslos. Die Bibel spricht dieses Thema in Prediger 1,2 sehr deutlich an:
“Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel. Was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne? Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt; die Erde aber bleibt immer bestehen.”
Lutherbibel 2017 – Prediger 1,2−4
Wenn nun jemand der Meinung ist, er habe in der Meditation sehr viele Dinge von einem Verstorbenen gespürt und konnte der fluidischen Spuren, die Johannes in der Grotte hinterlassen hat, habhaft werden, dann ist das ein Zeugnis von der größtmöglichen Selbstvergottung, die ein Ego erreichen kann. Aivanhov zementiert hier seine Stellung als “geistiger Meister” innerhalb seiner Sekte, denn seinen Schülern ist es nicht möglich, Johannes so deutlich zu spüren. Zum anderen widerlegt sich Aivanhov damit selbst, weil er in anderen Büchern genau das Gegenteil behauptet.51Z. B. in der Broschüre 304 “Der Tod und das Leben im Jenseits”, Teil 2, Seite 15.↓
Mit seinem Wunsch, “dem Geist des Johannes begegnen zu wollen”, übertritt Aivanhov zudem das klare Verbot Gottes aus 5.Mose 18,10−13. Einem Geist zu begegnen, also mit ihm in Kontakt zu treten, bedeutet, jemand zu sein, “der sich an die Toten wendet”, und das ist dem Herrn ein Gräuel. Das ist der exakte Wortlaut der Bibel. Das Aivanhov uns das so ungeniert schildert, zeigt deutlich, wessen Geisteskind er ist.
Verbot von Wahrsagung und Zauberei
“Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten;”
Schlachter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗
Das wirklich schöne und erfüllende am Christsein ist, dass man der Heiligen Schrift und Jesus Christus bedingungslos glauben darf. Keine einzige Bibelstelle muss ausgeschmückt, erweitert, verkleinert oder in irgend einer anderen Form manipuliert und angepasst werden, um sie für bestimmte Menschen oder Gruppen einsetzbar und verwertbar zu machen. Natürlich gibt es verschiedene Sichtweisen und Auslegungen von Bibelstellen, das macht das ganze ja so interessant. Aber trotz unterschiedlicher Meinung werden die Bibelstellen von Christen in ihrem Sinn nicht umgedeutet oder gar verändert, wie es Aivanhov und seine “Schüler” machen.52Link zum Telegram-Post mit einem veränderten Vater Unser und dem Rat, nicht zu beten: hier klicken↓
Kapitel 2: Einführung in die Offenbarung
Der Beginn ist sehr wesentlich
In Kapitel 2 verspricht Aivanhov dem Leser eine Einführung in die Offenbarung des Johannes.53Link zum YouTube-Video “Hörbuch – Offenbarung – Schlachter 2000”: hier klicken↓ Statt einer fundierten Auslegung sieht sich der Leser jedoch einer Schimpftirade gegen den Klerus54Link zum Wikipedia-Artikel “Klerus”: hier klicken↓ gegenüber. Von der ersten bis zur letzten Seite wird ein Zerrbild gezeichnet – sowohl davon, was die Offenbarung eigentlich ist, als auch darüber, welche Voraussetzungen nötig seien, um das 66. Buch der Heiligen Schrift55Lesen Sie die Offenbarung auf bibleserver.com: hier klicken↓ verstehen zu können.
Der Leser wird durch ein Geflecht aus Unwahrheiten und Schuldzuweisungen geführt, das in okkulten Verdrehungen des Bibeltextes mündet. Für Aivanhov bildet dies das Fundament seiner Einführung. Er selbst sagt in seinen „Tagesgedanken“: „Der Beginn ist sehr wesentlich“. Doch ein Beginn, der auf Entstellungen der Heiligen Schrift fußt, kann nur in der Finsternis und in völliger geistiger Verwirrung enden.
Aivanhovs grundlegender Irrtum: Kirche ist nicht gleich Christentum
Gleich zu Beginn des zweiten Kapitels wird einer der Hauptirrtümer Aivanhovs deutlich: Auf Seite 25 (und in vielen weiteren Büchern) bezeichnet er die katholische Kirche pauschal als „das Christentum“. Als bekehrter Christ muss ich dieser Falschdarstellung entschieden widersprechen. Eine Institution mit all ihrer menschlichen Fehlbarkeit und historischen Belastung kann nicht einfach mit dem lebendigen Leib Christi gleichgesetzt werden.
Das Christentum setzt sich in erster Linie aus Menschen zusammen, die zu Jesus Christus gefunden haben und durch ihn errettet wurden. Das Christentum wird von Menschen bevölkert, die Jesus Christus lieben und eigene, liebevolle Erfahrungen mit ihm gemacht haben. Das Christentum wird von Menschen gebildet, die jeden Tag mit Christus in Kontakt treten, die zu und mit ihm beten, mit ihm sprechen, mit ihm weinen und feiern. Das Christentum zeichnet sich durch Menschen aus, die Jesus Christus als ihr Ein und Alles verherrlichen und preisen. Diese Menschen gab es von Tag Eins unserer Zeitrechnung an, und der Großteil davon, einschließlich mir, war und ist nicht Mitglied einer Kirche.
Danach kommen die Menschen, die zwar von sich selbst behaupten, Christen zu sein, die ein- zweimal in die Kirche gehen, die Kettchen mit Kreuzen tragen, aber die es nicht ernst meinen. Diese Namenschristen spricht Aivanhov an und diese Menschen sind es, die für Aivanhov “das Christentum” darstellen. Aber diese Behauptung ist so falsch, wie der Rest des Buches. Mit einem echten Christen kann es Aivanhov gar nicht aufnehmen, denn ein wahrer Christ trägt Christus in sich56Link zum YouTube-Video “DAS macht wahres Christsein aus”: hier klicken↓ und sieht sofort die Lüge, die Aivanhov auf dieser Welt verbreitet. Nur die Namenschristen können von Aivanhov und anderen Verführern eingefangen und von ihrem Schwachsinn überzeugt werden. Ja, das ist mein Zeugnis.
Mein Anliegen ist es, mit meinen Rezensionen und meinem Zeugnis, diese Menschen zu erreichen, die bis über beide Ohren im Okkultismus von Aivanhov stecken, die Menschen, die sagen, dass die Bücher von Aivanhov “so leicht zu lesen sind, weil er so einfach und bildhaft spricht”, die Menschen, die Gefallen an der Paneurythmie, am okkulten Kreistanz finden, die Menschen, die täglich die Gebete Aivanhovs sprechen und die Menschen, die versuchen, ihr Leben mit den spirituellen Praktiken zu füllen, die Aivanhov empfiehlt. Diese Menschen leben kein gottgefälliges Leben und sind in größter Gefahr, denn sie werden zu Magiern, Hexen, Zauberern, zu Alchemisten und zu Kabbalisten ausgebildet. Das ist die Falle Satans und Aivanhov ist der Fallensteller.
Pastor Latzel hielt am 11. Januar 2023 eine Bibelstunde zur Offenbarung des Johannes, und so stelle ich mir eine Einführung in dieses große Buch der Bibel vor. Sehen Sie selbst:
Jesus und die Kabbala: Ein historischer Widerspruch
Um die Fehlinterpretationen der Heiligen Schrift direkt am Anfang des zweiten Kapitels zu beleuchten, betrachten wir Aivanhovs Behauptung auf Seite 25: Er schreibt, dass Jesus die Kabbala57Link zum Wikipedia-Artikel “Kabbala”: hier klicken↓ kannte und dass Grundkenntnisse dieser Lehre58Link zum YouTube-Video “Die Kabbala: Schlüssel zur Vergangenheit”: hier klicken↓ notwendig seien, um das Alte und Neue Testament überhaupt verstehen zu können. Diese Aussage hält jedoch einer biblischen und historischen Prüfung nicht stand. Wer die Bibel kennt und eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus pflegt, erkennt hier schnell einen massiven Widerspruch zum christlichen Glauben.
Die Kabbala als solche, wie Aivanhov und andere Theosophen sie lehren, entstand erst 1.000 bis 1.300 Jahre nach Christus. Als Hauptwerk wird der “Sohar“59Link zum Wikipedia-Artikel “Sohar”: hier klicken↓ angesehen, das bedeutendste Schriftwerk der Kabbala. Der Sohar nimmt – wie jede andere Interpretation – bestehende Elemente einer Tradition oder einer Religion, und baut sie nach den Vorstellungen des jeweiligen Schreibers um. Mit dem Sohar bringt man automatisch Rabbi Schimon bar Jochai60Link zum Wikipedia-Artikel “Schimon ben Jochai”: hier klicken↓ in Verbindung, der im 2. Jahrhundert nach Christus lebte und angeblich den Grundstock des Schriftwerks legte, als er sich mit seinem Sohn über 13 Jahre vor den Römern in einer Höhle verstecken musste.
Und so mystisch und exotisch sich diese Geschichte mit der Entstehung des Sohar auch anhören mag, an dieser Stelle hören die geschichtlich belegbaren Fakten auch schon wieder auf, denn die Autorenschaft des Rabbi Schimon ben Jochai ist wissenschaftlich fraglich, vor allem aus sprachlichen Gründen. Mehr als ein Jahrtausend verging, bis der Sohar aus mehreren uralten und überholten Traditionen zusammengestellt, entstand. Meiner Meinung nach muss gerade die Kabbala und auch der Sohar, nach den Maßstäben der Bibel geprüft werden. Wenn wir uns an das fünfte Buch Mose, Kapitel 18 erinnern…
Verbot von Wahrsagung und Zauberei
“Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten;”
Schlachter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗
…fällt die Kabbala schon in diesem Stadium als okkulte Irrlehre durch das Raster. Mit der Kabbala als spirituelle Wissenschaft werden die Aspekte einer Geheimwissenschaft oder einer Geheimlehre deutlich, die von den Schülern zu erlernen ist. Dazu zählen u.a. Zahlenwerte von Buchstaben, Buchstabenumstellungen, Kombination bzw. Permutation von Buchstaben und die Struktur- und Zahlensymbolik. All diese Praktiken sind einem Christen durch das Gebot Gottes in 5. Mose 18,10−13 jedoch verboten, denn sie fallen in den Begriff “Zeichendeuterei, Wahrsagerei und Magie”.
Einen weiteren Aspekt einer Irrlehre zeigt uns die Kabbala im Bereich der Meditation. In der kabbalistischen Meditation soll eine emotionale und mentale Vereinigung mit der Gottheit erreicht werden. Danach könne der Schüler die ganze Welt als ein symbolisches System wahrnehmen und in die Gottheit einbezogen werden.61Link zum Wikipedia-Artikel “Ziele der Kabbala”: hier klicken↓ Die Kabbala spricht hier ausnahmslos von “Gottheit”, also ein entpersonifizierter und entstellter Gott, der mit einem Vater oder einem Sohn, den wir direkt ansprechen können und der uns liebt, nichts mehr zu tun hat. Stattdessen sollen uns die Symbole vor Augen stehen und auf diesem Weg soll ein Verstehen der Schöpfung geschehen.
Die Kabbala, so wie Aivanhov sie lehrt und versteht, war zu Zeiten Jesu noch nicht vorhanden. Aber es gab Vorläufer der Kabbala, verschiedene Strömungen der Mystik und der Gnostik. Hier müssen wir die Merkaba-Mystik und Schriften wie die Sefer Jezirah (mehr zum Sefer Jezirah, das Buch der Schöpfung oder Das Buch der Formung, in Kapitel 3) erwähnen. Es ist natürlich vorstellbar, dass Jesus diese Strömungen kannte, aber eine Merkaba-Mystik hat mit der heutigen Kabbala und dem Heilsplan Gottes absolut nichts zu tun.
Im Gegenteil wird den Menschen eingeredet, sie könnten mit einer Wanderung durch die sieben himmlischen Paläste vor Gottes Thron ihre Seele befreien.62Link zum Wikipedia-Artikel “Merkaba”: hier klicken↓ Geheime Passwörter werden erwähnt, die bei jeder Station zu murmeln sind, und wenn alles klappt, zack, Freiheit der Seele.
Anstatt den einfachen Weg der Gnade zu betonen, führen diese Lehren den Suchenden in ein Labyrinth aus menschengemachten Einweihungen und Stufenmodellen. Okkultisten und gnostische Lehrer preisen diese als notwendige Mittel an, um Gott nahe zu kommen. Das bedeutet für die Schüler oft ein lebenslanges Studium von Texten, die weitab vom biblischen Schöpfergott entstanden sind – ohne Geist und Heilsgewissheit und mit dem vertröstenden Hinweis auf vermeintliche künftige Inkarnationen.
Und ganz unten in einer Ecke sitzt der Teufel, grinst und feixt, weil es immer noch Menschen gibt, die auf seine gottfernen Systeme hereinfallen.
Dabei gab es selbst zur Zeit des Alten Testaments keinen Grund, ein paralleles Erlösungssystem zur Heiligen Schrift zu erschaffen. Die Bibel spricht im Alten Testament über 1.000 Mal63Link zum Artikel “Repentance ‑Baker’s Evangelical Dictionary of Biblical Theology”: hier klicken↓ von “Umkehr”, orig. “Sub” oder “schub”, “שוּב”, also der Bekehrung zu Gott und somit zur Erlösung.
Der Wunsch nach Selbsterhöhung und das Streben nach einer Art „Selbstverwirklichung“ durch geheimes Wissen ist letztlich ein Weg der Verführung, der den Menschen von der Einfachheit des Evangeliums wegführt. Eine wahre Erlösung und die Freiheit der Seele werden allein durch die Gnade Jesu Christi erreicht. Dieses Geschenk ist kostenlos und für jeden Menschen sofort zugänglich. Es bedarf keiner okkulten Eliten oder geheimer Schlüssel – nur eines offenen Herzens und der aufrichtigen Hingabe an den Retter und Erlöser Jesus Christus.
Aivanhovs Angriff auf das Fundament des Glaubens
Auf Seite 26 findet sich ein direkter Angriff auf eine der Kernwahrheiten des christlichen Glaubens. Aivanhov versucht hier, den Leser von der Bedeutung des einfachen Glaubens wegzubringen. Er schreibt:
“…Jahrhundertelang hat man den Christen immer wieder vorgebetet, dass Glauben zu haben das Wesentliche sei… Sie sollten glauben und dann würden sie gerettet werden. Aber nein, es genügt nicht zu glauben, die Religion ist nicht auf den Glauben begrenzt…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 2, Seite 26
Aivanhov beginnt diesen Absatz mit einer rhetorisch geschickt gewählten Behauptung über die Kirchengeschichte, die für den normalen Leser kaum nachprüfbar ist. Er beansprucht für sich jedoch eine exklusive Einsicht, die er aus Quellen wie der „Akasha-Chronik“ oder einem vermeintlichen Eintauchen in das Bewusstsein Jesu Christi64Aivanhov beschreibt diese psychische Vergewaltigung im Band 207, Kapitel 11 und nennt diese magische Handlung “Identifikation”. Siehe Rezension Izvor 207: (noch nicht erschienen).↓ ableiten will.
Historisch gesehen ist seine Darstellung allerdings lückenhaft. Die Lehre vom „Glauben allein“ (Sola Fide) war in der westlichen Kirche vor der Reformation im 16. Jahrhundert keineswegs die vorherrschende offizielle Lehre. Über Jahrhunderte hinweg wurde der Glaube an Jesus Christus stets mit der Notwendigkeit eines gottgefälligen Lebens und der Teilnahme an den Sakramenten der Kirche verknüpft. Erst Martin Luther rückte das Vertrauen auf die Gnade Gottes wieder in das Zentrum.
Aber diese absichtlich gestiftete Verwirrung soll Aivanhov nur als Einleitung zur eigentlichen Schmähung Jesu Christi dienen, nämlich, dass es anscheinend nicht ausreicht, einen starken Glauben zu haben, trotz den exakt gegenteiligen Schilderungen in der Bibel. Fragen wir uns doch kurz an dieser Stelle, was denn eigentlich “das Wesentliche” im Glauben ist. Um was geht es Aivanhov, wenn er den Lesern vormacht, dass der Glaube allein nicht ausreichen würde?
Es geht um die Errettung. Und das ist das zentrale Thema meiner Webseite. Ich fordere die Leser auf, sich zu bekehren, d. h., alle Sünden und alle Schuld, die man in seinem Leben angehäuft hat, Jesus Christus zu übergeben und alles auf ihn abzuwälzen. Das ist der Weg, die Ewigkeit an der Seite von Jesus Christus verbringen zu können. Und natürlich steht der Glaube für diesen Schritt an der ersten Stelle. Ich muss an Jesus glauben und an die Wahrhaftigkeit einer Rettung aus meiner ganz persönlichen Misere heraus, unabhängig davon, was der einzelne Mensch an Sünden, Vergehen oder Verbrechen angehäuft hat.
Ohne Glauben gibt es keinen Weg aus der Sünde. Jesus ist das einzige Werkzeug, dass uns dazu zur Verfügung steht. Kein “geistiger Meister”, kein Eingeweihter, kein Guru, kein Geistheiler, kein Mentor, kein Influencer und keine Kabbala können uns vor der ewigen Verdammnis retten, sondern einzig und allein Jesus Christus. Diesen Namen müssen wir in unserer Verzweiflung rufen und ihn bitten, uns die Sünden und die Schuld abzunehmen. Ihm müssen wir uns zuwenden und Ihm sagen, dass Er unser Herr ist und in unser Leben kommen soll. Und das wird Er tun! Das ist Sein Versprechen! Und am Anfang steht der Glaube daran.
Diesen “Glauben” können wir in der Bibel nachlesen, und zwar in jedem Buch vom Alten bis ins Neue Testament. Eine kleine Auswahl an beeindruckenden Glaubens-Geschichten aus dem Alten Testament liste ich hier auf:
- Abraham (1. Mose 22)
- Noah (1. Mose 6)
- Mose (2. Mose)
- Daniel (Daniel 6)
- Hiob (Hiob 13,15)
- Rut (Rut 1)
- Elia (1. Könige 18)
- Schadrach, Meschach, Abednego (Daniel 3)
Verführer wie Aivanhov führen ihre “Schüler” über den Okkultismus an den Wahrheiten der Heiligen Schrift vorbei. Damit zerstören sie schon im Vorfeld jedes Vertrauen in Gott und jeglichen Glauben, denn sie predigen unaufhörlich, dass der Schüler an “das Wissen” kommen müsse. In diesem 2. Kapitel ist es das “Wissen der Religion”, wie Aivanhov es auf Seite 26 ausdrückt, das scheinbar die Kabbala und eine nicht näher beschriebene Geheimlehre enthält, die Jesus angeblich Johannes offenbarte, den anderen Aposteln aber vorenthalten hat. Aber Jesus hat nie eine Geheimlehre weitergegeben, sonst hätte er in Johannes 18 nicht gesagt:
Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet; ich habe stets in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo die Juden immer zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet.
Schlachter 2000 – Johannes 18,20 ↗
Wie niederträchtig ist die Vorgehensweise Aivanhovs, solche Lügen an die Leser und “Schüler” weiterzugeben. Diese Lügen haben ihren Ursprung in einer gnostischen Schmähschrift aus dem 5. Jahrhundert, dem “Apokryphon des Johannes”.65Link zum Wikipedia-Artikel “Apokryphon des Johannes”: hier klicken↓ Wer sich mit diesem Werk auseinandersetzt und es unbeirrbar durch die Bibel prüft, wird sehr schnell feststellen, dass dort der antichristliche Geist Satans wohnt und den Menschen den Glauben an die Unfehlbarkeit Christi nehmen will. Wie die Prochoros-Akten liegt das “Apokryphon des Johannes“66Link zum Buch “Interrogatio Iohannis” bei Amazon: hier klicken↓ im Original in koptischer Sprache vor.
Jesus betonte, dass der Glaube den Schlüssel darstellt, durch den der Menschen gerettet werden kann und ewiges Leben an der Seite Gottes im Paradies erhält. Das sind biblische Wahrheiten, die allen Versuchen der Verführer bis heute standgehalten haben. In Johannes 11 und Johannes 14 sind wunderschöne Beispiele davon aus seinem Mund zu lesen:
Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?
Schlachter 2000 – Johannes 11,25 ↗
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!
Schlachter 2000 – Johannes 14,6 ↗
Wir dürfen das glauben! Jesus ist das Leben, durch ihn werden wir gerettet und erhalten ewiges Leben! Das ist die Gnade Gottes, die sich so fundamental von der Sklaventreiberei der Verführer unterscheidet. Ewiges Leben durch Gnade vs. Tausende von Inkarnationen, um gottgleich zu werden, nur um schlussendlich doch zu scheitern. Unser Glaube allein reicht aus, um wieder Kind Gottes zu werden. Das ist das Versprechen Jesu Christi. Gott wusste von Anfang an, das wir endlos sündigen werden und ins Verderben rennen, darum sagt Jesus in Johannes 20 diese Worte:
Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!
Schlachter 2000 – Johannes 20,29 ↗
Wer danach strebt, sich selbst durch okkulte Techniken „sehend“ zu machen, begibt sich auf einen gefährlichen Pfad. Schon in der Genesis (1. Mose 3,5) versprach die Schlange der Eva: „…euch werden die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott“. In der Lehre Aivanhovs begegnet uns dieses alte Versprechen in neuem Gewand wieder: Die Suche nach Erleuchtung und dem „Öffnen der Augen“ führt letztlich weg von der Demut und dem rettenden Glauben. Bleiben Sie daher wachsam und halten Sie an der Einfachheit des Evangeliums fest. Glückselig sind jene, die ihr Vertrauen ganz auf Jesus Christus setzen.
Petrus vs. Johannes – Zwietracht unter Gläubigen säen
Auf den Seiten 26 bis 28 versucht Aivanhov, die Menschen über die Trennung der zwei Kirchen, die Kirche des Petrus, auch die petrinische Kirche genannt, und die Kirche des Johannes, auch die johanneische Kirche genannt, zu entzweien. Ihm zufolge ist die petrinische Kirche für Morde und Verbrennungen von Menschen verantwortlich, während die johanneische Kirche im Geheimen ihrer Arbeit nachgegangen sei und niemals irgendwen verbrannt habe. Auch hier können wir wieder das Vorgehen Aivanhovs beobachten, eine biblisch nicht belegbare Aussage als feststehende Tatsache zu benennen.
“Jesus hat Johannes also eine Lehre gegeben, die er den anderen Schülern vorenthalten hat, und diejenigen, denen dies klar wurde, waren ein wenig eifersüchtig. Aber lassen wir das…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 2, Seite 27
Das Wissen um diese anscheinend feststehende Tatsachen, hat Aivanhov aus mehreren frühchristlichen apokryphen und gnostischen Werken. Weiter oben habe ich das “Apokryphon des Johannes” genannt, und hier kommt eine weitere Schmähschrift hinzu, der “Pistis Sophia“67Link zum Wikipedia-Artikel “Pistis Sophia”: hier klicken↓. Darin sind angebliche Lehrgespräche Christi mit seinen Jüngern nach seiner Auferstehung festgehalten, Eifersuchtsdramen, vor allem von Petrus gegen Johannes und Maria, und eine Anleitung zur Erlösung durch die Überwindung von 32 fleischlichen Begierden. Und hier müssen die Alarmglocken anfangen zu läuten. Eine Anleitung zur Erlösung…
Der “Pistis Sophia” wird als “koptisch-gnostischer Text” beschrieben und allein diese Beschreibung reicht aus, um uns von dieser Schrift abzuwenden und sie niemals in unser Christ-sein einzubeziehen. Wie schon ausführlich in der Beschreibung der Prochoros-Akten dargestellt, handelt auch der “Pistis Sophia” von Themen, die genau das Gegenteil zur Heilsbotschaft der Bibel darstellen. Geheime Lehren, verborgene Gespräche und Einweihung einer kleinen Anzahl Menschen, Eifersucht und okkulte Praktiken zur Erlangung der Erlösung, der Selbstverwirklichung. All das ist die Handschrift Satans.
Die Unterschiede in der Erfahrbarkeit von den von Aivanhov erwähnten Schriften, den Johannes-Akten, den Prochoros-Akten, dem Apokryphon des Johannes und der Pistis Sophia zur Bibel sind enorm. Der antichristliche Geist setzt Limits von Menschen, die überhaupt in Frage kommen, diese “Lehren” studieren zu dürfen, fordert lebenslanges Studium, um immer höhere Einweihungsgrade erfahren zu dürfen, während bei Jesus Christus, unserem Gott, jeder Mensch, so wie er ist, zur endgültigen und vollständigen Errettung jederzeit willkommen ist.
Was für ein Unterschied!
Ich hoffe, ich konnte wenigstens in Grundzügen klarmachen, wohin uns die Verführer wie Aivanhov hinführen wollen: In die maximale Entfernung zu unserem Gott, der allein imstande ist, uns zu retten und zu erlösen. Und das funktioniert nur durch den Glauben daran, dass Jesus das wirklich so gesagt hat, und den Willen, dieses Geschenk auch anzunehmen. Bitte bekehren Sie sich noch heute zu Jesus und kehren Sie dem Satan und dem Selbstbetrug den Rücken. Erfahren Sie hier mehr.
Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?
Schlachter 2000 – Johannes 11,25 ↗
Die Offenbarung des Johannes – Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?
Der nächste Abschnitt im Buch auf den Seiten 27 und 28 zeugt davon, wie weit Aivanhov in den antichristlichen Lügen Satans verstrickt ist. Vielleicht mag der eine oder andere Leser bei dieser Aussage schlucken oder sich sogar empören, aber wenn wir Aivanhovs Behauptungen der Bibel kritisch gegenüberstellen, wird schnell klar, dass das zutrifft. Er sagt, beginnend auf Seite 27:
“Die Apokalypse ist das Buch der Kirche des Johannes; um aber all die Zahlen, Symbole und Bilder, die sie enthält, zu interpretieren, muss man Kenntnisse auf dem Gebiet der Kabbala, der Astrologie, der Alchimie und der Magie besitzen, und sogar der Karten des Tarot, die keineswegs Spielkarten sind, wie manche meinen, sondern eine Zusammenfassung der gesamten Einweihungslehre darstellen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 2, Seite 27 und 28
Ich bin so glücklich darüber, dass wir diese Kernaussage eines eingefleischten Okkultisten Schwarz auf Weiß in seinem Buch nachlesen können. Aivanhov zählt in dieser Behauptung, in diesem einen Satz all die Dinge auf, die einem Christen laut der Bibel strikt verboten sind.
Verbot von Wahrsagung und Zauberei
“Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten;”
Schlachter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗
Wie kann jemand, der von sich behauptet, im Bewusstsein Jesu Christi lesen zu können, gegen diese schwergewichtigen Gebote verstoßen? Aivanhov verführt mit seiner Behauptung zur Sünde gegen Gott, zur Übertretung eines sehr wichtigen Gebots und einer starken Leitlinie der Christen. Er präzisiert seine Verführung sogar indem er sagt, dass das Tarot keine Spielkarten seien, sondern eine Zusammenfassung der gesamten Einweihungslehre darstellen. Ich freue mich wirklich, dass Aivanhov uns so klar vor Augen hält, wer und was er wirklich ist, und was seine Mission auf Erden ist.
Er ist ein Verführer,68Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes “Verführer”“: hier klicken↓ Kind des “Vaters der Lügen”, der zur Aufgabe hat, die Menschen von der Wahrheit und Einfachheit Gottes wegzuführen.69Link zum YouTube-Video “Okkultismus – Spiel mit dem Feuer?”: hier klicken↓70Link zum YouTube-Video “OKKULTISMUS, ESOTERIK, MAGIE, ALTERNATIVMEDIZIN auf dem Prüfstand”: hier klicken↓Aivanhov will mit seiner “geistigen Lehre” vor allem das Vertrauen in Gott erschüttern und den “Schülern” vorgaukeln, sie könnten durch eigene Anstrengung so sein, wie Gott.
Bitte halten Sie sich diese Aussage vor Augen: “…sondern eine Zusammenfassung der gesamten Einweihungslehre darstellen…”. Was für ein unleserliches Chaos muss die Einweihungslehre sein, wenn das Tarot eine Zusammenfassung davon darstellt? Dieses Chaos ist so groß und für einen normalen Menschen nicht zu begreifen, dass es immer einen sogenannten “geistigen Meister” (oder jemand, der sich dafür hält) braucht, um es zu erklären. Der Missbrauch ist vorprogrammiert, wie wir anhand von Aivanhovs Irrlehre perfekt sehen können. Dutzende “kleine Meister” tummeln sich zudem momentan im Schatten Aivanhovs im Internet, einer erwachter als der andere. Meinen sie.
Die nächste Aussage Aivanhovs übertrifft aber alle oben genannten Behauptungen bei weitem. Er sagt auf Seite 28:
“Daher scheuen sich die meisten Pastoren und Priester, die Apokalypse zu interpretieren, denn sie wären gezwungen, all diese Wissenschaften anzuerkennen, und damit bestimmte Aspekte der Religion zu ändern.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 2, Seite 28
Nicht nur, dass Aivanhov ernsthaft der Meinung ist, dass es Pastoren und Priester gäbe, die sich davor scheuen, dieses großartige Buch in ihren Predigten zu besprechen, er bezeichnet die gotteslästerlichen okkulten Beschäftigungen oben sogar als Wissenschaften.
- Die Kabbala ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Die Astrologie ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Die Alchemie ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Die Magie ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Das Tarot ist keine Wissenschaft, es ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Die Einweihungslehre ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre.
Mit nur wenigen Klicks und keinem großen Suchaufwand wurde ich über drei Duzend Mal allein in YouTube fündig, was Predigten zur Offenbarung des Johannes anbelangt. Ich kann also behaupten, dass die Pastoren und Priester sich nicht scheuen, die Apokalypse zu interpretieren und sie in ihre Predigten einschließen. Schauen Sie sich bitte diese YouTube Playliste dazu an: “Offenbarung des Johannes”: Hier klicken.
Bitte geben Sie Jesus Christus die Chance, in Ihr Leben zu kommen, indem Sie ihn darum bitten. Wenn Sie verstehen, dass Aivanhov und die anderen Verführer, die sich “Meister”, “Guru”, “Mentor” und “Coach” nennen, Sie nur in den Hochmut und den Götzendienst treiben, der Ihnen die Türen zum Himmel und zur Ewigkeit verschließt, werden Sie sofort umkehren und nie wieder zurückgehen. Bitte sehen Sie sich dieses Video dazu an. Hier klicken.
Die Widersprüchlichkeit Aivanhovs auf den Punkt gebracht
Wie schon in Kapitel 1 möchte ich zum Abschluss der Rezension des zweiten Kapitels die Widersprüche aufzeigen, in die sich Aivanhov in allen seinen Büchern unrettbar verstrickt. Gleich zu Beginn des Kapitels lässt sich Aivanhov sehr negativ über “den Klerus” aus, der es seiner Meinung nach nicht fertig gebracht hat, den Reichtum, die Tiefe, die Philosophie und den Symbolismus des Christentums an die Menschen zu vermitteln und sich schämen sollte. Er gibt dem Klerus die Schuld, dass sich die Christen abwenden, um immer mehr und mehr in den Religionen des Ostens nach “spiritueller Nahrung” zu suchen.
Scheinbar habe man den Gläubigen Wissen vorenthalten, mit dem es möglich gewesen wäre, ihren Intellekt, ihre Seele und ihren Geist ernähren zu können. Das sei der Grund, so Aivanhov, dass die Gläubigen ihren Glauben verloren haben, weil sie den Eindruck gewinnen mussten, an “ungereimtes Zeug” zu glauben. Diese Aussagen finden sich im Buch auf den Seiten 25 und 26 und gehen nahtlos in die oben beschriebenen Irreführungen über. Sie sind jedoch doppelt widersprüchlich.
Zum einen beschreibt Aivanhov im Buch “Die Messe und die Sakramente – Der höhere Sinn christlicher Riten“71Link zur Leseprobe des Buchs “Die Messe und die Sakramente – Der höhere Sinn christlicher Riten” von Omraam Mikhael Aivanhov bei Prosveta Verlag: hier klicken↓ minutiös die christlichen, nein, die katholischen Sakramente:
- Die Taufe
- Die Eucharistie
- Die Buße
- Die letzte Ölung
- Die Ordination
- Die Ehe und
- Die Macht der Sakrament in uns
Die Behandlung der Sakramente findet auf sage und schreibe 40 Buchseiten statt. Aivanhov behandelt also genau das von ihm als “weniges armseliges Zeug” beschriebene Material, mit dem die Gläubigen in der Kirche konfrontiert werden. Wenn es doch aber sowieso keinen Wert darstellt, warum ein ganzes Buch darüber schreiben?
Auf der anderen Seite ergießt sich Aivanhov in Schimpftiraden über den Klerus und das wenige armselige Zeug, das in der christlichen Lehre übriggeblieben sein soll. Das ist ein Widerspruch in der “geistigen Lehre” und leider nur so zu erklären, dass hier versucht wird, selbst die Sakramente mit einem okkulten Überzug zu belegen, der hauptsächlich Verwirrung und Entfernung von Gott und Jesus Christus zur Folge haben soll.
Zum anderen stellt Aivanhov die Christen als fehlinformierte Menschen dar, die vom “Klerus” nur unnützes Zeug erfahren haben. Wie wir weiter oben schon aufgezählt haben, fehlt dem Christentum laut Aivanhov der Reichtum, die Tiefe, die Philosophie und der Symbolismus. All das soll absichtlich nicht gelehrt worden sein und deshalb wandern viele Menschen in östliche Religionen ab.
Gleichzeitig drängt Aivanhov die Leser seiner Bücher in den gotteslästerlichen Okkultismus und vor allem in die Kabbala, die schon aus der Ferne betrachtet in sich selbst ein höchst undurchsichtiges Netzwerk aus spirituellen Eliten, Geheimlehren und Mysterien darstellt. Sehr deutlich sagt Aivanhov auf Seite 26, dass die esoterische Lehre einer geistigen Elite vorbehalten bleibt, die fähig ist, sie zu verstehen. Die esoterische Lehre wird durch die johanneische Kirche repräsentiert, die Aivanhov wiederrum durch die Vermischung mit der Kabbala ins Unkenntliche entstellt. Was für ein Widerspruch und was für eine unaussprechliche Blamage für Aivanhov, durch seine “geistige Lehre” nicht eine einzige Seele Jesus Christus hinzugefügt zu haben.
Im “Esoterik-Handbuch – Hilfen zur Prüfung der Geister” von Lothar Gassmann wird die Kabbala mit diesen Worten beschrieben:
“Nur schwerlich lässt sich eine geheime göttliche Offenbarung hinter dem buchstäblichen offensichtlichen Text der Bibel plausibel begründen. Eine auf Zahlenspekulationen und dem System einer kosmischen Evolution aufbauende Bibelauslegung öffnet einer willkürlichen, beliebigen Exegese Tür und Tor.”
“Die magische Absicht, geistliche Verhältnisse, letztlich sogar die Wiedervereinigung der gesamten Schöpfung mit ihrem Schöpfer durch innerweltliche rituelle Handlungen bewirken zu können, werden in der Bibel deutlich zurückgewiesen.”Esoterik-Handbuch – Hilfen zur Prüfung der Geister ↗ – Seite 172
Wie glücklich können sich Menschen schätzen, die Jesus Christus aufgenommen haben und in der Heiligen Schrift sein lebendiges Wort sehen! Wie weit weg von der Lüge, der Manipulation und dem Hochmut dürfen diese Menschen ihren Weg mit Jesus Christus gehen! Bitte befreien Sie sich von der zwanghaften Lüge des Okkultismus von Aivanhov und den anderen Verführern und beenden Sie Ihren Selbstbetrug. Die Ewigkeit an der Seite Ihres Schöpfers wartet auf Sie! Mehr erfahren: hier klicken.
Kapitel 3: Melchisedek und die Lehre von den beiden Prinzipien
Kapitel 3, Teil 1
Was wir sicher über Melchisedek wissen
In Kapitel 3 “Melchisedek und die Lehre von den beiden Prinzipien” findet eine massive Falschdarstellung der biblischen Fakten und eine okkulte Aufblähung der Person des Priesters Melchisedek statt. Um die Verzerrung Melchisedeks durch Aivanhov einschätzen zu können, müssen wir uns zuerst einen kompakten Überblick über die tatsächlich verfügbaren Fakten in der Bibel verschaffen. Los geht’s!72Ich benutze für solche Arten von Recherche die App “Studienbibel NGÜ und Schlachter” der Genfer Bibelgesellschaft: im Play Store↓
Melchisedek wird an lediglich drei Stellen in der Bibel namentlich erwähnt:
- Im 1. Buch Mose (Genesis)
- Im Psalm 110
- Im Brief an die Hebräer.
Die genauen Stellen sind: 1. Mose 14,18731. Mose 14,18 auf bibleserver.com: hier klicken↓, Psalm 110,474Psalm 110,4 auf bibleserver.com: hier klicken↓ und neun Verse in Hebräer, nämlich 5,675Hebräer 5,6 auf bibleserver.com: hier klicken↓, 5,1076Hebräer 5,10 auf bibleserver.com: hier klicken↓, 6,2077Hebräer 6,20 auf bibleserver.com: hier klicken↓, 7,178Hebräer 7,1 auf bibleserver.com: hier klicken↓, 7,1079Hebräer 7,10 auf bibleserver.com: hier klicken↓, 7,1180Hebräer 7,11 auf bibleserver.com: hier klicken↓, 7,1581Hebräer 7,15 auf bibleserver.com: hier klicken↓, 7,1782Hebräer 7,17 auf bibleserver.com: hier klicken↓ und 7,2183Hebräer 7,21 auf bibleserver.com: hier klicken↓.
Laut der Heiligen Schrift war Melchisedek:
- König von Salem (1. Mose 14,18, Hebräer 7,1)
- Priester Gottes (1. Mose 14,18, Hebräer 7,1)
- Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks (Psalm 110,4, Hebräer 5,6, Hebräer 7,17, Hebräer 7,21)
- Hohepriester nach der Weise Melchisedeks (Hebräer 5,10, Hebräer 6,20)
- Ohne Vater, Mutter und Geschlechtsregister (Hebräer 7,3)
- hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens (Hebräer 7,3)
- Priester nach der Weise Melchisedeks (Hebräer 7,11)
- Priester von gleicher Art wie Melchisedek (Hebräer 7,15)
Also war Melchisedek der König von Salem, ein Priester und ein Hohepriester. Viel mehr ist über diese Person anhand der Bibel nicht zu sagen.
Aivanhovs fiktives Portrait von Melchisedek
Vergleicht man diese nüchternen biblischen Fakten mit den Behauptungen Aivanhovs in diesem Kapitel seines Buches, so zeigt sich ein völlig anderes Bild. Aivanhov dichtet Melchisedek Eigenschaften an, die in keinem biblischen Kontext stehen:
- Flammenbewahrer im Einweihungszentrum seit urdenklichen Zeiten (Seite 33)
- Melchisedek besitzt alles Wissen und alle Macht (Seite 33)
- Stellvertreter Gottes (Seite 33)
- unsterblich84Link zum Gemini-Chat “Melchisedek: Unsterblich oder literarischer Typus?”: hier klicken↓(Seite 33)
- Höchster der Eingeweihten (Seite 34)
- brachte Abraham die gesamte Einweihungswissenschaft (Seite 35)
- erscheint vor allen anderen Eingeweihten, die zum Gipfel gelangt sind (Seite 35)
- Melchisedek weihte Abraham in andere Mysterien ein (Seite 36)
- Vertreter Gottes auf der Erde (Seite 37)
- besitzt Allmacht über die Materie (Seite 37)
- kann nach Belieben einen Körper formen oder auflösen (Seite 37)
- die Materie gehorcht ihm (Seite 37)
Und weiter:
- kennt das Geheimnis der Umwandlung der Materie (Seite 37)
- Als Priester des Allerhöchsten bringt er Gott die reinste Quintessenz der Materie dar (Seite 37)
- spielt als Stellvertreter Gottes die wichtigste Rolle auf Erden (Seite 38)
- gibt alle Anordnungen, die das Schicksal der Menschen betreffen (Seite 38)
- unterrichtete alle großen Eingeweihten wie Hermes Trismegistos, Orpheus, Pythagoras, Platon, Buddha, Zarathustra und Jesus (Seite 38)
- sandte die heiligen drei Könige aus, um sich vor Jesus zu verneigen, denn Jesus war die Inkarnation des Christusprinzips (Seite 38)
- all die Größten haben Melchisedeks Lehre empfangen, selbst Jesus (Seite 38)
- Oberster des „Orden des Melchisedeks“ (Seite 40)
- hat die Aufgabe, im Geheimen zu bleiben (Seite 40)
- wurde nicht geboren wie ein Mensch (Seite 40)
Aivanhov baut seine Irrlehre auf sämtliche Bibelverse auf, die Melchisedek erwähnen. Die größte Entstellung geschieht in Hebräer 7,3, dort heißt es im Wortlaut:
“Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens; und als einer, der dem Sohn Gottes verglichen ist, bleibt er Priester für immer.”
Was in diesen Versen des Hebräerbriefes literarisch zu verstehen ist, nimmt Aivanhov wörtlich, um eine Gestalt künstlich aufzublähen und zu mystifizieren, die lediglich einen Wegweiser auf Jesus Christus darstellt. Er meint auf Seite 33:
“…ein Wesen, das der Stellvertreter Gottes auf der Erde ist, ein Wesen, das niemals stirbt…”
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 33
Nie war Melchisedek der Stellvertreter Gottes. Mit keinem einzigen Wort wird dieses Verhältnis in der Bibel beschrieben. Der einzige Grund, warum Aivanhov diesen falschen Sachverhalt so deutlich herausstellt, ist die Tatsache, dass er dadurch Jesus Christus erniedrigen kann und Zweifel in die Herzen der Leser sät, die sich nicht mehr sicher sind, warum dann Jesus als der einzige Weg zum Vater beschrieben wird, wenn doch eigentlich Melchisedek in Wahrheit der Große sein soll. Das ist ein Angriff auf die Autorität des Vaters, des Sohns und des Heiligen Geistes. Diese Art von Gottlosigkeit wird sehr treffend in Judas 8 beschrieben:
“Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern Mächte.”
Mit der Lästerung geht es auf Seite 40 weiter, wo Aivanhov behauptet, dass Melchisedek nicht durch Geburt auf dieser Welt erschien, weil er eine andere, “eine geheime Aufgabe” hat.
“Melchisedek hingegen hat die Aufgabe, im Geheimen zu bleiben, nicht vor den Menschen in Erscheinung zu treten.”
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 40
“Er hat eine andere Aufgabe auszuführen und hat sich daher nicht durch den Leib einer Frau hindurch inkarniert, wie Jesus.”
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 40
Wieder sieht man hier den Versuch Aivanhovs, durch eine grobe Entstellung eines Bibelverses, einen völlig anderen Zusammenhang zu kreieren, als die Bibel tatsächlich beschreibt. Für Aivanhov reicht es aus, die Stelle “Ohne Vater, ohne Mutter…” als Grundlage für seine esoterische Fehldeutung zu verwenden. In den mehr als 15 Jahren meiner Beschäftigung im Prosveta Verlag, also der Verlag, der die “Werke” Aivanhovs herausgibt, habe ich nicht einen Menschen aus der “Universellen Weißen Bruderschaft” kennengelernt, der diese haarsträubenden Aussagen Aivanhovs angezweifelt oder auch nur kritisch hinterfragt hat. Keinen einzigen. Und das ist traurig, denn es beweist, wie tief und gründlich Aivanhovs Gehirnwäsche funktioniert.
Aivanhov gaukelt seinen Lesern vor, Melchisedek sei die höchste mystische Figur der Einweihungslehre, unsterblich und ohne Geburt aus dem Nichts heraus von Gott erschaffen. Aber das stimmt nicht. “Ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister” bedeutet in Wahrheit, dass seine Eltern und sein Stammbaum für sein Amt als Priester zur damaligen Zeit keine Rolle spielten, da er von Gott direkt eingesetzt wurde. Melchisedek dient in der Bibel als Vorbild und literarischer Hinweis auf die Ewigkeit Jesu Christi. Wäre er die grandiose mystische Figur, die Aivanhov aus ihm macht, wäre er in der Bibel ausführlich erwähnt. Denn die Heilige Schrift ist für alle Menschen geschrieben und nicht nur für eine kleine Elite selbsternannter “Eingeweihter”.
Diese mehr als 20 Punkte, die Aivanhov entgegen der biblischen Lehre Melchisedek unterschiebt, klingen wie aus einem Märchen und sind tatsächlich reine Fiktion, reine menschliche Erfindung. Schon diese Auflistung macht deutlich, dass es eine der Hauptaufgaben Aivanhovs ist, die Menschen von Jesus Christus wegzuführen. Wenn wir dieser Darstellung glauben würden, bräuchten wir keinen Jesus mehr, wenn doch Melchisedek die wichtigste Rolle auf der Erde spielt. Warum noch an Jesus festhalten, wenn Er angeblich doch nur ein Schüler Melchisedeks war? Vor dieser Irrlehre muss ausdrücklich gewarnt werden!
Es ist erschreckend zu sehen, wie tief und gründlich Aivanhovs Gehirnwäsche funktioniert. Er entzieht Jesus Christus seine Einzigartigkeit und ersetzt sie durch ein okkultes System. Wer Melchisedek über Jesus stellt, verlässt den Boden des Evangeliums. Es ist eine subtile Form der Verführung, die das Ziel hat, die rettende Beziehung zum Sohn Gottes zu kappen.
Täuschung durch Unterschlagung
Eine Spezialität Aivanhovs ist es, Bibelverse aus dem Zusammenhang zu reißen und entscheidende Stellen einfach wegzulassen. In Kapitel 3 versucht er erneut, den Leser zu täuschen, indem er den Bibeltext abrupt bei Offenbarung 1,17 abbricht, direkt vor der Stelle, die unmissverständlich klärt, wer hier zu Johannes spricht.

Auf Seite 32 zitiert er:
»Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige…«
An dieser Stelle hört das Zitat im Buch auf. Warum? Weil Aivanhov Raum für seine eigene Theorie schaffen will. Er behauptet frech:
„Seit zweitausend Jahren versuchen die Bibelforscher und Theologen herauszufinden, wer diese mysteriöse Person ist […] Alle möglichen Antworten wurden darauf gegeben.“
Diese Aussage ist eine glatte Lüge, denn die Antwort steht direkt im nächsten Vers.
„ …und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.“
Wer war tot und lebt nun in Ewigkeit? Wer hat die Schlüssel des Todes? Es ist einzig und allein Jesus Christus! Melchisedek war niemals tot und ist nicht für unsere Sünden auferstanden. Aivanhovs Behauptung auf Seite 33: „Diese Person, die sich Johannes zeigte, ist Melchisedek“, ist somit biblisch völlig unhaltbar und eine bewusste Irreführung.
Zudem lässt Aivanhov, vermutlich ebenfalls absichtlich, die grundsätzliche Offenbarungsstruktur des letzten Buchs der Bibel weg. Diese wird in Vers 1 deutlich beschrieben: “Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll; und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt…”. Grundsätzlich wird die Offenbarung also durch einen Engel, der nicht namentlich erwähnt wird, an Johannes übermittelt.
Für die Gesamtübermittlung gilt also:
Gott (Vater) –> Jesus (Sohn) –> Engel –> Johannes –> Gemeinden.
Für die konkrete Visionen gilt, dass selbstverständlich der verherrlichte Jesus zu Johannes spricht. Die obengenannte Lüge Aivanhovs, dass seit zweitausend Jahren vergeblich versucht wird, herauszufinden, wer diese angeblich mysteriöse Gestalt ist, wird von Aivanhov benutzt, um sich selbst als den einzigen „geistigen Meister“, Hellseher und Eingeweihten zu inszenieren. Er suggeriert seinen Schülern, dass er nach angeblich 2000 Jahren der Unwissenheit endlich das Rätsel lösen kann. Er nutzt die Unkenntnis der Leser aus, um seine eigene okkulte Autorität über die Heilige Schrift zu stellen.
Dabei gibt es gar kein Rätsel, weder auf der Seite der Kirche, noch auf der Seite der Gläubigen.
Dem Leser der Bibelstelle Off 1,18 wird spätestens bei: „und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen!“ klar, dass es sich um Jesus Christus handelt, denn er wurde gekreuzigt, starb am Kreuz und ist leiblich wiederauferstanden. In keinem Vers, der Melchisedek behandelt, steht zu lesen, dass Melchisedek tot war und auferstanden ist, und auch nicht, dass er die Schlüssel des Totenreiches besitzt. Diese Person ist Jesus Christus.
In der Offenbarung sind weitere Verse zu finden, die eindeutig auf Jesus Christus als Botschafter in der Vision des Johannes hinweisen.
“Und dem Engel der Gemeinde von Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist”
“Und dem Engel der Gemeinde in Pergamus schreibe: Das sagt, der das scharfe zweischneidige Schwert hat”
“Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füße schimmerndem Erz gleichen”
“Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden; und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.”
“Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, sodass niemand zuschließt, und zuschließt, sodass niemand öffnet”
“Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes”
“Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.”
Mit all diesen Versen ist ganz klar zu erkennen, dass Jesus Christus selbst mit Johannes zu den Gemeinden spricht. Natürlich wusste Johannes, wer diese Gestalt war, vor der er “niederfiel wie tot”, denn als die Stimme in Offenbarung 1,8 sagte: “Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.” war für Johannes klar, dass es Jesus ist.85Offenbarung 1,8 auf bibleserver.com: hier klicken↓
Liebe Leser, lassen Sie bitte größte Vorsicht walten! Der Austausch der Personen Melchisedek gegen Jesus stellt einen antichristlichen Versuch dar, Jesus Christus zu entthronen und gegen einen Priester auszutauschen. Aivanhovs Wirken zielt darauf ab, Jesus Christus zu erniedrigen, zu vermenschlichen und in ein okkultes System einzugliedern. Aber Sie müssen sich immer vor Augen halten, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der Erlöser, nicht Melchisedek. Jesus ist der einzige Weg, nicht Melchisedek.86Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken↓ Jesus Christus ist nicht durch einen Priester ersetzbar.
Die Umdeutung von Brot und Wein: Kosmische Prinzipien statt göttlicher Gnade
Ein besonders perfider Teil von Aivanhovs Strategie zeigt sich in seiner Auslegung der Gaben Melchisedeks. In der Bibel lesen wir in 1.Mose 14,18 ganz schlicht: „Aber Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei.“ Für einen Christen ist dies ein wunderbarer Hinweis auf das spätere Abendmahl, das Jesus Christus mit seinen Jüngern einsetzte. Aivanhov interessiert sich jedoch nicht für die biblische Verheißung oder die Gemeinschaft mit Gott. Er missbraucht diese Symbole, um seine „Einweihungswissenschaft“ zu legitimieren. Auf Seite 35 behauptet er:
“Denn tatsächlich stehen Brot und Wein symbolisch für die gesamte Einweihungswissenschaft, die auf den beiden kosmischen Prinzipien basiert: dem männlichen Prinzip (symbolisiert durch das Brot) und dem weiblichen Prinzip (symbolisiert durch den Wein)…”
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 35
Hier verlassen wir endgültig den Boden der Heiligen Schrift. Die Einteilung der Welt in ein „männliches“ und ein „weibliches“ Prinzip, die angeblich das gesamte Universum steuern, stammt nicht aus Gottes Wort, sondern aus der antiken Hermetik87Link zum Wikipedia-Artikel “Hermetik”: hier klicken↓ und dem Gnostizismus. Aivanhov macht aus einem Akt der Segnung eine technische Formel. Brot und Wein sind für ihn keine Gaben Gottes mehr, die uns auf das Opfer Jesu am Kreuz hinweisen, sondern lediglich „Batterien“ für kosmische Kräfte. Das ist kein Christentum, das ist Magie im religiösen Gewand!
Indem Aivanhov das Brot zum „männlichen“ und den Wein zum „weiblichen“ Prinzip erklärt, raubt er diesen Symbolen ihre rettende Kraft. In der Bibel sagt Jesus: „Ich bin das Brot des Lebens“ (Johannes 6,35) und über den Kelch: „Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ (Matthäus 26,28). Bei Aivanhov hingegen wird der Fokus vom Retter weg auf eine abstrakte „Wissenschaft“ gelenkt. Der Mensch soll nicht mehr an Jesus glauben, sondern die „Gesetze der Prinzipien“ verstehen und anwenden. Er ersetzt die rettende Gnade durch ein kompliziertes System der Selbsterlösung.
Lassen Sie sich nicht durch diese Irrlehre täuschen: Wer Brot und Wein zu bloßen Symbolen für „kosmische Prinzipien“ degradiert, der verkündet ein anderes Evangelium. Es ist der Versuch, das Heilige zu profanieren und in ein okkultes Weltbild zu pressen, in dem der Mensch durch „Wissen“ (Gnosis) statt durch Umkehr und Glauben gerettet werden will. Bleiben Sie unbedingt bei der Einfachheit, die in Jesus Christus ist!
Ich will Ihnen die Ernsthaftigkeit meiner Anschuldigungen von Aivanhovs Verdrehungen und Entstellungen mit einem Vers aus der Offenbarung 21,8 verdeutlichen:
“Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner — ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 21,8 ↗
Ich bitte Sie eindringlich: Wenden Sie sich von der okkulten Lektüre Aivanhovs ab und gehen Sie die ersten ernsthaften Schritte auf Jesus Christus zu, selbst wenn Sie der Meinung sind, Jesus schon in Ihr Leben aufgenommen zu haben. Das Lesen der Bücher Aivanhovs beweist, das dem nicht so ist. So wie Gott dem Pharao in Ägypten das Herz verstocken konnte,88Lesen Sie in 2. Mose 14,8 selbst nach: hier klicken↓ so kann Ihr Geist durch abgefallene Engel vernebelt werden. Legen Sie es darauf an: Prüfen Sie selbst die Aussagen Aivanhovs anhand der Bibel und bitten Sie Jesus Christus um die Wahrheit!
Irreführung durch Unterstellung: Ein “Orden” für Jesus?
Eine weitere gravierende Verdrehung im ersten Teil von Kapitel 3 betrifft die Behauptung Aivanhovs, Melchisedek gehöre einem geheimen “Orden” an oder sei gar dessen Oberhaupt. Er geht sogar so weit zu unterstellen, dass auch Jesus diesem “Orden des Melchisedek” angehört habe. Seine Informationen stammen einerseits von seinem “Meister” Peter Deunov und zu einem großen Teil aus einer Synthese von Legenden und Phantasievorstellungen von Helena Blavatsky (Theosophie), Rudolf Steiner (Anthroposophie) und Saint-Yves d’Alveydre (mystischer Okkultismus).89Link zum Gemini-Chat „Melchisedeks Orden: Biblische Legende“: hier klicken↓
Auf Seite 38 schreibt er:
…und genau das bringt auch Paulus ganz klar zum Ausdruck, wenn er offenbart, dass Jesus dem Orden des Melchisedek angehörte…
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 38
Hier nutzt Aivanhov eine gezielte Fehlinterpretation. In der Bibel wird Jesus als ein Priester “nach der Ordnung Melchisedeks” bezeichnet (Hebräer 5,6; 7,17). Das griechische Wort taxis, das hier verwendet wird, bedeutet „Rang“, „Art“ oder „Weise“. Es beschreibt die Art des Priestertums, eines, das nicht auf menschlicher Abstammung (wie bei den Leviten90Link zum Wikipedia-Artikel “Leviten”: hier klicken↓) beruht, sondern auf göttlicher Einsetzung.
Aivanhov deutet “Ordnung” jedoch fälschlich als “Orden” um. Das ist kein einfacher Übersetzungsfehler aus dem Französischen, sondern das Fundament seiner gesamten Irrlehre. Er versucht, um Jesus Christus herum eine primitive Geheimgesellschaft zu konstruieren – eine Art “Loge” oder “Geheimlehre”. Durch die ständige Wiederholung dieses falschen Begriffs suggeriert er dem Leser eine okkulte Hierarchie, die es in der Bibel schlichtweg nicht gibt.
“Dahinein ist der Vorläufer für uns gegangen, Jesus, der ein Hohepriester geworden ist in Ewigkeit und nach dem Orden des Melchisedek.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 39
Aber wir können an dieser Stelle sagen, dass, egal wie mystisch, bunt und ausgeschmückt Aivanhovs Phantasievorstellungen weitergehen, sie keinen Bestand haben. Null, denn in der Bibel steht etwas ganz anderes und nur darauf kommt es an. Nur das lebendige Wort zählt, und wenn jemand anfängt, die Bibel umzudeuten und zu verfälschen, wie Aivanhov das in diesem Buch macht, müssen wir aussteigen und diese ganze “geistige Lehre” komplett ablehnen. Sie ist ein Werk des Teufels.91Link zum YouTube-Video “Wie durchschaue ich FALSCHE PROPHETEN im INTERNET und anderswo?”: hier klicken↓
Der 20. Vers in Hebräer 6 liest sich in den verschiedenen Bibelübersetzungen so:
“wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, der Hoherpriester in Ewigkeit geworden ist nach der Weise Melchisedeks.”
Schlachter 2000 – Hebräer 6,20
“dorthin ist Jesus für uns als Vorläufer hineingegangen, er, der nach der Ordnung Melchisedeks Hohepriester geworden ist auf ewig.”
Einheitsübersetzung 2016 – Hebräer 6,20
“wohin Jesus als Vorläufer für uns hineingegangen ist, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoher Priester in Ewigkeit geworden ist.”
Elberfelder Bibel – Hebräer 6,20
“Dahinein ist Jesus als Vorläufer für uns gegangen, er, der Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.”
Lutherbibel 2017 – Hebräer 6,20
Auf Seite 40 bezieht sich Aivanhov auf zwei Verse aus dem Hebräerbrief, die seiner Meinung nach beweisen sollen, dass Jesus von Melchisedek unterrichtet wurde und im “Orden des Melchisedek” unterhalb von Melchisedek stehen würde. Diesmal muss der arme Paulus herhalten und die okkulten Lügen Aivanhovs über sich ergehen lassen. Das Ziel dieser Unterstellung ist perfide: Jesus soll als ein “Schüler” oder “Adept” dargestellt werden, der erst durch eine fast unbekannte Gestalt wie Melchisedek unterwiesen und befördert werden musste.

“Sicher werden manche Christen schockiert sein und protestieren: »Aber das ist eine Sünde, eine Gotteslästerung. Wenn Jesus vom Orden des Melchisedek wäre, bedeutete das, dass Melchisedek über ihm stünde!« Nun, nicht ich sage das, sondern Paulus. Und wenn die Christen schockiert sein wollen, so ist das ihre Angelegenheit. Mit dem Schockiertsein ist es noch lange nicht zu Ende… so lange nicht, bis sie die Wahrheit akzeptieren werden.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 40
Die Heilige Schrift widerspricht dem jedoch entschieden. Im Hebräerbrief (5,5−6) lesen wir unmissverständlich, wer Jesus eingesetzt hat:
“So hat auch der Christus sich nicht selbst die Würde beigelegt, ein Hoherpriester zu werden, sondern der, welcher zu ihm sprach: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«.”
Schlachter 2000 – Hebräer 5,5 ↗
Gott Vater selbst hat seinen Sohn eingesetzt. Jesus Christus hatte es nicht nötig, von Melchisedek unterrichtet oder in einen Orden aufgenommen zu werden. Er ist Gott von Ewigkeit her.
Ich würde sehr gern sagen, dass Aivanhov die Thematik der genannten Bibelstellen nicht verstanden hat, aber leider ist das Gegenteil der Fall. Aivanhov will mit dieser bewussten Fehlinterpretation der Bibelstellen die Leserschaft von der Kernwahrheit über Jesus Christus wegführen und den Sohn Gottes erbärmlich und schwächlich erscheinen lassen, der es nötig hat, von einer fast unbekannten Gestalt unterrichtet zu werden. Damit erreicht Aivanhov auf jeden Fall eines, nämlich, dass die Leser in Unsicherheit verfallen und Jesus und die absolute Glaubwürdigkeit der Bibel in Frage stellen.
Die Behauptung, Jesus und Melchisedek gehörten einem fiktiven “Orden” an, ist ein esoterischer Versuch, Jesus zu entmachten und ihn in ein menschengemachtes, hierarchisches System zu pressen. Diese bibelferne Darstellung dient nur einem Zweck: Die absolute Glaubwürdigkeit der Bibel zu untergraben und die Leser in geistige Unsicherheit zu stürzen. Als Christen müssen wir diese Falle klar erkennen. Die Quelle solcher Unterstellungen ist der “Vater der Lüge”,92Lesen Sie in Johannes 8,44 selbst nach: hier klicken↓ der versucht, das rettende Werk Jesu Christi durch okkulte Phantasiegebilde zu ersetzen. Wir halten fest: Jesus Christus ist kein Mitglied eines Ordens – Er ist der Herr der Herren!
Wegführen von der Buße und das Verschweigen der Bekehrung
Eine der gefährlichsten Entstellungen in Aivanhovs Lehre ist das systematische Wegführen von der Buße und das Verschweigen der Notwendigkeit einer Bekehrung. Für jeden Christen ist die Buße ein Grundbedürfnis, da sie die lebendige Beziehung zu Jesus Christus erneuert. Aivanhov hingegen ersetzt diese biblische Reinigung und Errettung93Link zum YouTube-Video “Was bedeutet das, Jesus aufnehmen?”: hier klicken↓ durch primitive, fleischlich-okkulte Rituale.
Bei der Buße spricht der Christ mit Jesus über begangene Fehler und Sünden und legt diese offen vor unseren Erlöser. Dieses reuevolle Verhalten hat in den meisten Fällen eine Umkehr und eine Neuorientierung für den Menschen zur Folge. Wir alle wissen, wie hartnäckig bestimmte Dinge in uns festsitzen und oftmals eine eigene Routine gebildet haben. Oft wiederholen wir Fehlverhalten, weil es sich abspielt, wie von einer Schallplatte. Aber mit der Buße können wir in Zusammenarbeit mit Gott eine Umkehr erwirken, wir werden frei von den schädlichen Handlungen.
Buße zu tun, erfordert Mut und vor allem die Fähigkeit, die eigenen Fehler zu sehen und vor Gott zuzugeben. Die angeblichen Schüler, die sich um Aivanhov scharen, sind dazu nicht mehr in der Lage, sie haben diese Fähigkeit verloren. Ihnen wurde suggeriert, dass sie alle göttlichen Eigenschaften und Fähigkeiten bereits in sich haben und sie durch Übungen nur noch zu aktivieren brauchen. Diese Menschen glauben, dass sie nur vergessen haben, wer und was sie in Wirklichkeit sind, nämlich Götter, die irgendwann auf der “Neuen Erde” leben werden und ins “Goldene Zeitalter” berufen sind.
Wer sich jedoch einbildet, bereits vollkommen oder gar gottgleich zu sein, verliert die Notwendigkeit zur Umkehr aus den Augen. Die Folge ist ein Leben unter einer unvorstellbaren Last aus unbereinigter Schuld und Sünde – getarnt durch eine Maske spiritueller Überlegenheit.
Die Anmaßung Gott gegenüber, zu behaupten, man sei selbst wie Gott und könne durch bewusste Arbeit an sich selbst, durch Transformation, durch intensive Reinigung und Harmonisierung seines ganzen Organismus in dieses Gottbewusstsein erwachen, basiert unter anderem auf einer eindeutigen Fehldeutung der Bibelstelle “Ihr seid Götter” im Psalm 82. Diese Irrlehre wird von Aivanhov z. B. in den “Gedanken für den Tag” am 9. Juni 2003, am 4. Oktober 2007, am 29. Januar 2011, am 3. März 2018, am 18. April 2025 und am 13. Januar 2026 verbreitet.
Keiner dieser Menschen tut Buße, so wie Gott das von uns Menschen fordert. Warum auch, denn Aivanhov behandelt die Buße nur in einem Buch aus einer Auswahl von mehr als 100 Büchern, die von ihm erschienen sind, und dort auch nur auf drei armseligen Doppelseiten. Schlimmer noch, die Buße wird zwar angesprochen, es gibt aber keinerlei Anleitung zur Buße und der Text ist durchseucht mit okkulten Lügen, die alles wieder dermaßen entstellen, dass es für einen Christen unmöglich ist, sich länger mit diesen Texten auseinanderzusetzen.
Jeremia 23 im Alten Testament hat ab Vers 9 die Überschrift “Gottes Gericht über die Lügenpropheten“94Lesen Sie das ganze Kapitel auf bibleserver.com: hier klicken↓. Dieses Kapitel kann man als Anleitung lesen, wie man falsche Propheten und Lügengeister erkennen kann. In Vers 22 lesen wir:
“Hätten sie in meinem Rat gestanden, so würden sie meinem Volk meine Worte verkündigen und sie abbringen von ihrem bösen Weg und von ihren schlimmen Taten!”
Schlachter 2000 – Jeremia 23,22 ↗
“Hätten sie in meinem Rat gestanden…“
Hätte Aivanhov die geistige Tiefe und die Nähe zu Jesus, die er vorgibt zu haben, würde er durch den Heiligen Geist geleitet werden und es wäre ihm unmöglich, einen solchen Schwachsinn von sich zu geben, wie in all seinen Büchern zu lesen ist. Aivanhov dreht viele Anleitungen aus der Bibel einfach um und deutet die meisten Situationen absichtlich falsch, wie wir bisher gesehen haben. Aivanhov steht ganz sicher nicht im Rat Gottes, d. h. er wird nicht vom göttlichen Geist geleitet.
“…so würden sie meinem Volk meine Worte verkündigen…“
Aivanhov verkündigt nicht die Worte Gottes, er zweifelt sie ganz direkt und ohne Scham an. Nur eine kleine Auswahl davon habe ich in dieser Rezension besprochen. Er bestreitet die absolute Göttlichkeit Jesu Christi, leugnet seinen Tod und seine leibliche Auferstehung und setzt ihn in seiner Lügenhierarchie unterhalb von Melchisedek an. Als Sohn Gottes ist Jesus der eingeborene Gott auf dieser Welt, der keinen Stellvertreter braucht. Als Sohn Gottes hat Jesus alleine die Macht und Herrschaft auf dieser Welt, nicht der Priester Melchisedek. Aivanhov verkündigt nicht die Worte Gottes.
“…und sie abbringen von ihrem bösen Weg und von ihren schlimmen Taten.“
Das ist der Aufruf zur Buße und zur Umkehr, hin zu unserem Gott und Vater, der uns alles vergibt und uns wieder in sein Haus aufnimmt, wenn wir fähig zur Buße sind. Nichts davon ist bei Aivanhov zu lesen, es gibt keine Anleitung, keine Auseinandersetzung, keinen Aufruf zur Buße, nichts. Das ist ein Verbrechen, denn all seine hochmütigen und stolzen “Schüler” werden mit leeren Händen bei Gericht erscheinen und mit unvorstellbaren Lasten der Schuld und der Sünde beladen sein. Keine schöne Vorstellung.
Die Buße ist die ganz bewusste Hinwendung zu Gott, um seine Schuld, seine Last loszuwerden. Das ist auch eine Methode, um sich ständig mit Gott zu fühlen, der das individuelle Leben ausfüllt und dadurch erst sinnvoll macht. Dazu gehört neben Mut auch ein gewisses Maß an Demut. Die Demut gestattet es, unsere Fehler einzusehen und sie dann reuevoll Gott zu übergeben. Bei Aivanhov ist man über dieses Ärgernis aber schon darüber hinaus, man ist Herr und Meister über sich selbst und muss nur vor seine eigenen Zellen treten, um diese zu speisen. In Kapitel 3 auf Seite 42 sagt er:
“Jeder Mann und jede Frau müssen Priester, Opferpriester, werden, und sich jeden Tag vor all ihren Zellen zeigen, um ihnen Brot und Wein, Liebe und Weisheit zu geben.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 42
Das ist die spirituelle Arroganz der Selbstvergottung, vor der ich ausdrücklich warnen will. Als “Schüler” Aivanhovs muss man sich nicht mehr vor Gott, vor Jesus zeigen und sich klein und demütig machen, nein, man zeigt sich als König und Priester vor seinen eigenen Zellen und gibt ihnen ihr Lebenselixier. Die “Schüler” der Einweihungslehre sind bereits in der Lage, Leben eigenständig zu erhalten und mit den notwendigen Materialien zu versorgen, wohingegen ein einfacher Christ sich mühsam an einen Gott klammern und um die lebenswichtige Nahrung flehen muss. Warnung vor der Irrlehre Aivanhovs!
Aivanhovs Methode führt weg vom Kreuz und hin zur Selbstverehrung. Wer sich selbst zum Priester seiner eigenen Zellen erhebt, verleugnet die Einzigartigkeit des Opfers Jesu Christi. Diese Form der Einweihungslehre ist nichts anderes als der alte Versuch der Schlange, den Menschen einzureden: „Ihr werdet sein wie Gott.“ Bleiben Sie wachsam und suchen Sie die Vergebung dort, wo sie wirklich zu finden ist: allein bei Jesus Christus.
Phantastereien über Jesu “verlorene Jahre” und mehr
In den letzten Absätzen des ersten Teils von Kapitel 3, die Seiten 42–45, begegnet uns das, was in der Psychologie oft als “Wortsalat“95Link zum YouTube-Video “Narzissmus & Wortsalat – Narzissmus & indirekte Kommunikation “Wortsalat””: hier klicken↓ bezeichnet wird. Kurz gesagt, handelt es sich um eine rhetorische Taktik, bei der der Leser mit einer Flut an Informationen und brisanten Themen überschüttet wird, um Verwirrung zu stiften und kritische Rückfragen durch Ermüdung zu verhindern.
Die Taktik hinter diesem „Wortsalat“ ist die bewusste Vernebelung. Während die Bibel uns zu einer klaren Entscheidung für Jesus Christus aufruft, führt Aivanhov seine Leser in ein Labyrinth aus Legenden, okkulten Theorien und angeblichen Geheimnissen. Als Christen sollten wir uns nicht von solch „altweiberhaften Fabeln“,96Lesen Sie in 1.Timotheus 4,7 selbst nach: hier klicken↓ wie die Bibel sie nennt, verwirren lassen. Unser Glaube gründet sich nicht auf verborgene Indienreisen oder fiktive Königreiche, sondern auf das vollbrachte Werk Jesu Christi am Kreuz von Golgatha. Er ist das Licht der Welt – und in Ihm gibt es keine Finsternis und keine unnötigen Geheimnisse.
Dieser brisante Textabschnitt läuft im Buch über vier Seiten in 86 Zeilen mit 494 Wörtern. Hier schafft Aivanhov es, acht brisante Themen anzuschneiden, die jedes für sich betrachtet, hochgradige okkulte Irrlehren und Irreführungen darstellen, die sich in diesem kurzen Textabschnitt überlappen. Diese Taktik kann bei Aivanhov oft beobachtet werden: Er suggeriert dem Leser, dass es noch unendlich viel tieferes Wissen gäbe, für das die Zeit aber „noch nicht reif“ sei. Damit hält er seine Schüler in einer künstlichen Unreife gefangen – sie fühlen sich zwar privilegiert, zu den „Eingeweihten“ zu gehören, bleiben aber in ständiger Abhängigkeit von ihrem „Meister“.
Dieses krankhafte Vorgaukeln einer Persönlichkeit, die Aivanhov nie war, gipfelte kurz vor seinem Tod, als er behauptete, einer der vielen Götter Indiens gewesen zu sein, der eine der Heiligen Schriften verfasst hatte.97Diese Tatsache möchte ich auch als Argument gelten lassen, dass Aivanhov nie für Gott und Jesus spricht, sondern den Heidenkult lehrt. Siehe 1. Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.↓
Aivanhov verwickelt den Leser auf den Seiten 42–45 in diese Themen:
- Die “verlorenen Jahre” Jesu Christi, von seinem 12. bis zu seinem 30. Lebensjahr
- Das Königreich des Melchisedek
- Das “Land der Lebendigen” aus Psalm 116,9
- Das Land Agartha in der Innererde
- Das Königreich des Priesters Johannes98Interessante Diplomarbeit “Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?”: hier klicken↓
- Die okkulte Einweihung der Schüler in die letzten Grade
- Die Herabwürdigung Christis durch blühende okkulte Phantasie und absichtliche Fehlinterpretation von Bibelstellen aus der Offenbarung
- Die Vermischung von Religionen über die Person “Markandeya”, einer fiktiven und angeblich unsterblichen Person aus dem Hinduismus, die auch Melchisedek sein soll.
Ich möchte ein paar dieser Punkte kurz beleuchten und aus bibeltreuer Sicht Erklärungen dazu geben.
Die “verlorenen Jahre”, die “stillen Jahre” Jesu Christi, von seinem 12. bis ca. 30. Lebensjahr
“Die achtzehn Jahre zwischen seinem zwölften und seinem dreißigsten Lebensjahr, die in den Evangelien nicht erwähnt werden, verbrachte Jesus im Königreich des Melchisedek…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 42
Ein Kernstück dieser Phantastereien ist die Behauptung, Jesus habe in seinen jungen Jahren Indien bereist oder sei in einem unerreichbaren Königreich untergetaucht, um dort von Meistern unterwiesen zu werden. Aivanhov nutzt hier das populäre, aber völlig unbiblische Narrativ der „verlorenen Jahre“ Jesu.
Es ist sehr leicht herauszufinden, dass die Evangelien mit Lukas im 2. Kapitel mit Vers 41–52 die letzte Beschreibung des jungen Jesus abliefern. Dieser letzte Abschnitt im 2. Kapitel trägt die Überschrift “Der zwölfjährige Jesus im Tempel” und erzählt von der Begebenheit, dass seine Familie das jährliche Passahfest in Jerusalem gefeiert hat. Bei der Heimreise nach Nazareth wurde bemerkt, dass Jesus fehlte. Die Familie suchte ihn und fand ihn erst drei Tage später im Jerusalemer Tempel, bei den Lehrern sitzend, wie er ihnen zuhörte und sie befragte. Anschließend fuhren alle gemeinsam nach Hause.
Die Bibel erzählt dann im 3. Kapitel von der Verkündigung des Johannes und im nächsten Abschnitt von der Taufe Jesu Christi und dem Empfang des Heiligen Geistes. Hier tut sich aber eine Lücke der Geschichtsschreibung von ungefähr 18 Jahren auf. Okkultisten füllen diese Lücke mit ihren eigenen Versionen und begeben sich damit auf sehr dünnes Eis. Allgemein bekannt ist die Theorie, dass Jesus in Indien gewesen sein soll. Aivanhov berichtet von dieser Legende ausführlich in Band 240 “Söhne und Töchter Gottes”, nur schweigt er sich im vorliegenden Band darüber aus und erzählt uns, dass Jesus angeblich im “Königreich des Melchisedek” gewesen sein soll.
Die Bibel gibt uns nur sehr wenige Informationen, die einen Hinweis darstellen können, wo sich Jesus während diesen Jahren aufgehalten hat. Was wir von vornherein ausschließen können, ist ein Aufenthalt in Indien oder einem anderen Land, denn das hätte Aufsehen erregt und wäre in den Evangelien berücksichtigt worden. Allein die Bibelstelle Lukas 2,52 verrät uns, was er während diesen “stillen Jahren” getan hat:
“Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.”
Schlachter 2000 – Lukas 2,52 ↗
Im Markusevangelium Kapitel 6 können wir herauslesen, wo Jesus während der “stillen Jahre” gewesen ist:
“Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria, der Bruder von Jakobus und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm.”
Schlachter 2000 – Markus 6,3 ↗
Hätte Jesus eine solch lange Zeit wie 18 Jahre in der Ortschaft gefehlt, würde die Frage in Markus 6,3 sicher ganz anderes formuliert sein. “Ist dieser nicht der Zimmermann, der lange Zeit auf Wanderschaft war, der Sohn der Maria,…” oder “Ist dieser nicht der Herumtreiber, der sich von der Arbeit gedrückt hat und lange Zeit im Ausland war, der Sohn der Maria,…”. Aber sie fragen nur, ob es der Zimmermann sei, der Sohn der Maria. Und damit muss alle Spekulation aufhören und wir dürfen nur das herauslesen, was uns die Bibel in die Hand gibt. Jesus blieb an Ort und Stelle, wuchs ganz normal auf, lernte den Beruf seines Vaters, Zimmermann, und fand Weisheit und die Gnade Gottes.
Die Bibel warnt sehr deutlich vor Hinzufügungen zum Text, und ich will das an dieser Stelle auch tun. Es ist uns verboten, eigene Dichtungen und Versionen in Umlauf zu bringen, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben und nicht belegbar sind. Das Argument, dass diese Warnung nur für das Buch der Offenbarung Gültigkeit hat, kann ich nicht gelten lassen, denn sonst wäre die Heilige Schrift eines der unglaubwürdigsten Bücher auf dieser Welt. Im erweiterten Kontext darf man natürlich keinem der Bibeltexte etwas hinzufügen oder wegnehmen.
“Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 22,18−19 ↗
Lassen Sie sich nicht täuschen: Es gibt keine einzige seriöse historische oder biblische Quelle, die eine solche Reise belegt. Die Bibel schweigt über diese Jahre nicht aus Unwissenheit, sondern weil Jesus in Nazareth ein einfaches, gehorsames Leben führte, bis sein öffentlicher Dienst begann. Die Vorstellung, der Sohn Gottes hätte es nötig gehabt, Weisheit bei fernöstlichen Meistern zu suchen, ist eine Beleidigung seiner göttlichen Natur. Dass Aivanhov vorgibt, Jesus über alles zu lieben aber seiner Anhängerschaft solche Geschichten auftischt, beantwortet eine Menge peinlicher Fragen.
Das Königreich des Melchisedek
Unter dieser Überschrift finden wir eine Vermischung aus mehreren okkulten Legenden an geradezu mystischen Schauplätzen. Aivanhov sagt auf Seite 42, dass Jesus während der 18 stillen Jahre studierend und arbeitend im “Königreich des Melchisedek” gewesen sei. Dort habe er auch “die Einweihung” empfangen. Scheinbar kennen alle Religionen dieses “Königreich des Melchisedek” und legen es an einen für die Menschen unerreichbaren Ort. Dieser unerreichbare Ort wird “Die Erde der Unsterblichen” oder “Die Erde der Lebendigen” genannt.
Weiterhin behauptet Aivanhov auf Seite 43, dass “Die Erde der Lebendigen” das Land “Agartha” in der inneren Erde sei, und es auch unter dem Namen “Das Königreich des Priesters Johannes” bekannt sei. Dieses besagte “Königreich des Priesters Johannes” sei das “Königreich des Melchisedek”. Nur ein paar wenige Eingeweihte, die mit ihm in Verbindung stehen, würden es kennen.
“Man nennt diesen Ort auch Agartha oder das Königreich des Priesters Johannes. Dieses Reich ist das Königreich des Melchisedek, aber es ist nur bestimmten Eingeweihten bekannt, die mit ihm in Verbindung stehen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 43
Wir müssen die Aussagen Aivanhovs auf wahre und belegbare Elemente prüfen, und das gelingt uns natürlich nur mit der Bibel. Wie wir weiter oben schon gesehen haben, war Melchisedek der König von Salem. Er wird im Alten Testament in 1. Mose 14,18 und im Neuen Testament in Hebräer 7,1 als König von Salem beschrieben. Salem ist hier die ältere Form von Jerusalem.

Das ganze Königreich von Melchisedek war vermutlich sehr klein. Archäologische Untersuchungen haben ergeben, dass die Stadt Salem ungefähr vier bis fünf Hektar Fläche maß und zwischen 500 und 1000 Menschen innerhalb der Stadtmauern Platz gab.99Link zum Artikel “Chapter 16 – Salem, Jebus, Jerusalem (2000−1000 BC)”: hier klicken↓100Link zum Gemini-Chat „Ausmaße von Melchisedeks Königreich Salem“: hier klicken↓
Das ist alles, was uns an belegbaren Fakten aus der Bibel und den Historikern für das Königreich des Melchisedek zur Verfügung steht.
© Leen Ritmeyer / Ritmeyer Archaeological Design
Laut Aivanhov wird das Königreich des Melchisedek an einen unerreichbaren Ort verlegt, in “Die Erde der Unsterblichen” oder “Die Erde der Lebendigen”. Hier bezieht sich Aivanhov auf Psalm 116. “Die Erde der Lebendigen” wird von ihm “Agartha” genannt, oder auch “Das Königreich des Priesters Johannes”. “Agartha” ist laut einer detaillierten Beschreibung Aivanhovs aus seinem Buch “Der Wassermann und das goldene Zeitalter” ein riesiges unterirdisches Reich, das von hochentwickelten Menschen bewohnt ist, die sich in der Regierungsform der “Synarchie” bewegen. Das ist wichtig zu wissen, denn mit dem Begriff “Synarchie” können wir weitere Kreise des hochspekulativen und gefährlichen Okkultismus schließen.
Wenn wir hier eine kurze Zusammenfassung erstellen, können wir sagen, dass sich Jesus laut Aivanhov während der 18 Jahre, in der die Bibel nichts über ihn berichtet, in der inneren Erde, in einem unentdeckten und unerreichbaren Land namens “Agartha” aufgehalten hat. Scheinbar ist dieses Land in der Bibel das “Land der Lebendigen” aus Psalm 116. Gleichzeitig soll dieses Land auch “Das Königreich des Priesters Johannes” sein.
Schade nur, dass Aivanhovs Rechnung nicht aufgeht, denn selbst in den verworrenen und erdichteten esoterischen “Überlieferungen” sind die aufgeführten Länder eigenständige Bereiche und überlappen sich nicht.
- Das Königreich Melchisedeks bestand in der sogenannten “Mittleren Bronzezeit” und kann auf ca. 2000–1800 v. Chr. datiert werden. Es gibt keinerlei biblische Belege oder auch nur Hinweise, dass Melchisedeks Königreich über diese Zeit hinaus Bestand hatte oder in eine “feinstoffliche” oder “ätherische Ebene” verlegt worden wäre und immer noch im Unsichtbaren existiert.
- Das Land Agartha ist kein Land im inneren der Erde, sondern die Ausgeburt einer blühenden Phantasie von französischen/polnischen Okkultisten, die auf sich aufmerksam machen wollten, um ihren Namen in die Liste der großen Mystiker und Entdecker einreihen zu können. Zu nennen sind Louis Jacolliot, Alexandre Saint-Yves d’Alveydre und Ferdinand Ossendowski. Niemand, kein einziger Mensch, hat Agartha jemals betreten oder wird es jemals betreten können, weil es reine Phantasie ist.
- Das Königreich des Priesters Johannes ist das Ergebnis einer Verwechslung und aufeinander aufbauenden Lügengeschichten. Ursprung soll der Patriarch Johannes von Indien gewesen sein, der im Jahr 1122 bei einer Audienz bei Calixt II in Rom von seinem Heimatland erzählte. Später berichtete Otto von Freising101Link zum Wikipedia-Artikel “Otto von Freising”: hier klicken↓ in seiner “Geschichte der zwei Staaten” über einen legendären und äußerst geheimnisvollen Johannes, ein König und Priester. Wie Agartha wurde dieses Königreich von vielen Menschen gesucht, aber nie gefunden.
- Das Land der Lebendigen aus Psalm 116 bezieht sich auf ein Leben auf dieser Welt nach der Bedrohung durch den Tod des Autors des Psalms. Er wurde von Gott aus der Gefahr des Todes gerettet und bringt seine Dankbarkeit zum Ausdruck. In der Offenbarung 21, Vers 3 und 4 wird auf ein ewiges Leben mit Gott hingewiesen, also die Gemeinde, die von Jesus in den Himmel entrückt wird. Es gibt in der ganzen Bibel keinerlei Hinweise, dass das “Land der Lebendigen” irgendetwas mit Melchisedek, Agartha oder dem Priesterkönig Johannes zu tun haben könnte.
Mit der Vermischung der oben aufgezählten esoterischen Märchen, beweist Aivanhov eines: dass der Phantasie eines selbsternannten “geistigen Meisters” und offensichtlichen Lügners keine Grenzen gesetzt sind. Ein großes Augenmerk, gerade für die Menschen, die sich als seine “Schüler” betrachten, muss sein, dass hier deutlich wird, dass Aivanhov nicht auf Dinge zurückgreifen kann, die ausschließlich von ihm selbst kreiert und geschaffen sind. Im geistlichen Bereich hat Aivanhov nichts vorzuweisen. Aivanhov missbraucht die Bibel und nutzt Schriften aus der Esoterik, um den Menschen vorzumachen, er würde eine “Einweihungslehre” und eine “Einweihungswissenschaft” bringen, tatsächlich aber sind diese “Überlieferungen”, auf die er sich stützt, bei genauerem Hinsehen, uralte Kamellen von nicht ernstzunehmenden Träumern und mittlerweile oftmals schon widerlegte Theorien.
Das Land der Lebendigen
“…genannt »die Erde der Unsterblichen« oder »die Erde der Lebendigen«, wie es in dem Psalm heißt: »Ich werde wandeln vor dem Herrn, im Lande der Lebendigen.« (Ps 116, 9)…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 43
In den wenigen Zeilen auf Seite 43, die “Das Land der Lebendigen” aus Psalm 116 behandeln, geschieht eine massive Verzerrung der biblischen Texte. Um klar zu sehen, müssen wir zuerst den Psalm selbst verstehen:
Psalm 116 ist ein sogenannter Hallel-Psalm, d. h. ein Dank- oder Lobpsalm. Hallel heißt “loben” und kommt auch im Wort “Halleluja” vor, also “Lobt den Herrn”. Hallel-Psalmen sind die Psalmen 113–118. Die Hallel-Psalmen wurden beim Passahfest102Link zum Wikipedia-Artikel “Pessach”: hier klicken↓, beim Laubhüttenfest103Link zum Wikipedia-Artikel “Sukkot”: hier klicken↓ und beim Pfingstfest104Link zum Wikipedia-Artikel “Schawuot”: hier klicken↓ gesungen. Als Matthäus in Kapitel 26, Vers 30 sagt “Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.”, können wir davon ausgehen, dass Jesus mit seinen Jüngern die Hallel-Psalmen gesungen hat, also auch den Psalm 116.
Der Psalmist, der unbekannte Beter dieses Psalms, war dem Tode nahe und in größter Furcht. Hier ging es nicht um eine kleine Unannehmlichkeit oder ein Wehwehchen, hier fand eine körperliche, eine existenzielle Bedrohung von außen statt, über die der Beter keinerlei Kontrolle mehr hatte. Ihm wurde schlagartig klar, dass nur Gott in der Lage ist, Hilfe und eine Lösung in diese Situation zu bringen. Vers 3 und 4 machen das sehr deutlich:
“Die Fesseln des Todes umfingen mich und die Ängste des Totenreichs trafen mich; ich kam in Drangsal und Kummer. Da rief ich den Namen des HERRN an: »Ach, HERR, errette meine Seele!«”
Schlachter 2000 – Psalm 116,3−4
In Vers 5 und 6 geschieht die plötzliche Rettung. Der Herr rettet den Beter durch eine gehörige Portion Gnade und Barmherzigkeit.
“Der HERR ist gnädig und gerecht, ja, unser Gott ist barmherzig. Der HERR behütet die Einfältigen; ich war ganz elend, aber er half mir.”
Schlachter 2000 – Psalm 116,5−6
Vers 7 und 8 sprechen dann von der Verschnaufpause für die Seele:
“Kehre zurück, meine Seele, zu deiner Ruhe, denn der HERR hat dir wohlgetan! Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Fall.”
Schlachter 2000 – Psalm 116,7−8
In Vers 9 wird ausgedrückt, dass der Beter nur knapp dem Tode entkommen und noch am Leben ist. Er ist nicht gestorben, nicht verunglückt oder erschlagen, sondern weilt durch Gottes Hilfe und Gnade weiterhin unter den Menschen.
“Ich werde wandeln vor dem HERRN im Land der Lebendigen.”
Schlachter 2000 – Psalm 116,9
Das “Land der Lebendigen” drückt an dieser Stelle das Gegenteil des “Totenreichs” in Jesaja 38,11 aus und beschreibt ein Leben als Geretteter auf dieser Erde. Erst im erweiterten Kontext und mit der Hilfe des Neuen Testaments wird das “Land der Lebendigen” zur ewigen Gemeinschaft mit Gott, die Vollendung.
Nirgends in den betreffenden Psalmen und Bibelstellen wird Agartha oder ein Königreich eines Priesters Johannes erwähnt, das als “Land der Lebendigen” bezeichnet wird. Nicht in einer einzigen kleinen Stelle wird ein Eingeweihter erwähnt. Es wird in keiner Bibelstelle ein geheimnisvolles Gerücht oder eine Legende erwähnt, die darauf hinweisen könnte, dass es dieses Agartha oder das Königreich des Priesters Johannes, das man anscheinend auch “Das Land der Lebendigen” nennt, gibt. Aivanhov setzt hier eine Irrlehre gigantischen Ausmaßes in die Welt und ich möchte von Herzen davor warnen, auch nur den kleinsten Teil davon als Wahrheit zu akzeptieren, weil wir keinen Beleg aus der Bibel erhalten.
Agartha
Der Name der fiktiven Stadt im inneren der Erde wird von Aivanhov nur einmal im ganzen Buch auf Seite 43 erwähnt. In den esoterischen Zirkeln hat die unterirdische Stadt “Agartha“105Link zum Wikipedia-Artikel “Agartha”: hier klicken↓ einen sehr hohen Stellenwert. Wie wir später noch sehen, steckt im Glauben an die Legende Agartha eine tiefe Sehnsucht des Menschen dahinter, irgendwo auf oder unter der Erde ein verstecktes Paradies zu vermuten, in dem noch alles in Ordnung ist. Die einmalige Verwendung des Namens “Agartha” schwächt aber die Lästerung – eine okkulte Lüge, die aufgebläht und immer wieder stark verändert wurde, als biblische Wahrheit auszugeben – in keiner Weise ab, im Gegenteil.

Anders als das “Königreich des Priesters Johannes” oder “Das Land der Lebendigen” aus Psalm 116, deren Ursprünge viele Jahrhunderte in die Vergangenheit reichen, ist die Legende um “Agartha” noch jung. Die erste Erwähnung finden wir im Buch “Les fils de Dieu“106Link zum Buch “Les fils de Dieu” von Louis Jacolliot bei Amazon: hier klicken↓ auf Deutsch “Die Söhne Gottes” von Louis Jacolliot107Link zum Wikipedia-Artikel “Louis Jacolliot”: hier klicken↓ aus dem Jahr 1873. In seinem Buch berichtet Jacolliot, dass er Zugang zu ca. 15.000 Jahre alten Manuskripten bekam, in denen über eine antike Stadt in Indien mit dem Namen “Asgartha” berichtet wurde, über ihren Aufstieg und ihren Untergang. “Asgartha” soll die Hauptstadt Indiens gewesen sein.
Wichtig zu verstehen ist an dieser Stelle, dass Jacolliot NICHT davon berichtet hat, dass die Stadt unter der Erde gelegen haben soll.
Richtig Öl ins Feuer goss “Alexandre Saint-Yves d’Alveydre“108Link zum Wikipedia-Artikel “Alexandre Saint-Yves d’Alveydre”: hier klicken↓, der 1886, also über ein Jahrzehnt nach Jacolliots Veröffentlichung, sein Buch “Mission de l’Inde“109Link zum Buch “Das Mysterium von Agartha. Indiens Mission in Europa” von Alexandre Saint-Yves d’Alveydre bei Amazon: hier klicken↓ schrieb und der Brisanz wegen alle gedruckten Exemplare, bis auf zwei, selbst vernichtete. Angeblich machte er sich Sorgen wegen dem heiklen Inhalt, zudem sollen ihn “orientalische Eingeweihte” bei seiner Entscheidung beeinflusst haben. Das Buch wurde 1910 dennoch veröffentlicht, ein Jahr nach d’Alveydres Tod. Herausgeber war “Gérard Analect Vincent Encausse“110Link zum Wikipedia-Artikel “Papus”: hier klicken↓, der sich “Papus” nannte und d’Alveydres wichtigster Schüler war.

“Alexandre Saint-Yves d’Alveydre ist eine Schlüsselfigur der französischen esoterischen Tradition, die großen Einfluss auf diverse Okkultisten ausübte, darunter Helena Blavatsky und Gerard Encausse alias Papus. Saint-Yves selbst wurde durch Antoine Fabre d´Olivet geprägt. 1886 wurde das vorliegendes Werk „Indiens Mission in Europa“ veröffentlicht. Es gewährt einen Einblick in das mysteriöse Reich von Agart(t)ha, das unter dem Himalaya verborgen, eine fortschrittliche menschliche Gesellschaft beherberge. Saint-Yves bekennt in diesem Werk, dass er die Kenntnisse über Agartha auf telepathischem Wege erlangt habe und als „spontaner Eingeweihter” an keinen Eid der Geheimhaltung gebunden sei.”
Buchbeschreibung bei Amazon ↗
Alexandre Saint-Yves d’Alveydre beschreibt “Agartha” als ein riesiges unterirdisches Netzwerk aus natürlichen und auch künstlich angelegten Höhlen und Kavernen. Die Bewohner von “Agartha” zählen bis in die Millionen, die sich den Lebensraum in den unterirdischen Städten und Galerien friedlich teilen. Alexandre Saint-Yves d’Alveydre war der Meinung, dass “Agartha” ein rein physisch existierendes Reich sei, und nicht, wie spätere Okkultisten das nach ihm behaupteten, ein “feinstoffliches”.
Politisch bedienen sich die Agarther der “Synarchie”, eine strikte Ordnung von oben nach unten, angefangen mit einem Herrscher, Brahmatma, der die absolute Autorität hätte. Der Brahmatma wird als Hohepriester und König zugleich beschrieben und mit “göttlicher Autorität auf Erden”.
Aivanhov gibt diese Legenden und Phantasieerzählungen fast wortgetreu in seinem Buch “Der Wassermann und das goldene Zeitalter” wieder. Aber er wäre ein schlechter Okkultist, wenn er die Märchen von Jacolliot, d’Alveydre und Ossendowski nicht auch nach seinen eigenen Vorstellungen erweitert und aufgebläht hätte – was er natürlich getan hat. Kapitel 8, Teil 5 in diesem Buch liest sich wie ein Märchenroman und genau das ist es. Der Versuch einer Zusammenfassung der abstrusen Behauptungen, was “Agartha” ist und was dort alles vorherrscht und getan wird, scheitert an der schieren Menge an haltlosen Behauptungen Aivanhovs.
- In Agartha entwickelt sich seit Jahrtausenden eine phantastische Kultur (Seite 273)
- Agartha steht mit der Oberfläche durch Öffnungen in Verbindung, z. B. an den Polen, in Südamerika, in der Mongolei, in Tibet – und sogar in FRANKREICH (Seite 273)
- Agartha soll das Land des ewigen Frühlings sein (Seite 273)
- Agartha soll das Land der ewigen Jugend sein (Seite 273)
- Agartha soll das Land des ewigen Glücks sein (Seite 273)
- Agartha soll das Land des heiligen Grals sein (Seite 273)
- Agartha soll Thule sein (Seite 273)
- Agartha soll der Garten der Hesperiden sein (Seite 273).
- Alexandre Saint-Yves d’Alveydre soll ein Eingeweihter gewesen sein (Seite 274)
- Alexandre Saint-Yves d’Alveydre soll die Fähigkeit besessen haben, den Körper zu verlassen (Seite 274)
- Alexandre Saint-Yves d’Alveydre soll körperlos Agartha besucht haben (Seite 274)
- In Agartha soll es Bibliotheken und Archive geben, die mehrere Kilometer lang sind und die gesamte Geschichte der Menschheit enthalten (Seite 274)
- Diese Bibliotheken sind nur weit entwickelten Wesen zugänglich (Seite 274)
- Die Zigeuner kommen ursprünglich aus Agartha, sind von dort vertrieben worden, haben aber ihr Wissen mitgebracht, z. B. das Tarot (Seite 274).
- Die Bewohner Agarthas kamen mit UFOs aus Atlantis und Lemurien (Seite 275)
- In Agartha leben Millionen von Menschen in Wohlstand, in Frieden und Glück (Seite 275)
- Die Bewohner Agarthas sind vor Krankheiten geschützt (Seite 275)
- Die Bewohner Agarthas sind vor dem Altern geschützt (Seite 275)
- Der politische Aufbau Agarthas sei die Synarchie (Seite 275)
- Die Synarchie spiegle die kosmische Ordnung wider (Seite 275)
- Aivanhov hätte viel darüber meditiert und daran gearbeitet, mit Agartha in Verbindung zu treten und bringe nun, in diesem Augenblick, die gleiche Organisationsform wie in Agartha, nämlich die Synarchie (Seite 275 und 276).
- Die Agarther nutzen die Sexualenergie, um zu höheren Wesen, zu Göttern zu werden (Seite 277).
An dieser Stelle beende ich die Aufzählungen und Schilderungen Aivanhovs zu “Agartha”, auch weil sie aus einem anderen Buch Aivanhovs stammen. Bitte beachten Sie aber den letzten Punkt, der in Rot unterlegt ist. Hier muss jedem klar werden, dass Aivanhov antichristlich spricht, denn “zu Göttern werden” ist die zweite Lüge der Schlange (Satan), die in 1. Mose 3,5 sagt:
“Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!”
Luther 2017 – 1. Mose 3,5 ↗
Darum ist die ganze “geistige Lehre” Aivanhovs, die komplette “Einweihungslehre” mitsamt seiner “Einweihungswissenschaft” abzulehnen: weil sie sich selbst widerspricht. Es ist eine gottferne und antichristliche Lehre, von Satan gemacht und für die Menschheit als Prüfung gedacht.
Wir sind hier auf der Erde und es gibt keinen Ort des ewigen Frühlings, der ewigen Jugend und des ewigen Glücks. Hier geht es hart, rau und unmenschlich zu, davon berichtet die Bibel sehr ausführlich. Es gibt keinen Brahmatma, der göttliche Autorität auf Erden besitzt. Dieses ganze Verwirrspiel um irgendwelche Könige, Priester und Meister soll die Menschen von der wahren Hierarchie unseres Gottes wegführen: Vom Vater, vom Sohn und vom Heiligen Geist. Das ist die einzige Hierarchie, die den Menschen zugedacht ist, zu kennen. Und das spiegelt auch die Einfachheit und Genialität unseres lieblichen Vaters wider: dass wir durch Gnade ins Reich Gottes kommen und nicht durch satanische Selbsterhöhung irgendwann nach Tausenden von Inkarnationen.
Das Königreich des Priesters Johannes
Aivanhov verwendet den Begriff “Königreich des Priesters Johannes” auf Seite 43, auf der er beschreibt, dass “Agartha” und “Das Königreich des Priesters Johannes” das “Königreich des Melchisedek” ist.
Das sagenumwobene “Königreich des Priesters Johannes” ist der Beweis, dass man auch mit Lügen, Selbstdarstellung und Täuschung der Menschen eine riesige Geschichte schreiben kann. Eine der treffendsten Beschreibungen des “Königreich des Priesters Johannes” fand ich in der Doku “Im Bann des Priesterkönigs”, die ursprünglich auf Arte gesendet wurde, mittlerweile aber nur noch als Bezahl-Video auf Streaming-Plattformen verfügbar ist. Wer sich dieses Märchen ausführlicher erklären lassen möchte, sollte sie sich anschauen.111Link zum YouTube-Bezahlvideo “Im Bann des Priesterkönigs”: hier klicken↓
“Am Anfang stand ein geheimnisvoller Brief eines Priesterkönigs mit dem Namen Johannes, adressiert an den Kaiser von Byzanz und dem Papst zugespielt. Der Beginn eines endlosen Verwirrspiels um die dunkle Identität des Verfassers und seiner Botschaft.”
Doku “Im Bann des Priesterkönigs”, Minute 51
Treffender als das Wort “Verwirrspiel” kann die Legende um das sagenhafte “Königreich des Priesters Johannes” nicht bezeichnet werden. Es ist kein Wunder, dass Aivanhov das Phantom des Priesters Johannes für seine bibelferne Beschreibung der “Einweihungslehre” und “Überlieferungen” nutzt, bieten sich ihm hier ja unendliche Möglichkeiten, eigene Märchen, Übertreibungen und Unwahrheiten einzuflechten. Zur geschichtlichen Tiefenprüfung und Gegenüberstellung von Aivanhovs Thesen empfehle ich nochmals die Diplomarbeit “Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil? – Aspekte der Verortung eines mittelalterlichen Mythos im zeitgenössischen Afrika“112Diplomarbeit „Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?“: hier klicken↓ von Manfred Moitzi.
“Über die genaue Herkunft der Legende des Priesterkönigs Johannes lässt sich trotz der verschiedenen Theorien letztlich nur spekulieren. Für die meisten Menschen des Mittelalters war Indien ein mythisches Land außerhalb ihres Horizonts, in dem sie ihre Hoffnungen und Wünsche verorten konnten.”
Auszug aus “Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?”, Seite 32
Die große Herausstellung der scheinbaren Wichtigkeit des “Königreich des Priesters Johannes” und seine angebliche Lage im “Land der Lebendigen” werden von Aivanhov genutzt, um von der Einfachheit der biblischen Aussagen abzulenken und die Köpfe seiner “Schüler” mit unnützem Ballast anzufüllen. Aivanhov verpackt seine Märchen geschickt verschleiert als “Überlieferungen” und “Einweihungswissen”. Seit Jahrhunderten suchen Esoteriker, Schatzjäger und Historiker nach gültigen Spuren, Hinweisen und Belegen der Existenz dieses Königreichs und seines Herrschers – vergebens. Wie alle anderen Mythen und Legenden, die Aivanhov seinen Anhängern und Schülern als kostbares überliefertes Wissen verkauft, bleibt auch die Legende um den Priester Johannes für ewig im Dunklen – und damit für einen Christen absolut wert- und bedeutungslos.
Kapitel 3, Teil 2
Die Unfähigkeit, tiefer in das Lebendige Wort Gottes eintauchen zu können
Wie schon in Kapitel 1 “Besuch auf Patmos”, werden wir in Kapitel 3 Zeuge, dass Okkultisten bevorzugt mit dem “Abfall” arbeiten, also mit Material, dass es nicht in die Bibel geschafft hat und auch als Apokryphen nichts taugte. Apokryphen werden als “nicht authentisch, zweifelhaft oder inhaltlich abweichend von der Lehre Gottes” betrachtet. Trotz einer scheinbaren Nähe zu den biblischen Büchern werden sie als “nicht als kanonisch, also göttlich inspiriert” anerkannt113Link zum Wikipedia-Artikel “Apokryphen”: hier klicken↓.
Die Okkultisten arbeiten oft mit sogenannten “Akten”, wie etwa der Prochoros-Akte. Diese Schriften sind teilweise erst Jahrhunderte nach Christus entstanden, und wie wir in den nächsten Absätzen sehen werden, oftmals nur mündlich weitergegeben worden. Auf genau solche Schriften, auf blühende Phantasie und auf wilde Übertreibungen, Verzerrungen und vielleicht sogar absichtlich mit falschem unchristlichen Inhalt ausgestattet, gründet sich die “Einweihungslehre” der Okkultisten. Für einen Christen sind diese Schriften absolutes No-Go, weil kein Geist und keine Heilsbotschaft vermittelt wird, sondern lediglich Geheimnisse, Mysterien und Unsicherheiten.
Jesus sagt es uns frei heraus, dass er keine “Geheimlehre” gegründet und nichts im Verborgenen geredet hat:
Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet; ich habe stets in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo die Juden immer zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet.
Schlachter 2000 – Johannes 18,20 ↗
Je weiter sich der Verfasser der okkulten Schrift aus dem Fenster lehnt, je mehr Mystik und Magie, unglaubliche Dinge, Rituale, Beschwörungen und Zauberei, Gebete, Anrufungen und Invokationen diese Schrift enthält und je mehr direkten Bezug der Verfasser zu Bibelstellen einfügt, desto mehr begeisterte Anhänger findet diese Schrift. Bitte denken Sie an dieser Stelle an Helena Blavatski, Rudolf Steiner, Aleister Crowley,114Link zum Wikipedia-Artikel “Aleister Crowley”: hier klicken↓ Simon der Magier,115Link zum Wikipedia-Artikel “Simon Magus”: hier klicken↓ Henry Slade116Link zum Wikipedia-Artikel “Henry Slade”: hier klicken↓ und unzählige andere. All diese Menschen mitsamt ihren Anhängern, Schülern und Studierenden, haben sich selbst disqualifiziert, denn dieser ganze Bereich des Okkultismus ist einem Christen durch Gott selbst verboten.
Verbot von Wahrsagung und Zauberei
“Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten;”
Schlachter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗
Die Leser solcher Schriften und die “Schüler” der “Einweihungsschulen” werden auf einen sehr schmalen Pfad geführt und in die Geheimniskrämerei, die Magie und die Mysterien verführt. Diejenigen, die nicht wach genug sind, finden Gefallen daran und ihr Ego wird maximal aufgeblasen und gepusht. Natürlich, denn wem würde es nicht gefallen, von sich sagen zu können, er könnte einen lebenden Menschen erschaffen? Ja, die “Schüler” des Okkultismus können laut der von Aivanhov erwähnten Schrift “Sefer Jetzirah” oder “Buch der Schöpfung”, das dem armen Abraham angedichtet wird, sog. Golems117Link zum Wikipedia-Artikel “Golem”: hier klicken↓118Link zum YouTube-Video “Golem – Die Legende vom Menschen (Dokumentarfilm, 2016)”: hier klicken↓ erschaffen.
Der zweite Teil von Kapitel 3 hat im Buch acht Seiten. Er beginnt mit der hypnotischen Wiederholung der Lüge, dass Melchisedek in der Offenbarung zu Johannes gesprochen haben soll. In den nächsten Sätzen demonstriert Aivanhov seine Unkenntnis der Bibel und seine Unfähigkeit, tiefer in das Lebendige Wort Gottes eintauchen zu können. Er sagt:
“Die Leuchter, die um ihn herum aufgestellt sind, bedeuten, dass er alles Wissen besitzt.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 46
Nein, die Leuchter, die um ihn herum aufgestellt sind, bedeuten nicht, dass er alles Wissen besitzt. Da Jesus der Sohn Gottes ist, der zweite Teil der Heiligen Dreifaltigkeit und damit untrennbar von Gott, hat er schon alles Wissen. Diese Tatsache muss einem Christen nicht extra klargemacht werden. Das muss nur ein Okkultist machen, der den größtmöglichen Effekt über seine “Geheimlehre” herausschlagen, seine Mysterien-Märchen in die Welt setzen und seine “Schüler” mit der maximalen Verwirrung belegen möchte.
Ein erschreckendes Beispiel für Aivanhovs Unfähigkeit, den biblischen Text wahrheitsgemäß auszulegen, zeigt sich bei der Bedeutung der sieben Sterne in der Hand Jesu. Wenn wir in die Bibel schauen, bekommen wir die Antwort direkt geliefert: Die sieben Sterne, die Jesus in seiner rechten Hand hält, sind die sieben Engel der Gemeinden (Offenbarung 1,20).
“Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben goldenen Leuchter ist dies: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.”
Lutherbibel 2017 – Offenbarung 1,20 ↗
Die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden: Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea.
Gleich im nächsten Satz sagt Aivanhov, dass die sieben Sterne, die diese Person in der Hand hielt, bedeuten, dass er alle Macht besitzt. Auch das ist eine bewusste Lüge, denn, lassen Sie uns bitte kurz überlegen und die Frage stellen, ob es Jesus während seines Erdendaseins jemals um Macht und Wissen gegangen ist? Das Gegenteil ist der Fall: Jesus hat mit all seinen Handlungen, seinen Aussagen und seiner Lehre die “Macht” komplett umdefiniert, denken Sie hier an die Fußwaschung seiner Jünger. Jesus hat Demut gelebt und gelehrt, nicht Macht oder einen Machtanspruch.
Die Okkultisten wollen aber Macht und Wissen erreichen, je mehr desto besser. Sie wollen die Macht über die vier Elemente, die Macht über Menschen, sie wollen Macht ausüben, um Blei in Gold zu verwandeln, sie wollen die Macht, aus Lehm einen Menschen erschaffen zu können und vieles mehr. Und damit haben sie die göttliche Bestimmung des Menschen schon aus den Augen verloren und den Pfad verlassen, der ins Himmelreich führt. Sie wollen so mächtig werden, dass sie sogar Gott, unseren Vater in den Schatten stellen. Hochmut kommt vor dem Fall.
Wäre es Jesus jemals um Macht gegangen, wäre er nicht in einem Stall geboren, sondern in einem Palast. Hätte Jesus jemals einen Machtanspruch geltend machen wollen, hätte er sich nicht kreuzigen lassen, sondern hätte Rom durch seine Heerscharen in einem Atemzug niedergerissen und bis zum letzten Mann vernichtet. Aber Jesus ist am Kreuz gestorben, für Sie und für mich. Die einzige Macht, die ihn dazu befähigte, war die der Demut und der Liebe.
Um das Thema der sieben Sterne abzuschließen, müssen wir also nur wieder in der Bibel weiterlesen und bekommen die Antwort: Die sieben Sterne, die Jesus in seiner rechten Hand hält, sind also die sieben Engel der Gemeinden. Mit Engel sind hier die Vorsteher der Gemeinden, die Leiter oder die Bischöfe gemeint. Das erklärt sich daran, dass Jesus in den Sendschreiben sagt, Johannes solle “dem Engel von Ephesus schreiben”, “dem Engel von Smyrna schreiben”, “dem Engel von Pergamus schreiben” usw. Johannes, ein lebender Mensch, kann keinem Engel schreiben, wie soll so etwas funktionieren. Die Engel sind also die Vorsteher, die Ältesten, die Bischöfe der einzelnen Gemeinden.
Es ist bezeichnend, dass Aivanhov an dieser Stelle nur mit Lügen und okkulten Erfindungen über Jesus sprechen kann, statt die Kraft des Wortes Gottes wirken zu lassen. Dass Jesus die Sterne in der rechten Hand hält, hat für einen Christen nämlich eine gewaltige Bedeutung:
- Göttlicher Schutz:
Es bedeutet vor allem Schutz, denn die Identität und die Existenz der Gemeinden liegen sprichwörtlich in Seiner Hand. Sich von Gott in diesem Maße geborgen zu fühlen, ist für einen Gläubigen ein tiefgreifendes Versprechen. - Souveränität über die Mächte:
Sterne wurden damals oft mit höchsten Instanzen wie Kaisern oder politischen Mächten in Verbindung gebracht. Das Bild zeigt: Jesus hält diese Mächte einfach in seiner Hand. Er steht weit über jedem irdischen System.
Indem Aivanhov diese klaren biblischen Bilder durch esoterische Spekulationen ersetzt, raubt er dem Leser die Gewissheit und den Trost, den das lebendige Wort Gottes bietet. Er führt die Menschen weg von der Hand Jesu und hinein in ein Labyrinth aus wirren und frei erfundenen Behauptungen.
Endlich offenbart: Melchisedek ist der Schöpfer
Ab dem Ende von Seite 46 beginnt erneut die Erniedrigung Jesu Christi durch seine systematische Einordnung unterhalb von Melchisedek. Dabei geht Aivanhov psychologisch wieder sehr geschickt vor. Er nutzt eine Aufzählung der Taten Jesu, um den unaufmerksamen Leser in Sicherheit zu wiegen. Während Jesus scheinbar gelobt wird, rückt er im Gesamtbild der Schöpfung jedoch in die hintere Reihe. Melchisedek wird an die Stelle des Sohnes Gottes gesetzt; Jesus Christus verschwindet in der Senke.
“Wiederholt sagt Melchisedek in der Apokalypse: »Ich bin Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.«”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 47
Diese Erniedrigungen, die von Aivanhov so geschickt nebenbei in die okkulten Lügen und Bibelumdichtungen eingeschoben werden, sind es, vor denen ich warnen will. Aber der zweite Teil des 3. Kapitels hat einen ganz und gar anderen Zweck: Aivanhov enthüllt uns an dieser Stelle im Buch, dass Melchisedek der wahre Schöpfer ist. Melchisedek nimmt endlich den Platz von Jesus Christus ein. Damit zeigt Aivanhov sein wahres Gesicht.
Diese Aussage ist aber eine fundamentale Lüge und eine Umdichtung der Offenbarung. Durch die ständige Wiederholung, dass Johannes in seiner Vision Melchisedek gesehen habe, soll der Leser diese Behauptung als feststehende Tatsache akzeptieren. Aivanhov beginnt den zweiten Teil des Kapitels daher mit der hypnotischen Feststellung: „Die Person, die Johannes gesehen hat […] ist also Melchisedek“. Für die „Schüler“ Aivanhovs steht dies unumstößlich fest, obwohl es jeder biblischen Grundlage entbehrt.
Ich will an dieser Stelle nochmals zum Ausdruck bringen, dass kein einziger Leser in den 16 Jahren meiner Anstellung beim Prosveta Verlag gegen diese Aussage Protest eingelegt hat. Nicht ein Leser hat versucht, den Verlag wegen dieser Umdichtung der Bibel und der Einsetzung Melchisedek gegen Jesus Christus zu kontaktieren. Niemand aus der gesamten Leserschaft wurde auf diesen Missstand aufmerksam.
Der Grund hierfür ist, dass Aivanhov den Leser mit anderen Themen stark verwirrt, bevor er die Aussage macht, dass Melchisedek der Schöpfer von Allem ist. Aivanhov schiebt drei Buchseiten zwischen seine Behauptungen, und das ist wichtig für ihn, denn würde er den Satz von Seite 49…
“»Ich bin Alpha und Omega« bedeutet: Ich bin das WORT, die zweiundzwanzig Elemente, durch die die Welt erschaffen wurde.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 49
…gleich auf Seite 46 sagen, würden die Leser kapieren, was Aivanhov vorhat, nämlich durch Hinzufügungen eine komplette Umdichtung der Offenbarung des Johannes. Wenn wir die zwei Sätze hintereinander lesen, wird klar, was Aivanhov sagen will.
Wiederholt sagt Melchisedek in der Apokalypse: »Ich bin Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende«. »Ich bin Alpha und Omega« bedeutet: Ich bin das WORT, die zweiundzwanzig Elemente, durch die die Welt erschaffen wurde.”
Diese Informationen werden auf den Seiten 49 bis 53 bewusst verstreut und nie in einem einzigen, klaren Satz zusammengefasst. Aivanhov treibt hier ein gefährliches Spiel mit der Wahrnehmung seiner Leser. Er nutzt psychologische Manipulation, um die biblische Hierarchie zu stürzen, Melchisedek an die Spitze der Schöpfung zu setzen und die Offenbarung des Johannes ins Unkenntliche zu verzerren. Das ist psychologische Manipulation auf höchster Ebene.
Manisch Gott hassen
Ein wiederkehrendes Merkmal in Aivanhovs Werk ist der Versuch, biblische Begriffe zu kapern und sie durch okkulte Einflüsse zu verzerren. Er beruft sich auf die Bibel, um Glaubwürdigkeit zu gewinnen, während er gleichzeitig ihren tiefen Sinn ins Gegenteil verkehrt. Ich habe auch dargestellt, dass Okkultisten den tiefen Sinn der Bibel und die resultierende Führung für unser Leben durch Gott und Jesus Christus nicht verstehen. Einen weiteren kleinen Beweis im zweiten Teil in Kapitel 3 bekommen wir auf Seite 52, wo Aivanhov Magier nicht nur rehabilitiert, sondern sie als schöpferisches Ideal darstellt:
“Was ist ein Magier? Ein Magier ist ein schöpferischer Mensch, der zunächst das Wissen besitzt, aber auch die Liebe, um diesem Wissen Leben zu verleihen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 52
Ich erlaube mir, über Magier eine etwas andere Meinung zu haben, als Aivanhov. Ich halte Magier für Dummköpfe. Ich halte Magier sogar für ausgesprochen anmaßende Dummköpfe, denn sie übertreten zum einen das Gesetz, dass Gott uns in 5. Mose 18, 10–13119Lesen Sie in 5. Mose 18,10−13 selbst nach: hier klicken↓ gegeben hat. Zum anderen fordern sie Gott direkt heraus, indem sie der Meinung sind, sie könnten durch Magie wohltuende Impulse in die Umwelt geben. Auf Seite 52 lesen wir: “…ruft es Wirkungen in der ganzen Welt, in der gesamten Schöpfung, in der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt hervor, und setzt Menschen, Engel, Erzengel, Geistwesen und Elemente in Bewegung.”
Wer jedoch versucht, durch Zaubersprüche oder Rituale Einfluss auf die unsichtbare Welt oder das Leben seiner Mitmenschen zu nehmen, verletzt jede von Gott gesetzte Grenze. Magie ist im Kern eine manipulative Taktik, die den Nächsten nicht als freies Wesen mit eigenen Rechten achtet, sondern ihn als „schadhaft“ betrachtet und korrigierend eingreifen will. Dies ist ein Akt geistiger Anmaßung und Stolz.
Aivanhov präsentiert uns diese kleine Eskapade mit dem Magier auf Seite 52 völlig ungeniert. Der Leser muss sich selbst fragen, ob er persönlich in der Lage wäre, trotz Kenntnis von 5. Mose 18,10−13, so zu leben und so zu handeln. Bei einem normalen Menschen wäre ein permanenter innerer Widerspruch das Ergebnis mit pausenlosem bewusstem sündigen, hadern und bereuen. Den Geisteszustand von solch einem Menschen will ich mir nicht vorstellen müssen. Die Okkultisten können das aber, und damit will ich auf den Punkt kommen.
Die Entlarvung des “Meisters”
Was sagt
- eine ständige Übertretung der göttlichen Gesetze,
- die Leugnung des Opfertodes Jesu am Kreuz,
- eine massive Abwertung und Erniedrigung von Jesus Christus,120Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken↓
- das Heranziehen von okkulten Texten,
- das Lehren von magischen Ritualen,
- das Wegführen von Bekehrung und Wiedergeburt usw.,
über einen Menschen aus, der sich selbst als “geistiger Meister” und “Eingeweihter” darstellt?

Die Antwort ist bei genauer Betrachtung unausweichlich: Dieser Mensch kann kein “geistiger Meister” und kein “Eingeweihter” sein und kann keine direkte Verbindung zu Gott, zu Jesus Christus und in das Himmelreich haben, sondern muss wegen den direkten Anfeindungen, Abwertungen und Erniedrigungen Jesu Christi und den Umdichtungen der Bibel, seine Informationen von einer gegenteiligen Stelle beziehen.
Wer sich selbst “Meister” nennt, obwohl Jesus das explizit verboten hat,121Lesen Sie in Matthäus 23,8 selbst nach: hier klicken↓ wer den Tod Jesu am Kreuz leugnet, wer den “Heiligen Gral” als ewiges Symbol für seine “Schüler” benennt, wer auf bewusst inszenierte Lügengeschichten wie die Legende um “Agartha” oder das “Königreich des Priesters Johannes” aufspringt und diese Lügen Kraft seiner Stellung als “geistiger Meister” seinen “Schülern” als absolute Wahrheit verkauft, ist ein Verführer der Menschen122Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes Verführer“: hier klicken↓ und handelt im Auftrag der Finsternis.
Das Ziel Aivanhovs und der vielen anderen Okkultisten, Gurus und Meistern ist es, die Menschen von der Einfachheit und Errettung durch Gott wegzuführen. Sie gebrauchen dazu teils uralte okkulte Methoden, um die Menschen zu täuschen und ihnen weißzumachen, sie könnten so sein wie Gott, wenn sie nur lange genug an sich selbst arbeiten. Auf diesen Pfeilern ruht die “geistige Lehre” Aivanhovs und muss aus christlicher und biblischer Sicht radikal abgelehnt werden. Die Erlösung und die Ewigkeit an der Seite Gottes ist für jeden Menschen nur ein Gebet entfernt. Erfahren Sie hier mehr.
Kapitel 4: Briefe an die Gemeinden von Ephesus und Smyrna
Eine Statistik, die die Augen öffnet
Das vierte Kapitel läuft über 14 Seiten, beginnend auf Seite 55 bis zur Seite 68. Von den insgesamt 2129 für dieses Kapitel verwendeten Wörtern behandeln 629 die Briefe an die Gemeinden123Link zum Wikipedia-Artikel “Sieben Sendschreiben”: hier klicken↓ in Ephesus124Link zum Wikipedia-Artikel “Ephesos”: hier klicken↓ und Smyrna, das sind 29,5%. Es wird also weniger als ein Drittel der Textmenge für die Aussage der Überschrift verwendet. Von den 629 verwendeten Wörtern für das Thema des Kapitels, wurden 297 Wörter für das Zitat des Bibelverses aufgebraucht, es bleiben also noch 332 Wörter übrig, die Aivanhov mit eigenen Ausführungen dem Thema widmete, knapp 16% vom Gesamtinhalt des Kapitels.
Der Großteil des Kapitels wird mit okkulten und suspekten Erklärungen verbracht, wie man die angeblichen Bilder, die im Text der Sendschreiben125Link zum Artikel “Bibellese – kurze Erläuterungen zu Offenbarung 2”: hier klicken↓ der Offenbarung enthalten sind, entziffern und verstehen kann. Es gibt eine Top 5‑Liste der häufigsten Wörter. Diese sind:
- nicht (17x)
- Mars (15x)
- Venus (13x)
- Liebe (12x)
- Lebens (12x)
Es wäre zu schön gewesen, wenn Aivanhov hier Wörter verwendet hätte, die zum Text und zum Thema passen, aber dem ist nicht so. Texte, die so eine Tiefe und Bedeutung für die Menschheit haben, wie die Briefe an die Gemeinden in der Offenbarung des Johannes, sollten Wörter und Wortwiederholungen verwenden wie:
- Evangelium (0x)
- Jesus (0x)
- Johannes (0x)
- Bibel (0x) und
- Offenbarung (0x)
Nach diesen Wörtern sucht man aber vergeblich. Aivanhov widmet sich im vierten Kapitel fast ausschließlich seinen okkulten und antichristlichen Ausführungen, mit welchem Wissen und mit welchem Einsatz die “Schüler” und “Adepten” fähig werden, solch komplizierte Texte wie die Offenbarung des Johannes126Link zum Artikel “Einführung in die sieben Sendschreiben – Offenbarung 2 und 3”: hier klicken↓127Link zum Artikel “Die Offenbarung Jesu Christi”: hier klicken↓ zu verstehen. Wie der Leser erfährt, heißt das Handwerkszeug dazu:
- Höhere und niedere Natur
- feinstoffliche Körper
- Tierkreiszeichen
- Astrologie und
- Kabbala.
Aivanhov nutzt die biblischen Sendschreiben lediglich als Aufhänger, um sein Handwerkszeug aus Astrologie, Kabbala und der Lehre von den „feinstofflichen Körpern“ zu präsentieren – allesamt Praktiken, die der Bibel zufolge (5. Mose 18,10–13) Gott ein Gräuel sind.
Die Gliederung der Sendschreiben
Müsste man Aivanhovs Beschreibung der ersten beiden Sendschreiben an die Gemeinden Ephesus und Smyrna benoten, käme eine glatte 6 heraus. Thema verfehlt. Aivanhov stürzt sich nach seiner mehr als dürftigen Beschreibung der Gliederung sofort auf seine okkulte Deutung der Schreiben. Diese Deutung hat nichts mit der biblischen Aussage zu tun, sondern geht im Gegenteil in eine grobe Gotteslästerung über, weil Aivanhov den Leser in Bereiche verstrickt, die, wie oben erwähnt, einem Christen in 5.Mose 18 verboten werden.
Die Gliederung der einzelnen Sendschreiben, die Aivanhov gibt, ist nicht nur unvollständig, sie ist aus den Augen der Leser, die sich öfter mit der Bibel befassen oder einen theologischen Hintergrund haben, sogar absichtlich so formuliert, dass der Urheber und Überbringer der Sendschreiben unerwähnt bleibt. Der Name Jesus Christus kommt im Text des 4. Kapitels kein einziges Mal vor. Deshalb müssen wir Satz für Satz und Wort für Wort prüfen.
Die Gliederung der Sendschreiben liest sich so:
- Empfänger
- Absender und Zusatz
- Lob (außer Laodicea und Sardes)
- Tadel (außer bei Smyrna und Philadelphia)
- Bußruf mit Drohwort oder Mahnwort mit Verheißungswort
- Überwinderwort
- Weckruf an alle Gemeinden128Gliederung dem Video “APOKALYPSE – was kommen wird! Die Johannesoffenbarung erklärt” von Dr. Lothar Gassmann entnommen”: hier klicken↓
Obwohl der rezitierte Text der beiden Sendschreiben an Ephesus und Smyrna aus Offenbarung 2,1−11 im Buch vollständig abgedruckt ist, fehlt in Aivanhovs Gliederung die Anrede (Empfänger) und die Selbstvorstellung Jesu Christi (Absender und Zusatz). Das ist extrem wichtig zu verstehen, weil hier eine weitere Erniedrigung Christi stattfindet, die beim oberflächlichen Lesen des Buches leicht untergeht. Laut Aivanhov beginnen die Sendschreiben mit einer “Beurteilung ihres Verhaltens”, und das stimmt nicht. Die Sendschreiben beginnen mit dem Empfänger,
“Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe:…”
Schlachter 2000 – Offenbarung 2,1 ↗
gefolgt vom Absender Jesu Christi:
“Das sagt, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt…”
Schlachter 2000 – Offenbarung 2,1 ↗
Erst mit Vers 2 beginnt die Beurteilung (Lob und Tadel). Warum dieser „blinde Fleck“? Weil der Leser sich sonst fragen könnte, warum Melchisedek (den Aivanhov zuvor zum Urheber der Offenbarung stilisiert hat) hier plötzlich durch die eindeutigen Attribute Jesu Christi ersetzt wird. Indem Aivanhov den Namen Jesu konsequent vermeidet, manipuliert er den Leser hinein in ein rein astrologisches Weltbild.
Die Lüge von der höheren und der niederen Natur
Leider lassen sich die Leser dieses Buches zu leicht von Aivanhovs Märchenerzählungen ablenken und versuchen, die Erklärung der Bibelstellen von Aivanhov zu begreifen. Das kann natürlich niemals funktionieren, weil alle Informationen, die in diesem Kapitel nach dem Zitat des Sendschreibens an die Gemeinden in Ephesus und Smyrna stehen, reine okkulte Fiktion und geisteskranke Vorstellungen von Hochstaplern129Link zum Wikipedia-Artikel “Hochstapler”: hier klicken↓ und Täuschern sind. Statt endlich mit einem Grundsatztext diese Bibelstellen auszulegen, was ich von einem “geistigen Meister” erwarten würde, zieht Aivanhov die Leser in höchst schwammige und unfassbare Bereiche des “höheren und niederen Selbst”.
Das “höhere und niedere Selbst” sind Hauptthemen der Okkultistin Helena Blavatsky130Link zum Wikipedia-Artikel “Hodgson Report”: hier klicken↓131Beschreibung der bizarren Vorfälle um Blavatsky im Buch “Madame Blavatsky’s Baboon” von Peter Washington bei Amazon: hier klicken↓ und Rudolf Steiners. Blavatsky beschreibt die beiden Naturen in mehreren Schriften, am ausführlichsten aber in ihrem Buch “Der Schlüssel zur Theosophie”.132Link zum Buch “Der Schlüssel zur Theosophie” von Helena Blavatsky bei Amazon: hier klicken↓ Steiner ergießt sich auch in mehreren Schriften in dieses Thema, am deutlichsten wohl in “Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung (GA 9)”.133Link zum Buch “Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung” von Rudolf Steiner bei Amazon: hier klicken↓
Alles, was Aivanhov mit den vorhandenen Informationen zum Thema “höhere und niedere Natur” machen musste, war sie für seine Zwecke zu adaptieren und anhand von anschaulichen Kreisdiagrammen der Öffentlichkeit und den Mitgliedern seiner Sekte zugänglich zu machen.
Nicht nur, dass keine einzige Beschreibung über den Atman‑, Buddhi- und Kausalkörper in der Bibel vorkommt und sie diese Körper somit als Realität beschreiben würde, Aivanhov verbindet diese menschliche Erfindung zusätzlich mit den Tierkreiszeichen, mit der Astrologie. Die Astrologie ist den Menschen in 5. Mose 18,10−13 als “Wahrsagerei” verboten, und ist dem Herrn ein Gräuel.134Link zum YouTube-Video “Klartext: ASTROLOGIE und HOROSKOP – Dr. Lothar Gassmann”: hier klicken↓ Die vielen Leser, die meinen, Aivanhov sei wirklich ein “geistiger Meister”, ein Eingeweihter, Hellseher und Selbstverwirklichter, fallen auf diese Beschreibungen herein und landen im Götzendienst. Zudem sind diese Menschen zutiefst davon überzeugt, dass die Beschäftigung mit den Texten Aivanhovs zu positiven Veränderungen in ihrem Leben geführt hat.
Und das ist Selbstbetrug.
Aivanhovs Interpretation der ersten beiden Sendschreiben
Auf den Seiten 66 bis 68 legt uns Aivanhov seine Interpretation der Sendschreiben an Ephesus und Smyrna vor. Er versucht im ersten Satz seiner Interpretation dem Leser weiszumachen, dass mit seinen astrologischen Erklärungen alles viel klarer erscheinen wird. In diesen kurzen Absätzen wird deutlich, wie weit Aivanhov von den Grundwahrheiten der Heiligen Schrift und Jesus Christus entfernt ist. Aivanhov wagt es, den Geboten der Heiligen Schrift zum Trotze, Bibelverse mit der Astrologie, einer Praxis, die durch die Bibel selbst als Irrlehre definiert ist, erklären zu wollen. Die Astrologie wird bei Aivanhov zu einem Erklärmodell für Kernaussagen der Heiligen Schrift.
Das geht natürlich nach hinten los, denn es geht im Sendschreiben an Ephesus primär um “die erste Liebe”.
“Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 2,4 ↗
Die “erste Liebe”, das ist Jesus Christus selbst. Die “erste Liebe” steht für die ursprüngliche, brennende und persönliche Liebe zu Jesus Christus. Diese “erste Liebe” ist zugleich der Startpunkt, von dem aus alle Ziele im persönlichen Leben und in der Gemeinde erreichbar sind. Die “erste Liebe” kennt und spürt ein Mensch ab dem Zeitpunkt, an dem er sich ganz bewusst und willentlich zu Jesus hinwendet und um Vergebung seiner Sünden bittet. Die “erste Liebe” behält ein Christ für immer in seiner Brust, weil er die unfassbare Gnade Christis erlebt und er in Gottes Reich heimkommen darf.
Es ist nicht nur so, dass Aivanhov mit keiner Silbe im 4. Kapitel auf Jesus Christus weist oder diesen Namen auch nur erwähnt. Die “erste Liebe” wird mit einem Planeten erklärt, der in okkulten Kreisen angeblich für die Liebe steht. Venus. Aber nicht irgendeine Venus, sondern die “erhöhte Venus”.
“…aber ich habe wider dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast (das heißt, die höhere Venus)…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 4, Seite 66
Ganz bewusst führt Aivanhov die Leser an der Hauptaussage der Offenbarung 2 vorbei. Es geht in Aivanhovs “geistiger Lehre” nicht um Gott und Jesus Christus und die Aufforderung, umzukehren und wieder in die ursprüngliche Liebe zu Christus zu kommen, es geht um Götzen und Götzendienst. Es geht Aivanhov darum, die Leser von der Wahrheit wegzuführen und sie seiner okkulten Irrlehre zuzuführen. Wer den Namen Jesus im Brief an Ephesus weglässt und ihn durch eine okkulte Praktik ersetzt, ist ein Irrlehrer von ganz besonderer Güte. Wie schön, dass wir das in seinem Buch “Die himmlische Stadt” schwarz auf weiß nachlesen können.
Im Sendschreiben an Smyrna sieht es genauso schlimm für die leichtgläubigen Leser aus: Astrologie und Götzendienst statt Heilsbotschaft und Umkehr. Die armen Seelen, die auf Aivanhov hereingefallen sind und ihren letzten Tag auf Erden erlebt haben, werden sich wundern. Viele Okkultisten und Lichtarbeiter sind der Meinung, mit einer großen Menge guter Taten und viel spiritueller Praxis ins Jenseits hinüberzuwechseln, und vor allem, wie im letzten Satz im 4. Kapitel beschrieben, ihre Leidenschaften überwunden zu haben. Sie alle sind der Meinung, ein Anrecht auf “die neue Erde” und das “Goldene Zeitalter” zu haben und nach ihrem letzten Atemzug im puren Licht zu wandeln.135Link zum YouTube-Video “Freue dich auf den Himmel”: hier klicken↓
“Niemand kann dem ersten Tod entkommen, dem physischen Tod, wer aber seine Leidenschaften überwindet, wird dem zweiten Tod, dem geistigen Tod entgehen, den der Skorpion bringt.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 4, Seite 68
Was für ein Irrglaube! Aivanhov hat sich eine unbeschreibliche Schuld aufgeladen, weil er die Menschen so berechnend in die Irre führt. Dem zweiten Tod kann man nur entgehen, indem man an Jesus Christus glaubt und sein Geschenk der Errettung annimmt. Bei seiner Bekehrung erfährt ein Mensch die vollkommene Vergebung seiner Sünden und seiner Schuld durch Jesus Christus. Deshalb ist Jesus als Sohn Gottes in diese Welt gekommen. Deshalb sagt Jesus auch heute noch “Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast” und ich fordere die Leser an dieser Stelle auf, selbst nachzuprüfen, wie weit die Irrlehre Aivanhovs im Gegensatz zur Heiligen Schrift steht und umzukehren.
Liebe Leser, die Bibel behandelt die Umkehr zu Gott als eines ihrer Hauptthemen. Bitte lassen Sie sich durch Aivanhovs Texte und Bücher nicht verführen und täuschen. Niemand von der gesamten Menschheit kann sich durch eigene Anstrengung zu Gott erheben oder sogar Gott gleich sein. Wir alle haben nur diese eine Chance auf Rettung, die uns Jesus Christus anbietet. Der Okkultismus, wie ihn Aivanhov lehrt, führt in genau die andere Richtung. Wer diesen Weg wählt, wird am Ende in der absoluten Finsternis erwachen. Informationen zu Ihrer Bekehrung finden Sie hier: hier klicken ↗.
Kapitel 5: Brief an die Gemeinde von Pergamon
Überzeugende Präsentation der Unkenntnis Aivanhovs
Wie schon in Kapitel 4, befasst sich Aivanhov auch in Kapitel 5 nur am Rande mit dem Thema der Überschrift, mit dem Sendschreiben an Pergamon. Der kleinste Teil der Absätze behandelt die biblischen Aussagen, überwiegend werden okkulte Praktiken und Aberglaube besprochen. Dabei geht Aivanhov so primitiv zugange, dass ich mich wieder fragen muss, wie mir das in den 16 Jahren meiner Anstellung beim Prosveta Verlag entgangen sein konnte. Ja, ich glaubte jedes Wort dieses selbsternannten “geistigen Meisters” und stellte nichts von seinen Äußerungen in Frage, einfach, weil ich ihn als “Meister” sah. Aber das ist er nicht.
Kapitel 5 läuft über 8 Seiten, ist also verhältnismäßig kurz. Viel zu kurz wenn man bedenkt, was für ein riesiges Lehrmaterial der Brief an Pergamon beinhaltet, beginnend mit dem zweischneidigen Schwert in Vers 12, mit dem Thron Satans und der Tötung des Antipas in Vers 13, der Tatsache, dass Christus nur ein Weniges gegen Pergamon hat in Vers 14, der absolut unmissverständliche Aufruf zur Buße in Vers 16, das Manna und der weiße Stein in Vers 17. Aber die Besprechung und Auslegung des Sendschreibens ignoriert Aivanhov zugunsten seiner Lehre über okkulte Praktiken und den Aberglauben.
Interessanterweise beginnt Kapitel 5 gleich mit den ersten Worten des “geistigen Meisters” als Bestätigung seiner Unwissenheit dieser Bibelstelle. Aivanhov meint, er werde sich nur mit “den letzten Sätzen” des Briefes an die Gemeinde von Pergamon befassen:
“Je m’arretêrai seulement sur les dernières phrases de cette lettre adressée par l’ange à l’Église de Pergame.”
“Ich möchte mich hier nur auf die letzten Sätze dieses Briefes konzentrieren, den der Engel an die Gemeinde in Pergamon gerichtet hat.”
Zitat und Übersetzung “Approche de la Cité céleste, commentaires de l’Apocalypse”, Kapitel 4 “Lettre à l’Église de Pergame”, Seite 68
Die von Aivanhov zitierte Stelle sind aber keine letzten, also mehrere Sätze, es ist nur einer. Auch sind es nicht mehrere Verse, es ist einer, Offenbarung, Kapitel 2, Vers 17. Ja, das scheint oberflächlich betrachtet nur eine Kleinigkeit zu sein, aber für einen “geistigen Meister”, einer, der sich herausnimmt, Bibellehrer und Weisheitslehrer zu sein, einer, der sich Zutritt zum Bewusstsein Christi verschaffen kann, für so jemand ist das ein ziemlich starkes Stück an präsentierter Unkenntnis. Das Buch kam 1989 in Frankreich im Original heraus und wurde 2001 vom deutschen Prosveta Verlag herausgegeben, und in dieser ganzen langen Zeit soll niemand bemerkt haben, was für ein Unsinn in diesen Zeilen steht?
Die Bibelstelle Offenbarung 2, Vers 17, um die es Aivanhov in Kapitel 5 geht, im Wortlaut aus der Schlachter 2000:
“…Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 2,17 ↗
Vielleicht bin ich da etwas zu kleinlich, aber einem Menschen, dem ich meine geistige Gesundheit und mein geistliches Wachstum anvertraue, jemand, der angeblich als “Bergführer seine Kameraden sicher bis zum Gipfel führt”, muss ich zu 100% vertrauen können. Wie wir sehen, verzettelt sich der große Eingeweihte Aivanhov aber schon mit den kleinsten Dingen.
Die Lach- und Sachgeschichte mit dem weißen Stein
Leider kann man in den Erklärungen Aivanhovs in Kapitel 5 keinerlei realen Bezug zur Bibel finden. Von der christlichen Warte aus betrachtet, finden wir nur Aberglaube und Götzendienst. Das ist traurig, aber wahr. Wir können aber diese brandgefährliche Anstiftung zum Götzendienst, die Aivanhov hier vermitteln will, in eine kleine Lach- und Sachgeschichte nach dem Vorbild von der Sendung mit der Maus136Link zur Seite “Die Seite mit der Maus” vom WDR: hier klicken↓ verwandeln. Geweint wegen all den Lügen und Verdrehungen, die Aivanhov in diesem Buch dem Leser auftischt, haben wir ja schon genug. Klingt komisch, ist aber so.

Der böse alte Mann mit dem weißen Bart sagt auf Seite 70, dass viele Menschen über einen weißen Stein sprechen. Er frägt sich dann selber, warum das so ist. Er erklärt auch, dass auf dem weißen Stein irgendwelche Zeichen stehen. Und weil wir den bösen Mann jetzt schon länger kennen, können wir gleich dazusagen, dass der böse Mann bestimmt denkt, dass das Geheimzeichen sein sollen, die irgendwas mit denen machen können, die die weißen Steine haben. Und die, die die weißen Steine haben, sind ja auch schon Sieger, denn die haben vorher schon über was gesiegt. Über was, das sagt der böse Mann erst viel weiter hinten im Buch, auf Seite 74. Er muss über sich selber gesiegt haben.
Der böse Mann mit dem weißen Bart sagt dann auch, wie der weiße Stein heißt: Talisman.137Link zum Gemini-Chat „helena blavatsky talismane“: hier klicken↓ Aber woher weiß der Mann das denn? Das steht doch nirgends. Und außerdem haben wir im Religionsunterricht gelernt, dass die Geschichte mit dem weißen Stein in der Bibel steht und die Bibel sagt ganz laut, dass wir keine Talismänner und Glücksbringer haben sollen. Die, die Talismane haben, haben ihr Vertrauen in unseren Gott verloren und wollen, dass der Glücksbringer an seine Stelle kommt. Aber unser Religionslehrer sagt immer, dass wir nie von unserem Gott und von Jesus weggehen dürfen, weil die unser einziges Heil sind.
Der böse alte Mann mit dem weißen Bart sagt so viele Worte auf den Seiten mit dem weißen Stein, dass es einem ganz schwindlig im Kopf wird, von den vielen Wörtern, die er gebraucht. Und das ist alles falsch, was er sagt. Der weiße Stein ist nämlich was ganz anderes. Der weiße Stein in der Bibel ist nämlich gar kein Zauberding. In der Zeit, als Johannes das aufgeschrieben hat, haben Richter in Griechenland kleine weiße Steine benutzt, wenn sie jemand freigesprochen haben. Ein schwarzer Stein bedeutete „schuldig“, ein weißer Stein bedeutete „frei“.138Link zum YouTube-Video “Freue dich auf den Himmel!”: hier klicken↓
Der weiße Stein sagt also, dass die, die ihn bekommen, freigesprochen werden.139Link zum Gemini-Chat „Abstimmung mit Stimmsteinen“: hier klicken↓ Aber von wem und von was? Der böse alte Mann sagt, dass die Menschen ihre Schwächen und Leidenschaften und alle ihre niedere Neigungen überwunden haben müssen, bevor sie den weißen Stein kriegen, aber das geht doch gar nicht, wir sind doch Menschen. Die Geschichte mit dem weißen Stein in der Bibel sagt was ganz anderes. Die, die nachher den weißen Stein haben, sind die Christen, die die bösen Worte und Taten überstehen, die denen gesagt und angetan werden, weil sie zu Jesus halten und den lieben.
Darum sagt Jesus dann, dass die Überwinder den Stein nachher haben, weil sie das alles überstanden und überwunden haben. Die sind die ganze Zeit ganz fest mit unserem Jesus verbunden geblieben und haben dem Jesus all ihr Vertrauen gegeben und die sind dann später nicht enttäuscht worden. Die haben den weißen Stein, also den Freispruch bekommen. Ist ja auch gut so. Das steht ja auch schon weiter oben in der Bibel, da wo steht, dass da der Thron vom Satan ist, und auch, dass die den armen Antipas getötet haben. Und trotzdem haben die am Namen Jesus festgehalten, wie wenn man sich beim Sturm am Baum festklammert. Der kippt ja auch nicht um. Da ist man sicher.
Aber der böse alte Mann mit dem weißen Bart will, dass wir das alles falsch verstehen und der tut auch noch so, als ob das alles wahr wäre, was der sagt. Aber der tut genau das Gegenteil von dem, was in der Bibel steht. Und der Jesus sieht das, der weiß ganz genau, wann einer ihn verlassen hat, weil der jetzt so Dinger und Talismane hat, die er um den Hals oder als Armreif oder versteckt in seinen Klamotten trägt. Das dürfen wir nie machen!140Link zum Gemini-Chat „was sagt die bibel zu talismanen?“: hier klicken↓
Jesus meint also: Wer fest zu Ihm hält, auch wenn es gefährlich wird, der bekommt am Ende den Freispruch. Der böse alte Mann mit dem weißen Bart will aber, dass wir glauben, wir müssten erst ganz viele tolle Übungen machen und unsere Leidenschaften besiegen, um uns diesen Stein zu verdienen. Er macht aus Gottes Geschenk eine schwere Hausaufgabe und aus Jesus einen Magier.
Das verborgene Manna
Statt das Sendschreiben an Pergamon als Ganzes zu erklären, damit auch die etwas schwierigeren Teile dieses Briefes verständlich werden, missbraucht Aivanhov den Begriff des „verborgenen Mannas“, um seine okkulte Ideologie zu verankern. Wie ich oben in der Lach- und Sachgeschichte mit dem weißen Stein aufdecken konnte, überschreibt Aivanhov die reale Bedeutung der Bibel mit seinen fiktiven Darstellungen und Deutungen aus dem tiefsten Okkultismus. Der Weg des Menschen, der sich auf die “geistige Lehre” Aivanhovs einlässt, endet zwangsweise in der Finsternis. Der Weg mit Jesus führt aus den Lügen heraus in eine für uns nicht fassbare und vorstellbare Freiheit.
Aivanhov nimmt zur Vervollständigung seiner Beschreibung des Sendschreibens an Pergamon das “verborgene Manna” und versucht, ihm eine völlig andere und bibelferne Bedeutung aufzuerlegen, als es tatsächlich hat. Er sagt auf Seite 74:
“Dieses »Manna« und dieser »Stein« sind in Wirklichkeit weder eine materielle Nahrung noch ein materieller Stein, sondern das Symbol für spirituelle Errungenschaften, die es ihm ermöglichen, auf dem Weg der Evolution weiter voranzuschreiten.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 5, Seite 74
In diesem Zitat verbirgt sich die größtmögliche Gefahr für einen Menschen, der in sich einen Ruf verspürt, sich zu Gott aufzumachen. Viele Menschen werden von den Okkultisten, den Scharlatanen, den Blendern und Täuschern, den Irrlehrern und Götzendienern abgefangen und in die falsche Richtung geführt. Mit tollen und fast nicht enden wollenden Wortschwallen, Büchern, Videos und Podcasts versuchen diese Menschen, eine größtmögliche Anhängerschaft um sich zu scharen, die umso leichter zu steuern ist, je mehr Menschen sich ihr anschließen. Auf diese Weise arbeitete Aivanhov und auch die aus seiner “Lehre” hervorgegangenen Lehrer, Mentoren und Coaches.
Doch Vorsicht! Der von Aivanhov als “Weg der Evolution” beschriebene Pfad ist nichts anderes als die Lüge Satans in 1.Mose 3,5. Satan sagt zu Eva”…An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!”. Immer mehr “spirituelle Errungenschaften, Tugenden und Qualitäten” zu erreichen und immer “weiter auf dem Weg der Evolution voranzuschreiten”, beschreibt genau dieses Szenario. Am Ende des Weges werdet ihr sein wie Gott! Das ist die größte Falle, in die Aivanhov seine Leser und “Schüler” führen kann.
Gott möchte, dass der Mensch umkehrt und wieder zu ihm zurückkehrt. Das funktioniert aber nicht, indem der Mensch versucht, sich selbst zu erhöhen und gottgleich zu werden. Das geht nur über eine tiefe Einsicht des Einzelnen und seinem Eingeständnis seiner Sünden. Der Mensch hat sich nun mal gegen Gott versündigt, daran gibt es nichts zu rütteln. Wer durch Demut und eine brennende Liebe zu Gott und Jesus in der Lage ist, das größte Geschenk Gottes anzunehmen, wird seine Sünden bekennen und sie sich durch Jesus abnehmen lassen. Dann erfüllt sich Jesu Versprechen “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!”. Alles andere sind Irrwege!
Aivanhovs Beschreibung des Manna ist falsch. Das “verborgene Manna“141Link zum Nikodemus-Chat „Verborgene Manna — Bedeutung“: hier klicken↓ ist kein Bewusstseinszustand, den es zu erreichen gilt. Das verborgene Mann ist Jesus Christus selbst! Verborgen deshalb, weil die Welt, der unbewusste Mensch, nicht verstehen kann, dass es eine sehr tiefe, innere Gemeinschaft mit Jesus Christus gibt, die ein Mensch, der keine echte Beziehung zu Jesus begonnen hat, nicht versteht. Wer durch Umkehr und Bekehrung ein Kind Gottes geworden ist, realisiert in einem Augenblick die unfassbare Gnade und den unermesslichen Reichtum, dass er an der Seite Gottes die Ewigkeit verbringen darf. Keine eigene Anstrengung wird zu diesem Punkt führen, allein die Gnade Gottes ermöglicht uns das.
“Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.”
Schlachter 2000 – Johannes 6,35 ↗
Jesus ruft uns zu ihm, indem er sagt “Wer zu mir kommt…”. Das ist eine Einladung! Bitte, liebe Leser, prüfen Sie selbst, wie oft Aivanhov in seinen Büchern eine echte Hilfe und Anweisungen gibt, zu Jesus zu kommen, Buße zu tun und sich zu bekehren. Aivanhov führt uns in immer neue und größere Anstrengungen, durch spirituelle Disziplinen, Enthaltungen und Reinigungen, durch das Studium antiker und okkulten Schriften und durch den Götzendienst – und damit von Jesus weg. Die Kabbala und die Astrologie zu studieren wird ein ganzes Leben eines Menschen dauern, für Jesus bleibt schlicht und einfach keine Zeit mehr übrig.
Informationen zu Ihrer Bekehrung finden Sie hier: hier klicken ↗. Bitte geben Sie Jesus heute noch eine Chance, zu Ihnen kommen zu können und sehen Sie sich dieses Video an. Ihre einzige Möglichkeit, die Ewigkeit mit Gott zu verbringen, ist Ihre Bekehrung.
Kapitel 6: Brief an die Gemeinde von Laodizea
In Kapitel 6 (Seite 77–90) setzt sich ein Muster fort, das für das gesamte Werk bezeichnend ist: Die biblische Botschaft wird zur Nebensache degradiert. Auch beim siebten Brief an die Gemeinden findet ein Versuch Aivanhovs statt, hochgeistliche Texte durch Götzen und durch die Bibel verbotene Handlungen dem Leser verständlich zu machen. Als wäre es das selbstverständlichste der Welt, erklärt der “geistige Meister” den wohl schärfsten Brief anhand der Astrologie.142Link zum YouTube-Video “WARNUNG VOR OKKULTISMUS, WAHRSAGEN, KARTENLEGEN, ASTROLOGIE. Dr. Kurt Koch”: hier klicken↓ Zusätzlich bekommt der Leser eine triviale Abhandlung über Wärme und Kälte, die einem Kindergartenkind gegeben werden könnte. In dieser (scheinbar) einfachen Erklärung stecken aber hochpeinliche Fehler.
Das sechste Kapitel läuft über 14 Seiten, von Seite 77 bis Seite 90. Von den 2.758 Wörtern des Kapitels, wurden 424 für Bibelzitate verwendet, das entspricht 15,4%. Besonders erschreckend ist dabei, dass der Name unseres Heilands Jesus Christus in Aivanhovs Ausführungen zu diesem vielleicht schärfsten aller Sendschreiben konsequent unerwähnt bleibt. Stattdessen wird der Leser mit einem okkulten Durcheinander konfrontiert, das den Blick auf das Wesentliche, nämlich unsere Beziehung zu Christus, durch die ausgeprägt kindliche Bildsprache, stark vernebelt.
Weder kalt noch heiß – Hinzufügungen, Entstellungen, Verkomplizierungen
Im ersten Teil des Kapitels versucht Aivanhov, den Brief an Laodizea mit den zwei Zuständen kalt/heiß (warm in der Luther-Übersetzung, die hier scheinbar verwendet wurde) zu erklären und bringt den Leser damit schon in den ersten Zeilen des sechsten Kapitels auf Abwege, die garantieren, dass die große Hauptaussage des Briefes völlig übersehen wird. Überzogen langatmig bekommt der Leser eine Lektion über die Kälte und die Wärme und ist wegen der verwendeten Bildsprache gedanklich so weit von der Realität des Sendschreibens entfernt, dass es für Aivanhov ein Leichtes ist, auf Seite 85 nahtlos in den Götzendienst, die Astrologie zu wechseln.
Dabei beginnt das Sendschreiben an Laodizea in der Bibel mit einer atemberaubenden Selbstvorstellung Christi:
“Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes:”
Schlachter 2000 – Offenbarung 3,14 ↗
Der Amen
Jesus beschreibt sich hier als “Amen”. Das hebräische Wort Amen bedeutet “Ja, so sei es”, “wahrlich” und “zuverlässig” und wird als “der Treue, Wahrhaftige, Zuverlässige, der seine Verheißungen wahr macht” beschrieben. Jesus bringt hier zum Ausdruck, die Erfüllung aller Verheißungen zu sein.
Treuer und wahrhaftiger Zeuge
Daraus geht hervor, dass Jesus, der alles sieht, absolut objektiv und gerecht die Gemeinde beurteilen wird.
Der Ursprung der Schöpfung Gottes
Unmissverständliche Beschreibung der Hierarchie Gottes und eine erste Andeutung an die Gemeinde, dass Jesus über der materiellen Welt steht, auf die die Gemeinde so stolz war.
Der erste Vers im Brief an Laodizea wird von Aivanhov mit keiner Silbe erwähnt. Das ist sehr schade, denn hier liegt ein Schlüssel in der Betrachtungsweise der Menschen Jesu Christi gegenüber. Mit nur einem Satz schafft Jesus es, seine absolute Gestalt darzustellen. Kein Geschwafel, keine Verwirrung, einfach nur klar heraus, wer er ist und wie es weiter geht. Liebe Leser, bitte merken Sie sich diesen Vers. Jesus beschreibt sich als “der Ursprung der Schöpfung”. Das ist eine äußerst wichtige Aussage, denn Aivanhovs antichristlicher Versuch, Jesus gegen Melchisedek auszutauschen, zieht sich in seinem Buch bis in die letzte Zeile.
Von der Klarheit Jesu könnte sich Aivanhov einige Scheibchen abschneiden. Stattdessen schnappt schon im zweiten Satz nach dem Bibelzitat die Falle zu. Wie in Kapitel 3 versucht er dem Leser weiszumachen, dass seit 2000 Jahren versucht wird, die beiden Begriffe heiß/kalt zu verstehen. Er führt aus, dass zum richtigen Verständnis der tieferen Bedeutung von heiß/kalt noch einige Erklärungen dazu notwendig seien. Wie in den vorherigen Kapiteln in diesem Buch setzt sich Aivanhov hier weit über die Leserschaft, weil er unterstellt, diese würden die Sendschreiben nicht kapieren und es bedürfe eines Eingeweihten, um die Bibelstelle zu entschlüsseln.
Die folgenden Erklärungen, die bis zur Seite 85 reichen, haben mit der biblischen Aussage nichts mehr zu tun. Mit einer ausgeprägten Bildsprache wird der logische Verstand der Leser ausgeschaltet und es beginnt eine gedankliche Reise von der Äquatorialebene und deren schönen, leidenschaftlichen Männern und Frauen, die aber auch träge und faul sein sollen, hinüber in die kalten Regionen dieser Erde mit deren friedvollen, nachdenklichen und aktiveren Menschen. Dann wechseln die Bilder plötzlich zu einem Kreislauf des Wassers, wie es verdunstet, von der Sonne erwärmt aufsteigt und als Schnee auf die Gipfel der Berge fällt.
Das geht so weiter bis Seite 85. Aber der Leser ist dem eigentlichen Thema, nämlich dem Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizea, keinen Schritt näher gekommen. Im Grunde waren die Seiten 78–85 nur eine “Aufwärmrunde”, um den Verstand der Leser in eine Art hypnotische Unbeweglichkeit zu bringen, damit der eigentliche Angriff, der mit der astrologischen Beschreibung des Tierkreises auf die Verse der Offenbarung des Johannes stattfindet, erfolgreich ausgeführt werden kann. Wer hier nicht wach ist, fällt auf Aivanhovs psychologischen Trick “Wortsalat” herein. Den “Wortsalat” habe ich in Kapitel 3 ausführlich erklärt.
Der Inhalt der Seiten 78–85 ist okkultes und verwirrendes bla, bla, bla, ohne Inhalt und Aussage, die den biblischen Tatsachen entsprechen. Mit keiner Silbe wird von der Bibel verlangt, die Zustände heiß/kalt tiefer zu beleuchten oder gar Bibelverse anhand einer Irrlehre, der Astrologie, verstehen zu müssen. Vers 16 “Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde”, meint, dass die Gemeinde in Laodizea für Jesus ungenießbar, also unbrauchbar geworden ist. Schlimmer noch, er ekelt sich geradezu vor ihnen und droht, sie auszuspeien, wenn sie sich nicht ändern. Das hat absolut nichts mit “der tieferen Bedeutung” der Temperatur zu tun, wie Aivanhov dem Leser weismachen will.
Laodizea bekam sein Wasser von zwei Orten, die kilometerweit entfernt waren. Dazu wurde ein kompliziertes Aquäduktsystem benutzt. Leider war es so, dass das heiße Wasser, das von den Kalksinterterassen143Link zum Wikipedia-Artikel “Sinter”: hier klicken↓ in Hierapolis144Link zum Wikipedia-Artikel “Pamukkale”: hier klicken↓ entnommen wurde, bei der Ankunft in Laodizea lauwarm war. Dieses Wasser war gesättigt mit Kalk und schmeckte im lauwarmen Zustand widerlich, fast abstoßend schlecht. Dieses Bild gebraucht Jesus in Vers 16, als er sagt, er wird sie aus seinem Mund ausspeien.
Der sechs‑, tschuldigung, der siebenachsige Irrglaube der Astrologie
Die Leser, die den zweiten Teil des Kapitels mit wachem Geist und im Vergleich mit der Bibel lesen, können sich langsam ein Bild davon machen, warum Gott so klar und unmissverständlich über die Götzen und die Menschen, die sich mit ihnen beschäftigen, spricht.
“…der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet…”
Schlachter 2000 – 5.Mose 18,10−11
Die Gläubigen bekommen von Gott mit 5.Mose 18 nicht nur ein Verbot der Astrologie, die unter das Stichwort “Wahrsagerei” fällt, sondern haben mit Offenbarung 21,8 ein sehr klares Bild vor Augen, was mit den Menschen geschehen wird, die sich partout nicht an diese Weisung halten.
“Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner — ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 21,8
Die Bibel schildert uns mit einem ganz klaren Bild, was mit den Götzendienern, also auch mit den Astrologen, passieren wird. Sie werden es nicht in den Himmel schaffen, denn Gott lässt es nicht zu, dass einige hochmütige Menschen versuchen, ihm ins Handwerk zu pfuschen. Mit dem biblischen Wissen lesen sich die Seiten in Kapitel 6 besonders schwer. Mit einer fast überwältigenden Flut an nutzlosen und schädlichen Informationen beschreibt Aivanhov seine Sicht der Offenbarung des Johannes. Er beweist damit, wie weit man von der Wahrheit Gottes entfernt sein kann.
Die Leser, die versuchen, den Ausführungen Aivanhovs über die Astrologie zu folgen und sie zu verstehen, werden wegen der Willkürlichkeit der Beschreibungen scheitern. Ein Beispiel davon ist die Deutung der 7. Achse, die laut Beschreibung nicht im Zodiak eingezeichnet sein soll, aber senkrecht durch den Mittelpunkt des Tierkreises verläuft. Sie soll den Ausgangspunkt “für ein neues Miteinander” darstellen. Ich will an dieser Stelle die Formulierung von Kapitel 3 im Abschnitt “Umdeutung von Brot und Wein” wiederholen, um deutlich zu machen, dass in der von Aivanhov vorgegebenen Richtung, nicht weitergedacht werden darf:
Egal wie mystisch, bunt und ausgeschmückt die Phantasievorstellungen der Astrologen weitergehen, und egal wie lebendig, logisch und bodenständig sie sich anhören, sie haben keinen Bestand, null, weil Gott selbst sie den Gläubigen verbietet. Wer sich trotzdem damit beschäftigt und meint, Gewinn für sein persönliches Leben daraus ziehen zu können, betreibt per Definition Götzendienst und ist unserem Gott ein Gräuel. Er wird vertrieben werden und landet in der ewigen Finsternis, so steht es geschrieben. Das ist das Endziel, auf das Aivanhov seine Leser und “Schüler” hinsteuert.
Aivanhov versucht, Vers 18 des Sendschreibens an Laodizea anhand der Astrologie komplett umzudeuten und ihn seiner Irrlehre anzueignen. Dabei geht er sogar soweit, dass er behauptet, ein Sternbild, der Löwe, würde als “Herz des Universums” seine segensreichen Kräfte ausstrahlen. Vers 18 aus der Schlachter 2000:
“Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst!”
Schlachter 2000 – Offenbarung 3,18
- Gold, das im Feuer geläutert ist
Aivanhov sagt, dass das Gold die segensreichen Kräfte sind, die der Löwe ausstrahlt (Seite 86). Jesus meint damit aber den geistlichen Reichtum, statt materieller Reichtum (vgl. Matthäus 5,3 ↗). Er spricht hier auch direkt den Glauben an, der durch Prüfungen (Feuer) gereinigt worden ist und felsenfest steht (vgl. 1.Petrus 1,7 ↗). In erster Linie soll aber Jesus Christus selbst damit gemeint sein, und er möchte, dass die Gemeinde sich ganz auf ihn und seine Gnade verlässt, statt auf materielle Dinge (vgl. Kolosser 2,3 ↗). - Weiße Kleider
Für Aivanhov sind die weißen Kleider Weisheit aus der Einweihungswissenschaft. Sie soll die Synthese aller Tugenden sein und sie sollen spirituelle Kleider sein, genannt “Aura” (Seite 88). Jesus sagt aber, dass die weißen Kleider die Blöße bedecken, also unsere Sünden. Sie werden weiß, weil Jesus uns reinigt. Er ruft uns mit seiner Gerechtigkeit in ein neues Leben. - Augensalbe
Für Aivanhov stellt die Augensalbe den Planeten Uranus dar. Uranus erlaube, so Aivanhov, die Wahrheit zu sehen. Jesus meint aber sich selbst, wenn er von der Augensalbe spricht. Jesus schenkt uns durch den Heiligen Geist die Erkenntnis, geistig klar zu sehen und unsere Situation dadurch besser zu verstehen. Er bittet die Gemeinde in Laodizea, Ihn um die geistliche Sehfähigkeit zu bitten, statt sich auf materielle Dinge zu verlassen.
Auch in diesem Abschnitt der Offenbarung des Johannes geht es ausschließlich um Jesus Christus. Jesus allein gibt Gnade und Gerechtigkeit, um Ihn dreht sich alles. Wir können durch Jesus von allen unseren Sünden reingewaschen werden und Erlösung im Haus des Vaters finden. Aivanhov zieht die Aufforderungen und die Angebote Christis jedoch ins absolut Gegenteilige. Er sagt auf Seite 89, dass man mit der Achse Wassermann-Löwe arbeiten müsse, um Liebe, Weisheit und Wahrheit zu erlangen. Wir sehen ja jetzt, wohin es führt, wenn Gestalten wie Aivanhov von Wahrheit sprechen.
Die Degradierung Christi zum Symbol
Die Schmähungen Aivanhovs gegen Jesus Christus ziehen sich in diesem Kapitel konsequent bis zum letzten Satz. Die wohl heftigste Entgleisung findet sich am Ende des Kapitels auf Seite 90. Hier wird deutlich, dass Aivanhov Jesus Christus nicht als den lebendigen Sohn Gottes und Schöpfer anerkennt, sondern ihn auf ein kosmisches Symbol reduziert:
“Es gibt keinen anderen Thron als den des Löwen, wo die Sonne, – Christus – sitzt. Symbolisch gesehen ist Christus die Sonne, das Herz, das sein Blut, seine Liebe im ganzen Universum verbreitet.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 6, Seite 90
Indem Aivanhov Christus auf den „Stuhl eines Tierkreiszeichens“ setzt und ihn zum bloßen Symbol erklärt, begeht er eine fundamentale Schmähung. Ein Symbol kann niemanden retten. Ein Symbol vergibt keine Sünden. Nur der lebendige Jesus Christus, der wahrhaftige Gott, bietet uns Erlösung an. Wer Jesus nur als einen „Aspekt der Sonne“ betrachtet, wird systematisch von einer persönlichen, heiligen Bindung zu ihm entfernt. Diese „Einweihungslehre“ ist darauf ausgelegt, den Thron Gottes durch die fiktiven Konstrukte der Astrologie zu ersetzen und den Menschen in der Selbsterlösung und Selbstvergottung, den schlimmsten Formen des Hochmuts, gefangen zu halten. Nur Jesus kann uns retten, kein Symbol vermag dies.
Kapitel 7: Die Vierundzwanzig Ältesten und die vier Heiligen Tiere
Was ist die Offenbarung eigentlich?
In Kapitel 7 findet eine so starke Entfernung von Gott und eine Verzerrung der biblischen Tatsachen statt, dass es mir ein Anliegen ist, den Namen des letzten Buchs der Bibel zu erklären. Im Griechischen heißt die Offenbarung „Apokalypse“. 145Link zum Artikel ” Apokalyptik (NT)”: hier klicken↓
Apokalypse – gr. ἀποκάλυψις, apokálypsis
Zusammensetzung von apó = weg und kalýptein = enthüllen oder verhüllen
Apokalypse heißt also „wegenthüllen“, wörtliche Bedeutung „Enthüllung“ oder „Entschleierung“.146Link zum Artikel “Apokalypse” auf wiktionary.org: hier klicken↓ Das letzte Buch der Bibel ist eine Enthüllung verschiedenster Tatsachen und Pläne durch Gott. Gott enthüllt uns Menschen seine Pläne, mit welchen Maßnahmen er die Menschheit konfrontieren wird, um sie dazu zu bringen, sich ihm zuzuwenden und umzukehren. Niemals wurde die Offenbarung zur Verwirrung der Menschen geschrieben und auch nicht, um sie anzustiften, gegen die Gebote Gottes zu handeln oder um sie mit Götzen und Irrlehren in Kontakt zu bringen.
Die Informationen um dieses Wort sind wichtig, um zu verstehen, in welch erschreckendem Maße Aivanhovs Irrlehre über die Leserschaft gelegt werden soll. Beginnend mit dem ersten Satz in diesem Kapitel führt er den Leser auf geistige Abwege, die mit keinem Wort in der Bibel zu finden sind und nirgends Bestätigung finden, außer in den okkulten Schmähschriften, die Aivanhov nachweislich zur Irreführung seiner Leser benutzt.
Ich möchte an dieser Stelle auch nochmals darauf hinweisen, dass die Bibel ein abgeschlossenes Werk darstellt. Mit dem letzten Satz in der Apokalypse, der Offenbarung des Johannes, hört die Bibel auf. Die Bibel ist irrtumslos und es gibt aus ihr nichts herauszustreichen, hinzuzufügen oder zu korrigieren. Die Bibel stellt ein Bollwerk dar, auf das man sich zu 100% verlassen kann. Die Bibel ist zum größten Teil selbsterklärend,147Scriptura scripturam interpretatur – Link zum Wikipedia-Artikel “sola scriptura”: hier klicken↓ und diese Erfahrung kann jeder Mensch machen, der sich ernsthaft vornimmt, sie zu studieren um Gott näher zu kommen. Hilfsmittel wie z. B. Bibel-Lesepläne, Hauskreise und vieles anderes gibt es genug.148Link zur Seite “Bücher zur Bibel” beim Jeremia-Verlag: hier klicken↓
Die „Einweihungslehre“ der Okkultisten und Irrlehrer deckt sich nicht mit dem Wort „Apokalypse“, also eine Enthüllung der göttlichen Informationen. Eine „Einweihungslehre“ führt immer in eine Verkomplizierung und in immer weitere Verhüllungen und Verzerrungen der biblischen und historischen Tatsachen. Das ist in diesem Kapitel sehr deutlich zu sehen. Aivanhov gebraucht verschiedenste okkulte Traditionen, die er vermischt, um seine „geistige Lehre“ daraus zu machen. Gleich der erste Satz in Kapitel 7 ist ein Verstoß gegen Jesu Christis Warnung in Offenbarung 22,18−19:
„Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.“
Schlachter 2000 – Offenbarung 22,18−19 ↗
Er sagt auf Seite 92:
„Die Vision von den Vierundzwanzig Ältesten, die auf Thronen sitzen, und die Vision der vier lebendigen Wesen, der vier Heiligen Tiere, kann nur verstanden werden, wenn man den kabbalistischen Lebensbaum, den Sephirothbaum kennt.“
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 7, Seite 92
Mit dieser Aussage sind wir bei einer „Hinzufügung“ angelangt, vor der Jesus Christus selbst in Vers 18 warnt. Menschen, die dem abgeschlossenen Werk der Bibel etwas hinzufügen, haben sich vom Evangelium entfernt und lehren ein anderes Evangelium, unabhängig der Tatsache, wie viele Bibelverse in ihren Büchern und Werken zitiert werden. Das ist bei Aivanhov in jedem seiner Bücher zu sehen, zumal er sich auch noch als „Meister“ bezeichnet. Auch diese Anmaßung wurde von Jesus Christus verboten:
„Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen; denn einer ist euer Meister, der Christus.“
Schlachter 2000 – Matthäus 23,10 ↗
Die kabbalistische Verschlüsselung der Offenbarung des Johannes
Laut Aivanhov kann die Vision des Johannes von den 24 Ältesten und der vier lebendigen Wesen nur verstanden werden, wenn man den Lebensbaum, den Sephirothbaum149Siehe Abbildung in Kapitel 2: hier klicken↓ aus der Kabbala kennt (Seite 92). Eine Seite weiter erfahren wir, dass das Bild der sieben Feuerfackeln, die vor dem Thron brennen, laut dem Sohar die sieben Lichtstrahlen mit den Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett sein sollen. Bis zur Seite 93 braucht der Leser, so Aivanhov, also schon zwei bibelfremde Systeme zur Entschlüsselung der Offenbarung. Wir müssten die Kabbala und den Haupttext der Kabbala, den Sohar kennen oder sogar studieren, um hinter die Geheimnisse der Offenbarung des Johannes kommen zu können.
Das entspricht natürlich nicht der Wahrheit. Warum auch sollte Gott sein Werk verschlüsseln, wenn er es doch “Apokalypse”, also Offenbarung genannt hat und es zur Offenlegung bedeutender Informationen für die Menschheit gedacht ist? Gottes Anliegen ist es, die gesamte Menschheit wieder zu ihm zu bringen. Warum sollte er seine Botschaft kryptisch verschließen, um zu erreichen, dass nur ein kleiner Promillsatz der Leser sie versteht? Aber genau das ist das Verständnis Aivanhovs und genau das macht ihn für seine Leser so gefährlich. Wer auf diesen Zug aufspringt, wird in einem unvorstellbaren Maße getäuscht und die Kernwahrheit der Heiligen Schrift bleibt unerkannt, weil der Hochmut sie überdeckt.
Der Schlüssel liegt in der Umkehr und der Bekehrung des Menschen. Das kann in einem Augenblick passieren, so wie Sie sind und ohne lebenslange Studienzeit und spirituelle Vorbereitung. Egal wer oder was Sie sind, Heiliger, Scheinheiliger, Berufsverbrecher, oder einfach “nur” ein Busfahrer, Kassier oder Bürokaufmann, der seine Familie versorgt, Jesus Christus nimmt ALLE Menschen auf, alle, die zu ihm wollen, ohne Ausnahme. Das hat er uns in seiner Schrift versprochen und das können wir glauben, denn Jesus ist kein Lügner:
“Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.”
Schlachter 2000 – Johannes 6,37 ↗
Irrlehrer wie Aivanhov, Steiner und viele andere wollen mit ihrer exklusiven “geistigen Lehre” eine maximale Entfernung von Gott erreichen. Das geschieht bei Aivanhov sehr oft auf unbewusster Ebene, vor allem aber über den Hochmut150Lesen Sie in 1.Petrus 5,5: hier klicken↓ und die Emotionen. Aivanhovs Anhänger, seine “Schüler”, sehen sich in einer Elite-Akademie, in der sie scheinbar Zugriff auf Informationen haben, die der “normale Mensch” nicht hat.151Link zum Artikel “Sektenmerkmale – Infosekta.ch”: hier klicken↓152Link zum Artikel “Checkliste zur qualifizierten Beurteilung des Gefährdungspotenzials von “Sekten” und Psychogruppen”: hier klicken↓
Wer aber einen “Meister” aus Fleisch und Blut akzeptiert, wer glaubt, dass Jesus nie am Kreuz gestorben ist und leiblich nie auferstanden sei, wer okkulte Schmähschriften als absolute Wahrheit akzeptiert – der ist voller Hochmut und weiß alles besser als die Heilige Schrift – und ist durchgefallen.
Die 24 Ältesten und der theologische Bruch
Von Seite 92 bis Seite 95 wird der Leser mit Aivanhovs Vorstellung von den Vierundzwanzig Ältesten bekannt gemacht. Auf diesen vier Seiten erhalten wir Einblick, wie weit entfernt Aivanhov von den Kernaussagen und dem Grundverständnis der Bibel entfernt ist und wie frech die Okkultisten eine bibelfremde Lehre, hier die Kabbala, über die Offenbarung legen. Mit seiner Auslegung ist es faktisch unmöglich, bei der Wahrheit der Bibel zu bleiben.
Für Aivanhov sind die 24 Ältesten die “Herren des Schicksals”. Anscheinend entgeht ihnen nichts, was die Menschen tun, keine Tat, kein Gefühl, kein Gedanke. Sie belohnen und bestrafen. Sie sind Herren über das Schicksal eines Menschen nach seinem Tod und in seinen zukünftigen Inkarnationen (Seite 94 und 95). Sie seien in der dritten Sephira im Lebensbaum daheim, die wiederum mit den Engeln der Aralim verbunden ist, also “die Throne”. Er sagt auch, und das ist sehr wichtig zu verstehen, dass das so in der christlichen Religion genannt wird.
“…mit welcher der Engelsorden der Aralim verbunden ist, die in der christlichen Religion eben die Throne genannt werden.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 7, Seite 92
Weiter behauptet Aivanhov auf Seite 94, dass die weiße Kleidung und die goldenen Kronen, die die 24 Ältesten tragen, “Symbole des geistigen Lichts” seien, das aus ihnen ausströmt. Zudem sei die weiße Kleidung der “Glorienleib des Ältesten”. Die Krone kennzeichne eine Art “feinstoffliche Materie”, die nicht dem physischen Körper zugerechnet werden kann, sondern eine “Emanation des Geistes, seiner Weisheit und Allmacht” sei. Da die Krone aus Gold sei, ist sie in der spirituellen Symbolik nichts anderes als “kondensiertes Licht”.
Mit diesen Aussagen begeht Aivanhov einen gravierenden theologischen Bruch, denn seine Informationen kommen aus einer bibelfremden Lehre und werden von ihm zudem noch sehr aufgebauscht. Diese Aussagen haben mit dem Christentum nichts mehr gemeinsam und sind allesamt Erfindungen der Okkultisten. Mit den Beschreibungen der 24 Ältesten sehen wir deutlich, wie die Einfachheit der Bibel gegen eine Verkomplizierung und Verzerrung bis ins Unkenntliche ausgetauscht wird. Den 24 Ältesten werden Rollen und Ämter zugewiesen, die sie laut Bibel einfach nicht haben. Das gilt auch für die Feuerflammen im nächsten Abschnitt.
Als Johannes in den Himmel vor den Thron entrückt wurde, wusste er sofort, wer die 24 Ältesten waren, die auf ihren Thronen saßen. Es sind die 24 Priester, die König David im Alten Testament153Lesen Sie in 1.Chronik 24: hier klicken↓ in 24 Klassen eingeteilt hatte.154Link zum YouTube-Video “Bibelstudientag Rickenbach: Das Buch der Offenbarung Teil 2 – Roger Liebi”: hier klicken↓ Sie waren vollzählig anwesend und das deutete auf ein großes Ereignis hin, denn die 24 Ältesten kamen nur dreimal im Jahr alle gemeinsam in Jerusalem zusammen, zum Passah, zum Pfingstfest und zum Laubhüttenfest. Diese Vollzähligkeit deutet auch darauf hin, dass die gesamte Gemeinde im Himmel anwesend war, weil zu den drei Festen alle Israeliten in Jerusalem sein mussten.
Diese einseitige Darstellung der Beschreibung der 24 Ältesten kann geschehen, weil Aivanhov auch hier wieder Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißt. Wer die Bibel als Ganzes liest und Punkte zusammenführen kann, kann nicht von den Okkultisten getäuscht werden. Diese Tatsache ist auch dafür verantwortlich, dass es Aivanhov auch in Kapitel 7 schafft, Christus unerwähnt zu belassen. Wer saß denn auf dem Thron, vor dem Johannes stand? Gott selbst? Nein, Jesus war auf dem Thron. Er war die Stimme einer Posaune gleich, die Johannes vorher schon zu ihm reden gehört hatte.155Lesen Sie in Offenbarung 4,1: hier klicken↓
Zum Ende dieses Abschnitts will ich auf das oben gezeigte Zitat Aivanhovs auf Seite 92 eingehen. Hier wird sehr deutlich, mit welch perfiden Methoden die Irrlehrer den Menschen falsche Informationen als Wahrheit verkaufen. Aivanhov bezieht sich hier auf “die christliche Religion”, die anscheinend die Aralim, einen Engelsorden, beschreibt. Aber im christlichen Kontext finden sich keine Aralim, so sehr Sie auch danach suchen. Die Aralim werden als Hierarchie in der Merkaba-Mystik156Siehe die Beschreibungen zur Merkaba-Mystik in Kapitel 2: hier klicken↓ und der Kabbala genannt, aber nicht in der Bibel. Aivanhov macht uns vor, seine okkulten Beschreibungen seien Teil des Christentums.
Die Bibel lenkt den Fokus auf Christus allein, die Irrlehren führen Sie von Jesus Christus und der biblischen Wahrheit weg, hin auf periphere, unwichtige und frei erfundene Systeme, in denen Sie sich dann verlieren sollen. Bitte lassen Sie größte Wachsamkeit beim Lesen von Aivanhov walten!
Die vier lebendigen Wesen und die Verschiebung ins Stoffliche

Biblioteca Medicea Laurenziana
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Aivanhov zieht die vier lebendigen Wesen vom “erhabensten Bereich”, wie er es selbst beschreibt, hinab in die Materie und macht “Prinzipien der Materie” (Seite 95) aus ihnen, die “Urmaterie” (Seite 98). Angeblich steht der Stier für die Erde, der Adler für das Wasser, der Mensch für die Luft und der Löwe für das Feuer (Seite 98).
Doch diese Zuordnung ist falsch. Er möchte dem Leser weismachen, dass Gottes Unfassbarkeit und seine Unbegreiflichkeit nur durch die Materie von den Menschen verstanden werden kann. Deshalb würde die Materie von den vier lebendigen Wesen symbolisiert, damit wir uns eine kleine Vorstellung von Gott machen könnten (Seite 95).
Hier liegt eine weitere Erniedrigung Jesu Christi vor, denn Gott sandte Jesus in diese Welt, damit wir sehen können, wie Gott handelt und was für eine Makellosigkeit er besitzt. Jesus, der ohne Sünde war und mitten unter den Menschen lebte, er ist es, den wir als Vorstellung von Gottes Unfassbarkeit nehmen müssen, nicht die Materie. Mit Jesus haben wir einen Ansprechpartner. Ihn können und müssen wir anbeten, um Hilfe und Beistand bitten, ihn um Vergebung unserer Sünden anflehen. Das ist mit einer “Urmaterie” nicht möglich.
Vereinfacht ausgedrückt sind die vier lebendigen Wesen Seraphim (hebr. שְׂרָפִים),157Link zum Wikipedia-Artikel “Seraph”: hier klicken↓ mächtige Thronengel, die die Majestät Gottes und Seine Gerechtigkeit repräsentieren. Sie haben jedoch Kennzeichen, die sowohl an die Seraphim aus Jesaja 6,2−3158Lesen Sie in Jesaja 6,2−3: hier klicken↓ (sechs Flügel) als auch an die Cherubim (hebr. כְּרוּבִים)159Link zum Artikel “Genau lesen (01) – Cherubim” auf bibelstudium.de”: hier klicken↓ aus der Vision des Propheten Hesekiel160Lesen Sie in Hesekiel 1: hier klicken↓ erinnern (die vier verschiedenen Gesichter von Löwe, Stier, Mensch und Adler).
- Der Löwe bedeutet das Gericht, das Gott mit absoluter Majestät und Königlichkeit über diese Welt bringt
- Der Ochse bedeutet die Ausdauer Gottes, er wird sein Gericht bis zum Ende durchziehen, so wie es geschrieben steht
- Der Adler bedeutet die Geschwindigkeit Gottes, mit nicht vorstellbarer Schnelligkeit wird das Gericht über diese Welt kommen (7 Jahre Drangsal161Link zum Artikel “Drangsal – Bibel-Lexikon”: hier klicken↓)
- Der Mensch bedeutet Intelligenz und Einsicht, denn jeder Mensch wird erkennen, dass Gottes Pläne von höchster Genialität sind und absolut weise erdacht worden sind.162Link zum Artikel “Wesen, Lebendige – Bibel-Lexikon”: hier klicken↓
Die sieben Geister Gottes und ihre Reduzierung auf ein physisch-mystisches Phänomen
Ein Kindergartenkind kann sich nicht in der Fachsimpelei eines Hochschulabsolventen unterhalten und ein Grundschüler kann keine Lineare Algebra beherrschen. Um dorthin zu kommen, braucht es noch viele Jahre des Lernens. Jedermann weiß das. Warum ist es dann für die “Schüler” Aivanhovs so schwer einzusehen, dass seine “geistige Lehre” nicht andeutungsweise eine Vorstellung Gottes und des Himmels vermittelt, sondern nur schwammige Verzerrungen der wahren Verhältnisse zeigt? Das sind Fragen, mit denen sich die Schülerschaft Aivanhovs in der Zukunft auseinanderzusetzen hat.
Aivanhov gibt uns auf Seite 93 und 94 im Hinblick auf die Feuerfackeln, die vor dem Thron brennen, genau dieses Bild: Es versucht etwas zu beschreiben, für das er selbst keinerlei Vorstellungen und Wörter hat, weil es weit über seinem Verständnis liegt. Er selbst hat keinen inneren Bezug zum Thema und kann nur auf sehr oberflächlichem und weltlichem Niveau darüber sprechen. Das macht er, wie alle Okkultisten und Irrlehrer, aber sehr überzeugend. Ja, das muss man ihm lassen.
Der Leser erfährt, dass die sieben Fackeln, die sieben Geister Gottes, einfach nur die sieben Farben Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo und Violett sein sollen. So einfach ist das. Das ist so, erklärt der “geistige Meister”, weil ja das Prisma das sogenannte “Urlicht” in exakt diese Farben zerlegt. Symbolisch natürlich. Ja, und weil sich dieses “Licht” in eben diese Anzahl Farben “auffächert”, ist die Zahl Sieben die Zahl der Gesamtheit. Zumindest mit der Siebenzahl hat er recht, der Rest seiner Erklärungen deckt sich mit nichts, was der biblischen Wahrheit nahekommt.
Das kann es auch gar nicht, denn Aivanhov war ja noch nicht einmal in der Lage, sich Gott, Jesus oder dem Heiligen Geist als reale Person zu nähern, denn er spricht von “der erhabensten Quintessenz der Gottheit” (Seite 93), so wie es ihm aus seinen Schmähschriften vermittelt wurde, aus denen er seine Informationen bezogen hatte. Was besonders schwer wiegt, ist die Umdeutung der brennenden Fackeln in eine rein okkulte Farbsymbolik. Damit führt er den Leser von der Anbetung und Verherrlichung unseres Dreieinigen Gottes weg und soweit auf Irrwege, dass es für bibelunkenntliche Menschen schwer ist, wieder zurück zur biblischen Wahrheit zu finden. Das nennt sich Seelenfängerei.
Die klassische theologische Auslegung dieser Bibelstelle und des Phänomens der sieben Feuerfackeln ist, dass hier der Heilige Geist in seiner Gesamtheit, in seiner vollkommenen Fülle beschrieben wird. Dazu finden sich in der Bibel mehrere Referenzstellen, z. B. in Offenbarung 1,4−5163Lesen Sie in Offenbarung 1,4−5: hier klicken↓ und als prophetische Schlüsselstelle Sacharja 4,2−6 im Alten Testament.164Lesen Sie in Sacharja 4,2−6: hier klicken↓ Hätte Aivanhov sich doch besser vorbereitet, er hätte sich nicht solch große Schuld seinen Lesern gegenüber aufgeladen.
Die biblische Symbolik im Bild des Heiligen Geistes als Feuerfackeln ist das typische Wirken des Geistes:
- Reinigung und Heiligung
Das Feuer verzehrt das Unreine und läutert die Gläubigen - Wahrheit
Der Geist bringt Wahrheit und leuchtet den Gemeinden den Weg - Gericht
Vor dem Thron brennen die Fackeln auch als Zeichen dafür, dass Gottes Geist die Herzen prüft und das kommende Gericht Gottes vorbereitet
Leider führt Aivanhov seine Leser weit weg von der Realität des Heiligen Geistes und der Dreieinigkeit unseres Gottes. Er benutzt dazu ein Zitat aus dem Sohar (Seite 93), um den christlichen Kern vollständig zu entleeren, und um ihn heimlich und unterschwellig mit seiner Kabbala und der frei erfundenen okkulten Naturphilosophie aufzufüllen. Hier muss auch aufgezeigt werden, dass die Siebenzahl, die in der Bibel oft verwendet wird, niemals für eine Zerstückelung oder Aufteilung verwendet wird, wie Aivanhov das mit den unterschiedlichen Farben praktiziert, sondern immer nur, um die Gesamtheit, Vollkommenheit und göttliche Perfektion auszudrücken.
Ich persönlich empfinde diese Stelle im Buch als eine Beleidigung und Lästerung des Heiligen Geistes. Waren denn die Jünger nicht durch den Geist, der über sie kam, in der Lage, Kranke zu heilen und ist es nicht der Heilige Geist, der zu Pfingsten über die Menschen gekommen ist?165Lesen Sie in Apostelgeschichte 2: hier klicken↓ Bitte, liebe Leser, werden Sie sich der Tragweite der Irrlehre bewusst, die Aivanhov versucht an seine Leser heranzutragen. Bitte wenden Sie sich vollständig von solchen Verdrehungen ab und wählen Sie Jesus Christus als Ihren Retter und Erlöser!
“Darum sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. Und wer ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zukünftigen.”
Schlachter 2000 – Matthäus 12,31−32 ↗
Die Heiligkeit Gottes und ihre Umdeutung zur Strahlkraft
Die “Heiligkeit” eines Menschen oder eines himmlischen Wesens ist bei Aivanhov eine Sache, die gut beleuchtet werden muss. Mit den Wörtern “Heiliger, Heiligkeit, Licht, Welt” versucht er auf Seite 98 und 99, eine “göttliche Sprache” zu suggerieren, in der das Wort selbst die Wahrheit beweisen würde. Dazu benutzt er einen sprachwissenschaftlichen Irrtum, der vom Leser nicht ohne Weiteres bemerkt werden kann. Wie schon mit der Figur Melchisedeks in Kapitel 3 ausführlich erklärt, stellt er mit wenigen Worten unfassbare und unhaltbare Thesen auf, die er dem Leser auftischt.
Aivanhov versucht, die Strophe “Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr, der Allmächtige, der da war und der da ist und der da kommt” für eine durch und durch antichristliche Darstellung zu benutzen. Er stellt auf Seite 98 die Frage:
“Warum besteht die größte Lobpreisung, die Geschöpfe an den Schöpfer richten können darin, seine Heiligkeit zu rühmen?”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 7, Seite 98
Seinen Erklärungen zur Folge, liege die Antwort darauf in den oben genannten Wörtern “Heiliger, Heiligkeit, Licht, Welt” , die in manchen slawischen Sprachen gleiche Entsprechungen haben. Der Heilige wird svetia genannt, die Heiligkeit svetost (indogermanische Wurzel kwen). Das Licht wird svetlina genannt und die Welt svet (urgermanische/indogermanische Wurzel ḱweyt).166Link zum Artikel “Reconstruction: Proto-Indo-European/ḱweyt” auf wiktionary.org: hier klicken↓ Diese rein äußerliche Ähnlichkeit der Wörter nutzt Aivanhov, um zu beweisen, dass der Messpegel für die Heiligkeit angeblich das Licht sei, obwohl die Wurzel der Wörter eine andere ist.
Er führt diese Wörter künstlich zusammen, um seine Behauptung zu untermauern, dass die Heiligkeit rein physisch mit dem Licht zu definieren sei. Auf diesem Weg kann ein Okkultist und Irrlehrer eine Bestätigung für seine Lügen herbeizaubern, man müsse sein Leben lang spirituell praktizieren, um genug Licht zu haben und um strahlen zu können.
Seine Schlussfolgerung, dass die Heiligkeit, die die vier lebendigen Wesen mit ihrem Gesang rühmen, die Menge an Licht sei, die Gott besitzt, ist in meinen Augen Lästerung. Es ist wieder klar zu erkennen, dass Aivanhov keinen Bezug zur Heiligkeit Gottes hat, denn sonst würde er über die Heiligkeit mit Ehrfurcht und Respekt sprechen. Stattdessen soll der Leser glauben, dass die eigentliche Qualität Gottes das Licht sei, das heißt Intelligenz und Weisheit. Hier müssen wir uns an 1.Mose 3,5 erinnern, als die Schlange der Eva versprach, dass “…eure Augen aufgetan werden, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist…”. Ja, sie sollen Intelligenz und Weisheit bekommen, wenn sie den Weg Satans einschlagen.
Aivanhovs künstliches Konstrukt, das auf einem sprachlichen Irrtum fußt, ist aus biblischer Sicht vollkommen abzulehnen. Die Heiligkeit Gottes ist für Menschen schlicht und einfach nicht mit Worten auszudrücken. Aivanhov reduziert die Heiligkeit Gottes auf die Tatsache, dass Er angeblich reines Licht sei und durch das Licht alles erschaffen hat. Aber für eine Beziehung eines Menschen zu Gott stellen diese Faktoren erst den Anfang dar. Gott ist für einen Gläubigen so viel mehr als nur reines Licht, dass es wieder nur peinlich wirkt, wie Aivanhov rein mechanisch versucht, Gott zu erklären.
Sehr viele Philosophen, Theologen, Kirchenväter und Reformatoren haben sich seit jeher mit dem Begriff der Heiligkeit Gottes auseinandergesetzt. Sie alle kommen mehr oder weniger zu dem Ergebnis, dass, wenn Gott vollkommen ist, er auch vollkommen heilig sein muss (z. B. Anselm von Canterbury).167Link zum Wikipedia-Artikel “Anselm von Canterbury”: hier klicken↓ Diese Sichtweise führt zu einer sofortigen Einsicht der unvorstellbaren, ja fast beängstigenden Größe und Allmacht unseres Gottes, die sich rational nicht erfassen lässt. Wer sich als Individuum diesen Gedanken nähert, fällt automatisch in eine Demut, denn die eigene Unfähigkeit und Sündhaftigkeit wird sichtbar.
Trotz der Tatsache, dass jeder Mensch in den Augen Gottes in erster Linie ein Sünder ist, bietet er uns vollkommene Vergebung an. Der Sohn Gottes, Jesus Christus, ist mit genau diesem Auftrag auf der Erde erschienen und hat sich, wie ein Lamm, für uns hingegeben. Vielleicht kann der Mensch am Beispiel Jesu am effektivsten erkennen, was Heiligkeit ist: vollkommene Makellosigkeit und absolute Freiheit von Sünde. Gott am eigenen Leib zu erfahren kann bedeuten, einerseits vor der erschreckenden Größe und Allmacht in reiner Ehrfurcht zu erstarren, andererseits von Ihm unwiderstehlich und vollkommen fasziniert und angezogen zu werden (z. B. Rudolf Otto, Mysterium Tremendum et Fascinans).168Link zum Artikel “Mysterium tremendum et fascinosum – erschreckend und faszinierend” – Universität Innsbruck: hier klicken↓
Aivanhovs okkulte Erklärungen laufen auf die unhaltbaren Versprechen hinaus, dass ein Schüler nur lange genug praktizieren und üben müsse, um so viel Licht anzusammeln, dass er leuchten könne wie Gott. Aber das ist ein großer Irrtum und ein Irrweg, aus dem es keinen Weg hinaus gibt. Wer auf die Falle der Selbsterhöhung und Selbstvergottung hereinfällt, die Aivanhov so scheinheilig präsentiert, schließt sich selbst von der Gnade aus, die nur von Jesus Christus gegeben werden kann und die die vollständige Befreiung seiner Sünden als Ergebnis hat. Liebe Leser, bitte kehren Sie dem Selbstbetrug noch heute den Rücken und geben Sie Jesus Christus eine Chance.
Wie das geht erfahren Sie hier.
Das bittersüße Buch und seine biochemische alchemistische Umdeutung
Im letzten Teil des siebten Kapitels trifft altes alchemistisches Wunschdenken auf einen weiteren antichristlichen Versuch, Jesus Christus einfach auszublenden, als wäre er überhaupt nicht vorhanden. Auf Seite 99 suggeriert Aivanhov im Plauderton, dass es Menschen gäbe, die durch ihre außergewöhnliche Entwicklung im Stande sein sollen, sich zur Sephira Kether zu erheben. Jedem Autor eines Sach- oder Fachbuches wäre es ein großes Anliegen, an einer solchen Textstelle einige Beispiele aufzählen zu können. Bei Aivanhov ist das etwas anderes. Wir suchen vergeblich nach Referenzen oder einer Namensliste. Er behauptet einfach:
“Um daher zur Sephira Kether Zutritt zu erhalten, muss man einen außergewöhnlichen Entwicklungsgrad erreicht haben. Sehr wenige Menschen sind bis dorthin gelangt, und selbst von denen, die dort hingelangt sind, konnten die meisten nicht wieder in ihren physischen Körper zurückkehren.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 7, Seite 99
Deshalb müssen wir uns selbst auf die Suche nach den Menschen machen, die vor Gott standen und vielleicht sogar wieder auf die Erde kamen. Fündig werden wir nur bei einer sehr kleinen Anzahl Menschen, die die Bibel beschreibt. Was mit diesen Leuten passiert, ist sehr außergewöhnlich und wundersam. Für einen Christen sollte es auch dabei bleiben, denn niemand von uns kann einen solchen Vorgang auch nur andeutungsweise erklären. In der Bibel werden diese Personen genannt:
- Johannes
Ihm geschieht eine “visionäre Translokation”, d. h., sein Geist wird vor den Thron Gottes entrückt oder erhoben, sein Körper blieb an Ort und Stelle. Seine Schau ist das Neue Jerusalem. Er kehrt in sein irdisches Bewusstsein zurück, denn er hat eine Aufgabe von Gott bekommen. - Henoch
Henoch wird in 1.Mose 5,24169Lesen Sie in 1.Mose 5,24: hier klicken↓ im Alten Testament beschrieben. Gott nahm ihn vollständig von der Erde und für ihn gab es keine Rückkehr. - Elia
Elia wird mitten im Gespräch mit Elisa in 2.Könige 2,11170Lesen Sie in 2.Könige 2,11: hier klicken↓ im Alten Testament durch einen feurigen Wagen mit feurigen Pferden in den Himmel aufgenommen. - Philippus
Philippus wird vor den Augen des äthiopischen Kämmerer vom Geist Gottes an einen anderen Ort (nach Asdod, heute Aschdod, hebr. אשדוד)171Link zum Wikipedia-Artikel “Aschdod”: hier klicken↓ versetzt. Hier liegt also eine wundersame Versetzung vor und keine Entrückung vor den Thron Gottes.
Die Bibel erwähnt zwei Personen, die im Körper entrückt wurden und lediglich Johannes, der im Geist entrückt wurde. Aivanhov deutet mit seiner Aussage aber an, dass es durchaus Menschen gäbe, die tatsächlich wieder auf die Erde kamen. Diese wenigen kamen nur dank einer besonderen “Medizin” wieder zurück, eines alchemistischen Schutzelements, ein geheimnisvolles Buch, das man essen muss. Das sind die Schlüsse, die der Leser ziehen muss, um aus dem verschwörerischen Kauderwelsch Aivanhovs etwas Vernünftiges hervorzubringen. Er deutet auch an, dass es diesen Menschen aus eigener Anstrengung gelungen sei, sich zu Gott zu erheben.
Diese Aussagen Aivanhovs halten schon den einfachsten Fragen nicht Stand und können nicht beantwortet werden:
- Wer sind diese Menschen,
- wo finden wir diese Menschen,
- welche Bücher oder Werke haben diese Menschen uns zum Ansporn hinterlassen,
- leben diese Menschen noch,
- kann man Beratungs-Termine mit diesen Menschen vereinbaren,
- usw.?
Nein, diese Menschen gibt es nicht. Die Vorstellung, sich aus eigener Anstrengung in eine sogenannte Sephira erheben zu können, entspringt einer Geisteskrankheit namens Okkultismus und ist Gift für die Seele derjenigen, die den Wunsch haben, zu Gott zu finden. Der direkte Weg zu Gott über das Gebet wird hier stillschweigend in einen Einweihungsweg umgewandelt, der angeblich viele Leben dauert.
Das ist geistlicher Missbrauch und muss aus christlicher und biblischer Sicht konsequent abgelehnt werden.
Das sagenhafte “Element zum Einnehmen”, das alchemistische Schutzelement, also das bittersüße Buch, das Johannes von dem Engel zu essen bekam, ist laut Aivanhov verantwortlich, dass sich der physische Körper während seiner Entrückung nicht auflösen kann (Seite100). Aus seiner Sicht ist das Buch wie eine Art Sonnencreme, die verhindert, dass man Verbrennungen erleidet. Diese Art Fehldeutungen sind im Okkultismus nicht selten zu beobachten. Entweder werden, wie hier in der Offenbarung, Elemente mit falschen Eigenschaften ausgestattet oder völlig frei erfunden. Zu erwähnen sind der Heilige Gral, der Stein der Weisen und das Elixir des Lebens.
Die klassische biblische Auslegung des bittersüßen Buches ist in zwei Ebenen zu finden und widerspricht in Allem der okkulten Darstellung Aivanhovs:
- Die Süße, die Freude am Wort Gottes
Der Kontakt mit der göttlichen Wahrheit, der Moment der Aufnahme, das „Schmecken“ der Wahrheit, das wird als “Süß wie Honig” beschrieben. Dies entspricht der Hoffnung, der Gnade und der Freude über das Verständnis des göttlichen Willens oder der Verheißung. Es ist die positive, nährende Qualität der geistigen Nahrung mit der Johannes in Berührung kommt. - Die Bitterkeit, die Last der Verantwortung und des Gerichts
Die Botschaft, die Johannes verkünden muss, enthält Gericht, Warnung und den Ruf zur Umkehr. Ein Prophet zu sein, der eine unbequeme Wahrheit gegen den Strom der Zeit und gegen Menschen und Könige ausspricht, ist schmerzhaft und führt zu Isolation, Verfolgung und Misshandlung.
Aivanhov an dieser Stelle zu widerlegen ist einfach. Er behauptet, dass das Buch angeblich eine Schutzfunktion haben und vor der völligen Auslöschung während einer Entrückung bewahren soll. Aber erstens isst Johannes das Büchlein erst in Offenbarung Kapitel 10,172Lesen Sie in Offenbarung 10: hier klicken↓ also sechs Kapitel nach der Beschreibung seiner Entrückung, und zweitens war Johannes gar nicht im Körper entrückt, sondern trat im Geist vor den Thron Gottes, was in Offenbarung 4,2173Lesen Sie in Offenbarung 4,2: hier klicken↓ nachgelesen werden kann. Aivanhov ist aber der Meinung, dass “das Element fähig ist, den physischen Körper zu erhalten” (Seite 100).
“Und sogleich war ich im Geist; und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 4,2 ↗
Überaus faszinierend ist die Tatsache, dass Aivanhov es schafft, auch in diesem Kapitel unseren Gott völlig unerwähnt zu lassen. Es ist wahr, dass sich das Kapitel laut seiner Überschrift mit den 24 Ältesten und den vier lebendigen Wesen beschäftigt, aber ich vermisse dennoch eine wenigstens kurze Erwähnung Jesu Christis, der sich auf seinem Thron vor den vier lebendigen Wesen und umgeben von den 24 Ältesten befindet. Doch auch hier, keine Spur, keine Silbe unserem Vater im Himmel geschuldet. Dieser Ausdruck der Arroganz und Ignoranz ist bemerkenswert. Was wir von Aivanhov bekommen, sind seine detaillierten Beschreibungen der Unwirklichkeit und der Erfindungen. Aber diese werden keinen einzigen Menschen retten, im Gegenteil.
Das Verschweigen der Anwesenheit Gottes in diesem Szenario gipfelt auf den Seiten 102–103 in der Ersetzung des Schöpfers mit seiner Schöpfung. Dort versucht Aivanhov den Leser davon zu überzeugen, dass der Mensch nicht ungestraft die Gesetze der Natur übertreten darf, weil diese dann mit einem Gegenangriff reagieren wird. An die Stelle des Schöpfers tritt die lebendige Natur, die scheinbar aus sich selbst heraus in der Lage ist, Angriffs- und Vergeltungsschläge gegen die Menschen zu planen und auszuführen.
“Die Natur ist keineswegs etwas Lebloses, Unempfindliches, mit dem man machen kann was man will. Jedes Mal, wenn die Menschen die Grenzen dessen überschreiten, was sie aushalten kann, geht sie zum Gegenangriff über.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 7, Seite 103
Auf Seite 103 wird vermittelt, dass der Leser und “Schüler” eine gute Beziehung zu den Engeln der vier Elementen aufrechterhalten sollte, um den großen Prüfungen zu entgehen. Man sollte sich angewöhnen, so Aivanhov, sich mit den Engeln der vier Elementen zu verbinden, um endlich den Zustand der Herrlichkeit und der Harmonie zu erreichen. Im Buch ist an dieser Stelle eine Anmerkung zu finden, die auf Band 13 der Reihe Gesamtwerke mit dem Titel “Die neue Erde – Anleitungen, Übungen, Sprüche, Gebete” verweist. Dort finden sich Gebete und Formeln, um die Elementarwesen und angeblichen Engel anzurufen und zur Hilfe bei der Reinigung und Harmonisierung zu bewegen. Aber Achtung! Hier werden ausnahmslos magische Formeln beschrieben, deren Gebrauch Gott in 5.Mose 18 verboten hat.
Weiter oben in Kapitel 3 im Abschnitt “Wegführen von der Buße und das Verschweigen der Bekehrung“174Link zum Absatz “Wegführen von der Buße und das Verschweigen der Bekehrung” hier auf dieser Webseite: hier klicken↓ habe ich von “primitiven fleischlich-okkulten Ritualen” gesprochen. Der Versuch Aivanhovs, Gott und Jesus Christus hier völlig unerwähnt zu lassen und stattdessen von der Leser- und Schülerschaft zu fordern, sich mit Engeln und Elementarwesen zu verbinden und sie anzubeten, ist genau so eine Situation. Den Menschen ist es nicht erlaubt, zu Engeln zu beten, wie weit entwickelt sie scheinbar sind und aus welcher Hierarchie sie stammen. Wir dürfen allein zu Gott und Jesus Christus beten.
“Und ich, Johannes, bin es, der diese Dinge gesehen und gehört hat; und als ich es gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir diese Dinge zeigte. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an!”
Schlachter 2000 – Offenbarung 22,8−9 ↗
Die permanente Aufforderung, zu den Engeln zu beten und sie sogar zu bitten, von ihnen aufgenommen zu werden (Band 13, Seite 101), ist reine Magie und schlimmster Götzendienst. Das ganze wird von Aivanhov noch mit einer guten Portion Aberglaube vermischt und dem Leser als Non plus ultra-Einweihungslehre teuer verkauft. Man muss sich fragen: Wenn Gott den Menschen verboten hat, Engel anzubeten, wird sich schwerlich ein Engel des Himmels finden lassen, der auf ein Gebet eines Menschen bereit ist, ihn zu reinigen, zu harmonisieren usw. Was für ein “Engel” wird das dann sein? Aivanhov beantwortet die Frage selbst: “Wenn es nicht vom Licht ist, kommt es aus der Dunkelheit”.
So wird die Leserschaft zu Magiern und Zauberern ausgebildet, die vergessen haben, wer hier wirklich die Fäden zieht und wer alleine angebetet und verherrlicht werden will: unser heiliger Gott, Jesus Christus. Wenn Sie glauben, das sei schon das Äußerste, was man den Menschen an Täuschung und geistlichem Missbrauch antun kann, dann seien Sie auf das nächste Kapitel gespannt. Es wird atemberaubend sein, und das im wahrsten Sinne des Wortes!
Kapitel 8: Das Buch und das Lamm
Das achte Kapitel läuft von Seite 105 bis Seite 109 und hat einen Umfang von nur 5 Seiten mit 875 Wörtern. Davon entfallen 279 für das Zitat aus Offenbarung 5, die Verse 1–9. Übrig bleiben 596 Wörter, die für den Versuch einer Darstellung der Offenbarung 5 verwendet wurden. Ein Versuch deshalb, weil Aivanhov es nicht schafft, auch nur annähernd an die biblische Bedeutung dieses Kapitels heranzukommen. Zum Segen aller Leser, die mit wachem Geist und offenen Augen dieses Kapitel lesen, verwendet Aivanhov hier eine weitere Schmähschrift, die ihn sofort entlarvt und disqualifiziert, Menschen im geistlichen Sektor unterrichten und führen zu dürfen.

Für das Zitat der Verse 1–9 wurde vermutlich die Lutherbibel 1912 verwendet. Allerdings ist der Bibeltext stark verändert und der Satzbau abgeändert.175Lesen Sie die Offenbarung 5 aus der Lutherbibel 1912 auf die-bibel.de: hier klicken↓ Aus diesem Grund liest sich das Zitat holprig und schafft wegen der Verwendung von nicht gängigen Begriffen Verwirrung. Erklärung verlangt z. B. das Wort “erwürgt”, das auf den Seiten 105 und 106 vorkommt. Luther hat dieses Wort gebraucht, um unmissverständlich klar zu machen, dass der Opfertod Jesu am Kreuz nicht etwa ein Schlachten wie bei einem Metzger darstellt, sauber und schnell, sondern die maximale körperliche Brutalität beinhaltet.
Lesen Sie Offenbarung 5,1−9 hier aus der Schlachter 2000.176Link zum Wikipedia-Artikel “Schlachter-Bibel”: hier klicken↓ Ich persönlich bevorzuge die Schlachter177Link zur Seite “Schlachter Bibeln im SCM-Shop”: hier klicken↓ wegen ihrer Treue zum Urtext und ihrer gut lesbaren und seelsorgerlich verwendeten Sprache.
Das Lamm ist würdig, das versiegelte Buch zu öffnen
1 Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, innen und außen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt. 2 Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? 3 Und niemand, weder im Himmel noch auf der Erde noch unter der Erde, vermochte das Buch zu öffnen, noch hineinzublicken. 4 Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hineinzublicken.
5 Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen! 6 Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet; es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde. 7 Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß.
Die Anbetung des Lammes
8 Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. 9 Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen,
Schlachter 2000 – Offenbarung 5,1−9 ↗
Wahrheit und Lüge gehen nicht miteinander
Kapitel 8 wäre eigentlich schnell rezensiert. Es beginnt, wie viele andere Kapitel in diesem Buch auch, mit einer Behauptung, die vom christlichen und biblischen Standpunkt aus betrachtet, eine Lüge ist. Hinzuweisen, dass auch hier wieder eine Vermischung von Bibeltexten mit okkulten Schriften betrieben wird und dass dies eine Hinzufügung zur Heiligen Schrift darstellt, die Jesus Christus verboten hat, würde ausreichen, um dieses Kapitel zu schließen. Aber, liebe Leser, hier geschieht etwas weit Größeres, Krankeres und Unverschämteres, das ich Ihnen Satz für Satz aufzeigen werde.
Um die Willkür und Widersprüchlichkeit in Aivanhovs “geistiger Lehre” zu verstehen, müssen wir uns zu Beginn des achten Kapitels auf die Kernaussage des dritten Kapitels im Abschnitt “Endlich offenbart: Melchisedek ist der Schöpfer“178Link zu Kapitel 3, Absatz “Endlich offenbart: Melchisedek ist der Schöpfer” hier auf dieser Webseite: hier klicken↓ erinnern. Dort behauptet Aivanhov hypnotisch, dass es der Priester Melchisedek gewesen sei, der vor Johannes in seiner Offenbarung erschienen ist und der zu ihm sagte: »Ich bin Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.« Hier fand der Austausch Jesus gegen Melchisedek statt und wurde als okkulte Wahrheit in Aivanhovs “geistiger Lehre” fest zementiert.
Bemerkenswert kühn ist die Aussage in den ersten beiden Absätzen auf den Seiten 106 und 107. Dort wird versucht, dem Leser das falsche Bild aufzuzeigen, dass die Visionen Johannes innerhalb des kabbalistischen Lebensbaums stattgefunden habe. So erklärt Aivanhov, die Vision aus Offenbarung 4 enthülle die Sephirot Kether und Binah, die Vision des geschlachteten Lammes, das das versiegelte Buch zu öffnen vermag, führe den Leser in die Sephira Chokmah ein.
“…dass es als einziger würdig sei, das Buch zu öffnen, diese Vision führt uns ein in die Mysterien der Sephira Chokmah, der zweiten Sephira.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 8, Seite 106
Der Versuch, die Offenbarung anhand des kabbalistischen System zu deuten, reduziert die Komplexität der Geschehnisse im Himmel auf ein irdisch-menschliches Konstrukt ohne Geist. Die Kabbala kann nur rein verstandesmäßig begriffen werden, sie kann studiert und mit vielen Worten ausgeschmückt werden, wie wir bei Aivanhov sehen. Aber damit verlassen wir die göttliche Vision und sind in rein physischen Bereichen angekommen. All die Größe der Geschehnisse in der Offenbarung verlieren ihren Glanz und werden reduziert und so verpackt, dass es “geistige Meister” und “Eingeweihte” braucht, um sie entschlüsseln zu können. Das ist geistlicher Missbrauch an der Menschheit. Die Bibel und die Kabbala sind nicht zu vereinen.
Verwirrung: Jesus Christus oder Melchisedek?
Auf Seite 107 versucht Aivanhov, den Christus als den Urheber der Welt zu beschreiben. Völlig anders wurde uns aber in Kapitel 3 derjenige beschrieben, der angeblich das WORT sei, nämlich der, der wiederholt sagte, dass er Alpha und Omega sei, nach Aivanhovs okkulter Darstellung also Melchisedek. Aber es ist nicht klar, wen er in diesem Abschnitt wirklich meint, denn er verzichtet vollständig auf den Namen Jesus. Er spricht nur von Christus, nie von Jesus Christus. Zusätzlich fallen Begriffe wie “kosmisches Alphabet”, “Aspekt des Lammes” und “andere Darstellung Christi”.
Der erste Absatz auf Seite 107 enthüllt uns, wie primitiv Aivanhov als Stellvertreter der sogenannten Eingeweihten und Kabbalisten die Welt wahrnimmt. Zwar mögen diese Menschen von Gott, Christus, Liebe, Herz und Brüderlichkeit sprechen, aber sie haben nur intellektuell Zugang zu diesen Bereichen. Nur Menschen, die keine Beziehung zu Gott haben, müssen über Hilfsmittel und Konstrukte, die die Ebene des Physischen nie verlassen können, über geistige Dinge sprechen. Dieser Abstand zu Gott wird auch durch die ständigen Erniedrigungen verdeutlicht, die sich in diesem Buch von der ersten bis zur letzten Seite ziehen.
Einerlei, wen Aivanhov nun wirklich meint, ob Jesus Christus, unseren Gott und den wahren Erschaffer dieser Welt, oder seine Alibi-Figur, den Priester Melchisedek, er schafft Verwirrung und Unsicherheiten beim Leser und bedient sich zudem noch okkulter und äußerst suspekter Hilfsmittel, die nicht mit der Bibel in Einklang zu bringen sind. Der Christus, das ist Jesus Christus, er ist Gott und Schöpfer, nicht Melchisedek oder gar die Sonne als Symbol Christis. Ich bitte Sie, liebe Leser, nicht in die Richtung, die Aivanhov vorgibt, weiterzudenken. In diesen Gedanken finden Sie nur Zwietracht und Gottferne. Bitte halten Sie sich an die Bibel, die alle Fragen beantworten kann.
“Er hat uns errettet aus der Herrschaft der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe, in dem wir die Erlösung haben durch sein Blut, die Vergebung der Sünden.
Die Herrlichkeit und das Erlösungswerk des Sohnes Gottes.
Dieser ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene, der über aller Schöpfung ist. Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: Alles ist durch ihn und für ihn geschaffen; und er ist vor allem, und alles hat seinen Bestand in ihm. Und er ist das Haupt des Leibes, der Gemeinde, er, der der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der Erste sei.”
Schlachter 2000 – Kolosser 1,13−18 ↗
Der gehörnte Moses – Il Mosè cornuto
Der letzte Absatz auf Seite 107 läuft über 6 Zeilen und beinhaltet eine weiter Fehldeutung Aivanhovs, die hier berichtigt werden muss. An diesem Beispiel ist sehr schön zu sehen, dass es wohl keine einzige Bibelstelle oder Situation gibt, die nicht von den Okkultisten für ihre primitiven Zwecke missbraucht wird. Leider nehmen die Leser Aivanhovs Beschreibungen solcher Art, wie wir sie in diesen wenigen Zeilen vorfinden, als absolute Wahrheit an, die nicht überprüft werden muss – kommt sie doch aus dem Mund eines großen Eingeweihten. Damit schnappt die Falle zu und eine weitere Entfernung zur biblischen Wahrheit prägt sich ein. Der Leser dieses Buches ist anschließend der Meinung, sattelfest im Geistigen zu sein und die Wahrheit zu besitzen, aber weit gefehlt!
Aivanhov behauptet auf Seite 107, dass die sieben Hörner auf dem Haupt des Lammes, die sieben Strahlen seien, denn von seinem symbolischen Standpunkt aus, würden die Hörner “das Licht” darstellen. Das ist natürlich nicht wahr, denn die sieben Hörner werden seit jeher in der klassischen Auslegung und der hebräischen Prophetie als Stärke, Macht und königliche Autorität beschrieben. Bildlich kann man sich das gut verdeutlichen, denn ein Tier mit Hörnern ist wehrhaft und sogar dominant. Die Zahl Sieben wird hier verwendet, weil damit, wie wir weiter oben schon gesehen haben, die göttliche Vollkommenheit ausgedrückt wird.
Im Lamm, das als geschlachtet in Offenbarung 5 beschrieben wird, konzentriert sich die gesamte Kraft Gottes und zeigt mit Jesus Christus, der scheinbar aus Schwäche ans Kreuz geschlagen wurde, die vollkommene und unbesiegbare Macht Gottes. Jesus ist kein Opfer, sondern opferte sich für uns, um uns aus der Finsternis zu retten. Jesus Christus ist der Sohn Gottes, dessen Macht, Gerechtigkeit und Vollkommenheit keine Grenzen kennt. Dazu gäbe es noch viel mehr zu sagen, aber Aivanhov verschweigt alle diese Fakten und führt seine Leser in seinen unvollkommenen und geistesgestörten Okkultismus, der keiner Prüfung standhält.
Im letzten Satz auf Seite 107 beschreibt Aivanhov einen uralten Irrtum, der Sophronius Eusebius Hieronymus179Link zum Wikipedia-Artikel “Hieronymus (Kirchenvater)”: hier klicken↓ bei seiner Übersetzung der Bibel180Link zum Wikipedia-Artikel “Vulgata”: hier klicken↓ unterlaufen war. Auf eine Aufklärung oder wenigstens eine Beschreibung der realen Tatsachen hoffen wir bei Aivanhov aber vergeblich. Er schreibt:
“Darum sind Moses und andere Eingeweihte mit Hörnern dargestellt worden.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 8, Seite 107

Jörg Bittner Unna, CC BY 3.0
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Die Quelle der falschen Darstellung Mose liegt im 2. Buch Mose, Kapitel 34, in den Versen 29–35. Dort wird beschrieben, wie Mose strahlte, als er vom Berg Sinai herunterstieg. Mose hatte auf dem Berg Sinai die 10 Gebote erhalten, die Worte des Bundes.181Lesen Sie in 2.Mose 34,29: hier klicken↓
Hieronymus übersetzte bei seiner Arbeit das an dieser Stelle verwendete Wort “qāran”, hebr. קָרַן, was “strahlen” oder auch “glänzen” bedeutet, mit “gehörnt”. Dieser Fehler entstand, weil “qāran” im Hebräischen sowohl “Strahl” als auch “Horn” bedeuten kann.
Von einem Bibel- und Weisheitslehrer, einem “geistigen Meister” und einem großen “Eingeweihten”, als den Aivanhov sich darstellt, erwarte ich, dass diese kleine Anekdote wenigstens am Rand erwähnt wird. Leider wird der Leser auch an dieser Stelle bitter enttäuscht. Stattdessen missbraucht Aivanhov auch diese kunstgeschichtliche Tradition mit den Hörnern statt Strahlen für seine kabbalistisch geprägte Umdeutung der Bibel.
Er beschreibt Mose auch als “Eingeweihten”, was dieser mit Sicherheit aber nicht war. Mose sprach mit Gott direkt und war eines seiner perfektesten Werkzeuge, aber ein “Eingeweihter” kämpft sich sein Leben lang durch eine erdichtete Symbolik weitab von der Wahrheit Gottes – und ist nicht in der Lage, ein reales Bild von Gott zu vermitteln.
Die Liebe ist der Zement?
Inhalte wie im ersten Abschnitt auf Seite 108 sind hauptverantwortlich dafür, dass eine okkulte Irrlehre, die in krassem Gegensatz zur Heiligen Schrift steht, so begierig von der Leserschaft aufgenommen wird. Egal, was die Kernaussage eines Textes eines selbsternannten “Eingeweihten” oder “geistigen Meisters” ist, es müssen nur genug Wörter wie Liebe, Schöpfung, Schöpfer, Unermesslichkeit, Christus, Geist der Liebe usw. verwendet werden, um die Akzeptanz vom Leser zu erhalten. Diese Schlagwörter sind es, die im Langzeitgedächnis hängen bleiben, der Rest wird vergessen. Dieser Erfahrung habe ich mehrfach mit Mitgliedern von Aivanhovs okkulter Einweihungssekte machen dürfen, die Videos mit primitivsten Aussagen ins Internet hochgeladen haben.
In den 16 Zeilen des Absatzes finden wir das sinn- und bedeutungslose Gerede eines Verführers wieder, der versucht, die Liebe und das Universum anhand seines primitiven okkulten Verständnisses der Welt zu erklären. Aivanhov verlässt hier die biblische und göttliche Dimension der Liebe, die im Alten und Neuen Testament genau beschrieben wird. Aber nicht nur das: er möchte dem Leser Glauben machen, dass es nötig sei, sich vorstellen zu können, wie die Liebe die ganze Schöpfung, bis hinab zu den Steinen und Molekülen, durchdringt. Damit führt er den Leser von der wahren Liebe weg und versucht, sie mit der Hilfe seiner Bildsprache im Grobstofflichen, im Materiellen, in den Steinen und sogar im Universum zu verankern.
Aber das ist ein Bereich der Schöpfung, in dem der Mensch nichts verloren hat. Wir sind keine Schöpfer, wie Aivanhov und andere Okkultisten uns weismachen wollen, wir sind Menschen, deren primäre Aufgabe es ist, zurück zu Gott zu finden und in Demut und Dankbarkeit zu leben. Das perfide Vorgehen eines Verführers kann in diesem Abschnitt sehr gut beobachtet werden: Die ersten beiden Sätze beschäftigen sich scheinbar mit Christus, der das göttliche Lamm ist, mit dem Geist der Liebe, mit der Liebe des Lammes, die die Grundlage der Schöpfung ist und mit dem Blut des Lammes, das die Materie durchdringt.
Mit diesen Begriffen, die sich Aivanhov aus der Bibel aneignet, wird der Leser in Sicherheit gewogen. Aber schon im dritten Satz führt Aivanhov den Leser vom “Geist der Liebe“182Lesen Sie in 2.Timotheus 1,7: hier klicken↓ weg und hin ins unvorstellbare Universum. Seine Beschreibung von den Steinen und den Planeten zeigt deutlich, dass Aivanhov selbst nichts von der Liebe weiß, denn sonst hätte er ein anderes Beispiel verwendet, aber keine leblosen Steine beschrieben, die umgeben und durchdrungen von Liebe sein sollen.
Mit dem letzten Satz in diesem Abschnitt wird auch klar, wo der Ursprung solcher Gedanken liegt, wie Aivanhov sie seiner Leserschaft aufbürdet: “…und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!”.183Lesen Sie in 1.Mose 3,5: hier klicken↓ Bei der Schlange, die im anderen Gewand ihre uralte Leier wiederholt. Zu erkennen, was Gut und was Böse ist, heißt zwangsläufig, sich ununterbrochen bis ins kleinste Detail, bis zu den Molekülen mit der Schöpfung auseinanderzusetzen und sie zu studieren. Hier springen dann die Verführer ins Feld und bieten unendliche Möglichkeiten mit ihren Schulen, Gemeinschaften und Einweihungen. Aber damit führen sie die Menschen von Gott und ihrer Errettung weg. Die Menschen verlieren sich in der Schöpfung.
Der Leser der Bibel findet viele Stellen, in denen sich die Liebe ausdrückt. Klar und deutlich kann den Versen, den Kapiteln und den Geschichten in der Bibel die Bedeutung der Liebe entnommen werden. Die Bibel entführt die Leser nicht in ein weitgehend unbekanntes und unbegreifliches Universum oder bis hinein in die tote Materie wie die Steine, um die Liebe zu beschreiben. Die Liebe wird in Episoden beschrieben, die jeder Mensch verstehen und aufnehmen kann. Anhand dieses Beispiels zeigt sich wieder das gigantische Bollwerk, das die Heilige Schrift darstellt und wegen ihrer Wahrhaftigkeit, Größe und Tiefe keine Konkurrenz hat.
Im Alten Testament gibt es zwei Begriffe, die das Fundament der Liebe beschreiben:
- Chesed (חֶסֶד)
Die Gnade, die Barmherzigkeit und die Güte. Chesed184Link zum Artikel “Chesed” Jüdische Allgemeine: hier klicken↓185Link zum Wikipedia-Artikel “Chesed”: hier klicken↓ bedeutet in seinem innersten Kern “Bundestreue”. Die Achtung der Gesetze und die Hingabe zu Gott stehen hier an erster Stelle. Von der Seite Gottes sieht man im Alten Testament vorwiegend seine Treue zu seinen Versprechen, zu seinem geschlossenen Bund, auch wenn die Erfüllung der Versprechen für unsere menschlichen Empfindungen manchmal lange dauerten. Gott steht zu seinen Versprechen, selbst wenn der Mensch untreu wird. - Ahava (אַהֲבָה)186Link zum YouTube-Video “Ahawah – Liebe” bible project: hier klicken↓
Eine allgemeinere Form der Liebe. Ahava umfasst die emotionale Zuneigung, von der Liebe zwischen Paaren, Eltern und Kindern, über die tiefe Freundschaft wie z. B. zwischen David und Jonatan, und bis hin zur leidenschaftlichen Liebe zwischen Mann und Frau.
Das Neue Testament drückt die Liebe in diesen Dimensionen aus:
- Agape
Die bedingungslose, opferbereite und selbstlose Liebe. Diese Art Liebe fragt nicht danach, ob der andere sie verdient hat. Es ist die Liebe, mit der Gott den Menschen begegnet und die Christen untereinander zeigen sollen. Diese Liebe zu geben beruht auf einem Willensentschluss. - Philia
Freundschaftsliebe. Sie beschreibt die tiefe Verbundenheit, gegenseitige Wertschätzung und Loyalität zwischen Freunden oder Familienmitgliedern. Sie beruht auf Gegenseitigkeit.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Bibel die Liebe nicht die Materie durchdringend beschreibt, sondern immer von Gott zu Mensch, von Mensch zu Gott und vom Menschen miteinander. Die Materie ist eine Schöpfung, sie ist nicht liebend, sie ist durch das Wort Gottes ins Dasein gerufen worden. Die leblose Materie ist ein Zeuge von Gottes Herrlichkeit und Liebe. Sie ist von Gottes Geist erschaffen und wird von ihm erhalten, muss aber nicht nochmals von seiner Liebe durchdrungen werden. Diese Ansicht vertreten Okkultisten und Theosphen, nicht aber die Bibel.
Das Hohelied der Liebe
Wenn ich in Sprachen der Menschen und der Engel redete, aber keine Liebe hätte, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. Und wenn ich Weissagung hätte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis, und wenn ich allen Glauben besäße, sodass ich Berge versetzte, aber keine Liebe hätte, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe austeilte und meinen Leib hingäbe, damit ich verbrannt würde, aber keine Liebe hätte, so nützte es mir nichts!
Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe beneidet nicht, die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf; sie ist nicht unanständig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu; sie freut sich nicht an der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles.
Schlachter 2000 – 1.Korinther 13 ↗
Rasiel, Erzengel von Chokmah
Der zweite Absatz auf Seite 108 bespricht in kurzen sechs Zeilen die Überlieferung, dass Erzengel Rasiel187Link zum Wikipedia-Artikel “Raziel”: hier klicken↓ (auch Raziel geschrieben) dem Adam nach dem Sündenfall ein Buch übergeben haben soll, das die Geheimnisse der Schöpfung beschrieb. Dieses Buch soll ihm aber wieder genommen worden sein. Scheinbar sei die Kabbala der Versuch, die Geheimnisse dieses Buchs wiederzufinden.
“…Eine Überlieferung berichtet, dass Erzengel Rasiel, der Erzengel von Chokmah, Adam das Buch mit den Geheimnissen der Schöpfung anvertraut hat…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 8, Seite 108
In diesem Absatz fallen mehrere Unglaubwürdigkeiten zusammen, die wir alle beleuchten müssen. Aivanhov spricht hier wieder von einer Überlieferung. Wie bei den bisherigen “Überlieferungen” die wir in dieser Rezension kennengelernt haben, handelt es sich auch hier um eine okkulte und antichristliche Schmähschrift. Sie hat den Namen “Sepher Raziel HaMalach“188Link zum Wikipedia-Artikel “Sepher Raziel HaMalach”: hier klicken↓ und wird ins 13. Jahrhundert datiert. Angeblich soll sie aus dem literarischen Zirkel um König Alfons X189Link zum Artikel “Kulturelle Lichtgestalt mit Schattenseiten” – Universität Bonn: hier klicken↓ stammen und eine Zusammenstellung wesentlich älterer Texte sein.
Das Sepher Raziel HaMalach ist ein sogenanntes “Grimoire”,190Link zum Wikipedia-Artikel “Grimoire”: hier klicken↓ ein Zauberbuch, also ein Buch mit magischem Wissen. Diese Tatsache wird der Grund dafür sein, dass der Name der Überlieferung dem Leser vorenthalten wird. Ich vermute, dass einige Leser, die mit dem Namen Sepher Raziel HaMalach und der Tatsache konfrontiert würden, dass das ein Zauberbuch ist, das Buch zuschlagen und es vernichten würden, denn Gott verbietet in 5.Mose 18 die Zauberei.
Bezeichnenderweise wirft Aivanhov diesen Abschnitt scheinbar zufällig und nur zur allgemeinen Information in das achte Kapitel. Aber allein die Erwähnung eines antichristlichen Textes,191Link zum Wikipedia-Artikel “Liste magischer Schriften”: hier klicken↓ der nicht nur Gott lästert, sondern auch die Heilige Schrift und ihre Handlungsträger und Protagonisten, erlaubt uns an dieser Stelle eine klare Einschätzung des “geistigen Meisters” und “großen Eingeweihten Omraam Mikhael Aivanhov”. Das biblische Offenbarungswort lehnt magische Praktiken strikt ab, Aivanhov führt seine Leser mit der Sepher Raziel HaMalach aber genau dorthin, zu einem esoterischen Schlüssel, der scheinbar die Geheimnisse Gottes entziffern kann.
Deshalb bezeichne ich Omraam Mikhael Aivanhov als Verführer.
Auf welch wackeligen Beinen die Schmähschriften stehen, die Aivanhov verwendet, zeigt eine kleine Episode aus der Sepher Raziel HaMalach: Angeblich sollen die Cherubim mit Gottes Entscheidung, Adam dieses Buch für seine Rettung zur Verfügung zu stellen, nicht einverstanden gewesen sein, haben es von Adam gestohlen und in die Tiefen des Meeres geworfen. Was für ein Chaos wäre im Himmel und direkt um den Thron Gottes, wenn sich irgendwelche Engel über das Wort Gottes setzen würden und seinen Anweisungen nicht gehorchen und sie sogar umkehren würden? Das hat nur ein Engel gewagt, und der hat sofort bitter dafür bezahlt.192Lesen Sie in Jesaja 14,12: hier klicken↓193Lesen Sie in Lukas 10,18: hier klicken↓
Es ist sehr beunruhigend und erschreckend zu sehen, in welch freundlichem Plauderton Aivanhov seine okkulten Phantasiegeschichten als biblische Wahrheit an seine Leser und “Schüler” verkauft. In der ganzen Bibel ist nicht ein einziges Mal die Rede eines Erzengels namens Rasiel oder Raziel. Nirgends, weder im Alten noch im Neuen Testament finden wir eine Beschreibung einer Sephira Chokmah aus dem Sephirothbaum, dem Lebensbaum. Mit keiner Silbe wird in der Bibel eine Übergabe eines Buches an Adam beschrieben. Die Erzählung von Adam und Eva endet in der Genesis nach ihrer Vertreibung aus dem Garten Eden.
Bitte, liebe Leser, lehnen Sie die Literatur Aivanhovs und die Schmähschriften, die er für seine “Einweihungslehre” verwendet, vollständig ab. Wie Sie sehen konnten, gab es in den acht Kapiteln, die wir bisher untersucht haben, nicht einen einzigen Absatz, der nicht mit haarsträubenden Lügen durchzogen war und aus dem antichristlichen Geist Satans stammt. Der Okkultismus194Link zum YouTube-Video “Unglaube, Aberglaube und Okkultismus – Wilhelm Pahls”: hier klicken↓ mag in hehrem Gewand als lückenfüllende Wahrheit zur biblischen Geschichtsschreibung daherkommen, seine eigentliche Aufgabe ist es aber, Sie von Gott, Jesus Christus und dem Heiligen Geist wegzuführen. In der Kunst der Verführung ist Aivanhov ein Meister, das muss man ihm lassen.
Das Lüften des Schleiers der La Papesse – Das Buch
Wie schon in Kapitel 2 im Absatz “Die Offenbarung des Johannes – Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?” ↗ beschrieben wurde, dass die Offenbarung nur durch das sogenannte überlieferte Einweihungswissen entschlüsselt werden kann, führt Aivanhov auch in den letzten Absätzen des achten Kapitels seine Leser in die Tarot-Karten, in den Götzendienst. Wie wir im dritten Kapitel im Absatz “Phantastereien über Jesu “verlorene Jahre” und mehr” ↗ im Abschnitt “Agartha” gesehen haben, glaubt Aivanhov, dass die Zigeuner aus Agartha vertrieben worden sind und ihr “Wissen”, z. B. das Tarot, von diesem unterirdischen Reich mitgebracht haben.
Die Aufzählung auf Seite 108 macht dem Leser nochmals deutlich, dass die Alchimie, Astrologie, Magie, Kabbala und sogar die Tarot-Karten das überlieferte Einweihungswissen darstellen, das scheinbar benötigt wird, um die Geheimnisse der Offenbarung zu entschlüsseln. Laut Aivanhov sei das Tarot die Zusammenfassung eines Jahrtausende alten Wissens, das angeblich benötigt wird, um die Gleichnisse der Offenbarung zu interpretieren.
An vielen Stellen dieser Rezension habe ich aufgedeckt, dass die Aussagen Aivanhovs nicht der Wahrheit entsprechen. Das kann ich für diesen Textabschnitt nur wiederholen. Es ist nicht wahr, dass es einer okkulten Irrlehre bedarf, um die Gleichnisse der Offenbarung zu interpretieren und zu verstehen. Eine Bibel, durchgelesen und durchgearbeitet, reicht völlig aus, um hinter die wahre Bedeutung und “Geheimnisse” der Verse und Gleichnisse zu kommen.
Seite 109 soll den Leser zur ultimativen Klärung der Frage führen, was denn eigentlich “das Buch” sein soll, das das Lamm aus der rechten Hand Gottes genommen hat. Aivanhov versucht diese Frage anhand der zweiten Tarot-Karte, der “Hohepriesterin“195Link zum Wikipedia-Artikel “Die Hohepriesterin”: hier klicken↓ zu klären, denn diese hält ein geöffnetes Buch auf ihren Knien. Diese Karte wird mit dem Titel “La Papesse” beschrieben, was übersetzt “Die Hohepriesterin” heißt. Ungeachtet dessen wird im Buch durchgehend die Bezeichnung “Die Priesterin” verwendet.
Aivanhov beschreibt die Karte mit einem Mix aus kabbalistischem Wissen und den Erklärungen des Tarot. Er sagt z. B., dass das geöffnete Buch der Ausdruck der Dualität und die Ziffer Zwei sei (Seite 109). Dies sei die Eins, die sich ja einmal positiv und einmal negativ polarisiert hat, um sich schlussendlich als Zwei manifestieren zu können.
Seine Auflösung dieses “Geheimnisses” ist, dass die Priesterin die “Mutter Natur” sei und das Buch eine Zusammenfassung darstelle, also “die Natur”, “die kosmische Frau”, “Isis” sei und nur ein Eingeweihter würdig ist, ihren Schleier zu lüften, um die Mysterien zu entziffern (Seite 109).

Oswald Wirth 1889, Public domain,
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Allein mit der wiederholten Aufzählung des benötigten Wissens auf Seite 108 stellt Aivanhov klar, dass er aus christlicher und biblischer Sicht nicht ernst zu nehmen ist und entweder keine Kenntnis von den Geboten Gottes, vom Gesetz hat, oder es ihm gleichgültig ist, diese Gebote einzuhalten oder nicht. Völlig ungeniert führt er seine Leser und “Schüler” in den Götzendienst und stellt somit sicher, dass die bedauernswerten Seelen, die nicht hinter seine Scharade kommen und im Hochmut des “Wissens” schwelgen, für ewig in Schmach und Schande in der Finsternis gefangen sein werden.
Bitte, liebe Leser, glauben Sie mir nicht, prüfen Sie selbst anhand der Bibel, wie weit in der Gottlosigkeit Aivanhov stecken muss, damit er fähig ist, seine Leser- und Schülerschaft auf dem Pfad des Götzendienstes in die Finsternis zu führen. Vielleicht dient Ihnen diese Bibelstelle als Hilfe, um zu verstehen, was für ein Verbrechen Okkultisten und Verführer wie Aivanhov, Steiner, Blavatsky und andere an der Menschheit begehen:
“…und aller Verführung der Ungerechtigkeit bei denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum wird ihnen Gott eine wirksame Kraft der Verführung senden, sodass sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt haben, sondern Wohlgefallen hatten an der Ungerechtigkeit.”
Schlachter 2000 – 2.Thessalonicher 2,10−12 ↗
Die “Liebe zur Wahrheit”, damit ist die Liebe zu Jesus Christus gemeint, denn er sagte in einem seinem berühmtesten Zitat in Johannes 14,6: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!” Jesus ist die Wahrheit! Wir kommen dieser Wahrheit näher, indem wir die Bibel lesen, die Heilige Schrift, Gottes lebendiges Wort. Damit kommen wir auch in das Verständnis der Bibelverse und den Gleichnissen. Wer die Bibel liest, braucht keine Irrlehren wie die Alchemie, die Kabbala, die Astrologie und das Tarot. Er wird sofort und augenblicklich all diese Dinge als Irrlehre und Versuchungen des Teufels identifizieren können.
Davor haben die Verführer, die Meister und die Eingeweihten Angst und das ist der Grund, warum Aivanhov so hypnotisch seine Lügen herunterleiert und dem Leser ständig weismachen will, dass er die Bibel ohne Studium seiner Irrlehren nicht verstehen würde. Bitte zählen Sie selbst die Wiederholungen und Aufzählungen von falschen Behauptungen und Tatsachen, die Sie mit einer Bibel herausfinden und widerlegen können. Erstaunlich, wie gut und effizient Aivanhovs Methode funktioniert, unhaltbare Thesen aufzustellen und sie seinen Lesern und “Schülern” als absolute Wahrheit zu verkaufen.
Um dieses Thema und auch das Kapitel 8 abzuschließen, liste ich hier in Kurzform die klassische Auslegung dieser Bibelstelle auf. Allein für Offenbarung 5 könnten Hunderte Bücher geschrieben werden, so tief und bedeutend ist dieses Kapitel. Ich konnte für Offenbarung 5 54 Referenzstellen in der Normalausgabe der Bibel finden, wieviel mehr müssen es in der Studienbibel sein?
Das Buch
Das Buch, dass Jesus würdig ist zu öffnen, ist Gottes finaler Plan für die Menschheitsgeschichte. Es ist Gottes Souveränitätsurkunde und der Ablaufplan für das Ende der Welt. In den nachfolgenden Kapiteln werden die Öffnungen der sieben Siegeln beschrieben, die sieben Posaunen und die sieben Zornschalen. Anschließend die Endereignisse und abschließend das Neue Jerusalem.196Link zum Artikel “Inhalt der Johannesoffenbarung”: hier klicken↓
Der Inhalt
Im Buch steht geschrieben, wie das Böse gerichtet, die Schöpfung erneuert und Gottes Herrschaft endgültig auf der Erde aufgerichtet wird. Aber erst durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi wird dieses Ereignis in Gang gesetzt. Das sind die rechtlichen und moralischen Voraussetzungen, um die Weltgeschichte fortzuschreiben.197Link zum Artikel “Bibellese – kurze Erläuterungen zu Offenbarung 5”: hier klicken↓
Innen und außen beschrieben
In der Antike wurden im römischen und jüdischen Recht die wichtigen Verträge auf Rollen geschrieben. Innen wurde der Vertragstext aufgesetzt, außen wurden die Zeugenunterschriften gelistet. Das Buch, besser übersetzt als Buchrolle (gr. “biblion”), stellt die Besitzurkunde für diese Welt dar, und sie war und ist in den Händen des Vaters und des Sohns. Jesus tritt als der göttliche “Löser“198Link zum Artikel “Löser / Loskauf”: hier klicken↓ auf, der durch sein Blut den Kaufpreis bezahlt hat und nun den Anspruch auf sein Eigentum geltend macht.
Dass das Buch, die Buchrolle, innen und außen beschrieben ist, bedeutet auch, dass Gottes Plan absolut vollständig ist. Es gibt nichts mehr hinzuzufügen, keine Nachträge und keinen Platz für menschliche Willkür und okkulte Umdichtung. Alles ist bis ins letzte Detail beschlossen.
Versiegelt mit sieben Siegeln
In Daniel 12,4 finden wir im Alten Testament die Referenzstelle zu den sieben Siegeln. Hier wird dem Propheten gesagt, er solle die Worte des Prophetenbuches „versiegeln bis auf die letzte Zeit“. Jetzt, in Offenbarung 5 wird mit der Öffnung der Siegel begonnen. Alles Verschlossene wird durch Jesus Christus enthüllt und entsiegelt. Niemand war vor ihm dazu in der Lage, auch keine raffinierten Verführer wie Aivanhov, Steiner, Blavatsky und viele andere.
“Du aber, Daniel, verschließe diese Worte und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden darin forschen, und die Erkenntnis wird zunehmen.”
Schlachter 2000 – Daniel 12,4 ↗
Zusammenfassend möchte ich darstellen, dass von der Überschrift des achten Kapitels “Das Buch und das Lamm” nicht viel zu sehen ist. In Bezug auf christliche und biblische Werte, konnten wir aus den wenigen Seiten nichts mitnehmen. Der Leser dieses Buches ist der wahren Bedeutung der Offenbarung keinen Schritt näher gekommen, im Gegenteil. Aivanhov schafft es, allen Bibelversen einen undurchsichtigen okkulten Überzug zu verpassen und seine Leser und “Schüler” mit den schlimmsten Lügen zu versorgen, die im geistlichen Sektor vorstellbar sind. Die Hauptaussage der Offenbarung 5 wird von Aivanhov mit keiner Silbe erwähnt.
Liebe Leser, zum Ende der Besprechung des achten Kapitels möchte ich Sie nochmals auf die wahre Bedeutung Jesu Christis in Ihrem ganz persönlichen Leben aufmerksam machen. Die Tatsache, dass Jesus so offensichtlich von Aivanhov ausgeblendet und abgewertet wird, verdeutlicht nur seine Wichtigkeit in Ihrem Glaubensleben. Es sind nicht die Irrlehren, die Aivanhov so hoch stilisiert, wie die Astrologie, das Tarot, die Alchemie, die Kabbala und seine angeblich so wertvolle Einweihungslehre, es ist nur Ihre Beziehung zu Jesus Christus, die am Ende zählen wird.
Sind Sie neugierig genug, um einen Blick auf Jesus zu werfen, ohne einen Irrlehrer an Ihrer Seite? Sind Sie mutig genug, um Jesus Ihr Leben anzuvertrauen und mit Ihm völlig neue Wege zu gehen? Sind Sie stark genug, um den Rest Ihres Lebens als gesegneter und geheiligter Christ auf dieser Welt zu verbringen, ungeachtet der Angriffe Ihrer Mitmenschen? Haben Sie verstanden, dass nur Jesus, unser Gott, Sie retten kann, wo immer Sie gerade persönlich stehen? Dann lade ich Sie ein, jetzt mit Jesus Ihren ganz eigenen Bund einzugehen. Wie das geht, erfahren Sie im Video am Ende dieser Rezension ↗.
Kapitel 9: Die 144.000 Diener Gottes
Kapitel 9 hat einen Umfang von nur sieben Seiten im Buch. Verwendet werden 1.260 Wörter, wovon 283 für Zitate der Bibelverse verbraucht werden. Übrig bleiben 977 Wörter, die Aivanhov für seine Interpretation und Darstellung des siebten Kapitels der Offenbarung des Johannes nutzt. Das ist erstaunlich viel, wenn man andere Kapitel als Vergleich hernimmt. Da Offenbarung 7 sofort astrologisch gedeutet wird, entfällt für Aivanhov die Notwendigkeit, eine weitere okkulte Schmähschrift einzuflechten zu müssen. Im Buch werden die Verse 1–8 behandelt, die Verse 9–17 bleiben unerwähnt.
Der Missbrauch der Bibel zum Transportmittel in den Götzendienst
Interessanterweise beginnt das neunte Kapitel mit der hypnotischen Wiederholung, dass man Wissen aus verschiedenen okkulten Bereichen haben müsste, um die Offenbarung interpretieren zu können. Diese Art von “einhämmern” einer bestimmten “Wahrheit”, haben wir unter anderen im dritten Kapitel kennengelernt, als Aivanhov dem Leser weismachen wollte, dass es der Priester Melchisedek gewesen sei, der vor Johannes in seiner Offenbarung erschien. Diese Behauptung konnten wir anhand vieler Beispiele erfolgreich widerlegen. Genauso gelingt uns das mit der unhaltbaren These, dass man nur mit okkultem und antichristlichem Wissen die Offenbarung verstehen könnte.
“Ich habe euch erklärt, dass man Wissen aus verschiedenen Bereichen haben muss, aus der Alchimie, der Astrologie, der Kabbala usw., um die Offenbarung interpretieren zu können. Wenn man dieses Wissen nicht hat, wird man schwerwiegende Irrtümer begehen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 9, Seite 112
Wir dürfen die Bibel mit der Gewissheit lesen, dass uns Gott keine Schranken in den Weg legt, um seine Worte verstehen zu können. Zugegeben, die Offenbarung ist in Teilen für einen Leser, der nur oberflächlich liest, scheinbar nicht so einfach zu verstehen, aber wir sollen uns mit dem Wort Gottes ja auch in der Tiefe beschäftigen und intensiv mit den Versen arbeiten, um Gewinn daraus zu erzielen. Wer zu Beginn noch betet, durch die Zeilen geführt zu werden und um eine Öffnung seines Geistes bittet, der kann die Bibel und auch die Offenbarung sehr gut verstehen.
Die 144.000
Gleich in den ersten Sätzen des neunten Kapitels wird aber klar, wie beschränkt Aivanhovs Sichtweise und sein Verständnis unserer Welt ist. Er behauptet, dass viele Menschen glauben, dass es genau die 144.000 Menschen seien, die verschont würden. Bei genauerer Betrachtung spricht Aivanhov hier seine eigene Zielgruppe an: Die Menschen, die sich selbst nie die Mühe gemacht haben, die Bibel in all ihren Facetten zu studieren, um Gott näher zu kommen. Das sind die Menschen, die sich lieber auf einen “Meister” verlassen und sich alles Wissen mundgerecht auf ihren Teller legen lassen. Das sind die Menschen, die ohne zu hinterfragen und ohne zu prüfen in die Falle der Gurus, der Okkultisten und der selbsternannten Eingeweihten laufen.
“Wie viele haben geglaubt und glauben noch immer, dass das Feuer des Himmels eines Tages auf die Erde fallen wird und nur 144.000 Auserwählte verschonen wird!”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 9, Seite 112
Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Alle großen katholischen und evangelischen Kirchen lehren, dass die 144.000 Versiegelten die Vollständigkeit und Gesamtheit aller Erlösten des Gottesvolkes darstellen. Mir persönlich sind nur die Zeugen Jehovas199Link zum Wikipedia-Artikel “Zeugen Jehovas”: hier klicken↓ und die Siebenten-Tags-Adventisten200Link zum Wikipedia-Artikel “Siebenten-Tags-Adventisten”: hier klicken↓ bekannt, die diese Zahl als genau die Menge an Menschen verstehen, die mit Jesus im Himmel regieren werden, bzw. die noch am Leben sind, wenn Jesus wieder erscheint.
Anklagepunkte: unterlassene Hilfeleistung und bewusstes Verschweigen lebensrettender Maßnahmen
Hier können wir nahtlos weitermachen. Aivanhov spricht in den nächsten Sätzen auf Seite 112 fast spöttisch über die Sorge derjenigen, die der Meinung sind, dass es tatsächlich nur 144.000 Menschen sind, die errettet werden.201Link zum Artikel “Wer kommt ins Himmelreich? Nur 144000?” auf Fragen – evangelisch.de: hier klicken↓ Er witzelt:
“Es gibt mehrere Milliarden Menschen auf der Erde und nur 144.000 werden dieser schrecklichen Strafe entgehen? Wie furchtbar für alle! Jeder hat so wenig Aussicht verschont zu bleiben!”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 9, Seite 112
Liebe Leser, wir werden an dieser Stelle Zeuge der Gottlosigkeit, der Verführung und der bewussten unterlassenen Hilfeleistung für Aivanhovs Leser und seine “Schüler”. Jemand, der Jesus anscheinend so nahesteht wie er, weiß nicht, dass die Ereignisse, die in der Offenbarung beschrieben werden, keine “schreckliche Strafe” darstellen? Jemand, der anscheinend fähig ist, beliebige Informationen direkt aus dem Bewusstsein Jesu abschöpfen zu können, spottet über diejenigen, die nicht verschont bleiben? Jemand, der die Verantwortung für seine Leser und “Schüler” ernst nimmt, müsste an dieser Stelle eigentlich die Methode beschreiben, mit der man dieser “schrecklichen Strafe” entgehen kann und vom Gericht verschont wird.
Aber auf die Anleitung zur Umkehr und zur Bekehrung zu Jesus Christus warten wir bei Aivanhov vergeblich. Auf Seite 112 müsste wenigstens kurz erwähnt werden, dass es eine Kleinigkeit ist, ein ernst gemeintes Gebet zu formulieren, in dem um Vergebung für die Sünden und um Aufnahme Jesu in das persönliche Leben gebeten wird. Dann tritt Jesus in das Herz der Menschen, dann entsteht eine Vater-Kind-Beziehung, dann kann sich das Leben zum Besseren verändern, dann bleibt man vom Zornesgericht verschont. Aber darauf hinzuweisen, ist nicht Aivanhovs Aufgabe auf dieser Welt. Wir haben das in dieser Rezension in jedem einzelnen besprochenen Kapitel gesehen und anhand der Bibel bewiesen.
Weil Aivanhov in seiner ganzen “geistigen Lehre” nicht ein einziges Mal auf die lebensrettende Bekehrung hinweist, weil niemals, in keinem einzigen Treffen seiner “Schüler” und Anhänger in all den zahlreichen Regional- und Internationalgruppen in aller Herren Länder die Bekehrung erwähnt wird und sie auch nicht als Bedingung genannt ist, um dort teilnehmen zu dürfen, hole ich das hier und jetzt nach: Bitte bekehren Sie sich noch heute zu Jesus Christus. Bitte gehen Sie den wichtigsten Schritt in Ihrem Leben und kommen Sie bei Ihrem Vater im Himmel an und lassen Sie sich von diesem Zeitpunkt an von Ihm führen. Sehen Sie sich dazu die Anleitung von Prof. Dr. Werner Gitt an ↗.
Die 12.000 Versiegelten und die Zahl 12
Wie die Bibel mit Schlüsselversen wie Offenbarung 7,4−8 arbeitet, können wir aus den Versen entnehmen, die nach der Beschreibung der 12 Völker mit ihren 12.000 Versiegelten genannt werden. Aber die Verse 9–17 sind zum großen Schaden der Leser und “Schüler” Aivanhovs nicht im Buch erwähnt. Da hier Informationen zum Verständnis der Menge der Erretteten genannt werden, ist die einseitige Behandlung von den ersten acht Versen in Kapitel 9 eine weitere Bibelstelle, die aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Damit stellt Aivanhov sicher, dass seine astrologische Phantasiegeschichte, die im letzten Absatz auf Seite 112 beginnt, nicht überprüft werden kann.
In Vers 9 der Offenbarung, Kapitel 7 wird ausführlich erklärt, wer die 144.000 sind und woher sie stammen:
“Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 7,9 ↗
Es wird eine große Schar Versiegelter vor dem Thron Gottes stehen, bekleidet mit weißen Gewändern und Palmzweigen in ihren Händen. Das Siegel markiert sie als Gottes Eigentum und schützt sie vor dem endgültigen Verderben während der kommenden Gerichte. Soviel ist jetzt klar. Aber wie wird man ein Versiegelter, denn die Bibel beschreibt diese große Anzahl Menschen, die vor dem Thron Gottes stehen, eindeutig als Versiegelte. Die Antwort ist ganz einfach: Indem man umkehrt zu Gott, sich ganz bewusst Jesus Christus übergibt, sich bekehrt, erfährt der Mensch die Gnade der Errettung. Aivanhov verschweigt diese Tatsache und stellt somit sicher, dass seine Leser und “Schüler” in der Finsternis gefangen bleiben. Das ist seine Aufgabe als Okkultist.
So wie Aivanhov sehr gern mit seiner Bildsprache arbeitet, so oft greifen die Propheten der Bibel zu diesem Werkzeug. Das passiert auch in Offenbarung 7 bei der Auflistung der Versiegelten aus den 12 Stämmen Israels. Die genannten Zahlenwerte in diesem Kapitel kommen in der gesamten Bibel vor und haben eine feststehende Bedeutung. Die Zahl 12,202Link zum Wikipedia-Artikel “Zwölf – Christentum”: hier klicken↓ die in der Offenbarung häufig genannt wird, bedeutet nach der klassischen Auslegung “Vollständigkeit, Ganzheit” und ist stellvertretend für das von Gott erwählte Volk. Ein Beispiel dafür ist, dass Jesus 12 Jünger beruft. Er führt damit das Werk Gottes weiter, das mit Israel begann. Die Jünger treten an die Stelle der 12 Stämme und stehen symbolisch für das neue Gottesvolk.
Mit der Zahl 12.000 begegnet uns in der Bibel eine mathematische Formel der Vollkommenheit. Aufgeschlüsselt kommen die Werte 12 und 1.000 zu Tage:
- 12 x 1.000 = 12.000
- 12 x 12 x 1.000 = 144.000
Die 12 bedeutet, wie oben erwähnt, die Vollständigkeit, die Ganzheit. Die 12 ist im biblischen Denken die Zahl des Gottesvolkes (die 12 Stämme Israels im Alten Testament, die 12 Apostel im Neuen Testament). Sie steht für die von Gott eingesetzte Ordnung in der Menschenwelt. Die 1.000 symbolisiert im Hebräischen eine unschätzbar große Menge, eine unzählbare Fülle oder eine Ewigkeit. Wenn Gott im Psalm 50,10203Lesen Sie in Psalm 50,10: hier klicken↓ sagt, ihm gehört das „Vieh auf tausend Bergen“, meint er nicht 1000, sondern alle. 1000 ist die Zahl der unübertrefflichen Fülle.
Es geht aber noch einen Schritt weiter. Im antiken Israel bildete die Zahl 1.000 die grundlegende militärische Einheit (eine “Tausendschaft” unter einem Oberst). Wenn aus jedem Stamm genau 12 Tausendschaften aufgerufen werden, zeichnet Johannes das Bild einer vollkommen geordneten, unbesiegbaren geistlichen Armee. Diese Armee zieht aber nicht mit Schwertern in den Krieg, sondern sie wird versiegelt, um den geistlichen Angriffen Satans und den Plagen der Endzeit standzuhalten. Die Versiegelung geschieht einem Menschen bei seiner Umkehr zu Gott, bei seiner Bekehrung. Deshalb ist es mir so wichtig, Sie von der Bekehrung zu überzeugen, damit Sie nicht verloren gehen.
Warum Gott seinen Kindern die Astrologie verboten hat
Leider deutet Aivanhov die 12 Stämme als die 12 Tierkreiszeichen (Seite 112 und 113). Damit begeht er einen fundamentalen Bruch der christlichen Auslegung der Bibel, denn auch hier verwendet er Götzen als Hilfsmittel zur Erklärung seiner “Einweihungswissenschaft”. Gott hat uns die Astrologie als Wahrsagerei in 5.Mose 18 aber verboten. In welchem Maße die Wahrsagerei Aivanhovs ins Groteske ausufern kann, wird auf Seite 113 und 114 deutlich beschrieben. Dort heißt es:
“Der Tierkreis ist eine Darstellung der Gesamtheit des Raumes, und in dieser Gesamtheit besitzt jedes Zeichen genau festgelegte Qualitäten und Funktionen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 9, Seite 113–114
Wiederholt versucht Aivanhov, einer willkürlichen Anordnung von Sternen, die nur vom Blickwinkel der Erde aus betrachtet ein gewisses Bild ergeben, “genau festgelegte Qualitäten und Funktionen” zuzuschreiben. Die von ihm genannte “Gesamtheit des Raumes” ist ebenso eine pseudowissenschaftlich anmutende wie unhaltbare Behauptung, denn was weiß der Mensch über die “Gesamtheit” des Raumes, die Unermesslichkeit Gottes und die Unbeschreiblichkeit Seiner Größe und Seiner Macht.204Link zum Artikel “Die Grösse Gottes” auf jesus.ch: hier klicken↓ Nichts. Jeder Versuch, die Ausdehnung, ja, die “Gesamtheit” des Weltalls in ein astrologisch berechenbares Modell bringen zu wollen, scheitert an der Tatsache, dass wir als Menschen keine Vorstellung von Gott haben können.205Link zum Video “Die Größe Gottes” auf Bibel TV: hier klicken↓

Gott verbietet den Menschen in 5.Mose 18 die Wahrsagerei.206Link zum Wikipedia-Artikel “Wahrsagen”: hier klicken↓ Es gibt eine weitere sehr aussagekräftige Bibelstelle, die jedem Menschen klar machen müsste, mit dieser Beschäftigung sofort aufzuhören und nie wieder ein Horoskop zu lesen oder sich anderweitig mit der Astrologie auseinanderzusetzten. Dieser Absatz in 5.Mose 4,19 ist in der Lutherbibel mit “Ermahnung zum Gehorsam gegen das Gesetz” und in der Schlachterbibel mit “Warnung vor dem Götzendienst” überschrieben. Bitte fragen Sie sich an dieser Stelle, warum Aivanhov darauf besteht, dass man sich Kenntnisse der Astrologie, der Magie, der Alchemie usw. aneignen sollte, um die Offenbarung des Johannes verstehen zu können.
“…dass du deine Augen auch nicht zum Himmel hebst und die Sonne und den Mond und die Sterne und das ganze Heer des Himmels anschaust und dich verführen lässt, sie anzubeten und ihnen zu dienen, die doch der HERR, dein Gott, allen Völkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat.”
Schlachter 2000 – 5.Mose 4,19 ↗
Der Götzendienst der Wahrsagerei und der Hellseherei wird von Aivanhov in vielen seinen Büchern als notwendige Disziplin beschrieben. Mir sind Geschichten der Hellseherei aus seiner Einweihungssekte bekannt, die mehrere Jahrzehnte in die Vergangenheit reichen. Trotz dieser langen Zeit konnten sich diese Menschen bis heute nicht aus dem Bann lösen und stehen nach wie vor hinter ihrem okkultem Treiben. Eine andere Kuriosität, die sich vor wenigen Jahren vor meinen eigenen Augen abspielte, war, dass ich von mehreren Personen erfahren habe, dass sich Vorstandsmitglieder von Aivanhovs Einweihungssekte von einem “renommierten Hellseher” in Italien beraten ließen, wie lange ihre Widersacher wohl noch in ihren Ämtern verbleiben würden.
Für die Menschen, die sich “Schüler” und Mitglieder der Einweihungssekte Aivanhovs nennen, ist es fast unmöglich, sich aus eigenem Antrieb aus ihren Verstrickungen zu befreien. Sie sind unfähig, die Konsequenzen, die ihnen drohen, zu begreifen. In seinem Buch “Einblick in die unsichtbare Welt”, Reihe Izvor, Band 228, sagt Aivanhov in Kapitel 5: “Niemand glaubt so stark wie ich an Hellsichtigkeit”. Damit definiert er die Zukunft seiner “Schüler”, die sie in der Finsternis verbringen werden. Bitte, liebe Leser, halten Sie sich schon aus diesen Gründen von Aivanhovs Literatur und seiner Einweihungssekte fern und retten Sie sich dadurch aus der ewigen Finsterniss. Schon ein Kapitel aus der Bibel wiegt alle Bücher, die Aivanhov je herausgebracht hat, um ein Hunderttausendfaches auf.
Unter anderem mit dem Zitat von Seite 113 und 114 offenbart sich die fundamentale spirituelle Verführung in Aivanhovs System. Indem er den Tierkreis zu einer “Darstellung der Gesamtheit des Raumes” mit “festgelegten Qualitäten” erhebt, reaktiviert er exakt den Götzenkult, vor dem die Heilige Schrift im 5. Buch Mose 4,19 so eindringlich warnt. Aivanhov macht die Schöpfung zum Mittler zwischen Mensch und Gott. Wer versucht, sich Gott über die Schablonen astrologischer Räume und Sternenqualitäten zu nähern, verfehlt den lebendigen, persönlichen Schöpfer im Kern. Er ersetzt unseren souveränen und ansprechbaren Gott durch ein unpersönliches und kosmisches Uhrwerk.
Die Beschäftigung mit diesen kosmischen Funktionen ist kein Weg zur Erleuchtung oder zu einer Einweihung, sondern der kindliche Versuch, Gott in geometrische Systeme einzusperren. Das ist ein spiritueller Hochmut, der den Leser und “Schüler” nicht näher zu Gott führt, sondern ihn in der Anbetung des Geschaffenen, der Schöpfung, eben den Götzen, gefangen hält. Diese geometrische Verdinglichung des Kosmos ist kein harmloses Gedankenspiel. Aus meiner eigenen, langjährigen Erfahrung und vielen Begegnungen innerhalb dieser Bewegung weiß ich, wie schnell und gründlich dieses vermeintliche Geheimwissen in einen tiefen, spirituellen Hochmut führt.
Wer glaubt, die “Qualitäten des Raumes” und vieles, vieles mehr mit der Hilfe des Okkultismus oder einer “Einweihungslehre” entschlüsseln zu können, erhebt sich unweigerlich über die Schöpfung und letztlich über den Schöpfer, über Jesus Christus selbst. Es ersetzt die rettende Demut vor dem Kreuz durch die stolze Illusion der Selbsterlösung. Bitte, liebe Leser, prüfen Sie selbst, welche Rolle Jesus Christus in den Schriften Aivanhovs spielt und wie oft sie handfeste Anleitungen zu Ihrer Erlösung, Ihrer Bekehrung erhalten. Ein Gebet in aller Demut und Einsicht zum Nachsprechen für Ihre Bekehrung finden Sie hier ↗.
Die endlose Lüge des langen Weg des Schülers
Auf den Seiten 114 und 115 wird die große Bedeutung der Zahl 12 in Bezug auf das “Neue Jerusalem” beschrieben. Dieses Thema werde ich in Kapitel 17 ausleuchten, denn dort hat der Leser das Herzstück der okkulten Fehldeutungen Aivanhovs vor Augen. Lediglich den zweiten Absatz auf Seite 115 will ich als weiteres Glanzstück der Verführung seiner Leser und “Schüler” kurz betrachten. Hier sehen wir wieder einen Versuch der Entfernung der Leserschaft von der biblischen Wahrheit und Einfachheit. Während die Bibel unaufhörlich von der Umkehr zu Gott spricht, einer für jeden Menschen ausführbaren Methode, führt Aivanhov seine Leser in den langen Weg, der ihm ermöglich, selbst zum “Neuen Jerusalem” zu werden.
Wieder wird dem Leser weisgemacht, er könne aus eigener Anstrengung werden wie Gott und weder Finsternis, noch Krankheit noch Tod erleiden müssen. Das ist eine der verheerendsten Lügen des Okkultismus, denn die “Schüler”, die sich in dieser Disziplin versuchen, sind unvorstellbar weit in der Sünde gegen Gott verstrickt. Sie sind vollständig vom Hochmut verschlungen und können nicht mehr wahrnehmen, auf welch raffinierte Lüge des Teufels sie hereingefallen sind.207Link zum Video “Okkultismus: Was steckt wirklich dahinter?” auf Bibel TV: hier klicken↓
“Der Schüler hat also einen langen Weg zu gehen, der ihm ermöglicht, nach und nach die zwölf Tore zu öffnen und selbst zum Neuen Jerusalem zu werden, der Stadt des Lichts, wo es weder Finsternis noch Krankheit noch Tod geben wird.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 9, Seite 115
Wer diesen langen Weg gehen möchte, aus welchem Antrieb auch immer, wer sich durch diese Anstrengung selbst zu einem “Neuen Jerusalem” erheben möchte, der nimmt den Weg der Schlange, die zur Eva sprach: “Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!”. Dabei ist es so einfach zu verstehen, auf welchem Weg wir gehen müssen. Jesus sagte uns das in Offenbarung 3, Vers 21: “Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.”
Jesus nachzufolgen und alle Anfeindungen auszuhalten und durchzustehen, das wird uns ans Ziel bringen. Wir werden durch Gott erhoben, gesegnet und geheiligt, aber aus eigener Anstrengung wird uns das nicht gelingen. In den ganzen Jahrtausenden, in denen die Okkultisten das nun schon versuchen, müsste es doch wenigstens einen davon geben, dem das gelungen ist. Aber diesen Mensch gibt es nicht. Es gibt nur von sich selbst enttäuschte Hochstapler und Größenwahnsinnige,208Link zum Wikipedia-Artikel “Größenwahn (Megalomanie)”: hier klicken↓ die noch auf ihrem Sterbebett eingesehen haben, wie falsch sie in ihrem ganzen Leben gelegen sind, und was für eine Verantwortung sich jetzt gegen sie wendet.209Link zum YouTube-Video “Famous Atheists Last Words Before Dying”: hier klicken↓
Aivanhov verschlimmert diese Situation noch, indem er seine Leser und “Schüler” ganz bewusst und mit der größten vorstellbaren Raffinesse von Gott und Jesus Christus wegführt und sie gegen das “kosmische Prinzip”, das “Christusprinzip” und die “Gottheit” ersetzt. Somit fällt die Hemmschwelle seiner “Schüler” ins Bodenlose, denn sie sehen sich in keinster Weise in Konkurrenz zu Gott oder im Gegensatz zur Heiligen Schrift, die unaufhörlich vor diesem Weg des Hochmuts warnt. Fast unbemerkbar für seine Anhängerschaft wird unser Vater im Himmel ausgeblendet und durch scheinbar ultrawichtige Götzen ersetzt.
Was für eine Schmach und Schande, und davor will ich Sie mit dieser Rezension warnen. Wer Gott verlässt und sich mit dem langen Weg der Einweihungen, dem Christusprinzip oder der Astrologie beschäftigt, ist in größter Gefahr!
Das Siegel der 144.000
Aivanhovs persönlicher Kampf gegen Gott und Jesus Christus zieht sich im neunten Kapitel bis zum letzten Satz. Tragischerweise zieht er seine Leser und “Schüler” in diese sinnlose Auseinandersetzung mit hinein. Er schafft es aber, diesem Kampf, der vornehmlich wegen seinem Hass Gott und Jesus Christus gegenüber besteht, sehr geschickt zu verbergen und es wie eine geistliche Übung, die die Selbstverwirklichung zur Folge hat, aussehen zu lassen. Seinen Hass auf Gott und Jesus Christus erkläre ich mir mit einem unbändigen Neid auf wahre Christen, die den Mut hatten, sich Jesus Christus zu übergeben und ihn in ihr Leben aufzunehmen.
Was der aufmerksame Leser auf den Seiten 115 bis 117 wahrnehmen kann, ist das Verhalten eines Kleinkindes, den Eltern ständig widersprechen und sich in Trotzreaktionen ausdrücken zu müssen. Diese Kinder kennen wir alle, entweder waren wir selbst solche Kinder, oder wir haben sie an vielen öffentlichen Plätzen kennen und fürchten gelernt. Plärrende, stampfende, heulende Kreaturen mit hochroten Köpfen, triefenden Rotznasen und geballten Fäusten. Das stellt Aivanhov für mich dar, er weiß sich nur sehr geschickt zu verstellen.
Kaum wagt die Bibel eine Behauptung, sofort springt der kleine Aivanhov ins Bild und meint, diese Verse umdichten zu müssen, weil der Rest der Welt, der ja kein Eingeweihter ist, sie sowieso nicht verstehen kann, fehlen doch die Voraussetzungen wie Astrologie, Kabbala, Tarot usw.
In Bezug auf das Siegel, lehrt die Bibel in Offenbarung 7,3, dass die Knechte Gottes von den Engeln auf ihren Stirnen ein Siegel bekommen.
“…und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!”
Schlachter 2000 – Offenbarung 7,3 ↗
Die Bibel spricht hier doppeldeutig. Zum einen wird an den Versiegelten äußerlich ein Zeichen aufgetragen, dass sie von anderen Menschen unterscheidet. Das Siegel wird von unsichtbaren Wesen, von den Engeln angebracht. Zum anderen die innere Besiegelung durch den Heiligen Geist, die den Glauben im Angesicht von Verfolgung und Drangsal standhaft macht. Bestätigung dafür finden wir einmal im Epheserbrief 1,13: “in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung”, und in Offenbarung 14,1: “Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion, und mit ihm hundertvierundvierzigtausend, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben.”
“Den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben”. Was für einen unermesslichen Reichtum und was für eine unendliche Ehre stellt das Siegel für einen bekehrten Christen dar! Es gibt nichts Heiligeres als Gott, dessen Kind ein Christ sein darf!
Aber selbst das heilige Symbol des Siegels versucht Aivanhov mit seiner okkulten Einweihungslehre auf den Kopf zu stellen und wiederrum eine fleischlich-okkulte Übung daraus zu machen. Er macht aus der unendlichen Liebe und Gnade Gottes eine körperliche und spirituelle Arbeit eines Menschen, der sich zu Gott erhöhen will. Noch nicht einmal davor schreckt er zurück und verkauft seinen Lesern und “Schülern” diese Lüge als angebliche biblische Wahrheit. Für ihn zeichnet der Mensch selbst das Siegel auf seine Stirn.
“Der Mensch selbst zeichnet durch seine Arbeit, durch seinen spirituellen Aufstieg, ein solches Zeichen auf seine Stirn.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 9, Seite 115
Das ist aus der biblischen und christlichen Sichtweise strikt abzulehnen. Ein Christ lebt mit Christus und lehnt sich in keiner Weise gegen ihn auf. Welchen Sinn hätte eine solche Besserwisserei, wie sie Aivanhov betreibt, für einen Christen, welchen Gewinn könnte ein persönliches Leben, geführt von unserem Gott, von diesem permanenter Widerspruch erhalten? Keinen. Besserwisserei und Widerspruch schließen ein christliches Leben völlig aus. Die Heilsgewissheit,210Link zum YouTube-Video “Heilsgewissheit, Heilssicherheit, die Entrückung und Gottes tägliche Rettung – Der Helm des Heils”: hier klicken↓ die ein Christ in seiner Brust trägt, ist die unartikulierte und spürbare Präsenz Gottes und stellt die Stärke des Menschen dar, der mit Gott und Jesus Christus geht. Davon will Aivanhov seine Leser und “Schüler” abhalten.
Mit dem letzten Satz im neunten Kapitel gipfelt dieser trotzige Widerspruch in einer atemberaubenden Lüge. Während Jesus Christus nur auf unsere Offenlegung unserer Sünden und die ernstgemeinte Bitte, in unser Leben einzutreten, wartet, kehrt Aivanhov die Gnade Gottes, die für jeden Menschen uneingeschränkt gilt, in eine Erlösungslüge um, die durch spirituelle Arbeit verdient werden muss.
“Die Gnade Gottes fällt nicht einfach so auf irgend jemanden, sondern nur auf Menschen, die sie sich durch ihre spirituelle Arbeit verdient haben.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 9, Seite 117
Doch, liebe Leser, die Gnade Gottes fällt einfach so auf irgendjemanden, der bereit ist, sich zu Jesus Christus zu bekehren. Doch, liebe Leser, jeder Mensch kann diese Gnade sofort und unumkehrbar erfahren, wenn er sich Jesus Christus zuwendet. Das ist die Wahrheit der Bibel und die ist für jeden Menschen gedacht, nicht nur für eine Handvoll selbsterklärter Elite-Spiritualisten. Wie Sie ganz einfach Ihren Bund mit Jesus Christus schließen können, erfahren Sie in diesem Video ↗. Bitte bekehren Sie sich noch heute, denn wir wissen nicht, ob uns das Morgen noch zur Verfügung steht.211Link zum YouTube-Video “Es gibt ein “Zu Spät”! – Wilhelm Pahls”: hier klicken↓
Kapitel 10: Die Frau und der Drache
Kapitel 10 läuft von Seite 119 bis Seite 124, hat also einen Umfang von nur 6 Seiten. Es werden die Verse 1–6 des 12. Kapitels der Offenbarung des Johannes behandelt. Gleich auf der ersten Seite des Kapitels im Buch ist die Verszahl falsch angegeben, es muss heißen: Off 12, 1–6. Dieser Fehler wurde vom französischen Original übernommen und findet sich dort bis in Auflage 4.
Wie in vielen anderen Kapiteln, die wir bisher besprochen haben, fehlt auch im 10. Kapitel der Name unseres Heilandes Jesus Christus. Obwohl Jesus eine Hauptfigur in Offenbarung 12 ist, wird er von Aivanhov komplett unterschlagen. Damit will ich nochmals auf den immensen Hass Aivanhovs auf Jesus Christus hinweisen. Nur durch unbändigen Hass lässt sich erklären, warum Aivanhov in der Lage ist, das Kind, das die Frau in sich trug und schließlich zur Welt brachte und das später zu Gott und seinem Thron entrückt wurde, an keiner einzigen Textstelle mit Jesus Christus in Verbindung zu bringen.
Die okkulte Umdeutung des Sündenfalls
Auf den Seiten 120 bis 121 finden wir den Versuch Aivanhovs, die Frau, die in den ersten Versen der Offenbarung 12 beschrieben wird, mit Eva und dem Sündenfall des Menschen in Verbindung zu bringen. Seinen Schilderungen zur Folge, sei Eva in der Sephira Jesod beheimatet gewesen und konnte sich nicht bis in die Sephira Tiphereth erheben. Die Frau aus der Offenbarung dagegen, konnte Jesod verlassen und sich bis zur Sephira Tiphereth erheben. Diese Beschreibungen sind natürlich frei erfunden, widersprechen der biblischen Aussage vollständig und müssen daher als Irrlehre eingestuft werden. Bitte lassen Sie größte Wachsamkeit beim Lesen von Aivanhovs Büchern walten!
Mit der Beschreibung der Eva als weibliches Prinzip auf Seite 120, wird Evas Rolle komplett umgedeutet. Eva aß von den Früchten eines Baumes, von dem zu essen ihr von Gott verboten war. Damit hat Eva ihr Ungehorsam gegenüber Gott in einem bewussten Akt klar zum Ausdruck gebracht. Ihre Sünde ist von moralischer Natur, eine offene Rebellion gegen Gott, und nicht das Fehlen einer mystischen Verbindung zu einer Sonnensphäre in einer fiktiven Sephira. Auch die von Aivanhov erwähnten “schwarzen Sephiroth”, die Kliphoth,212Link zum Wikipedia-Artikel “Qlīpōt”: hier klicken↓ können ihn nicht mehr aus seiner Misere herausbringen.
Liebe Leser, bitte verstehen Sie, dass alle biblischen Elemente, die in den ersten sechs Versen behandelt werden, von Aivanhov zugunsten seiner kabbalistischen Deutung und seiner gnostisch-okkulten Kosmologie, umgeschrieben werden. Die bibeltreue Auslegung folgt dem Prinzip “Sola Scriptura“213Link zum Wikipedia-Artikel “sola scriptura”: hier klicken↓ und das bedeutet “Allein durch die Schrift”.214Link zum Artikel “Sola scriptura – allein durch die Schrift”: hier klicken↓ Warum hätte Gott die enorme Anstrengung unternommen, seinen Kindern die Bibel übergeben zu können, wenn sie unzureichende oder fehlerhafte Informationen enthalten würde, die erst richtig gedeutet werden müssen? Die Bibel ist irrtumslos, vollständig und göttlich inspiriert.
Sonne und Mond
Die in Vers 1 erwähnte Frau, bekleidet mit der Sonne und der Mond unter ihren Füßen und eine Krone mit 12 Sternen auf ihrem Haupt, ist Maria, die Mutter Gottes. Sie wird im erweiterten Kontext als das gesamte Gottesvolk (Altes + Neues Testament), aus dem der Messias hervorgeht, betrachtet. Die Sonne, mit der die Frau bekleidet ist, versinnbildlicht hier die Herrlichkeit, die direkt von Gott kommt. Der Mond bedeutet die 12 Stämme Israels, er “reflektiert” aber auch das Licht des Alten Bundes (Gesetz, Opferdienst), das unter den Füßen der Frau liegt – also von ihr getragen und durch das Kommen des Messias zugleich überboten wird.
Eine Krone mit 12 Sternen
Hier sind die zwölf Stämme Israels, also die Fülle und die Vollkommenheit des Gottesvolkes gemeint. Die Krone wird im griechischen Urtext mit “stephanos” bezeichnet, was “Siegerkranz” bedeutet. Die Krone drückt aus, dass Gottes Volk trotz Verfolgung am Ende siegreich ist. Die Frau, Maria, ist nicht Quelle der Herrlichkeit, was mit einer Königskrone dargestellt würde, sondern Zeichen dafür, wie Gott sein demütiges Werkzeug erhöht.215Link zur Predigtsammlung “Die Johannesoffenbarung” auf l‑gassmann.de: hier klicken↓
Der Drache verschlingt den Namen Jesus Christus und den Namen der Frau
Die Aussage auf Seite 120, dass die 12 Sterne zeigen würden, dass die Frau das Licht der ersten Sephiroth empfängt, ist wie alle anderen Falschdarstellungen, eine ganz banale Lüge. Wir müssen auch verstehen, dass die Bibel gleich zu Beginn des ersten Verses von einem “großen Zeichen” spricht, als die Frau im Himmel erschien. Das ist wichtig, um später Vers 3 richtig verstehen zu können.
“Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 12,1 ↗
Die Bibel spricht von einem großen Zeichen, etwas, was nicht zu übersehen ist, etwas Gewaltiges, etwas Heiliges. Ganz anders geht es in Vers 3 weiter, als der Drache seinen Auftritt hat. Dort spricht die Bibel nur über ein “anderes Zeichen”, das im Himmel erscheint, nicht mehr von einem “großen Zeichen”. Damit wird ausgedrückt, dass der Drache, Satan, nicht die wahre Größe der Mutter Gottes, den 12 Stämmen und dem Messias hat, und niemals hatte.
In den nächsten Absätzen auf Seite 121 sind gleich eine ganze Handvoll Ungereimtheiten zu sehen. Ich habe schon oft in dieser Rezension auf die Herangehensweise Aivanhovs aufmerksam gemacht, nämlich, dass eine seiner Hauptaufgaben die bewusste Entfernung seiner Leser von unserem Gott und Jesus Christus sei. Genau das können wir hier an dieser Textstelle bemerken. Im Text des Kapitels 10 kommt der Begriff “Frau” 25 Mal vor. Das ist eine enorme Wortwiederholung. Aus biblischer Sicht müsste doch wohl mindestens einmal auf die Auslegung des Worts hingewiesen werden, dass die Frau die Gemeinde darstelle, oder sie Maria bedeute oder auch Israel. Aber vergebens. Im 10. Kapitel ist kein einziger Hinweis auf die wahre biblische Bedeutung zu finden.
Mit dem Wort “Kind” verhält es ebenso. Es ist ganz eindeutig, dass Maria hier Jesus zur Welt bringt, der in Offenbarung 12,5 zum Thron Gottes entrückt wird. Mit der Entrückung ist Christi Himmelfahrt gemeint. Aber nicht ein Mal im ganzen Text erwähnt Aivanhov den Namen Jesus Christus. Stattdessen wird das Kind als ein Symbol einer neuen Ära gedeutet. Ja, es beginnt eine neue Ära, aber die hat für einen Christen einen Namen, den Namen der Herrlichkeit, den Namen der erfüllten Verheißungen, den Namen der Weges, des Wahrheit und des Lebens: Jesus Christus. Der Text der Offenbarung ist hier messianisch eindeutig und von einem Bibellehrer, als den Aivanhov sich ausgibt, erwarte ich die wahrheitsgemäße Auslegung und den vollständigen Namen des Kindes.
Liebe Leser, bitte lassen Sie sich von einem Verführer nicht an der Nase herumführen. Wer den Namen unseres Gottes in der Offenbarung des Johannes verschweigt und ihn umdeutet, hat es auf Ihr Seelenheil abgesehen. Es geht hier nicht um ein neues Zeitalter im esoterischen Sinne, wie das Wassermannzeitalter, sondern um den historischen und zukünftigen Sieg Jesu Christi über Satan. Trotz der Bildgewalt in Offenbarung 12 über den Drachen mit seinen sieben Köpfen und zehn Hörnern, ist er doch nur ein Geschöpf, das mit der Auferstehung Jesu endgültig besiegt wurde. “Es ist vollbracht”, das ist die vollständige Erlösung der gesamten Menschheit. Jesus hat den Preis für die Sünden bezahlt, das Gesetz erfüllt und den Weg zu Gott für immer freigemacht.
Alle, die Sie vom Gegenteil überzeugen wollen, arbeiten im Auftrag der Finsternis. Ich bitte Sie, lassen Sie größte Wachsamkeit beim Lesen von Aivanhov walten und prüfen Sie alles anhand der Bibel. Bitte hinterfragen Sie jeden Satz und jede Aussage Aivanhovs!
Der Schlüssel zur Verwirklichung in der Materie
Im Abschnitt ab Seite 122 möchte Aivanhov eine Vermischung der biblischen Frau, Maria, Israel, die Gemeinde, mit den realen irdischen Frauen erzwingen. Seiner Meinung nach, können Frauen sehr feinstoffliche Teilchen ausströmen, eine Art von ätherischer Materie, die Ideen und Pläne inkarnieren können, um ihnen einen Körper zu verleihen.
“Es liegt in der Natur der Frau, sehr feinstoffliche Teilchen auszuströmen, eine ätherische Materie, die dazu dienen kann, Ideen und Pläne zu inkarnieren, ihnen einen Körper zu verleihen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 10, Seite 122
Die Leserinnen und “Schülerinnen”, die auf diese abergläubischen Aussagen hereinfallen, sehen sich als Frau alleine in der Lage, die politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf der Erde entweder verbessern oder verschlimmern zu können. Laut Aivanhov sind dazu allein die Frauen in der Lage. Sie erhalten von ihrem “Meister” eine Erhöhung ihres ganzen Wesens, und wenn sie nicht wach genug sind, diese Manipulation zu durchschauen, tappen sie in eine weitere Falle des Hochmuts, die Aivanhov selbst stellt. Zudem wird Jesus Christus ausgeblendet, der Einzige, der über Heil oder Unheil entscheidet.
“Sie müssen wissen, dass sie das Heil oder das Verderben der Menschheit in ihren Händen haben, je nachdem welche Richtung sie einschlagen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 10, Seite 122
Diese verheerenden Aussagen steigern sich von Absatz zu Absatz und münden auf der letzten Kapitelseite schließlich in der Behauptung, dass das Reich Gottes nur durch die Frauen verwirklicht werden kann.
“Man darf also niemals vergessen, dass das Reich Gottes sich auf der Erde nur durch die Frauen verwirklichen wird, denn allein die Frau besitzt die Materie, durch die es Gestalt annehmen kann.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 10, Seite 124
Er bürdet damit den Frauen die Verantwortung auf, das „Neue Jerusalem“ auf die Erde zu gebären. Eine Aufgabe, die von keinem Menschen erfüllt werden kann. Diese Aussage widerspricht dem Kern des christlichen Evangeliums fundamental, denn das Himmlische Jerusalem “kommt von Gott aus dem Himmel herab“216Lesen Sie in Offenbarung 21,2: hier klicken↓ und wird nicht von Menschen, weder von Männern noch von Frauen auf der Erde materialisiert. Die Erlösung der Menschheit liegt laut der Bibel allein in den Händen Jesu Christi217Lesen Sie in Apostelgeschichte 4,12: hier klicken↓ und nicht in den Händen des menschlichen Frauen- oder Männergeschlechts.
Kapitel 11: Erzengel Michael streckt den Drachen nieder
Das 11. Kapitel hat einen Umfang von nur vier Seiten und kommt mit 615 Wörtern aus. Es behandelt die Verse 7–9 der Offenbarung Kapitel 12. Der abgedruckte Bibeltext lässt sich am ehesten der Lutherbibel 1964 zuordnen, weicht aber wieder vom Original ab, egal, mit welcher Lutherbibel verglichen wird. Von den 615 Wörtern des Kapitels, wurden 73 für das Bibelzitat verwendet, für die Besprechung bleiben also ganze 542 Wörter übrig. Auch in diesem Kapitel ist die angegebene Verszahl falsch, abgedruckt sind die Verse 7–9.
Für die Leserschaft hätte ich mir eine modernere Bibelübersetzung gewünscht, etwa die Elberfelder oder die Schlachter. Beide sind nah am Urtext und transportieren die Nachricht der wenigen Verse, die hier verwendet wurden, wesentlich besser, als die ins Alter gekommene Luther 1912/1964. Bei näherer Betrachtung spielt das aber keine Rolle, weil zum einen mit dem Abschneiden des 10. bis 12. Verses des Bibeltextes der größere Zusammenhang fehlt, zum anderen, weil Aivanhov mit diesem Kapitel ein völlig anderes Ziel verfolgt, als die Auslegung oder Kommentierung der Offenbarung des Johannes.
Zum Verständnis: Die Schlachter und z. B. die Einheitsübersetzung gliedern den Absatz im 12. Kapitel von den Versen 7–12. Die Schlachterbibel fügt für diesen Absatz die Überschrift “Satan wird auf die Erde hinabgeworfen” ein,218Lesen Sie in Offenbarung 12,7 der Schlachter-Übersetzung selbst nach: hier klicken↓ die Einheitsübersetzung benennt den Absatz mit “Der Sturz des Drachens”. Da das nachfolgende Kapitel 12 in Aivanhovs Buch mit den Versen 13–17 beginnt, fehlen Vers 10–12 wirklich vollständig. Ich werde Ihnen später im Detail erklären, warum das für Aivanhov so wichtig ist.
Bitte lesen Sie die Offenbarung 12, 7–12 hier vollständig aus der Schlachter 2000:
Satan wird auf die Erde hinabgeworfen
7 Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen; und der Drache und seine Engel kämpften;
8 aber sie siegten nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden.
9 Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.10 Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht.
11 Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!
12 Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.Schlachter 2000 – Offenbarung 12, 7–12 ↗
Pures Gift und pures Entsetzen
Liebe Leser, bitte lassen Sie sich von der Kompaktheit des 11. Kapitels nicht täuschen. Wir begegnen in jedem einzelnen Satz einer perfekt inszenierten Verführung, die auf der letzten Seite in einer atemberaubenden Gotteslästerung endet. Aus der Sicht der bibeltreuen Auslegung springen in diesem Kapitel sofort alle Alarmsignale an. Ich kann diese Seiten nur als beispielhafte okkulte Verführung und perfekte Irreführung der Leser und “Schüler” Aivanhovs beschreiben.
Wie so oft in den vorherigen Kapiteln, beginnt die Irreführung gleich mit dem ersten Satz. Angeblich stammt der Name “Drache” aus einer Überlieferung. Es mag zwar sein, dass man als Drache vielerlei böse Kreaturen bezeichnet, inklusive mancher Ehefrauen, aber die Bibel erhob hier vermutlich als erstes einen ernsthaften Anspruch auf Namensnennung. In Vers 9 und 10 der Offenbarung 12 wird der Verführer des ganzen Erdkreises als:
- Drache
- alte Schlange
- Teufel
- Satan
- Verkläger unserer Brüder (Vers 10)
bezeichnet. Die von Aivanhov erwähnte Überlieferung, die dem kosmischen Prinzip des Bösen diesen Namen gegeben haben soll, ist vermutlich die Ansicht und Herleitung aus der gnostischen219Link zum Wikipedia-Artikel “Gnosis”: hier klicken↓ und hermetischen Tradition,220Link zum Wikipedia-Artikel “Hermetik”: hier klicken↓ die aber aus christlicher und biblischer Sicht streng abzulehnen ist.
Auf Seite 126 begegnen wir im ersten Absatz einer Geschichte, die aber tatsächlich aus einer nachweisbaren “Überlieferung” stammt. Hier wird erklärt, wie es dazu kam, dass der Engel, der “Luzifer” bekämpft, Michael genannt wird.
“Die Überlieferung berichtet, dass Luzifer erklärte, Gott gleich zu sein und Ihn vom Thron stürzen wollte; da erhob sich ein anderer Erzengel, empört über diesen Hochmut, stellte sich vor ihn und fragte: »Mi (wer) cha (wie) EL (Gott)?«”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 11, Seite 126
Liebe Leser, lassen Sie uns diesen Satz Stück für Stück abarbeiten, um klar herauszustellen, dass wir es hier tatsächlich mit einer bösartigen okkulten Täuschung zu tun haben. Die erwähnte Überlieferung ist die “Legenda aurea”,221Link zum Buch “Legenda aurea – Goldene Legende” bei Amazon: hier klicken↓ die “goldene Legende”, die vom Dominikanermönch Jacobus de Voragine222Link zum Wikipedia-Artikel “Jacobus de Voragine”: hier klicken↓ 1264 abgefasst wurde. Sie ist eine Sammlung von knapp 200 Traktaten zu Kirchenfesten und Lebensgeschichten von Heiligen. In der Legenda aurea findet sich auch die von Aivanhov verwendete Darstellung von Erzengel Michael und seiner Namensgebung.
Aus einer bibeltreuen Sicht ist die Legenda aurea223Link zum Wikipedia-Artikel “Legenda aurea”: hier klicken↓ als theologische oder historische Quelle nicht ernst zu nehmen. Für Christen, die sich am Prinzip Sola Scriptura “Allein die Schrift” orientieren, gilt die Legenda aurea als eine Sammlung von menschlichen Dichtungen, Fabeln und Legenden, die keinerlei göttliche Autorität besitzen. Die Legenda aurea enthält unzählige Berichte über Wunder von Heiligen, die historisch nicht belegbar sind und oft eher an antike Mythen oder Märchen erinnern, wie z. B. die berühmte Geschichte von St. Georg und dem Drachen.224Link zum Wikipedia-Artikel “Georg (Heiliger)”: hier klicken↓ Da diese Berichte nicht in der Bibel stehen, werden sie als spekulativ oder schlicht erfunden abgelehnt.
Die Legenda aurea hat keine Heilsrelevanz, denn in der bibeltreuen Theologie ist alles, was für das Rettende und den Glauben an Jesus Christus notwendig ist, vollständig in der Bibel enthalten. Ausschmückungen darüber, wer was beim Sturz Luzifers gerufen hat, gelten als Ablenkung vom eigentlichen Kern des Evangeliums. Wie wir in den besprochenen Kapiteln in dieser Rezension gesehen haben, ist Aivanhov ein Meister der Ablenkung, z. B. durch seine Bildsprache. Man muss sich fragen, warum er trotz diesen bekannten Tatsachen, seine Leser in der unchristlichen und mittelalterlichen Märchenwelt festhält. Hier stimmt doch was nicht.

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Ich beschreibe die Legenda aurea bewusst nicht als Schmähschrift, wie die anderen von Aivanhov so unschuldig als “Überlieferung” getarnten Dokumente, weil sie über viele Jahrhunderte eine wichtige Quelle für Gebete, Verehrung und Andachten war, und somit höchstwahrscheinlich einige Menschen tatsächlich zum wahren Glauben geführt hat. Allerdings will ich ihr auch keine zu große Ehre erweisen, denn allein der Satz unten reicht aus, um die allgemeine Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen und ihr großartige Ausschmückungen aus der menschlichen Phantasie unterstellen zu können:
“Jedes Kapitel beginnt typischerweise mit einer etymologischen Herleitung des Namens des Heiligen, oft auf völlig fantastischen Grundlagen.”
Wikipedia – Legenda aurea ↗
Aivanhov spricht davon, “dass Luzifer erklärte…”. Ich möchte kurz klarstellen, dass der Name Luzifer in der Bibel nicht vorkommt. Das Wort “lucifer” wurde in der Vulgata225Lesen Sie in ISAIAS PROPHETA 14 selbst nach: hier klicken↓ in Jesaja 14,12226Lesen Sie in Jesaja 14,12 selbst nach: hier klicken↓ als Bildwort für den stolzen König von Babel verwendet. Dieser wird in den Übersetzungen als “Glanzstern”, “Strahlender” und “schöner Morgenstern” beschrieben. Obwohl sich “Luzifer” eingebürgert hat, vermutlich auch wegen literarischen Erwähnungen wie z. B. in John Miltons227Link zum Wikipedia-Artikel “John Milton”: hier klicken↓ “Paradise Lost”,228Link zum Wikipedia-Artikel “Paradise Lost”: hier klicken↓ versäumt es Aivanhov hier sträflich, auf diesen Sachverhalt hinzuweisen und ihn aufzuklären.
Das steht in krassem Widerspruch zur ständigen okkulten Anstachelung, alles in der Einweihungswissenschaft bis ins kleinste Detail zu studieren und zu betrachten. Hier will ich den Kapitelteil “Die Liebe ist der Zement? ↗” in Kapitel 8 ins Gedächtnis rufen. Dort konnten wir sehen, wie Aivanhov seine Leser und “Schüler” antreibt, sich eine Vorstellung davon machen zu müssen, wie die Liebe alles durchdringt, bis hinein in die Steine und auf ein molekulares Level hinab. Und dann sollen solch fundamentalen Situationen aus einem der gewaltigsten Kapiteln der Offenbarung des Johannes plötzlich keine Rolle spielen? Hier stimmt was nicht.
Zudem warnt die Bibel vor solchen Geschichten, wie wir sie von Aivanhov aufgetischt bekommen. In 1.Timotheus 1,4 können wir entnehmen, wie wir mit diesen Legenden, Fabeln und Phantasiegeschichten umzugehen haben: “…und sich auch nicht mit Legenden und endlosen Geschlechtsregistern zu beschäftigen, die mehr Streitfragen hervorbringen als göttliche Erbauung im Glauben…”.229Lesen Sie in 1.Timotheus 1 selbst nach: hier klicken↓ Die Bibel lehrt, dass Michael und seine Engel gegen den Drachen kämpften und der Drache auf die Erde geworfen wurde. Punkt. Man muss sich fragen, warum Aivanhov seine Leser und “Schüler” in diese Abartigkeiten hineinführt. Hier stimmt was nicht.
Nur ein kleines Stück weiter im Satz möchte uns Aivanhov weismachen, dass sich “ein anderer Erzengel” vor Luzifer stellte. Das heißt, dass in Aivanhovs Vorstellung Luzifer ein Erzengel war. Aber der Glanzstern, der Sohn der Morgenröte war nie ein Erzengel. Hesekiel 28,14 gibt Auskunft, was dieses Wesen vor seinem Sturz wirklich war: “Du warst ein gesalbter, schützender Cherub, ja, ich hatte dich dazu eingesetzt; du warst auf dem heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen.“230Lesen Sie in Hesekiel 28,14 selbst nach: hier klicken↓ Er war ein Cherubim, ein Thronengel. Sehr merkwürdig, dass dem großen Eingeweihten Aivanhov solche Fehler unterlaufen. Hier stimmt doch was nicht.
Die Verdrehung des biblischen Heilsplans
Mit den Absätzen der Seiten 126 und 127 führt Aivanhov seine Leser in den Abgrund der okkulten Spiritualität. Die vermeintlichen Aufrufe zum spirituellen Praktizieren “in der Armee der Kinder Gottes”, die eine Verbesserung der Lebensumstände aller Menschen zur Folge haben würden, indem “die Wesen der Finsternis besiegt werden”, ist eine gefährliche okkulte Lüge, die sich über annähernd zwei Jahrtausende gehalten hat und in all ihren Ausprägungen der Bibel und des Heilsplanes widerspricht. Von Kaiser Konstantin dem Großen wurde in Konstantinopel das Michaelion231Link zum Wikipedia-Artikel “Michaelion”: hier klicken↓ errichtet und im Hochmittelalter wurde Michael zum Patron der Ritter und Kreuzfahrer erklärt. Auch Rudolf Steiner bedient sich der Michael-Schule, einer übersinnlichen Geistesschule unter der Führung Michaels.
Alle “Schüler” Aivanhovs, die sich an diesen Unternehmungen beteiligen, sind der Meinung, zu “den Guten” zu gehören, zu den Spirituellen, zu den Informierten und zur Elite der Bruderschaft. Keiner von ihnen kapiert, mit diesen spirituellen Anleitungen angelogen und psychisch und emotional missbraucht zu werden. Das kann ich nach 16 Jahren Einblick in die inneren Strukturen der Einweihungssekte felsenfest behaupten.
“Doch, wir können uns jeden Tag in der Armee des Guten engagieren, in der Armee der Kinder Gottes.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 11, Seite 127
Laut Aivanhov zählen alle “großen Meister und Schüler” der Universellen Weißen Bruderschaft, alle, die für “das Licht” arbeiten, egal, aus welcher Religion oder spirituellen Bewegung sie abstammen, zu den Kindern Gottes (Seite 127). Alle diese Menschen werden sich in diesem “Egregore“232Ein okkultes, magisch-dämonisches Konzept. Ein durch Gruppenkonzentration geschaffenes, feinstoffliches Kraftfeld oder Geistwesen. Wikipedia-Artikel “Egregor”: hier klicken↓ sammeln, dem Erzengel Michael vorsteht. Alle diese Menschen sind felsenfest davon überzeugt, mit Aivanhov als ihren Meister, den Weg des Lichts zu gehen, der als Belohnung das “Goldene Zeitalter” für sie bereithält. Aivanhov verspricht seinen “Schülern” in vielen seiner Büchern unter anderem die “Neue Erde”, die gereinigt und speziell für sie bereitet, das Leben der “Neuen Menschen” oder eines “neuen Menschentyps” ermöglichen soll.
Leider sind das die Phantastereien eines Verführers, der ganz bewusst und mit voller Absicht Menschen in der Finsternis gefangen hält, die eigentlich tatsächlich Gott suchen. Nur wird es für diese Menschen niemals möglich sein, Gott (Jesus Christus) auch nur einen Millimeter näher zu kommen, denn Aivanhov verführt seine “Schüler” zum Okkultismus und zum Götzendienst. Das ist unserem Herrn aber ein Gräuel, er ekelt sich vor diesen Beschäftigungen und wird alle abweisen, die vor ihm stehen werden, überzeugt davon, viel Gutes getan aber okkulte Werkzeuge dafür eingesetzt zu haben.
Armee
Mit dem Aufstellen einer magisch-militärischen Armee, lassen sich diejenigen einfangen und begeistern, die temperamentvoll ihr irdisches Leben bestreiten. Sie sind der Meinung, dass es tatsächlich eine Ansammlung von Individuen gäbe, die sich als “Soldaten Gottes” betrachten und in irgendeiner Art und Weise und mit einem “Eingeweihten” oder einem Erzengel als ihren Schirmherr, in irgendeinen spirituellen Krieg ziehen zu können. Sie können aber nicht sehen, dass allein die gedankliche Zugehörigkeit zu dieser Gruppe, einen enormen Schaden bei ihnen verursacht, denn sie werden heimlich vom Hochmut versucht.
Kinder Gottes
Aivanhov definiert die Kinder Gottes als diejenigen, die für “das Licht” arbeiten. Das sind die Menschen, die überwiegend still und privat die Übungen anwenden, die Aivanhov und andere Gurus vorschlagen und empfehlen. Diese Menschen würden sich niemals als “Soldat Gottes” beschreiben aber sehen sich selbst als “Eingeweihte”, weil sie schon viele Bücher gelesen haben und über spirituelles Wissen verfügen, das der “normale” Mensch nicht hat. In ihrem Inneren sehen sich diese Menschen als die Elite oder die alten Hasen in den Einweihungssekten, ohne die der ganze Ablauf nicht stattfinden könnte und die Struktur zusammenbrechen würde.
So wie alles, was ich bisher an Lügen in seinem Buch aufdecken und beweisen konnte, ist auch das sehr publikumswirksame Schlagwort der “Armee der Kinder Gottes” eine hanebüchene Lüge eines Geistesgestörten. Bitte entschuldigen Sie, wenn ich so deutlich werde, aber in diesen vier Worten verbergen sich zwei brandgefährliche Ansichten, die die Okkultisten vertreten. Psychologisch betrachtet, kommen hier zwei Beschreibungen aus dem Narzissmus zum Tragen: der Zukunftsschwindel233Link zum Artikel “Future faking”: hier klicken↓ (future faking) und die geteilte Phantasie, die geteilte Wahnvorstellung234Link zum Video “YOU: Consumed in Narcissist’s Shared Fantasy” von Prof. Sam Vaknin: hier klicken↓ (shared fantasy).
Beides ist für die Beteiligten nicht ohne Weiteres zu bemerken und selbst wenn sie darauf hingewiesen und davor gewarnt werden, ist oft kein Durchkommen möglich. Man wird abgeschmettert und zum Feind erklärt, der völlig unspirituell und in seiner Entwicklung einfach noch nicht so weit ist, dass er das begreifen könnte. Das habe ich mit Aivanhovs Einweihungssekte seit dem Jahr 2022 erlebt. Hier haben wir es jedoch mit sehr starken Sekten-Merkmalen zu tun,235Link zum Artikel “Sektenmerkmale” auf infosekta.ch: hier klicken↓ die kein Leser unbeachtet lassen sollte.236Wenn Sie in einer Einweihungssekte oder einer destruktiven Gruppe feststecken und heraus möchten, wenden Sie sich bitte an eine der Adressen auf der Seite “Notfall” hier auf dieser Webseite: hier klicken↓
Deshalb will ich Sie, liebe Leser, ganz persönlich vor diesen manipulativen Methoden der “geistigen Meister” und ihrer Schüler warnen. Aus einer gesunden Distanz heraus betrachtet, sind die Vorgehensweisen der Okkultisten sehr gut zu beobachten und die Mechanismen, die zum Einsatz kommen, gut zu durchschauen. Bitte lassen Sie es dabei, gehen Sie mit diesen Menschen nicht tiefer und halten Sie sich an den Einzigen, der Sie retten kann: Jesus Christus.
Die klassische christliche Auslegung der Offenbarungsgeschichte mit dem Drachen besagt, dass Michael den Drachen durch die Kraft Gottes besiegt. Es die Souveränität Gottes. In Aivanhovs “geistiger Lehre” wird daraus jedoch eine kollektive, kosmische Anstrengung, bei der sich der Mensch durch tägliche Weihung seiner “Energien” und durch die Mitgliedschaft in einer geistigen Elite, wie der Einweihungssekte Aivanhovs, den Sieg erarbeiten muss (Seite 128). Das hebelt das christliche Prinzip der Gnade und der Erlösung allein durch Jesus Christus aber völlig aus.
Ein Kind Gottes werden Sie, liebe Leser, indem Sie ganz bewusst umkehren und Ihre Sünden und Ihre Schuld Jesus Christus übergeben. Bitten Sie Jesus dann, in Ihr Herz einzuziehen und in Ihnen Wohnung zu nehmen. Damit sind Sie wiedergeboren “aus Wasser und Geist” und Ihre individuelle und lebendige Beziehung zu Gott beginnt. Sie erhalten eine neue geistliche Identität als “Kind Gottes”. Das sind die Verheißungen Jesu Christi und diese haben mit einer geistigen Kampfhaltung und okkulten Verbrüderung mit Engeln nicht das Geringste zu tun. Wie Sie sich zu Jesus Christus bekehren, erfahren Sie hier ↗. Bei Aivanhov suchen Sie aber vergebens nach einer biblischen Anleitung, um ewiges Leben zu erhalten.
Die Anstiftung zum Götzendienst: Anrufung von Erzengel Michael
“Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, um ihn anzubeten. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 19,10 ↗
Johannes wird in Vers 10 ziemlich scharf zurechtgewiesen. Der Engel nimmt das Gebet Johannes nicht an. In Offenbarung 22,8−9 ↗ wiederholt sich diese Szene, und auch hier sagt der Engel klipp und klar, dass Engel “Mitknechte” sind, Geschöpfe, die nicht angebetet werden sollen: “Und ich, Johannes, bin es, der diese Dinge gesehen und gehört hat; und als ich es gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir diese Dinge zeigte. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Denn ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, welche die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an!”
Der Apostel Paulus gibt im Kolosserbrief 2,18 ↗ einen weiteren starken Hinweis, dass es unbedingt vermieden werden soll, Engel anzubeten. Die Anbetung von Engeln oder anderen Figuren lenkt vom christlichen Zentrum ab, von Gott und von Jesus Christus. Menschen, die Engel anbeten, verlassen den wahren Weg und müssen als Götzendiener bezeichnet werden. “Lasst nicht zu, dass euch irgendjemand um den Kampfpreis bringt, indem er sich in Demut und Verehrung von Engeln gefällt und sich in Sachen einlässt, die er nicht gesehen hat, wobei er ohne Grund aufgeblasen ist von seiner fleischlichen Gesinnung,…”. Wir sollen Gott und Jesus Christus allein anbeten und verherrlichen.
Im letzten Absatz des 11. Kapitels fordert Aivanhov von seinen Lesern und “Schülern”, sich mit Erzengel Michael zu verbinden und ihn um Schutz zu bitten:
“Darum müssen wir uns mit ihm verbinden, um seinen Schutz bitten und um die Möglichkeit, mit ihm zusammenzuarbeiten, um seinen Sieg zu verstärken.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 11, Seite 128
Vielleicht erinnern Sie sich an die Stelle ganz oben im zweiten Absatz dieses Kapitels, als ich Ihnen sagte, dass Aivanhov “mit diesem Kapitel ein völlig anderes Ziel verfolgt, als die Auslegung oder Kommentierung der Offenbarung des Johannes”. Mit den letzten Sätzen auf Seite 128 wird das deutlich. Es geht nicht um eine handfeste Auslegung der Offenbarung des Johannes, mit der die Leser und “Schüler” den größeren Zusammenhang dieser Kapitel und Verse erkennen könnten. Es geht auch nicht um Jesus Christus, der in Offenbarung 12 eine Hauptrolle spielt und aus christlicher Sicht unbedingt erwähnt werden möchte. Es geht nicht um das Heil, das Menschen erfahren können, wenn sie sich vom Geist durch die Zeilen führen lassen.
Aivanhov geht es um die Anbetung eines Engels und es spielt überhaupt keine Rolle, ob es ein Erzengel oder ein anderer Engel ist. Aivanhov leitet den Leser an, sich mit dem Engel zu verbinden und um die Möglichkeit zu bitten, mit ihm zusammenzuarbeiten. Auf diese Art und Weise könnte “sein Sieg verstärkt werden”. Und genau das ist das eigentliche Problem des Okkultismus: dass alles, wirklich alles, in den Götzendienst führt. Die Anbetung oder Anrufung Michaels schiebt sich wie ein undurchdringbarer Keil zwischen Mensch und Gott. Aus biblischer Sicht ist das der Kardinalfehler schlechthin und der Kern der okkulten Verführung. Aivanhov ist ein Meister der Verführung, wir haben es hier schwarz auf weiß vor uns.
Einen Satz weiter wird die Entfernung zu Gott und Jesus Christus finalisiert. Geschickt als Frage getarnt, lässt Aivanhov seine Leser und “Schüler” in den Abgrund stürzen, indem er fordert, die “Energien” jeden Tag dem Licht, der Güte und der Bruderschaft zu weihen. Doch das wäre das Schlimmste überhaupt, das Sie jemals tun könnten. Sie würden sich unpersönlichen Götzen weihen, nicht ansprechbaren Phantasiemodellen und ‑prinzipien und bösartigen Erfindungen der Antichristen, die Sie von unserem persönlichen Gott wegführen möchten.
“Das Licht wird über die Finsternis siegen, das ist vorhergesagt und wird so geschehen; warum also nicht an diesem Ereignis teilnehmen, indem man jeden Tag seine Energien dem Licht, der Güte, der Bruderschaft weiht?”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 11, Seite 128
Liebe Leser, das A und O in Ihrem Leben ist die Frage, ob Sie ein wiedergeborener Christ sind und in das von Jesus Christus verheißene Reich Gottes eingehen können, oder nicht.237Link zum Video “Der wichtigste Schritt – Wilhelm Pahls”: hier klicken↓ An dieser Frage scheiden sich die Geister, die entweder die Entscheidung getroffen haben, als die Gemeinde Jesu in den Himmel entrückt zu werden, oder nach dem Gericht in den Pfuhl verbannt zu werden, um dort die Ewigkeit mit knirschenden Zähnen zu verbringen. Aivanhovs Anstiftung, täglich seine Energien dem Licht, der Güte und der Bruderschaft zu weihen, wird niemanden näher zu Gott bringen, im Gegenteil.238Link zum Video “Unglaube, Aberglaube und Okkultismus! – Wilhelm Pahls”: hier klicken↓
“Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussenden, und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben aus seinem Reich sammeln und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne im Reich ihres Vaters. Wer Ohren hat zu hören, der höre!”
Schlachter 2000 – Matthäus 13,41−43 ↗
Offenbarung 12,10 – Der Diebstahl des himmlischen Siegesliedes
Liebe Leser, bitte erinnern Sie sich an meine Ankündigung im dritten Absatz dieses Kapitels. Ich möchte Ihnen gern im Detail erklären, warum es für Aivanhov so wichtig ist, die Verse 10 bis 12 unerwähnt zu lassen und sie Ihnen mit voller Absicht vorzuenthalten. Hier sehen wir die gleiche Methode, die Aivanhov bei seinen vielen “Überlieferungen” anwendet, er verschweigt Ihnen einfach den Namen. Damit setzt er sich über Sie und hält Sie permanent im Stadium eines “geistigen Schülers”. Unmündig, desinformiert und nach mehr lechzend. Aber ohne weitere Informationen werden die “Schüler” immer nur okkulte Werke lesen, und da diese scheinbar zu allen Lebensbereichen etwas zu sagen haben, besteht kein Grund, christliche Schriften zu Rate zu ziehen.
Lediglich Vers 12 wird in Kapitel 13 auf Seite 137 kurz erwähnt. Hier dient der Vers zur okkulten Erklärung von Aivanhovs magisch-dämonischen Egregoren, die die Form von wilden Tieren haben sollen und vollgepackt mit den angesammelten üblen Gedanken, Gefühlen und Taten der Menschen seien. Was für eine furchtbare Vorstellung und was für ein ekelhafter Gedanke, dass unser Gott uns so etwas aufbürdet, mit diesem dunklen Medium als “Schüler” und Lichtarbeiter arbeiten zu müssen. Grauenhaft. Aber keine Sorge, als Christ bleiben Sie davon vollkommen verschont.

Matthaeus Merian, Zentralbibliothek Zürich
https://doi.org/10.3931/e‑rara-24422
Creative Commons BY-SA 4.0
Die Verse 10 bis 12 behandeln Themen, die es in Aivanhovs “geistiger Lehre” unbedingt zu vertuschen gilt. Der Inhalt ist eine Zusammenfassung himmlischer Elemente, die gezeigt werden und zum Einsatz kommen, nachdem der Drache auf die Erde hinabgestürzt wurde. Alle Textinhalte und alle verwendeten Hauptwörter weisen auf eine Person hin:
Auf Jesus Christus, unseren Gott!
Wie ich Ihnen vom ersten Kapitel an erklären konnte, meidet Aivanhov die Begegnung und die Aussprache des Namens unseres Herrn Jesus Christus wie die Pest. Er setzt sogar einen Priester an die Stelle Jesu und gaukelt Ihnen vor, dass Melchisedek in der Offenbarung zu Johannes sagte: “Ich bin Alpha und Omega…, Anfang und Ende…” (Seite 44).239Link zu Kapitel 3 “Melchisedek und die Lehre von den beiden Prinzipien” hier auf dieser Webseite: hier klicken↓
Ich sagte Ihnen auch, dass ich mir diese auffällige und emsige Vertuschung des Namens Christi nur mit einem unbändigen Hass und Neid auf unseren Schöpfer erklären kann.240Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken↓
Mit der Aufschlüsselung der Verse 10 bis 12 fällt die Maske Aivanhovs als wohlwollender und allwissender “geistiger Meister” und übrig bleibt ein hinterhältiger und verlogener alter Mann, der es auf Ihre Seele abgesehen hat. Schauen Sie genau hin!
“Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist gekommen das Heil und die Macht und das Reich unseres Gottes und die Herrschaft seines Christus! Denn hinabgestürzt wurde der Verkläger unserer Brüder, der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 12,10 ↗
Was wir mit Offenbarung 12,10 vor uns haben, ist das große kosmische Siegeslied,241Link zum Artikel “Bibellese – kurze Erläuterungen zu Offenbarung 12”: hier klicken↓ das im Himmel angestimmt wird, nachdem der Drache durch Michael und seine Engel hinabgeworfen wurde. Die laute Stimme, die zu hören ist, gehört einem nicht namentlich benannten Wesen. Im zweiten Satzteil des Verses können wir eine Aufzählung von vier Elementen sehen, die ich mit Ihnen aufschlüsseln möchte. Dann wird der Zusammenhang deutlich sichtbar und die Vorgehensweise Aivanhovs, dies alles lieber unerwähnt zu belassen, viel verständlicher. Es geht um das Heil, die Macht, das Reich und die Herrschaft. Es geht einzig um Jesus Christus.
Das Heil (griechisch: hē sōtēria – ἡ σωτηρία)
Die Bedeutung des Wortes “Sōtēria“242Link zum Wiktionary-Artikel “σωτηρία”: hier klicken↓ aus dem Urtext meint Rettung, Befreiung, Bewahrung, Heilung und auch das Hineingestellt-Sein in die absolute Sicherheit. Im antiken Sprachgebrauch wurde das Wort verwendet, wenn jemand aus einer tödlichen Seenot oder einer belagerten Stadt gerettet wurde. Im Urtext steht dieses Wort mit dem bestimmten Artikel die. Es ist nicht irgendeine Rettung, sondern das von Gott von Anfang an geplante Gesamtheil für die Schöpfung, es ist die Rettung. Dass das Heil jetzt “gekommen” oder “da ist”, besagt, dass der Würgegriff des Teufels über die gesamte Menschheit endgültig gebrochen ist.
Im Kontrast zur okkulten Darstellung Aivanhovs bedeutet das, dass das Heil nicht durch die Evolution des menschlichen Bewusstseins oder die Anstrengung einer Bruderschaft erwirkt wird. Es ist ein reines, souveränes Geschenk Gottes, das durch das Opfer des Lammes, das in den folgenden Versen erwähnt wird, bereits vollbracht wurde. Alle Anstrengungen der “Schüler” und Lichtarbeiter sind somit nicht nur umsonst, sie wirken sich als okkultes Treiben sogar negativ und konträr für denjenigen aus, der sie anwendet. Jesus Christus als das Lamm, und nur er allein, bringt uns das Heil und die Rettung. Dieses Geschenk anzunehmen, möchte uns Aivanhov nehmen.
Die Macht (griechisch: hē dynamis – ἡ δύναμις)
Von dynamis243Link zum Wiktionary-Artikel “δύναμις”: hier klicken↓ leitet sich unser Wort „Dynamit“ ab. Es beschreibt die innewohnende, rohe, unaufhaltsame Kraft, die Fähigkeit zu handeln und die absolute Stärke. Während der Drache auf der Erde durch Täuschung und Verführung eine Schein-Macht ausübt, offenbart Gott hier Seine reale, unerschaffene Urkraft. Der Sturz des Drachen erfordert von Gott keine Kraftanstrengung. Es ist die bloße Manifestation Seiner dynamis.
Aïvanhov spricht im elften Kapitel davon, dass die Menschen die kosmischen Kräfte des Guten durch ihr kollektives Egregore erst verstärken müssen (Seite 127). Damit könnte der Sieg Michaels verstärkt werden (Seite 128). Die Bibel sagt das genaue Gegenteil: Gottes dynamis ist absolut, vollkommen und autark. Sie braucht keine menschlichen oder engelhaften Batterien, um den Feind zu besiegen.
Das Reich unseres Gottes (griechisch: hē basileia – ἡ βασιλεία)
Basileia244Link zum Wiktionary-Artikel “βασιλεία”: hier klicken↓ meint nicht primär ein geografisches Territorium, wie ein Stück Land, sondern die Königswürde, die Regierungsgewalt und das Ausüben der Herrschaft. Der Ausruf “Nun ist gekommen… das Reich unseres Gottes” bedeutet, dass Gottes legitimer Anspruch auf die Schöpfung nun uneingeschränkt sichtbar und vollstreckt wird. Der Thronräuber und Diktator Satan, der sich als “Fürst dieser Welt” aufgespielt hat, ist entmachtet. Gottes Wille geschieht nun im Himmel wie auf Erden, und zwar ohne Kompromiss und ohne Gegenwehr.
Dieses Reich wird nicht im Verborgenen durch okkulte Denkschulen, Logen oder Bruderschaften aufgebaut. Es bricht katastrophisch und sichtbar von außen an, bricht alle Reiche dieser Welt und setzt Gottes sichtbare Gerechtigkeit ein. Zugehörig zu diesem göttlichen Reich wird man, indem man ein Kind Gottes wird, ein bekehrter und wiedergeborener Christ. Jesus sagte in Matthäus 18,3: “und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen!” Es ist alles so einfach zu verstehen, wenn man sich von okkulten Irrlehren wie der von Aivanhov abwendet.
Die Herrschaft seines Christus (griechisch: hē exousia tou christou autou – ἡ ἐξουσία)
Das Wort exousia245Link zum Wiktionary-Artikel “ἐξουσία”: hier klicken↓ unterscheidet sich grundlegend von dynamis, der Kraft. Exousia bedeutet Vollmacht, rechtmäßige Autorität, das Recht zu regieren und zu richten. Ein Polizist hat vielleicht nicht die körperliche dynamis, um einen Lkw aufzuhalten, aber er hat die exousia, die Vollmacht des Staates, das Stoppschild hochzuhalten. Christus besitzt hier beides: die göttliche Kraft und das absolute, legale Recht zur Herrschaft. Er ist der gesalbte König246Link zum Artikel “Christus”: hier klicken↓ (Christus heißt der Gesalbte). Seine Herrschaft basiert auf Seinem Sieg am Kreuz. Weil Er sich erniedrigt hat, hat Gott Ihn über alle Maßen erhöht.
Hier wird der absolute Kern des christlichen Glaubens deutlich. Die Herrschaft liegt exklusiv bei Seinem Christus. Es gibt keine anderen Meister, keine spirituellen Hierarchien oder kosmischen Mittlerwesen, die sich diese Autorität mit Ihm teilen. Michael führt den Befehl aus, aber die exousia, die Vollmacht über Kosmos, Leben und Tod, liegt allein bei Jesus Christus.
Wenn wir uns diese vier Begriffe im Kontext von Offenbarung 12 vor Augen führen, verstehen wir, wie glasklar und scharf die Bibel die Fronten klärt: Das Lied im Himmel feiert ein absolut theozentrisches (gottzentriertes) und christozentrisches (christuszentriertes) Ereignis. Das Heil, die Macht, das Reich und die Vollmacht gehören Gott und Seinem Gesalbten. Der Mensch ist in diesem Szenario nicht der magische Mitstreiter, der durch rituelle Verbindung mit Engeln das Gleichgewicht der Kräfte verschiebt, sondern der staunende, gerettete Empfänger dieses gewaltigen, göttlichen Sieges. Eben ein Kind Gottes.
Und das ist es, was Ihnen als Leser und “Schüler” Aivanhovs vorenthalten wird. Die armen “Schüler” winden sich ihr Leben lang an unnützen Übungen entlang, werden immer hochmütiger, weil sie ja soundso lange meditieren können, angeblich massiv feinfühlig geworden sind und scheinheilige Lieder in einem Chor singen können – und fallen am Ende doch durch das gröbste Raster, weil alles, zu dem sie ihr Leben lang angeleitet und verführt wurden, okkulte und magische Handlungen waren, die Gott ein Gräuel sind.
Liebe Leser, bitte resümieren Sie, ziehen Sie selbst Ihr Fazit aus den bisher offengelegten und anhand der Bibel widerlegten Behauptungen Aivanhovs und der Okkultisten. Wie kann man jemand ernst nehmen, der den Kern des Christentums, Jesu Sieg am Kreuz durch Tod und Auferstehung, leugnet? Was möchte jemand erreichen, der die Menschen vom einfachen Glauben wegführt, der zur Errettung gedacht ist? Was spielt sich im Inneren eines Menschen ab, der es nicht fertig bringt, den Namen unseres Gottes klar und deutlich auszusprechen und zu benennen?
Offenbarung 12,11 – Der Dolchstoß für Aivanhovs Irrlehre
Vers 11 der Offenbarung 12 zeigt dem Leser, wie die Gläubigen, die Kinder Gottes, Satan, den Drachen überwinden. Genau drei Methoden werden genannt, die zu 100% konträr zur Einweihungslehre Aivanhovs und aller Okkultisten stehen. Wie wir gleich bei der Aufschlüsslung sehen können, spricht eine sagenhafte Wahrhaftigkeit aus diesem einen Vers, und zugleich eine Einfachheit, die den okkult Praktizierenden die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste. Auch hier spielt Jesus Christus die Hauptrolle, und somit wird klar, warum Aivanhov diesen Vers lieber unterschlägt, als zu versuchen, ihn auszulegen und zu erklären.
“Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!”
Schlachter 2000 – Offenbarung 12,11 ↗
Durch das Blut des Lammes
Das stellt die Grundlage und Basis für jeden Gläubigen dar. Jesu Tod als Opferlamm nimmt jede Schuld weg, denn durch Sein Blut wurden alle Sünden der Kinder Gottes getilgt. Satans stärkste Waffe sind Anklage und Verdammnis, aber das Blut Jesu macht uns wirklich gerecht vor Gott. Die Gemeinde siegt, weil sie sich im Glauben auf das Kreuz stützt, nicht auf eigene Leistung. Die Methode der Verführer führt in genau die andere Richtung, weg vom Kreuz und hin zur eigenen Person, die durch Verblendung der Meinung ist, durch eigene Anstrengung gottgleich zu werden. Sehen Sie den Widerspruch in Aivanhovs Lehre?
Durch das Wort ihres Zeugnisses
Ein bekehrter und wiedergeborener Christ redet und lebt so, dass deutlich wird: Jesus ist Herr, sein Evangelium ist wahr. Ihr Zeugnis ist nicht nur fromme Worte, sondern ein mutiges Bekennen – auch gegen Widerstand. Und dieser Widerstand wird kommen, massiv und unausweichlich wird die Gemeinde Gottes durch Verfolgung und Drangsal gehen müssen. Dem zum Trotze werden die Kinder Gottes weiterhin Zeugnis von der Herrlichkeit Jesu Christi geben. Währenddessen lernen die Einweihungsschüler brav ihre Kabbala und ihren Chorgesang auswendig, beten zu Melchisedek und den Engeln und tauchen in die Versenkung ab. Sehen Sie den Widerspruch in Aivanhovs Lehre?
Sie haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod
Das stellt die unausweichliche Konsequenz dar: Die Kinder Gottes hängen nicht krampfhaft an ihrem irdischen Leben, weil sie wissen, was sie erwartet, wenn sie Christus begegnen. Die Kinder Gottes sind bereit, für Christus ihr Leben zu geben und damit wird Satan seiner letzten und größten Drohung beraubt. Der Drache hat keine Macht mehr über die Kinder Gottes, er wird zu einem zahnlosen Monster, dessen Zeit abgelaufen ist. Aivanhov sagte, dass seine “Schüler” zu diesen schrecklichen Zeiten geschützt wären, aber ich kann mir nicht einen davon vorstellen, der sich mutig vor Gericht zu Jesus Christus bekennen würde. Sehen Sie den Widerspruch in Aivanhovs Lehre?
Der Sieg über Satan kommt zuallererst durch das Werk Christi, sein Leben gegeben zu haben. Seine Erniedrigung am Kreuz auf Golgatha hatte eine unendliche Erhöhung zur Folge. Wir können das Geschenk seines Blutes annehmen und dadurch zu gereinigten und geheiligten Kindern Gottes werden. Dazu braucht es eine klare Willensentscheidung. Der Sieg über Satan kommt durch unser klares Zeugnis, offen über den Einzigen zu sprechen, der in der Lage ist, uns aus unserem Gefängnis zu befreien. Wir dürfen uns des Namens Jesu Christi und des Evangeliums nicht schämen. Der Sieg über Satan kommt durch unsere Bereitschaft zur Hingabe. Sind Sie stark genug, diese Schritte mit Jesus Christus zu gehen? Wenn ja, klicken Sie hier ↗.
Offenbarung 12,12 – Wehe aber der Erde und dem Meer
Nach dem gewaltigen Siegeslied in Vers 10, führt Offenbarung 12,12 das kosmische Schauspiel zu einem absoluten Höhepunkt. Der Vers bildet die logische und theologische Konsequenz aus dem Sturz des Drachen. Dieser Vers teilt die Wirklichkeit in zwei völlig gegensätzliche Sphären, nämlich Himmel und Erde, und offenbart das psychologische und strategische Profil des Feindes. Das ist einerseits spannend zu beobachten, andererseits vor Kummer kaum zu ertragen. Lassen Sie uns diesen Vers gemeinsam aufschlüsseln.
“Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 12,12 ↗
Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnt!
- Das Wort “Darum” bezieht sich direkt auf den vorherigen Sieg über den Drachen. Der Himmel ist endgültig gesäubert. Satan als der Ankläger, der Tag und Nacht vor Gott stand und die Brüder verklagte, hat dort oben keine Existenzberechtigung und keine Machtbasis mehr. Das ist der Grund zur Freude (griechisch: eup hrainesthe).
- Die Zeltbewohner des Himmels: Im Griechischen steht hier für “wohnen” das Wort skēnountes, was wörtlich “die darin zelten” oder “ihre Stiftshütte247Link zum Artikel “Stiftshütte – Bibel-Lexikon”: hier klicken↓ haben” bedeutet. Das ist eine tiefe biblische Anspielung, denn die Erlösten und die Engel haben ihre ewige, sichere Heimat bei Gott aufgeschlagen. Im Himmel herrscht uneingeschränkter Frieden.
Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer!
- Das kosmische “Wehe” (griechisch: ouai): Dies ist kein Fluch Gottes, sondern ein gellender prophetischer Warnruf, ein Ausdruck tiefen Schmerzes. Das Drama verschiebt sich geografisch. Der Kampf im Himmel ist vorbei, aber der Kampf auf der Erde bricht jetzt in einer völlig neuen Härte aus. “Erde und Meer” stehen symbolisch für die gesamte bewohnbare und unbewohnbare materielle Welt.
- Die veränderte Taktik des Feindes wird sichtbar: Weil Satan Gott im Himmel nicht mehr angreifen kann, wendet er sich im blinden Hass gegen Gottes Schöpfung und die Gläubigen auf der Erde. Wenn ein Diktator weiß, dass er den Krieg verliert, wendet er oft die Taktik der “verbrannten Erde an“248Link zum Wikipedia-Artikel “Verbrannte Erde”: hier klicken↓ – und genau das tut der Drache hier.249Link zum Wikipedia-Artikel “Nerobefehl”: hier klicken↓
Hier möchte ich anmerken, dass meiner Meinung nach Aivanhovs gesamte “geistige Lehre” dem Prinzip der “verbrannten Erde” entspricht. Ihm muss zumindest in geringem Maße klargewesen sein, dass seine Lehre konträr zum biblischen Heilsplan steht. Trotzdem hat er über 5.000 gotteslästerliche Vorträge gehalten, alle mit Inhalten gefüllt, die ihren Ursprung im Okkultismus, der Theosophie, der Hermetik und der Gnostik haben. Ganz bewusst hat er jeden einzelnen “Schüler” bis zu seinem Ende im Jahr 1986 mit Informationen und Anleitungen versorgt, die Gott ein Gräuel sind. Aivanhov hat versucht, alles biblische durch sein Wirken niederzureißen und “zu verbrennen”. Ich sehe jedes seiner Bücher als einzelnen Nerobefehl.
…und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.
Hier gewährt uns die Offenbarung des Johannes einen tiefen Einblick in die Psychologie des Bösen, die sich in zwei Elementen zeigt:
- Der große Zorn (griechisch: thymon megan): Das griechische Wort thymos beschreibt keinen kalt berechnenden Ärger, sondern eine wütende, kochende Leidenschaft, ein blindes Rasen. Satan agiert nicht mehr aus einer Position der Stärke heraus, sondern aus purer, verzweifelter Ohnmacht. Er ist wie ein in die Enge getriebenes, tödlich verwundetes Raubtier, das wild um sich beißt.
- Das Wissen um die “wenige Zeit” (griechisch: oligon kairon): Das ist die wichtigste theologische Feststellung des Verses. Der Teufel ist kein ewiges Gegenprinzip zu Gott. Er ist ein geschaffenes Wesen, dessen Ablaufdatum feststeht. Er weiß, dass er bereits verloren hat. Der Sturz aus dem Himmel war der Anfang seines Endes, der endgültige Feuersee in Offenbarung 20 wartet bereits auf ihn. Die Zeit, die ihm auf der Erde bleibt, ist begrenzt (kairos meint hier das gnadenlos tickende Zeitfenster).
Liebe Leser, ich hoffe, ich konnte Ihnen mit der Beschreibung der Verse 10–12 einen Einblick in die bibeltreue Auslegung dieser Verse und ihrer wahren Bedeutung geben. Was klar wurde, ist die immense Bedeutung Jesu Christi. Er ist es, der von Anfang an als leuchtendes Feuer vor uns stand und der gesamten Menschheit den Weg weist. Alles, was wir tun müssen, ist, dieses strahlende Licht als unseren Wegweiser anzuerkennen und ihm zu folgen. Aivanhov bringt uns mit seiner Irrlehre von diesem Weg ab und hält uns in der Finsternis gefangen. Er macht das so geschickt, dass Sie glauben, nach einer biblischen Methode zu praktizieren, die Ihre Erlösung zur Folge hat.
An dieser Stelle bitte ich die “Schüler” Aivanhovs, kurz innezuhalten und sich selbst zu fragen, welche Ziele aus der “Einweihungslehre” sie schon erreicht haben. Was würden Sie selbst als erreichte und gemeisterte Stufe hervorheben und was ist Ihr nächstes Ziel? Wohin wollen Sie mit der “geistigen Lehre” Aivanhovs gelangen? Was werden Sie mit den neuen Kräften, die Sie dann besitzen, anfangen?
Ungeachtet des persönlichen Hochmuts und des Selbstbetrugs der ganzen “Schüler” und Priester, die diese Welt bisher gesehen und überlebt hat, sticht eine einzige Person hervor, die Übermenschliches geleistet hat: Jesus Christus. Er ist es, den die Okkultisten am liebsten ausradieren würden, weil er Stufen erreicht hat, von denen ihre theoretischen Modelle zwar sprechen, die aber keiner von ihnen jemals verwirklichen konnte. Jesus auf der anderen Seite, geht als der Retter der gesamten Menschheit hervor, der sich als Lamm geopfert hat, sein Leben gab, um alle seine Kinder, bis auf das Letzte, mit seiner Botschaft zu erreichen. Die Botschaft Aivanhovs? Jesus starb nie am Kreuz, ist leiblich niemals auferstanden, und der Aufruf, Melchisedek als neuen Gott anzubeten. Danke, ich verzichte!
Zum Abschluss dieses aufreibenden Kapitels möchte ich Ihnen gern einige Stellen aus dem Alten Testament vorlegen, die Jesus Christus ankündigen, ja sogar sein ganzes Wirken vorhersagen. Diese unleugbaren Bibelverse, die Hunderte von Jahren auseinanderliegen sind es, die den Okkultisten wie Aivanhov so schwer im Magen liegen. Sie versuchen, die Bibel und ihre Handlungsträger durch eine Irrlehre gigantischen Ausmaßes zu widerlegen. Aber ohne Erfolg, denn die Schrift wird sich erfüllen.
Die Geburt Jesu, die Jungfrauengeburt,250Link zum Artikel “Was meint eigentlich „Jungfrauengeburt“?”: hier klicken↓ wird in Jesaja 7,14 beschrieben. Die Jungfrauengeburt wird übrigens von Aivanhov in Band 240 “Söhne und Töchter Gottes” geleugnet. Jesaja 7,14 wurde mit Matthäus 1,22–23 erfüllt.
“Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben.”
Schlachter 2000 – Jesaja 7,14 ↗
Jesu Einzug und Wirken in Jerusalem wird in Sacharja 9,9 beschrieben und mit Matthäus 21,4–5 erfüllt:
“Frohlocke sehr, du Tochter Zion; jauchze, du Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir; ein Gerechter und ein Retter ist er, demütig und reitend auf einem Esel, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der Eselin.”
Schlachter 2000 – Sacharja 9,9 ↗
Das stellvertretende Leiden, das Jesus um unserer Willen auf sich genommen und erduldet hat, wird in Jesaja 53,5 beschrieben. In Matthäus 27 kommt es zur Erfüllung:
“Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.”
Schlachter 2000 – Jesaja 53,5 ↗
Kapitel 12: Der Drache speit Wasser auf die Frau
Kapitel 12 führt die massive Irreführung der Leser und “Schüler” Aivanhovs fort. Obwohl im Bibelzitat von Offenbarung 12,13 der Knabe erwähnt wird, schweigt sich der Inhalt des Buches über Jesus Christus aus. Mit keiner Silbe wird unser Herr und Heiland beschrieben. Was besonders deutlich zu sehen ist, ist die ausgeprägte Bildsprache, die verwendet wird, um die vermeintlichen Zusammenhänge zu erklären. Aber bitte lassen Sie sich dadurch nicht täuschen. Die Bildsprache dient zur Ablenkung, denn indem Sie sich auf die geführte Phantasiereise Aivanhovs einlassen, entgeht Ihnen die wahre Bedeutung der Verse in Offenbarung 13–16 und Sie versäumen die Prüfung anhand der Bibel. Bitte bleiben Sie beim Lesen dieses Kapitels äußerst wach!
Das 12. Kapitel läuft im Buch über 6 Seiten. Die letzte Seite 134 beinhaltet allerdings nur zwei Fußnoten, somit hat Kapitel 12 nur 5 volle Textseiten. Verwendet werden 957 Wörter, davon sind 118 den Bibelstellen von Offenbarung 13–16 gewidmet. Dieser Abschnitt der Bibel wird in der Schlachter 2000 mit “Der Drache verfolgt die Frau” überschrieben, die Einheitsübersetzung verwendet “Der Kampf des Drachens gegen die Frau”. Warum die Überschrift im Buch “Der Drache speit Wasser auf die Frau” heißt, wenn doch wieder nur um das Thema herumphantasiert wird, ist unklar.
Bitte beachten Sie, dass im Buch auf Seite 129 angegeben wird, dass es sich um die Verse Off 12, 13–17 handelt. Tatsächlich sind nur die Verse 13–16 abgedruckt. Auch diese Unachtsamkeit wurde aus den französischen Original übernommen und für die deutsche Übersetzung nie geprüft. Die Bibel beinhaltet für das Kapitel Offenbarung 12 ganze 18 Verse. Zwar kann man, wie hier in diesem Buch geschehen, die Besprechung mit Vers 16 beenden, dann entgehen dem Leser aber wichtige Zusammenhänge und Einsichten. Ich werde deshalb Vers 17 und 18 detailiert klassisch auslegen, um Ihnen genau aufzuzeigen, warum sie im Buch einfach verschwiegen wurden.
“13 Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die den Knaben geboren hatte. 14 Und es wurden der Frau zwei Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste fliegen kann an ihren Ort, wo sie ernährt wird eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit, fern von dem Angesicht der Schlange. 15 Und die Schlange schleuderte aus ihrem Maul der Frau Wasser nach, wie einen Strom, damit sie von dem Strom fortgerissen würde.
16 Und die Erde half der Frau, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Maul geschleudert hatte. 17 Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.
18 Und ich stellte mich auf den Sand des Meeres.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 12,13−18 ↗
Offenbarung 12, Vers 13 – Die Unterschlagung
Aivanhov beginnt seine Kommentare auf Seite 129 mit Vers 14. Vers 13 scheint oberflächlich betrachtet für ihn keine Rolle zu spielen. Doch wenn wir den Vers lesen, wird schnell klar, warum er unerwähnt bleibt: Er müsste neben der Frau und dem Drachen auch den Knaben, Jesus Christus, den Messias, besprechen. Der Knabe ist es, der alle Fäden in der Hand hält, Jesus Christus ist das endgültige Ziel, auf das die Menschen hinsteuern müssen, er ist unser Herr und Heiland. Wie bei den vorherigen Kapiteln, bleibt die Person und der Name Jesus Christus von Aivanhov aber unerwähnt. Wäre Aivanhov vom Heiligen Geist geführt, was ich von einem “geistigen Meister” erwarte, würde er außerordentlich überschwänglich über Vers 13 berichten.
Da er das aber nicht tut, werde ich das nachholen.
Anders als in Aivanhovs löchriger Beschreibung ist Offenbarung 12,13 eine reale, prophetische Offenbarung über den geistlichen Kampf in der Heilsgeschichte. Wir können in Vers 13 drei Hauptcharaktere identifizieren: Satan, als der Drache, die Frau, die für die gläubige Gemeinde, das messianische Gottesvolk steht, und den Knaben, das ist Jesus Christus, der Messias. An dem Punkt, an dem der Drache realisiert hat, dass er “auf die Erde geworfen war”, beginnt er mit seinem Kampf gegen die Frau, also gegen die Gemeinde Gottes. Weder ist es ihm möglich, weiterhin die Brüder vor Gott zu verklagen, noch dem Knaben habhaft zu werden.
Der Drache wurde von Gott so schnell und überraschend aus dem Himmel verbannt, dass er keine Zeit hatte zu protestieren oder Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Er wurde einfach aus dem Himmel entfernt. Damit beginnt die Raserei des Teufels, seine Macht ist gebrochen und sein Aktionsradius beschränkt sich nur mehr auf die Erde. Bitte verstehen Sie, dass wir diesen Vers im großen Kontext sehen müssen: Durch das vollbrachte Werk Jesu am Kreuz, seine Auferstehung und Himmelfahrt ist Satan endgültig besiegt. Das sind alles Dinge, die Aivanhov freiheraus leugnet.
Offenbarung 12,13 ist in der bibeltreuen Theologie ein Trost- und Warntext. Er warnt die Gemeinde, dass der Teufel auf der Erde wütet, aber er tröstet sie damit, dass Satan im Himmel bereits ein für alle Mal gerichtet und gestürzt ist. Der Sieg gehört Gott und seine treue Gemeinde wird an diesem Sieg teilhaben. Das ist der Gund, warum Verse wie Offenbarung 12,13 in der Lektüre Aivanhovs unerwähnt bleiben. Er müsste seine Leser dahingehend unterrichten, wie man aus biblischer Sicht zu einem geliebten Kind Gottes wird, wie man umkehrt und sich bekehrt. Aber damit würde er all seine Leser verlieren, die sofort verstehen würden, um was es Aivanhov wirklich geht.
Offenbarung 12, Vers 14 – Achtung, die Hypnose beginnt!
Sofort mit dem ersten Satz nach dem Bibelzitat beginnt die Entfernung von der christlichen und biblischen Bedeutung von Vers 14. In den okkulten Kreisen, in denen sich Aivanhov aufhält, spricht man nicht mehr von “Gott” oder “Jesus Christus”. Man spricht von unpersönlichen Prinzipien, einem Christusprinzip und einem kosmischen Prinzip des Bösen, bestenfalls noch von einer Gottheit, denen man sich durch magische Rituale und leibliche Übungen annähern kann. Im ersten Satz auf Seite 129 bleibt unser Gott von Aivanhov unerwähnt, er spricht von “man”:
“Damit sie dem Drachen entkommen konnte, gab man der Frau zwei große Adlerflügel.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 12, Seite 129
Mit diesem einen Wort, dass anstelle einer persönlichen Anrede unseres Gottes verwendet wurde, sehen wir den fundamentalen Unterschied vom Christentum zum Okkultismus. Wir haben einen Gott, der sich persönlich ansprechen lässt, der sich um jeden Menschen persönlich kümmert und der immer für jeden Menschen da ist, zu jeder Zeit. Wir können den Vater im Himmel ansprechen oder seinen Sohn, Jesus Christus. So muss der Satz oben heißen: “…gab Gott der Frau zwei große Adlerflügel”. Die Frau steht für die Gemeinde, also hat Gott selbst und höchstpersönlich jedem einzelnen Menschen in seiner Gemeinde Flügel gegeben. Ja, Gott kümmert sich um seine Kinder.
Aivanhov hingegen lässt das symbolische Bild der Flügel einfach im Raum stehen. Er spricht ja lediglich davon, dass man der Frau zwei große Flügel gab und im nächsten Satz wird der Leser mit seiner Bildsprache in die “Überlieferung” entführt. Weder wird erklärt, was die Flügel sind, noch woher die überlieferten Informationen stammen. Zum einen hat Aivanhov hier einen Lehrauftrag, wenn er sich als Kommentator der Bibel ausgibt. Es muss klar herausgestellt werden, dass es sich um Gott, den Vater und Jesus, den Sohn handelt. Zum anderen muss ein “Eingeweihter” sicherstellen, dass alle seine Schüler mit dem gleichen Informationsgehalt versorgt werden. Sonst fällt die ganze “Einweihungswissenschaft” in sich zusammen. Beidem kommt er aber nicht nach.
Sie fragen sich, warum Aivanhov diese Kleinigkeit nicht aufklärt und biblisch auslegt? Weil das nicht seine Aufgabe ist und er Sie in seiner Irrlehre gefangen halten will. Sie werden mit unendlichen unbiblischen Verwirrungen im ständigen Prozess des künstlichen “Studiums” fixiert und großräumig um die eine Person herumgeführt, die alleine in der Lage ist, Sie aus Ihren ganz persönlichen Schwierigkeiten und Lebensumständen herauszuholen und zu befreien: Jesus Christus, der Messias, unser Gott.
Die zwei Flügel haben natürlich eine tiefe Bedeutung. Mit der Erwähnung von zwei Flügeln schließt sich ein Kreis in der biblischen Geschichte. Die klassische Auslegung sieht hier eine starke Parallele zu 2.Mose 19,4. Wenn wir diesen Abschnitt lesen, öffnen sich ganze Welten vor unseren Augen und die Freude, die vermittelt wird, steigt ins Unermessliche!
“Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe.”
Schlachter 2000 – 2.Mose 19,4 ↗
Die zwei Flügel geben das Bild der Vollständigkeit. Die Gemeinde Gottes wird nicht auf einem Bein in die Zielgerade humpeln, sondern aufrecht als Sieger und Überwinder ankommen. Die zwei Flügel stehen für die vollständige und ausreichende Hilfe, die Gott den Seinen zukommen lässt, sie symbolisieren die Schnelligkeit, Macht und Sicherheit, mit der Gott Seine Gemeinde vor der endgültigen Vernichtung durch den Teufel rettet. Es ist keine menschliche Leistung, sondern die Flügel “werden ihr gegeben”.
Es sind die Flügel eines Adlers, nicht eines Kauzes, eines Sperlings oder eines Kuckucks. Der Adler steht für Stärke, Freiheit, Macht, Erhabenheit und auch für Souveränität und Weitblick. Hier wird ausgedrückt, dass es nicht einer menschlichen Spiritualität bedarf, es wird allein die übernatürliche Rettung, Tragkraft und Fürsorge Gottes sein. Genau dieses Bild vermittelt 5.Mose 32,11:
“wie ein Adler seine Nestbrut aufscheucht, Über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie auf seinen Schwingen trägt.”
Schlachter 2000 – 5.Mose 32,11 ↗
Ja, liebe Leser, Gott wird Seine Gemeinde auf Seinen Flügeln durchtragen. Das ist Sein Versprechen an alle Seine Kinder. Es ist mehr als bezeichnend, dass all diese Zusammenhänge von Aivanhov nicht ausgelegt und aufgeschlüsselt werden, sondern seine Leser und “Schüler” in immer weitere Verstrickungen ins Unbiblische und Okkulte hineingeführt werden. Mit keiner Silbe kommt der Leser mit der tiefen biblischen Bedeutung der Frau, den zwei Flügeln, des Adlers, der Wüste und den Zeiten in Kontakt. Aivanhov startet hier seinen Angriff mit seiner ausdrucksstarken Bildsprache, die eigentlich eine hypnotische, geführte Phantasiereise ist.
Im Buch wird lediglich die “Überlieferung” erwähnt, die vom symbolischen Standpunkt aus betrachtet, den Drachen dem Adler gegenüberstellt. Diese “Überlieferung” ist ein universelles und kulturübergreifendes Ursymbol der Menschheit, das in der Mythenforschung und Esoterik oft als der “Uralte Kampf zwischen Adler und Schlange, bzw. Drache” bezeichnet wird.251Link zum Buch “Adler und Schlange. Tiersymbolik im Glauben und Weltbild der Völker”: hier klicken↓ Dieses Bild ist in Traditionslinien der kosmologischen Überlieferung252Link zum Artikel “The Eagle and The Serpent, Reconsidered”: hier klicken↓ und der mythologischen Entsprechungen (nordisch, mesopotamisch/griechisch und ägyptisch)253Link zum Artikel “Tiere der Wikinger: Adler”: hier klicken↓ verankert.
Der Leser wird mit diesen Beschreibungen wieder vom Schöpfer weg und hin zur Schöpfung manipuliert. Weg von den Wundern der göttlichen Errettung und hin zu den Symbolen, die keinerlei Kraft besitzen und nur menschliche Schmierereien darstellen. Wie furchtbar ist der innere Zustand dieser Menschen, die sich einbilden, von einem “geistigen Meister” in das universelle Wissen und Leben geleitet zu werden und irgendwann die Reife zu besitzen, um in die Selbstverwirklichung zu kommen, in den Stand eines Eingeweihten. Wenn Sie nach Aivanhovs Anleitungen praktizieren, beenden Sie bitte diesen zerstörerischen Selbstbetrug und lassen Sie sich als unschuldiges Kind Gottes von Ihm auf Seinen Flügeln tragen!
Wie oben erwähnt, beinhaltet Vers 14 noch andere, wichtige Elemente, die von Aivanhov völlig ignoriert werden. Da gibt es die Wüste, “…damit sie in die Wüste fliegen kann an ihren Ort, wo sie ernährt wird…”. Die Wüste ist in den biblischen Geschichten meist mehr als nur schlichte Geographie.
- Ort der Bewahrung: Israel wird in der Wüste von Gott versorgt (Manna, Wasser, Schutz).
- Ort der Prüfung und Läuterung: Versuchungen, Kämpfe, aber auch tiefes Lernen des Vertrauens auf Gott.
- Ort der Absonderung: weg von den großen Städten, Mächten und Einflüssen.
Im Kontext von Offenbarung 12 wird die Wüste als ein von Gott vorbereiteter Schutzraum für Sein Volk verstanden (also die Frau = Israel, bzw. Gottes Volk, Seine Kinder). In der Endzeit können wir von einem realen, aber zugleich symbolischem Ort ausgehen, wo Gott Sein Volk vor der unmittelbaren Vernichtung durch den Drachen bewahrt und versorgt. Manche deuten konkret auf einen geografischen Ort (z.B. Petra, Jordanien),254Link zum Wikipedia-Artikel “Petra (Jordanien)”: hier klicken↓ andere sehen die Wüste als Bild für eine von Gott geschaffene Rückzugs- und Bewahrungszone, die verborgen, unscheinbar, und sicher liegt.
Wie die Wüste Sinai für das Volk Israel nach dem Auszug aus Ägypten ein Zufluchtsort vor dem Pharao (der im Alten Testament übrigens als “großer Drache” bezeichnet wird, z. B. in Hesekiel 29,3)255Lesen Sie in Hesekiel 29,3 selbst nach: hier klicken↓ war, so bereitet Gott Seinem Volk auch in Zeiten der größten Verfolgung durch Satan einen sicheren Zufluchtsort. In der Wüste gab es kein natürliches Brot, aber Gott ernährte Israel übernatürlich mit Manna. Bibeltreu bedeutet das: Wenn die Gemeinde in die Isolation und Verfolgung gedrängt wird, bricht Gottes Versorgung nicht ab. Er ernährt sie geistlich durch Sein Wort und, wo nötig, physisch.
Auch die Aufzählung der Zeiten in Vers 14 wird von Aivanhov unterschlagen. “…eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit, fern von dem Angesicht der Schlange”. Das ist einer der wichtigsten prophetischen Schlüssel der gesamten Endzeitprophetie. Es handelt sich um eine Formulierung, die exakt aus dem Buch Daniel 7,25 und 12,7 stammt.
“Und er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.”
Schlachter 2000 – Daniel 7,25 ↗
- Eine Zeit = 1 Jahr
- Zwei Zeiten = 2 Jahre
- Eine halbe Zeit = 0,5 Jahre
Gesamt: 3,5 Jahre oder 42 Monate, oder 1260 Tage, wie in Offenbarung 12,6 erwähnt.
Die beschriebene Zeit ist die wörtliche zweite Hälfte der siebenjährigen Trübsalzeit (die “Große Trübsal”).256Link zum Artikel “Fahrplan bis zum Ende der Welt” – ERF: hier klicken↓ In diesen letzten 3,5 Jahren vor der Wiederkunft Christi wird der Antichrist, bevollmächtigt durch den Drachen, das jüdische Volk brutal verfolgen. Gott wird einen treuen Überrest Israels an einen sicheren Ort bringen (viele Ausleger vermuten die Felsenstadt Petra in Jordanien)257Link zum Gemini-Chat Petra: Biblischer Zufluchtsort in Jordanien: hier klicken↓ und ihn dort 3,5 Jahre lang übernatürlich vor dem Antichristen schützen.
“Da hörte ich den in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine Rechte und seine Linke zum Himmel erhob und bei dem schwor, der ewig lebt: Eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit; und wenn die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen!”
Schlachter 2000 – Daniel 12,7 ↗
Mit dem zweiten Satzteil “…fern von dem Angesicht der Schlange”, wird die absolute Souveränität Gottes beschrieben. Obwohl Satan mit all seiner Wut auf der Erde tobt, bleiben die Kinder Gottes für ihn unerreichbar. Es gibt eine Grenze, die der Teufel nicht überschreiten kann. Gott setzt Seinem Volk eine unsichtbare Schutzmauer. Der Feind kann die Gemeinde zwar physisch bedrängen, aber er kann ihren ewigen Bund mit Gott und ihr Heil nicht anrühren. Somit ist Offenbarung 12,14 das große Versprechen Gottes mitten in der Verfolgung. Während der Drache versucht, das Volk Gottes auszulöschen, erweist sich Gott als der mächtige Adler, der die Seinen rettet, in die Wüste trägt und dort übernatürlich versorgt.
Es ist eine Ermutigung zum geduldigen Warten: Der Terror des Feindes ist real, aber zeitlich streng auf 3,5 Jahre begrenzt und steht unter Gottes absoluter Kontrolle. Finden Sie nicht auch, dass die bibeltreue Auslegung um ein vielfaches herrlicher ist, als eine okkulte Fehldeutung dieser Verse? Die Kinder Gottes sind in einer unbeschreiblichen Vorfreude, weil ihnen versichert wird, dass all die Drangsal und der Terror ein vorherbestimmtes Ende haben wird. Wie schön wäre es, wenn ich Sie als “Schüler” Aivanhovs mit der biblischen Wahrheit erreichen könnte. Bitte sehen Sie sich dieses Video ↗ dazu an.
Offenbarung 12, Vers 15 – Die Enttarnung der Lehre Aivanhovs als Teil der antichristlichen Propaganda
Mir ist bewusst, dass Aussagen, wie sie in dieser Überschrift zu finden sind, eher Kritik oder sogar Ablehnung statt Verständnis bei den Lesern hervorbringen. Wenn wir aber die Seiten 130 bis 132 gemeinsam analysieren, wird schnell klar, was das eigentliche Ziel Aivanhovs ist, das er vor Augen hat, wenn er die Leser in vollkommener Verwirrung und im größtmöglichen Abstand zur biblischen Auslegung von Offenbarung 12,15 hält. Der Leser wird gedanklich in sehr starken Bildern gefangen gehalten, die keinerlei Bezug zum biblischen Inhalt haben, sodass er keinen Millimeter näher an die Kernaussage dieses Verses kommt.
Aivanhov ist der Meinung, dass das Wasser, das wie ein Strom gegen die Frau geschleudert wird, die Kräfte und Energien des Drachen darstellt.
“Dieses Wasser hat in Wirklichkeit überhaupt keine Beziehung zum physischen Wasser, es stellt vielmehr die Kräfte des Drachen, seine Energien, dar.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 12, Seite 130
Bezeichnenderweise verlässt Aivanhov diese Darstellung in seinen Schilderungen auf den nächsten drei Seiten nicht. Er bleibt vielmehr bei seinen blumigen Beschreibungen des Reinheitsgrades des Wassers, und erzählt, dass das Wasser, egal wie verschmutzt, immer das Leben repräsentiere und nimmt den Leser, beginnend bei Seite 130, auf seine Phantasiereise durch die Gebirge und den Ursprüngen der Flüsse über tausende Kilometer bis hinab in die Meere mit. Auf Seite 130/131 zwingt er dem unschuldigen Leser dann die ekelhafte Vorstellung von Abfällen und Schmutz auf, die das reine Wasser auf seinem Weg ins Meer aufnimmt. Schließlich, so Aivanhov, bliebe eine Flüssigkeit übrig, die kaum noch zur Bewässerung der Gärten tauge. Na, Mahlzeit.
Wenn diese Beschreibungen zum Verständnis des Bibelverses dienen würden, könnte ich sie sogar ertragen, denn das Leben auf der Erde ist trübe und vergiftet. Aber die manipulative Art und Weise, wie Aivanhov hier mit seinen Lesern und “Schülern” umgeht, verdient Aufklärung. In der bibeltreuen Auslegung wird dieser Vers nicht physisch, d. h., es fließt kein echtes Wasser, und auch nicht esoterisch-energetisch verstanden. Stattdessen wird die Bildsprache konsequent durch den Gesamtkontext der Heiligen Schrift entschlüsselt. Aivanhovs bildhafte Beschreibung des Wasserstroms mit seinem Schmutz ist nicht nur überflüssig, sondern völlig fehl am Platz.
Ströme, Fluten und hereinbrechende Wassermassen haben im Alten Testament ihre feste symbolische Bedeutung. Fast immer stehen diese Bilder für eine militärische Übermacht und feindliche Heere. In Jesaja 8,7−8 zum Beispiel, wird der Einmarsch des assyrischen Königs mit den “starken und großen Wassern des Stroms” verglichen, die über die Ufer treten und Juda überschwemmen.
“7 siehe, so wird der Herr die starken und großen Wasser des Stromes über sie bringen, den König von Assyrien mit seiner ganzen Herrlichkeit. Der wird sich über all seine Flussbetten ergießen und über alle seine Ufer treten; 8 und er wird daherfahren über Juda, es überschwemmen und überfluten, bis an den Hals wird er reichen; und die Spanne seiner [Heeres]flügel wird die Breite deines Landes füllen, Immanuel!”
Schlachter 2000 – Jesaja 8,7 ↗
Gleiches schildert Psalm 124, der von der Rettung durch den Herrn erzählt:
“2 wenn der HERR nicht für uns gewesen wäre, als die Menschen gegen uns auftraten, 3 so hätten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn gegen uns entbrannte; 4 dann hätten die Wasser uns überflutet, ein Strom wäre über unsere Seele gegangen; 5 dann hätten die wild wogenden Wasser unsere Seele überflutet!”
Schlachter 2000 – Psalm 124, 2–5 ↗
Das Bild der hereinbrechenden Wassermassen, der Fluten und Ströme steht auch für eine Flut von Lügen, Täuschung und Irrlehre.258Link zum YouTube-Video “Verhängnisvolle Irrlehren! – Wilhelm Pahls”: hier klicken↓ Da das Wasser direkt aus dem Maul der Schlange kommt, hat es mit Sprache und Worten zu tun. Im Gegensatz zu Jesus Christus, aus dessen Mund das zweischneidige Schwert der Wahrheit geht, speit die Schlange (Satan, der “Vater der Lüge”)259Lesen Sie in Johannes 8,44 selbst nach: hier klicken↓ eine tödliche Flut von Verführung, antichristlicher Ideologie, Propaganda und Irrlehre aus. Das ist schon in vollem Gange und nicht erst mit der Geschlechterverwirrung und der Frühsexualisierung, sondern schon lange vor den Schriften Deunovs/Aivanhovs und unzähligen anderen Gurus, Verführern und Götzendienern in der Vergangenheit.
Vervollständigt wird die geistige Verwirrung der Leserschaft durch die Verwendung kabbalistischer Elemente auf Seite 131. Hier zählt Aivanhov die Bereiche des Universums auf, die “das Leben”, ausgehend vom Thron Gottes, durchströmt. Interessanterweise lesen wir dort, wer die “vollendeten Seelen” sein sollen: nämlich die Propheten, die großen Meister und die Eingeweihten. Auch wird aufgezählt, was für Abfallarten in den Strom gelangen: von anderen weggeworfene Abfälle, Instinkte, Groll und unbeherrschte Leidenschaften. All das hat mit der biblischen Kernaussage des 15. Verses nicht das Geringste zu tun und findet sich mit keinem Wort in der Heiligen Schrift.
Fast unbemerkt fügt Aivanhov auf Seite 132 noch einen weiteren Schock-Effekt hinzu: die Angst vor dem Meer. Diese Darstellung aus dem tief verwurzelten Aberglauben und der menschlichen Urangst beginnt mit “Denn für gewöhnlich und neben anderen symbolischen Bedeutungen,…”. Mit den ständigen Hinweisen auf den rein symbolischen Charakter der Themen, entgeht Aivanhov der Kritik an seiner “geistigen Lehre”, denn er kann zu jeder Zeit und zu jedem Vorwurf sagen, dass das doch nur symbolisch zu verstehen ist und dass der Kritiker das Thema nicht verstanden und durchdrungen hat, weil es ja nur auf symbolischer Ebene gemeint war. Genau dadurch wird seine Lehre so schwammig und widersprüchlich und genau das ist das Mittel, um Menschen um sich zu scharen.
Die Angst vor dem Meer oder größeren Tiefen wird Thalassophobie260Link zum Wikipedia-Artikel “Thalassophobie”: hier klicken↓ genannt. Die Thalassophobie261Link zum YouTube-Video “Thalassophobia”: hier klicken↓ ist eine spezifische Angststörung,262Link zum Artikel “Die Psychologie hinter der Thalassophobie verstehen”: hier klicken↓ die durch extreme Furcht vor tiefen, offenen Gewässern wie Ozeanen oder großen Seen gekennzeichnet ist.263Link zum YouTube-Video “The Ocean is Terrifying”: hier klicken↓ Psychologisch wird sie als evolutionäre Urangst eingestuft, die durch Kontrollverlust, traumatische Erlebnisse (z.B. Beinahe-Ertrinken), plötzliche Panikattacken oder genetische Veranlagung ausgelöst wird.
Aivanhov beschreibt das Meer als unorganisiert und chaotisch (Seite 132). Aber das ist es nur bei einer oberflächlichen Betrachtungsweise. Tatsächlich ist das Meer, die Ozeane und auch Seeen und andere Binnengewässer, hervorragend organisiert und voller Leben. Natürlich machen große Tiefen Angst, aber wer war nicht schon in Italien, in Griechenland, auf den Kanaren oder den Balearen im Urlaub und wer sehnt sich nicht an diesen einen perfekten Strand zurück, an die wunderschöne Bucht und das warme Wasser? Wir als Urlauber in fremden Ländern ergötzen uns doch geradezu an den Leckereien aus dem Meer, die es bei uns zuhause so nicht gibt. Von Angst keine Spur.
Dieser eine Satz, der auf Seite 132 für sich alleine steht und scheinbar keinen wirklichen Bezug zum Rest des Textes hat, entlarvt Aivanhov in seiner ganzen Widersprüchlichkeit. Der scheinbar so erfahrene und hingebungsvolle Bergführer, der seine Kameraden sicher bis zum Gipfel führt, entpuppt sich als abergläubischer Angstmacher, der Themen unaufgeklärt und unabgeschlossen stehenlässt.
“Denn für gewöhnlich und neben anderen symbolischen Bedeutungen, wird das Meer, aufgrund seiner unorganisierten und chaotischen Natur, mit seinen bodenlosen Abgründen, oft als ein Ort betrachtet, wo finstere Kräfte und bösartige Wesenheiten geboren werden und sich entwickeln, so wie der Leviathan, das im Buch Hiob erwähnte Meeresungeheuer (Hiob 3, 8).”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 12, Seite 132
Ein oder maximal zwei weitere Sätze mit Erklärungen hätten an dieser Stelle genügt, um dem Leser die Angst und den Gruselmoment zu nehmen und das Thema wie ein wirklicher geistiger Lehrer zu erklären und abzuschließen. Aber auch an dieser Stelle wird der Leser bitter enttäuscht. Aivanhov beweist für mich damit, dass seine vorgetäuschte spirituelle Hellsicht und das angebliche tiefe psychologische Verständnis der Menschen nur eine weitere Täuschung ist und eine geschickt gespielte Rolle eines abergläubischen Hochstaplers.
Liebe Leser, ich hoffe, Ihnen ein wenig meiner Sicht dargelegt zu haben, die es rechtfertigt, Aivanhovs Schriften als Teil der antichristlichen Propaganda zu bezeichnen. Wo im ganzen Text kommt der Leser mit der biblischen Bedeutung dieses Verses in Kontakt, wo wird auf die geschichtliche Verknüpfung ins Alte Testament verwiesen und wo wird Gott, der Vater oder Jesus Christus, der Sohn, als unser Retter und Erlöser erwähnt? Nirgends. Stattdessen haben wir jetzt ein vollständiges Bild eines Wasserlaufs, der hoch oben im Gebirge seinen Weg beginnt und als Brackwasser ins Meer mündet. Symbolisch, natürlich.
Offenbarung 12, Vers 16 – Max Attack
Aber es kommt noch schlimmer. Schon in den vorherigen Kapiteln konnten wir beobachten, dass es Aivanhov schafft, okkulte Phantasie ins Unerträgliche zu steigern. Das passiert auch hier mit der Schilderung auf Seite 132/133, mit welchen Mechanismen es der Erde gelingt, das Wasser, das die Schlange gespien hat, aufzunehmen. Für ihn stellen die in Vers 16 beschriebenen Ereignisse einfach nur “schädliche Einflüsse, die der wahre Drache, nämlich unsere niedere Natur, uns sendet” dar. Sein Allheilmittel dagegen ist es, den Finger in den Boden zu stecken oder etwas Gartenarbeit zu machen. Das ist leider kein Scherz von mir.
“Wenn ihr euch beunruhigt fühlt, von negativen Kräften durchflutet, könnt ihr euch auf die Erde legen, ein kleines Loch graben, dort eure Finger hineinstecken und die Wesen, die dort im Boden arbeiten, bitten, euch von diesen negativen Strömungen zu befreien.”
“Mehrfach habe ich Personen, die unter Ängsten oder Besessenheit litten, geraten, mit der Erde zu arbeiten, denn hacken, graben, Unkraut jäten oder pflanzen kann geradezu als Therapie praktiziert werden.”
Zitate “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 12, Seite 133
Liebe Leser, lassen Sie mich in Verbindung mit diesen haarsträubenden Aussagen nochmals wiederholen, dass in den 16 Jahren meiner Anstellung beim Prosveta Verlag, kein einziger Leser eine Rückmeldung oder Kritik zu diesen Textstellen und Anleitungen gab. Niemand fragte beim Verlag nach, ob das ein Scherz sei oder wie man diese Beschreibung verstehen könnte. Die Leserschaft nahm das einfach hin, es fand anscheinend keine Prüfung und keine Gegenüberstellung zur Heiligen Schrift statt. Wenn dem so gewesen wäre, hätte das Telefon im Büro pausenlos geklingelt, dessen bin ich mir sicher.
Vollkommen unverschämt und ungeniert redet sich Aivanhov auf den Seiten 132/133 um die biblische Aussage von Offenbarung 12,16. Völlig schamlos führt er den Leser von der Tiefe des Verses weg und verschleiert die wahre Bedeutung mit seinen psychologischen Hinweisen, dass der wahre Drache ja unsere eigene niedere Natur sei. Bei mir löst das eine große Fassungslosigkeit aus, zugleich aber einen fast übermächtigen Ansporn, diese Art von Verlogenheit und geistiger Verführung ans Tageslicht zu bringen. Lassen Sie uns den Vers genauer anschauen:
“Und die Erde half der Frau, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Maul geschleudert hatte.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 12,16 ↗
Mit diesem Vers können wir zuerst einmal Aivanhovs Aussage widerlegen, dass der Leser und “Schüler” Kenntnisse in okkulten und antichristlichen Lehren haben müsste, um die Offenbarung entschlüsseln und verstehen zu können.264Link zum Artikel “Wie legt sich nach Luther die Schrift selbst aus?” – Uni Tübingen: hier klicken↓ Für die ganze Offenbarungsgeschichte, und natürlich für die ganze Bibel, gilt der Grundsatz “Scriptura sacra sui ipsius interpres” – “Die Heilige Schrift ist ihr eigener Ausleger”.265Link zum Artikel “Luthers Theologie” – sonntagsblatt.de: hier klicken↓ Mit dieser Vorgehensweise ist es möglich, komplizierte Bibelstellen anhand anderer, leichter zu verstehender Stellen und Geschichten, auslegen zu können.
Das begründet die Autorität der Bibel, es wird kein kirchliches Lehramt benötigt und schon gar keine okkulten Götzendienste oder Einweihungen, wie Aivanhov sie seiner Leserschaft aufzwingt.
Im ersten Satzteil beschreibt Vers 16 ein Wunder. Solche Wunder sind in der Menschheitsgeschichte schon passiert und natürlich berichtet die Bibel darüber. Scriptura sacra sui ipsius interpres bedeutet an dieser Stelle, einfach nachzuschlagen, zu recherchieren, sich schlau zu machen, wann solche Ereignisse stattgefunden haben. Wenn wir die Konkordanz266Link zum Artikel “Konkordanz” – die-bibel.de: hier klicken↓ zur Hilfe nehmen, können wir unter “Erde” herausfinden, dass es unter 4Mo 16,32 einen Eintrag gibt, der “und die Erde tat ihren Mund auf und” heißt.267Link zum Artikel “Konkordanz zur Schlachter 2000” – SCM-Shop: hier klicken↓ Diese Bibelstelle beschreibt ausführlich, was Gottes Gericht über die Aufrührer bedeutet:
“31 Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da zerriss der Erdboden unter ihnen; 32 und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren Familien und alle Menschen, die Korah anhingen, und all [ihre] Habe. 33 Und sie fuhren lebendig hinunter ins Totenreich mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu. So wurden sie mitten aus der Gemeinde vertilgt.”
Schlachter 2000 – 4.Mose 16,31−33 ↗
In der biblischen Symbolik ist die Erde ein Schöpfungselement, das unter Gottes direkter Befehlsgewalt steht. Dass die Erde eingreift, verdeutlicht sehr gut, dass Gott Seine eigene Schöpfung nutzt, um Sein Volk übernatürlich zu schützen. Ein ähnliches Wunder ereignete sich beim Auszug Israels aus Ägypten. Auch dort nutzte Gott ein Element der Natur, das Meer, um das Verfolgerheer Pharaos, des Drachen, zu verschlingen und das Volk Israel zu retten. Nachlesen können wir diese Begebenheit in 2.Mose 14,26−28:
“26 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus über das Meer, damit die Wasser wieder zurückfluten über die Ägypter, über ihre Streitwagen und über ihre Reiter! 27 Da streckte Mose seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam beim Anbruch des Morgens wieder in seine Strömung, und die Ägypter flohen ihm entgegen. So stürzte der HERR die Ägypter mitten ins Meer. 28 Denn die Wasser fluteten zurück und bedeckten die Streitwagen und Reiter der ganzen Macht des Pharao, die ihnen ins Meer nachgefolgt waren, sodass auch nicht einer von ihnen übrig blieb.”
Schlachter 2000 – 2.Mose 14,26−28 ↗
Diese zwei Referenz- und Vergleichsstellen reichen aus, um uns die Offenbarung 12,16 ausführlich erklären zu lassen. Die Bibel legt sich mit klarsten Worten selbst aus und wir brauchen keine bibelfremden okkulten Systeme, die der Heiligen Schrift die Wörter im Mund herumdrehen und eine Clown Show aus den Versen macht. Allein der erste Satzteil macht deutlich, warum Aivanhov auf eine bibeltreue Auslegung verzichtet. Hier wird ein Wunder beschrieben, ein Vorgang, zu dem nur unser Heiliger Gott im Stande ist. Kein selbsternannter “Großer Eingeweihter” ist auch nur annähernd zu etwas Vergleichbarem fähig.
Wir können anhand der Referenzstellen im Alten Testament von einem wörtlich/prophetischen Ablauf der Dinge ausgehen. Wenn der Antichrist, der durch den Drachen angetrieben wird, in den letzten 3,5 Jahren seine Truppen, den Strom aussendet, um den fliehenden jüdischen Überrest in der Wüste auszulöschen, greift Gott durch eine physische, geologische Katastrophe ein. “Die Erde tat ihren Mund auf” könnte beschreiben, dass sich ein gewaltiges Erdbeben oder ein Aufreißen des Bodens in der Wüstenregion ereignet, das die feindlichen Armeen wortwörtlich verschlingt oder ihren Vormarsch stoppt, noch bevor sie die Frau, die Gemeinde erreichen können.
Wir müssen aber auch die geistliche Sicht betrachten. Wenn wir den Strom, der der Frau entgegengeschleudert wird, als eine Flut von Verfolgung, Lüge und antichristlicher Philosophie sehen, bedeutet das Verschlingen der Flut durch die Erde, dass Gott dafür sorgt, dass die Angriffswellen der Gottlosen ins Leere laufen und sich selbst neutralisieren. Gottes Fügung bewirkt, dass der Hass des Teufels sich am Ende selbst aufzehrt oder durch unvorhergesehene weltliche Ereignisse neutralisiert wird, z. B. eine plötzliche und unerwartete politische Wendung, einen Militärcoup oder Ähnliches.
Alle Spekulation beiseitegelassen, kann sich die Gemeinde auf ihre Rettung verlassen, weil die Schrift sich erfüllen wird. Im Gegenteil zu Aivanhovs Beschreibungen der Offenbarung erfahren wir immensen Trost und dürfen uns zu jeder Zeit von unserem Gott und Erretter führen lassen. Das Böse, Satan, ist nicht übermächtig und nicht in uns als wahrer Drache zu lokalisieren. Das sind Spukgeschichten der Geisteskranken und gottlosen Okkultisten. Der Drache speit einen gewaltigen Strom aus, doch Gott braucht nur ein Wort zu sprechen, und die Erde macht dem Wüten des Feindes ein Ende. Wie ist das zu erklären, wenn es sich nur um ein “kosmisches Prinzip” oder unsere “niedere Natur” handeln würde?
Die Scheingewalt Satans trifft auf die absolute Souveränität des Schöpfers. Egal wie mächtig die Flut von Bedrängnis, Hass oder Zeitgeist-Lügen ist, die auf die Gläubigen einströmt – Gott hat Mittel und Wege vorbereitet, um diese Bedrohung unschädlich zu machen. Das werden reale Situationen und Zeitfenster sein, die über die Erde hereinbrechen werden, aber die Kinder Gottes müssen nicht selbst kämpfen oder die Flut aus eigener Kraft aufhalten. Gott kämpft für die Seinen, indem Er die Natur und die Umstände so steuert, dass Sein Volk bewahrt bleibt. Wir dürfen uns von Seinen Flügeln getragen fühlen.
Das ist die Zusage an jeden Gläubigen, an jeden Christen, an jedes Kind Gottes: Der Drache mag speien und toben, aber das letzte Wort hat immer der Herr über Himmel und Erde. Und spätestens an dieser Stelle klappt das okkulte Modell Aivanhovs, Steiners, Blavatskys und der vielen anderen Gurus und selbsternannten Eingeweihten und Selbstverwirklichten in sich zusammen. Es ist die Person Jesu Christi, an die wir uns klammern müssen, Jesus müssen wir in unserer Not um Hilfe anflehen, Er ist es, der von uns direkt angesprochen werden will.
Wenn Sie dazu bereit sind, bekehren Sie sich bitte noch heute und kehren Sie dem okkulten Selbstbetrug den Rücken. Dieses einfache Gebet macht Sie zu einem wiedergeborenen Kind Gottes: klicken Sie hier ↗.
Offenbarung 12, Vers 17 – Der verschwiegene Höhepunkt von Offenbarung 12
Wie weiter oben angekündigt, will ich Ihnen hier Offenbarung 12, Vers 17 nach der klassischen biblisch/christlichen Sicht vorstellen. Ich bin der Meinung, dass die Informationen, die in diesem Vers enthalten sind, für das weitere Verständnis der Offenbarung und ihren Gesamtzusammenhang unbedingt notwendig sind. Vermutlich lässt Aivanhov diesen Vers beiseite, weil ein Okkultist unfähig ist, dieses große Bild zu verarbeiten, das die gesamte Welt einschließt. Aivanhovs rein psychologisch-okkultes Denken weist nur einen personenbezogenen Blickwinkel auf, z. B. mit seiner Darstellung der “niederen Natur”.
Vers 17 ist ein äußerst dramatischer Höhepunkt und zugleich der Abschluss von Offenbarung 12. Nachdem der Drache weder das Kind, Christus, töten, noch die Frau, das messianische Gottesvolk, in der Wüste vernichten konnte, lenkt er seinen Zorn auf eine neue Zielscheibe.
“Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 12,17 ↗
Faszinierend an diesem Vers ist, dass jeder Teil durch Referenzstellen ausgeschlüsselt und sauber erklärt werden kann. Der Leser benötigt weder die Kabbala, die Astrologie oder das Tarot, um an klare, verständliche und vor allem verlässliche Informationen zu kommen. Die Bibel legt sich selbst aus, und das schauen wir uns mit diesem Vers gemeinsam an.
Der Frust des Teufels, das Zähneknirschen mit hochrotem Kopf in allen seinen Niederlagen wird mit dem ersten Versteil beschrieben: “Und der Drache wurde zornig über die Frau…”. Der Zorn des Drachen ist das direkte Ergebnis seiner wiederholten Niederlagen. In Offenbarung 12,8−9 wurde er aus dem Himmel geworfen, in Offenbarung 12,5 konnte er das neugeborene Kind (Christus) nicht vernichten, da es zum Thron Gottes entrückt wurde und in Offenbarung 12,14−16 konnte er die Frau nicht ersäufen, weil Gott sie übernatürlich in der Wüste bewahrt und die Erde die Flut verschlungen hat.
Weil Satan Gott selbst nichts anhaben kann und auch das Volk Israel, also die Kern-Gemeinde unter Gottes besonderem Schutz vor dem endgültigen Untergang steht, verwandelt sich seine Machtlosigkeit in unbändigen, frustrierten und puren Hass. Mit dem nächsten Teil des Verses “…und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen…” erhalten wir die wichtigste Information zur Identifikation der Gläubigen in der Endzeit.
“Die Übrigen von ihrem Samen” sind diejenigen gläubigen Juden und Heiden, die sich während der dreieinhalbjährigen Trübsal bekehren und nicht an diesen geschützten Ort geflohen sind. Sie leben verstreut auf der ganzen Erde. Da der Drache den geschützten Kern nicht erreichen kann, jagt er die verstreuten einzelnen Gläubigen (z. B. die 144.000 Versiegelten oder die Märtyrer aus allen Nationen) in der Hoffnung, wenigstens sie vernichten zu können. Sie sind die wahren Gläubigen des Neuen Bundes – die weltweite Gemeinde Jesu. Sie sind nach Galater 3,29 im geistlichen Sinne der “Samen Abrahams”.268Lesen Sie in Galater 3,29 selbst nach: hier klicken↓
Der Text beschreibt den Dauerzustand der Kirchengeschichte: Satan führt einen ununterbrochenen, weltweiten Krieg gegen jeden einzelnen echten Christen auf der Erde. Die “Schüler” Aivanhovs bleiben von diesem Szenario natürlich ausgeschlossen. Ein wahrer “Schüler” weiß sich vor dem wahren Drachen, also seine eigene, niedere Natur, effektiv zu schützen: Er legt sich auf den Boden und steckt seine Finger in die Erde, oder er begibt sich lässig in etwas Gartenarbeit. So einfach ist das.
Der weitere Text gibt eine messerscharfe biblische Definition davon, wer ein echter Christ bzw. Gottesfürchtiger ist. Es sind diejenigen, die diese zwei genannten Merkmale aufweisen: “…welche die Gebote Gottes befolgen…” und “…und das Zeugnis Jesu Christi haben…”:
- “…welche die Gebote Gottes befolgen” (Glaube erweist sich in Gehorsam): Damit sind keine Namenschristen oder Mitläufer gemeint. Wahre Gläubige zeigen ihre Treue zu Gott dadurch, dass sie Seine Gebote bewahren, selbst wenn das Gesetz des Antichristen oder der Druck der Welt das Gegenteil verlangt.
- “…und haben das Zeugnis Jesu Christi” (Treue zu Christus): Sie halten unumstößlich am Evangelium fest. Sie bekennen Jesus als den einzigen Herrn und Retter und lassen sich dieses Zeugnis weder durch Verführung noch durch Todesdrohung rauben (Schlüssel: Offenbarung 12,11: „Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen“).
Diese beiden Merkmale sind für die Leser und “Schüler” Aivanhovs leider unerreichbare Zustände. Durch die “geistige Lehre”, die durch die Bücher, die aktiven Treffen der Einweihungssekte und die Internetauftritte verbreitet und schmackhaft gemacht wird, ist es dem Einzelnen faktisch unmöglich, mit der Wahrheit Christis in Verbindung zu kommen. “Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“269Lesen Sie in Johannes 14,6 selbst nach: hier klicken↓ sind für diese Menschen nur Einzelbuchstaben ohne realen Wert und ohne Bedeutung. In Aivanhovs Einweihungssekte steht die Sonne als Ebenbild Gottes an erster Stelle,270Siehe Aivanhov Band 201, 213, 110 und viele weitere.↓ gefolgt von magischen Handlungen und Ritualen. Die Gebote Gottes werden durch Aberglauben, Magie und Okkultismus ausradiert.
Niemand der Mitglieder der Einweihungssekte und auch keiner der Leser und “Schüler” Aivanhovs hat einen Bund mit Jesus Christus geschlossen,271Link zum YouTube-Video “Echte Bekehrung oder fataler Selbstbetrug?”: hier klicken↓ keiner von ihnen hat sich jemals zu Jesus Christus als den einzigen Herrn, Retter, Erlöser und Gott bekehrt272Link zum YouTube-Video “Roger Liebi: Schritte zu Jesus”: hier klicken↓ und niemand in der ganzen Einweihungssekte und ihrer Peripherie hat Zeugnis seiner Bekehrung273Link zum YouTube-Video “Mein Zeugnis wie ich zu Jesus gefunden habe”: hier klicken↓ und seines Christseins abgelegt.274Link zum YouTube-Video “Warum ich an Jesus glaube”: hier klicken↓ Niemand, keine einzige Seele.
Viele werden jetzt empört aufspringen und versuchen, mich vom Gegenteil zu überzeugen und aufzählen, was sie alles schon in der Bibel gelesen haben, dass sie zu Jesus eine ganz besondere Beziehung haben, dass sie, seit sie denken können, zu Jesus beten usw. Aber das ist alles Selbstbetrug. Wer Jesus vom Christus trennt,275Siehe Aivanhov Band 240 “Söhne und Töchter Gottes”, Kapitel 7↓ schließt alle Türen des Erlösungswerks am Kreuz. Diese häretische Lehre zu verbreiten und die Menschen dadurch vom wahren Glauben abzubringen, das ist Aivanhovs eigentliche Aufgabe.
Ab dem Moment, ab dem sich ein Mensch aufrichtig zu Jesus Christus bekehrt, ist es unmöglich, sich weiter mit dem Okkulten und Satanischen auseinanderzusetzen. Es ist außerdem unmöglich, diese Schriften und Werke, die vorher wegweisend in den Leben waren, unkommentiert stehen zu lassen. Vielmehr versucht ein Christ, seine Brüder und Schwestern mit seinem Zeugnis und der Wahrheit, die durch den Heiligen Geist kommt, zu erreichen und davon zu überzeugen, schnellstmöglich den Verführern den Rücken zuzukehren. Es ist unmöglich, das Zeugnis Jesu zu haben und gleichzeitig die Verlogenheit Aivanhovs in die Welt zu tragen.
Mir ist in meiner gesamten Zeit als Angestellter beim Prosveta Verlag kein einziger wahrer Christ begegnet. Weder unter den Lesern, den “Schülern” oder den Mitgliedern der Einweihungssekte. Deshalb ist es mein größter Wunsch und ein fast übermächtiger Antrieb, Sie ganz persönlich von der Gefährlichkeit der Schriften und Werke Aivanhovs zu überzeugen. Wenn Sie der Meinung sind, dass Lichtarbeit und weiße Magie zum Vorteil der Menschen sind, die Sie damit berühren, dann wird Jesus Christus sich im entscheidenden Moment von Ihnen abwenden und sagen “Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetzlosen!”.276Lesen Sie in Matthäus 7,23 selbst nach: hier klicken↓ Was für eine furchtbare Vorstellung.
Ich weiß sehr wohl, was für eine Macht Aivanhov und die anderen Verführer mit ihren Büchern, Videos, Versprechen und Anleitungen über die Menschen ausüben. Aber bitte glauben Sie mir: Das alles verblasst in dem Moment, in dem Sie sich ernsthaft Jesus Christus zuwenden und mit der Wahrheit und Einfachheit Gottes in Kontakt kommen.277Link zum YouTube-Video “Jesus Christus ist die Antwort auf alles, was du brauchst – Philip Svetlik”: hier klicken↓ Sie werden dem Satan entrissen und dürfen sich Kind Gottes nennen. Sie haben ein Anrecht auf einen Platz an der Seite Gottes. Das ist kein loses Gerede von mir, das sind die biblischen Wahrheiten.278Lesen Sie in z. B. Römer 8 selbst nach: hier klicken↓
Wenn Sie möchten, gehen Sie bitte noch heute diesen Schritt, denn wir wissen nicht, ob wir das Morgen erleben. Wenn Sie dazu bereit sind, folgen Sie den einfachen Anleitungen zum Nachsprechen in diesem Video ↗.
Offenbarung 12, Vers 18 – Brücke zu Kapitel 13
Wir können den 18. Vers als ein Innehalten und Sammeln vor dem großen Endkampf verstehen. In den acht Wörtern des Verses offenbaren sich einige interessante Elemente, die wir gemeinsam betrachten sollten, um anschließend die Frage zu stellen, warum dieser wichtige Vers in Aivanhovs Kommentaren fehlt. Zuerst sollten wir aber die Frage klären, warum in einigen Bibelübersetzungen in der Ich-Form erzählt wird, und in anderen, den meisten, die Er-Form verwendet wird.
“Und er trat an den Strand des Meeres.”
Lutherbibel 2017 – Offenbarung 12,18 ↗
“Und ich stellte mich auf den Sand des Meeres.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 12,18 ↗
Um Sie gleich vorweg zu beruhigen: Nein, die Bibel wurde nicht absichtlich verändert und diese Textstelle ist auch kein Stoff für Verschwörungstheorien. Der Unterschied entstand tatsächlich wegen nur einem einzigen Buchstaben: estathē und estathēn.279Link zum Nikodemus-Chat „Unterschiede bei Offenbarung 12,18-Übersetzungen“: hier klicken↓ Die uns heute vorliegenden ältesten griechischen Handschriften der Offenbarung sind an dieser Stelle leider nicht zu 100 % identisch. Es gibt eine Abweichung um diesen einen Buchstaben. Wir besitzen das Originalmanuskript, das Johannes auf Patmos niedergeschrieben hat, heute nicht mehr. Aber wir haben Tausende von handgeschriebenen Kopien. Beim Abschreiben über die Jahrhunderte entstanden zwei Hauptstränge von Textüberlieferungen:
- Der Textus Receptus280Link zum Wiktionary-Artikel “Textus receptus”: hier klicken↓
Im späten Mittelalter und in der Renaissance griff man für die ersten gedruckten griechischen Neuen Testamente, wie z. B. das von Erasmus von Rotterdam 1516,281Link zur Seite “Virtuelles Museum des Protestantismus”: hier klicken↓ auf die damals verfügbaren, meist jüngeren byzantinischen Handschriften zurück. In vielen dieser späteren Handschriften stand das n (estathēn) am Ende. Erasmus und spätere Übersetzer wie Martin Luther übersetzten estathēn EΣTAΘHN mit „Ich trat…“ und ordneten den Satz als Beginn von Kapitel 13 ein, wo Johannes sieht, wie das Tier aus dem Meer steigt. - Der Nestle-Aland-Text282Link zum Wiktionary-Artikel “Novum Testamentum Graece”: hier klicken↓
Im 19. und 20. Jahrhundert entdeckten Archäologen wesentlich ältere und verlässlichere Papyri und Pergamente, wie den Codex Sinaiticus und den Codex Alexandrinus aus dem 4. und 5. Jahrhundert.283Link zum Artikel “Novum Testamentum Graece” – die-bibel.de: hier klicken↓ In den ältesten und gewichtigsten Textzeugen fehlt das n am Ende. Dort steht eindeutig estathē. Moderne Textkritiker kamen zu dem Schluss, dass die älteste erreichbare Textform estathē EΣTAΘH “Er stellte sich” lautet.
Das Schöne an den verschiedenen Übersetzungen ist, dass es zwar einen Unterschied des Blickwinkels gibt, einmal aus der Sicht des Johannes, einmal aus der Sicht des Drachens, die Grundbotschaft des Verses aber die selbe bleibt. Für die weitere Behandlung des Verses nehme ich die Lutherbibel “Und er trat an den Strand des Meeres”, obwohl ich mich in die Schlachterbibel verliebt habe, die an dieser Stelle aber in der 1. Person Singular spricht.
Vers 18 ist von grundlegender Bedeutung für unser Verständnis. Satan ist mit seinen Plänen gescheitert. Nachdem all seine Missetaten vereitelt wurden, überlegt er sich an dieser Stelle eine neue Strategie. Er hat den Entschluss gefasst, Krieg gegen die gläubigen Nachkommen auf der Erde zu führen. Er agiert also nicht mehr als Ankläger im Himmel, sondern als Militär- und Strategieplaner auf der Erde. Diese Tatsachen sind auch von entscheidender Bedeutung für die Frage, warum Aivanhov diesen Vers nicht bespricht.
Auch der zweite Versteil “…trat an den Strand des Meeres.” ist äußerst tiefgründig. Der Strand wird als Grenze zwischen dem Meer und dem Land gesehen. Er ist somit eine Nahtstelle zwischen der festen Erde und der uneinsehbaren Tiefe des Meeres. Das Meer kann in diesem Vers als “Völkermeer” gedeutet werden, als die gottlosen Völker und das heidnische Chaos. Auch hier legt sich die Bibel selbst aus, wenn wir in Jesaja 17,12, Daniel 7,2−3 und Offenbarung 17,15 querlesen.
“Wehe, ein Toben vieler Völker, die toben wie das Meer, und ein Rauschen von Völkern, die wie mächtige Wasser rauschen!”
Schlachter 2000 – Jesaja 17,12 ↗
“Daniel begann und sprach: Ich sah bei Nacht in meinem Gesicht, und siehe, die vier Winde des Himmels brachen los auf das große Meer; und vier große Tiere stiegen aus dem Meer empor, jedes verschieden vom anderen:”
Schlachter 2000 – Daniel 7,2−3 ↗
“Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzt, sind Völker und Scharen und Nationen und Sprachen.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 17,15 ↗
Satan stellt sich somit an die Küste, um Aufstellung zu nehmen. Als unsichtbares, geistliches Wesen, als Drache, kann er die Menschheit nicht direkt physisch beherrschen. Deshalb sucht er sich irdische, willige Machtinstrumente. Er stellt sich an den Rand des “Völkermeeres”, um aus diesem Chaos der gottlosen Menschheit seine Werkzeuge heraufzubeschwören. Dieser Vers hat auch eine große heilsgeschichtliche Bedeutung für jeden Christen, denn er ist die Geburtsstunde von Satans Gegenentwurf zur göttlichen Dreieinigkeit.
Gott als der Vater hat Jesus Christus gesandt, der Drache bringt den Antichristen hervor, das Tier aus dem Meer in Offenbarung 13,1. Der Heilige Geist verherrlicht Christus, der falsche Prophet verherrlicht den Antichristen, das Tier aus der Erde in Offenbarung 13,11. Als Geschöpf Gottes kann Satan keine eigenen Dinge erschaffen, er kann in dieser Situation nur minderwertige Werkzeuge rekrutieren und einsetzen. Aus der gleichen Sicht kann Aivanhov keine neue “Einweihungslehre” auf diese Welt bringen, er rezitiert vielmehr aus alten, unzuverlässigen Quellen.
Warum also lässt Aivanhov die Verse 17 und 18 aus Offenbarung 12 unerwähnt? Das lässt sich am besten mit einer Zusammenfassung des 18. Verses erklären. In diesem einen kleinen Vers sehen wir Aivanhovs “Lehre der Prinzipien” zusammenbrechen. Wenn der Antichrist und seine politischen/religiösen Systeme in Offenbarung Kapitel 13 aufstehen, geschehen sie nicht zufällig aus der Weltgeschichte heraus. Der gläubige Leser sieht hier durch das Wort Gottes hinter die Kulissen: Der Drache selbst hat sich an den Strand gestellt, um diese Weltmächte hervorzurufen. Es ist nicht “das kosmische Prinzip des Bösen”, das am Strand steht, es ist Satan selbst.
Aivanhov hätte mit Vers 17 und 18 eingestehen müssen, dass alle Pläne Satans, also einer Wesenheit und keinem Prinzip, von Gott zerschlagen wurden. Auf wundersame Weise wurde die Kern-Gemeinde in eine unerreichbare Zuflucht gerettet und in seinem rasenden Hass sucht der Vater der Lüge nun nach neuen Zielen für seinen Vergeltungsschlag. Das geht von der Wesenheit Satan aus, so berichtet die Bibel, nicht von einem “kosmischen Symbol oder einem Prinzip”.
Aivanhov unterschlägt diese Verse, um nicht enttarnt zu werden und mit seiner Lästerung weitermachen zu können. Die schwammigen und nicht greifbaren Symbole und Prinzipien, die in Aivanhovs “geistiger Lehre” so geschickt in den Vordergrund gerückt werden, haben in sich keinerlei Kraft und sind wirkungs- und bedeutungslos. Die “Schüler” der Einweihungslehre verirren sich im Studium um diese Symbolik und verlieren dadurch immer mehr die Hinwendung an Christus, derjenige, der durch wahre Kraft Rettung verspricht. Nicht ein einziges Symbol oder ein Prinzip aus Aivanhovs Einweihungslehre wird Sie erlösen können, Jesus kann das. Hier erfahren Sie, wie ↗.
Kapitel 13: Das Tier, das aus dem Meer emporsteigt und das Tier, das aus der Erde emporsteigt
Wir haben mit dem 13. Kapitel genau 1188 verwendete Wörter vor uns. Davon wurden 396 Wörter für die Zitate der Bibelstellen Offenbarung 13,1−7, Offenbarung 13,11−18 und Offenbarung 12,12 verbraucht. Für Aivanhovs Kommentare bleiben 792 Wörter übrig. Das 13. Kapitel läuft über sieben Seiten, von Seite 135 bis zur Seite 141. Auf Seite 139 findet der Leser eine Darstellung des “Mensch im Fünfstern”, auch “Der mikrokosmische Mensch” und “Pentagramm-Mensch” genannt. Diese Grafik darf nicht mit dem “Vitruvianischer Mensch” von Leonardo da Vinci verwechselt werden, weil Sinn und Zweck der beiden Darstellungen völlig gegensätzlich sind und sie aus unterschiedlichen Zeitepochen stammen. Mehr dazu weiter unten.
Auch in diesem Kapitel stimmen die angegebenen Verszahlen nicht. Der erste Block, der auf Seite 135–136 abgedruckt ist, beinhaltet Vers 1–6 und nicht 1–7, wie angegeben. Das wurde wieder ohne Prüfung durch die deutschen Übersetzer und Lektoren aus dem französischen Original übernommen. Der zweite Block von Vers 11–18 ist richtig angegeben und abgedruckt. Die Bibelzitate wurder der Lutherbibel entnommen.
Die Verniedlichung Satans
Aufgrund der vollkommenen Bibelferne des 13. Kapitels werden die Kernbotschaften der Offenbarung 13 durch die Beschreibungen Aivanhovs noch nicht einmal angekratzt. Alle Handlungsträger werden entstellt und die Eigenschaften der Personen erhalten fiktive Merkmale, die mit keinem Wort in der Bibel erwähnt sind. Dadurch schafft Aivanhov es, die Bösartigkeit der satanischen Trinität und die verheerenden Auswirkungen auf die Menschheit in der beschriebenen Zeitspanne zu verharmlosen, ja sogar wegzuleugnen, indem sie als psychologisches Phänomen nach innen verlagert werden. Das hat mit einem fürsorglichen “Meister”, der seine “Schüler” liebt und sie auf die kommenden schweren Zeiten vorbereiten will, nicht das Geringste zu tun.
Die klassische Auslegung von Offenbarung 13 sieht die Verse als eine prophetische Enthüllung der Endzeit. Die Bilder und biblischen Symbole werden sehr ernst genommen und teils als geschichtliche, teils als zukünftige Realitäten beschrieben. Von dieser Ernsthaftigkeit ist in Aivanhovs Kommentaren nicht eine Spur zu sehen, im Gegenteil werden die Geschehnisse maximal von der Wirklichkeit weggetragen. Die Leser und “Schüler” Aivanhovs werden in trügerischer Sicherheit gewogen und mit der Anstachelung, Tugenden zu entwickeln (Seite 137, 138 und 139), und damit vom Tier zum Menschen aufzusteigen, auf einen Irrweg geschickt.

Wie in den meisten Kapiteln beginnt Aivanhov auch in diesem mit dem ersten Satz auf Seite 137 damit, seine Irrlehre über die Leser und “Schüler” zu stülpen. Was in diesem Kapitel geschieht, ist allerdings dermaßen gnadenlos, dass es mir die Sprache verschlagen hat. Die beiden Tiere, die aus dem Meer und aus der Erde aufsteigen, sollen laut Aivanhov sogenannte “Egregore“284Ein okkultes, magisch-dämonisches Konzept. Ein durch Gruppenkonzentration geschaffenes, feinstoffliches Kraftfeld oder Geistwesen. Wikipedia-Artikel “Egregor”: hier klicken↓ 285Link zum Gemini-Chat „Was ist ein Egregore?“: hier klicken↓sein, also durch üble Gedanken, Gefühle und Taten der Menschheit gebildete emotionale/mentale Dunkelfelder. Diese Aussage wird durch angebliche Bestätigungen von Hellsehern noch weiter pervertiert.
“Die Hellseher, die die finsteren Egregore gesehen haben, sagen, sie hätten die Form von wilden Tieren. Das Tier, das aus dem Meer steigt, und das Tier, das aus der Erde hervorkommt, das sind solche Egregore.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 13, Seite 137
Um Klarheit in diese Geschichten bringen zu können, die Aivanhov als biblische Wahrheiten verkauft, müssen wir mit der Bibel prüfen. Die erste Spur, die wir aufnehmen können, ist Vers 18 im 12. Kapitel. Dort stellten wir fest, dass Satan sich an der Küste aufstellte, um innezuhalten und seine neue Strategie zu planen. Das war die Geburtsstunde der satanischen Trinität. Jetzt wird sich Satan bestimmt nicht auf irgendwelche psychisch-astralen Energieakkumulationen verlassen. Vielmehr braucht er handfeste Wesen, die willig seine Befehle empfangen und ausführen. Die satanische Trinität sieht folgendermaßen aus: Satan als Gegenstück zu Gottvater, das erste Tier als Antichrist / Gegen-Sohn, das zweite Tier als falscher Prophet / Gegen-Geist.
Alles, was Satan in dieser Situation noch erreichen kann, ist eine Nachäffung Gottes. Er muss seine eigene Trinität in diese Welt bringen, um wenigstens halbwegs glaubwürdig dazustehen. Damit gelingt ihm die Verführung der Menschheit und die Erlangung der Weltherrschaft. Aber seine Zeit ist durch Gottes Beschluss stark begrenzt. Er hat genau 1.260 Tage, dann ist Schluss. Auch davon ist in Aivanhovs Text nichts zu lesen. Das erste Tier aus dem Meer und das zweite Tier aus der Erde sind reale Personen, keine durch die Menschheit geschaffenen Egregore, denen man ausweichen kann oder die durch Tugenden überwunden werden können.
Das Tier, das aus dem Meer emporsteigt
Das Tier, das in der Offenbarung des Johannes aus dem Meer steigen soll, ist der politische Weltherrscher, der Antichrist.286Link zum YouTube-Video “Der Antichrist. Ein biblisches Profil – Karl-Hermann Kauffmann”: hier klicken↓ Das Meer steht für das gottlose Völkermeer, die gottlose Welt, aus der er entsteigen wird. Er wird ein physisches, weltumspannendes System der Unterdrückung etablieren, das Gläubige vor eine konkrete Entscheidung stellt, Anbetung oder Märtyrertum. Es wird in der Offenbarung so beschrieben:
- Sieben Köpfe
Zur Zeit des Johannes war dies eine eindeutige Anspielung auf die Stadt Rom (Septimontium – von lateinisch septem “sieben” und mons “Berg, Hügel”), die auf sieben Hügeln erbaut ist. Das Tier repräsentiert hier die antichristliche Macht, die historisch im Römischen Reich verankert war. Die sieben Köpfe stehen auch für die sieben Großreiche, die Gottes Volk unterdrückten: Ägypten, Assyrien, Babylon, Medo-Persien, Griechenland, das römische Reich und das endzeitliche Reich des Antichristen.287Link zum Artikel “Das Tier mit sieben Köpfen”: hier klicken↓ - Zehn Hörner
Die Zahl Zehn symbolisiert menschliche und weltliche Vollständigkeit oder weltliche Gesamtheit. Die Bedeutung der Hörner können wir aus Daniel 7,24288Lesen Sie in Daniel 7 selbst nach: hier klicken↓ aus dem Alten Testament erfahren: Es sind zehn Könige, die ihre Herrschaft erst noch antreten und zeitgleich mit dem Tier Macht bekommen. Es handelt sich um die Gesamtheit der weltlichen Regierungen, die sich gegen Gott verbünden. Sie kämpfen am Ende gegen das Lamm, Christus, werden von ihm aber besiegt.289Link zum Artikel “Was sind die zehn Hörner des Tieres?”: hier klicken↓ - Zehn Kronen
Die Zehn Kronen zeigen die aktive Machtausübung der zehn Könige/Herrscher an. Das ist die konkrete, politische Endzeit-Herrschaft der 10 verbündeten Könige auf Erden. Auch hier steht die Zehn für weltliche Macht, während Satan die Sieben für sich beansprucht, die spirituelle, unsichtbare Gesamtherrschaft über die Weltreiche der Geschichte.290Lesen Sie in Offenbarung 12,3 selbst nach: hier klicken↓ - Namen der Lästerung
Aus seinem glühenden Hass Gott gegenüber trägt das Tier lästeliche Namen wie vermutlich “Herr”, “Sohn Gottes” und “Erlöser”, Das weist auf den kranken Gottheitsanspruch des Tieres hin.291Link zum Artikel “Was ist das Malzeichen des Tieres?”: hier klicken↓ - Glich einem Panther
Der Panther wird als Prototyp für antichristliche und totalitäre Staatsformen jeder Epoche gesehen. Der Panther symbolisiert Systeme, die sich dynamisch, elegant und faszinierend präsentieren, aber im Kern raubtierhaft, unberechenbar und tödlich für Andersdenkende sind. Bei Daniel 7 stand der Panther historisch für das Griechische Weltreich unter Alexander dem Großen,292Link zum Wikipedia-Artikel “Alexander der Große”: hier klicken↓ das für seine extrem schnellen Eroberungsfeldzüge bekannt war.293Link zum Wikipedia-Artikel “Schlacht bei Issos”: hier klicken↓ - Füße wie Bären
Mit der Beschreibung “seine Füße waren wie die eines Bären” wird in der Bibelauslegung die zerstörerische Zermalmungskraft, Standfestigkeit und Brutalität der beschriebenen Macht symbolisiert. Johannes greift auch hier wieder auf das Buch Daniel 7 zurück. Dort stand der Bär historisch für das Medo-Persische Weltreich.294Link zum Wikipedia-Artikel “Achämenidenreich”: hier klicken↓ Zusammen mit dem Panther ergibt sich ein präzises Bild: Die antichristliche Macht ist blitzschnell und unberechenbar wie ein Panther, tritt aber gleichzeitig so schwerfällig, zerstörerisch und unaufhaltsam wie ein Bär auf. - Rachen wie ein Löwenrachen
Damit wird die maßlose Arroganz, die gotteslästerliche Sprache und die tödliche Autorität dieser Macht symbolisiert. In Daniel 7 stand der Löwe für das Babylonische Weltreich.295Link zum Wikipedia-Artikel “Babylonien”: hier klicken↓ Das Maul steht für das, was diese Macht spricht. Wenige Verse weiter in Offenbarung 13,5 heißt es direkt: “Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete”. Es symbolisiert stolze Ideologien, staatliche Propaganda und offene Rebellion gegen Gott. - Kraft, Thron und Vollmacht des Drachen
Die Bibel lässt hier keinen Raum für Spekulationen zu. In Offenbarung 12,9 wird der Drache klar als Satan oder der Teufel, die “alte Schlange”, die die ganze Welt verführt, identifiziert. Satan überträgt seine eigene Herrschaft auf das Tier aus dem Meer. Kraft bedeutet übernatürliche Energie und Stärke. Der Thron steht für die Regierungszentrale. Satan tritt seine sichtbare Herrschaft über die Erde an das Tier ab. Vollmacht bedeutet die rechtliche Befugnis oder das Privileg zu herrschen. Das Tier bekommt die Erlaubnis, Gesetze zu erlassen, die das Gewissen der Menschen kontrollieren und Andersdenkende zu verfolgen.296Link zum Artikel “Einführende Vorträge zur Offenbarung – Kapitel 13” – bibelkommentare.de: hier klicken↓ - Ein Kopf wie zu Tode verwundet und seine Heilung
Diese Scharade ist eine bewusste, gotteslästerliche Nachäffung der Auferstehung Jesu. Satan versucht im gesamten Kapitel 13, das Heilswerk Gottes zu kopieren, um die Menschen zu täuschen. Durch diese gefälschte Auferstehung erreicht das Tier genau das, was Satan will: “Und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach” (Offenbarung 13,3)297Lesen Sie in Offenbarung 13,3 selbst nach: hier klicken↓ und betete es an. Es ist der ultimative Betrug, um die Menschen glauben zu lassen, das Tier besitze göttliche Macht über Leben und Tod.298Link zum YouTube-Video “Das Tier aus dem Meer (Offenbarung 13,1−10) | Bibelstunde”: hier klicken↓
Das ist eine ziemlich beeindruckende Liste an Eigenschaften, die wir aus der Bibel in Bezug auf das Tier, das aus dem Meer aufsteigt, entnehmen können. Aivanhovs Erklärungen, dass das Tier aus dem Meer ein sogenanntes “Egregore” sei, eine Ansammlung von üblen Gedanken, Gefühlen und Taten der Menschen, lässt einen Gläubigen sprachlos zurück. Die Frage, die ich mir stelle ist, wie kann ein Mensch so verlogen und hinterhältig sein, dass er es fertig bringt, seine Mitmenschen und Schutzbefohlenen in diesem Maße hinters Licht zu führen? Die tödlichste und verheerendste Kraft, die die Menschheit je gesehen hat, wir zu einer magisch-okkulten Erscheinung reduziert. Damit wird Satan verleugnet.
Das Tier, das aus der Erde emporsteigt
“Dieses Tier, wo sucht ihr es? Bei den anderen? Nein, es ist in jedem von uns. Es existiert äußerlich, kollektiv, das stimmt, aber das wahre Verständnis besteht darin, es in uns selbst zu erkennen, als unsere niedere Natur.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 13, Seite 140
Mit seiner mageren Erklärung, dass das Tier aus der Erde lediglich unsere “niedere Natur” sei, erklärt sich Aivanhov selbst zu einem okkulten Phantast, der über keine einzige “spirituelle Eigenschaft” verfügt, die er so hochtrabend seinen Lesern und “Schülern” vorgeschwärmt hat. Wahnvorstellungen, wie wir sie mit der Beschreibung der beiden Tieren aus Offenbarung 13 vor unseren Augen haben, sind der wahre Grund, warum Aivanhovs “geistige Lehre” niemals eine größere Anhängerschaft erreichen kann. Leider zeigt uns das auch, dass diejenigen, die sich öffentlich zu seinen “Schülern” erklären, für biblische Wahrheiten vermutlich ewig unerreichbar bleiben. Lassen Sie uns die Erklärungen der Bibel zum Tier aus dem Meer auflisten:
- Zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache
Die zwei Lammhörner gelten als Parodie bzw. Imitation von Jesus Christus, denn im Buch der Offenbarung ist das Lamm der zentrale Hoheitstitel für den auferstandenen, geschlachteten und siegreichen Christus.299Lesen Sie in Offenbarung 5,6 selbst nach: hier klicken↓ Das echte Lamm hat sieben Hörner als Symbol für vollkommene Macht und göttliche Fülle. Das Tier aus der Erde mimt Sanftmut, Unschuld, Opfersinn und religiöse Legitimität. Es tritt im Gewand des Erlösers auf. Es wird sich aber selbst enttarnen, denn sobald es den Mund aufmacht, wird Satan durch es sprechen. - Und es übt alle Vollmacht des ersten Tieres aus
Das zweite Tier ist der Exekutivarm des ersten Tieres. Es übersetzt politische Gewalt in ein weltanschauliches, alltagsbestimmendes System. Es hat keine eigene, unabhängige Substanz oder Macht, sondern übt die Vollmacht des ersten Tieres aus. Dabei handelt es sich um eine Stellvertreter- oder Exekutivmacht. Während das erste Tier die rohe, politische, militärische und staatliche Gewalt symbolisiert (im historischen Kontext: das Römische Imperium), stellt das zweite Tier die ideologische, religiöse und administrative Durchsetzungskraft dar. - Vor dessen Augen
In der Antike handelte ein Gesandter oder hoher Beamter “vor den Augen” des Herrschers. Das bedeutet, dass sein Handeln nicht autonomen Charakter hatte, sondern im Namen, im Auftrag und mit der ausdrücklichen Billigung des Erstgenannten geschah. Das zweite Tier handelt als Vollstrecker des kaiserlichen/staatlichen Willens. Das erste Tier ist stets präsent, wenn das zweite Tier wirkt. Das Handeln des zweiten Tieres dient ausschließlich dazu, das erste Tier zu verherrlichen, dessen Herrschaft zu festigen und die Menschen zur Anbetung des ersten Tieres zu treiben. - Und bringt (sie) dazu
Das wird eine erzwungene Gefolgschaft darstellen. Das Wort “bringen” beschreibt eine aktive, manipulative und Nötigung ausübende Funktion. Das zweite Tier ist nicht nur Beobachter, sondern eine Propagandamaschinerie. Es begnügt sich nicht mit passiver Duldung, sondern verlangt aktive Unterwerfung. Das geschieht durch eine Verführung durch Scheinwunder und Pseudo-Spiritualität (Feuer vom Himmel), durch kultische Pflicht durch das Aufstellen und Beseelen des Tierbildes und durch sozioökonomischen Druck durch Boykott, Ausschluss vom Markt (Kauf- und Verkaufsverbot) und schließlich die Todesdrohung für Verweigerer. - Die Erde und die auf ihr wohnen
In der Offenbarung hat die Wendung “die auf der Erde wohnen” eine spezifische, fast technische Bedeutung, denn es bezeichnet nicht einfach rhetorisch alle Menschen, sondern im theologischen Sprachgebrauch der Offenbarung ausdrücklich die Gott-entfremdete, rein irdisch gesinnte Menschheit. Es gibt keinen raumbezogenen oder gesellschaftlichen Winkel, der neutral bleiben darf. Jeder Erdbewohner wird vor die Entscheidung gestellt: Anbetung des Tieres oder Verfolgung. - Dass sie das erste Tier anbeten
Das stellt die Perversion des Gottesdienstes dar, und hier wird das eigentliche Geheimnis der Apokalypse enthüllt: Macht strebt nach Anbetung. Die politische, militärische und wirtschaftliche Macht des ersten Tiers begnügt sich auf Dauer nicht mit gehorsamer Steuerzahlung oder formaler Gesetzestreue. Sie fordert die Hingabe des Herzens, des Geistes und der Seele. Das zweite Tier leitet die religiöse Inbrunst der Menschen nicht auf sich selbst um, sondern verweist immer auf das erste Tier. Es ist eine Entfremdung des Anbetungstriebs: Der Mensch, der geschaffen wurde, um den Schöpfer anzubeten, wird durch den falschen Propheten dazu verführt, das Geschöpf bzw. die menschliche Machtstruktur anzubeten. - Dessen Todeswunde geheilt wurde
Das wird die Parodie und Nachäffung der Auferstehung unseres Herrn und Heilands Jesus Christus sein. Das erste Tier imitiert das Lamm Gottes. Von Jesus heißt es in Offenbarung 5,6, er stehe da “wie geschlachtet”. Das erste Tier wiederum hat eine “tödliche Wunde” empfangen, die jedoch geheilt wurde. Die Anbetung der Menschen speist sich aus dem Staunen über den Schein-Sieg über den Tod. Es wird ein Entzücken auslösen, dass sich im Jubel “Wer ist dem Tier gleich und wer kann mit ihm kämpfen?” äußert.
Liebe Leser, diese Listen ließen sich ohne Weiteres um viele Punkte erweitern, z. B. um die Erklärung der “großen Zeichen”, die das Tier aus der Erde tut und “Feuer vom Himmel herabfallen lässt”. Das Feuer wird eine Nachäffung des mächtigsten göttlichen Legitimitätszeichen sein, das der Prophet Elijas erlebt hatte, als er auf dem Berg Karmel300Lesen Sie in 1.Könige 18 selbst nach: hier klicken↓ die Baals-Propheten als Scharlatane entlarvt hat. Es ist erstaunlich, dass es trotz der Klarheit und Vollständigkeit der Bibel über die kommenden Ereignisse noch Menschen gibt, die auf solch peinliche Verführer wie Aivanhov und z. B. Rudolf Steiner hereinfallen.
666 – Die Zahl der menschlichen Verführer, Versucher und Versager
An mehreren Stellen in dieser Rezension habe ich Sie darauf hingewiesen, dass Aivanhov selbst nichts erschaffen hat. Aivanhov konnte Zeit seines Lebens keine einzige Kraft, Macht oder Eigenschaft vorweisen, die man angeblich mit seiner “geistigen Lehre” verwirklichen konnte und die er so hoch angepriesen hat. So verhält es sich im gesamten Spektrum des Okkultismus und des Satanismus. Die Menschen, die sich auf diesen Irrweg eingelassen haben und sich als “Meister”, “Eingeweihte” oder “Schüler” ausgeben, unterscheiden sich durch nichts von den übrigen Menschen auf dieser Welt, außer, dass sie viel leichter zu beeinflussen waren und psychisch sehr labil sind.
Seit Anbeginn der Zeit konnten wir beobachten, dass sich die Okkultisten und Verführer immer auf das christliche Bollwerk, die Bibel gestürzt haben, um sie zu verfälschen und mit ihrer Irrlehre zu erweitern. Beispiele dafür habe ich mit den Johannes-Akten, den Prochoros-Akten, der Pistis Sophia und dem Apokryphon des Johannes gezeigt. Das sind gotteslästerliche Schmähschriften, die alle von Aivanhov zur Erklärung und Auslegung seiner “geistigen Lehre” und seiner perversen Weltsicht dienen. Keine dieser Schmähschriften wurde beim Namen genannt, alle wurden als “Überlieferung” getarnt als biblische Wahrheit verkauft. Wie ich Ihnen zeigen konnte, hat keine einzige Aussage dieser Schmähschriften den Wahrheitsgehalt, um einer Gegenüberstellung mit der Bibel standhalten zu können.
Mit seiner Erklärung, dass die Zahl 666 die Zahl 6 in den drei Welten darstelle und die Zahl 5 die Zahl des Menschen sei, handelt Aivanhov wieder genauso, wie ich oben beschrieben habe: er bedient sich der Bibel (weil er selbst nichts hat, das er als Basismaterial verwenden könnte) und verfälscht sie mit seiner Irrlehre und den geistesgestörten Gedanken des Okkultismus. Wir können Aivanhov auch hier wieder spielend leicht widerlegen, und dazu nehmen wir uns einfach ein paar Bibelstellen vor. Aivanhov behauptet:
“Aber diese Zahl ist ein Symbol: dreimal sechs, die Zahl sechs in den drei Welten.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 13, Seite 138
Nein, liebe Leser, die Zahl 666 ist nicht die Zahl 6 in den drei Welten, die Wahrheit ist viel tiefgründiger und umfangreicher. Die 6 korrespondiert direkt mit der 7 und die 7 haben wir in den vorherigen Kapitels schon ausführlich besprochen. Die 7 steht in der Bibel für göttliche Vollkommenheit und göttliche Ordnung. Diese Zahl zieht sich durch die gesamte Bibel als Symbol für Gottes Vollständigkeit, Heiligkeit und Vollkommenheit, z. B. die 7 Schöpfungstage, 7 Feste Israels, 7 Gemeinden, 7 Siegel und die 7 Posaunen in der Offenbarung.
Die Zahl 6 ist die Zahl des Menschen und des Geschaffenen. Den Beweis liefert die Bibel selbst:
“Hier ist die Weisheit! Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres, denn es ist die Zahl eines Menschen, und seine Zahl ist 666.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 13,18 ↗
Liebe Leser, bitte lassen Sie sich mit dieser Zahl nicht von Aivanhov täuschen. Seiner Meinung nach sei die 666 die 6 in den drei Welten oder Ebenen, physisch, astral und mental. Wenn Sie der Meinung sind, effektiv mit diesen Beschreibungen an sich selbst und Ihrer Wirklichkeit arbeiten zu können, befinden Sie sich auf einem unbeschreiblichen Irrweg. Kein einziger Mensch hat durch eigene Anstrengung jemals eine astrale oder mentale Ebene erreicht. Alles was die spirituell Praktizierenden erreichen, ist eine Entfernung von Gott durch magische Handlungen und okkultes Treiben, z. B. Meditation, die Anwendung der Kabbala und der Astrologie, Kartenlegen, die Schulung ihrer Hellsichtigkeit oder Entwicklung von Tugenden.
Die 6 ist die Zahl eines Menschen. Es ist nicht die 5 wie Aivanhov Ihnen glauben machen will. Mit der 6 geht es nicht um abstrakte Seelenebenen oder kosmische Prinzipien, sondern um eine konkrete, menschliche Realität bzw. um die Verkörperung des menschlichen Wesens im kommenden Antichristen. Es geht um die Zahl des Tiers, des Antichristen, denn diese Zahl ist das Erkennungs- und Kennzeichen eines konkreten Endzeitherrschers und seines Systems. Die 6 dient den Gläubigen zur Identifikation und Unterscheidung in der Zeit der Verführung.
Im biblischen Kontext können wir die 6 leicht aufschlüsseln. Der Mensch wurde am 6. Tag erschaffen, nachzulesen in 1. Mose 1,26–31.301Lesen Sie in 1. Mose 1,26–31 selbst nach: hier klicken↓ Der Mensch ist dazu bestimmt, 6 Tage zu arbeiten, nachzulesen in 2. Mose 20,9.302Lesen Sie in 2. Mose 20,9 selbst nach: hier klicken↓ Damit steht die 6 für das rein Menschliche und Begrenzte. Die 6 erreicht niemals die 7. Sie ist die Zahl, die die göttliche Vollkommenheit verfehlt.
Die Zahl 666 ist nicht die 6 in den drei Welten, diese Zahl ist die Steigerungsform der Unvollkommenheit. Im biblischen Kontext wird eine dreifache Wiederholung als Steigerung genutzt, um das absolute Ausmaß von etwas auszudrücken, z. B. „Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen“ in Jesaja 6,3303Lesen Sie in Jesaja 6,3 selbst nach: hier klicken↓ als höchste Steigerung der Heiligkeit Gottes. Die Dreifachheit der Sechs bedeutet daher aus bibeltreuer Sicht den Gipfel der Selbsterhöhung des Menschen. Es ist die Nachahmung Gottes durch den Menschen, ohne Gott zu sein. Der Mensch setzt sich selbst auf den Thron, bleibt aber in seiner sündigen Natur gefangen.
Weitere Beispiele der dreifachen Wiederholung als Steigerung finden wir auch in Hesekiel 21,32 “Zunichte, zunichte, zunichte will ich sie machen”. Dieser Vers unterstreicht die absolute Unausweichlichkeit und Endgültigkeit der Zerstörung Jerusalems. In Jeremia 7,4 lesen wir “Verlasst euch nicht auf trügerische Worte wie diese: Der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies!”. Der Prophet warnt die Menschen, die diese Worte wie ein Mantra aussprachen und sich in Sicherheit glaubten, weiter aber in ihrer Sündhaftigkeit standen.
Es ist und bleibt eine unheilige Trinität. Die Zahl 666 bringt das Wesen der satanischen Fälschung auf den Punkt:
- Der Drache, Satan, will sein wie Gottvater
- Das erste Tier, der Antichrist, will angebetet werden wie der Sohn
- Das zweite Tier, der Falsche Prophet, wirkt Scheinwunder wie der Heilige Geist.
Und obwohl dieses künstliche und erzwungene System mit immenser Macht, Scheinwundern und globalem Anspruch auftritt, bringt es nur die 6 hervor – das Verfehlen des Göttlichen. Es ist die Zahl des ultimativen Scheiterns. Die 666 ist die Prophetie über eine konkrete Person und ein reales Endzeitsystem. Sie entlarvt die Anmaßung des Antichristen, der sich wie Gott verehren lassen will, aber trotz all seiner scheinbaren Macht doch nur Mensch (6) bleibt. Für den Christen ist die Zahl keine Orientierung zur Selbsterlösung, sondern eine Warnung vor Verführung und eine Erinnerung daran, dass nur das geschlachtete Lamm, Jesus Christus, die wahre Rettung bringt. Aber diesen Namen suchen Sie im gesamten Kapitel 13 vergebens.
Aivanhov ist der Meinung, man müsse die Zahl 6 in Bezug auf die Zahl 5 untersuchen.
“Um die Zahl sechs zu verstehen, muss man sie in Bezug auf die Zahl fünf untersuchen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 13, Seite 138
Mit dieser Aussage zeigt uns Aivanhov auf das Genauste, aus welcher Gegend er sein “Wissen” hat und was er damit wirklich vorhat. Anstatt die 6 in Relation zur 7 zu stellen, also Vervollkommnung und Verbesserung, stellt er sie der 5 gegenüber, in genau die andere Richtung. Und als ob das nicht schon aussagekräftig genug wäre, nimmt er die Grafik eines Erzokkultisten als Maßstab, um seinen Lesern und “Schülern” die Lüge der Schlange aus 1.Mose 3,5 unterzuschieben und sie zu animieren, in die Selbsterhöhung und Selbstvergottung zu kommen, indem sie Tugenden entwickeln. Er vertritt einen selbst-erlöserischen/einweihungsethischen Ansatz: Der Mensch müsse mit den „Waffen von Intellekt, Seele und Geist“ an seinen Trieben arbeiten, um sich seiner “Tiere” entledigen zu können.
Aber der Mensch kann das Tier aus eigener Kraft nicht besiegen. Die Bewahrung geschieht allein dadurch, dass der Name des Gläubigen im “Buch des Lebens des geschlachteten Lammes” steht (Offb 13,8). Der Sieg erfolgt ausschließlich durch das Blut des Lammes und das Bekenntnis zu Jesus Christus. Alle diese biblischen Wahrheiten werden den Lesern und “Schülern” Aivanhovs verschwiegen. Möchten Sie wissen, wie Sie es erreichen, dass Ihr Name im Buch des Lebens eingetragen wird? Sie müssen sich dazu nur von den unbiblischen Autoren und deren Schriften abwenden und Jesus bitten, Ihnen Ihre Sünden und Ihre Schuld abzunehmen und in Ihr Leben einzutreten. Hier erfahren Sie mehr ↗.
Das wird Ihre Bekehrung und ihre zweite Geburt sein. Das sind die Versprechen Jesu Christi – und die gelten auch für Sie, unabhängig davon, wie weit Sie meinen, sich “spirituell entwickelt” zu haben und in der Obhut Ihres “Meisters” zu stehen. Ohne Jesus sind wir Menschen verloren, aber der Teufel verpackt seine Lüge, dass es möglich wäre, sich ohne Jesus Christus vom Mensch zu Gott zu erhöhen, indem z. B. Tugenden entwickelt werden könnten, so geschickt, dass es leicht fällt, diese Märchen zu glauben und sein Leben danach auszurichten. Aber das ist ein tödlicher Irrweg. Wenn Sie auf diesem Weg sind, kehren Sie bitte um, denn Jesus ist alles, was wir jemals brauchen.
Dem Agrippa von Nettesheim auf der Spur

Der mikrokosmische Mensch / Mensch im Fünfstern
De occulta philosophia – 1533
https://www.digitale-sammlungen.de/
Auf Seite 139 kommt der Leser mit der Darstellung eines nackten Mannes in Berührung, der mit gespreizten Beinen und ausgebreiteten Armen in ein Fünfeck, ein Pentagramm, gestellt wurde. Weder ist die Grafik betitelt oder in irgendeiner Art und Weise beschrieben, noch ist der Ursprung und der Urheber dazu angegeben. Alles, was der Leser im Buch dazu erfährt, ist folgende Aussage:
“Die Fünf ist die Zahl des Menschen, wenn man ihn mit ausgebreiteten Armen und Beinen zeichnet. So passt er in den Fünfstern, das Pentagramm.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 13, Seite 138
Genau das ist die Masche Aivanhovs, nämlich die Ursprünge seines angeblichen Wissens nicht offenzulegen und die Namen seiner benutzten “Überlieferungen” nicht zu nennen. Somit stehen dem Leser und “Schüler” keine anderen Quellen zur Überprüfung zur Verfügung. Die Annahme, dass alles, was der “Meister” in einer Gemeinschaft sagt, einzig richtig ist und keiner Prüfung bedarf, weil er als “Selbstverwirklichter” oder “Eingeweihter” ständig mit dem Himmel verbunden ist, ist übrigens ein sehr starkes Sektenmerkmal.304Link zum Faltblatt “Checkliste für kritische Anzeichen” – Sekteninfo NRW: hier klicken↓
Lassen Sie bitte größte Vorsicht walten, wenn Sie sich mit den Werken Aivanhovs beschäftigen und prüfen Sie alles anhand der Bibel.
Die Grafik, die auf Seite 139 verwendet wurde, heißt “Der mikrokosmische Mensch” oder auch “Mensch im Fünfstern” und wurde im Jahr 1533 von Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim305Link zum Wikipedia-Artikel “Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim”: hier klicken↓ in seinem Buch “De occulta philosophia“306Link zum Wikipedia-Artikel “Three Books of Occult Philosophy”: hier klicken↓ in Köln veröffentlicht. Agrippa stellte darin den menschlichen Körper im Verhältnis zum Fünfstern (Pentagramm) dar, um die Entsprechung zwischen dem Menschen als Mikrokosmos und dem Universum als Makrokosmos zu veranschaulichen. Aivanhov symbolisiert mit dieser Grafik das Ideal des vollkommenen, geistigen Menschen. Der im Fünfstern stehende Mensch hat seine niedere, tierische Natur überwunden und verkörpert die fünf geistigen Tugenden: Weisheit, Liebe, Wahrheit, Güte und Gerechtigkeit.
Lassen Sie mich an dieser Stelle kurz anmerken, dass es auf dieser Erde keinen Menschen gibt, dem das mit der Hilfe einer okkulten Grafik oder einer “geistigen Lehre” gelungen wäre und erst recht niemandem in der Einweihungssekte Aivanhovs.
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim wurde am 14.09.1486 in Köln geboren und starb am 18.02.1535 in Grenoble in Frankreich. Er wurde nur 48 Jahre alt. Trotz seines jungen Alters wurde er als “Universalgelehrter” und Theologe bezeichnet. Die Informationen in Wikipedia über ihn gehen sogar soweit, dass sie ihn als einen der bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit einordnen. Er studierte unter anderem Latein, Astrologie, Theologie, Grundlagen des magischen Denkens,307Link zum Wikipedia-Artikel “Magisches Denken”: hier klicken↓ hermetische Bücher, orphische Hymnen, Kabbala, Römisches Recht, Medizin, Mechanik, Optik und Geometrie.
Alleine wegen dieser Liste stufe ich Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim als gefährlich ein und die Bezeichnung “Universalgelehrter” drängt mir den Begriff “eierlegende Wollmilchsau” auf.308Diese Spezies findet sich im weiten Umfeld von Aivanhov und Rudolf Steiner und vieler anderer Gurus. Bitte beachten Sie, dass Sie es mit äußerst professionellen Hochstaplern zu tun haben. Infos gibt diese Checkliste der Sekteninfo Berlin: hier klicken↓ Als angeblicher Theologe hätte er wissen müssen, dass der Großteil seiner Beschäftigungen reinen Götzendienst darstellt. Stattdessen veröffentlichte er “De Occulta Philosophia”, das bis heute als okkultes, unbiblisches und gefährliches Werk abgelehnt wird. Agrippas Versuch, Kabbala, Astrologie, Engellehre und Magie mit dem Christentum zu harmonisieren, wird als unzulässige Vermischung (Synkretismus) betrachtet.
Aivanhov erwähnt den Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim zweimal in seinen Büchern. Einmal in Band 5 “Die Kräfte des Lebens” in Kapitel 3 und einmal im Band 30 “Leben und Arbeit in einer Einweihungsschule” in Kapitel 8 “Der Sinn der Einweihung”. In Band 5 wird er kumpelhaft nur “Agrippa” genannt. Im Band 30 ist er Teil einer Aufzählung von Okkultisten, Magiern und Geistesgestörten, die vom Einfluss Ägyptens geprägt waren. Diese Liste will ich Ihnen für Ihr erweitertes Verständnis auf gar keinen Fall vorenthalten und füge sie hier ein, obwohl sie aus einem anderen Buch stammt.
“Es ist unmöglich, alle Namen aufzuzählen, aber erwähnen wir nur Agrippa von Nettesheim, Jean Tritheme, Paracelsus… den Grafen von Saint-Germain, Cagliostro, Claude de Saint-Martin… Swedenborg, Goethe, Novalis, Balzac, Gerard de Nerval, Villiers de l’Isle-Adam, Huysmans… Fabre d’Olivet, Saint-Yves d’Alveydre… Stanislas de Guaita, Papus, Eliphas Levi, Steiner… Die Liste wäre noch lang, aber lassen wir es dabei bewenden.”
Zitat “Leben und Arbeit in einer Einweihungsschule, Band 30”, Kapitel 8
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheims Werk “De occulta philosophia” rief schon zu dessen Lebzeiten heftigen Widerstand bei den Gläubigen, der katholischen Kirche und den protestantischen Reformatoren hervor. Der Vorwurf lautete auf Schwarze Magie, Dämonenbeschwörung und Häresie. Im Jahr 1559 wurde es kurzerhand auf die Liste der verbotenen Bücher gesetzt und fand somit seinen unrühmlichen Eintrag im Index Librorum Prohibitorum.309Link zum Wikipedia-Artikel “Index librorum prohibitorum”: hier klicken↓310Link zum Wikipedia-Artikel “Liste von Autoren, deren Werke auf dem Index librorum prohibitorum standen”: hier klicken↓ Erstaunlicherweise wurde der Index der verbotenen Bücher bis ins Jahr 1948 herausgegeben und bis 1962 mit Nachträgen gepflegt.
Das Werk “De Occulta Philosophia“311Link zum Buch “De occulta philosophia” von Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim bei Amazon: hier klicken↓ gilt in historischen als auch gegenwärtigen christlichen Kreisen als äußerst kontrovers und wird von konfessionell geprägten Theologen entschieden ablehnend bewertet. Aus der Sicht einer bibeltreuen Theologie wird es als okkultes, unbiblisches und gefährliches Werk abgelehnt, denn es verstößt gegen das Magieverbot. Die Bibel verbietet Zauberei, Zeichendeuterei, Astrologie und Geisterbeschwörung (z. B. in 5. Mose 18,10–12 oder Galater 5,20) ausdrücklich. Agrippa versucht, all diese Dinge ins Christentum einzuschleusen und sie mit ihm zu verschmelzen.
Der Leser läuft durch dieses Buch in die Gefahr der Selbsterlösung. Agrippas Ansatz, demzufolge der Mensch durch das Verständnis kosmischer Entsprechungen (Mikrokosmos/Makrokosmos) und mystische Praktiken zu höheren geistigen Sphären/Ebenen/Dimensionen aufsteigen könne, widerspricht dem evangelikalen Kernprinzip der Sola Gratia (Erlösung allein durch Gottes Gnade und das Opfer Christi am Kreuz).312Link zum Artikel “Was bedeutet sola gratia?” – evangelium21: hier klicken↓ Auch Aivanhovs komplette “geistige Lehre” ist ein vollkommener Widerspruch zur Gnade Gottes und er führt damit seine “Schüler” beständig vom Heil, von Jesus Christus weg.
Durch das Lesen dieses Buches besteht die Gefahr, dass die im Buch beschriebenen Talismane, Sigillen313Link zum Wikipedia-Artikel “Sigille”: hier klicken↓314Link zum Wikipedia-Artikel “Sigillenmagie”: hier klicken↓ und Geister-Hierarchien die Tür zu okkulten oder dämonischen Bindungen öffnen. So abgehoben sich das anhört, so ernsthaft kann ich das aus meiner eigenen Erfahrung und auch durch den mehr als 16jährigen Einblick in die Einweihungssekte Aivanhovs (Stand 2026) bestätigen. Wie hoch die Gefahr ist, von Dämonen beeinflusst und besessen zu werden, nur indem man eigentlich unbedenkliche Bücher liest oder scheinbar harmlose Rituale ausführt, schildert Michael Putzi im Video “Okkultismus – Spiel mit dem Feuer” ↗.
Kapitel 14: Das Hochzeitsfest des Lammes
Die Rezension von Kapitel 14 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffentlicht.
Kapitel 15: Der für tausend Jahre gefesselte Drache
Die Rezension von Kapitel 15 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffentlicht.
Kapitel 16: Der Neue Himmel und die Neue Erde
Die Rezension von Kapitel 16 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffentlicht.
Kapitel 17: Die Himmlische Stadt
Die Rezension von Kapitel 17 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffentlicht.
Der wichtigste Schritt: Ihre Bekehrung
Um es ganz klar auszudrücken: Die Ewigkeit kann im Himmel bei Jesus oder in der ewigen Finsternis und Verdammnis in der Hölle erfahren werden. Wir haben die Wahl. Die Bibel ist das Hilfsmittel, das uns Gott selbst zur Verfügung gestellt hat, um die richtige Wahl zu treffen. Durch den Okkultisten Aivanhov wird den Menschen, die sich mit seiner Irrlehre auseinandersetzen, vermittelt, dass gerade sie sich ausführlich genug mit Gott, Jesus und den Geschichten der Bibel beschäftigen und sie somit auf alle Fälle Anrecht auf einen Platz im Himmel haben.
Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Johannes 10,9
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!
Johannes 14,6
Weit gefehlt! Aivanhov beschreibt sehr ausführlich, auf welchem Weg er an die scheinbaren Informationen von Jesus selbst gekommen ist. Durch ein magisches Gedankenritual, das Gott ein Gräuel ist, hat er versucht, sich Zutritt zu Jesus Christus Bewusstsein zu verschaffen.315Aivanhov beschreibt diese psychische Vergewaltigung im Band 207, Kapitel 11 und nennt diese magische Handlung “Identifikation”. Siehe Rezension Izvor 207: (noch nicht erschienen).↓ Das klappt natürlich nicht, denn Gott will sich auf diese Weise nicht erfahren lassen und hat solche Praktiken schon im 5. Buch Mose verboten. Darunter fallen Wahrsagerei, Zeichendeuterei, Beschwörungen, Magie und Zauberei.
Die Antworten, die der arme Aivanhov sein ganzes Leben lang hindurch von “seinem Jesus” bekommen hat, sind die Antworten eines Lügengeistes.316Der Lügengeist in 1. Könige 22,22 auf bibleserver.com: hier klicken↓ Das schlägt sich in den Erniedrigungen und Abwertungen von Jesus Christus nieder, die in jedem einzelnen Buch Aivanhovs zu finden sind. Aivanhov hatte nicht die psychische Kraft, die er den Menschen vorgetäuscht hat, und fiel sein ganzes Leben als “geistiger Meister” durch diese Prüfung.
Bitte machen Sie heute noch Schluss mit der Esoterik, der Lichtarbeit und dem Selbstbetrug und kommen Sie bei Jesus Christus an, der mit offenen Armen auf Sie wartet und hören Sie auf, sich mit dem Okkultismus zu beschäftigen. Das ist Ihre Umkehr. Geben Sie all Ihre Sünden und all Ihre Schuld Jesus Christus, der Sie gerne davon befreit. Das ist Ihre Bekehrung. Nehmen Sie dann Jesus in Ihr Leben auf und vertrauen Sie sich ihm an, das ist Ihre Wiedergeburt. Das sind die Wahrheiten, die in der Bibel stehen.
Alles Gute und Gottes Segen!
Fußnoten
- 1Link zum YouTube-Video “Gibt es wirklich eine Hölle? – Wilhelm Pahls”: hier klicken ↩︎
- 2Link zum YouTube-Video “Wie ich mein Leben Jesus anvertraue – Werner Gitt”: hier klicken ↩︎
- 3Link zum Buch “Die himmlische Stadt – Kommentare zur Apokalypse” bei Prosveta Verlag: hier klicken ↩︎
- 4Link zum BibelTube-Video “Woran erkennt man eine bibeltreue Gemeinde?”: hier klicken ↩︎
- 5Link zu Wikipedia: hier klicken ↩︎
- 6Link zur ISNI-Datenbank: hier klicken ↩︎
- 7Link zur DNB-Datenbank: hier klicken ↩︎
- 8Link zum Gemini-Chat “Ist Melchisedek der Stellvertreter Gottes?”: hier klicken ↩︎
- 9Link zum Artikel “Sekte” bei relinfo.ch: hier klicken ↩︎
- 10Link zum Artikel “Universelle Weiße Bruderschaft (UWB)” bei relinfo.ch: hier klicken ↩︎
- 11Link zum Artikel “Esoterik” auf Wikipedia: hier klicken ↩︎
- 12Link zum Artikel “Esoterik” auf psiram.com: hier klicken ↩︎
- 13Link zum YouTube-Video “Der Wahnsinn Lichtarbeit – Eine spezielle Form des New Age”: hier klicken ↩︎
- 14Link zum Artikel “Guru” auf psiram.com: hier klicken ↩︎
- 15Link zum Artikel “Sekte, Abschnitt Führungspersönlichkeit” auf psiram.com: hier klicken ↩︎
- 16Link zum Video “Der einzige Weg zu Gott – Wilhelm Pahls”: hier klicken ↩︎
- 17Link zum Artikel “Sekten und Kulte: Illusionsverkäufer haben Hochkonjunktur”: hier klicken ↩︎
- 18Link zur YouTube-Playlist “Coaching-Betrug und Hochstapler”: hier klicken ↩︎
- 19Markus 1,15 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 20Lukas 13,3 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 21Link zum Gemini-Chat „Ruft Jesus zur Umkehr auf?”: hier klicken ↩︎
- 22Link zum Gebet an den Engel der Luft auf aivanhov.de: hier klicken ↩︎
- 23Link zum Gebet an Melchisedek auf aivanhov.de: hier klicken ↩︎
- 24Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes Verführer“: hier klicken ↩︎
- 25Link zum Wikipedia-Artikel “Rudolf Steiner”: hier klicken ↩︎
- 26Lesen Sie im Brief des Judas: hier klicken ↩︎
- 27Link zum Buch “28 Hilfen, um Irrlehrer zu durchschauen” von Lothar Gassmann bei Amazon: hier klicken ↩︎
- 28Link zum Gemini-Chat „Was bitte ist eigentlich Selbstvergottung”?: hier klicken ↩︎
- 29Matthäus 6,9 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 30Link zum Video “Zu wem sollen wir beten? – Werner Gitt”: hier klicken ↩︎
- 31Link zum Video “Glaube an Gott oder an Jesus? – Werner Gitt”: hier klicken ↩︎
- 32Diese Irrlehre wird von Aivanhov z.B. im Buch “Vom Sinn des Betens” und anderen Titeln verbreitet ↩︎
- 33Link zum Artikel “Prof. Dr. Werner Gitt – Vorstellung”: hier klicken ↩︎
- 34Link zum YouTube-Video “Der wichtigste Schritt – Wilhelm Pahls”: hier klicken ↩︎
- 35Link zum Wikipedia-Artikel “Helena Petrovna Blavatsky”: hier klicken ↩︎
- 36Link zum Wikipedia-Artikel “Phrygana”: hier klicken ↩︎
- 37Link zum Wikipedia-Artikel “Patmos”: hier klicken ↩︎
- 38Patmos auf Google Maps: hier klicken ↩︎
- 39Reiseroute Athen, Hafen von Piräus nach Hafen von Skala, Patmos, Griechenland in Google Maps: hier klicken ↩︎
- 40Link zum Artikel “Die Apokryphen des Alten Testaments”: hier klicken ↩︎
- 41Link zum Wikipedia-Artikel “Apostelakten”: hier klicken ↩︎
- 42Link zum Wikipedia-Artikel “Häresie”: hier klicken ↩︎
- 43Link zum Wikipedia-Artikel “Zweites Konzil von Nicäa”: hier klicken ↩︎
- 44Link zum Artikel “Patmos” von Florian Rösch: hier klicken ↩︎
- 45Link zum Wikipedia-Artikel “Gnosis”: hier klicken ↩︎
- 46Link zum Wikipedia-Artikel “Body Count”: hier klicken ↩︎
- 47Bibel: 7 Dämonen/1536 Seiten = 0,0046 Dämonen pro Seite, = 0,46 Dämonen auf 100 Seiten. PrA: 12 Dämonen/99 Seiten=0,12 Dämonen pro Seite, = 12 Dämonen auf 100 Seiten. Verhältnis: 0,12÷0,0046 entspr. 26,58 ↩︎
- 48Link zum Artikel “Wahrsagerei – Bibel-Lexikon”: hier klicken ↩︎
- 49Link zum YouTube-Video “Was Gott über Esoterik denkt” von Gabriel Häsler: hier klicken ↩︎
- 50Sprüche 10,7 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 51Z. B. in der Broschüre 304 “Der Tod und das Leben im Jenseits”, Teil 2, Seite 15. ↩︎
- 52Link zum Telegram-Post mit einem veränderten Vater Unser und dem Rat, nicht zu beten: hier klicken ↩︎
- 53Link zum YouTube-Video “Hörbuch – Offenbarung – Schlachter 2000”: hier klicken ↩︎
- 54Link zum Wikipedia-Artikel “Klerus”: hier klicken ↩︎
- 55Lesen Sie die Offenbarung auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 56Link zum YouTube-Video “DAS macht wahres Christsein aus”: hier klicken ↩︎
- 57Link zum Wikipedia-Artikel “Kabbala”: hier klicken ↩︎
- 58Link zum YouTube-Video “Die Kabbala: Schlüssel zur Vergangenheit”: hier klicken ↩︎
- 59Link zum Wikipedia-Artikel “Sohar”: hier klicken ↩︎
- 60Link zum Wikipedia-Artikel “Schimon ben Jochai”: hier klicken ↩︎
- 61Link zum Wikipedia-Artikel “Ziele der Kabbala”: hier klicken ↩︎
- 62Link zum Wikipedia-Artikel “Merkaba”: hier klicken ↩︎
- 63Link zum Artikel “Repentance ‑Baker’s Evangelical Dictionary of Biblical Theology”: hier klicken ↩︎
- 64Aivanhov beschreibt diese psychische Vergewaltigung im Band 207, Kapitel 11 und nennt diese magische Handlung “Identifikation”. Siehe Rezension Izvor 207: (noch nicht erschienen). ↩︎
- 65Link zum Wikipedia-Artikel “Apokryphon des Johannes”: hier klicken ↩︎
- 66Link zum Buch “Interrogatio Iohannis” bei Amazon: hier klicken ↩︎
- 67Link zum Wikipedia-Artikel “Pistis Sophia”: hier klicken ↩︎
- 68Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes “Verführer”“: hier klicken ↩︎
- 69Link zum YouTube-Video “Okkultismus – Spiel mit dem Feuer?”: hier klicken ↩︎
- 70Link zum YouTube-Video “OKKULTISMUS, ESOTERIK, MAGIE, ALTERNATIVMEDIZIN auf dem Prüfstand”: hier klicken ↩︎
- 71Link zur Leseprobe des Buchs “Die Messe und die Sakramente – Der höhere Sinn christlicher Riten” von Omraam Mikhael Aivanhov bei Prosveta Verlag: hier klicken ↩︎
- 72Ich benutze für solche Arten von Recherche die App “Studienbibel NGÜ und Schlachter” der Genfer Bibelgesellschaft: im Play Store ↩︎
- 731. Mose 14,18 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 74Psalm 110,4 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 75Hebräer 5,6 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 76Hebräer 5,10 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 77Hebräer 6,20 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 78Hebräer 7,1 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 79Hebräer 7,10 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 80Hebräer 7,11 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 81Hebräer 7,15 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 82Hebräer 7,17 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 83Hebräer 7,21 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 84Link zum Gemini-Chat “Melchisedek: Unsterblich oder literarischer Typus?”: hier klicken ↩︎
- 85Offenbarung 1,8 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 86Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken ↩︎
- 87Link zum Wikipedia-Artikel “Hermetik”: hier klicken ↩︎
- 88Lesen Sie in 2. Mose 14,8 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 89Link zum Gemini-Chat „Melchisedeks Orden: Biblische Legende“: hier klicken ↩︎
- 90Link zum Wikipedia-Artikel “Leviten”: hier klicken ↩︎
- 91Link zum YouTube-Video “Wie durchschaue ich FALSCHE PROPHETEN im INTERNET und anderswo?”: hier klicken ↩︎
- 92Lesen Sie in Johannes 8,44 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 93Link zum YouTube-Video “Was bedeutet das, Jesus aufnehmen?”: hier klicken ↩︎
- 94Lesen Sie das ganze Kapitel auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎
- 95Link zum YouTube-Video “Narzissmus & Wortsalat – Narzissmus & indirekte Kommunikation “Wortsalat””: hier klicken ↩︎
- 96Lesen Sie in 1.Timotheus 4,7 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 97Diese Tatsache möchte ich auch als Argument gelten lassen, dass Aivanhov nie für Gott und Jesus spricht, sondern den Heidenkult lehrt. Siehe 1. Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. ↩︎
- 98Interessante Diplomarbeit “Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?”: hier klicken ↩︎
- 99Link zum Artikel “Chapter 16 – Salem, Jebus, Jerusalem (2000−1000 BC)”: hier klicken ↩︎
- 100Link zum Gemini-Chat „Ausmaße von Melchisedeks Königreich Salem“: hier klicken ↩︎
- 101Link zum Wikipedia-Artikel “Otto von Freising”: hier klicken ↩︎
- 102Link zum Wikipedia-Artikel “Pessach”: hier klicken ↩︎
- 103Link zum Wikipedia-Artikel “Sukkot”: hier klicken ↩︎
- 104Link zum Wikipedia-Artikel “Schawuot”: hier klicken ↩︎
- 105Link zum Wikipedia-Artikel “Agartha”: hier klicken ↩︎
- 106Link zum Buch “Les fils de Dieu” von Louis Jacolliot bei Amazon: hier klicken ↩︎
- 107Link zum Wikipedia-Artikel “Louis Jacolliot”: hier klicken ↩︎
- 108Link zum Wikipedia-Artikel “Alexandre Saint-Yves d’Alveydre”: hier klicken ↩︎
- 109Link zum Buch “Das Mysterium von Agartha. Indiens Mission in Europa” von Alexandre Saint-Yves d’Alveydre bei Amazon: hier klicken ↩︎
- 110Link zum Wikipedia-Artikel “Papus”: hier klicken ↩︎
- 111Link zum YouTube-Bezahlvideo “Im Bann des Priesterkönigs”: hier klicken ↩︎
- 112Diplomarbeit „Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?“: hier klicken ↩︎
- 113Link zum Wikipedia-Artikel “Apokryphen”: hier klicken ↩︎
- 114Link zum Wikipedia-Artikel “Aleister Crowley”: hier klicken ↩︎
- 115Link zum Wikipedia-Artikel “Simon Magus”: hier klicken ↩︎
- 116Link zum Wikipedia-Artikel “Henry Slade”: hier klicken ↩︎
- 117Link zum Wikipedia-Artikel “Golem”: hier klicken ↩︎
- 118Link zum YouTube-Video “Golem – Die Legende vom Menschen (Dokumentarfilm, 2016)”: hier klicken ↩︎
- 119Lesen Sie in 5. Mose 18,10−13 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 120Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken ↩︎
- 121Lesen Sie in Matthäus 23,8 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 122Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes Verführer“: hier klicken ↩︎
- 123Link zum Wikipedia-Artikel “Sieben Sendschreiben”: hier klicken ↩︎
- 124Link zum Wikipedia-Artikel “Ephesos”: hier klicken ↩︎
- 125Link zum Artikel “Bibellese – kurze Erläuterungen zu Offenbarung 2”: hier klicken ↩︎
- 126Link zum Artikel “Einführung in die sieben Sendschreiben – Offenbarung 2 und 3”: hier klicken ↩︎
- 127Link zum Artikel “Die Offenbarung Jesu Christi”: hier klicken ↩︎
- 128Gliederung dem Video “APOKALYPSE – was kommen wird! Die Johannesoffenbarung erklärt” von Dr. Lothar Gassmann entnommen”: hier klicken ↩︎
- 129Link zum Wikipedia-Artikel “Hochstapler”: hier klicken ↩︎
- 130Link zum Wikipedia-Artikel “Hodgson Report”: hier klicken ↩︎
- 131Beschreibung der bizarren Vorfälle um Blavatsky im Buch “Madame Blavatsky’s Baboon” von Peter Washington bei Amazon: hier klicken ↩︎
- 132Link zum Buch “Der Schlüssel zur Theosophie” von Helena Blavatsky bei Amazon: hier klicken ↩︎
- 133Link zum Buch “Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung” von Rudolf Steiner bei Amazon: hier klicken ↩︎
- 134Link zum YouTube-Video “Klartext: ASTROLOGIE und HOROSKOP – Dr. Lothar Gassmann”: hier klicken ↩︎
- 135Link zum YouTube-Video “Freue dich auf den Himmel”: hier klicken ↩︎
- 136Link zur Seite “Die Seite mit der Maus” vom WDR: hier klicken ↩︎
- 137Link zum Gemini-Chat „helena blavatsky talismane“: hier klicken ↩︎
- 138Link zum YouTube-Video “Freue dich auf den Himmel!”: hier klicken ↩︎
- 139Link zum Gemini-Chat „Abstimmung mit Stimmsteinen“: hier klicken ↩︎
- 140Link zum Gemini-Chat „was sagt die bibel zu talismanen?“: hier klicken ↩︎
- 141Link zum Nikodemus-Chat „Verborgene Manna — Bedeutung“: hier klicken ↩︎
- 142Link zum YouTube-Video “WARNUNG VOR OKKULTISMUS, WAHRSAGEN, KARTENLEGEN, ASTROLOGIE. Dr. Kurt Koch”: hier klicken ↩︎
- 143Link zum Wikipedia-Artikel “Sinter”: hier klicken ↩︎
- 144Link zum Wikipedia-Artikel “Pamukkale”: hier klicken ↩︎
- 145Link zum Artikel ” Apokalyptik (NT)”: hier klicken ↩︎
- 146Link zum Artikel “Apokalypse” auf wiktionary.org: hier klicken ↩︎
- 147Scriptura scripturam interpretatur – Link zum Wikipedia-Artikel “sola scriptura”: hier klicken ↩︎
- 148Link zur Seite “Bücher zur Bibel” beim Jeremia-Verlag: hier klicken ↩︎
- 149Siehe Abbildung in Kapitel 2: hier klicken ↩︎
- 150Lesen Sie in 1.Petrus 5,5: hier klicken ↩︎
- 151Link zum Artikel “Sektenmerkmale – Infosekta.ch”: hier klicken ↩︎
- 152Link zum Artikel “Checkliste zur qualifizierten Beurteilung des Gefährdungspotenzials von “Sekten” und Psychogruppen”: hier klicken ↩︎
- 153Lesen Sie in 1.Chronik 24: hier klicken ↩︎
- 154Link zum YouTube-Video “Bibelstudientag Rickenbach: Das Buch der Offenbarung Teil 2 – Roger Liebi”: hier klicken ↩︎
- 155Lesen Sie in Offenbarung 4,1: hier klicken ↩︎
- 156Siehe die Beschreibungen zur Merkaba-Mystik in Kapitel 2: hier klicken ↩︎
- 157Link zum Wikipedia-Artikel “Seraph”: hier klicken ↩︎
- 158Lesen Sie in Jesaja 6,2−3: hier klicken ↩︎
- 159Link zum Artikel “Genau lesen (01) – Cherubim” auf bibelstudium.de”: hier klicken ↩︎
- 160Lesen Sie in Hesekiel 1: hier klicken ↩︎
- 161Link zum Artikel “Drangsal – Bibel-Lexikon”: hier klicken ↩︎
- 162Link zum Artikel “Wesen, Lebendige – Bibel-Lexikon”: hier klicken ↩︎
- 163Lesen Sie in Offenbarung 1,4−5: hier klicken ↩︎
- 164Lesen Sie in Sacharja 4,2−6: hier klicken ↩︎
- 165Lesen Sie in Apostelgeschichte 2: hier klicken ↩︎
- 166Link zum Artikel “Reconstruction: Proto-Indo-European/ḱweyt” auf wiktionary.org: hier klicken ↩︎
- 167Link zum Wikipedia-Artikel “Anselm von Canterbury”: hier klicken ↩︎
- 168Link zum Artikel “Mysterium tremendum et fascinosum – erschreckend und faszinierend” – Universität Innsbruck: hier klicken ↩︎
- 169Lesen Sie in 1.Mose 5,24: hier klicken ↩︎
- 170Lesen Sie in 2.Könige 2,11: hier klicken ↩︎
- 171Link zum Wikipedia-Artikel “Aschdod”: hier klicken ↩︎
- 172Lesen Sie in Offenbarung 10: hier klicken ↩︎
- 173Lesen Sie in Offenbarung 4,2: hier klicken ↩︎
- 174Link zum Absatz “Wegführen von der Buße und das Verschweigen der Bekehrung” hier auf dieser Webseite: hier klicken ↩︎
- 175Lesen Sie die Offenbarung 5 aus der Lutherbibel 1912 auf die-bibel.de: hier klicken ↩︎
- 176Link zum Wikipedia-Artikel “Schlachter-Bibel”: hier klicken ↩︎
- 177Link zur Seite “Schlachter Bibeln im SCM-Shop”: hier klicken ↩︎
- 178Link zu Kapitel 3, Absatz “Endlich offenbart: Melchisedek ist der Schöpfer” hier auf dieser Webseite: hier klicken ↩︎
- 179Link zum Wikipedia-Artikel “Hieronymus (Kirchenvater)”: hier klicken ↩︎
- 180Link zum Wikipedia-Artikel “Vulgata”: hier klicken ↩︎
- 181Lesen Sie in 2.Mose 34,29: hier klicken ↩︎
- 182Lesen Sie in 2.Timotheus 1,7: hier klicken ↩︎
- 183Lesen Sie in 1.Mose 3,5: hier klicken ↩︎
- 184Link zum Artikel “Chesed” Jüdische Allgemeine: hier klicken ↩︎
- 185Link zum Wikipedia-Artikel “Chesed”: hier klicken ↩︎
- 186Link zum YouTube-Video “Ahawah – Liebe” bible project: hier klicken ↩︎
- 187Link zum Wikipedia-Artikel “Raziel”: hier klicken ↩︎
- 188Link zum Wikipedia-Artikel “Sepher Raziel HaMalach”: hier klicken ↩︎
- 189Link zum Artikel “Kulturelle Lichtgestalt mit Schattenseiten” – Universität Bonn: hier klicken ↩︎
- 190Link zum Wikipedia-Artikel “Grimoire”: hier klicken ↩︎
- 191Link zum Wikipedia-Artikel “Liste magischer Schriften”: hier klicken ↩︎
- 192Lesen Sie in Jesaja 14,12: hier klicken ↩︎
- 193Lesen Sie in Lukas 10,18: hier klicken ↩︎
- 194Link zum YouTube-Video “Unglaube, Aberglaube und Okkultismus – Wilhelm Pahls”: hier klicken ↩︎
- 195Link zum Wikipedia-Artikel “Die Hohepriesterin”: hier klicken ↩︎
- 196Link zum Artikel “Inhalt der Johannesoffenbarung”: hier klicken ↩︎
- 197Link zum Artikel “Bibellese – kurze Erläuterungen zu Offenbarung 5”: hier klicken ↩︎
- 198Link zum Artikel “Löser / Loskauf”: hier klicken ↩︎
- 199Link zum Wikipedia-Artikel “Zeugen Jehovas”: hier klicken ↩︎
- 200Link zum Wikipedia-Artikel “Siebenten-Tags-Adventisten”: hier klicken ↩︎
- 201Link zum Artikel “Wer kommt ins Himmelreich? Nur 144000?” auf Fragen – evangelisch.de: hier klicken ↩︎
- 202Link zum Wikipedia-Artikel “Zwölf – Christentum”: hier klicken ↩︎
- 203Lesen Sie in Psalm 50,10: hier klicken ↩︎
- 204Link zum Artikel “Die Grösse Gottes” auf jesus.ch: hier klicken ↩︎
- 205Link zum Video “Die Größe Gottes” auf Bibel TV: hier klicken ↩︎
- 206Link zum Wikipedia-Artikel “Wahrsagen”: hier klicken ↩︎
- 207Link zum Video “Okkultismus: Was steckt wirklich dahinter?” auf Bibel TV: hier klicken ↩︎
- 208Link zum Wikipedia-Artikel “Größenwahn (Megalomanie)”: hier klicken ↩︎
- 209Link zum YouTube-Video “Famous Atheists Last Words Before Dying”: hier klicken ↩︎
- 210Link zum YouTube-Video “Heilsgewissheit, Heilssicherheit, die Entrückung und Gottes tägliche Rettung – Der Helm des Heils”: hier klicken ↩︎
- 211Link zum YouTube-Video “Es gibt ein “Zu Spät”! – Wilhelm Pahls”: hier klicken ↩︎
- 212Link zum Wikipedia-Artikel “Qlīpōt”: hier klicken ↩︎
- 213Link zum Wikipedia-Artikel “sola scriptura”: hier klicken ↩︎
- 214Link zum Artikel “Sola scriptura – allein durch die Schrift”: hier klicken ↩︎
- 215Link zur Predigtsammlung “Die Johannesoffenbarung” auf l‑gassmann.de: hier klicken ↩︎
- 216Lesen Sie in Offenbarung 21,2: hier klicken ↩︎
- 217Lesen Sie in Apostelgeschichte 4,12: hier klicken ↩︎
- 218Lesen Sie in Offenbarung 12,7 der Schlachter-Übersetzung selbst nach: hier klicken ↩︎
- 219Link zum Wikipedia-Artikel “Gnosis”: hier klicken ↩︎
- 220Link zum Wikipedia-Artikel “Hermetik”: hier klicken ↩︎
- 221Link zum Buch “Legenda aurea – Goldene Legende” bei Amazon: hier klicken ↩︎
- 222Link zum Wikipedia-Artikel “Jacobus de Voragine”: hier klicken ↩︎
- 223Link zum Wikipedia-Artikel “Legenda aurea”: hier klicken ↩︎
- 224Link zum Wikipedia-Artikel “Georg (Heiliger)”: hier klicken ↩︎
- 225Lesen Sie in ISAIAS PROPHETA 14 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 226Lesen Sie in Jesaja 14,12 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 227Link zum Wikipedia-Artikel “John Milton”: hier klicken ↩︎
- 228Link zum Wikipedia-Artikel “Paradise Lost”: hier klicken ↩︎
- 229Lesen Sie in 1.Timotheus 1 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 230Lesen Sie in Hesekiel 28,14 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 231Link zum Wikipedia-Artikel “Michaelion”: hier klicken ↩︎
- 232Ein okkultes, magisch-dämonisches Konzept. Ein durch Gruppenkonzentration geschaffenes, feinstoffliches Kraftfeld oder Geistwesen. Wikipedia-Artikel “Egregor”: hier klicken ↩︎
- 233Link zum Artikel “Future faking”: hier klicken ↩︎
- 234Link zum Video “YOU: Consumed in Narcissist’s Shared Fantasy” von Prof. Sam Vaknin: hier klicken ↩︎
- 235Link zum Artikel “Sektenmerkmale” auf infosekta.ch: hier klicken ↩︎
- 236Wenn Sie in einer Einweihungssekte oder einer destruktiven Gruppe feststecken und heraus möchten, wenden Sie sich bitte an eine der Adressen auf der Seite “Notfall” hier auf dieser Webseite: hier klicken ↩︎
- 237Link zum Video “Der wichtigste Schritt – Wilhelm Pahls”: hier klicken ↩︎
- 238Link zum Video “Unglaube, Aberglaube und Okkultismus! – Wilhelm Pahls”: hier klicken ↩︎
- 239Link zu Kapitel 3 “Melchisedek und die Lehre von den beiden Prinzipien” hier auf dieser Webseite: hier klicken ↩︎
- 240Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken ↩︎
- 241Link zum Artikel “Bibellese – kurze Erläuterungen zu Offenbarung 12”: hier klicken ↩︎
- 242Link zum Wiktionary-Artikel “σωτηρία”: hier klicken ↩︎
- 243Link zum Wiktionary-Artikel “δύναμις”: hier klicken ↩︎
- 244Link zum Wiktionary-Artikel “βασιλεία”: hier klicken ↩︎
- 245Link zum Wiktionary-Artikel “ἐξουσία”: hier klicken ↩︎
- 246Link zum Artikel “Christus”: hier klicken ↩︎
- 247Link zum Artikel “Stiftshütte – Bibel-Lexikon”: hier klicken ↩︎
- 248Link zum Wikipedia-Artikel “Verbrannte Erde”: hier klicken ↩︎
- 249Link zum Wikipedia-Artikel “Nerobefehl”: hier klicken ↩︎
- 250Link zum Artikel “Was meint eigentlich „Jungfrauengeburt“?”: hier klicken ↩︎
- 251Link zum Buch “Adler und Schlange. Tiersymbolik im Glauben und Weltbild der Völker”: hier klicken ↩︎
- 252Link zum Artikel “The Eagle and The Serpent, Reconsidered”: hier klicken ↩︎
- 253Link zum Artikel “Tiere der Wikinger: Adler”: hier klicken ↩︎
- 254Link zum Wikipedia-Artikel “Petra (Jordanien)”: hier klicken ↩︎
- 255Lesen Sie in Hesekiel 29,3 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 256Link zum Artikel “Fahrplan bis zum Ende der Welt” – ERF: hier klicken ↩︎
- 257Link zum Gemini-Chat Petra: Biblischer Zufluchtsort in Jordanien: hier klicken ↩︎
- 258Link zum YouTube-Video “Verhängnisvolle Irrlehren! – Wilhelm Pahls”: hier klicken ↩︎
- 259Lesen Sie in Johannes 8,44 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 260Link zum Wikipedia-Artikel “Thalassophobie”: hier klicken ↩︎
- 261Link zum YouTube-Video “Thalassophobia”: hier klicken ↩︎
- 262Link zum Artikel “Die Psychologie hinter der Thalassophobie verstehen”: hier klicken ↩︎
- 263Link zum YouTube-Video “The Ocean is Terrifying”: hier klicken ↩︎
- 264Link zum Artikel “Wie legt sich nach Luther die Schrift selbst aus?” – Uni Tübingen: hier klicken ↩︎
- 265Link zum Artikel “Luthers Theologie” – sonntagsblatt.de: hier klicken ↩︎
- 266Link zum Artikel “Konkordanz” – die-bibel.de: hier klicken ↩︎
- 267Link zum Artikel “Konkordanz zur Schlachter 2000” – SCM-Shop: hier klicken ↩︎
- 268Lesen Sie in Galater 3,29 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 269Lesen Sie in Johannes 14,6 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 270Siehe Aivanhov Band 201, 213, 110 und viele weitere. ↩︎
- 271Link zum YouTube-Video “Echte Bekehrung oder fataler Selbstbetrug?”: hier klicken ↩︎
- 272Link zum YouTube-Video “Roger Liebi: Schritte zu Jesus”: hier klicken ↩︎
- 273Link zum YouTube-Video “Mein Zeugnis wie ich zu Jesus gefunden habe”: hier klicken ↩︎
- 274Link zum YouTube-Video “Warum ich an Jesus glaube”: hier klicken ↩︎
- 275Siehe Aivanhov Band 240 “Söhne und Töchter Gottes”, Kapitel 7 ↩︎
- 276Lesen Sie in Matthäus 7,23 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 277Link zum YouTube-Video “Jesus Christus ist die Antwort auf alles, was du brauchst – Philip Svetlik”: hier klicken ↩︎
- 278Lesen Sie in z. B. Römer 8 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 279Link zum Nikodemus-Chat „Unterschiede bei Offenbarung 12,18-Übersetzungen“: hier klicken ↩︎
- 280Link zum Wiktionary-Artikel “Textus receptus”: hier klicken ↩︎
- 281Link zur Seite “Virtuelles Museum des Protestantismus”: hier klicken ↩︎
- 282Link zum Wiktionary-Artikel “Novum Testamentum Graece”: hier klicken ↩︎
- 283Link zum Artikel “Novum Testamentum Graece” – die-bibel.de: hier klicken ↩︎
- 284Ein okkultes, magisch-dämonisches Konzept. Ein durch Gruppenkonzentration geschaffenes, feinstoffliches Kraftfeld oder Geistwesen. Wikipedia-Artikel “Egregor”: hier klicken ↩︎
- 285Link zum Gemini-Chat „Was ist ein Egregore?“: hier klicken ↩︎
- 286Link zum YouTube-Video “Der Antichrist. Ein biblisches Profil – Karl-Hermann Kauffmann”: hier klicken ↩︎
- 287Link zum Artikel “Das Tier mit sieben Köpfen”: hier klicken ↩︎
- 288Lesen Sie in Daniel 7 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 289Link zum Artikel “Was sind die zehn Hörner des Tieres?”: hier klicken ↩︎
- 290Lesen Sie in Offenbarung 12,3 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 291Link zum Artikel “Was ist das Malzeichen des Tieres?”: hier klicken ↩︎
- 292Link zum Wikipedia-Artikel “Alexander der Große”: hier klicken ↩︎
- 293Link zum Wikipedia-Artikel “Schlacht bei Issos”: hier klicken ↩︎
- 294Link zum Wikipedia-Artikel “Achämenidenreich”: hier klicken ↩︎
- 295Link zum Wikipedia-Artikel “Babylonien”: hier klicken ↩︎
- 296Link zum Artikel “Einführende Vorträge zur Offenbarung – Kapitel 13” – bibelkommentare.de: hier klicken ↩︎
- 297Lesen Sie in Offenbarung 13,3 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 298Link zum YouTube-Video “Das Tier aus dem Meer (Offenbarung 13,1−10) | Bibelstunde”: hier klicken ↩︎
- 299Lesen Sie in Offenbarung 5,6 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 300Lesen Sie in 1.Könige 18 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 301Lesen Sie in 1. Mose 1,26–31 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 302Lesen Sie in 2. Mose 20,9 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 303Lesen Sie in Jesaja 6,3 selbst nach: hier klicken ↩︎
- 304Link zum Faltblatt “Checkliste für kritische Anzeichen” – Sekteninfo NRW: hier klicken ↩︎
- 305Link zum Wikipedia-Artikel “Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim”: hier klicken ↩︎
- 306Link zum Wikipedia-Artikel “Three Books of Occult Philosophy”: hier klicken ↩︎
- 307Link zum Wikipedia-Artikel “Magisches Denken”: hier klicken ↩︎
- 308Diese Spezies findet sich im weiten Umfeld von Aivanhov und Rudolf Steiner und vieler anderer Gurus. Bitte beachten Sie, dass Sie es mit äußerst professionellen Hochstaplern zu tun haben. Infos gibt diese Checkliste der Sekteninfo Berlin: hier klicken ↩︎
- 309Link zum Wikipedia-Artikel “Index librorum prohibitorum”: hier klicken ↩︎
- 310Link zum Wikipedia-Artikel “Liste von Autoren, deren Werke auf dem Index librorum prohibitorum standen”: hier klicken ↩︎
- 311Link zum Buch “De occulta philosophia” von Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim bei Amazon: hier klicken ↩︎
- 312Link zum Artikel “Was bedeutet sola gratia?” – evangelium21: hier klicken ↩︎
- 313Link zum Wikipedia-Artikel “Sigille”: hier klicken ↩︎
- 314Link zum Wikipedia-Artikel “Sigillenmagie”: hier klicken ↩︎
- 315Aivanhov beschreibt diese psychische Vergewaltigung im Band 207, Kapitel 11 und nennt diese magische Handlung “Identifikation”. Siehe Rezension Izvor 207: (noch nicht erschienen). ↩︎
- 316Der Lügengeist in 1. Könige 22,22 auf bibleserver.com: hier klicken ↩︎









