Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt – Prüfung der Aussagen Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht
In diesem Buch zieht Aivanhov alle okkulten und antichristlichen Register: der Austausch Jesu gegen Melchisedek, der Verwendung häretischer Schriften zur Erklärung seiner “Einweihungslehre” und der detaillierten Anleitung zum Götzendienst. Ein Buch, das die Kraft hat, Ihre Seele zu zerstören und Ihnen die Ewigkeit an der Seite unseres Schöpfers zu rauben. Bitte lassen Sie größte Vorsicht walten!
Vorwort
Ich hätte nicht gedacht, dass eine Prüfung einiger Aussagen von Omraam Mikhael Aivanhov anhand der Bibel zu solch überwältigenden Ergebnissen führen würde, wie ich sie dem Leser in dieser Rezension vorlege.
Was anfänglich oft wie ein längst behobener Irrtum aussah, etwa die Vermutung, dass Aivanhov vermeintliche Falschaussagen im Laufe der Zeit selbst korrigiert hätte, entpuppte sich bei genauerem Hinsehen als absichtlich inszenierte Irrlehre auf okkulten Eckpfeilern, deren Wurzeln Jahrhunderte in die Vergangenheit reichen. All die Dinge, vor denen die Bibel ausdrücklich warnt oder die sie sogar verbietet, finden in Aivanhovs „Einweihungslehre“ ihren Platz zur täglichen Anwendung.
Der „Schüler“ dieser „geistigen Lehre“ wird in einem unvorstellbaren Maße getäuscht und landet, wenn keine Umkehr stattfindet, in der ewigen Verdammnis.1Link zum YouTube-Video “Gibt es wirklich eine Hölle? – Wilhelm Pahls”: hier klicken Während ich anfangs noch glaubte, nur einige wenige Aussagen seien bibelferne Schilderungen der Esoterik, muss ich heute feststellen: Fast jeder Satz in seinen Büchern ist eine Lüge. Alle Anleitungen, Übungen, Gebete und Erklärungen sind okkulten Ursprungs und müssen aus christlicher Sicht strikt abgelehnt werden.
Selbst bei Erklärungen, die wörtlich der Bibel entnommen sind, folgt schon im nächsten Satz eine Verzerrung und Entstellung der Sachverhalte.
Das wirklich Fatale an Lehren wie der von Aivanhov ist, dass keinerlei Heilsbotschaft vermittelt wird, die eine Umkehr, Bekehrung und geistige Wiedergeburt ermöglichen würde.2Link zum YouTube-Video “Wie ich mein Leben Jesus anvertraue – Werner Gitt”: hier klicken Mit dem Inhalt seiner Lehre weiß Aivanhov dies psychologisch geschickt zu verhindern. Alle Menschen, die Jesus Christus bitten, sie durch die Bibel, das lebendige Wort Gottes, zur Wahrheit zu führen, und die täglich darin lesen, werden dies bestätigen können. Hinter diesen Aussagen stehe ich.
Was mich persönlich jeden Tag aufs Neue antreibt, seine Bücher Satz für Satz zu analysieren und als Rezensionen zu veröffentlichen, ist die Unverschämtheit seiner Lügen und Verdrehungen. Besonders die Erniedrigungen Jesu Christi, die Aivanhov so leichtfertig ausspricht und die sich wie ein roter Faden durch alle seine Bücher ziehen, bewegen mich als Christ dazu, seinen okkulten Lügen-Sumpf offenzulegen und die Menschen vor seiner Irrlehre zu warnen.
Bitte teilen Sie diese Rezension auf Ihren Kanälen, damit wir mehr Menschen erreichen, die Gefahr laufen, in die Esoterik-Szene abzurutschen und für ewig verloren zu gehen.
Vielen Dank und Gottes Segen!
Einleitung
Diese Rezension behandelt das Buch „Die himmlische Stadt – Kommentare zur Apokalypse“3Link zum Buch “Die himmlische Stadt – Kommentare zur Apokalypse” bei Prosveta Verlag: hier klicken von Omraam Mikhael Aivanhov aus christlicher und bibeltreuer Sicht.4Link zum BibelTube-Video “Woran erkennt man eine bibeltreue Gemeinde?”: hier klicken Maßstab und Richtschnur zur Überprüfung der Behauptungen Aivanhovs ist allein die Bibel. Wer sich nicht durch die ausführliche Einleitung arbeiten möchte, kann hier direkt zu Kapitel 1 der Rezension Izvor 230 springen:

In diesem Artikel bespreche ich schwerwiegende Verdrehungen biblischer Tatsachen durch den Okkultisten Omraam Mikhael Aivanhov.5Link zu Wikipedia: hier klicken6Link zur ISNI-Datenbank: hier klicken7Link zur DNB-Datenbank: hier klicken Im Buch „Die himmlische Stadt“ missbraucht Aivanhov unter anderem die biblische Gestalt Melchisedeks, um Jesus Christus zu erniedrigen und ihn verfälscht darzustellen. Durch diesen Missbrauch versucht Aivanhov, einen „Stellvertreter Gottes“8Link zum Gemini-Chat “Ist Melchisedek der Stellvertreter Gottes?”: hier klicken zu erschaffen, der in sein fiktives „Einweihungszentrum“ passt. Er beruft sich darauf, um seine eigene „Einweihungslehre“ über Christus zu stellen.
Vom ersten Kapitel an versucht Aivanhov auf psychologisch geschickte Weise, den Leser mit okkultem Gedankengut von den Wahrheiten der Bibel wegzuführen. Zwar werden Zitate aus der Schrift genannt, doch werden diese meist schon im nächsten Satz entstellt oder im Sinn umgekehrt. Dadurch kommt der Leser nicht mit der eigentlichen Heilsbotschaft in Kontakt; stattdessen beginnt eine subtile Entpersonalisierung von Gott und Jesus Christus. Ich warne in jedem Kapitel dieser Rezension ausdrücklich davor, den Worten Aivanhovs Glauben zu schenken.
Diese Rezension richtet sich hauptsächlich an die Leserschaft Aivanhovs und die Mitglieder der von ihm gegründeten Gruppierung „Universelle Weiße Bruderschaft“.9Link zum Artikel “Sekte” bei relinfo.ch: hier klicken10Link zum Artikel “Universelle Weiße Bruderschaft (UWB)” bei relinfo.ch: hier klicken Ich bitte Sie herzlich: Stellen Sie die Aussagen Aivanhovs der Bibel gegenüber und überprüfen Sie diese mutig auf Herz und Nieren. Hilfreich wäre dabei die Unterstützung einer bibeltreuen Person, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, sich allein aus den Verstrickungen der Esoterik zu lösen.
Mit dieser Rezension möchte ich die Dringlichkeit unterstreichen, sich schnellstmöglich von Esoterik,11Link zum Artikel “Esoterik” auf Wikipedia: hier klicken12Link zum Artikel “Esoterik” auf psiram.com: hier klicken Lichtarbeit,13Link zum YouTube-Video “Der Wahnsinn Lichtarbeit – Eine spezielle Form des New Age”: hier klicken Gurus14Link zum Artikel “Guru” auf psiram.com: hier klicken und vermeintlich „geistigen Meistern“15Link zum Artikel “Sekte, Abschnitt Führungspersönlichkeit” auf psiram.com: hier klicken abzuwenden. Machen Sie stattdessen den ersten Schritt auf Jesus Christus zu – unseren einzigen Retter. Vielleicht dient diese Bibelstelle als Anregung:
„Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden durch die Heuchelei von Lügenrednern, die in ihrem eigenen Gewissen gebrandmarkt sind.“
Aivanhov stellt für mich einen solchen Lügenredner dar, da er die biblischen Wahrheiten, die uns zum Seelenheil16Link zum Video “Der einzige Weg zu Gott – Wilhelm Pahls”: hier klicken gegeben wurden, vollkommen verdreht. Niemand hat das Recht, uns die Chance auf eine Wiedervereinigung mit Gott zu nehmen – auch kein selbsternannter „Meister“ und seine Helfer.17Link zum Artikel “Sekten und Kulte: Illusionsverkäufer haben Hochkonjunktur”: hier klicken Bitte prüfen Sie jede Aussage zu Ihrem eigenen Heil und bitten Sie Jesus Christus um Führung, sollten Sie sich mit dieser Lektüre beschäftigen müssen.
Maßgeblich für die Errettung eines Menschen ist einzig die bewusste Hinwendung zu Jesus Christus durch Buße, Bekehrung und Wiedergeburt. Diese Schritte sind in der Bibel klar beschrieben und für jeden Menschen jederzeit möglich. Niemals verlangt Gott unendliche Plackereien oder eine „Entwicklung“ über unzählige Inkarnationen hinweg, wie Aivanhov und andere Esoteriker es fordern. Der Weg der Lichtarbeit ist ein Irrweg, der letztlich von Gott wegführt.
Bei Aivanhov findet man keine Anleitung zur biblischen Buße oder Bekehrung, wie Jesus Christus sie etwa in Markus 1,1518Markus 1,15 auf bibleserver.com: hier klicken oder Lukas 13,319Lukas 13,3 auf bibleserver.com: hier klicken ausruft.20Link zum Gemini-Chat „Ruft Jesus zur Umkehr auf?”: hier klicken Stattdessen ruft er zur Anbetung eines fiktiven „Christusprinzips“, des „kosmischen Geistes“, von Engeln,21Link zum Gebet an den Engel der Luft auf aivanhov.de: hier klicken Elementarwesen und des Priesters Melchisedek22Link zum Gebet an Melchisedek auf aivanhov.de: hier klicken auf.
Viele lassen sich von Verführern23Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes Verführer“: hier klicken wie Aivanhov oder Rudolf Steiner24Link zum Wikipedia-Artikel “Rudolf Steiner”: hier klicken faszinieren, weil ihre Erklärungen scheinbar detaillierter sind als die Heilige Schrift.25Lese im Brief des Judas selbst nach: hier klicken26Link zum Buch “28 Hilfen, um Irrlehrer zu durchschauen” von Lothar Gassmann bei Amazon: hier klicken Damit geraten sie jedoch in die Falle der „Selbstvergottung“.
“Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!”
“Wie Gott sein”, “gottgleich”, “erleuchtet”, “selbstverwirklicht” und “ein Eingeweihter”, das sind die Ziele der Esoterik und die fiktiven Endstadien der Selbstvergottung,27Link zum Gemini-Chat „Was bitte ist eigentlich Selbstvergottung”?: hier klicken die es zu erreichen gilt, wenn man Aivanhov und den anderen Okkultisten Glauben schenkt. Aber diese “Entwicklung” steht voll und ganz im Widerspruch zu der Heiligen Schrift und kann niemals, von keinem einzigen Menschen, erreicht werden.
Jesus selbst gab uns in der Bergpredigt die genaue Anweisung, zu wem und wie wir zu beten haben.28Matthäus 6,9 auf bibleserver.com: hier klicken Ein Christ darf niemals einen Engel oder einen Erzengel anbeten29Link zum Video “Zu wem sollen wir beten? – Werner Gitt”: hier klicken30Link zum Video “Glaube an Gott oder an Jesus? – Werner Gitt”: hier klicken. In Aivanhovs “geistiger Lehre” findet man aber Gebete und Anrufungen, die genau das zum Inhalt haben. Da gibt es das Gebet an den Engel der Luft, an den Engel des Wassers, an den Engel des Feuers, an den Erzengel Michael und das Gebet an Melchisedek!
Bitte beten Sie ausschließlich zu Gott und zu Jesus Christus. Alles andere ist Götzendienst! Unser lebendiger und heiliger Gott will verherrlicht und direkt durch uns angesprochen werden! Wir müssen zu Gott und zu Jesus Christus eine lebendige Beziehung aufbauen, nicht zu den verstorbenen Priestern und den Engeln! Lassen Sie sich bitte auch nicht von Aivanhovs Lüge durcheinanderbringen, dass unsere Gebete unseren Gott nicht direkt erreichen31Diese Irrlehre wird von Aivanhov z.B. im Buch “Vom Sinn des Betens” und anderen Titeln verbreitet. Diese Lüge setzt Aivanhov absichtlich in die Welt, um Unsicherheiten bei den Menschen zu säen, die dann umso leichter Engel, Erzengel, Heilige oder sogar die Sonne als okkultes “Christusprinzip” anbeten und somit Götzendienst betreiben.
Bitte lassen Sie größte Vorsicht walten und prüfen Sie alles anhand der Bibel. Beten Sie um Schutz, bevor Sie ein Buch von Aivanhov überhaupt anfassen. Der wichtigste Schritt in Ihrem Leben ist die Bekehrung zu Jesus Christus. Eine einfache Anleitung dazu von Prof. Dr. Werner Gitt32Link zum Artikel “Prof. Dr. Werner Gitt – Vorstellung”: hier klicken finden Sie als Video am Ende dieses Artikels.33Link zum YouTube-Video “Der wichtigste Schritt – Wilhelm Pahls”: hier klicken
Zusammenfassung
Nach einem sehr kurzen Reisebericht über die griechische Insel Patmos, ihre Bewohner und die Wirkungsstätten des Apostels Johannes, kommt Aivanhov in diesem Buch direkt zu seinem Hauptthema: der Apokalypse. Aivanhovs Interpretation der Offenbarung des Johannes weicht massiv von der biblischen Botschaft ab. Ihr Ursprung liegt zu einem großen Teil in okkulten Geheimlehren, etwa von Helena Blavatsky34Link zum Wikipedia-Artikel “Helena Petrovna Blavatsky”: hier klicken, Rudolf Steiner und anderen.
Kapitel für Kapitel bedient sich das Buch aus dem Repertoire der Okkultisten und frühchristlicher Schmähschriften wie den Johannes-Akten oder der Pistis Sophia. Thesen von Autoren wie Ferdinant Ossendowski, Louis Jacolliot oder Alexandre Saint-Yves d’Alveydre wurden stellenweise fast wörtlich übernommen. Es drängt sich die Frage auf, ob Aivanhov überhaupt eigene Inhalte beigesteuert oder lediglich die Erzählungen anderer abgeschrieben und aufgebauscht hat.
Besonders prägend für das gesamte Werk sind die Abwertungen und Erniedrigungen Jesu Christi. Diese sind selbst für Leser, die nur gelegentlich in der Bibel lesen, deutlich spürbar. Ebenso offensichtlich sind die okkulten Umdeutungen der biblischen Offenbarung. Diese werden von Beginn an mit hanebüchenen Lügen umwoben und für eine „Einweihungslehre“ beansprucht, die mit der biblischen Wahrheit absolut nichts mehr zu tun hat. Ein Beispiel hierfür sind die Behauptungen, dass sich die meisten Pastoren und Priester angeblich scheuen, die Apokalypse zu interpretieren. Ebenso behauptet er, Bibelforscher und Theologen versuchten seit zweitausend Jahren herauszufinden, wer die mysteriöse Person sei, die zu Beginn der Offenbarung zu Johannes spricht.
Dieses Buch ist dreiste Bauernfängerei und eine Form okkulter Gehirnwäsche. Für Menschen jedoch, die bereit sind, Dinge kritisch zu hinterfragen und nicht blind einem selbsternannten „geistigen Meister“ folgen, ist dies leicht zu durchschauen. Alles, was man dafür benötigt, ist die Bibel, um Aivanhovs Aussagen im rechten Licht betrachten zu können. In der folgenden Tabelle sind die Hauptaussagen und Verdrehungen der einzelnen Kapitel detailliert aufgelistet.
| Kapitelnummer | Seiten/Wörter | Aussagen/Verdrehungen | Quellen |
|---|---|---|---|
| Kapitel 1 | 15 S. – 2895 W. | Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, statt hohe geistliche Passagen aus der Bibel. | Prochoros-Akten, Johannes-Akten |
| Kapitel 2 | 6 S. – 1005 W. | Hass auf Gläubige, Kirche und Klerus, Falschdarstellung des Christentums, historische Falschdarstellungen und Falschdarstellung Christis, Versuch, die Leser vom Glauben abzubringen, Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Zwietracht säen. | Kabbala, Apokryphon des Johannes, Pistis Sophia |
| Kapitel 3 | 23 S. – 4487 W. | Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Erniedrigung Christis, falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen. | Kabbala, Sefer Jezira, Okkulte Mythen (d’Alveydre u.a.), Hermetik, Zeremonialmagie, Theosophie |
| Kapitel 4 | 14 S. – 2139 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen, Erniedrigung Christis. | Astrologie, Theosophie |
| Kapitel 5 | 8 S. – 1473 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen, Anstiftung zum Götzendienst, Erniedrigung Christis. | Theosophie (Helena Blavatsky), Hermetik, Zeremonialmagie. |
| Kapitel 6 | 14 S. – 2758 W. | Falschdarstellung der Vertreter der Philosophie in warmen und kalten Gegenden der Erde, Übertretung göttlicher Gebote, Falsche Deutung von Bibelstellen, | Astrologie, Theosphie |
| Kapitel 7 | 14 S. – 2116 W. | Falsche Deutung von Bibelstellen, Anstiftung zum Götzendienst, | Essener, Kabbala, Zoroastrismus, altchristliche Mystik, Alchemie, Peter Deunov |
| Kapitel 8 | 5 S. – 875 W. | ||
| Kapitel 9 | 7 S. – 1260 W. | ||
| Kapitel 10 | 6 S. – 1079 W. | ||
| Kapitel 11 | 4 S. – 615 W. | ||
| Kapitel 12 | 6 S. – 957 W. | ||
| Kapitel 13 | 7 S. – 1191 W. | ||
| Kapitel 14 | 5 S. – 719 W. | ||
| Kapitel 15 | 5 S. – 784 W. | ||
| Kapitel 16 | 10 S. – 1769 W. | ||
| Kapitel 17 | 27 S. – 3765 W. |
Kapitel 1: Besuch auf Patmos
Erstmal ein schöner Reisebericht
Das erste Kapitel erstreckt sich im Buch über 15 Seiten und beschreibt neben den Eindrücken Aivanhovs von der Insel Patmos auch eine Episode des Apostels Johannes mit dem Schwarzmagier Kynops. Wenn man Aivanhov in seinen Erinnerungen über diese griechische Insel schwelgen hört, bekommt man unweigerlich Lust, die Wirkungsstätte des Apostels Johannes selbst zu besuchen.

Patmos liegt traumhaft schön in der südlichen Ägäis, die der nordöstliche Teil des Mittelmeers ist. Die Insel hat konstant etwas mehr als 3.000 Einwohner und zeichnet sich durch ein typisch mediterranes Wetter aus, im Sommer sehr heiß mit Temperaturen über 30°C, im Winter mild mit viel Niederschlag und Temperaturen zwischen 8 und 15°C. Der Wildbewuchs ist sehr spärlich, typisch ist die Phyrgana,35Link zum Wikipedia-Artikel “Phrygana”: hier klicken eine Art immergrüner Busch. Patmos gilt als staatliches Heiligtum, unterbindet Massentourismus und ist tatsächlich bis heute nur per Schiff erreichbar.36Link zum Wikipedia-Artikel “Patmos”: hier klicken Im Bild links ist die Hafenstadt Skala zu sehen, die an der Ostseite der Insel liegt.37Patmos auf Google Maps: hier klicken
Aivanhov beginnt seine Erzählung mit der Schilderung der damaligen Überfahrt per Schiff zur Insel. Die Überfahrt hat knapp 13 Stunden gedauert38Reiseroute Athen, Hafen von Piräus nach Hafen von Skala, Patmos, Griechenland in Google Maps: hier klicken und glich wohl einem Abenteuer, weil das Schiff wegen der unruhigen See so durchgeschaukelt wurde. Seinen Schilderungen zufolge, wird man vom Anblick der weißen Häuser vor dem tiefblauen Himmel im Hintergrund geradezu gefangen genommen, und wir können uns mit dem Bild oben eine kleine Vorstellung davon machen. Ja, Patmos muss atemberaubend sein!
Die merkwürdigen Überlieferungen
Nach ein paar weiteren Lobpreisungen über die Insel und etwas detaillierteren Beschreibungen der Stätten des Apostel Johannes, hören die positiven Elemente des ersten Kapitels aber auch schon auf. Die Merkwürdigkeiten beginnen auf Seite 13 nach dem Bibelzitat aus Offenbarung Kapitel 1, Vers 9. Aivanhov berichtet dort von der Überfahrt des gefangenen und in Ketten gelegten Johannes und seinem “Jünger” Prokhoros nach Patmos. Gleich im dritten Satz in diesem Absatz sagt Aivanhov, dass diese Geschichte in “der Überlieferung” berichtet wird.
“Die Überlieferung berichtet, dass im Laufe der Überfahrt ein gewaltiger Sturm losbrach.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 1, Seite 13
Welche Überlieferung?
Aivanhov redet von “…die Überlieferung berichtet…”, oder “…in den Überlieferungen aller Völker…”, oder “in der hebräischen Überlieferung…”, oder “der Name, den die Überlieferung dem kosmischen Prinzip des Bösen gegeben hat…”. Aber damit kann ich mich nicht zufrieden geben, und ich denke, einer Menge anderer Leser geht es ebenso. Man braucht sich nur vorzustellen, in eine Bibliothek zu gehen und nach der “hebräischen Überlieferung” zu fragen. Die einzige Antwort, die einem gegeben werden könnte, wäre: “Ja, welche genau?”.
Ja, auf welche Überlieferungen bezieht sich Aivanhov eigentlich genau, wenn er von seinen “Überlieferungen” spricht und warum enthält er den Lesern dieses Buches die Namen der jeweiligen Überlieferung vor? Woher stammen also die ganzen Informationen über den Apostel Johannes, die in der Bibel mit keinem Wort erwähnt sind, und die inhaltlich so stark ausgeschmückt werden? Die Bibel sagt uns lediglich, dass der Apostel Johannes auf Patmos war, aber nicht, wie er dorthin kam:
“Ich, Johannes, der ich auch euer Bruder bin und mit euch Anteil habe an der Bedrängnis und am Reich und am standhaften Ausharren Jesu Christi, war auf der Insel, die Patmos genannt wird, um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses Jesu Christi willen.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 1,9 ↗
Die rührselige Geschichte in der “Überlieferung” erzählt von einem Soldaten, der über Bord gespült wird und seinem Vater, der sich hinterherstürzen wollte, und dem seelenruhigen Johannes, der angefeindet wird, weil er so ruhig dasitzt, das Gebet des Johannes und dann das mystische Wiederauftauchen des Soldaten aus den Wellen. Aber all das wird mit keiner Silbe in der Bibel erwähnt. Fündig wird man stattdessen in Texten, die es zu Recht nicht in den biblischen Kanon geschafft haben und auch als Apokryphen39Link zum Artikel “Die Apokryphen des Alten Testaments”: hier klicken nicht zugelassen und verwendet wurden. Aivanhov muss auf den übriggebliebenen Rest zurückgreifen, die sogenannten “Apostelakten”.40Link zum Wikipedia-Artikel “Apostelakten”: hier klicken
Dieser “Abfall” ist es, den Aivanhov als seine “Überlieferungen” und sein “Einweihungswissen” darstellt und verkauft. Auf diese Texte, die teilweise sogar offiziell als “häretisch”,41Link zum Wikipedia-Artikel “Häresie”: hier klicken also als ketzerische Irrlehre verurteilt wurden (z. B. beim zweiten Konzil von Nicäa im Jahr 78742Link zum Wikipedia-Artikel “Zweites Konzil von Nicäa”: hier klicken), bauen Okkultisten und Verführer wie Aivanhov, Rudolf Steiner, Helena Blavatsky und viele andere, ihre “Einweihungslehre”, ihre “Geheimlehre” auf. Mehr zu den “Apostelakten”, dem “Abfall”, im dritten Kapitel bei “Die Unfähigkeit, tiefer in das Lebendige Wort Gottes eintauchen zu können” ↗.
Viele Verführer und Irrlehrer behaupten, dass die Informationen, die in diesen “Überlieferungen”, “Akten”, oder der “Einweihungslehre” zu lesen sind, “das wahre Wissen, das die Kirche unterdrücken und vor den Gläubigen verbergen wollte” darstellt. Gerade im Zirkel um Aivanhov und Steiner schießen solche Irrlehrer wie Pilze aus dem Boden und benutzen das Material, von dem sich jeder Christ abwendet oder es bestenfalls als seichte Unterhaltungsliteratur ansieht. Ich möchte an dieser Stelle ausdrücklich davor warnen, sich mit diesem Sumpf auseinanderzusetzen und diesen Menschen auch nur ein Wort zu glauben. Allein die Bibel ist die Quelle, die wir brauchen, um zu Gott zu finden.
Die Legende aus den Prochoros-Akten
Die Geschichte, die Aivanhov von Seite 13 bis 18 erzählt, handelt von der Überfahrt nach Patmos, auf der ein Soldat von Deck gespült wird und vom tödlichen Kampf des Johannes gegen den Schwarzmagier und Zauberer “Kynops“43Link zum Artikel “Patmos” von Florian Rösch: hier klicken auf der Insel Patmos. Beides findet sich nicht in der Bibel und hat ihren Ursprung in den Prochoros-Akten, die ca. 550 n. Chr. verfasst wurden. Die Prochoros-Akten sind die “abgeschwächten” Johannes-Akten, die stark gnostisch44Link zum Wikipedia-Artikel “Gnosis”: hier klicken verfasst wurden und als häretisch von der Kirche abgelehnt und verboten wurden. Die Johannes-Akten wurden im 2. Jahrhundert geschrieben.
Für Christen sind die Johannes- und Prochoros-Akten ein Grauen, denn der Inhalt hat fast ausschließlich mit Dämonen, Zauberern, Magiern und okkulten Gruppierungen zu tun. Die Okkultisten, Irrlehrer und Verführer der heutigen Zeit behaupten, dass diese Akten das verborgene wahre Wissen darstellen, also das gleiche Gewicht wie die Bibel haben oder sogar wertvoller sind, da sie tieferen Einblick in die damaligen Geschehnisse geben. Wer aber die Bibel mit diesen Schriften vergleicht, sieht auf den ersten Blick den Unterschied. Extrem grausame Dramen, extrem widerlich und bildlich erzählt, direkt aus dem Munde Satans.

Dem Leser, der sich tiefer mit den Prochoros-Akten befassen möchte, empfehle ich das Standardwerk von Florian Rösch:
Die koptischen Prochorosakten aus Wien
Einleitung, Text und Übersetzung sowie Übersetzung der griechischen Überlieferung
ISBN 978−3−11079620−9 Print-Ausgabe ↗
ISBN 978−3−11079656−8 E‑Book ↗
In Kapitel 2 “Text und Übersetzung der griechischen Prochorosakten” ist die gesamte Übersetzung ins Deutsche auf über 200 Seiten zu finden. Der Verlag De Gruiter Brill bietet auch einzelne Kapitel ↗ zum Kauf an, die erschwinglich sind.
Das Lesen der Prochoros-Akten lohnt sich allemal, denn der Leser wird selbst Zeuge der fast perversen Darstellung des angeblichen Lebens und Handelns Johannes auf Patmos. Nur durch den direkten Vergleich vom Stil von Bibelstellen mit den Geschichten und Dramen, die uns in den Prochoros-Akten begegnen, wird klar, wie weit die Erfinder und Schreiber dieser Texte von der Heilsbotschaft der Bibel entfernt sind. Der arme Johannes wird in den Prochoros-Akten zum “christlichen Superhelden”, und ist ständig in Gefahr, wegen seinen vollbrachten Wundern selbst zu einem Gott ernannt zu werden. Das ist unglaublich primitiv und zeigt sehr deutlich die Handschrift des Verfassers: Satan.
Einige Merkmale im Vergleich:
- Konfliktlösung
Während die Bibel die Werkzeuge der Predigt, des Gebets und der inneren Umkehr als Mittel zu einer Konfliktlösung vorhält, findet man in den Prochoros-Akten vorrangig den Exorzismus und die Versteinerung von den Gegnern.
- Umgang mit dem Tod
Während der Tod in der Bibel verhältnismäßig und sehr gewichtig vorkommt, wie z. B. die Steinigung des Stephanus, fallen die Dämonen und die Gegner in den Prochoros-Akten wie die Fliegen. Menschen, Magier und Dämonen sterben in einem fast nicht zu fassenden Maße. Man kommt sich vor, wie in einem schlechten Film, wo der “body count“45Link zum Wikipedia-Artikel “Body Count”: hier klicken das Stilmittel darstellt.
- Rolle der Dämonen
Während das Wirken der Dämonen in der Bibel auf geistige Manipulation und Beeinflussung beschränkt ist, haben die Dämonen in den Prochoros-Akten die Größe und das Aussehen von physischen Monstern. Sie gehen umher oder lauern Menschen auf, um sie aktiv und sehr bildhaft dargestellt zu ermorden.
Eine kleine Statistik
Wir können die Dichte des Vorkommens von Dämonen in der Bibel und in den Prochoros-Akten in ein Verhältnis zueinander stellen. Dabei brauchen wir die Gesamtzahl der tatsächlich benannten Dämonen und die Gesamtseitenzahl beider Schriften:
In der Bibel
Die Bibel nennt sieben Dämonen direkt beim Namen:
- Satan (Fürst der Dämonen oder Fürst der Finsternis),
- Beelzebub (Matthäus 12,24 ↗),
- Apollyon (Offenbarung 9,11 ↗),
- Asmodäus (Buch Tobit, Kapitel 3 ↗),
- Legion (Markus 5,9 ↗),
- Asasel (3. Mose 16,8 ↗) und
- Lilith (Jesaja 34,14 ↗)
In den Prochoros-Akten
In den Akten werden mindestens 12 Dämonen beim Namen benannt, die ich hier aber aus verständlichen Gründen nicht aufzählen werde.
Für unsere statistische Rechnung nehme ich die Zahl 12 für die Prochoros-Akten und die Zahl 7 für die Bibel. Es kann natürlich sein, dass mir der eine oder andere Name eines Dämons nicht eingefallen ist, aber da das für beide Seiten gilt, würde das Verhältnis trotz eines Fehlers meinerseits annähernd gleich bleiben.
Bei 1536 Seiten Bibeltext einer Luther Standardausgabe mit 7 Vorkommen von namentlich benannten Dämonen und bei 99 Seiten Prochoros-Akten-Text mit 12 Vorkommen bei namentlich benannten Dämonen, ist das Verhältnis 1:26,58.46Bibel: 7 Dämonen/1536 Seiten = 0,0046 Dämonen pro Seite, = 0,46 Dämonen auf 100 Seiten. PrA: 12 Dämonen/99 Seiten=0,12 Dämonen pro Seite, = 12 Dämonen auf 100 Seiten. Verhältnis: 0,12÷0,0046 entspr. 26,58
Die Dämonendichte in den Prochoros-Akten ist aufgerundet 27-mal höher als in der gesamten Bibel. Dieses Ergebnis zeigt sehr deutlich, wo der Fokus beider Schriften liegt. Für die Bibel ist es die Heilsgeschichte, für die Prochoros-Akten ist es primär die magische Eliminierung von Dämonen und Gegnern.
Aus diesen Gründen muss ich als Christ die Verwendung eines noch nicht einmal apokryphen Textes strikt ablehnen, zumal wir uns deutlich machen müssen, dass es sich hier um ein Buch Aivanhovs handelt, dass sich als “Kommentar zur Apokalypse” versteht und laut Inhaltsverzeichnis einen Einblick in hochgeistliche biblische Themen geben soll. Mit einem Prochoros-Text und okkult beflügelter Phantasie wird dies allerdings schwerlich gelingen, außer, Aivanhov will seine Leser beginnend mit dem ersten Kapitel an der Nase herumführen und sie mit antichristlichem Gedankengut impfen.
Und genau das passiert.
Ich will sehr deutlich vor der Lektüre Aivanhovs warnen! Leser der Bibel finden mit dem Lebendigen Wort Gottes Halt und Führung in ihrem Leben, während die Leser Aivanhovs von unserem Gott und Heiland weggeführt werden. Der Fokus der Prochoros-Akten liegt in den Nebensächlichkeiten und der geistigen und körperlichen Gewalt, nicht auf unserem Gott der Gnade und seinem Sohn Jesus Christus, der sein Leben für uns gab und mit seinem Blut für unsere Sünden bezahlte. Bitte lassen Sie größte Vorsicht beim Lesen von Aivanhov walten!
Die Magd mit dem Wahrsagegeist
Auf Seite 22 berichtet Aivanhov von seiner Begegnung mit einer armen Frau, die ihm scheinbar die Antwort auf seine Frage gegeben hat, die er “dem Himmel” gestellt hatte. Er und seine Begleiter hatten sich zu einem Spaziergang in den Hügeln aufgemacht, als sie die Frau erblickten. Diese Frau stand da, als ob sie auf ihn gewartet hätte und ergriff seine Hand, die sie mit großem Respekt küsste, um ihm dann einige Worte auf Griechisch zu sagen. Diese Worte waren die Antwort auf seine Frage – und Aivanhov war glücklich. Er beschreibt die Antwort der Frau als “prophetisch”.
Kenner der Heiligen Schrift werden hier aufhorchen, denn diese Begegnung erinnert stark an eine Begegnung in Neuen Testament (Apostelgeschichte 16,16). Dort traf Paulus auf eine Magd, die ihn und seine Gefährten mehrere Tage lang begleitete:
“Diese folgte Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes, die uns den Weg des Heils verkündigen! Und dies tat sie viele Tage lang. Paulus aber wurde unwillig, wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus in derselben Stunde.”
Schlachter 2000 – Apostelgeschichte 16,16 ↗
Die Frau in den Hügeln Patmos, die auf Aivanhov gewartet hatte, war wie die Magd in der Apostelgeschichte, offensichtlich von einem Wahrsagegeist besessen. Da Wahrsagerei und Hellseherei Gott ein Gräuel sind (5.Mose 18,10), wird er kaum eine solche Person schicken, um die Fragen eines Gläubigen zu beantworten. Gott führt seine Kinder durch sein Wort und seinen Geist, niemals durch Besessene. Dass Aivanhov diese Situation so überaus positiv beschreibt, offenbart sein mangelndes geistliches Unterscheidungsvermögen.
Diese Situation wurde speziell für Aivanhov arrangiert, einzig aus dem Grund, um sein sowieso schon übergroßes Ego weiter aufzublasen. Er beschreibt die Situation mit der armen Frau so wohlwollend, dass es fast rührselig wirkt. Als sie dann weitergingen, machten sie sich auf, um noch andere wunderbare Orte auf der Insel zu besuchen. Seite 23 ist als Loblied für die Freundlichkeit der Inselbewohner geschrieben. An keinem anderen Ort, in keinem anderen Land seien die Bewohner so respektvoll, vertrauensvoll und liebevoll zu Aivanhov gewesen, wie auf Patmos. Für Aivanhov war die Reise nach Patmos wirklich außergewöhnlich schön.
Und genau das ist der Knackpunkt. Käme ein wahrhaftiger Christ auf die Insel, um zu evangelisieren, würde er mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Ablehnung und Misstrauen würden ihm entgegenschlagen, die Türen vor der Nase zugeschlagen und vielleicht noch Schlimmeres, einfach weil er im Namen Jesu Christi unterwegs ist und dem Teufel Seelen entreißen möchte. Aber jemand wie Aivanhov, der nicht Jesus seine Fragen stellt und mit ihm im Gebet ist, sondern “die unsichtbare Welt” um Rat fragt, der bekommt von einer armen Frau mit einem wunderbarem Gesicht genau die Antworten, die er braucht.
Aivanhov durfte nach der Begegnung mit der armen Frau weitere wunderbare Orte auf der Insel besuchen, für Paulus und seine Männer sah die Sache damals aber ganz anders aus. Paulus war im Auftrag Jesu Christi unterwegs und wurde nach der Geschichte mit der Magd zusammen mit Silas von den Menschen dort gefangengenommen, verschleppt, geschlagen und eingesperrt. Das ist passiert, als sie eine Frau von einem Dämon befreit hatten. Und solche Dinge passieren den Menschen, die ihr Kreuz auf sich nehmen und Jesus Christus nachfolgen.
“Und die Volksmenge stand ebenfalls gegen sie auf; und die Hauptleute rissen ihnen die Kleider ab und befahlen, sie mit Ruten zu schlagen. Und nachdem sie ihnen viele Schläge gegeben hatten, warfen sie sie ins Gefängnis und geboten dem Kerkermeister, sie sicher zu verwahren. Dieser warf sie auf solchen Befehl hin ins innere Gefängnis und schloss ihre Füße in den Stock.”
Schlachter 2000 – Apostelgeschichte 16,22 ↗
Diese Geschichte mit der armen Frau gibt auch Zeugnis darüber, dass Aivanhov selbst nicht in der Lage war, für ihn aufgestellte Fallen und Prüfungen zu erkennen. Genau das erwarte ich aber von einem Menschen, der sich als “geistiger Meister” sehr weit über andere Menschen erhebt. Es beweist auch, dass seine Verbindung “in die unsichtbare Welt”, die er so oft betont, kein Draht zu Jesus Christus und unserem göttlichen Vater ist, sondern lediglich zu Lügengeistern und Dämonen. Genau diese Wesen sind es bis heute, die ihn und seine “Schüler” mit Nahrung und Informationen versorgen. Nur hat diese Nahrung und Information nicht den Stempel des wahren Himmels.
Bis heute werden die Schüler Aivanhovs durch diese subtilen Täuschungen in die Irre geführt. Ein bezeichnendes Beispiel war eine E‑Mail, die ich von einem Mitglied dieser Gruppierung erhielt. Sie unterzeichnete mit den Worten: „Mit Leichtigkeit und Liebe“. Wer so spricht, hat keine Ahnung von der Ernsthaftigkeit der Nachfolge Christi und der geistigen Wachsamkeit, die wir benötigen. Der Nebel der Irrlehre ist so dicht, dass die Menschen leider unbelehrbar werden und mitsamt ihrem Hochmut untergehen werden.
Aivanhovs Widersprüchlichkeit auf den Punkt gebracht
Eine der größten Angriffsflächen Aivanhovs ist, dass sich alle Texte, alle Thesen, ja, die ganze “geistige Lehre” an sich, widersprechen. Beispiele davon finden sich in allen Büchern zur Genüge, und einige davon will ich als deutliche Hinweise auf die Täuschung der Menschen durch Aivanhovs “Lehre” hier in dieser Rezension aufzeigen.
Aivanhov behauptet auf Seite 12, dass er zweimal die Grotte der Apokalypse besucht hat, um zu meditieren und dem Geist des Johannes zu begegnen.
“Ich habe diese Grotte zweimal aufgesucht, um zu meditieren und dem Geist des Johannes zu begegnen… Seit zweitausend Jahren hat nichts die fluidischen Spuren von Johannes dem Evangelisten auslöschen können… Ich habe sehr viele Dinge gespürt…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 1, Seite 12
In seiner eigenen Broschüre 304 “Der Tod und das Leben im Jenseits” behauptet er jedoch das Gegenteil: Ein Verstorbener sei normalerweise nicht mehr an den Orten, an denen er gelebt hat. Dort heißt es unter anderem:
“Wenn ein Mensch gestorben ist, ist er normalerweise nicht mehr an den Orten, wo er gelebt, und nicht in den Dingen, die er hinterlassen hat.”
Zitat “Der Tod und das Leben im Jenseits”, Teil 2, Seite 15
Die Okkultisten sagen jetzt bestimmt, dass das nur für gewöhnliche Menschen gilt, aber dass Heilige, Eingeweihte und geistige Meister ihr Fluidum tief in dem jeweiligen Ort hinterlassen können, und das es immer Ausnahmen gibt. Natürlich, aber das ist ein Widerspruch in der “geistigen Lehre”, denn wo kann sich der “Schüler” dann eigentlich noch sicher sein, wenn sich selbst solche fundamentalen Themen in sich selbst widersprechen?
Materielle Vergänglichkeit
Die Bibel beschreibt das Verschwinden der Menschen, also den Tod, als vollständig und restlos. Beginnend mit 1. Mose 3,19 “Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück”, über Hiob und die Psalmen (z. B. Psalm 103,16) wird in der Bibel berichtet, dass der Mensch nach seinem Tode physisch komplett verschwindet.
Die Taten
Die Bibel sagt, dass die Taten, die ein Mensch Zeit seines Lebens getan hat, sein Erbe seien. Laut den Sprüchen Salomos haben diese Taten über Generationen Bestand (Sprüche 13,22). Die Offenbarung des Johannes spricht in 14,13 über die Toten, die im Herrn sterben, dass ihre Werke ihnen nachfolgen werden: “Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die zu mir sprach: Schreibe: Glückselig sind die Toten, die im Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihren Mühen; ihre Werke aber folgen ihnen nach.” Das heißt, dass Gott die guten Taten sieht.
Das Gedächtnis
Als guter Mensch im Gedächtnis zu bleiben, wird als Segen von den Menschen betrachtet. Die Bibel berichtet unter anderem in Sprüche 1047Sprüche 10,7 auf bibleserver.com: hier klicken und Sprüche 21 darüber.
Die geistige Spur
Die deutlichste Spur unseres Wirkens und Schaffens auf der Erde können wir erreichen, indem wir eine Nachkommenschaft hinterlassen. Den eigenen Namen über viele Jahre oder Jahrhunderte über unsere Kinder weiterzuvererben, wird als Segen von den Menschen gesehen. So versprach Gott Abraham, dass seine Nachkommen so zahlreich wie die Sterne sein werden.
Das waren alle Hinweise, die ich in der gesamten Bibel zu dem Thema finden konnte, ob es den Menschen möglich ist, “fluidische Spuren” auf der Erde nach ihrem Ableben zu hinterlassen. Die Antwort ist schlicht und einfach: Nein. Alles, was mit einem “Fluidum” oder “feinstofflichen Ebenen” zu tun hat, ist reine Phantasie der Okkultisten und findet sich mit keinem Wort in der Bibel.
Wenn man sich aber an die Kernbotschaft der Bibel erinnert, dass die Umkehr zu Gott das oberste Gebot sein soll, sind auch die oben genannten Dinge fast bedeutungslos. Sicher ist eine große Familie erstrebenswert, sicher ist es ein gutes Gefühl, diese Erde zu verlassen und auf viele gute Taten zurückblicken zu können, aber die Frage bleibt, ob der Mensch errettet wurde oder nicht. Dagegen erscheint alle andere Mühe bedeutungslos. Die Bibel spricht dieses Thema in Prediger 1,2 sehr deutlich an:
“Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel. Was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe, die er hat unter der Sonne? Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt; die Erde aber bleibt immer bestehen.”
Lutherbibel 2017 – Prediger 1,2−4
Wenn nun jemand der Meinung ist, er habe in der Meditation sehr viele Dinge von einem Verstorbenen gespürt und konnte der fluidischen Spuren, die Johannes in der Grotte hinterlassen hat, habhaft werden, dann ist das ein Zeugnis von der größtmöglichen Selbstvergottung, die ein Ego erreichen kann. Aivanhov zementiert hier seine Stellung als “geistiger Meister” innerhalb seiner Sekte, denn seinen Schülern ist es nicht möglich, Johannes so deutlich zu spüren. Zum anderen widerlegt sich Aivanhov damit selbst, weil er in anderen Büchern genau das Gegenteil behauptet.48Z. B. in der Broschüre 304 “Der Tod und das Leben im Jenseits”, Teil 2, Seite 15.
Mit seinem Wunsch, “dem Geist des Johannes begegnen zu wollen”, übertritt Aivanhov zudem das klare Verbot Gottes aus 5.Mose 18,10−13. Einem Geist zu begegnen, also mit ihm in Kontakt zu treten, bedeutet, jemand zu sein, “der sich an die Toten wendet”, und das ist dem Herrn ein Gräuel. Das ist der exakte Wortlaut der Bibel. Das Aivanhov uns das so ungeniert schildert, zeigt deutlich, wessen Geisteskind er ist.
Verbot von Wahrsagung und Zauberei
“Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten;”
Schlachter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗
Das wirklich schöne und erfüllende am Christsein ist, dass man der Heiligen Schrift und Jesus Christus bedingungslos glauben darf. Keine einzige Bibelstelle muss ausgeschmückt, erweitert, verkleinert oder in irgend einer anderen Form manipuliert und angepasst werden, um sie für bestimmte Menschen oder Gruppen einsetzbar und verwertbar zu machen. Natürlich gibt es verschiedene Sichtweisen und Auslegungen von Bibelstellen, das macht das ganze ja so interessant. Aber trotz unterschiedlicher Meinung werden die Bibelstellen von Christen in ihrem Sinn nicht umgedeutet oder gar verändert, wie es Aivanhov und seine “Schüler” machen.49Link zum Telegram-Post mit einem veränderten Vater Unser und dem Rat, nicht zu beten: hier klicken
Kapitel 2: Einführung in die Offenbarung
Der Beginn ist sehr wesentlich
In Kapitel 2 verspricht Aivanhov dem Leser eine Einführung in die Offenbarung des Johannes.50Link zum YouTube-Video “Hörbuch – Offenbarung – Schlachter 2000”: hier klicken Statt einer fundierten Auslegung sieht sich der Leser jedoch einer Schimpftirade gegen den Klerus51Link zum Wikipedia-Artikel “Klerus”: hier klicken gegenüber. Von der ersten bis zur letzten Seite wird ein Zerrbild gezeichnet – sowohl davon, was die Offenbarung eigentlich ist, als auch darüber, welche Voraussetzungen nötig seien, um das 66. Buch der Heiligen Schrift52Lese die Offenbarung auf bibleserver.com: hier klicken zu verstehen.
Der Leser wird durch ein Geflecht aus Unwahrheiten und Schuldzuweisungen geführt, das in okkulten Verdrehungen des Bibeltextes mündet. Für Aivanhov bildet dies das Fundament seiner Einführung. Er selbst sagt in seinen „Tagesgedanken“: „Der Beginn ist sehr wesentlich“. Doch ein Beginn, der auf Entstellungen der Heiligen Schrift fußt, kann nur in der Finsternis und in völliger geistiger Verwirrung enden.
Aivanhovs grundlegender Irrtum: Kirche ist nicht gleich Christentum
Gleich zu Beginn des zweiten Kapitels wird einer der Hauptirrtümer Aivanhovs deutlich: Auf Seite 25 (und in vielen weiteren Büchern) bezeichnet er die katholische Kirche pauschal als „das Christentum“. Als bekehrter Christ muss ich dieser Falschdarstellung entschieden widersprechen. Eine Institution mit all ihrer menschlichen Fehlbarkeit und historischen Belastung kann nicht einfach mit dem lebendigen Leib Christi gleichgesetzt werden.
Das Christentum setzt sich in erster Linie aus Menschen zusammen, die zu Jesus Christus gefunden haben und durch ihn errettet wurden. Das Christentum wird von Menschen bevölkert, die Jesus Christus lieben und eigene, liebevolle Erfahrungen mit ihm gemacht haben. Das Christentum wird von Menschen gebildet, die jeden Tag mit Christus in Kontakt treten, die zu und mit ihm beten, mit ihm sprechen, mit ihm weinen und feiern. Das Christentum zeichnet sich durch Menschen aus, die Jesus Christus als ihr Ein und Alles verherrlichen und preisen. Diese Menschen gab es von Tag Eins unserer Zeitrechnung an, und der Großteil davon, einschließlich mir, war und ist nicht Mitglied einer Kirche.
Danach kommen die Menschen, die zwar von sich selbst behaupten, Christen zu sein, die ein- zweimal in die Kirche gehen, die Kettchen mit Kreuzen tragen, aber die es nicht ernst meinen. Diese Namenschristen spricht Aivanhov an und diese Menschen sind es, die für Aivanhov “das Christentum” darstellen. Aber diese Behauptung ist so falsch, wie der Rest des Buches. Mit einem echten Christen kann es Aivanhov gar nicht aufnehmen, denn ein wahrer Christ trägt Christus in sich53Link zum YouTube-Video “DAS macht wahres Christsein aus”: hier klicken und sieht sofort die Lüge, die Aivanhov auf dieser Welt verbreitet. Nur die Namenschristen können von Aivanhov und anderen Verführern eingefangen und von ihrem Schwachsinn überzeugt werden. Ja, das ist mein Zeugnis.
Mein Anliegen ist es, mit meinen Rezensionen und meinem Zeugnis, diese Menschen zu erreichen, die bis über beide Ohren im Okkultismus von Aivanhov stecken, die Menschen, die sagen, dass die Bücher von Aivanhov “so leicht zu lesen sind, weil er so einfach und bildhaft spricht”, die Menschen, die Gefallen an der Paneurythmie, am okkulten Kreistanz finden, die Menschen, die täglich die Gebete Aivanhovs sprechen und die Menschen, die versuchen, ihr Leben mit den spirituellen Praktiken zu füllen, die Aivanhov empfiehlt. Diese Menschen leben kein gottgefälliges Leben und sind in größter Gefahr, denn sie werden zu Magiern, Hexen, Zauberern, zu Alchemisten und zu Kabbalisten ausgebildet. Das ist die Falle Satans und Aivanhov ist der Fallensteller.
Pastor Latzel hielt am 11. Januar 2023 eine Bibelstunde zur Offenbarung des Johannes, und so stelle ich mir eine Einführung in dieses große Buch der Bibel vor. Seht selbst:
Jesus und die Kabbala: Ein historischer Widerspruch
Um die Fehlinterpretationen der Heiligen Schrift direkt am Anfang des zweiten Kapitels zu beleuchten, betrachten wir Aivanhovs Behauptung auf Seite 25: Er schreibt, dass Jesus die Kabbala54Link zum Wikipedia-Artikel “Kabbala”: hier klicken kannte und dass Grundkenntnisse dieser Lehre55Link zum YouTube-Video “Die Kabbala: Schlüssel zur Vergangenheit”: hier klicken notwendig seien, um das Alte und Neue Testament überhaupt verstehen zu können. Diese Aussage hält jedoch einer biblischen und historischen Prüfung nicht stand. Wer die Bibel kennt und eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus pflegt, erkennt hier schnell einen massiven Widerspruch zum christlichen Glauben.
Die Kabbala als solche, wie Aivanhov und andere Theosophen sie lehren, entstand erst 1.000 bis 1.300 Jahre nach Christus. Als Hauptwerk wird der “Sohar“56Link zum Wikipedia-Artikel “Sohar”: hier klicken angesehen, das bedeutendste Schriftwerk der Kabbala. Der Sohar nimmt – wie jede andere Interpretation – bestehende Elemente einer Tradition oder einer Religion, und baut sie nach den Vorstellungen des jeweiligen Schreibers um. Mit dem Sohar bringt man automatisch Rabbi Schimon bar Jochai57Link zum Wikipedia-Artikel “Schimon ben Jochai”: hier klicken in Verbindung, der im 2. Jahrhundert nach Christus lebte und angeblich den Grundstock des Schriftwerks legte, als er sich mit seinem Sohn über 13 Jahre vor den Römern in einer Höhle verstecken musste.
Und so mystisch und exotisch sich diese Geschichte mit der Entstehung des Sohar auch anhören mag, an dieser Stelle hören die geschichtlich belegbaren Fakten auch schon wieder auf, denn die Autorenschaft des Rabbi Schimon ben Jochai ist wissenschaftlich fraglich, vor allem aus sprachlichen Gründen. Mehr als ein Jahrtausend verging, bis der Sohar aus mehreren uralten und überholten Traditionen zusammengestellt, entstand. Meiner Meinung nach muss gerade die Kabbala und auch der Sohar, nach den Maßstäben der Bibel geprüft werden. Wenn wir uns an das fünfte Buch Mose, Kapitel 18 erinnern…
Verbot von Wahrsagung und Zauberei
“Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten;”
Schlachter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗
…fällt die Kabbala schon in diesem Stadium als okkulte Irrlehre durch das Raster. Mit der Kabbala als spirituelle Wissenschaft werden die Aspekte einer Geheimwissenschaft oder einer Geheimlehre deutlich, die von den Schülern zu erlernen ist. Dazu zählen u.a. Zahlenwerte von Buchstaben, Buchstabenumstellungen, Kombination bzw. Permutation von Buchstaben und die Struktur- und Zahlensymbolik. All diese Praktiken sind einem Christen durch das Gebot Gottes in 5. Mose 18,10−13 jedoch verboten, denn sie fallen in den Begriff “Zeichendeuterei”.
Einen weiteren Aspekt einer Irrlehre zeigt uns die Kabbala im Bereich der Meditation. In der kabbalistischen Meditation soll eine emotionale und mentale Vereinigung mit der Gottheit erreicht werden. Danach könne der Schüler die ganze Welt als ein symbolisches System wahrnehmen und in die Gottheit einbezogen werden.58Link zum Wikipedia-Artikel “Ziele der Kabbala”: hier klicken Die Kabbala spricht hier ausnahmslos von “Gottheit”, also ein entpersonifizierter und entstellter Gott, der mit einem Vater oder einem Sohn, den wir direkt ansprechen können und der uns liebt, nichts mehr zu tun hat. Stattdessen sollen uns die Symbole vor Augen stehen und auf diesem Weg soll ein Verstehen der Schöpfung geschehen.
Die Kabbala, so wie Aivanhov sie lehrt und versteht, war zu Zeiten Jesu noch nicht vorhanden. Aber es gab Vorläufer der Kabbala, verschiedene Strömungen der Mystik und der Gnostik. Hier müssen wir die Merkaba-Mystik und Schriften wie die Sefer Jezirah (mehr zum Sefer Jezirah, das Buch der Schöpfung oder Das Buch der Formung, in Kapitel 3) erwähnen. Es ist natürlich vorstellbar, dass Jesus diese Strömungen kannte, aber eine Merkaba-Mystik hat mit der heutigen Kabbala und dem Heilsplan Gottes absolut nichts zu tun.
Im Gegenteil wird den Menschen eingeredet, sie könnten mit einer Wanderung durch die sieben himmlischen Paläste vor Gottes Thron ihre Seele befreien.59Link zum Wikipedia-Artikel “Merkaba”: hier klicken Geheime Passwörter werden erwähnt, die bei jeder Station zu murmeln sind, und wenn alles klappt, zack, Freiheit der Seele.
Anstatt den einfachen Weg der Gnade zu betonen, führen diese Lehren den Suchenden in ein Labyrinth aus menschengemachten Einweihungen und Stufenmodellen. Okkultisten und gnostische Lehrer preisen diese als notwendige Mittel an, um Gott nahe zu kommen. Das bedeutet für die Schüler oft ein lebenslanges Studium von Texten, die weitab vom biblischen Schöpfergott entstanden sind – ohne Geist und Heilsgewissheit und mit dem vertröstenden Hinweis auf vermeintliche künftige Inkarnationen.
Und ganz unten in einer Ecke sitzt der Teufel, grinst und feixt, weil es immer noch Menschen gibt, die auf seine gottfernen Systeme hereinfallen.
Dabei gab es selbst zur Zeit des Alten Testaments keinen Grund, ein paralleles Erlösungssystem zur Heiligen Schrift zu erschaffen. Die Bibel spricht im Alten Testament über 1.000 Mal60Link zum Artikel “Repentance ‑Baker’s Evangelical Dictionary of Biblical Theology”: hier klicken von “Umkehr”, orig. “Sub” oder “schub”, “שוּב”, also der Bekehrung zu Gott und somit zur Erlösung.
Der Wunsch nach Selbsterhöhung und das Streben nach einer Art „Selbstverwirklichung“ durch geheimes Wissen ist letztlich ein Weg der Verführung, der den Menschen von der Einfachheit des Evangeliums wegführt. Eine wahre Erlösung und die Freiheit der Seele werden allein durch die Gnade Jesu Christi erreicht. Dieses Geschenk ist kostenlos und für jeden Menschen sofort zugänglich. Es bedarf keiner okkulten Eliten oder geheimer Schlüssel – nur eines offenen Herzens und der aufrichtigen Hingabe an den Retter und Erlöser Jesus Christus.
Aivanhovs Angriff auf das Fundament des Glaubens
Auf Seite 26 findet sich ein direkter Angriff auf eine der Kernwahrheiten des christlichen Glaubens. Aivanhov versucht hier, den Leser von der Bedeutung des einfachen Glaubens wegzubringen. Er schreibt:
“…Jahrhundertelang hat man den Christen immer wieder vorgebetet, dass Glauben zu haben das Wesentliche sei… Sie sollten glauben und dann würden sie gerettet werden. Aber nein, es genügt nicht zu glauben, die Religion ist nicht auf den Glauben begrenzt…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 2, Seite 26
Aivanhov beginnt diesen Absatz mit einer rhetorisch geschickt gewählten Behauptung über die Kirchengeschichte, die für den normalen Leser kaum nachprüfbar ist. Er beansprucht für sich jedoch eine exklusive Einsicht, die er aus Quellen wie der „Akasha-Chronik“ oder einem vermeintlichen Eintauchen in das Bewusstsein Jesu Christi61Aivanhov beschreibt diese psychische Vergewaltigung im Band 207, Kapitel 11, Seite 174ff und nennt diese magische Handlung “Identifikation”. Siehe Rezension Izvor 207: hier klicken. ableiten will.
Historisch gesehen ist seine Darstellung allerdings lückenhaft. Die Lehre vom „Glauben allein“ (Sola Fide) war in der westlichen Kirche vor der Reformation im 16. Jahrhundert keineswegs die vorherrschende offizielle Lehre. Über Jahrhunderte hinweg wurde der Glaube an Jesus Christus stets mit der Notwendigkeit eines gottgefälligen Lebens und der Teilnahme an den Sakramenten der Kirche verknüpft. Erst Martin Luther rückte das Vertrauen auf die Gnade Gottes wieder in das Zentrum.
Aber diese absichtlich gestiftete Verwirrung soll Aivanhov nur als Einleitung zur eigentlichen Schmähung Jesu Christi dienen, nämlich, dass es anscheinend nicht ausreicht, einen starken Glauben zu haben, trotz den exakt gegenteiligen Schilderungen in der Bibel. Fragen wir uns doch kurz an dieser Stelle, was denn eigentlich “das Wesentliche” im Glauben ist. Um was geht es Aivanhov, wenn er den Lesern vormacht, dass der Glaube allein nicht ausreichen würde?
Es geht um die Errettung. Und das ist das zentrale Thema meiner Webseite. Ich fordere die Leser auf, sich zu bekehren, d. h., alle Sünden und alle Schuld, die man in seinem Leben angehäuft hat, Jesus Christus zu übergeben und alles auf ihn abzuwälzen. Das ist der Weg, die Ewigkeit an der Seite von Jesus Christus verbringen zu können. Und natürlich steht der Glaube für diesen Schritt an der ersten Stelle. Ich muss an Jesus glauben und an die Wahrhaftigkeit einer Rettung aus meiner ganz persönlichen Misere heraus, unabhängig davon, was der einzelne Mensch an Sünden, Vergehen oder Verbrechen angehäuft hat.
Ohne Glauben gibt es keinen Weg aus der Sünde. Jesus ist das einzige Werkzeug, dass uns dazu zur Verfügung steht. Kein “geistiger Meister”, kein Eingeweihter, kein Guru, kein Geistheiler, kein Mentor, kein Influencer und keine Kabbala können uns vor der ewigen Verdammnis retten, sondern einzig und allein Jesus Christus. Diesen Namen müssen wir in unserer Verzweiflung rufen und ihn bitten, uns die Sünden und die Schuld abzunehmen. Ihm müssen wir uns zuwenden und Ihm sagen, dass Er unser Herr ist und in unser Leben kommen soll. Und das wird Er tun! Das ist Sein Versprechen! Und am Anfang steht der Glaube daran.
Diesen “Glauben” können wir in der Bibel nachlesen, und zwar in jedem Buch vom Alten bis ins Neue Testament. Eine kleine Auswahl an beeindruckenden Glaubens-Geschichten aus dem Alten Testament liste ich hier auf:
- Abraham (1. Mose 22)
- Noah (1. Mose 6)
- Mose (2. Mose)
- Daniel (Daniel 6)
- Hiob (Hiob 13,15)
- Rut (Rut 1)
- Elia (1. Könige 18)
- Schadrach, Meschach, Abednego (Daniel 3)
Verführer wie Aivanhov führen ihre “Schüler” über den Okkultismus an den Wahrheiten der Heiligen Schrift vorbei. Damit zerstören sie schon im Vorfeld jedes Vertrauen in Gott und jeglichen Glauben, denn sie predigen unaufhörlich, dass der Schüler an “das Wissen” kommen müsse. In diesem 2. Kapitel ist es das “Wissen der Religion”, wie Aivanhov es auf Seite 26 ausdrückt, das scheinbar die Kabbala und eine nicht näher beschriebene Geheimlehre enthält, die Jesus angeblich Johannes offenbarte, den anderen Aposteln aber vorenthalten hat. Aber Jesus hat nie eine Geheimlehre weitergegeben, sonst hätte er in Johannes 18 nicht gesagt:
Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet; ich habe stets in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo die Juden immer zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet.
Schlachter 2000 – Johannes 18,20 ↗
Wie niederträchtig ist die Vorgehensweise Aivanhovs, solche Lügen an die Leser und “Schüler” weiterzugeben. Diese Lügen haben ihren Ursprung in einer gnostischen Schmähschrift aus dem 5. Jahrhundert, dem “Apokryphon des Johannes”.62Link zum Wikipedia-Artikel “Apokryphon des Johannes”: hier klicken Wer sich mit diesem Werk auseinandersetzt und es unbeirrbar durch die Bibel prüft, wird sehr schnell feststellen, dass dort der antichristliche Geist Satans wohnt und den Menschen den Glauben an die Unfehlbarkeit Christi nehmen will. Wie die Prochoros-Akten liegt das “Apokryphon des Johannes“63Link zum Buch “Interrogatio Iohannis” bei Amazon: hier klicken im Original in koptischer Sprache vor.
Jesus betonte, dass der Glaube den Schlüssel darstellt, durch den der Menschen gerettet werden kann und ewiges Leben an der Seite Gottes im Paradies erhält. Das sind biblische Wahrheiten, die allen Versuchen der Verführer bis heute standgehalten haben. In Johannes 11 und Johannes 14 sind wunderschöne Beispiele davon aus seinem Mund zu lesen:
Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?
Schlachter 2000 – Johannes 11,25 ↗
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!
Schlachter 2000 – Johannes 14,6 ↗
Wir dürfen das glauben! Jesus ist das Leben, durch ihn werden wir gerettet und erhalten ewiges Leben! Das ist die Gnade Gottes, die sich so fundamental von der Sklaventreiberei der Verführer unterscheidet. Ewiges Leben durch Gnade vs. Tausende von Inkarnationen, um gottgleich zu werden, nur um schlussendlich doch zu scheitern. Unser Glaube allein reicht aus, um wieder Kind Gottes zu werden. Das ist das Versprechen Jesu Christi. Gott wusste von Anfang an, das wir endlos sündigen werden und ins Verderben rennen, darum sagt Jesus in Johannes 20 diese Worte:
Jesus spricht zu ihm: Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!
Schlachter 2000 – Johannes 20,29 ↗
Wer danach strebt, sich selbst durch okkulte Techniken „sehend“ zu machen, begibt sich auf einen gefährlichen Pfad. Schon in der Genesis (1. Mose 3,5) versprach die Schlange der Eva: „…euch werden die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott“. In der Lehre Aivanhovs begegnet uns dieses alte Versprechen in neuem Gewand wieder: Die Suche nach Erleuchtung und dem „Öffnen der Augen“ führt letztlich weg von der Demut und dem rettenden Glauben. Bleiben Sie daher wachsam und halten Sie an der Einfachheit des Evangeliums fest. Glückselig sind jene, die ihr Vertrauen ganz auf Jesus Christus setzen.
Petrus vs. Johannes – Zwietracht unter Gläubigen säen
Auf den Seiten 26 bis 28 versucht Aivanhov, die Menschen über die Trennung der zwei Kirchen, die Kirche des Petrus, auch die petrinische Kirche genannt, und die Kirche des Johannes, auch die johanneische Kirche genannt, zu entzweien. Ihm zufolge ist die petrinische Kirche für Morde und Verbrennungen von Menschen verantwortlich, während die johanneische Kirche im Geheimen ihrer Arbeit nachgegangen sei und niemals irgendwen verbrannt habe. Auch hier können wir wieder das Vorgehen Aivanhovs beobachten, eine biblisch nicht belegbare Aussage als feststehende Tatsache zu benennen.
“Jesus hat Johannes also eine Lehre gegeben, die er den anderen Schülern vorenthalten hat, und diejenigen, denen dies klar wurde, waren ein wenig eifersüchtig. Aber lassen wir das…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 2, Seite 27
Das Wissen um diese anscheinend feststehende Tatsachen, hat Aivanhov aus mehreren frühchristlichen apokryphen und gnostischen Werken. Weiter oben habe ich das “Apokryphon des Johannes” genannt, und hier kommt eine weitere Schmähschrift hinzu, der “Pistis Sophia“64Link zum Wikipedia-Artikel “Pistis Sophia”: hier klicken. Darin sind angebliche Lehrgespräche Christi mit seinen Jüngern nach seiner Auferstehung festgehalten, Eifersuchtsdramen, vor allem von Petrus gegen Johannes und Maria, und eine Anleitung zur Erlösung durch die Überwindung von 32 fleischlichen Begierden. Und hier müssen die Alarmglocken anfangen zu läuten. Eine Anleitung zur Erlösung…
Der “Pistis Sophia” wird als “koptisch-gnostischer Text” beschrieben und allein diese Beschreibung reicht aus, um uns von dieser Schrift abzuwenden und sie niemals in unser Christ-sein einzubeziehen. Wie schon ausführlich in der Beschreibung der Prochoros-Akten dargestellt, handelt auch der “Pistis Sophia” von Themen, die genau das Gegenteil zur Heilsbotschaft der Bibel darstellen. Geheime Lehren, verborgene Gespräche und Einweihung einer kleinen Anzahl Menschen, Eifersucht und okkulte Praktiken zur Erlangung der Erlösung, der Selbstverwirklichung. All das ist die Handschrift Satans.
Die Unterschiede in der Erfahrbarkeit von den von Aivanhov erwähnten Schriften, den Johannes-Akten, den Prochoros-Akten, dem Apokryphon des Johannes und der Pistis Sophia zur Bibel sind enorm. Der antichristliche Geist setzt Limits von Menschen, die überhaupt in Frage kommen, diese “Lehren” studieren zu dürfen, fordert lebenslanges Studium, um immer höhere Einweihungsgrade erfahren zu dürfen, während bei Jesus Christus, unserem Gott, jeder Mensch, so wie er ist, zur endgültigen und vollständigen Errettung jederzeit willkommen ist.
Was für ein Unterschied!
Ich hoffe, ich konnte wenigstens in Grundzügen klarmachen, wohin uns die Verführer wie Aivanhov hinführen wollen: In die maximale Entfernung zu unserem Gott, der allein imstande ist, uns zu retten und zu erlösen. Und das funktioniert nur durch den Glauben daran, dass Jesus das wirklich so gesagt hat, und den Willen, dieses Geschenk auch anzunehmen. Bitte bekehren Sie sich noch heute zu Jesus und kehren Sie dem Satan und dem Selbstbetrug den Rücken. Erfahren Sie hier mehr.
Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben. Glaubst du das?
Schlachter 2000 – Johannes 11,25 ↗
Die Offenbarung des Johannes – Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?
Der nächste Abschnitt im Buch auf den Seiten 27 und 28 zeugt davon, wie weit Aivanhov in den antichristlichen Lügen Satans verstrickt ist. Vielleicht mag der eine oder andere Leser bei dieser Aussage schlucken oder sich sogar empören, aber wenn wir Aivanhovs Behauptungen der Bibel kritisch gegenüberstellen, wird schnell klar, dass das zutrifft. Er sagt, beginnend auf Seite 27:
“Die Apokalypse ist das Buch der Kirche des Johannes; um aber all die Zahlen, Symbole und Bilder, die sie enthält, zu interpretieren, muss man Kenntnisse auf dem Gebiet der Kabbala, der Astrologie, der Alchimie und der Magie besitzen, und sogar der Karten des Tarot, die keineswegs Spielkarten sind, wie manche meinen, sondern eine Zusammenfassung der gesamten Einweihungslehre darstellen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 2, Seite 27 und 28
Ich bin so glücklich darüber, dass wir diese Kernaussage eines eingefleischten Okkultisten Schwarz auf Weiß in seinem Buch nachlesen können. Aivanhov zählt in dieser Behauptung, in diesem einen Satz all die Dinge auf, die einem Christen laut der Bibel strikt verboten sind.
Verbot von Wahrsagung und Zauberei
“Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten;”
Schlachter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗
Wie kann jemand, der von sich behauptet, im Bewusstsein Jesu Christi lesen zu können, gegen diese schwergewichtigen Gebote verstoßen? Aivanhov verführt mit seiner Behauptung zur Sünde gegen Gott, zur Übertretung eines sehr wichtigen Gebots und einer starken Leitlinie der Christen. Er präzisiert seine Verführung sogar indem er sagt, dass das Tarot keine Spielkarten seien, sondern eine Zusammenfassung der gesamten Einweihungslehre darstellen. Ich freue mich wirklich, dass Aivanhov uns so klar vor Augen hält, wer und was er wirklich ist, und was seine Mission auf Erden ist.
Er ist ein Verführer,65Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes “Verführer”“: hier klicken Kind des “Vaters der Lügen”, der zur Aufgabe hat, die Menschen von der Wahrheit und Einfachheit Gottes wegzuführen.66Link zum YouTube-Video “Okkultismus – Spiel mit dem Feuer?”: hier klicken67Link zum YouTube-Video “OKKULTISMUS, ESOTERIK, MAGIE, ALTERNATIVMEDIZIN auf dem Prüfstand”: hier klickenAivanhov will mit seiner “geistigen Lehre” vor allem das Vertrauen in Gott erschüttern und den “Schülern” vorgaukeln, sie könnten durch eigene Anstrengung so sein, wie Gott.
Bitte halten Sie sich diese Aussage vor Augen: “…sondern eine Zusammenfassung der gesamten Einweihungslehre darstellen…”. Was für ein unleserliches Chaos muss die Einweihungslehre sein, wenn das Tarot eine Zusammenfassung davon darstellt? Dieses Chaos ist so groß und für einen normalen Menschen nicht zu begreifen, dass es immer einen sogenannten “geistigen Meister” (oder jemand, der sich dafür hält) braucht, um es zu erklären. Der Missbrauch ist vorprogrammiert, wie wir anhand von Aivanhovs Irrlehre perfekt sehen können. Dutzende “kleine Meister” tummeln sich zudem momentan im Schatten Aivanhovs im Internet, einer erwachter als der andere. Meinen sie.
Die nächste Aussage Aivanhovs übertrifft aber alle oben genannten Behauptungen bei weitem. Er sagt auf Seite 28:
“Daher scheuen sich die meisten Pastoren und Priester, die Apokalypse zu interpretieren, denn sie wären gezwungen, all diese Wissenschaften anzuerkennen, und damit bestimmte Aspekte der Religion zu ändern.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 2, Seite 28
Nicht nur, dass Aivanhov ernsthaft der Meinung ist, dass es Pastoren und Priester gäbe, die sich davor scheuen, dieses großartige Buch in ihren Predigten zu besprechen, er bezeichnet die gotteslästerlichen okkulten Beschäftigungen oben sogar als Wissenschaften.
- Die Kabbala ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Die Astrologie ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Die Alchemie ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Die Magie ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Das Tarot ist keine Wissenschaft, es ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
- Die Einweihungslehre ist keine Wissenschaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre.
Mit nur wenigen Klicks und keinem großen Suchaufwand wurde ich über drei Duzend Mal allein in YouTube fündig, was Predigten zur Offenbarung des Johannes anbelangt. Ich kann also behaupten, dass die Pastoren und Priester sich nicht scheuen, die Apokalypse zu interpretieren und sie in ihre Predigten einschließen. Schauen Sie sich bitte diese YouTube Playliste dazu an: “Offenbarung des Johannes”: Hier klicken.
Bitte geben Sie Jesus Christus die Chance, in Ihr Leben zu kommen, indem Sie ihn darum bitten. Wenn Sie verstehen, dass Aivanhov und die anderen Verführer, die sich “Meister”, “Guru”, “Mentor” und “Coach” nennen, Sie nur in den Hochmut und den Götzendienst treiben, der Ihnen die Türen zum Himmel und zur Ewigkeit verschließt, werden Sie sofort umkehren und nie wieder zurückgehen. Bitte sehen Sie sich dieses Video dazu an. Hier klicken.
Die Widersprüchlichkeit Aivanhovs auf den Punkt gebracht
Wie schon in Kapitel 1 möchte ich zum Abschluss der Rezension des zweiten Kapitels die Widersprüche aufzeigen, in die sich Aivanhov in allen seinen Büchern unrettbar verstrickt. Gleich zu Beginn des Kapitels lässt sich Aivanhov sehr negativ über “den Klerus” aus, der es seiner Meinung nach nicht fertig gebracht hat, den Reichtum, die Tiefe, die Philosophie und den Symbolismus des Christentums an die Menschen zu vermitteln und sich schämen sollte. Er gibt dem Klerus die Schuld, dass sich die Christen abwenden, um immer mehr und mehr in den Religionen des Ostens nach “spiritueller Nahrung” zu suchen.
Scheinbar habe man den Gläubigen Wissen vorenthalten, mit dem es möglich gewesen wäre, ihren Intellekt, ihre Seele und ihren Geist ernähren zu können. Das sei der Grund, so Aivanhov, dass die Gläubigen ihren Glauben verloren haben, weil sie den Eindruck gewinnen mussten, an “ungereimtes Zeug” zu glauben. Diese Aussagen finden sich im Buch auf den Seiten 25 und 26 und gehen nahtlos in die oben beschriebenen Irreführungen über. Sie sind jedoch doppelt widersprüchlich.
Zum einen beschreibt Aivanhov im Buch “Die Messe und die Sakramente – Der höhere Sinn christlicher Riten“68Link zur Leseprobe des Buchs “Die Messe und die Sakramente – Der höhere Sinn christlicher Riten” von Omraam Mikhael Aivanhov bei Prosveta Verlag: hier klicken minutiös die christlichen, nein, die katholischen Sakramente:
- Die Taufe
- Die Eucharistie
- Die Buße
- Die letzte Ölung
- Die Ordination
- Die Ehe und
- Die Macht der Sakrament in uns
Die Behandlung der Sakramente findet auf sage und schreibe 40 Buchseiten statt. Aivanhov behandelt also genau das von ihm als “weniges armseliges Zeug” beschriebene Material, mit dem die Gläubigen in der Kirche konfrontiert werden. Wenn es doch aber sowieso keinen Wert darstellt, warum ein ganzes Buch darüber schreiben?
Auf der anderen Seite ergießt sich Aivanhov in Schimpftiraden über den Klerus und das wenige armselige Zeug, das in der christlichen Lehre übriggeblieben sein soll. Das ist ein Widerspruch in der “geistigen Lehre” und leider nur so zu erklären, dass hier versucht wird, selbst die Sakramente mit einem okkulten Überzug zu belegen, der hauptsächlich Verwirrung und Entfernung von Gott und Jesus Christus zur Folge haben soll.
Zum anderen stellt Aivanhov die Christen als fehlinformierte Menschen dar, die vom “Klerus” nur unnützes Zeug erfahren haben. Wie wir weiter oben schon aufgezählt haben, fehlt dem Christentum laut Aivanhov der Reichtum, die Tiefe, die Philosophie und der Symbolismus. All das soll absichtlich nicht gelehrt worden sein und deshalb wandern viele Menschen in östliche Religionen ab.
Gleichzeitig drängt Aivanhov die Leser seiner Bücher in den gotteslästerlichen Okkultismus und vor allem in die Kabbala, die schon aus der Ferne betrachtet in sich selbst ein höchst undurchsichtiges Netzwerk aus spirituellen Eliten, Geheimlehren und Mysterien darstellt. Sehr deutlich sagt Aivanhov auf Seite 26, dass die esoterische Lehre einer geistigen Elite vorbehalten bleibt, die fähig ist, sie zu verstehen. Die esoterische Lehre wird durch die johanneische Kirche repräsentiert, die Aivanhov wiederrum durch die Vermischung mit der Kabbala ins Unkenntliche entstellt. Was für ein Widerspruch und was für eine unaussprechliche Blamage für Aivanhov, durch seine “geistige Lehre” nicht eine einzige Seele Jesus Christus hinzugefügt zu haben.
Im “Esoterik-Handbuch – Hilfen zur Prüfung der Geister” von Lothar Gassmann wird die Kabbala mit diesen Worten beschrieben:
“Nur schwerlich lässt sich eine geheime göttliche Offenbarung hinter dem buchstäblichen offensichtlichen Text der Bibel plausibel begründen. Eine auf Zahlenspekulationen und dem System einer kosmischen Evolution aufbauende Bibelauslegung öffnet einer willkürlichen, beliebigen Exegese Tür und Tor.”
“Die magische Absicht, geistliche Verhältnisse, letztlich sogar die Wiedervereinigung der gesamten Schöpfung mit ihrem Schöpfer durch innerweltliche rituelle Handlungen bewirken zu können, werden in der Bibel deutlich zurückgewiesen.”Esoterik-Handbuch – Hilfen zur Prüfung der Geister ↗ – Seite 172
Wie glücklich können sich Menschen schätzen, die Jesus Christus aufgenommen haben und in der Heiligen Schrift sein lebendiges Wort sehen! Wie weit weg von der Lüge, der Manipulation und dem Hochmut dürfen diese Menschen ihren Weg mit Jesus Christus gehen! Bitte befreien Sie sich von der zwanghaften Lüge des Okkultismus von Aivanhov und den anderen Verführern und beenden Sie Ihren Selbstbetrug. Die Ewigkeit an der Seite Ihres Schöpfers wartet auf Sie! Mehr erfahren: hier klicken.
Kapitel 3: Melchisedek und die Lehre von den beiden Prinzipien
Kapitel 3, Teil 1
Was wir sicher über Melchisedek wissen
In Kapitel 3 “Melchisedek und die Lehre von den beiden Prinzipien” findet eine massive Falschdarstellung der biblischen Fakten und eine okkulte Aufblähung der Person des Priesters Melchisedek statt. Um die Verzerrung Melchisedeks durch Aivanhov einschätzen zu können, müssen wir uns zuerst einen kompakten Überblick über die tatsächlich verfügbaren Fakten in der Bibel verschaffen. Los geht’s!69Ich benutze für solche Arten von Recherche die App “Studienbibel NGÜ und Schlachter” der Genfer Bibelgesellschaft: im Play Store
Melchisedek wird an lediglich drei Stellen in der Bibel namentlich erwähnt:
- Im 1. Buch Mose (Genesis)
- Im Psalm 110
- Im Brief an die Hebräer.
Die genauen Stellen sind: 1. Mose 14,18701. Mose 14,18 auf bibleserver.com: hier klicken, Psalm 110,471Psalm 110,4 auf bibleserver.com: hier klicken und neun Verse in Hebräer, nämlich 5,672Hebräer 5,6 auf bibleserver.com: hier klicken, 5,1073Hebräer 5,10 auf bibleserver.com: hier klicken, 6,2074Hebräer 6,20 auf bibleserver.com: hier klicken, 7,175Hebräer 7,1 auf bibleserver.com: hier klicken, 7,1076Hebräer 7,10 auf bibleserver.com: hier klicken, 7,1177Hebräer 7,11 auf bibleserver.com: hier klicken, 7,1578Hebräer 7,15 auf bibleserver.com: hier klicken, 7,1779Hebräer 7,17 auf bibleserver.com: hier klicken und 7,2180Hebräer 7,21 auf bibleserver.com: hier klicken.
Laut der Heiligen Schrift war Melchisedek:
- König von Salem (1. Mose 14,18, Hebräer 7,1)
- Priester Gottes (1. Mose 14,18, Hebräer 7,1)
- Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks (Psalm 110,4, Hebräer 5,6, Hebräer 7,17, Hebräer 7,21)
- Hohepriester nach der Weise Melchisedeks (Hebräer 5,10, Hebräer 6,20)
- Ohne Vater, Mutter und Geschlechtsregister (Hebräer 7,3)
- hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens (Hebräer 7,3)
- Priester nach der Weise Melchisedeks (Hebräer 7,11)
- Priester von gleicher Art wie Melchisedek (Hebräer 7,15)
Also war Melchisedek der König von Salem, ein Priester und ein Hohepriester. Viel mehr ist über diese Person anhand der Bibel nicht zu sagen.
Aivanhovs fiktives Portrait von Melchisedek
Vergleicht man diese nüchternen biblischen Fakten mit den Behauptungen Aivanhovs in diesem Kapitel seines Buches, so zeigt sich ein völlig anderes Bild. Aivanhov dichtet Melchisedek Eigenschaften an, die in keinem biblischen Kontext stehen:
- Flammenbewahrer im Einweihungszentrum seit urdenklichen Zeiten (Seite 33)
- Melchisedek besitzt alles Wissen und alle Macht (Seite 33)
- Stellvertreter Gottes (Seite 33)
- unsterblich81Link zum Gemini-Chat “Melchisedek: Unsterblich oder literarischer Typus?”: hier klicken(Seite 33)
- Höchster der Eingeweihten (Seite 34)
- brachte Abraham die gesamte Einweihungswissenschaft (Seite 35)
- erscheint vor allen anderen Eingeweihten, die zum Gipfel gelangt sind (Seite 35)
- Melchisedek weihte Abraham in andere Mysterien ein (Seite 36)
- Vertreter Gottes auf der Erde (Seite 37)
- besitzt Allmacht über die Materie (Seite 37)
- kann nach Belieben einen Körper formen oder auflösen (Seite 37)
- die Materie gehorcht ihm (Seite 37)
Und weiter:
- kennt das Geheimnis der Umwandlung der Materie (Seite 37)
- Als Priester des Allerhöchsten bringt er Gott die reinste Quintessenz der Materie dar (Seite 37)
- spielt als Stellvertreter Gottes die wichtigste Rolle auf Erden (Seite 38)
- gibt alle Anordnungen, die das Schicksal der Menschen betreffen (Seite 38)
- unterrichtete alle großen Eingeweihten wie Hermes Trismegistos, Orpheus, Pythagoras, Platon, Buddha, Zarathustra und Jesus (Seite 38)
- sandte die heiligen drei Könige aus, um sich vor Jesus zu verneigen, denn Jesus war die Inkarnation des Christusprinzips (Seite 38)
- all die Größten haben Melchisedeks Lehre empfangen, selbst Jesus (Seite 38)
- Oberster des „Orden des Melchisedeks“ (Seite 40)
- hat die Aufgabe, im Geheimen zu bleiben (Seite 40)
- wurde nicht geboren wie ein Mensch (Seite 40)
Aivanhov baut seine Irrlehre auf sämtliche Bibelverse auf, die Melchisedek erwähnen. Die größte Entstellung geschieht in Hebräer 7,3, dort heißt es im Wortlaut:
“Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens; und als einer, der dem Sohn Gottes verglichen ist, bleibt er Priester für immer.”
Was in diesen Versen des Hebräerbriefes literarisch zu verstehen ist, nimmt Aivanhov wörtlich, um eine Gestalt künstlich aufzublähen und zu mystifizieren, die lediglich einen Wegweiser auf Jesus Christus darstellt. Er meint auf Seite 33:
“…ein Wesen, das der Stellvertreter Gottes auf der Erde ist, ein Wesen, das niemals stirbt…”
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 33
Nie war Melchisedek der Stellvertreter Gottes. Mit keinem einzigen Wort wird dieses Verhältnis in der Bibel beschrieben. Der einzige Grund, warum Aivanhov diesen falschen Sachverhalt so deutlich herausstellt, ist die Tatsache, dass er dadurch Jesus Christus erniedrigen kann und Zweifel in die Herzen der Leser sät, die sich nicht mehr sicher sind, warum dann Jesus als der einzige Weg zum Vater beschrieben wird, wenn doch eigentlich Melchisedek in Wahrheit der Große sein soll. Das ist ein Angriff auf die Autorität des Vaters, des Sohns und des Heiligen Geistes. Diese Art von Gottlosigkeit wird sehr treffend in Judas 8 beschrieben:
“Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern Mächte.”
Mit der Lästerung geht es auf Seite 40 weiter, wo Aivanhov behauptet, dass Melchisedek nicht durch Geburt auf dieser Welt erschien, weil er eine andere, “eine geheime Aufgabe” hat.
“Melchisedek hingegen hat die Aufgabe, im Geheimen zu bleiben, nicht vor den Menschen in Erscheinung zu treten.”
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 40
“Er hat eine andere Aufgabe auszuführen und hat sich daher nicht durch den Leib einer Frau hindurch inkarniert, wie Jesus.”
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 40
Wieder sieht man hier den Versuch Aivanhovs, durch eine grobe Entstellung eines Bibelverses, einen völlig anderen Zusammenhang zu kreieren, als die Bibel tatsächlich beschreibt. Für Aivanhov reicht es aus, die Stelle “Ohne Vater, ohne Mutter…” als Grundlage für seine esoterische Fehldeutung zu verwenden. In den mehr als 15 Jahren meiner Beschäftigung im Prosveta Verlag, also der Verlag, der die “Werke” Aivanhovs herausgibt, habe ich nicht einen Menschen aus der “Universellen Weißen Bruderschaft” kennengelernt, der diese haarsträubenden Aussagen Aivanhovs angezweifelt oder auch nur kritisch hinterfragt hat. Keinen einzigen. Und das ist traurig, denn es beweist, wie tief und gründlich Aivanhovs Gehirnwäsche funktioniert.
Aivanhov gaukelt seinen Lesern vor, Melchisedek sei die höchste mystische Figur der Einweihungslehre, unsterblich und ohne Geburt aus dem Nichts heraus von Gott erschaffen. Aber das stimmt nicht. “Ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister” bedeutet in Wahrheit, dass seine Eltern und sein Stammbaum für sein Amt als Priester zur damaligen Zeit keine Rolle spielten, da er von Gott direkt eingesetzt wurde. Melchisedek dient in der Bibel als Vorbild und literarischer Hinweis auf die Ewigkeit Jesu Christi. Wäre er die grandiose mystische Figur, die Aivanhov aus ihm macht, wäre er in der Bibel ausführlich erwähnt. Denn die Heilige Schrift ist für alle Menschen geschrieben und nicht nur für eine kleine Elite selbsternannter “Eingeweihter”.
Diese mehr als 20 Punkte, die Aivanhov entgegen der biblischen Lehre Melchisedek unterschiebt, klingen wie aus einem Märchen und sind tatsächlich reine Fiktion, reine menschliche Erfindung. Schon diese Auflistung macht deutlich, dass es eine der Hauptaufgaben Aivanhovs ist, die Menschen von Jesus Christus wegzuführen. Wenn wir dieser Darstellung glauben würden, bräuchten wir keinen Jesus mehr, wenn doch Melchisedek die wichtigste Rolle auf der Erde spielt. Warum noch an Jesus festhalten, wenn Er angeblich doch nur ein Schüler Melchisedeks war? Vor dieser Irrlehre muss ausdrücklich gewarnt werden!
Es ist erschreckend zu sehen, wie tief und gründlich Aivanhovs Gehirnwäsche funktioniert. Er entzieht Jesus Christus seine Einzigartigkeit und ersetzt sie durch ein okkultes System. Wer Melchisedek über Jesus stellt, verlässt den Boden des Evangeliums. Es ist eine subtile Form der Verführung, die das Ziel hat, die rettende Beziehung zum Sohn Gottes zu kappen.
Täuschung durch Unterschlagung
Eine Spezialität Aivanhovs ist es, Bibelverse aus dem Zusammenhang zu reißen und entscheidende Stellen einfach wegzulassen. In Kapitel 3 versucht er erneut, den Leser zu täuschen, indem er den Bibeltext abrupt bei Offenbarung 1,17 abbricht, direkt vor der Stelle, die unmissverständlich klärt, wer hier zu Johannes spricht.

Auf Seite 32 zitiert er:
»Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige…«
An dieser Stelle hört das Zitat im Buch auf. Warum? Weil Aivanhov Raum für seine eigene Theorie schaffen will. Er behauptet frech:
„Seit zweitausend Jahren versuchen die Bibelforscher und Theologen herauszufinden, wer diese mysteriöse Person ist […] Alle möglichen Antworten wurden darauf gegeben.“
Diese Aussage ist eine glatte Lüge, denn die Antwort steht direkt im nächsten Vers.
„ …und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen! Und ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes.“
Wer war tot und lebt nun in Ewigkeit? Wer hat die Schlüssel des Todes? Es ist einzig und allein Jesus Christus! Melchisedek war niemals tot und ist nicht für unsere Sünden auferstanden. Aivanhovs Behauptung auf Seite 33: „Diese Person, die sich Johannes zeigte, ist Melchisedek“, ist somit biblisch völlig unhaltbar und eine bewusste Irreführung.
Zudem lässt Aivanhov, vermutlich ebenfalls absichtlich, die grundsätzliche Offenbarungsstruktur des letzten Buchs der Bibel weg. Diese wird in Vers 1 deutlich beschrieben: “Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll; und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel seinem Knecht Johannes gesandt…”. Grundsätzlich wird die Offenbarung also durch einen Engel, der nicht namentlich erwähnt wird, an Johannes übermittelt.
Für die Gesamtübermittlung gilt also:
Gott (Vater) –> Jesus (Sohn) –> Engel –> Johannes –> Gemeinden.
Für die konkrete Visionen gilt, dass selbstverständlich der verherrlichte Jesus zu Johannes spricht. Die obengenannte Lüge Aivanhovs, dass seit zweitausend Jahren vergeblich versucht wird, herauszufinden, wer diese angeblich mysteriöse Gestalt ist, wird von Aivanhov benutzt, um sich selbst als den einzigen „geistigen Meister“, Hellseher und Eingeweihten zu inszenieren. Er suggeriert seinen Schülern, dass er nach angeblich 2000 Jahren der Unwissenheit endlich das Rätsel lösen kann. Er nutzt die Unkenntnis der Leser aus, um seine eigene okkulte Autorität über die Heilige Schrift zu stellen.
Dabei gibt es gar kein Rätsel, weder auf der Seite der Kirche, noch auf der Seite der Gläubigen.
Dem Leser der Bibelstelle Off 1,18 wird spätestens bei: „und ich war tot, und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen!“ klar, dass es sich um Jesus Christus handelt, denn er wurde gekreuzigt, starb am Kreuz und ist leiblich wiederauferstanden. In keinem Vers, der Melchisedek behandelt, steht zu lesen, dass Melchisedek tot war und auferstanden ist, und auch nicht, dass er die Schlüssel des Totenreiches besitzt. Diese Person ist Jesus Christus.
In der Offenbarung sind weitere Verse zu finden, die eindeutig auf Jesus Christus als Botschafter in der Vision des Johannes hinweisen.
“Und dem Engel der Gemeinde von Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, der tot war und lebendig geworden ist”
“Und dem Engel der Gemeinde in Pergamus schreibe: Das sagt, der das scharfe zweischneidige Schwert hat”
“Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füße schimmerndem Erz gleichen”
“Wer überwindet, der wird mit weißen Kleidern bekleidet werden; und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buch des Lebens, und ich werde seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.”
“Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, sodass niemand zuschließt, und zuschließt, sodass niemand öffnet”
“Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes”
“Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.”
Mit all diesen Versen ist ganz klar zu erkennen, dass Jesus Christus selbst mit Johannes zu den Gemeinden spricht. Natürlich wusste Johannes, wer diese Gestalt war, vor der er “niederfiel wie tot”, denn als die Stimme in Offenbarung 1,8 sagte: “Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.” war für Johannes klar, dass es Jesus ist.82Offenbarung 1,8 auf bibleserver.com: hier klicken
Liebe Leser, lassen Sie bitte größte Vorsicht walten! Der Austausch der Personen Melchisedek gegen Jesus stellt einen antichristlichen Versuch dar, Jesus Christus zu entthronen und gegen einen Priester auszutauschen. Aivanhovs Wirken zielt darauf ab, Jesus Christus zu erniedrigen, zu vermenschlichen und in ein okkultes System einzugliedern. Aber Sie müssen sich immer vor Augen halten, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der Erlöser, nicht Melchisedek. Jesus ist der einzige Weg, nicht Melchisedek.83Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken Jesus Christus ist nicht durch einen Priester ersetzbar.
Die Umdeutung von Brot und Wein: Kosmische Prinzipien statt göttlicher Gnade
Ein besonders perfider Teil von Aivanhovs Strategie zeigt sich in seiner Auslegung der Gaben Melchisedeks. In der Bibel lesen wir in 1.Mose 14,18 ganz schlicht: „Aber Melchisedek, der König von Salem, brachte Brot und Wein herbei.“ Für einen Christen ist dies ein wunderbarer Hinweis auf das spätere Abendmahl, das Jesus Christus mit seinen Jüngern einsetzte. Aivanhov interessiert sich jedoch nicht für die biblische Verheißung oder die Gemeinschaft mit Gott. Er missbraucht diese Symbole, um seine „Einweihungswissenschaft“ zu legitimieren. Auf Seite 35 behauptet er:
“Denn tatsächlich stehen Brot und Wein symbolisch für die gesamte Einweihungswissenschaft, die auf den beiden kosmischen Prinzipien basiert: dem männlichen Prinzip (symbolisiert durch das Brot) und dem weiblichen Prinzip (symbolisiert durch den Wein)…”
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 35
Hier verlassen wir endgültig den Boden der Heiligen Schrift. Die Einteilung der Welt in ein „männliches“ und ein „weibliches“ Prinzip, die angeblich das gesamte Universum steuern, stammt nicht aus Gottes Wort, sondern aus der antiken Hermetik84Link zum Wikipedia-Artikel “Hermetik”: hier klicken und dem Gnostizismus. Aivanhov macht aus einem Akt der Segnung eine technische Formel. Brot und Wein sind für ihn keine Gaben Gottes mehr, die uns auf das Opfer Jesu am Kreuz hinweisen, sondern lediglich „Batterien“ für kosmische Kräfte. Das ist kein Christentum, das ist Magie im religiösen Gewand!
Indem Aivanhov das Brot zum „männlichen“ und den Wein zum „weiblichen“ Prinzip erklärt, raubt er diesen Symbolen ihre rettende Kraft. In der Bibel sagt Jesus: „Ich bin das Brot des Lebens“ (Johannes 6,35) und über den Kelch: „Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden“ (Matthäus 26,28). Bei Aivanhov hingegen wird der Fokus vom Retter weg auf eine abstrakte „Wissenschaft“ gelenkt. Der Mensch soll nicht mehr an Jesus glauben, sondern die „Gesetze der Prinzipien“ verstehen und anwenden. Er ersetzt die rettende Gnade durch ein kompliziertes System der Selbsterlösung.
Lassen Sie sich nicht durch diese Irrlehre täuschen: Wer Brot und Wein zu bloßen Symbolen für „kosmische Prinzipien“ degradiert, der verkündet ein anderes Evangelium. Es ist der Versuch, das Heilige zu profanieren und in ein okkultes Weltbild zu pressen, in dem der Mensch durch „Wissen“ (Gnosis) statt durch Umkehr und Glauben gerettet werden will. Bleiben Sie unbedingt bei der Einfachheit, die in Jesus Christus ist!
Ich will Ihnen die Ernsthaftigkeit meiner Anschuldigungen von Aivanhovs Verdrehungen und Entstellungen mit einem Vers aus der Offenbarung 21,8 verdeutlichen:
“Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner — ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 21,8 ↗
Ich bitte Sie eindringlich: Wenden Sie sich von der okkulten Lektüre Aivanhovs ab und gehen Sie die ersten ernsthaften Schritte auf Jesus Christus zu, selbst wenn Sie der Meinung sind, Jesus schon in Ihr Leben aufgenommen zu haben. Das Lesen der Bücher Aivanhovs beweist, das dem nicht so ist. So wie Gott dem Pharao in Ägypten das Herz verstocken konnte,85Lesen Sie in 2. Mose 14,8 selbst nach: hier klicken so kann Ihr Geist durch abgefallene Engel vernebelt werden. Legen Sie es darauf an: Prüfen Sie selbst die Aussagen Aivanhovs anhand der Bibel und bitten Sie Jesus Christus um die Wahrheit!
Irreführung durch Unterstellung: Ein “Orden” für Jesus?
Eine weitere gravierende Verdrehung im ersten Teil von Kapitel 3 betrifft die Behauptung Aivanhovs, Melchisedek gehöre einem geheimen “Orden” an oder sei gar dessen Oberhaupt. Er geht sogar so weit zu unterstellen, dass auch Jesus diesem “Orden des Melchisedek” angehört habe.
Auf Seite 38 schreibt er:
…und genau das bringt auch Paulus ganz klar zum Ausdruck, wenn er offenbart, dass Jesus dem Orden des Melchisedek angehörte…
Zitat „Die Himmlische Stadt“, Kapitel 3, Seite 38
Hier nutzt Aivanhov eine gezielte Fehlinterpretation. In der Bibel wird Jesus als ein Priester “nach der Ordnung Melchisedeks” bezeichnet (Hebräer 5,6; 7,17). Das griechische Wort taxis, das hier verwendet wird, bedeutet „Rang“, „Art“ oder „Weise“. Es beschreibt die Art des Priestertums, eines, das nicht auf menschlicher Abstammung (wie bei den Leviten) beruht, sondern auf göttlicher Einsetzung.
Aivanhov deutet “Ordnung” jedoch fälschlich als “Orden” um. Das ist kein einfacher Übersetzungsfehler aus dem Französischen, sondern das Fundament seiner gesamten Irrlehre. Er versucht, um Jesus Christus herum eine primitive Geheimgesellschaft zu konstruieren – eine Art “Loge” oder “Geheimlehre”. Durch die ständige Wiederholung dieses falschen Begriffs suggeriert er dem Leser eine okkulte Hierarchie, die es in der Bibel schlichtweg nicht gibt.
“Dahinein ist der Vorläufer für uns gegangen, Jesus, der ein Hohepriester geworden ist in Ewigkeit und nach dem Orden des Melchisedek.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 39
Aber wir können an dieser Stelle sagen, dass, egal wie mystisch, bunt und ausgeschmückt Aivanhovs Fantasievorstellungen weitergehen, sie keinen Bestand haben. Null, denn in der Bibel steht etwas ganz anderes und nur darauf kommt es an. Nur das lebendige Wort zählt, und wenn jemand anfängt, die Bibel umzudeuten und zu verfälschen, wie Aivanhov das in diesem Buch macht, müssen wir aussteigen und diese ganze “geistige Lehre” komplett ablehnen. Sie ist ein Werk des Teufels.86Link zum YouTube-Video “Wie durchschaue ich FALSCHE PROPHETEN im INTERNET und anderswo?”: hier klicken
Der 20. Vers in Hebräer 6 liest sich in den verschiedenen Bibelübersetzungen so:
“wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, der Hoherpriester in Ewigkeit geworden ist nach der Weise Melchisedeks.”
Schlachter 2000 – Hebräer 6,20
“dorthin ist Jesus für uns als Vorläufer hineingegangen, er, der nach der Ordnung Melchisedeks Hohepriester geworden ist auf ewig.”
Einheitsübersetzung 2016 – Hebräer 6,20
“wohin Jesus als Vorläufer für uns hineingegangen ist, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoher Priester in Ewigkeit geworden ist.”
Elberfelder Bibel – Hebräer 6,20
“Dahinein ist Jesus als Vorläufer für uns gegangen, er, der Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.”
Lutherbibel 2017 – Hebräer 6,20
Auf Seite 40 bezieht sich Aivanhov auf zwei Verse aus dem Hebräerbrief, die seiner Meinung nach beweisen sollen, dass Jesus von Melchisedek unterrichtet wurde und im “Orden des Melchisedek” unterhalb von Melchisedek stehen würde. Diesmal muss der arme Paulus herhalten und die okkulten Lügen Aivanhovs über sich ergehen lassen. Das Ziel dieser Unterstellung ist perfide: Jesus soll als ein “Schüler” oder “Adept” dargestellt werden, der erst durch eine fast unbekannte Gestalt wie Melchisedek unterwiesen und befördert werden musste.

“Sicher werden manche Christen schockiert sein und protestieren: »Aber das ist eine Sünde, eine Gotteslästerung. Wenn Jesus vom Orden des Melchisedek wäre, bedeutete das, dass Melchisedek über ihm stünde!« Nun, nicht ich sage das, sondern Paulus. Und wenn die Christen schockiert sein wollen, so ist das ihre Angelegenheit. Mit dem Schockiertsein ist es noch lange nicht zu Ende… so lange nicht, bis sie die Wahrheit akzeptieren werden.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 40
Die Heilige Schrift widerspricht dem jedoch entschieden. Im Hebräerbrief (5,5−6) lesen wir unmissverständlich, wer Jesus eingesetzt hat:
“So hat auch der Christus sich nicht selbst die Würde beigelegt, ein Hoherpriester zu werden, sondern der, welcher zu ihm sprach: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«.”
Schlachter 2000 – Hebräer 5,5 ↗
Gott Vater selbst hat seinen Sohn eingesetzt. Jesus Christus hatte es nicht nötig, von Melchisedek unterrichtet oder in einen Orden aufgenommen zu werden. Er ist Gott von Ewigkeit her.
Ich würde sehr gern sagen, dass Aivanhov die Thematik der genannten Bibelstellen nicht verstanden hat, aber leider ist das Gegenteil der Fall. Aivanhov will mit dieser bewussten Fehlinterpretation der Bibelstellen die Leserschaft von der Kernwahrheit über Jesus Christus wegführen und den Sohn Gottes erbärmlich und schwächlich erscheinen lassen, der es nötig hat, von einer fast unbekannten Gestalt unterrichtet zu werden. Damit erreicht Aivanhov auf jeden Fall eines, nämlich, dass die Leser in Unsicherheit verfallen und Jesus und die absolute Glaubwürdigkeit der Bibel in Frage stellen.
Die Behauptung, Jesus und Melchisedek gehörten einem fiktiven “Orden” an, ist ein esoterischer Versuch, Jesus zu entmachten und ihn in ein menschengemachtes, hierarchisches System zu pressen. Diese bibelferne Darstellung dient nur einem Zweck: Die absolute Glaubwürdigkeit der Bibel zu untergraben und die Leser in geistige Unsicherheit zu stürzen. Als Christen müssen wir diese Falle klar erkennen. Die Quelle solcher Unterstellungen ist der “Vater der Lüge”,87Lesen Sie in Johannes 8,44 selbst nach: hier klicken der versucht, das rettende Werk Jesu Christi durch okkulte Fantasiegebilde zu ersetzen. Wir halten fest: Jesus Christus ist kein Mitglied eines Ordens – Er ist der Herr der Herren!
Wegführen von der Buße und das Verschweigen der Bekehrung
Eine der gefährlichsten Entstellungen in Aivanhovs Lehre ist das systematische Wegführen von der Buße und das Verschweigen der Notwendigkeit einer Bekehrung. Für jeden Christen ist die Buße ein Grundbedürfnis, da sie die lebendige Beziehung zu Jesus Christus erneuert. Aivanhov hingegen ersetzt diese biblische Reinigung und Errettung88Link zum YouTube-Video “Was bedeutet das, Jesus aufnehmen?”: hier klicken durch primitive, fleischlich-okkulte Rituale.
Bei der Buße spricht der Christ mit Jesus über begangene Fehler und Sünden und legt diese offen vor unseren Erlöser. Dieses reuevolle Verhalten hat in den meisten Fällen eine Umkehr und eine Neuorientierung für den Menschen zur Folge. Wir alle wissen, wie hartnäckig bestimmte Dinge in uns festsitzen und oftmals eine eigene Routine gebildet haben. Oft wiederholen wir Fehlverhalten, weil es sich abspielt, wie von einer Schallplatte. Aber mit der Buße können wir in Zusammenarbeit mit Gott eine Umkehr erwirken, wir werden frei von den schädlichen Handlungen.
Buße zu tun, erfordert Mut und vor allem die Fähigkeit, die eigenen Fehler zu sehen und vor Gott zuzugeben. Die angeblichen Schüler, die sich um Aivanhov scharen, sind dazu nicht mehr in der Lage, sie haben diese Fähigkeit verloren. Ihnen wurde suggeriert, dass sie alle göttlichen Eigenschaften und Fähigkeiten bereits in sich haben und sie durch Übungen nur noch zu aktivieren brauchen. Diese Menschen glauben, dass sie nur vergessen haben, wer und was sie in Wirklichkeit sind, nämlich Götter, die irgendwann auf der “Neuen Erde” leben werden und ins “Goldene Zeitalter” berufen sind.
Wer sich jedoch einbildet, bereits vollkommen oder gar gottgleich zu sein, verliert die Notwendigkeit zur Umkehr aus den Augen. Die Folge ist ein Leben unter einer unvorstellbaren Last aus unbereinigter Schuld und Sünde – getarnt durch eine Maske spiritueller Überlegenheit.
Die Anmaßung Gott gegenüber, zu behaupten, man sei selbst wie Gott und könne durch bewusste Arbeit an sich selbst, durch Transformation, durch intensive Reinigung und Harmonisierung seines ganzen Organismus in dieses Gottbewusstsein erwachen, basiert unter anderem auf einer eindeutigen Fehldeutung der Bibelstelle “Ihr seid Götter” im Psalm 82. Diese Irrlehre wird von Aivanhov z. B. in den “Gedanken für den Tag” am 9. Juni 2003, am 4. Oktober 2007, am 29. Januar 2011, am 3. März 2018, am 18. April 2025 und am 13. Januar 2026 verbreitet.
Keiner dieser Menschen tut Buße, so wie Gott das von uns Menschen fordert. Warum auch, denn Aivanhov behandelt die Buße nur in einem Buch aus einer Auswahl von mehr als 100 Büchern, die von ihm erschienen sind, und dort auch nur auf drei armseligen Doppelseiten. Schlimmer noch, die Buße wird zwar angesprochen, es gibt aber keinerlei Anleitung zur Buße und der Text ist durchseucht mit okkulten Lügen, die alles wieder dermaßen entstellen, dass es für einen Christen unmöglich ist, sich länger mit diesen Texten auseinanderzusetzen.
Jeremia 23 im Alten Testament hat ab Vers 9 die Überschrift “Gottes Gericht über die Lügenpropheten“89Lese das ganze Kapitel auf bibleserver.com: hier klicken. Dieses Kapitel kann man als Anleitung lesen, wie man falsche Propheten und Lügengeister erkennen kann. In Vers 22 lesen wir:
“Hätten sie in meinem Rat gestanden, so würden sie meinem Volk meine Worte verkündigen und sie abbringen von ihrem bösen Weg und von ihren schlimmen Taten!”
Schlachter 2000 – Jeremia 23,22 ↗
“Hätten sie in meinem Rat gestanden…“
Hätte Aivanhov die geistige Tiefe und die Nähe zu Jesus, die er vorgibt zu haben, würde er durch den Heiligen Geist geleitet werden und es wäre ihm unmöglich, einen solchen Schwachsinn von sich zu geben, wie in all seinen Büchern zu lesen ist. Aivanhov dreht viele Anleitungen aus der Bibel einfach um und deutet die meisten Situationen absichtlich falsch, wie wir bisher gesehen haben. Aivanhov steht ganz sicher nicht im Rat Gottes, d. h. er wird nicht vom göttlichen Geist geleitet.
“…so würden sie meinem Volk meine Worte verkündigen…“
Aivanhov verkündigt nicht die Worte Gottes, er zweifelt sie ganz direkt und ohne Scham an. Nur eine kleine Auswahl davon habe ich in dieser Rezension besprochen. Er bestreitet die absolute Göttlichkeit Jesu Christi, leugnet seinen Tod und seine leibliche Auferstehung und setzt ihn in seiner Lügenhierarchie unterhalb von Melchisedek an. Als Sohn Gottes ist Jesus der eingeborene Gott auf dieser Welt, der keinen Stellvertreter braucht. Als Sohn Gottes hat Jesus alleine die Macht und Herrschaft auf dieser Welt, nicht der Priester Melchisedek. Aivanhov verkündigt nicht die Worte Gottes.
“…und sie abbringen von ihrem bösen Weg und von ihren schlimmen Taten.“
Das ist der Aufruf zur Buße und zur Umkehr, hin zu unserem Gott und Vater, der uns alles vergibt und uns wieder in sein Haus aufnimmt, wenn wir fähig zur Buße sind. Nichts davon ist bei Aivanhov zu lesen, es gibt keine Anleitung, keine Auseinandersetzung, keinen Aufruf zur Buße, nichts. Das ist ein Verbrechen, denn all seine hochmütigen und stolzen “Schüler” werden mit leeren Händen bei Gericht erscheinen und mit unvorstellbaren Lasten der Schuld und der Sünde beladen sein. Keine schöne Vorstellung.
Die Buße ist die ganz bewusste Hinwendung zu Gott, um seine Schuld, seine Last loszuwerden. Das ist auch eine Methode, um sich ständig mit Gott zu fühlen, der das individuelle Leben ausfüllt und dadurch erst sinnvoll macht. Dazu gehört neben Mut auch ein gewisses Maß an Demut. Die Demut gestattet es, unsere Fehler einzusehen und sie dann reuevoll Gott zu übergeben. Bei Aivanhov ist man über dieses Ärgernis aber schon darüber hinaus, man ist Herr und Meister über sich selbst und muss nur vor seine eigenen Zellen treten, um diese zu speisen. In Kapitel 3 auf Seite 42 sagt er:
“Jeder Mann und jede Frau müssen Priester, Opferpriester, werden, und sich jeden Tag vor all ihren Zellen zeigen, um ihnen Brot und Wein, Liebe und Weisheit zu geben.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 42
Das ist die spirituelle Arroganz der Selbstvergottung, vor der ich ausdrücklich warnen will. Als “Schüler” Aivanhovs muss man sich nicht mehr vor Gott, vor Jesus zeigen und sich klein und demütig machen, nein, man zeigt sich als König und Priester vor seinen eigenen Zellen und gibt ihnen ihr Lebenselixier. Die “Schüler” der Einweihungslehre sind bereits in der Lage, Leben eigenständig zu erhalten und mit den notwendigen Materialien zu versorgen, wohingegen ein einfacher Christ sich mühsam an einen Gott klammern und um die lebenswichtige Nahrung flehen muss. Warnung vor der Irrlehre Aivanhovs!
Aivanhovs Methode führt weg vom Kreuz und hin zur Selbstverehrung. Wer sich selbst zum Priester seiner eigenen Zellen erhebt, verleugnet die Einzigartigkeit des Opfers Jesu Christi. Diese Form der Einweihungslehre ist nichts anderes als der alte Versuch der Schlange, den Menschen einzureden: „Ihr werdet sein wie Gott.“ Bleiben Sie wachsam und suchen Sie die Vergebung dort, wo sie wirklich zu finden ist: allein bei Jesus Christus.
Phantastereien über Jesu “verlorene Jahre” und mehr
In den letzten Absätzen des ersten Teils von Kapitel 3, die Seiten 42–45, begegnet uns das, was in der Psychologie oft als “Wortsalat“90Link zum YouTube-Video “Narzissmus & Wortsalat – Narzissmus & indirekte Kommunikation “Wortsalat””: hier klicken bezeichnet wird. Kurz gesagt, handelt es sich um eine rhetorische Taktik, bei der der Leser mit einer Flut an Informationen und brisanten Themen überschüttet wird, um Verwirrung zu stiften und kritische Rückfragen durch Ermüdung zu verhindern.
Die Taktik hinter diesem „Wortsalat“ ist die bewusste Vernebelung. Während die Bibel uns zu einer klaren Entscheidung für Jesus Christus aufruft, führt Aivanhov seine Leser in ein Labyrinth aus Legenden, okkulten Theorien und angeblichen Geheimnissen. Als Christen sollten wir uns nicht von solch „altweiberhaften Fabeln“,91Lesen Sie in 1.Timotheus 4,7 selbst nach: hier klicken wie die Bibel sie nennt, verwirren lassen. Unser Glaube gründet sich nicht auf verborgene Indienreisen oder fiktive Königreiche, sondern auf das vollbrachte Werk Jesu Christi am Kreuz von Golgatha. Er ist das Licht der Welt – und in Ihm gibt es keine Finsternis und keine unnötigen Geheimnisse.
Dieser brisante Textabschnitt läuft im Buch über vier Seiten in 86 Zeilen mit 494 Wörtern. Hier schafft Aivanhov es, acht brisante Themen anzuschneiden, die jedes für sich betrachtet, hochgradige okkulte Irrlehren und Irreführungen darstellen, die sich in diesem kurzen Textabschnitt überlappen. Diese Taktik kann bei Aivanhov oft beobachtet werden: Er suggeriert dem Leser, dass es noch unendlich viel tieferes Wissen gäbe, für das die Zeit aber „noch nicht reif“ sei. Damit hält er seine Schüler in einer künstlichen Unreife gefangen – sie fühlen sich zwar privilegiert, zu den „Eingeweihten“ zu gehören, bleiben aber in ständiger Abhängigkeit von ihrem „Meister“.
Dieses krankhafte Vorgaukeln einer Persönlichkeit, die Aivanhov nie war, gipfelte kurz vor seinem Tod, als er behauptete, einer der vielen Götter Indiens gewesen zu sein, der eine der Heiligen Schriften verfasst hatte.92Diese Tatsache möchte ich auch als Argument gelten lassen, dass Aivanhov nie für Gott und Jesus spricht, sondern den Heidenkult lehrt. Siehe 1. Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
Aivanhov verwickelt den Leser auf den Seiten 42–45 in diese Themen:
- Die “verlorenen Jahre” Jesu Christi, von seinem 12. bis zu seinem 30. Lebensjahr
- Das Königreich des Melchisedek
- Das “Land der Lebendigen” aus Psalm 116,9
- Das Land Agartha in der Innererde
- Das Königreich des Priesters Johannes93Interessante Diplomarbeit “Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?”: hier klicken
- Die okkulte Einweihung der Schüler in die letzten Grade
- Die Herabwürdigung Christis durch blühende okkulte Phantasie und absichtliche Fehlinterpretation von Bibelstellen aus der Offenbarung
- Die Vermischung von Religionen über die Person “Markandeya”, einer fiktiven und angeblich unsterblichen Person aus dem Hinduismus, die auch Melchisedek sein soll.
Ich möchte ein paar dieser Punkte kurz beleuchten und aus bibeltreuer Sicht Erklärungen dazu geben.
Die “verlorenen Jahre”, auch die “stillen Jahre” Jesu Christi genannt, von seinem 12. bis ca. 30. Lebensjahr
“Die achtzehn Jahre zwischen seinem zwölften und seinem dreißigsten Lebensjahr, die in den Evangelien nicht erwähnt werden, verbrachte Jesus im Königreich des Melchisedek…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 42
Ein Kernstück dieser Phantastereien ist die Behauptung, Jesus habe in seinen jungen Jahren Indien bereist oder sei in einem unerreichbaren Königreich untergetaucht, um dort von Meistern unterwiesen zu werden. Aivanhov nutzt hier das populäre, aber völlig unbiblische Narrativ der „verlorenen Jahre“ Jesu.
Es ist sehr leicht herauszufinden, dass die Evangelien mit Lukas im 2. Kapitel mit Vers 41–52 die letzte Beschreibung des jungen Jesus abliefern. Dieser letzte Abschnitt im 2. Kapitel trägt die Überschrift “Der zwölfjährige Jesus im Tempel” und erzählt von der Begebenheit, dass seine Familie das jährliche Passahfest in Jerusalem gefeiert hat. Bei der Heimreise nach Nazareth wurde bemerkt, dass Jesus fehlte. Die Familie suchte ihn und fand ihn erst drei Tage später im Jerusalemer Tempel, bei den Lehrern sitzend, wie er ihnen zuhörte und sie befragte. Anschließend fuhren alle gemeinsam nach Hause.
Die Bibel erzählt dann im 3. Kapitel von der Verkündigung des Johannes und im nächsten Abschnitt von der Taufe Jesu Christi und dem Empfang des Heiligen Geistes. Hier tut sich aber eine Lücke der Geschichtsschreibung von ungefähr 18 Jahren auf. Okkultisten füllen diese Lücke mit ihren eigenen Versionen und begeben sich damit auf sehr dünnes Eis. Allgemein bekannt ist die Theorie, dass Jesus in Indien gewesen sein soll. Aivanhov berichtet von dieser Legende ausführlich in Band 240 “Söhne und Töchter Gottes”, nur schweigt er sich im vorliegenden Band darüber aus und erzählt uns, dass Jesus angeblich im “Königreich des Melchisedek” gewesen sein soll.
Die Bibel gibt uns nur sehr wenige Informationen, die einen Hinweis darstellen können, wo sich Jesus während diesen Jahren aufgehalten hat. Was wir von vornherein ausschließen können, ist ein Aufenthalt in Indien oder einem anderen Land, denn das hätte Aufsehen erregt und wäre in den Evangelien berücksichtigt worden. Allein die Bibelstelle Lukas 2,52 verrät uns, was er während diesen “stillen Jahren” getan hat:
“Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gnade bei Gott und den Menschen.”
Schlachter 2000 – Lukas 2,52 ↗
Im Markusevangelium Kapitel 6 können wir herauslesen, wo Jesus während der “stillen Jahre” gewesen ist:
“Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria, der Bruder von Jakobus und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm.”
Schlachter 2000 – Markus 6,3 ↗
Hätte Jesus eine solch lange Zeit wie 18 Jahre in der Ortschaft gefehlt, würde die Frage in Markus 6,3 sicher ganz anderes formuliert sein. “Ist dieser nicht der Zimmermann, der lange Zeit auf Wanderschaft war, der Sohn der Maria,…” oder “Ist dieser nicht der Herumtreiber, der sich von der Arbeit gedrückt hat und lange Zeit im Ausland war, der Sohn der Maria,…”. Aber sie fragen nur, ob es der Zimmermann sei, der Sohn der Maria. Und damit muss alle Spekulation aufhören und wir dürfen nur das herauslesen, was uns die Bibel in die Hand gibt. Jesus blieb an Ort und Stelle, wuchs ganz normal auf, lernte den Beruf seines Vaters, Zimmermann, und fand Weisheit und die Gnade Gottes.
Die Bibel warnt sehr deutlich vor Hinzufügungen zum Text, und ich will das an dieser Stelle auch tun. Es ist uns verboten, eigene Dichtungen und Versionen in Umlauf zu bringen, die nichts mit der Wahrheit zu tun haben und nicht belegbar sind. Das Argument, dass diese Warnung nur für das Buch der Offenbarung Gültigkeit hat, kann ich nicht gelten lassen, denn sonst wäre die Heilige Schrift eines der unglaubwürdigsten Bücher auf dieser Welt. Im erweiterten Kontext darf man natürlich keinem der Bibeltexte etwas hinzufügen oder wegnehmen.
“Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 22,18−19 ↗
Lassen Sie sich nicht täuschen: Es gibt keine einzige seriöse historische oder biblische Quelle, die eine solche Reise belegt. Die Bibel schweigt über diese Jahre nicht aus Unwissenheit, sondern weil Jesus in Nazareth ein einfaches, gehorsames Leben führte, bis sein öffentlicher Dienst begann. Die Vorstellung, der Sohn Gottes hätte es nötig gehabt, Weisheit bei fernöstlichen Meistern zu suchen, ist eine Beleidigung seiner göttlichen Natur. Dass Aivanhov vorgibt, Jesus über alles zu lieben aber seiner Anhängerschaft solche Geschichten auftischt, beantwortet eine Menge peinlicher Fragen.
Das Königreich des Melchisedek
Unter dieser Überschrift finden wir eine Vermischung aus mehreren okkulten Legenden an geradezu mystischen Schauplätzen. Aivanhov sagt auf Seite 42, dass Jesus während der 18 stillen Jahre studierend und arbeitend im “Königreich des Melchisedek” gewesen sei. Dort habe er auch “die Einweihung” empfangen. Scheinbar kennen alle Religionen dieses “Königreich des Melchisedek” und legen es an einen für die Menschen unerreichbaren Ort. Dieser unerreichbare Ort wird “Die Erde der Unsterblichen” oder “Die Erde der Lebendigen” genannt.
Weiterhin behauptet Aivanhov auf Seite 43, dass “Die Erde der Lebendigen” das Land “Agartha” in der inneren Erde sei, und es auch unter dem Namen “Das Königreich des Priesters Johannes” bekannt sei. Dieses besagte “Königreich des Priesters Johannes” sei das “Königreich des Melchisedek”. Nur ein paar wenige Eingeweihte, die mit ihm in Verbindung stehen, würden es kennen.
“Man nennt diesen Ort auch Agartha oder das Königreich des Priesters Johannes. Dieses Reich ist das Königreich des Melchisedek, aber es ist nur bestimmten Eingeweihten bekannt, die mit ihm in Verbindung stehen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 43
Wir müssen die Aussagen Aivanhovs auf wahre und belegbare Elemente prüfen, und das gelingt uns natürlich nur mit der Bibel. Wie wir weiter oben schon gesehen haben, war Melchisedek der König von Salem. Er wird im Alten Testament in 1. Mose 14,18 und im Neuen Testament in Hebräer 7,1 als König von Salem beschrieben. Salem ist hier die ältere Form von Jerusalem.

Das ganze Königreich von Melchisedek war vermutlich sehr klein. Archäologische Untersuchungen haben ergeben, dass die Stadt Salem ungefähr vier bis fünf Hektar Fläche maß und zwischen 500 und 1000 Menschen innerhalb der Stadtmauern Platz gab.94Link zum Artikel “Chapter 16 – Salem, Jebus, Jerusalem (2000−1000 BC)”: hier klicken95Link zum Gemini-Chat „Ausmaße von Melchisedeks Königreich Salem“: hier klicken
Das ist alles, was uns an belegbaren Fakten aus der Bibel und den Historikern für das Königreich des Melchisedek zur Verfügung steht.
© Leen Ritmeyer / Ritmeyer Archaeological Design
Laut Aivanhov wird das Königreich des Melchisedek an einen unerreichbaren Ort verlegt, in “Die Erde der Unsterblichen” oder “Die Erde der Lebendigen”. Hier bezieht sich Aivanhov auf Psalm 116. “Die Erde der Lebendigen” wird von ihm “Agartha” genannt, oder auch “Das Königreich des Priesters Johannes”. “Agartha” ist laut einer detaillierten Beschreibung Aivanhovs aus seinem Buch “Der Wassermann und das goldene Zeitalter” ein riesiges unterirdisches Reich, das von hochentwickelten Menschen bewohnt ist, die sich in der Regierungsform der “Synarchie” bewegen. Das ist wichtig zu wissen, denn mit dem Begriff “Synarchie” können wir weitere Kreise des hochspekulativen und gefährlichen Okkultismus schließen.
Wenn wir hier eine kurze Zusammenfassung erstellen, können wir sagen, dass sich Jesus laut Aivanhov während der 18 Jahre, in der die Bibel nichts über ihn berichtet, in der inneren Erde, in einem unentdeckten und unerreichbaren Land namens “Agartha” aufgehalten hat. Scheinbar ist dieses Land in der Bibel das “Land der Lebendigen” aus Psalm 116. Gleichzeitig soll dieses Land auch “Das Königreich des Priesters Johannes” sein.
Schade nur, dass Aivanhovs Rechnung nicht aufgeht, denn selbst in den verworrenen und erdichteten esoterischen “Überlieferungen” sind die aufgeführten Länder eigenständige Bereiche und überlappen sich nicht.
- Das Königreich Melchisedeks bestand in der sogenannten “Mittleren Bronzezeit” und kann auf ca. 2000–1800 v. Chr. datiert werden. Es gibt keinerlei biblische Belege oder auch nur Hinweise, dass Melchisedeks Königreich über diese Zeit hinaus Bestand hatte oder in eine “feinstoffliche” oder “ätherische Ebene” verlegt worden wäre und immer noch im Unsichtbaren existiert.
- Das Land Agartha ist kein Land im inneren der Erde, sondern die Ausgeburt einer blühenden Fantasie von französischen/polnischen Okkultisten, die auf sich aufmerksam machen wollten, um ihren Namen in die Liste der großen Mystiker und Entdecker einreihen zu können. Zu nennen sind Louis Jacolliot, Alexandre Saint-Yves d’Alveydre und Ferdinand Ossendowski. Niemand, kein einziger Mensch, hat Agartha jemals betreten oder wird es jemals betreten können, weil es reine Fantasie ist.
- Das Königreich des Priesters Johannes ist das Ergebnis einer Verwechslung und aufeinander aufbauenden Lügengeschichten. Ursprung soll der Patriarch Johannes von Indien gewesen sein, der im Jahr 1122 bei einer Audienz bei Calixt II in Rom von seinem Heimatland erzählte. Später berichtete Otto von Freising96Link zum Wikipedia-Artikel “Otto von Freising”: hier klicken in seiner “Geschichte der zwei Staaten” über einen legendären und äußerst geheimnisvollen Johannes, ein König und Priester. Wie Agartha wurde dieses Königreich von vielen Menschen gesucht, aber nie gefunden.
- Das Land der Lebendigen aus Psalm 116 bezieht sich auf ein Leben auf dieser Welt nach der Bedrohung durch den Tod des Autors des Psalms. Er wurde von Gott aus der Gefahr des Todes gerettet und bringt seine Dankbarkeit zum Ausdruck. In der Offenbarung 21, Vers 3 und 4 wird auf ein ewiges Leben mit Gott hingewiesen, also die Gemeinde, die von Jesus in den Himmel entrückt wird. Es gibt in der ganzen Bibel keinerlei Hinweise, dass das “Land der Lebendigen” irgendetwas mit Melchisedek, Agartha oder dem Priesterkönig Johannes zu tun haben könnte.
Mit der Vermischung der oben aufgezählten esoterischen Märchen, beweist Aivanhov eines: dass der Phantasie eines selbsternannten “geistigen Meisters” und offensichtlichen Lügners keine Grenzen gesetzt sind. Ein großes Augenmerk, gerade für die Menschen, die sich als seine “Schüler” betrachten, muss sein, dass hier deutlich wird, dass Aivanhov nicht auf Dinge zurückgreifen kann, die ausschließlich von ihm selbst kreiert und geschaffen sind. Im geistlichen Bereich hat Aivanhov nichts vorzuweisen. Aivanhov missbraucht die Bibel und nutzt Schriften aus der Esoterik, um den Menschen vorzumachen, er würde eine “Einweihungslehre” und eine “Einweihungswissenschaft” bringen, tatsächlich aber sind diese “Überlieferungen”, auf die er sich stützt, bei genauerem Hinsehen, uralte Kamellen von nicht ernstzunehmenden Träumern und mittlerweile oftmals schon widerlegte Theorien.
Das Land der Lebendigen
“…genannt »die Erde der Unsterblichen« oder »die Erde der Lebendigen«, wie es in dem Psalm heißt: »Ich werde wandeln vor dem Herrn, im Lande der Lebendigen.« (Ps 116, 9)…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 43
In den wenigen Zeilen auf Seite 43, die “Das Land der Lebendigen” aus Psalm 116 behandeln, geschieht eine massive Verzerrung der biblischen Texte. Um klar zu sehen, müssen wir zuerst den Psalm selbst verstehen:
Psalm 116 ist ein sogenannter Hallel-Psalm, d. h. ein Dank- oder Lobpsalm. Hallel heißt “loben” und kommt auch im Wort “Halleluja” vor, also “Lobt den Herrn”. Hallel-Psalmen sind die Psalmen 113–118. Die Hallel-Psalmen wurden beim Passahfest97Link zum Wikipedia-Artikel “Pessach”: hier klicken, beim Laubhüttenfest98Link zum Wikipedia-Artikel “Sukkot”: hier klicken und beim Pfingstfest99Link zum Wikipedia-Artikel “Schawuot”: hier klicken gesungen. Als Matthäus in Kapitel 26, Vers 30 sagt “Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.”, können wir davon ausgehen, dass Jesus mit seinen Jüngern die Hallel-Psalmen gesungen hat, also auch den Psalm 116.
Der Psalmist, der unbekannte Beter dieses Psalms, war dem Tode nahe und in größter Furcht. Hier ging es nicht um eine kleine Unannehmlichkeit oder ein Wehwehchen, hier fand eine körperliche, eine existenzielle Bedrohung von außen statt, über die der Beter keinerlei Kontrolle mehr hatte. Ihm wurde schlagartig klar, dass nur Gott in der Lage ist, Hilfe und eine Lösung in diese Situation zu bringen. Vers 3 und 4 machen das sehr deutlich:
“Die Fesseln des Todes umfingen mich und die Ängste des Totenreichs trafen mich; ich kam in Drangsal und Kummer. Da rief ich den Namen des HERRN an: »Ach, HERR, errette meine Seele!«”
Schlachter 2000 – Psalm 116,3−4
In Vers 5 und 6 geschieht die plötzliche Rettung. Der Herr rettet den Beter durch eine gehörige Portion Gnade und Barmherzigkeit.
“Der HERR ist gnädig und gerecht, ja, unser Gott ist barmherzig. Der HERR behütet die Einfältigen; ich war ganz elend, aber er half mir.”
Schlachter 2000 – Psalm 116,5−6
Vers 7 und 8 sprechen dann von der Verschnaufpause für die Seele:
“Kehre zurück, meine Seele, zu deiner Ruhe, denn der HERR hat dir wohlgetan! Denn du hast meine Seele vom Tod errettet, mein Auge von den Tränen, meinen Fuß vom Fall.”
Schlachter 2000 – Psalm 116,7−8
In Vers 9 wird ausgedrückt, dass der Beter nur knapp dem Tode entkommen und noch am Leben ist. Er ist nicht gestorben, nicht verunglückt oder erschlagen, sondern weilt durch Gottes Hilfe und Gnade weiterhin unter den Menschen.
“Ich werde wandeln vor dem HERRN im Land der Lebendigen.”
Schlachter 2000 – Psalm 116,9
Das “Land der Lebendigen” drückt an dieser Stelle das Gegenteil des “Totenreichs” in Jesaja 38,11 aus und beschreibt ein Leben als Geretteter auf dieser Erde. Erst im erweiterten Kontext und mit der Hilfe des Neuen Testaments wird das “Land der Lebendigen” zur ewigen Gemeinschaft mit Gott, die Vollendung.
Nirgends in den betreffenden Psalmen und Bibelstellen wird Agartha oder ein Königreich eines Priesters Johannes erwähnt, das als “Land der Lebendigen” bezeichnet wird. Nicht in einer einzigen kleinen Stelle wird ein Eingeweihter erwähnt. Es wird in keiner Bibelstelle ein geheimnisvolles Gerücht oder eine Legende erwähnt, die darauf hinweisen könnte, dass es dieses Agartha oder das Königreich des Priesters Johannes, das man anscheinend auch “Das Land der Lebendigen” nennt, gibt. Aivanhov setzt hier eine Irrlehre gigantischen Ausmaßes in die Welt und ich möchte von Herzen davor warnen, auch nur den kleinsten Teil davon als Wahrheit zu akzeptieren, weil wir keinen Beleg aus der Bibel erhalten.
Agartha
Der Name der fiktiven Stadt im inneren der Erde wird von Aivanhov nur einmal im ganzen Buch auf Seite 43 erwähnt. In den esoterischen Zirkeln hat die unterirdische Stadt “Agartha“100Link zum Wikipedia-Artikel “Agartha”: hier klicken einen sehr hohen Stellenwert. Wie wir später noch sehen, steckt im Glauben an die Legende Agartha eine tiefe Sehnsucht des Menschen dahinter, irgendwo auf oder unter der Erde ein verstecktes Paradies zu vermuten, in dem noch alles in Ordnung ist. Die einmalige Verwendung des Namens “Agartha” schwächt aber die Lästerung – eine okkulte Lüge, die aufgebläht und immer wieder stark verändert wurde, als biblische Wahrheit auszugeben – in keiner Weise ab, im Gegenteil.

Anders als das “Königreich des Priesters Johannes” oder “Das Land der Lebendigen” aus Psalm 116, deren Ursprünge viele Jahrhunderte in die Vergangenheit reichen, ist die Legende um “Agartha” noch jung. Die erste Erwähnung finden wir im Buch “Les fils de Dieu“101Link zum Buch “Les fils de Dieu” von Louis Jacolliot bei Amazon: hier klicken auf Deutsch “Die Söhne Gottes” von Louis Jacolliot102Link zum Wikipedia-Artikel “Louis Jacolliot”: hier klicken aus dem Jahr 1873. In seinem Buch berichtet Jacolliot, dass er Zugang zu ca. 15.000 Jahre alten Manuskripten bekam, in denen über eine antike Stadt in Indien mit dem Namen “Asgartha” berichtet wurde, über ihren Aufstieg und ihren Untergang. “Asgartha” soll die Hauptstadt Indiens gewesen sein.
Wichtig zu verstehen ist an dieser Stelle, dass Jacolliot NICHT davon berichtet hat, dass die Stadt unter der Erde gelegen haben soll.
Richtig Öl ins Feuer goss “Alexandre Saint-Yves d’Alveydre“103Link zum Wikipedia-Artikel “Alexandre Saint-Yves d’Alveydre”: hier klicken, der 1886, also über ein Jahrzehnt nach Jacolliots Veröffentlichung, sein Buch “Mission de l’Inde“104Link zum Buch “Das Mysterium von Agartha. Indiens Mission in Europa” von Alexandre Saint-Yves d’Alveydre bei Amazon: hier klicken schrieb und der Brisanz wegen alle gedruckten Exemplare, bis auf zwei, selbst vernichtete. Angeblich machte er sich Sorgen wegen dem heiklen Inhalt, zudem sollen ihn “orientalische Eingeweihte” bei seiner Entscheidung beeinflusst haben. Das Buch wurde 1910 dennoch veröffentlicht, ein Jahr nach d’Alveydres Tod. Herausgeber war “Gérard Analect Vincent Encausse“105Link zum Wikipedia-Artikel “Papus”: hier klicken, der sich “Papus” nannte und d’Alveydres wichtigster Schüler war.

“Alexandre Saint-Yves d’Alveydre ist eine Schlüsselfigur der französischen esoterischen Tradition, die großen Einfluss auf diverse Okkultisten ausübte, darunter Helena Blavatsky und Gerard Encausse alias Papus. Saint-Yves selbst wurde durch Antoine Fabre d´Olivet geprägt. 1886 wurde das vorliegendes Werk „Indiens Mission in Europa“ veröffentlicht. Es gewährt einen Einblick in das mysteriöse Reich von Agart(t)ha, das unter dem Himalaya verborgen, eine fortschrittliche menschliche Gesellschaft beherberge. Saint-Yves bekennt in diesem Werk, dass er die Kenntnisse über Agartha auf telepathischem Wege erlangt habe und als „spontaner Eingeweihter” an keinen Eid der Geheimhaltung gebunden sei.”
Buchbeschreibung bei Amazon ↗
Alexandre Saint-Yves d’Alveydre beschreibt “Agartha” als ein riesiges unterirdisches Netzwerk aus natürlichen und auch künstlich angelegten Höhlen und Kavernen. Die Bewohner von “Agartha” zählen bis in die Millionen, die sich den Lebensraum in den unterirdischen Städten und Galerien friedlich teilen. Alexandre Saint-Yves d’Alveydre war der Meinung, dass “Agartha” ein rein physisch existierendes Reich sei, und nicht, wie spätere Okkultisten das nach ihm behaupteten, ein “feinstoffliches”.
Politisch bedienen sich die Agarther der “Synarchie”, eine strikte Ordnung von oben nach unten, angefangen mit einem Herrscher, Brahmatma, der die absolute Autorität hätte. Der Brahmatma wird als Hohepriester und König zugleich beschrieben und mit “göttlicher Autorität auf Erden”.
Aivanhov gibt diese Legenden und Fantasieerzählungen fast wortgetreu in seinem Buch “Der Wassermann und das goldene Zeitalter” wieder. Aber er wäre ein schlechter Okkultist, wenn er die Märchen von Jacolliot, d’Alveydre und Ossendowski nicht auch nach seinen eigenen Vorstellungen erweitert und aufgebläht hätte – was er natürlich getan hat. Kapitel 8, Teil 5 in diesem Buch liest sich wie ein Märchenroman und genau das ist es. Der Versuch einer Zusammenfassung der abstrusen Behauptungen, was “Agartha” ist und was dort alles vorherrscht und getan wird, scheitert an der schieren Menge an haltlosen Behauptungen Aivanhovs.
- In Agartha entwickelt sich seit Jahrtausenden eine phantastische Kultur (Seite 273)
- Agartha steht mit der Oberfläche durch Öffnungen in Verbindung, z. B. an den Polen, in Südamerika, in der Mongolei, in Tibet – und sogar in FRANKREICH (Seite 273)
- Agartha soll das Land des ewigen Frühlings sein (Seite 273)
- Agartha soll das Land der ewigen Jugend sein (Seite 273)
- Agartha soll das Land des ewigen Glücks sein (Seite 273)
- Agartha soll das Land des heiligen Grals sein (Seite 273)
- Agartha soll Thule sein (Seite 273)
- Agartha soll der Garten der Hesperiden sein (Seite 273).
- Alexandre Saint-Yves d’Alveydre soll ein Eingeweihter gewesen sein (Seite 274)
- Alexandre Saint-Yves d’Alveydre soll die Fähigkeit besessen haben, den Körper zu verlassen (Seite 274)
- Alexandre Saint-Yves d’Alveydre soll körperlos Agartha besucht haben (Seite 274)
- In Agartha soll es Bibliotheken und Archive geben, die mehrere Kilometer lang sind und die gesamte Geschichte der Menschheit enthalten (Seite 274)
- Diese Bibliotheken sind nur weit entwickelten Wesen zugänglich (Seite 274)
- Die Zigeuner kommen ursprünglich aus Agartha, sind von dort vertrieben worden, haben aber ihr Wissen mitgebracht, z. B. das Tarot (Seite 274).
- Die Bewohner Agarthas kamen mit UFOs aus Atlantis und Lemurien (Seite 275)
- In Agartha leben Millionen von Menschen in Wohlstand, in Frieden und Glück (Seite 275)
- Die Bewohner Agarthas sind vor Krankheiten geschützt (Seite 275)
- Die Bewohner Agarthas sind vor dem Altern geschützt (Seite 275)
- Der politische Aufbau Agarthas sei die Synarchie (Seite 275)
- Die Synarchie spiegle die kosmische Ordnung wider (Seite 275)
- Aivanhov hätte viel darüber meditiert und daran gearbeitet, mit Agartha in Verbindung zu treten und bringe nun, in diesem Augenblick, die gleiche Organisationsform wie in Agartha, nämlich die Synarchie (Seite 275 und 276).
- Die Agarther nutzen die Sexualenergie, um zu höheren Wesen, zu Göttern zu werden (Seite 277).
An dieser Stelle beende ich die Aufzählungen und Schilderungen Aivanhovs zu “Agartha”, auch weil sie aus einem anderen Buch Aivanhovs stammen. Bitte beachten Sie aber den letzten Punkt, der in Rot unterlegt ist. Hier muss jedem klar werden, dass Aivanhov antichristlich spricht, denn “zu Göttern werden” ist die zweite Lüge der Schlange (Satan), die in 1. Mose 3,5 sagt:
“Sondern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!”
Luther 2017 – 1. Mose 3,5 ↗
Darum ist die ganze “geistige Lehre” Aivanhovs, die komplette “Einweihungslehre” mitsamt seiner “Einweihungswissenschaft” abzulehnen: weil sie sich selbst widerspricht. Es ist eine gottferne und antichristliche Lehre, von Satan gemacht und für die Menschheit als Prüfung gedacht.
Wir sind hier auf der Erde und es gibt keinen Ort des ewigen Frühlings, der ewigen Jugend und des ewigen Glücks. Hier geht es hart, rau und unmenschlich zu, davon berichtet die Bibel sehr ausführlich. Es gibt keinen Brahmatma, der göttliche Autorität auf Erden besitzt. Dieses ganze Verwirrspiel um irgendwelche Könige, Priester und Meister soll die Menschen von der wahren Hierarchie unseres Gottes wegführen: Vom Vater, vom Sohn und vom Heiligen Geist. Das ist die einzige Hierarchie, die den Menschen zugedacht ist, zu kennen. Und das spiegelt auch die Einfachheit und Genialität unseres lieblichen Vaters wider: dass wir durch Gnade ins Reich Gottes kommen und nicht durch satanische Selbsterhöhung irgendwann nach Tausenden von Inkarnationen.
Das Königreich des Priesters Johannes
Aivanhov verwendet den Begriff “Königreich des Priesters Johannes” auf Seite 43, auf der er beschreibt, dass “Agartha” und “Das Königreich des Priesters Johannes” das “Königreich des Melchisedek” ist.
Das sagenumwobene “Königreich des Priesters Johannes” ist der Beweis, dass man auch mit Lügen, Selbstdarstellung und Täuschung der Menschen eine riesige Geschichte schreiben kann. Eine der treffendsten Beschreibungen des “Königreich des Priesters Johannes” fand ich in der Doku “Im Bann des Priesterkönigs”, die ursprünglich auf Arte gesendet wurde, mittlerweile aber nur noch als Bezahl-Video auf Streaming-Plattformen verfügbar ist. Wer gern in diese Märchenwelt des Lug und Betrugs eintauchen will, sollte sie sich anschauen.106Link zum YouTube-Bezahlvideo “Im Bann des Priesterkönigs”: hier klicken
“Am Anfang stand ein geheimnisvoller Brief eines Priesterkönigs mit dem Namen Johannes, adressiert an den Kaiser von Byzanz und dem Papst zugespielt. Der Beginn eines endlosen Verwirrspiels um die dunkle Identität des Verfassers und seiner Botschaft.”
Doku “Im Bann des Priesterkönigs”, Minute 51
Treffender als das Wort “Verwirrspiel” kann die Legende um das sagenhafte “Königreich des Priesters Johannes” nicht bezeichnet werden. Es ist kein Wunder, dass Aivanhov das Phantom des Priesters Johannes für seine bibelferne Beschreibung der “Einweihungslehre” und “Überlieferungen” nutzt, bieten sich ihm hier ja unendliche Möglichkeiten, eigene Märchen, Übertreibungen und Unwahrheiten einzuflechten. Zur geschichtlichen Tiefenprüfung und Gegenüberstellung von Aivanhovs Thesen empfehle ich nochmals die Diplomarbeit “Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil? – Aspekte der Verortung eines mittelalterlichen Mythos im zeitgenössischen Afrika“107Diplomarbeit „Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?“: hier klicken von Manfred Moitzi.
“Über die genaue Herkunft der Legende des Priesterkönigs Johannes lässt sich trotz der verschiedenen Theorien letztlich nur spekulieren. Für die meisten Menschen des Mittelalters war Indien ein mythisches Land außerhalb ihres Horizonts, in dem sie ihre Hoffnungen und Wünsche verorten konnten.”
Auszug aus “Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?”, Seite 32
Die große Herausstellung der scheinbaren Wichtigkeit des “Königreich des Priesters Johannes” und seine angebliche Lage im “Land der Lebendigen” werden von Aivanhov genutzt, um von der Einfachheit der biblischen Aussagen abzulenken und die Köpfe der “Schüler” mit unnützem Ballast anzufüllen. Aivanhov verpackt seine Märchen psychologisch geschickt als “Überlieferungen” und “Einweihungswissen”. Seit Jahrhunderten suchen Esoteriker, Schatzjäger und Historiker nach gültigen Spuren, Hinweisen und Belegen der Existenz dieses Königreichs und seines Herrschers – vergebens. Wie alle anderen Mythen und Legenden, die Aivanhov seinen Anhängern und Schülern als kostbares überliefertes Wissen verkauft, bleibt auch die Legende um den Priester Johannes für ewig im Dunklen – und damit für einen Christen absolut wert- und bedeutungslos.
Kapitel 3, Teil 2
Die Unfähigkeit, tiefer in das Lebendige Wort Gottes eintauchen zu können
Wie schon in Kapitel 1 “Besuch auf Patmos”, werden wir in Kapitel 3 Zeuge, dass Okkultisten bevorzugt mit dem “Abfall” arbeiten, also mit Material, dass es nicht in die Bibel geschafft hat und auch als Apokryphen nichts taugte. Apokryphen werden als “nicht authentisch, zweifelhaft oder inhaltlich abweichend von der Lehre Gottes” betrachtet. Trotz einer scheinbaren Nähe zu den biblischen Büchern werden sie als “nicht als kanonisch, also göttlich inspiriert” anerkannt108Link zum Wikipedia-Artikel “Apokryphen”: hier klicken.
Die Okkultisten arbeiten oft mit sogenannten “Akten”, wie etwa der Prochoros-Akte. Diese Schriften sind teilweise erst Jahrhunderte nach Christus entstanden, und wie wir in den nächsten Absätzen sehen werden, oftmals nur mündlich weitergegeben worden. Auf genau solche Schriften, auf blühende Phantasie und auf wilde Übertreibungen, Verzerrungen und vielleicht sogar absichtlich mit falschem unchristlichen Inhalt ausgestattet, gründet sich die “Einweihungslehre” der Okkultisten. Für einen Christen sind diese Schriften absolutes No-Go, weil kein Geist und keine Heilsbotschaft vermittelt wird, sondern lediglich Geheimnisse, Mysterien und Unsicherheiten.
Jesus sagt es uns frei heraus, dass er keine “Geheimlehre” gegründet und nichts im Verborgenen geredet hat:
Jesus antwortete ihm: Ich habe öffentlich zu der Welt geredet; ich habe stets in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo die Juden immer zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet.
Schlachter 2000 – Johannes 18,20 ↗
Je weiter sich der Verfasser der okkulten Schrift aus dem Fenster lehnt, je mehr Mystik und Magie, unglaubliche Dinge, Rituale, Beschwörungen und Zauberei, Gebete, Anrufungen und Invokationen diese Schrift enthält und je mehr direkten Bezug der Verfasser zu Bibelstellen einfügt, desto mehr begeisterte Anhänger findet diese Schrift. Bitte denken Sie an dieser Stelle an Helena Blavatski, Rudolf Steiner, Aleister Crowley,109Link zum Wikipedia-Artikel “Aleister Crowley”: hier klicken Simon der Magier,110Link zum Wikipedia-Artikel “Simon Magus”: hier klicken Henry Slade111Link zum Wikipedia-Artikel “Henry Slade”: hier klicken und unzählige andere. All diese Menschen mitsamt ihren Anhängern, Schülern und Studierenden, haben sich selbst disqualifiziert, denn dieser ganze Bereich des Okkultismus ist einem Christen durch Gott selbst verboten.
Verbot von Wahrsagung und Zauberei
“Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Denn wer so etwas tut, ist dem HERRN ein Gräuel, und um solcher Gräuel willen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus ihrem Besitz. Du aber sollst dich ganz an den HERRN, deinen Gott, halten;”
Schlachter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗
Die Leser solcher Schriften und die “Schüler” der “Einweihungsschulen” werden auf einen sehr schmalen Pfad geführt und in die Geheimniskrämerei, die Magie und die Mysterien verführt. Diejenigen, die nicht wach genug sind, finden Gefallen daran und ihr Ego wird maximal aufgeblasen und gepusht. Natürlich, denn wem würde es nicht gefallen, von sich sagen zu können, er könnte einen lebenden Menschen erschaffen? Ja, die “Schüler” des Okkultismus können laut der von Aivanhov erwähnten Schrift “Sefer Jetzirah” oder “Buch der Schöpfung”, das dem armen Abraham angedichtet wird, sog. Golems112Link zum Wikipedia-Artikel “Golem”: hier klicken113Link zum YouTube-Video “Golem – Die Legende vom Menschen (Dokumentarfilm, 2016)”: hier klicken erschaffen.
Der zweite Teil von Kapitel 3 hat im Buch acht Seiten. Er beginnt mit der hypnotischen Wiederholung der Lüge, dass Melchisedek in der Offenbarung zu Johannes gesprochen haben soll. In den nächsten Sätzen demonstriert Aivanhov seine Unkenntnis der Bibel und seine Unfähigkeit, tiefer in das Lebendige Wort Gottes eintauchen zu können. Er sagt:
“Die Leuchter, die um ihn herum aufgestellt sind, bedeuten, dass er alles Wissen besitzt.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 46
Nein, die Leuchter, die um ihn herum aufgestellt sind, bedeuten NICHT, dass er alles Wissen besitzt. Da Jesus der Sohn Gottes ist, der zweite Teil der Heiligen Dreifaltigkeit und damit untrennbar von Gott, hat er schon alles Wissen. Diese Tatsache muss einem Christen nicht extra klargemacht werden. Das muss nur ein Okkultist machen, der den größtmöglichen Effekt über seine “Geheimlehre” herausschlagen, seine Mysterien-Märchen in die Welt setzen und seine “Schüler” mit der maximalen Verwirrung belegen möchte.
Ein erschreckendes Beispiel für Aivanhovs Unfähigkeit, den biblischen Text wahrheitsgemäß auszulegen, zeigt sich bei der Bedeutung der sieben Sterne in der Hand Jesu. Wenn wir in die Bibel schauen, bekommen wir die Antwort direkt geliefert: Die sieben Sterne, die Jesus in seiner rechten Hand hält, sind die sieben Engel der Gemeinden (Offenbarung 1,20).
“Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben goldenen Leuchter ist dies: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden.”
Lutherbibel 2017 – Offenbarung 1,20 ↗
Die sieben Leuchter sind die sieben Gemeinden: Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea.
Gleich im nächsten Satz sagt Aivanhov, dass die sieben Sterne, die diese Person in der Hand hielt, bedeuten, dass er alle Macht besitzt. Auch das ist eine bewusste Lüge, denn, lassen Sie uns bitte kurz überlegen und die Frage stellen, ob es Jesus während seines Erdendaseins jemals um Macht und Wissen gegangen ist? Das Gegenteil ist der Fall: Jesus hat mit all seinen Handlungen, seinen Aussagen und seiner Lehre die “Macht” komplett umdefiniert, denken Sie hier an die Fußwaschung seiner Jünger. Jesus hat Demut gelebt und gelehrt, nicht Macht oder einen Machtanspruch.
Die Okkultisten wollen aber Macht und Wissen erreichen, je mehr desto besser. Sie wollen die Macht über die vier Elemente, die Macht über Menschen, sie wollen Macht ausüben, um Blei in Gold zu verwandeln, sie wollen die Macht, aus Lehm einen Menschen erschaffen zu können und vieles mehr. Und damit haben sie die göttliche Bestimmung des Menschen schon aus den Augen verloren und den Pfad verlassen, der ins Himmelreich führt. Sie wollen so mächtig werden, dass sie sogar Gott, unseren Vater in den Schatten stellen. Hochmut kommt vor dem Fall.
Wäre es Jesus jemals um Macht gegangen, wäre er nicht in einem Stall geboren, sondern in einem Palast. Hätte Jesus jemals einen Machtanspruch geltend machen wollen, hätte er sich nicht kreuzigen lassen, sondern hätte Rom durch seine Heerscharen in einem Atemzug niedergerissen und bis zum letzten Mann vernichtet. Aber Jesus ist am Kreuz gestorben, für Sie und für mich. Die einzige Macht, die ihn dazu befähigte, war die der Demut und der Liebe.
Um das Thema der sieben Sterne abzuschließen, müssen wir also nur wieder in der Bibel weiterlesen und bekommen die Antwort: Die sieben Sterne, die Jesus in seiner rechten Hand hält, sind also die sieben Engel der Gemeinden. Mit Engel sind hier die Vorsteher der Gemeinden, die Leiter oder die Bischöfe gemeint. Das erklärt sich daran, dass Jesus in den Sendschreiben sagt, Johannes solle “dem Engel von Ephesus schreiben”, “dem Engel von Smyrna schreiben”, “dem Engel von Pergamus schreiben” usw. Johannes, ein lebender Mensch, kann keinem Engel schreiben, wie soll so etwas funktionieren. Die Engel sind also die Vorsteher, die Ältesten, die Bischöfe der einzelnen Gemeinden.
Es ist bezeichnend, dass Aivanhov an dieser Stelle nur mit Lügen und okkulten Erfindungen über Jesus sprechen kann, statt die Kraft des Wortes Gottes wirken zu lassen. Dass Jesus die Sterne in der rechten Hand hält, hat für einen Christen nämlich eine gewaltige Bedeutung:
- Göttlicher Schutz:
Es bedeutet vor allem Schutz, denn die Identität und die Existenz der Gemeinden liegen sprichwörtlich in Seiner Hand. Sich von Gott in diesem Maße geborgen zu fühlen, ist für einen Gläubigen ein tiefgreifendes Versprechen. - Souveränität über die Mächte:
Sterne wurden damals oft mit höchsten Instanzen wie Kaisern oder politischen Mächten in Verbindung gebracht. Das Bild zeigt: Jesus hält diese Mächte einfach in seiner Hand. Er steht weit über jedem irdischen System.
Indem Aivanhov diese klaren biblischen Bilder durch esoterische Spekulationen ersetzt, raubt er dem Leser die Gewissheit und den Trost, den das lebendige Wort Gottes bietet. Er führt die Menschen weg von der Hand Jesu und hinein in ein Labyrinth aus wirren und frei erfundenen Behauptungen.
Endlich offenbart: Melchisedek ist der Schöpfer
Ab dem Ende von Seite 46 beginnt erneut die Erniedrigung Jesu Christis durch seine systematische Einordnung unterhalb von Melchisedek. Dabei geht Aivanhov psychologisch wieder sehr geschickt vor. Er nutzt eine Aufzählung der Taten Jesu, um den unaufmerksamen Leser in Sicherheit zu wiegen. Während Jesus scheinbar gelobt wird, rückt er im Gesamtbild der Schöpfung jedoch in die hintere Reihe. Melchisedek wird an die Stelle des Sohnes Gottes gesetzt; Jesus Christus verschwindet in der Senke.
“Wiederholt sagt Melchisedek in der Apokalypse: »Ich bin Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.«”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 47
Diese Erniedrigungen, die von Aivanhov so geschickt nebenbei in die okkulten Lügen und Bibelumdichtungen eingeschoben werden, sind es, vor denen ich warnen will. Aber der zweite Teil des 3. Kapitels hat einen ganz und gar anderen Zweck: Aivanhov enthüllt uns an dieser Stelle im Buch, dass Melchisedek der wahre Schöpfer ist. Melchisedek nimmt endlich den Platz von Jesus Christus ein. Damit zeigt Aivanhov sein wahres Gesicht.
Diese Aussage ist aber eine fundamentale Lüge und eine Umdichtung der Offenbarung. Durch die ständige Wiederholung, dass Johannes in seiner Vision Melchisedek gesehen habe, soll der Leser diese Behauptung als feststehende Tatsache akzeptieren. Aivanhov beginnt den zweiten Teil des Kapitels daher mit der hypnotischen Feststellung: „Die Person, die Johannes gesehen hat […] ist also Melchisedek“. Für die „Schüler“ Aivanhovs steht dies unumstößlich fest, obwohl es jeder biblischen Grundlage entbehrt.
Ich will an dieser Stelle nochmals zum Ausdruck bringen, dass kein einziger Leser in den 16 Jahren meiner Anstellung beim Prosveta Verlag gegen diese Aussage Protest eingelegt hat. Nicht ein Leser hat versucht, den Verlag wegen dieser Umdichtung der Bibel und der Einsetzung Melchisedek gegen Jesus Christus zu kontaktieren. Niemand aus der gesamten Leserschaft wurde auf diesen Missstand aufmerksam.
Der Grund hierfür ist, dass Aivanhov den Leser mit anderen Themen stark verwirrt, bevor er die Aussage macht, dass Melchisedek der Schöpfer von Allem ist. Aivanhov schiebt drei Buchseiten zwischen seine Behauptungen, und das ist wichtig für ihn, denn würde er den Satz von Seite 49…
“»Ich bin Alpha und Omega« bedeutet: Ich bin das WORT, die zweiundzwanzig Elemente, durch die die Welt erschaffen wurde.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 49
…gleich auf Seite 46 sagen, würden die Leser kapieren, was Aivanhov vorhat, nämlich durch Hinzufügungen eine komplette Umdichtung der Offenbarung des Johannes. Wenn wir die zwei Sätze hintereinander lesen, wird klar, was Aivanhov sagen will.
Wiederholt sagt Melchisedek in der Apokalypse: »Ich bin Alpha und Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende«. »Ich bin Alpha und Omega« bedeutet: Ich bin das WORT, die zweiundzwanzig Elemente, durch die die Welt erschaffen wurde.”
Diese Informationen werden auf den Seiten 49 bis 53 bewusst verstreut und nie in einem einzigen, klaren Satz zusammengefasst. Aivanhov treibt hier ein gefährliches Spiel mit der Wahrnehmung seiner Leser. Er nutzt psychologische Manipulation, um die biblische Hierarchie zu stürzen, Melchisedek an die Spitze der Schöpfung zu setzen und die Offenbarung des Johannes ins Unkenntliche zu verzerren. Das ist psychologische Manipulation auf höchster Ebene.
Manisch Gott hassen
Ein wiederkehrendes Merkmal in Aivanhovs Werk ist der Versuch, biblische Begriffe zu kapern und sie durch okkulte Einflüsse zu verzerren. Er beruft sich auf die Bibel, um Glaubwürdigkeit zu gewinnen, während er gleichzeitig ihren tiefen Sinn ins Gegenteil verkehrt. Ich habe auch dargestellt, dass Okkultisten den tiefen Sinn der Bibel und die resultierende Führung für unser Leben durch Gott und Jesus Christus, nicht verstehen. Einen weiteren kleinen Beweis im zweiten Teil in Kapitel 3 bekommen wir auf Seite 52, wo Aivanhov Magier nicht nur rehabilitiert, sondern sie als schöpferisches Ideal darstellt:
“Was ist ein Magier? Ein Magier ist ein schöpferischer Mensch, der zunächst das Wissen besitzt, aber auch die Liebe, um diesem Wissen Leben zu verleihen.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 3, Seite 52
Ich erlaube mir, über Magier eine etwas andere Meinung zu haben, als Aivanhov. Ich halte Magier für Dummköpfe. Ich halte Magier sogar für ausgesprochen anmaßende Dummköpfe, denn sie übertreten zum einen das Gesetz, dass Gott uns in 5. Mose 18, 10–13114Lese in 5. Mose 18,10−13 selbst nach: hier klicken gegeben hat. Zum anderen fordern sie Gott direkt heraus, indem sie der Meinung sind, sie könnten durch Magie wohltuende Impulse in die Umwelt geben. Auf Seite 52 lesen wir: “…ruft es Wirkungen in der ganzen Welt, in der gesamten Schöpfung, in der sichtbaren und in der unsichtbaren Welt hervor, und setzt Menschen, Engel, Erzengel, Geistwesen und Elemente in Bewegung.”
Wer jedoch versucht, durch Zaubersprüche oder Rituale Einfluss auf die unsichtbare Welt oder das Leben seiner Mitmenschen zu nehmen, verletzt jede von Gott gesetzte Grenze. Magie ist im Kern eine manipulative Taktik, die den Nächsten nicht als freies Wesen mit eigenen Rechten achtet, sondern ihn als „schadhaft“ betrachtet und korrigierend eingreifen will. Dies ist ein Akt geistiger Anmaßung und Stolz.
Aivanhov präsentiert uns diese kleine Eskapade mit dem Magier auf Seite 52 völlig ungeniert. Der Leser muss sich selbst fragen, ob er persönlich in der Lage wäre, trotz Kenntnis von 5. Mose 18,10−13, so zu leben und so zu handeln. Bei einem normalen Menschen wäre ein permanenter innerer Widerspruch das Ergebnis mit pausenlosem bewusstem sündigen, hadern und bereuen. Den Geisteszustand von solch einem Menschen will ich mir nicht vorstellen müssen. Die Okkultisten können das aber, und damit will ich auf den Punkt kommen.
Die Entlarvung des “Meisters”
Was sagt
- eine ständige Übertretung der göttlichen Gesetze,
- die Leugnung des Opfertodes Jesu am Kreuz
- eine massive Abwertung und Erniedrigung von Jesus Christus,115Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken
- das Heranziehen von okkulten Texten,
- das Lehren von magischen Ritualen,
- das Wegführen von Bekehrung und Wiedergeburt usw.,
über einen Menschen aus, der sich selbst als “geistiger Meister” und “Eingeweihter” darstellt?

Die Antwort ist bei genauer Betrachtung unausweichlich: Dieser Mensch kann kein “geistiger Meister” und kein “Eingeweihter” sein und kann keine direkte Verbindung zu Gott, zu Jesus Christus und in das Himmelreich haben, sondern muss wegen den direkten Anfeindungen, Abwertungen und Erniedrigungen Jesu Christi und den Umdichtungen der Bibel, seine Informationen von einer gegenteiligen Stelle beziehen.
Wer sich selbst “Meister” nennt, obwohl Jesus das explizit verboten hat,116Lese in Matthäus 23,8 selbst nach: hier klicken wer den Tod Jesu am Kreuz leugnet, wer den “Heiligen Gral” als ewiges Symbol für seine “Schüler” benennt, wer auf bewusst inszenierte Lügengeschichten wie die Legende um “Agartha” oder das “Königreich des Priesters Johannes” aufspringt und diese Lügen Kraft seiner Stellung als “geistiger Meister” seinen “Schülern” als absolute Wahrheit verkauft, ist ein Verführer der Menschen117Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes Verführer“: hier klicken und handelt im Auftrag der Finsternis.
Das Ziel Aivanhovs und der vielen anderen Okkultisten, Gurus und Meistern ist es, die Menschen von der Einfachheit und Errettung durch Gott wegzuführen. Sie gebrauchen dazu teils uralte okkulte Methoden, um die Menschen zu täuschen und ihnen weißzumachen, sie könnten so sein wie Gott, wenn sie nur lange genug an sich selbst arbeiten. Auf diesen Pfeilern ruht die “geistige Lehre” Aivanhovs und muss aus christlicher und biblischer Sicht radikal abgelehnt werden. Die Erlösung und die Ewigkeit an der Seite Gottes ist für jeden Menschen nur ein Gebet entfernt. Erfahren Sie hier mehr.
Kapitel 4: Briefe an die Gemeinden von Ephesus und Smyrna
Eine Statistik, die die Augen öffnet
Das vierte Kapitel läuft über 14 Seiten, beginnend auf Seite 55 bis zur Seite 68. Von den insgesamt 2129 für dieses Kapitel verwendeten Wörtern behandeln 629 die Briefe an die Gemeinden118Link zum Wikipedia-Artikel “Sieben Sendschreiben”: hier klicken in Ephesus119Link zum Wikipedia-Artikel “Ephesos”: hier klicken und Smyrna, das sind 29,5%. Es wird also weniger als ein Drittel der Textmenge für die Aussage der Überschrift verwendet. Von den 629 verwendeten Wörtern für das Thema des Kapitels, wurden 297 Wörter für das Zitat des Bibelverses aufgebraucht, es bleiben also noch 332 Wörter übrig, die Aivanhov mit eigenen Ausführungen dem Thema widmete, knapp 16% vom Gesamtinhalt des Kapitels.
Der Großteil des Kapitels wird mit okkulten und suspekten Erklärungen verbracht, wie man die angeblichen Bilder, die im Text der Sendschreiben120Link zum Artikel “Bibellese – kurze Erläuterungen zu Offenbarung 2”: hier klicken der Offenbarung enthalten sind, entziffern und verstehen kann. Es gibt eine Top 5‑Liste der häufigsten Wörter. Diese sind:
- nicht (17x)
- Mars (15x)
- Venus (13x)
- Liebe (12x)
- Lebens (12x)
Es wäre zu schön gewesen, wenn Aivanhov hier Wörter verwendet hätte, die zum Text und zum Thema passen, aber dem ist nicht so. Texte, die so eine Tiefe und Bedeutung für die Menschheit haben, wie die Briefe an die Gemeinden in der Offenbarung des Johannes, sollten Wörter und Wortwiederholungen verwenden wie:
- Evangelium (0x)
- Jesus (0x)
- Johannes (0x)
- Bibel (0x) und
- Offenbarung (0x)
Nach diesen Wörtern sucht man aber vergeblich. Aivanhov widmet sich im vierten Kapitel fast ausschließlich seinen okkulten und antichristlichen Ausführungen, mit welchem Wissen und mit welchem Einsatz die “Schüler” und “Adepten” fähig werden, solch komplizierte Texte wie die Offenbarung des Johannes121Link zum Artikel “Einführung in die sieben Sendschreiben – Offenbarung 2 und 3”: hier klicken122Link zum Artikel “Die Offenbarung Jesu Christi”: hier klicken zu verstehen. Wie der Leser erfährt, heißt das Handwerkszeug dazu:
- Höhere und niedere Natur
- feinstoffliche Körper
- Tierkreiszeichen
- Astrologie und
- Kabbala.
Aivanhov nutzt die biblischen Sendschreiben lediglich als Aufhänger, um sein Handwerkszeug aus Astrologie, Kabbala und der Lehre von den „feinstofflichen Körpern“ zu präsentieren – allesamt Praktiken, die der Bibel zufolge (5. Mose 18,10–13) Gott ein Gräuel sind.
Die Gliederung der Sendschreiben
Müsste man Aivanhovs Beschreibung der ersten beiden Sendschreiben an die Gemeinden Ephesus und Smyrna benoten, käme eine glatte 6 heraus. Thema verfehlt. Aivanhov stürzt sich nach seiner mehr als dürftigen Beschreibung der Gliederung sofort auf seine okkulte Deutung der Schreiben. Diese Deutung hat nichts mit der biblischen Aussage zu tun, sondern geht im Gegenteil in eine grobe Gotteslästerung über, weil Aivanhov den Leser in Bereiche verstrickt, die, wie oben erwähnt, einem Christen in 5.Mose 18 verboten werden.
Die Gliederung der einzelnen Sendschreiben, die Aivanhov gibt, ist nicht nur unvollständig, sie ist aus den Augen der Leser, die sich öfter mit der Bibel befassen oder einen theologischen Hintergrund haben, sogar absichtlich so formuliert, dass der Urheber und Überbringer der Sendschreiben unerwähnt bleibt. Der Name Jesus Christus kommt im Text des 4. Kapitels kein einziges Mal vor. Deshalb müssen wir Satz für Satz und Wort für Wort prüfen.
- Empfänger
- Absender und Zusatz
- Lob (außer Laodicea und Sardes)
- Tadel (außer bei Smyrna und Philadelphia)
- Bußruf mit Drohwort oder Mahnwort mit Verheißungswort
- Überwinderwort
- Weckruf an alle Gemeinden123Gliederung dem Video “APOKALYPSE – was kommen wird! Die Johannesoffenbarung erklärt” von Dr. Lothar Gassmann entnommen”: hier klicken
Obwohl der rezitierte Text der beiden Sendschreiben an Ephesus und Smyrna aus Offenbarung 2,1−11 im Buch vollständig abgedruckt ist, fehlt in Aivanhovs Gliederung die Anrede (Empfänger) und die Selbstvorstellung Jesu Christi (Absender und Zusatz). Das ist extrem wichtig zu verstehen, weil hier eine weitere Erniedrigung Christi stattfindet, die beim oberflächlichen Lesen des Buches leicht untergeht. Laut Aivanhov beginnen die Sendschreiben mit einer “Beurteilung ihres Verhaltens”, und das stimmt nicht. Die Sendschreiben beginnen mit dem Empfänger,
“Dem Engel der Gemeinde von Ephesus schreibe:…”
Schlachter 2000 – Offenbarung 2,1 ↗
gefolgt vom Absender Jesu Christi:
“Das sagt, der die sieben Sterne in seiner Rechten hält, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt…”
Schlachter 2000 – Offenbarung 2,1 ↗
Erst mit Vers 2 beginnt die Beurteilung (Lob und Tadel). Warum dieser „blinde Fleck“? Weil der Leser sich sonst fragen könnte, warum Melchisedek (den Aivanhov zuvor zum Urheber der Offenbarung stilisiert hat) hier plötzlich durch die eindeutigen Attribute Jesu Christi ersetzt wird. Indem Aivanhov den Namen Jesu konsequent vermeidet, manipuliert er den Leser hinein in ein rein astrologisches Weltbild.
Die Lüge von der höheren und der niederen Natur
Leider lassen sich die Leser dieses Buches zu leicht von Aivanhovs Märchenerzählungen ablenken und versuchen, die Erklärung der Bibelstellen von Aivanhov zu begreifen. Das kann natürlich niemals funktionieren, weil alle Informationen, die in diesem Kapitel nach dem Zitat des Sendschreibens an die Gemeinden in Ephesus und Smyrna stehen, reine okkulte Fiktion und geisteskranke Vorstellungen von Hochstaplern und Täuschern sind. Statt endlich mit einem Grundsatztext diese Bibelstellen auszulegen, was ich von einem “geistigen Meister” erwarten würde, zieht Aivanhov die Leser in höchst schwammige und unfassbare Bereiche des “höheren und niederen Selbst”.
Das “höhere und niedere Selbst” sind Hauptthemen der Okkultistin Helena Blavatsky124Link zum Wikipedia-Artikel “Hodgson Report”: hier klicken125Beschreibung der bizarren Vorfälle um Blavatsky im Buch “Madame Blavatsky’s Baboon” von Peter Washington bei Amazon: hier klicken und Rudolf Steiners. Blavatsky beschreibt die beiden Naturen in mehreren Schriften, am ausführlichsten aber in ihrem Buch “Der Schlüssel zur Theosophie”.126Link zum Buch “Der Schlüssel zur Theosophie” von Helena Blavatsky bei Amazon: hier klicken Steiner ergießt sich auch in mehreren Schriften in dieses Thema, am deutlichsten wohl in “Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung (GA 9)”.127Link zum Buch “Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung” von Rudolf Steiner bei Amazon: hier klicken
Alles, was Aivanhov mit den vorhandenen Informationen zum Thema “höhere und niedere Natur” machen musste, war sie für seine Zwecke zu adaptieren und anhand von anschaulichen Kreisdiagrammen der Öffentlichkeit und den Mitgliedern seiner Sekte zugänglich zu machen.
Nicht nur, dass keine einzige Beschreibung über den Atman‑, Buddhi- und Kausalkörper in der Bibel vorkommt und sie diese Körper somit als Realität beschreiben würde, Aivanhov verbindet diese menschliche Erfindung zusätzlich mit den Tierkreiszeichen, mit der Astrologie. Die Astrologie ist den Menschen in 5. Mose 18,10−13 als “Zeichendeuterei” verboten, und ist dem Herrn ein Gräuel.128Link zum YouTube-Video “Klartext: ASTROLOGIE und HOROSKOP – Dr. Lothar Gassmann”: hier klicken Die vielen Leser, die meinen, Aivanhov sei wirklich ein “geistiger Meister”, ein Eingeweihter, Hellseher und Selbstverwirklichter, fallen auf diese Beschreibungen herein und landen im Götzendienst. Zudem sind diese Menschen zutiefst davon überzeugt, dass die Beschäftigung mit den Texten Aivanhovs zu positiven Veränderungen in ihrem Leben geführt hat.
Und das ist Selbstbetrug.
Aivanhovs Interpretation der ersten beiden Sendschreiben
Auf den Seiten 66 bis 68 legt uns Aivanhov seine Interpretation der Sendschreiben an Ephesus und Smyrna vor. Er versucht im ersten Satz seiner Interpretation dem Leser weiszumachen, dass mit seinen astrologischen Erklärungen alles viel klarer erscheinen wird. In diesen kurzen Absätzen wird deutlich, wie weit Aivanhov von den Grundwahrheiten der Heiligen Schrift und Jesus Christus entfernt ist. Aivanhov wagt es, den Geboten der Heiligen Schrift zum Trotze, Bibelverse mit der Astrologie, einer Praxis, die durch die Bibel selbst als Irrlehre definiert ist, erklären zu wollen. Die Astrologie wird bei Aivanhov zu einem Erklärmodell für Kernaussagen der Heiligen Schrift.
Das geht natürlich nach hinten los, denn es geht im Sendschreiben an Ephesus primär um “die erste Liebe”.
“Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 2,4 ↗
Die “erste Liebe”, das ist Jesus Christus selbst. Die “erste Liebe” steht für die ursprüngliche, brennende und persönliche Liebe zu Jesus Christus. Diese “erste Liebe” ist zugleich der Startpunkt, von dem aus alle Ziele im persönlichen Leben und in der Gemeinde erreichbar sind. Die “erste Liebe” kennt und spürt ein Mensch ab dem Zeitpunkt, an dem er sich ganz bewusst und willentlich zu Jesus hinwendet und um Vergebung seiner Sünden bittet. Die “erste Liebe” behält ein Christ für immer in seiner Brust, weil er die unfassbare Gnade Christis erlebt und er in Gottes Reich heimkommen darf.
Es ist nicht nur so, dass Aivanhov mit keiner Silbe im 4. Kapitel auf Jesus Christus weist oder diesen Namen auch nur erwähnt. Die “erste Liebe” wird mit einem Planeten erklärt, der in okkulten Kreisen angeblich für die Liebe steht. Venus. Aber nicht irgendeine Venus, sondern die “erhöhte Venus”.
“…aber ich habe wider dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast (das heißt, die höhere Venus)…”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 4, Seite 66
Ganz bewusst führt Aivanhov die Leser an der Hauptaussage der Offenbarung 2 vorbei. Es geht in Aivanhovs “geistiger Lehre” nicht um Gott und Jesus Christus und die Aufforderung, umzukehren und wieder in die ursprüngliche Liebe zu Christus zu kommen, es geht um Götzen und Götzendienst. Es geht Aivanhov darum, die Leser von der Wahrheit wegzuführen und sie seiner okkulten Irrlehre zuzuführen. Wer den Namen Jesus im Brief an Ephesus weglässt und ihn durch eine okkulte Praktik ersetzt, ist ein Irrlehrer von ganz besonderer Güte. Wie schön, dass wir das in seinem Buch “Die himmlische Stadt” schwarz auf weiß nachlesen können.
Im Sendschreiben an Smyrna sieht es genauso schlimm für die leichtgläubigen Leser aus: Astrologie und Götzendienst statt Heilsbotschaft und Umkehr. Die armen Seelen, die auf Aivanhov hereingefallen sind und ihren letzten Tag auf Erden erlebt haben, werden sich wundern. Viele Okkultisten und Lichtarbeiter sind der Meinung, mit einer großen Menge guter Taten und viel spiritueller Praxis ins Jenseits hinüberzuwechseln, und vor allem, wie im letzten Satz im 4. Kapitel beschrieben, ihre Leidenschaften überwunden zu haben. Sie alle sind der Meinung, ein Anrecht auf “die neue Erde” und das “Goldene Zeitalter” zu haben und nach ihrem letzten Atemzug im puren Licht zu wandeln.129Link zum YouTube-Video “Freue dich auf den Himmel”: hier klicken
“Niemand kann dem ersten Tod entkommen, dem physischen Tod, wer aber seine Leidenschaften überwindet, wird dem zweiten Tod, dem geistigen Tod entgehen, den der Skorpion bringt.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 4, Seite 68
Was für ein Irrglaube! Aivanhov hat sich da eine unbeschreibliche Schuld aufgeladen, weil er die Menschen so berechnend in die Irre führt. Dem zweiten Tod kann man nur entgehen, indem man an Jesus Christus glaubt und sein Geschenk der Errettung annimmt. Bei seiner Bekehrung erfährt ein Mensch die vollkommene Vergebung seiner Sünden und seiner Schuld durch Jesus Christus. Deshalb ist Jesus als Sohn Gottes in diese Welt gekommen. Deshalb sagt Jesus auch heute noch “Aber ich habe gegen dich, dass du deine erste Liebe verlassen hast” und ich fordere die Leser an dieser Stelle auf, nachzuprüfen, wie weit die Irrlehre Aivanhovs im Gegensatz zur Heiligen Schrift steht und umzukehren.
Liebe Leser, die Bibel behandelt die Umkehr zu Gott als eines ihrer Hauptthemas. Bitte lassen Sie sich durch Aivanhovs Texte und Bücher nicht verführen und täuschen. Niemand von der gesamten Menschheit kann sich durch eigene Anstrengung zu Gott erheben oder sogar Gott gleich sein. Wir alle haben nur diese eine Chance auf Rettung, die uns Jesus Christus anbietet. Der Okkultismus, wie ihn Aivanhov lehrt, führt in genau die andere Richtung. Wer diesen Weg wählt, wird am Ende in der absoluten Finsternis erwachen. Informationen zu Ihrer Bekehrung finden Sie hier: hier klicken ↗.
Kapitel 5: Brief an die Gemeinde von Pergamon
Überzeugende Präsentation der Unkenntnis Aivanhovs
Wie schon in Kapitel 4, befasst sich Aivanhov auch in Kapitel 5 nur am Rande mit dem Thema der Überschrift, mit dem Sendschreiben an Pergamon. Der kleinste Teil der Absätze behandelt die biblischen Aussagen, überwiegend werden okkulte Praktiken und Aberglaube besprochen. Dabei geht Aivanhov so primitiv zugange, dass ich mich wieder fragen muss, wie mir das in den 16 Jahren meiner Anstellung beim Prosveta Verlag entgangen sein konnte. Ja, ich glaubte jedes Wort dieses selbsternannten “geistigen Meisters” und stellte nichts von seinen Äußerungen in Frage, einfach, weil ich ihn als “Meister” sah. Aber das ist er nicht.
Kapitel 5 läuft über 8 Seiten, ist also verhältnismäßig kurz. Viel zu kurz wenn man bedenkt, was für ein riesiges Lehrmaterial der Brief an Pergamon beinhaltet, beginnend mit dem zweischneidigen Schwert in Vers 12, mit dem Thron Satans und der Tötung des Antipas in Vers 13, der Tatsache, dass Christus nur ein Weniges gegen Pergamon hat in Vers 14, der absolut unmissverständliche Aufruf zur Buße in Vers 16, das Manna und der weiße Stein in Vers 17. Aber die Besprechung und Auslegung des Sendschreibens ignoriert Aivanhov zugunsten seiner Lehre über okkulte Praktiken und den Aberglauben.
Interessanterweise beginnt Kapitel 5 gleich mit den ersten Worten des “geistigen Meisters” als Bestätigung seiner Unwissenheit dieser Bibelstelle. Aivanhov meint, er werde sich nur mit “den letzten Sätzen” des Briefes an die Gemeinde von Pergamon befassen:
“Je m’arretêrai seulement sur les dernières phrases de cette lettre adressée par l’ange à l’Église de Pergame.”
“Ich möchte mich hier nur auf die letzten Sätze dieses Briefes konzentrieren, den der Engel an die Gemeinde in Pergamon gerichtet hat.”
Zitat und Übersetzung “Approche de la Cité céleste, commentaires de l’Apocalypse”, Kapitel 4 “Lettre à l’Église de Pergame”, Seite 68
Die von Aivanhov zitierte Stelle sind aber keine letzten, also mehrere Sätze, es ist nur einer. Auch sind es nicht mehrere Verse, es ist einer, Offenbarung, Kapitel 2, Vers 17. Ja, das scheint oberflächlich betrachtet nur eine Kleinigkeit zu sein, aber für einen “geistigen Meister”, einer, der sich herausnimmt, Bibellehrer und Weisheitslehrer zu sein, einer, der sich Zutritt zum Bewusstsein Christi verschaffen kann, für so jemand ist das ein ziemlich starkes Stück an präsentierter Unkenntnis. Das Buch kam 1989 in Frankreich im Original heraus und wurde 2001 vom deutschen Prosveta Verlag herausgegeben, und in dieser ganzen langen Zeit soll niemand bemerkt haben, was für ein Unsinn in diesen Zeilen steht?
Die Bibelstelle Offenbarung 2, Vers 17, um die es Aivanhov in Kapitel 5 geht, im Wortlaut aus der Schlachter 2000:
“…Wer überwindet, dem werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben; und ich werde ihm einen weißen Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen Namen, den niemand kennt außer dem, der ihn empfängt.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 2,17 ↗
Vielleicht bin ich da etwas zu kleinlich, aber einem Menschen, dem ich meine geistige Gesundheit und mein geistliches Wachstum anvertraue, jemand, der angeblich als “Bergführer seine Kameraden sicher bis zum Gipfel führt”, muss ich zu 100% vertrauen können. Wie wir sehen, verzettelt sich der große Eingeweihte Aivanhov aber schon mit den kleinsten Dingen.
Die Lach- und Sachgeschichte mit dem weißen Stein
Leider kann man in den Erklärungen Aivanhovs in Kapitel 5 keinerlei realen Bezug zur Bibel finden. Von der christlichen Warte aus betrachtet, finden wir nur Aberglaube und Götzendienst. Das ist traurig, aber wahr. Wir können aber diese brandgefährliche Anstiftung zum Götzendienst, die Aivanhov hier vermitteln will, in eine kleine Lach- und Sachgeschichte nach dem Vorbild von der Sendung mit der Maus130Link zur Seite “Die Seite mit der Maus” vom WDR: hier klicken verwandeln. Geweint wegen all den Lügen und Verdrehungen, die Aivanhov in diesem Buch dem Leser auftischt, haben wir ja schon genug. Klingt komisch, ist aber so.

Der böse alte Mann mit dem weißen Bart sagt auf Seite 70, dass viele Menschen über einen weißen Stein sprechen. Er frägt sich dann selber, warum das so ist. Er erklärt auch, dass auf dem weißen Stein irgendwelche Zeichen stehen. Und weil wir den bösen Mann jetzt schon länger kennen, können wir gleich dazusagen, dass der böse Mann bestimmt denkt, dass das Geheimzeichen sein sollen, die irgendwas mit denen machen können, die die weißen Steine haben. Und die, die die weißen Steine haben, sind ja auch schon Sieger, denn die haben vorher schon über was gesiegt. Über was, das sagt der böse Mann erst viel weiter hinten im Buch, auf Seite 74. Er muss über sich selber gesiegt haben.
Der böse Mann mit dem weißen Bart sagt dann auch, wie der weiße Stein heißt: Talisman.131Link zum Gemini-Chat „helena blavatsky talismane“: hier klicken Aber woher weiß der Mann das denn? Das steht doch nirgends. Und außerdem haben wir im Religionsunterricht gelernt, dass die Geschichte mit dem weißen Stein in der Bibel steht und die Bibel sagt ganz laut, dass wir keine Talismänner und Glücksbringer haben sollen. Die, die Talismane haben, haben ihr Vertrauen in unseren Gott verloren und wollen, dass der Glücksbringer an seine Stelle kommt. Aber unser Religionslehrer sagt immer, dass wir nie von unserem Gott und von Jesus weggehen dürfen, weil die unser einziges Heil sind.
Der böse alte Mann mit dem weißen Bart sagt so viele Worte auf den Seiten mit dem weißen Stein, dass es einem ganz schwindlig im Kopf wird, von den vielen Wörtern, die er gebraucht. Und das ist alles falsch, was er sagt. Der weiße Stein ist nämlich was ganz anderes. Der weiße Stein in der Bibel ist nämlich gar kein Zauberding. In der Zeit, als Johannes das aufgeschrieben hat, haben Richter in Griechenland kleine weiße Steine benutzt, wenn sie jemand freigesprochen haben. Ein schwarzer Stein bedeutete „schuldig“, ein weißer Stein bedeutete „frei“.132Link zum YouTube-Video “Freue dich auf den Himmel!”: hier klicken
Der weiße Stein sagt also, dass die, die ihn bekommen, freigesprochen werden.133Link zum Gemini-Chat „Abstimmung mit Stimmsteinen“: hier klicken Aber von wem und von was? Der böse alte Mann sagt, dass die Menschen ihre Schwächen und Leidenschaften und alle ihre niedere Neigungen überwunden haben müssen, bevor sie den weißen Stein kriegen, aber das geht doch gar nicht, wir sind doch Menschen. Die Geschichte mit dem weißen Stein in der Bibel sagt was ganz anderes. Die, die nachher den weißen Stein haben, sind die Christen, die die bösen Worte und Taten überstehen, die denen gesagt und angetan werden, weil sie zu Jesus halten und den lieben.
Darum sagt Jesus dann, dass die Überwinder den Stein nachher haben, weil sie das alles überstanden und überwunden haben. Die sind die ganze Zeit ganz fest mit unserem Jesus verbunden geblieben und haben dem Jesus all ihr Vertrauen gegeben und die sind dann später nicht enttäuscht worden. Die haben den weißen Stein, also den Freispruch bekommen. Ist ja auch gut so. Das steht ja auch schon weiter oben in der Bibel, da wo steht, dass da der Thron vom Satan ist, und auch, dass die den armen Antipas getötet haben. Und trotzdem haben die am Namen Jesus festgehalten, wie wenn man sich beim Sturm am Baum festklammert. Der kippt ja auch nicht um. Da ist man sicher.
Aber der böse alte Mann mit dem weißen Bart will, dass wir das alles falsch verstehen und der tut auch noch so, als ob das alles wahr wäre, was der sagt. Aber der tut genau das Gegenteil von dem, was in der Bibel steht. Und der Jesus sieht das, der weiß ganz genau, wann einer ihn verlassen hat, weil der jetzt so Dinger und Talismane hat, die er um den Hals oder als Armreif oder versteckt in seinen Klamotten trägt. Das dürfen wir nie machen!134Link zum Gemini-Chat „was sagt die bibel zu talismanen?“: hier klicken
Jesus meint also: Wer fest zu Ihm hält, auch wenn es gefährlich wird, der bekommt am Ende den Freispruch. Der böse alte Mann mit dem weißen Bart will aber, dass wir glauben, wir müssten erst ganz viele tolle Übungen machen und unsere Leidenschaften besiegen, um uns diesen Stein zu verdienen. Er macht aus Gottes Geschenk eine schwere Hausaufgabe und aus Jesus einen Magier.
Das verborgene Manna
Statt das Sendschreiben an Pergamon als Ganzes zu erklären, damit auch die etwas schwierigeren Teile dieses Briefes verständlich werden, missbraucht Aivanhov den Begriff des „verborgenen Mannas“, um seine okkulte Ideologie zu verankern. Wie ich oben in der Lach- und Sachgeschichte mit dem weißen Stein aufdecken konnte, überschreibt Aivanhov die reale Bedeutung der Bibel mit seinen fiktiven Darstellungen und Deutungen aus dem tiefsten Okkultismus. Der Weg des Menschen, der sich auf die “geistige Lehre” Aivanhovs einlässt, endet zwangsweise in der Finsternis. Der Weg mit Jesus führt aus den Lügen heraus in eine für uns nicht fassbare und vorstellbare Freiheit.
Aivanhov nimmt zur Vervollständigung seiner Beschreibung des Sendschreibens an Pergamon das “verborgene Manna” und versucht, ihm eine völlig andere und bibelferne Bedeutung aufzuerlegen, als es tatsächlich hat. Er sagt auf Seite 74:
“Dieses »Manna« und dieser »Stein« sind in Wirklichkeit weder eine materielle Nahrung noch ein materieller Stein, sondern das Symbol für spirituelle Errungenschaften, die es ihm ermöglichen, auf dem Weg der Evolution weiter voranzuschreiten.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 5, Seite 74
In diesem Zitat verbirgt sich die größtmögliche Gefahr für einen Menschen, der in sich einen Ruf verspürt, sich zu Gott aufzumachen. Viele Menschen werden von den Okkultisten, den Scharlatanen, den Blendern und Täuschern, den Irrlehrern und Götzendienern abgefangen und in die falsche Richtung geführt. Mit tollen und fast nicht enden wollenden Wortschwallen, Büchern, Videos und Podcasts versuchen diese Menschen, eine größtmögliche Anhängerschaft um sich zu scharen, die umso leichter zu steuern ist, je mehr Menschen sich ihr anschließen. Auf diese Weise arbeitete Aivanhov und auch die aus seiner “Lehre” hervorgegangenen Lehrer, Mentoren und Coaches.
Doch Vorsicht! Der von Aivanhov als “Weg der Evolution” beschriebene Pfad ist nichts anderes als die Lüge Satans in 1.Mose 3,5. Satan sagt zu Eva”…An dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet, und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was Gut und Böse ist!”. Immer mehr “spirituelle Errungenschaften, Tugenden und Qualitäten” zu erreichen und immer “weiter auf dem Weg der Evolution voranzuschreiten”, beschreibt genau dieses Szenario. Am Ende des Weges werdet ihr sein wie Gott! Das ist die größte Falle, in die Aivanhov seine Leser und “Schüler” führen kann.
Gott möchte, dass der Mensch umkehrt und wieder zu ihm zurückkehrt. Das funktioniert aber nicht, indem der Mensch versucht, sich selbst zu erhöhen und gottgleich zu werden. Das geht nur über eine tiefe Einsicht des Einzelnen und seinem Eingeständnis seiner Sünden. Der Mensch hat sich nun mal gegen Gott versündigt, daran gibt es nichts zu rütteln. Wer durch Demut und eine brennende Liebe zu Gott und Jesus in der Lage ist, das größte Geschenk Gottes anzunehmen, wird seine Sünden bekennen und sie sich durch Jesus abnehmen lassen. Dann erfüllt sich Jesu Versprechen “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!”. Alles andere sind Irrwege!
Aivanhovs Beschreibung des Manna ist falsch. Das “verborgene Manna“135Link zum Nikodemus-Chat „Verborgene Manna — Bedeutung“: hier klicken ist kein Bewusstseinszustand, den es zu erreichen gilt. Das verborgene Mann ist Jesus Christus selbst! Verborgen deshalb, weil die Welt, der normale Mensch, nicht verstehen kann, dass es eine sehr tiefe, innere Gemeinschaft mit Jesus Christus gibt, die ein Mensch, der keine echte Beziehung zu Jesus begonnen hat, nicht versteht. Wer durch Umkehr und Bekehrung ein Kind Gottes geworden ist, realisiert in einem Augenblick die unfassbare Gnade und den unermesslichen Reichtum, dass er an der Seite Gottes die Ewigkeit verbringen darf. Keine eigene Anstrengung wird zu diesem Punkt führen, allein die Gnade Gottes ermöglicht uns das.
“Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, den wird niemals dürsten.”
Schlachter 2000 – Johannes 6,35 ↗
Jesus ruft uns zu ihm, indem er sagt “Wer zu mir kommt…”. Das ist eine Einladung! Bitte, liebe Leser, prüfen Sie selbst, wie oft Aivanhov in seinen Büchern eine echte Hilfe und Anweisungen gibt, zu Jesus zu kommen, Buße zu tun und sich zu bekehren. Aivanhov führt uns in immer neue und größere Anstrengungen, durch spirituelle Disziplinen, Enthaltungen und Reinigungen, durch das Studium antiker und okkulten Schriften und durch den Götzendienst – und damit von Jesus weg. Die Kabbala und die Astrologie zu studieren wird ein ganzes Leben eines Menschen dauern, für Jesus bleibt schlicht und einfach keine Zeit mehr übrig.
Informationen zu Ihrer Bekehrung finden Sie hier: hier klicken ↗. Bitte geben Sie Jesus heute noch eine Chance, zu Ihnen kommen zu können und sehen Sie sich dieses Video an. Ihre einzige Möglichkeit, die Ewigkeit mit Gott zu verbringen, ist Ihre Bekehrung.
Kapitel 6: Brief an die Gemeinde von Laodizea
In Kapitel 6 (Seite 77–90) setzt sich ein Muster fort, das für das gesamte Werk bezeichnend ist: Die biblische Botschaft wird zur Nebensache degradiert. Auch beim siebten Brief an die Gemeinden findet ein Versuch Aivanhovs statt, hochgeistliche Texte durch Götzen und durch die Bibel verbotene Handlungen dem Leser verständlich zu machen. Als wäre es das selbstverständlichste der Welt, erklärt der “geistige Meister” den wohl schärfsten Brief anhand der Astrologie.136Link zum YouTube-Video “WARNUNG VOR OKKULTISMUS, WAHRSAGEN, KARTENLEGEN, ASTROLOGIE. Dr. Kurt Koch”: hier klicken Zusätzlich bekommt der Leser eine triviale Abhandlung über Wärme und Kälte, die einem Kindergartenkind gegeben werden könnte. In dieser (scheinbar) einfachen Erklärung stecken aber hochpeinliche Fehler.
Das sechste Kapitel läuft über 14 Seiten, von Seite 77 bis Seite 90. Von den 2.758 Wörtern des Kapitels, wurden 424 für Bibelzitate verwendet, das entspricht 15,4%. Besonders erschreckend ist dabei, dass der Name unseres Heilands Jesus Christus in Aivanhovs Ausführungen zu diesem vielleicht schärfsten aller Sendschreiben konsequent unerwähnt bleibt. Stattdessen wird der Leser mit einem okkulten Durcheinander konfrontiert, das den Blick auf das Wesentliche, nämlich unsere Beziehung zu Christus, durch die ausgeprägt kindliche Bildsprache, stark vernebelt.
Weder kalt noch heiß – Hinzufügungen, Entstellungen, Verkomplizierungen
Im ersten Teil des Kapitels versucht Aivanhov, den Brief an Laodizea mit den zwei Zuständen kalt/heiß (warm in der Luther-Übersetzung, die hier scheinbar verwendet wurde) zu erklären und bringt den Leser damit schon in den ersten Zeilen des sechsten Kapitels auf Abwege, die garantieren, dass die große Hauptaussage des Briefes völlig übersehen wird. Überzogen langatmig bekommt der Leser eine Lektion über die Kälte und die Wärme und ist wegen der verwendeten Bildsprache gedanklich so weit von der Realität des Sendschreibens entfernt, dass es für Aivanhov ein Leichtes ist, auf Seite 85 nahtlos in den Götzendienst, die Astrologie zu wechseln.
Dabei beginnt das Sendschreiben an Laodizea in der Bibel mit einer atemberaubenden Selbstvorstellung Christi:
“Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der »Amen«, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes:”
Schlachter 2000 – Offenbarung 3,14 ↗
Der Amen
Jesus beschreibt sich hier als “Amen”. Das hebräische Wort Amen bedeutet “Ja, so sei es”, “wahrlich” und “zuverlässig” und wird als “der Treue, Wahrhaftige, Zuverlässige, der seine Verheißungen wahr macht” beschrieben. Jesus bringt hier zum Ausdruck, die Erfüllung aller Verheißungen zu sein.
Treuer und wahrhaftiger Zeuge
Daraus geht hervor, dass Jesus, der alles sieht, absolut objektiv und gerecht die Gemeinde beurteilen wird.
Der Ursprung der Schöpfung Gottes
Unmissverständliche Beschreibung der Hierarchie Gottes und eine erste Andeutung an die Gemeinde, dass Jesus über der materiellen Welt steht, auf die die Gemeinde so stolz war.
Der erste Vers im Brief an Laodizea wird von Aivanhov mit keiner Silbe erwähnt. Das ist sehr schade, denn hier liegt ein Schlüssel in der Betrachtungsweise der Menschen Jesu Christi gegenüber. Mit nur einem Satz schafft Jesus es, seine absolute Gestalt darzustellen. Kein Geschwafel, keine Verwirrung, einfach nur klar heraus, wer er ist und wie es weiter geht. Liebe Leser, bitte merken Sie sich diesen Vers. Jesus beschreibt sich als “der Ursprung der Schöpfung”. Das ist eine äußerst wichtige Aussage, denn Aivanhovs antichristlicher Versuch, Jesus gegen Melchisedek auszutauschen, zieht sich in seinem Buch bis in die letzte Zeile.
Von der Klarheit Jesu könnte sich Aivanhov einige Scheibchen abschneiden. Stattdessen schnappt schon im zweiten Satz nach dem Bibelzitat die Falle zu. Wie in Kapitel 3 versucht er dem Leser weiszumachen, dass seit 2000 Jahren versucht wird, die beiden Begriffe heiß/kalt zu verstehen. Er führt aus, dass zum richtigen Verständnis der tieferen Bedeutung von heiß/kalt noch einige Erklärungen dazu notwendig seien. Wie in den vorherigen Kapiteln in diesem Buch setzt sich Aivanhov hier weit über die Leserschaft, weil er unterstellt, diese würden die Sendschreiben nicht kapieren und es bedürfe eines Eingeweihten, um die Bibelstelle zu entschlüsseln.
Die folgenden Erklärungen, die bis zur Seite 85 reichen, haben mit der biblischen Aussage nichts mehr zu tun. Mit einer ausgeprägten Bildsprache wird der logische Verstand der Leser ausgeschaltet und es beginnt eine gedankliche Reise von der Äquatorialebene und deren schönen, leidenschaftlichen Männern und Frauen, die aber auch träge und faul sein sollen, hinüber in die kalten Regionen dieser Erde mit deren friedvollen, nachdenklichen und aktiveren Menschen. Dann wechseln die Bilder plötzlich zu einem Kreislauf des Wassers, wie es verdunstet, von der Sonne erwärmt aufsteigt und als Schnee auf die Gipfel der Berge fällt.
Das geht so weiter bis Seite 85. Aber der Leser ist dem eigentlichen Thema, nämlich dem Sendschreiben an die Gemeinde in Laodizea, keinen Schritt näher gekommen. Im Grunde waren die Seiten 78–85 nur eine “Aufwärmrunde”, um den Verstand der Leser in eine Art hypnotische Unbeweglichkeit zu bringen, damit der eigentliche Angriff, der mit der astrologischen Beschreibung des Tierkreises auf die Verse der Offenbarung des Johannes stattfindet, erfolgreich ausgeführt werden kann. Wer hier nicht wach ist, fällt auf Aivanhovs psychologischen Trick “Wortsalat” herein. Den “Wortsalat” habe ich in Kapitel 3 ausführlich erklärt.
Der Inhalt der Seiten 78–85 ist okkultes und verwirrendes bla, bla, bla, ohne Inhalt und Aussage, die den biblischen Tatsachen entsprechen. Mit keiner Silbe wird von der Bibel verlangt, die Zustände heiß/kalt tiefer zu beleuchten oder gar Bibelverse anhand einer Irrlehre, der Astrologie, verstehen zu müssen. Vers 16 “Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde”, meint, dass die Gemeinde in Laodizea für Jesus ungenießbar, also unbrauchbar geworden ist. Schlimmer noch, er ekelt sich geradezu vor ihnen und droht, sie auszuspeien, wenn sie sich nicht ändern. Das hat absolut nichts mit “der tieferen Bedeutung” der Temperatur zu tun, wie Aivanhov dem Leser weismachen will.
Laodizea bekam sein Wasser von zwei Orten, die kilometerweit entfernt waren. Dazu wurde ein kompliziertes Aquäduktsystem benutzt. Leider war es so, dass das heiße Wasser, das von den Kalksinterterassen137Link zum Wikipedia-Artikel “Sinter”: hier klicken in Hierapolis138Link zum Wikipedia-Artikel “Pamukkale”: hier klicken entnommen wurde, bei der Ankunft in Laodizea lauwarm war. Dieses Wasser war gesättigt mit Kalk und schmeckte im lauwarmen Zustand widerlich, fast abstoßend schlecht. Dieses Bild gebraucht Jesus in Vers 16, als er sagt, er wird sie aus seinem Mund ausspeien.
Der sechs‑, tschuldigung, der siebenachsige Irrglaube der Astrologie
Die Leser, die den zweiten Teil des Kapitels mit wachem Geist und im Vergleich mit der Bibel lesen, können sich langsam ein Bild davon machen, warum Gott so klar und unmissverständlich über die Götzen und die Menschen, die sich mit ihnen beschäftigen, spricht.
“…der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer oder einer, der Geister bannt, oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet…”
Schlachter 2000 – 5.Mose 18,10−11
Die Gläubigen bekommen von Gott mit 5.Mose 18 nicht nur ein Verbot der Astrologie, die unter das Stichwort “Zeichendeuterei” fällt, sondern haben mit Offenbarung 21,8 ein sehr klares Bild vor Augen, was mit den Menschen geschehen wird, die sich partout nicht an diese Weisung halten.
“Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit Gräueln Befleckten und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner — ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.”
Schlachter 2000 – Offenbarung 21,8
Die Bibel schildert uns mit einem ganz klaren Bild, was mit den Götzendienern, also auch mit den Astrologen, passieren wird. Sie werden es nicht in den Himmel schaffen, denn Gott lässt es nicht zu, dass einige hochmütige Menschen versuchen, ihm ins Handwerk zu pfuschen. Mit dem biblischen Wissen lesen sich die Seiten in Kapitel 6 besonders schwer. Mit einer fast überwältigenden Flut an nutzlosen und schädlichen Informationen beschreibt Aivanhov seine Sicht der Offenbarung des Johannes. Er beweist damit, wie weit man von der Wahrheit Gottes entfernt sein kann.
Die Leser, die versuchen, den Ausführungen Aivanhovs über die Astrologie zu folgen und sie zu verstehen, werden wegen der Willkürlichkeit der Beschreibungen scheitern. Ein Beispiel davon ist die Deutung der 7. Achse, die laut Beschreibung nicht im Zodiak eingezeichnet sein soll, aber senkrecht durch den Mittelpunkt des Tierkreises verläuft. Sie soll den Ausgangspunkt “für ein neues Miteinander” darstellen. Ich will an dieser Stelle die Formulierung von Kapitel 3 im Abschnitt “Umdeutung von Brot und Wein” wiederholen, um deutlich zu machen, dass in der von Aivanhov vorgegebenen Richtung, nicht weitergedacht werden darf:
Egal wie mystisch, bunt und ausgeschmückt die Fantasievorstellungen der Astrologen weitergehen, und egal wie lebendig, logisch und bodenständig sie sich anhören, sie haben keinen Bestand, null, weil Gott selbst sie den Gläubigen verbietet. Wer sich trotzdem damit beschäftigt und meint, Gewinn für sein persönliches Leben daraus ziehen zu können, betreibt per Definition Götzendienst und ist unserem Gott ein Gräuel. Er wird vertrieben werden und landet in der ewigen Finsternis, so steht es geschrieben. Das ist das Endziel, auf das Aivanhov seine Leser und “Schüler” hinsteuert.
Aivanhov versucht, Vers 18 des Sendschreibens an Laodizea anhand der Astrologie komplett umzudeuten und ihn seiner Irrlehre anzueignen. Dabei geht er sogar soweit, dass er behauptet, ein Sternbild, der Löwe, würde als “Herz des Universums” seine segensreichen Kräfte ausstrahlen. Vers 18 aus der Schlachter 2000:
“Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar wird; und salbe deine Augen mit Augensalbe, damit du sehen kannst!”
Schlachter 2000 – Offenbarung 3,18
- Gold, das im Feuer geläutert ist
Aivanhov sagt, dass das Gold die segensreichen Kräfte sind, die der Löwe ausstrahlt (Seite 86). Jesus meint damit aber den geistlichen Reichtum, statt materieller Reichtum (vgl. Matthäus 5,3 ↗). Er spricht hier auch direkt den Glauben an, der durch Prüfungen (Feuer) gereinigt worden ist und felsenfest steht (vgl. 1.Petrus 1,7 ↗). In erster Linie soll aber Jesus Christus selbst damit gemeint sein, und er möchte, dass die Gemeinde sich ganz auf ihn und seine Gnade verlässt, statt auf materielle Dinge (vgl. Kolosser 2,3 ↗). - Weiße Kleider
Für Aivanhov sind die weißen Kleider Weisheit aus der Einweihungswissenschaft. Sie soll die Synthese aller Tugenden sein und sie sollen spirituelle Kleider sein, genannt “Aura” (Seite 88). Jesus sagt aber, dass die weißen Kleider die Blöße bedecken, also unsere Sünden. Sie werden weiß, weil Jesus uns reinigt. Er ruft uns mit seiner Gerechtigkeit in ein neues Leben. - Augensalbe
Für Aivanhov stellt die Augensalbe den Planeten Uranus dar. Uranus erlaube, so Aivanhov, die Wahrheit zu sehen. Jesus meint aber sich selbst, wenn er von der Augensalbe spricht. Jesus schenkt uns durch den Heiligen Geist die Erkenntnis, geistig klar zu sehen und unsere Situation dadurch besser zu verstehen. Er bittet die Gemeinde in Laodizea, Ihn um die geistliche Sehfähigkeit zu bitten, statt sich auf materielle Dinge zu verlassen.
Auch in diesem Abschnitt der Offenbarung des Johannes geht es ausschließlich um Jesus Christus. Jesus allein gibt Gnade und Gerechtigkeit, um Ihn dreht sich alles. Wir können durch Jesus von allen unseren Sünden reingewaschen werden und Erlösung im Haus des Vaters finden. Aivanhov zieht die Aufforderungen und die Angebote Christis jedoch ins absolut Gegenteilige. Er sagt auf Seite 89, dass man mit der Achse Wassermann-Löwe arbeiten müsse, um Liebe, Weisheit und Wahrheit zu erlangen. Wir sehen ja jetzt, wohin es führt, wenn Gestalten wie Aivanhov von Wahrheit sprechen.
Die Degradierung Christi zum Symbol
Die Schmähungen Aivanhovs gegen Jesus Christus ziehen sich in diesem Kapitel konsequent bis zum letzten Satz. Die wohl heftigste Entgleisung findet sich am Ende des Kapitels auf Seite 90. Hier wird deutlich, dass Aivanhov Jesus Christus nicht als den lebendigen Sohn Gottes und Schöpfer anerkennt, sondern ihn auf ein kosmisches Symbol reduziert:
“Es gibt keinen anderen Thron als den des Löwen, wo die Sonne, – Christus – sitzt. Symbolisch gesehen ist Christus die Sonne, das Herz, das sein Blut, seine Liebe im ganzen Universum verbreitet.”
Zitat “Die Himmlische Stadt”, Kapitel 6, Seite 90
Indem Aivanhov Christus auf den „Stuhl eines Tierkreiszeichens“ setzt und ihn zum bloßen Symbol erklärt, begeht er eine fundamentale Schmähung. Ein Symbol kann niemanden retten. Ein Symbol vergibt keine Sünden. Nur der lebendige Jesus Christus, der wahrhaftige Gott, bietet uns Erlösung an. Wer Jesus nur als einen „Aspekt der Sonne“ betrachtet, wird systematisch von einer persönlichen, heiligen Bindung zu ihm entfernt. Diese „Einweihungslehre“ ist darauf ausgelegt, den Thron Gottes durch die fiktiven Konstrukte der Astrologie zu ersetzen und den Menschen in der Selbsterlösung und Selbstvergottung, den schlimmsten Formen des Hochmuts, gefangen zu halten. Nur Jesus kann uns retten, kein Symbol vermag dies.
Kapitel 7: Die Vierundzwanzig Ältesten und die vier Heiligen Tiere
Die Rezension von Kapitel 7 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 8: Das Buch und das Lamm
Die Rezension von Kapitel 8 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 9: Die 144.000 Diener Gottes
Die Rezension von Kapitel 9 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 10: Die Frau und der Drache
Die Rezension von Kapitel 10 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 11: Erzengel Michael streckt den Drachen nieder
Die Rezension von Kapitel 11 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 12: Der Drache speit Wasser auf die Frau
Die Rezension von Kapitel 12 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 13: Das Tier, das aus dem Meer emporsteigt und das Tier, das aus der Erde emporsteigt
Die Rezension von Kapitel 13 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 14: Das Hochzeitsfest des Lammes
Die Rezension von Kapitel 14 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 15: Der für tausend Jahre gefesselte Drache
Die Rezension von Kapitel 15 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 16: Der Neue Himmel und die Neue Erde
Die Rezension von Kapitel 16 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Kapitel 17: Die Himmlische Stadt
Die Rezension von Kapitel 17 ist in Arbeit und wird in Kürze veröffnentlicht.
Der wichtigste Schritt: deine Bekehrung
Um es ganz klar auszudrücken: Die Ewigkeit kann im Himmel bei Jesus oder in der ewigen Finsternis und Verdammnis in der Hölle erfahren werden. Wir haben die Wahl. Die Bibel ist das Hilfsmittel, das uns Gott selbst zur Verfügung gestellt hat, um die richtige Wahl zu treffen. Durch den falschen Prophet Aivanhov wird den Menschen, die sich mit seiner Irrlehre auseinandersetzen, vermittelt, dass gerade sie sich ausführlich genug mit Gott, Jesus und den Geschichten in der Bibel beschäftigen und sie somit auf alle Fälle Anrecht auf einen Platz im Himmel haben.
Ich bin die Tür. Wenn jemand durch mich hineingeht, wird er gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Johannes 10,9
Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater als nur durch mich!
Johannes 14,6
Weit gefehlt! Aivanhov beschreibt sehr ausführlich, auf welchem Weg er an die scheinbaren Informationen von Jesus selbst gekommen ist, nämlich durch ein magisches Gedankenritual, das Gott ein Gräuel ist, hat er versucht, sich Zutritt zu Jesus Christus Bewusstsein zu verschaffen. Das klappt natürlich nicht, denn Gott will sich auf diese Weise nicht erfahren lassen und hat solche Praktiken schon im 5. Buch Mose verboten. Darunter fallen Wahrsagerei, Zeichendeuterei, Beschwörungen und Zauberei.
Die Antworten, die der arme Aivanhov sein ganzes Leben lang hindurch von “seinem Jesus” bekommen hat, sind die Antworten eines Lügengeistes139Der Lügengeist in 1. Könige 22,22 auf bibleserver.com: hier klicken, eines Dämons. Das schlägt sich in den Erniedrigungen und Abwertungen von Jesus Christus nieder, die in jedem einzelnen Buch Aivanhovs zu finden sind. Aivanhov hatte nicht die psychische Kraft, die er den Menschen vorgetäuscht hat, und fiel sein ganzes Leben als “geistiger Meister” durch diese Prüfung.
Bitte mache heute noch Schluss mit der Esoterik und der Lichtarbeit und komm bei Jesus Christus an, der mit offenen Armen auf dich wartet und höre auf, dich mit dem Okkultismus zu beschäftigen. Das ist deine Umkehr. Gib all deine Sünden und all deine Schuld Jesus Christus, der dich gerne davon befreit. Das ist deine Bekehrung. Nimm dann Jesus in dein Leben auf und vertraue dich ihm an, das ist deine Wiedergeburt. Das sind die Wahrheiten, die in der Bibel stehen.
Fußnoten
- 1Link zum YouTube-Video “Gibt es wirklich eine Hölle? – Wilhelm Pahls”: hier klicken
- 2Link zum YouTube-Video “Wie ich mein Leben Jesus anvertraue – Werner Gitt”: hier klicken
- 3Link zum Buch “Die himmlische Stadt – Kommentare zur Apokalypse” bei Prosveta Verlag: hier klicken
- 4Link zum BibelTube-Video “Woran erkennt man eine bibeltreue Gemeinde?”: hier klicken
- 5Link zu Wikipedia: hier klicken
- 6Link zur ISNI-Datenbank: hier klicken
- 7Link zur DNB-Datenbank: hier klicken
- 8Link zum Gemini-Chat “Ist Melchisedek der Stellvertreter Gottes?”: hier klicken
- 9Link zum Artikel “Sekte” bei relinfo.ch: hier klicken
- 10Link zum Artikel “Universelle Weiße Bruderschaft (UWB)” bei relinfo.ch: hier klicken
- 11Link zum Artikel “Esoterik” auf Wikipedia: hier klicken
- 12Link zum Artikel “Esoterik” auf psiram.com: hier klicken
- 13Link zum YouTube-Video “Der Wahnsinn Lichtarbeit – Eine spezielle Form des New Age”: hier klicken
- 14Link zum Artikel “Guru” auf psiram.com: hier klicken
- 15Link zum Artikel “Sekte, Abschnitt Führungspersönlichkeit” auf psiram.com: hier klicken
- 16Link zum Video “Der einzige Weg zu Gott – Wilhelm Pahls”: hier klicken
- 17Link zum Artikel “Sekten und Kulte: Illusionsverkäufer haben Hochkonjunktur”: hier klicken
- 18Markus 1,15 auf bibleserver.com: hier klicken
- 19Lukas 13,3 auf bibleserver.com: hier klicken
- 20Link zum Gemini-Chat „Ruft Jesus zur Umkehr auf?”: hier klicken
- 21Link zum Gebet an den Engel der Luft auf aivanhov.de: hier klicken
- 22Link zum Gebet an Melchisedek auf aivanhov.de: hier klicken
- 23Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes Verführer“: hier klicken
- 24Link zum Wikipedia-Artikel “Rudolf Steiner”: hier klicken
- 25Lese im Brief des Judas selbst nach: hier klicken
- 26Link zum Buch “28 Hilfen, um Irrlehrer zu durchschauen” von Lothar Gassmann bei Amazon: hier klicken
- 27Link zum Gemini-Chat „Was bitte ist eigentlich Selbstvergottung”?: hier klicken
- 28Matthäus 6,9 auf bibleserver.com: hier klicken
- 29Link zum Video “Zu wem sollen wir beten? – Werner Gitt”: hier klicken
- 30Link zum Video “Glaube an Gott oder an Jesus? – Werner Gitt”: hier klicken
- 31Diese Irrlehre wird von Aivanhov z.B. im Buch “Vom Sinn des Betens” und anderen Titeln verbreitet
- 32Link zum Artikel “Prof. Dr. Werner Gitt – Vorstellung”: hier klicken
- 33Link zum YouTube-Video “Der wichtigste Schritt – Wilhelm Pahls”: hier klicken
- 34Link zum Wikipedia-Artikel “Helena Petrovna Blavatsky”: hier klicken
- 35Link zum Wikipedia-Artikel “Phrygana”: hier klicken
- 36Link zum Wikipedia-Artikel “Patmos”: hier klicken
- 37Patmos auf Google Maps: hier klicken
- 38Reiseroute Athen, Hafen von Piräus nach Hafen von Skala, Patmos, Griechenland in Google Maps: hier klicken
- 39Link zum Artikel “Die Apokryphen des Alten Testaments”: hier klicken
- 40Link zum Wikipedia-Artikel “Apostelakten”: hier klicken
- 41Link zum Wikipedia-Artikel “Häresie”: hier klicken
- 42Link zum Wikipedia-Artikel “Zweites Konzil von Nicäa”: hier klicken
- 43Link zum Artikel “Patmos” von Florian Rösch: hier klicken
- 44Link zum Wikipedia-Artikel “Gnosis”: hier klicken
- 45Link zum Wikipedia-Artikel “Body Count”: hier klicken
- 46Bibel: 7 Dämonen/1536 Seiten = 0,0046 Dämonen pro Seite, = 0,46 Dämonen auf 100 Seiten. PrA: 12 Dämonen/99 Seiten=0,12 Dämonen pro Seite, = 12 Dämonen auf 100 Seiten. Verhältnis: 0,12÷0,0046 entspr. 26,58
- 47Sprüche 10,7 auf bibleserver.com: hier klicken
- 48Z. B. in der Broschüre 304 “Der Tod und das Leben im Jenseits”, Teil 2, Seite 15.
- 49Link zum Telegram-Post mit einem veränderten Vater Unser und dem Rat, nicht zu beten: hier klicken
- 50Link zum YouTube-Video “Hörbuch – Offenbarung – Schlachter 2000”: hier klicken
- 51Link zum Wikipedia-Artikel “Klerus”: hier klicken
- 52Lese die Offenbarung auf bibleserver.com: hier klicken
- 53Link zum YouTube-Video “DAS macht wahres Christsein aus”: hier klicken
- 54Link zum Wikipedia-Artikel “Kabbala”: hier klicken
- 55Link zum YouTube-Video “Die Kabbala: Schlüssel zur Vergangenheit”: hier klicken
- 56Link zum Wikipedia-Artikel “Sohar”: hier klicken
- 57Link zum Wikipedia-Artikel “Schimon ben Jochai”: hier klicken
- 58Link zum Wikipedia-Artikel “Ziele der Kabbala”: hier klicken
- 59Link zum Wikipedia-Artikel “Merkaba”: hier klicken
- 60Link zum Artikel “Repentance ‑Baker’s Evangelical Dictionary of Biblical Theology”: hier klicken
- 61Aivanhov beschreibt diese psychische Vergewaltigung im Band 207, Kapitel 11, Seite 174ff und nennt diese magische Handlung “Identifikation”. Siehe Rezension Izvor 207: hier klicken.
- 62Link zum Wikipedia-Artikel “Apokryphon des Johannes”: hier klicken
- 63Link zum Buch “Interrogatio Iohannis” bei Amazon: hier klicken
- 64Link zum Wikipedia-Artikel “Pistis Sophia”: hier klicken
- 65Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes “Verführer”“: hier klicken
- 66Link zum YouTube-Video “Okkultismus – Spiel mit dem Feuer?”: hier klicken
- 67Link zum YouTube-Video “OKKULTISMUS, ESOTERIK, MAGIE, ALTERNATIVMEDIZIN auf dem Prüfstand”: hier klicken
- 68Link zur Leseprobe des Buchs “Die Messe und die Sakramente – Der höhere Sinn christlicher Riten” von Omraam Mikhael Aivanhov bei Prosveta Verlag: hier klicken
- 69Ich benutze für solche Arten von Recherche die App “Studienbibel NGÜ und Schlachter” der Genfer Bibelgesellschaft: im Play Store
- 701. Mose 14,18 auf bibleserver.com: hier klicken
- 71Psalm 110,4 auf bibleserver.com: hier klicken
- 72Hebräer 5,6 auf bibleserver.com: hier klicken
- 73Hebräer 5,10 auf bibleserver.com: hier klicken
- 74Hebräer 6,20 auf bibleserver.com: hier klicken
- 75Hebräer 7,1 auf bibleserver.com: hier klicken
- 76Hebräer 7,10 auf bibleserver.com: hier klicken
- 77Hebräer 7,11 auf bibleserver.com: hier klicken
- 78Hebräer 7,15 auf bibleserver.com: hier klicken
- 79Hebräer 7,17 auf bibleserver.com: hier klicken
- 80Hebräer 7,21 auf bibleserver.com: hier klicken
- 81Link zum Gemini-Chat “Melchisedek: Unsterblich oder literarischer Typus?”: hier klicken
- 82Offenbarung 1,8 auf bibleserver.com: hier klicken
- 83Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken
- 84Link zum Wikipedia-Artikel “Hermetik”: hier klicken
- 85Lesen Sie in 2. Mose 14,8 selbst nach: hier klicken
- 86Link zum YouTube-Video “Wie durchschaue ich FALSCHE PROPHETEN im INTERNET und anderswo?”: hier klicken
- 87Lesen Sie in Johannes 8,44 selbst nach: hier klicken
- 88Link zum YouTube-Video “Was bedeutet das, Jesus aufnehmen?”: hier klicken
- 89Lese das ganze Kapitel auf bibleserver.com: hier klicken
- 90Link zum YouTube-Video “Narzissmus & Wortsalat – Narzissmus & indirekte Kommunikation “Wortsalat””: hier klicken
- 91Lesen Sie in 1.Timotheus 4,7 selbst nach: hier klicken
- 92Diese Tatsache möchte ich auch als Argument gelten lassen, dass Aivanhov nie für Gott und Jesus spricht, sondern den Heidenkult lehrt. Siehe 1. Gebot: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.
- 93Interessante Diplomarbeit “Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?”: hier klicken
- 94Link zum Artikel “Chapter 16 – Salem, Jebus, Jerusalem (2000−1000 BC)”: hier klicken
- 95Link zum Gemini-Chat „Ausmaße von Melchisedeks Königreich Salem“: hier klicken
- 96Link zum Wikipedia-Artikel “Otto von Freising”: hier klicken
- 97Link zum Wikipedia-Artikel “Pessach”: hier klicken
- 98Link zum Wikipedia-Artikel “Sukkot”: hier klicken
- 99Link zum Wikipedia-Artikel “Schawuot”: hier klicken
- 100Link zum Wikipedia-Artikel “Agartha”: hier klicken
- 101Link zum Buch “Les fils de Dieu” von Louis Jacolliot bei Amazon: hier klicken
- 102Link zum Wikipedia-Artikel “Louis Jacolliot”: hier klicken
- 103Link zum Wikipedia-Artikel “Alexandre Saint-Yves d’Alveydre”: hier klicken
- 104Link zum Buch “Das Mysterium von Agartha. Indiens Mission in Europa” von Alexandre Saint-Yves d’Alveydre bei Amazon: hier klicken
- 105Link zum Wikipedia-Artikel “Papus”: hier klicken
- 106Link zum YouTube-Bezahlvideo “Im Bann des Priesterkönigs”: hier klicken
- 107Diplomarbeit „Priesterkönig Johannes – Herr über den Nil?“: hier klicken
- 108Link zum Wikipedia-Artikel “Apokryphen”: hier klicken
- 109Link zum Wikipedia-Artikel “Aleister Crowley”: hier klicken
- 110Link zum Wikipedia-Artikel “Simon Magus”: hier klicken
- 111Link zum Wikipedia-Artikel “Henry Slade”: hier klicken
- 112Link zum Wikipedia-Artikel “Golem”: hier klicken
- 113Link zum YouTube-Video “Golem – Die Legende vom Menschen (Dokumentarfilm, 2016)”: hier klicken
- 114Lese in 5. Mose 18,10−13 selbst nach: hier klicken
- 115Link zum Gemini-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theologische Deutung“: hier klicken
- 116Lese in Matthäus 23,8 selbst nach: hier klicken
- 117Link zum Gemini-Chat „Biblische Bedeutung des Wortes Verführer“: hier klicken
- 118Link zum Wikipedia-Artikel “Sieben Sendschreiben”: hier klicken
- 119Link zum Wikipedia-Artikel “Ephesos”: hier klicken
- 120Link zum Artikel “Bibellese – kurze Erläuterungen zu Offenbarung 2”: hier klicken
- 121Link zum Artikel “Einführung in die sieben Sendschreiben – Offenbarung 2 und 3”: hier klicken
- 122Link zum Artikel “Die Offenbarung Jesu Christi”: hier klicken
- 123Gliederung dem Video “APOKALYPSE – was kommen wird! Die Johannesoffenbarung erklärt” von Dr. Lothar Gassmann entnommen”: hier klicken
- 124Link zum Wikipedia-Artikel “Hodgson Report”: hier klicken
- 125Beschreibung der bizarren Vorfälle um Blavatsky im Buch “Madame Blavatsky’s Baboon” von Peter Washington bei Amazon: hier klicken
- 126Link zum Buch “Der Schlüssel zur Theosophie” von Helena Blavatsky bei Amazon: hier klicken
- 127Link zum Buch “Theosophie. Einführung in übersinnliche Welterkenntnis und Menschenbestimmung” von Rudolf Steiner bei Amazon: hier klicken
- 128Link zum YouTube-Video “Klartext: ASTROLOGIE und HOROSKOP – Dr. Lothar Gassmann”: hier klicken
- 129Link zum YouTube-Video “Freue dich auf den Himmel”: hier klicken
- 130Link zur Seite “Die Seite mit der Maus” vom WDR: hier klicken
- 131Link zum Gemini-Chat „helena blavatsky talismane“: hier klicken
- 132Link zum YouTube-Video “Freue dich auf den Himmel!”: hier klicken
- 133Link zum Gemini-Chat „Abstimmung mit Stimmsteinen“: hier klicken
- 134Link zum Gemini-Chat „was sagt die bibel zu talismanen?“: hier klicken
- 135Link zum Nikodemus-Chat „Verborgene Manna — Bedeutung“: hier klicken
- 136Link zum YouTube-Video “WARNUNG VOR OKKULTISMUS, WAHRSAGEN, KARTENLEGEN, ASTROLOGIE. Dr. Kurt Koch”: hier klicken
- 137Link zum Wikipedia-Artikel “Sinter”: hier klicken
- 138Link zum Wikipedia-Artikel “Pamukkale”: hier klicken
- 139Der Lügengeist in 1. Könige 22,22 auf bibleserver.com: hier klicken








