Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt – O. M. Aivanhov

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Rezen­si­on Izvor 230: Die himm­li­sche Stadt – Prü­fung der Aus­sa­gen Aiv­an­hovs aus christ­li­cher und bibel­treu­er Sicht

In die­sem Buch zieht Aiv­an­hov alle okkul­ten und anti­christ­li­chen Regis­ter: der Aus­tausch Jesu gegen Mel­chise­dek, der Ver­wen­dung häre­ti­scher Schrif­ten zur Erklä­rung sei­ner “Ein­wei­hungs­leh­re” und der detail­lier­ten Anlei­tung zum Göt­zen­dienst. Ein Buch, das die Kraft hat, Ihre See­le zu zer­stö­ren und Ihnen die Ewig­keit an der Sei­te unse­res Schöp­fers zu rau­ben. Bit­te las­sen Sie größ­te Vor­sicht walten!

Inhalts­ver­zeich­nis

Vorwort

Ich hät­te nicht gedacht, dass eine Prü­fung eini­ger Aus­sa­gen von Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov anhand der Bibel zu solch über­wäl­ti­gen­den Ergeb­nis­sen füh­ren wür­de, wie ich sie dem Leser in die­ser Rezen­si­on vorlege.

Was anfäng­lich oft wie ein längst beho­be­ner Irr­tum aus­sah, etwa die Ver­mu­tung, dass Aiv­an­hov ver­meint­li­che Falsch­aus­sa­gen im Lau­fe der Zeit selbst kor­ri­giert hät­te, ent­pupp­te sich bei genaue­rem Hin­se­hen als absicht­lich insze­nier­te Irr­leh­re auf okkul­ten Eck­pfei­lern, deren Wur­zeln Jahr­hun­der­te in die Ver­gan­gen­heit rei­chen. All die Din­ge, vor denen die Bibel aus­drück­lich warnt oder die sie sogar ver­bie­tet, fin­den in Aiv­an­hovs „Ein­wei­hungs­leh­re“ ihren Platz zur täg­li­chen Anwendung.

Der „Schü­ler“ die­ser „geis­ti­gen Leh­re“ wird in einem unvor­stell­ba­ren Maße getäuscht und lan­det, wenn kei­ne Umkehr statt­fin­det, in der ewi­gen Ver­damm­nis.1Link zum You­Tube-Video “Gibt es wirk­lich eine Höl­le? – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken Wäh­rend ich anfangs noch glaub­te, nur eini­ge weni­ge Aus­sa­gen sei­en bibel­fer­ne Schil­de­run­gen der Eso­te­rik, muss ich heu­te fest­stel­len: Fast jeder Satz in sei­nen Büchern ist eine Lüge. Alle Anlei­tun­gen, Übun­gen, Gebe­te und Erklä­run­gen sind okkul­ten Ursprungs und müs­sen aus christ­li­cher Sicht strikt abge­lehnt werden.

Selbst bei Erklä­run­gen, die wört­lich der Bibel ent­nom­men sind, folgt schon im nächs­ten Satz eine Ver­zer­rung und Ent­stel­lung der Sachverhalte.

Das wirk­lich Fata­le an Leh­ren wie der von Aiv­an­hov ist, dass kei­ner­lei Heils­bot­schaft ver­mit­telt wird, die eine Umkehr, Bekeh­rung und geis­ti­ge Wie­der­ge­burt ermög­li­chen wür­de.2Link zum You­Tube-Video “Wie ich mein Leben Jesus anver­traue – Wer­ner Gitt”: hier kli­cken Mit dem Inhalt sei­ner Leh­re weiß Aiv­an­hov dies psy­cho­lo­gisch geschickt zu ver­hin­dern. Alle Men­schen, die Jesus Chris­tus bit­ten, sie durch die Bibel, das leben­di­ge Wort Got­tes, zur Wahr­heit zu füh­ren, und die täg­lich dar­in lesen, wer­den dies bestä­ti­gen kön­nen. Hin­ter die­sen Aus­sa­gen ste­he ich.

Was mich per­sön­lich jeden Tag aufs Neue antreibt, sei­ne Bücher Satz für Satz zu ana­ly­sie­ren und als Rezen­sio­nen zu ver­öf­fent­li­chen, ist die Unver­schämt­heit sei­ner Lügen und Ver­dre­hun­gen. Beson­ders die Ernied­ri­gun­gen Jesu Chris­ti, die Aiv­an­hov so leicht­fer­tig aus­spricht und die sich wie ein roter Faden durch alle sei­ne Bücher zie­hen, bewe­gen mich als Christ dazu, sei­nen okkul­ten Lügen-Sumpf offen­zu­le­gen und die Men­schen vor sei­ner Irr­leh­re zu warnen.

Bit­te tei­len Sie die­se Rezen­si­on auf Ihren Kanä­len, damit wir mehr Men­schen errei­chen, die Gefahr lau­fen, in die Eso­te­rik-Sze­ne abzu­rut­schen und für ewig ver­lo­ren zu gehen.

Vie­len Dank und Got­tes Segen!

Einleitung

Die­se Rezen­si­on behan­delt das Buch „Die himm­li­sche Stadt – Kom­men­ta­re zur Apo­ka­lyp­se“3Link zum Buch “Die himm­li­sche Stadt – Kom­men­ta­re zur Apo­ka­lyp­se” bei Pros­ve­ta Ver­lag: hier kli­cken von Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov aus christ­li­cher und bibel­treu­er Sicht.4Link zum Bibel­Tu­be-Video “Wor­an erkennt man eine bibel­treue Gemein­de?”: hier kli­cken Maß­stab und Richt­schnur zur Über­prü­fung der Behaup­tun­gen Aiv­an­hovs ist allein die Bibel. Wer sich nicht durch die aus­führ­li­che Ein­lei­tung arbei­ten möch­te, kann hier direkt zu Kapi­tel 1 der Rezen­si­on Izvor 230 springen:

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

In die­sem Arti­kel bespre­che ich schwer­wie­gen­de Ver­dre­hun­gen bibli­scher Tat­sa­chen durch den Okkul­tis­ten Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov.5Link zu Wiki­pe­dia: hier kli­cken6Link zur ISNI-Daten­bank: hier kli­cken7Link zur DNB-Daten­bank: hier kli­cken Im Buch „Die himm­li­sche Stadt“ miss­braucht Aiv­an­hov unter ande­rem die bibli­sche Gestalt Mel­chise­deks, um Jesus Chris­tus zu ernied­ri­gen und ihn ver­fälscht dar­zu­stel­len. Durch die­sen Miss­brauch ver­sucht Aiv­an­hov, einen „Stell­ver­tre­ter Got­tes“8Link zum Gemi­ni-Chat “Ist Mel­chise­dek der Stell­ver­tre­ter Got­tes?”: hier kli­cken zu erschaf­fen, der in sein fik­ti­ves „Ein­wei­hungs­zen­trum“ passt. Er beruft sich dar­auf, um sei­ne eige­ne „Ein­wei­hungs­leh­re“ über Chris­tus zu stellen.

Vom ers­ten Kapi­tel an ver­sucht Aiv­an­hov auf psy­cho­lo­gisch geschick­te Wei­se, den Leser mit okkul­tem Gedan­ken­gut von den Wahr­hei­ten der Bibel weg­zu­füh­ren. Zwar wer­den Zita­te aus der Schrift genannt, doch wer­den die­se meist schon im nächs­ten Satz ent­stellt oder im Sinn umge­kehrt. Dadurch kommt der Leser nicht mit der eigent­li­chen Heils­bot­schaft in Kon­takt; statt­des­sen beginnt eine sub­ti­le Ent­per­so­na­li­sie­rung von Gott und Jesus Chris­tus. Ich war­ne in jedem Kapi­tel die­ser Rezen­si­on aus­drück­lich davor, den Wor­ten Aiv­an­hovs Glau­ben zu schenken.

Die­se Rezen­si­on rich­tet sich haupt­säch­lich an die Leser­schaft Aiv­an­hovs und die Mit­glie­der der von ihm gegrün­de­ten Grup­pie­rung „Uni­ver­sel­le Wei­ße Bru­der­schaft“.9Link zum Arti­kel “Sek­te” bei rel​in​fo​.ch: hier kli­cken10Link zum Arti­kel “Uni­ver­sel­le Wei­ße Bru­der­schaft (UWB)” bei rel​in​fo​.ch: hier kli­cken Ich bit­te Sie herz­lich: Stel­len Sie die Aus­sa­gen Aiv­an­hovs der Bibel gegen­über und über­prü­fen Sie die­se mutig auf Herz und Nie­ren. Hilf­reich wäre dabei die Unter­stüt­zung einer bibel­treu­en Per­son, denn aus eige­ner Erfah­rung weiß ich, wie schwer es ist, sich allein aus den Ver­stri­ckun­gen der Eso­te­rik zu lösen.

Mit die­ser Rezen­si­on möch­te ich die Dring­lich­keit unter­strei­chen, sich schnellst­mög­lich von Eso­te­rik,11Link zum Arti­kel “Eso­te­rik” auf Wiki­pe­dia: hier kli­cken12Link zum Arti­kel “Eso­te­rik” auf psi​ram​.com: hier kli­cken Licht­ar­beit,13Link zum You­Tube-Video “Der Wahn­sinn Licht­ar­beit – Eine spe­zi­el­le Form des New Age”: hier kli­cken Gurus14Link zum Arti­kel “Guru” auf psi​ram​.com: hier kli­cken und ver­meint­lich „geis­ti­gen Meis­tern“15Link zum Arti­kel “Sek­te, Abschnitt Füh­rungs­per­sön­lich­keit” auf psi​ram​.com: hier kli­cken abzu­wen­den. Machen Sie statt­des­sen den ers­ten Schritt auf Jesus Chris­tus zu – unse­ren ein­zi­gen Ret­ter. Viel­leicht dient die­se Bibel­stel­le als Anregung:

Aiv­an­hov stellt für mich einen sol­chen Lügen­red­ner dar, da er die bibli­schen Wahr­hei­ten, die uns zum See­len­heil16Link zum Video “Der ein­zi­ge Weg zu Gott – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken gege­ben wur­den, voll­kom­men ver­dreht. Nie­mand hat das Recht, uns die Chan­ce auf eine Wie­der­ver­ei­ni­gung mit Gott zu neh­men – auch kein selbst­er­nann­ter „Meis­ter“ und sei­ne Hel­fer.17Link zum Arti­kel “Sek­ten und Kul­te: Illu­si­ons­ver­käu­fer haben Hoch­kon­junk­tur”: hier kli­cken Bit­te prü­fen Sie jede Aus­sa­ge zu Ihrem eige­nen Heil und bit­ten Sie Jesus Chris­tus um Füh­rung, soll­ten Sie sich mit die­ser Lek­tü­re beschäf­ti­gen müssen.

Maß­geb­lich für die Erret­tung eines Men­schen ist ein­zig die bewuss­te Hin­wen­dung zu Jesus Chris­tus durch Buße, Bekeh­rung und Wie­der­ge­burt. Die­se Schrit­te sind in der Bibel klar beschrie­ben und für jeden Men­schen jeder­zeit mög­lich. Nie­mals ver­langt Gott unend­li­che Pla­cke­rei­en oder eine „Ent­wick­lung“ über unzäh­li­ge Inkar­na­tio­nen hin­weg, wie Aiv­an­hov und ande­re Eso­te­ri­ker es for­dern. Der Weg der Licht­ar­beit ist ein Irr­weg, der letzt­lich von Gott wegführt.

Bei Aiv­an­hov fin­det man kei­ne Anlei­tung zur bibli­schen Buße oder Bekeh­rung, wie Jesus Chris­tus sie etwa in Mar­kus 1,1518Mar­kus 1,15 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken oder Lukas 13,319Lukas 13,3 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken aus­ruft.20Link zum Gemi­ni-Chat „Ruft Jesus zur Umkehr auf?”: hier kli­cken Statt­des­sen ruft er zur Anbe­tung eines fik­ti­ven „Chris­tus­prin­zips“, des „kos­mi­schen Geis­tes“, von Engeln,21Link zum Gebet an den Engel der Luft auf aiv​an​hov​.de: hier kli­cken Ele­men­tar­we­sen und des Pries­ters Mel­chise­dek22Link zum Gebet an Mel­chise­dek auf aiv​an​hov​.de: hier kli­cken auf.

Vie­le las­sen sich von Ver­füh­rern23Link zum Gemi­ni-Chat „Bibli­sche Bedeu­tung des Wor­tes Ver­füh­rer“: hier kli­cken wie Aiv­an­hov oder Rudolf Stei­ner24Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Rudolf Stei­ner”: hier kli­cken fas­zi­nie­ren, weil ihre Erklä­run­gen schein­bar detail­lier­ter sind als die Hei­li­ge Schrift.25Lese im Brief des Judas selbst nach: hier kli­cken26Link zum Buch “28 Hil­fen, um Irr­leh­rer zu durch­schau­en” von Lothar Gas­s­mann bei Ama­zon: hier kli­cken Damit gera­ten sie jedoch in die Fal­le der „Selbst­ver­got­tung“.

1.Mose 3,5

“Wie Gott sein”, “gott­gleich”, “erleuch­tet”, “selbst­ver­wirk­licht” und “ein Ein­ge­weih­ter”, das sind die Zie­le der Eso­te­rik und die fik­ti­ven End­sta­di­en der Selbst­ver­got­tung,27Link zum Gemi­ni-Chat „Was bit­te ist eigent­lich Selbst­ver­got­tung”?: hier kli­cken die es zu errei­chen gilt, wenn man Aiv­an­hov und den ande­ren Okkul­tis­ten Glau­ben schenkt. Aber die­se “Ent­wick­lung” steht voll und ganz im Wider­spruch zu der Hei­li­gen Schrift und kann nie­mals, von kei­nem ein­zi­gen Men­schen, erreicht werden.

Jesus selbst gab uns in der Berg­pre­digt die genaue Anwei­sung, zu wem und wie wir zu beten haben.28Mat­thä­us 6,9 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken Ein Christ darf nie­mals einen Engel oder einen Erz­engel anbe­ten29Link zum Video “Zu wem sol­len wir beten? – Wer­ner Gitt”: hier kli­cken30Link zum Video “Glau­be an Gott oder an Jesus? – Wer­ner Gitt”: hier kli­cken. In Aiv­an­hovs “geis­ti­ger Leh­re” fin­det man aber Gebe­te und Anru­fun­gen, die genau das zum Inhalt haben. Da gibt es das Gebet an den Engel der Luft, an den Engel des Was­sers, an den Engel des Feu­ers, an den Erz­engel Micha­el und das Gebet an Melchisedek!

Bit­te beten Sie aus­schließ­lich zu Gott und zu Jesus Chris­tus. Alles ande­re ist Göt­zen­dienst! Unser leben­di­ger und hei­li­ger Gott will ver­herr­licht und direkt durch uns ange­spro­chen wer­den! Wir müs­sen zu Gott und zu Jesus Chris­tus eine leben­di­ge Bezie­hung auf­bau­en, nicht zu den ver­stor­be­nen Pries­tern und den Engeln! Las­sen Sie sich bit­te auch nicht von Aiv­an­hovs Lüge durch­ein­an­der­brin­gen, dass unse­re Gebe­te unse­ren Gott nicht direkt errei­chen31Die­se Irr­leh­re wird von Aiv­an­hov z.B. im Buch “Vom Sinn des Betens” und ande­ren Titeln ver­brei­tet. Die­se Lüge setzt Aiv­an­hov absicht­lich in die Welt, um Unsi­cher­hei­ten bei den Men­schen zu säen, die dann umso leich­ter Engel, Erz­engel, Hei­li­ge oder sogar die Son­ne als okkul­tes “Chris­tus­prin­zip” anbe­ten und somit Göt­zen­dienst betreiben.

Bit­te las­sen Sie größ­te Vor­sicht wal­ten und prü­fen Sie alles anhand der Bibel. Beten Sie um Schutz, bevor Sie ein Buch von Aiv­an­hov über­haupt anfas­sen. Der wich­tigs­te Schritt in Ihrem Leben ist die Bekeh­rung zu Jesus Chris­tus. Eine ein­fa­che Anlei­tung dazu von Prof. Dr. Wer­ner Gitt32Link zum Arti­kel “Prof. Dr. Wer­ner Gitt – Vor­stel­lung”: hier kli­cken fin­den Sie als Video am Ende die­ses Arti­kels.33Link zum You­Tube-Video “Der wich­tigs­te Schritt – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken

Zusammenfassung

Nach einem sehr kur­zen Rei­se­be­richt über die grie­chi­sche Insel Pat­mos, ihre Bewoh­ner und die Wir­kungs­stät­ten des Apos­tels Johan­nes, kommt Aiv­an­hov in die­sem Buch direkt zu sei­nem Haupt­the­ma: der Apo­ka­lyp­se. Aiv­an­hovs Inter­pre­ta­ti­on der Offen­ba­rung des Johan­nes weicht mas­siv von der bibli­schen Bot­schaft ab. Ihr Ursprung liegt zu einem gro­ßen Teil in okkul­ten Geheim­leh­ren, etwa von Hele­na Blava­ts­ky34Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hele­na Petrov­na Blava­ts­ky”: hier kli­cken, Rudolf Stei­ner und anderen.

Kapi­tel für Kapi­tel bedient sich das Buch aus dem Reper­toire der Okkul­tis­ten und früh­christ­li­cher Schmäh­schrif­ten wie den Johan­nes-Akten oder der Pis­tis Sophia. The­sen von Autoren wie Fer­di­nant Ossen­dow­ski, Lou­is Jacol­li­ot oder Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre wur­den stel­len­wei­se fast wört­lich über­nom­men. Es drängt sich die Fra­ge auf, ob Aiv­an­hov über­haupt eige­ne Inhal­te bei­gesteu­ert oder ledig­lich die Erzäh­lun­gen ande­rer abge­schrie­ben und auf­ge­bauscht hat.

Beson­ders prä­gend für das gesam­te Werk sind die Abwer­tun­gen und Ernied­ri­gun­gen Jesu Chris­ti. Die­se sind selbst für Leser, die nur gele­gent­lich in der Bibel lesen, deut­lich spür­bar. Eben­so offen­sicht­lich sind die okkul­ten Umdeu­tun­gen der bibli­schen Offen­ba­rung. Die­se wer­den von Beginn an mit hane­bü­che­nen Lügen umwo­ben und für eine „Ein­wei­hungs­leh­re“ bean­sprucht, die mit der bibli­schen Wahr­heit abso­lut nichts mehr zu tun hat. Ein Bei­spiel hier­für sind die Behaup­tun­gen, dass sich die meis­ten Pas­to­ren und Pries­ter angeb­lich scheu­en, die Apo­ka­lyp­se zu inter­pre­tie­ren. Eben­so behaup­tet er, Bibel­for­scher und Theo­lo­gen ver­such­ten seit zwei­tau­send Jah­ren her­aus­zu­fin­den, wer die mys­te­riö­se Per­son sei, die zu Beginn der Offen­ba­rung zu Johan­nes spricht.

Die­ses Buch ist dreis­te Bau­ern­fän­ge­rei und eine Form okkul­ter Gehirn­wä­sche. Für Men­schen jedoch, die bereit sind, Din­ge kri­tisch zu hin­ter­fra­gen und nicht blind einem selbst­er­nann­ten „geis­ti­gen Meis­ter“ fol­gen, ist dies leicht zu durch­schau­en. Alles, was man dafür benö­tigt, ist die Bibel, um Aiv­an­hovs Aus­sa­gen im rech­ten Licht betrach­ten zu kön­nen. In der fol­gen­den Tabel­le sind die Haupt­aus­sa­gen und Ver­dre­hun­gen der ein­zel­nen Kapi­tel detail­liert aufgelistet.

Kapi­tel­num­merSeiten/WörterAussagen/VerdrehungenQuel­len
Kapi­tel 115 S. – 2895 W.Bespre­chung von okkul­ten und anti­christ­li­chen Tex­ten, statt hohe geist­li­che Pas­sa­gen aus der Bibel.Pro­cho­ros-Akten,
Johannes-Akten
Kapi­tel 26 S. – 1005 W.Hass auf Gläu­bi­ge, Kir­che und Kle­rus, Falsch­dar­stel­lung des Chris­ten­tums, his­to­ri­sche Falsch­dar­stel­lun­gen und Falsch­dar­stel­lung Chris­tis, Ver­such, die Leser vom Glau­ben abzu­brin­gen, Bespre­chung von okkul­ten und anti­christ­li­chen Tex­ten, Zwie­tracht säen.Kab­ba­la,
Apo­kry­phon des Johannes,
Pis­tis Sophia
Kapi­tel 323 S. – 4487 W.Bespre­chung von okkul­ten und anti­christ­li­chen Tex­ten, Ernied­ri­gung Chris­tis, fal­sche Deu­tung von Bibel­stel­len, Bibel­stel­len aus dem Zusam­men­hang reißen. Kab­ba­la,
Sefer Jezira,
Okkul­te Mythen (d’Alveydre u.a.),
Hermetik, 
Zeremonialmagie,
Theosophie
Kapi­tel 414 S. – 2139 W.Fal­sche Deu­tung von Bibel­stel­len, Bibel­stel­len aus dem Zusam­men­hang rei­ßen, Ernied­ri­gung Christis.Astro­lo­gie,
Theosophie
Kapi­tel 58 S. – 1473 W.Fal­sche Deu­tung von Bibel­stel­len, Anstif­tung zum Göt­zen­dienst, Ernied­ri­gung Christis.Theo­so­phie (Hele­na Blava­ts­ky), Her­me­tik, Zeremonialmagie.
Kapi­tel 614 S. – 2758 W.Falsch­dar­stel­lung der Ver­tre­ter der Phi­lo­so­phie in war­men und kal­ten Gegen­den der Erde, Über­tre­tung gött­li­cher Gebo­te, Fal­sche Deu­tung von Bibelstellen, Astro­lo­gie, Theosphie
Kapi­tel 714 S. – 2116 W.Fal­sche Deu­tung von Bibel­stel­len, Anstif­tung zum Götzendienst,Esse­ner, Kab­ba­la, Zoro­as­tris­mus, alt­christ­li­che Mys­tik, Alche­mie, Peter Deunov
Kapi­tel 85 S. – 875 W.
Kapi­tel 97 S. – 1260 W.
Kapi­tel 106 S. – 1079 W.
Kapi­tel 114 S. – 615 W.
Kapi­tel 126 S. – 957 W.
Kapi­tel 137 S. – 1191 W.
Kapi­tel 145 S. – 719 W.
Kapi­tel 155 S. – 784 W.
Kapi­tel 1610 S. – 1769 W.
Kapi­tel 1727 S. – 3765 W.

Kapitel 1: Besuch auf Patmos

Erstmal ein schöner Reisebericht

Das ers­te Kapi­tel erstreckt sich im Buch über 15 Sei­ten und beschreibt neben den Ein­drü­cken Aiv­an­hovs von der Insel Pat­mos auch eine Epi­so­de des Apos­tels Johan­nes mit dem Schwarz­ma­gi­er Kyn­ops. Wenn man Aiv­an­hov in sei­nen Erin­ne­run­gen über die­se grie­chi­sche Insel schwel­gen hört, bekommt man unwei­ger­lich Lust, die Wir­kungs­stät­te des Apos­tels Johan­nes selbst zu besuchen.

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Pat­mos liegt traum­haft schön in der süd­li­chen Ägä­is, die der nord­öst­li­che Teil des Mit­tel­meers ist. Die Insel hat kon­stant etwas mehr als 3.000 Ein­woh­ner und zeich­net sich durch ein typisch medi­ter­ra­nes Wet­ter aus, im Som­mer sehr heiß mit Tem­pe­ra­tu­ren über 30°C, im Win­ter mild mit viel Nie­der­schlag und Tem­pe­ra­tu­ren zwi­schen 8 und 15°C. Der Wild­be­wuchs ist sehr spär­lich, typisch ist die Phyr­ga­na,35Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Phry­ga­na”: hier kli­cken eine Art immer­grü­ner Busch. Pat­mos gilt als staat­li­ches Hei­lig­tum, unter­bin­det Mas­sen­tou­ris­mus und ist tat­säch­lich bis heu­te nur per Schiff erreich­bar.36Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pat­mos”: hier kli­cken Im Bild links ist die Hafen­stadt Ska­la zu sehen, die an der Ost­sei­te der Insel liegt.37Pat­mos auf Goog­le Maps: hier kli­cken

Aiv­an­hov beginnt sei­ne Erzäh­lung mit der Schil­de­rung der dama­li­gen Über­fahrt per Schiff zur Insel. Die Über­fahrt hat knapp 13 Stun­den gedau­ert38Rei­se­rou­te Athen, Hafen von Pirä­us nach Hafen von Ska­la, Pat­mos, Grie­chen­land in Goog­le Maps: hier kli­cken und glich wohl einem Aben­teu­er, weil das Schiff wegen der unru­hi­gen See so durch­ge­schau­kelt wur­de. Sei­nen Schil­de­run­gen zufol­ge, wird man vom Anblick der wei­ßen Häu­ser vor dem tief­blau­en Him­mel im Hin­ter­grund gera­de­zu gefan­gen genom­men, und wir kön­nen uns mit dem Bild oben eine klei­ne Vor­stel­lung davon machen. Ja, Pat­mos muss atem­be­rau­bend sein!

Die merkwürdigen Überlieferungen

Nach ein paar wei­te­ren Lob­prei­sun­gen über die Insel und etwas detail­lier­te­ren Beschrei­bun­gen der Stät­ten des Apos­tel Johan­nes, hören die posi­ti­ven Ele­men­te des ers­ten Kapi­tels aber auch schon auf. Die Merk­wür­dig­kei­ten begin­nen auf Sei­te 13 nach dem Bibel­zi­tat aus Offen­ba­rung Kapi­tel 1, Vers 9. Aiv­an­hov berich­tet dort von der Über­fahrt des gefan­ge­nen und in Ket­ten geleg­ten Johan­nes und sei­nem “Jün­ger” Prok­ho­ros nach Pat­mos. Gleich im drit­ten Satz in die­sem Absatz sagt Aiv­an­hov, dass die­se Geschich­te in “der Über­lie­fe­rung” berich­tet wird.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 1, Sei­te 13

Wel­che Überlieferung?

Aiv­an­hov redet von “…die Über­lie­fe­rung berich­tet…”, oder “…in den Über­lie­fe­run­gen aller Völ­ker…”, oder “in der hebräi­schen Über­lie­fe­rung…”, oder “der Name, den die Über­lie­fe­rung dem kos­mi­schen Prin­zip des Bösen gege­ben hat…”. Aber damit kann ich mich nicht zufrie­den geben, und ich den­ke, einer Men­ge ande­rer Leser geht es eben­so. Man braucht sich nur vor­zu­stel­len, in eine Biblio­thek zu gehen und nach der “hebräi­schen Über­lie­fe­rung” zu fra­gen. Die ein­zi­ge Ant­wort, die einem gege­ben wer­den könn­te, wäre: “Ja, wel­che genau?”.

Ja, auf wel­che Über­lie­fe­run­gen bezieht sich Aiv­an­hov eigent­lich genau, wenn er von sei­nen “Über­lie­fe­run­gen” spricht und war­um ent­hält er den Lesern die­ses Buches die Namen der jewei­li­gen Über­lie­fe­rung vor? Woher stam­men also die gan­zen Infor­ma­tio­nen über den Apos­tel Johan­nes, die in der Bibel mit kei­nem Wort erwähnt sind, und die inhalt­lich so stark aus­ge­schmückt wer­den? Die Bibel sagt uns ledig­lich, dass der Apos­tel Johan­nes auf Pat­mos war, aber nicht, wie er dort­hin kam:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 1,9 ↗

Die rühr­se­li­ge Geschich­te in der “Über­lie­fe­rung” erzählt von einem Sol­da­ten, der über Bord gespült wird und sei­nem Vater, der sich hin­ter­her­stür­zen woll­te, und dem see­len­ru­hi­gen Johan­nes, der ange­fein­det wird, weil er so ruhig dasitzt, das Gebet des Johan­nes und dann das mys­ti­sche Wie­der­auf­tau­chen des Sol­da­ten aus den Wel­len. Aber all das wird mit kei­ner Sil­be in der Bibel erwähnt. Fün­dig wird man statt­des­sen in Tex­ten, die es zu Recht nicht in den bibli­schen Kanon geschafft haben und auch als Apo­kry­phen39Link zum Arti­kel “Die Apo­kry­phen des Alten Tes­ta­ments”: hier kli­cken nicht zuge­las­sen und ver­wen­det wur­den. Aiv­an­hov muss auf den übrig­ge­blie­be­nen Rest zurück­grei­fen, die soge­nann­ten “Apos­tel­ak­ten”.40Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Apos­tel­ak­ten”: hier kli­cken

Die­ser “Abfall” ist es, den Aiv­an­hov als sei­ne “Über­lie­fe­run­gen” und sein “Ein­wei­hungs­wis­sen” dar­stellt und ver­kauft. Auf die­se Tex­te, die teil­wei­se sogar offi­zi­ell als “häre­tisch”,41Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Häre­sie”: hier kli­cken also als ket­ze­ri­sche Irr­leh­re ver­ur­teilt wur­den (z. B. beim zwei­ten Kon­zil von Nicäa im Jahr 78742Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Zwei­tes Kon­zil von Nicäa”: hier kli­cken), bau­en Okkul­tis­ten und Ver­füh­rer wie Aiv­an­hov, Rudolf Stei­ner, Hele­na Blava­ts­ky und vie­le ande­re, ihre “Ein­wei­hungs­leh­re”, ihre “Geheim­leh­re” auf. Mehr zu den “Apos­tel­ak­ten”, dem “Abfall”, im drit­ten Kapi­tel bei “Die Unfä­hig­keit, tie­fer in das Leben­di­ge Wort Got­tes ein­tau­chen zu kön­nen” ↗.

Vie­le Ver­füh­rer und Irr­leh­rer behaup­ten, dass die Infor­ma­tio­nen, die in die­sen “Über­lie­fe­run­gen”, “Akten”, oder der “Ein­wei­hungs­leh­re” zu lesen sind, “das wah­re Wis­sen, das die Kir­che unter­drü­cken und vor den Gläu­bi­gen ver­ber­gen woll­te” dar­stellt. Gera­de im Zir­kel um Aiv­an­hov und Stei­ner schie­ßen sol­che Irr­leh­rer wie Pil­ze aus dem Boden und benut­zen das Mate­ri­al, von dem sich jeder Christ abwen­det oder es bes­ten­falls als seich­te Unter­hal­tungs­li­te­ra­tur ansieht. Ich möch­te an die­ser Stel­le aus­drück­lich davor war­nen, sich mit die­sem Sumpf aus­ein­an­der­zu­set­zen und die­sen Men­schen auch nur ein Wort zu glau­ben. Allein die Bibel ist die Quel­le, die wir brau­chen, um zu Gott zu finden.

Die Legende aus den Prochoros-Akten

Die Geschich­te, die Aiv­an­hov von Sei­te 13 bis 18 erzählt, han­delt von der Über­fahrt nach Pat­mos, auf der ein Sol­dat von Deck gespült wird und vom töd­li­chen Kampf des Johan­nes gegen den Schwarz­ma­gi­er und Zau­be­rer “Kyn­ops“43Link zum Arti­kel “Pat­mos” von Flo­ri­an Rösch: hier kli­cken auf der Insel Pat­mos. Bei­des fin­det sich nicht in der Bibel und hat ihren Ursprung in den Pro­cho­ros-Akten, die ca. 550 n. Chr. ver­fasst wur­den. Die Pro­cho­ros-Akten sind die “abge­schwäch­ten” Johan­nes-Akten, die stark gnos­tisch44Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Gno­sis”: hier kli­cken ver­fasst wur­den und als häre­tisch von der Kir­che abge­lehnt und ver­bo­ten wur­den. Die Johan­nes-Akten wur­den im 2. Jahr­hun­dert geschrieben.

Für Chris­ten sind die Johan­nes- und Pro­cho­ros-Akten ein Grau­en, denn der Inhalt hat fast aus­schließ­lich mit Dämo­nen, Zau­be­rern, Magi­ern und okkul­ten Grup­pie­run­gen zu tun. Die Okkul­tis­ten, Irr­leh­rer und Ver­füh­rer der heu­ti­gen Zeit behaup­ten, dass die­se Akten das ver­bor­ge­ne wah­re Wis­sen dar­stel­len, also das glei­che Gewicht wie die Bibel haben oder sogar wert­vol­ler sind, da sie tie­fe­ren Ein­blick in die dama­li­gen Gescheh­nis­se geben. Wer aber die Bibel mit die­sen Schrif­ten ver­gleicht, sieht auf den ers­ten Blick den Unter­schied. Extrem grau­sa­me Dra­men, extrem wider­lich und bild­lich erzählt, direkt aus dem Mun­de Satans.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Dem Leser, der sich tie­fer mit den Pro­cho­ros-Akten befas­sen möch­te, emp­feh­le ich das Stan­dard­werk von Flo­ri­an Rösch:

Die kop­ti­schen Pro­cho­ro­s­ak­ten aus Wien

Ein­lei­tung, Text und Über­set­zung sowie Über­set­zung der grie­chi­schen Überlieferung

ISBN 978−3−11079620−9 Print-Aus­ga­be ↗
ISBN 978−3−11079656−8 E‑Book ↗

In Kapi­tel 2 “Text und Über­set­zung der grie­chi­schen Pro­cho­ro­s­ak­ten” ist die gesam­te Über­set­zung ins Deut­sche auf über 200 Sei­ten zu fin­den. Der Ver­lag De Grui­ter Brill bie­tet auch ein­zel­ne Kapi­tel ↗ zum Kauf an, die erschwing­lich sind.

Das Lesen der Pro­cho­ros-Akten lohnt sich alle­mal, denn der Leser wird selbst Zeu­ge der fast per­ver­sen Dar­stel­lung des angeb­li­chen Lebens und Han­delns Johan­nes auf Pat­mos. Nur durch den direk­ten Ver­gleich vom Stil von Bibel­stel­len mit den Geschich­ten und Dra­men, die uns in den Pro­cho­ros-Akten begeg­nen, wird klar, wie weit die Erfin­der und Schrei­ber die­ser Tex­te von der Heils­bot­schaft der Bibel ent­fernt sind. Der arme Johan­nes wird in den Pro­cho­ros-Akten zum “christ­li­chen Super­hel­den”, und ist stän­dig in Gefahr, wegen sei­nen voll­brach­ten Wun­dern selbst zu einem Gott ernannt zu wer­den. Das ist unglaub­lich pri­mi­tiv und zeigt sehr deut­lich die Hand­schrift des Ver­fas­sers: Satan.

Eini­ge Merk­ma­le im Vergleich:

  • Kon­flikt­lö­sung
    Wäh­rend die Bibel die Werk­zeu­ge der Pre­digt, des Gebets und der inne­ren Umkehr als Mit­tel zu einer Kon­flikt­lö­sung vor­hält, fin­det man in den Pro­cho­ros-Akten vor­ran­gig den Exor­zis­mus und die Ver­stei­ne­rung von den Gegnern.
  • Umgang mit dem Tod
    Wäh­rend der Tod in der Bibel ver­hält­nis­mä­ßig und sehr gewich­tig vor­kommt, wie z. B. die Stei­ni­gung des Ste­pha­nus, fal­len die Dämo­nen und die Geg­ner in den Pro­cho­ros-Akten wie die Flie­gen. Men­schen, Magi­er und Dämo­nen ster­ben in einem fast nicht zu fas­sen­den Maße. Man kommt sich vor, wie in einem schlech­ten Film, wo der “body count“45Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Body Count”: hier kli­cken das Stil­mit­tel darstellt.
  • Rol­le der Dämo­nen
    Wäh­rend das Wir­ken der Dämo­nen in der Bibel auf geis­ti­ge Mani­pu­la­ti­on und Beein­flus­sung beschränkt ist, haben die Dämo­nen in den Pro­cho­ros-Akten die Grö­ße und das Aus­se­hen von phy­si­schen Mons­tern. Sie gehen umher oder lau­ern Men­schen auf, um sie aktiv und sehr bild­haft dar­ge­stellt zu ermorden.

Eine klei­ne Statistik

Wir kön­nen die Dich­te des Vor­kom­mens von Dämo­nen in der Bibel und in den Pro­cho­ros-Akten in ein Ver­hält­nis zuein­an­der stel­len. Dabei brau­chen wir die Gesamt­zahl der tat­säch­lich benann­ten Dämo­nen und die Gesamt­sei­ten­zahl bei­der Schriften:

In der Bibel
Die Bibel nennt sie­ben Dämo­nen direkt beim Namen: 

In den Pro­cho­ros-Akten
In den Akten wer­den min­des­tens 12 Dämo­nen beim Namen benannt, die ich hier aber aus ver­ständ­li­chen Grün­den nicht auf­zäh­len werde. 

Für unse­re sta­tis­ti­sche Rech­nung neh­me ich die Zahl 12 für die Pro­cho­ros-Akten und die Zahl 7 für die Bibel. Es kann natür­lich sein, dass mir der eine oder ande­re Name eines Dämons nicht ein­ge­fal­len ist, aber da das für bei­de Sei­ten gilt, wür­de das Ver­hält­nis trotz eines Feh­lers mei­ner­seits annä­hernd gleich bleiben.

Bei 1536 Sei­ten Bibel­text einer Luther Stan­dard­aus­ga­be mit 7 Vor­kom­men von nament­lich benann­ten Dämo­nen und bei 99 Sei­ten Pro­cho­ros-Akten-Text mit 12 Vor­kom­men bei nament­lich benann­ten Dämo­nen, ist das Ver­hält­nis 1:26,58.46Bibel: 7 Dämonen/1536 Sei­ten = 0,0046 Dämo­nen pro Sei­te, = 0,46 Dämo­nen auf 100 Sei­ten. PrA: 12 Dämonen/99 Seiten=0,12 Dämo­nen pro Sei­te, = 12 Dämo­nen auf 100 Sei­ten. Ver­hält­nis: 0,12÷0,0046 entspr. 26,58

Die Dämo­nen­dich­te in den Pro­cho­ros-Akten ist auf­ge­run­det 27-mal höher als in der gesam­ten Bibel. Die­ses Ergeb­nis zeigt sehr deut­lich, wo der Fokus bei­der Schrif­ten liegt. Für die Bibel ist es die Heils­ge­schich­te, für die Pro­cho­ros-Akten ist es pri­mär die magi­sche Eli­mi­nie­rung von Dämo­nen und Gegnern.

Aus die­sen Grün­den muss ich als Christ die Ver­wen­dung eines noch nicht ein­mal apo­kry­phen Tex­tes strikt ableh­nen, zumal wir uns deut­lich machen müs­sen, dass es sich hier um ein Buch Aiv­an­hovs han­delt, dass sich als “Kom­men­tar zur Apo­ka­lyp­se” ver­steht und laut Inhalts­ver­zeich­nis einen Ein­blick in hoch­geist­li­che bibli­sche The­men geben soll. Mit einem Pro­cho­ros-Text und okkult beflü­gel­ter Phan­ta­sie wird dies aller­dings schwer­lich gelin­gen, außer, Aiv­an­hov will sei­ne Leser begin­nend mit dem ers­ten Kapi­tel an der Nase her­um­füh­ren und sie mit anti­christ­li­chem Gedan­ken­gut impfen.

Und genau das passiert.

Ich will sehr deut­lich vor der Lek­tü­re Aiv­an­hovs war­nen! Leser der Bibel fin­den mit dem Leben­di­gen Wort Got­tes Halt und Füh­rung in ihrem Leben, wäh­rend die Leser Aiv­an­hovs von unse­rem Gott und Hei­land weg­ge­führt wer­den. Der Fokus der Pro­cho­ros-Akten liegt in den Neben­säch­lich­kei­ten und der geis­ti­gen und kör­per­li­chen Gewalt, nicht auf unse­rem Gott der Gna­de und sei­nem Sohn Jesus Chris­tus, der sein Leben für uns gab und mit sei­nem Blut für unse­re Sün­den bezahl­te. Bit­te las­sen Sie größ­te Vor­sicht beim Lesen von Aiv­an­hov walten!

Die Magd mit dem Wahrsagegeist

Auf Sei­te 22 berich­tet Aiv­an­hov von sei­ner Begeg­nung mit einer armen Frau, die ihm schein­bar die Ant­wort auf sei­ne Fra­ge gege­ben hat, die er “dem Him­mel” gestellt hat­te. Er und sei­ne Beglei­ter hat­ten sich zu einem Spa­zier­gang in den Hügeln auf­ge­macht, als sie die Frau erblick­ten. Die­se Frau stand da, als ob sie auf ihn gewar­tet hät­te und ergriff sei­ne Hand, die sie mit gro­ßem Respekt küss­te, um ihm dann eini­ge Wor­te auf Grie­chisch zu sagen. Die­se Wor­te waren die Ant­wort auf sei­ne Fra­ge – und Aiv­an­hov war glück­lich. Er beschreibt die Ant­wort der Frau als “pro­phe­tisch”.

Ken­ner der Hei­li­gen Schrift wer­den hier auf­hor­chen, denn die­se Begeg­nung erin­nert stark an eine Begeg­nung in Neu­en Tes­ta­ment (Apos­tel­ge­schich­te 16,16). Dort traf Pau­lus auf eine Magd, die ihn und sei­ne Gefähr­ten meh­re­re Tage lang begleitete:

Schlach­ter 2000 – Apos­tel­ge­schich­te 16,16 ↗

Die Frau in den Hügeln Pat­mos, die auf Aiv­an­hov gewar­tet hat­te, war wie die Magd in der Apos­tel­ge­schich­te, offen­sicht­lich von einem Wahr­sa­ge­geist beses­sen. Da Wahr­sa­ge­rei und Hell­se­he­rei Gott ein Gräu­el sind (5.Mose 18,10), wird er kaum eine sol­che Per­son schi­cken, um die Fra­gen eines Gläu­bi­gen zu beant­wor­ten. Gott führt sei­ne Kin­der durch sein Wort und sei­nen Geist, nie­mals durch Beses­se­ne. Dass Aiv­an­hov die­se Situa­ti­on so über­aus posi­tiv beschreibt, offen­bart sein man­geln­des geist­li­ches Unterscheidungsvermögen.

Die­se Situa­ti­on wur­de spe­zi­ell für Aiv­an­hov arran­giert, ein­zig aus dem Grund, um sein sowie­so schon über­gro­ßes Ego wei­ter auf­zu­bla­sen. Er beschreibt die Situa­ti­on mit der armen Frau so wohl­wol­lend, dass es fast rühr­se­lig wirkt. Als sie dann wei­ter­gin­gen, mach­ten sie sich auf, um noch ande­re wun­der­ba­re Orte auf der Insel zu besu­chen. Sei­te 23 ist als Lob­lied für die Freund­lich­keit der Insel­be­woh­ner geschrie­ben. An kei­nem ande­ren Ort, in kei­nem ande­ren Land sei­en die Bewoh­ner so respekt­voll, ver­trau­ens­voll und lie­be­voll zu Aiv­an­hov gewe­sen, wie auf Pat­mos. Für Aiv­an­hov war die Rei­se nach Pat­mos wirk­lich außer­ge­wöhn­lich schön.

Und genau das ist der Knack­punkt. Käme ein wahr­haf­ti­ger Christ auf die Insel, um zu evan­ge­li­sie­ren, wür­de er mit den größ­ten Schwie­rig­kei­ten zu kämp­fen haben. Ableh­nung und Miss­trau­en wür­den ihm ent­ge­gen­schla­gen, die Türen vor der Nase zuge­schla­gen und viel­leicht noch Schlim­me­res, ein­fach weil er im Namen Jesu Chris­ti unter­wegs ist und dem Teu­fel See­len ent­rei­ßen möch­te. Aber jemand wie Aiv­an­hov, der nicht Jesus sei­ne Fra­gen stellt und mit ihm im Gebet ist, son­dern “die unsicht­ba­re Welt” um Rat fragt, der bekommt von einer armen Frau mit einem wun­der­ba­rem Gesicht genau die Ant­wor­ten, die er braucht.

Aiv­an­hov durf­te nach der Begeg­nung mit der armen Frau wei­te­re wun­der­ba­re Orte auf der Insel besu­chen, für Pau­lus und sei­ne Män­ner sah die Sache damals aber ganz anders aus. Pau­lus war im Auf­trag Jesu Chris­ti unter­wegs und wur­de nach der Geschich­te mit der Magd zusam­men mit Silas von den Men­schen dort gefan­gen­ge­nom­men, ver­schleppt, geschla­gen und ein­ge­sperrt. Das ist pas­siert, als sie eine Frau von einem Dämon befreit hat­ten. Und sol­che Din­ge pas­sie­ren den Men­schen, die ihr Kreuz auf sich neh­men und Jesus Chris­tus nachfolgen. 

Schlach­ter 2000 – Apos­tel­ge­schich­te 16,22 ↗

Die­se Geschich­te mit der armen Frau gibt auch Zeug­nis dar­über, dass Aiv­an­hov selbst nicht in der Lage war, für ihn auf­ge­stell­te Fal­len und Prü­fun­gen zu erken­nen. Genau das erwar­te ich aber von einem Men­schen, der sich als “geis­ti­ger Meis­ter” sehr weit über ande­re Men­schen erhebt. Es beweist auch, dass sei­ne Ver­bin­dung “in die unsicht­ba­re Welt”, die er so oft betont, kein Draht zu Jesus Chris­tus und unse­rem gött­li­chen Vater ist, son­dern ledig­lich zu Lügen­geis­tern und Dämo­nen. Genau die­se Wesen sind es bis heu­te, die ihn und sei­ne “Schü­ler” mit Nah­rung und Infor­ma­tio­nen ver­sor­gen. Nur hat die­se Nah­rung und Infor­ma­ti­on nicht den Stem­pel des wah­ren Himmels.

Bis heu­te wer­den die Schü­ler Aiv­an­hovs durch die­se sub­ti­len Täu­schun­gen in die Irre geführt. Ein bezeich­nen­des Bei­spiel war eine E‑Mail, die ich von einem Mit­glied die­ser Grup­pie­rung erhielt. Sie unter­zeich­ne­te mit den Wor­ten: „Mit Leich­tig­keit und Lie­be“. Wer so spricht, hat kei­ne Ahnung von der Ernst­haf­tig­keit der Nach­fol­ge Chris­ti und der geis­ti­gen Wach­sam­keit, die wir benö­ti­gen. Der Nebel der Irr­leh­re ist so dicht, dass die Men­schen lei­der unbe­lehr­bar wer­den und mit­samt ihrem Hoch­mut unter­ge­hen werden.

Aivanhovs Widersprüchlichkeit auf den Punkt gebracht

Eine der größ­ten Angriffs­flä­chen Aiv­an­hovs ist, dass sich alle Tex­te, alle The­sen, ja, die gan­ze “geis­ti­ge Leh­re” an sich, wider­spre­chen. Bei­spie­le davon fin­den sich in allen Büchern zur Genü­ge, und eini­ge davon will ich als deut­li­che Hin­wei­se auf die Täu­schung der Men­schen durch Aiv­an­hovs “Leh­re” hier in die­ser Rezen­si­on aufzeigen.

Aiv­an­hov behaup­tet auf Sei­te 12, dass er zwei­mal die Grot­te der Apo­ka­lyp­se besucht hat, um zu medi­tie­ren und dem Geist des Johan­nes zu begegnen. 

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 1, Sei­te 12

In sei­ner eige­nen Bro­schü­re 304 “Der Tod und das Leben im Jen­seits” behaup­tet er jedoch das Gegen­teil: Ein Ver­stor­be­ner sei nor­ma­ler­wei­se nicht mehr an den Orten, an denen er gelebt hat. Dort heißt es unter anderem:

Zitat “Der Tod und das Leben im Jen­seits”, Teil 2, Sei­te 15

Die Okkul­tis­ten sagen jetzt bestimmt, dass das nur für gewöhn­li­che Men­schen gilt, aber dass Hei­li­ge, Ein­ge­weih­te und geis­ti­ge Meis­ter ihr Flui­dum tief in dem jewei­li­gen Ort hin­ter­las­sen kön­nen, und das es immer Aus­nah­men gibt. Natür­lich, aber das ist ein Wider­spruch in der “geis­ti­gen Leh­re”, denn wo kann sich der “Schü­ler” dann eigent­lich noch sicher sein, wenn sich selbst sol­che fun­da­men­ta­len The­men in sich selbst widersprechen? 

Mate­ri­el­le Ver­gäng­lich­keit
Die Bibel beschreibt das Ver­schwin­den der Men­schen, also den Tod, als voll­stän­dig und rest­los. Begin­nend mit 1. Mose 3,19 “Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück”, über Hiob und die Psal­men (z. B. Psalm 103,16) wird in der Bibel berich­tet, dass der Mensch nach sei­nem Tode phy­sisch kom­plett verschwindet.

Die Taten
Die Bibel sagt, dass die Taten, die ein Mensch Zeit sei­nes Lebens getan hat, sein Erbe sei­en. Laut den Sprü­chen Salo­mos haben die­se Taten über Gene­ra­tio­nen Bestand (Sprü­che 13,22). Die Offen­ba­rung des Johan­nes spricht in 14,13 über die Toten, die im Herrn ster­ben, dass ihre Wer­ke ihnen nach­fol­gen wer­den: “Und ich hör­te eine Stim­me aus dem Him­mel, die zu mir sprach: Schrei­be: Glück­se­lig sind die Toten, die im Herrn ster­ben, von nun an! Ja, spricht der Geist, sie sol­len ruhen von ihren Mühen; ihre Wer­ke aber fol­gen ihnen nach.” Das heißt, dass Gott die guten Taten sieht.

Das Gedächt­nis
Als guter Mensch im Gedächt­nis zu blei­ben, wird als Segen von den Men­schen betrach­tet. Die Bibel berich­tet unter ande­rem in Sprü­che 1047Sprü­che 10,7 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken und Sprü­che 21 dar­über.

Die geis­ti­ge Spur
Die deut­lichs­te Spur unse­res Wir­kens und Schaf­fens auf der Erde kön­nen wir errei­chen, indem wir eine Nach­kom­men­schaft hin­ter­las­sen. Den eige­nen Namen über vie­le Jah­re oder Jahr­hun­der­te über unse­re Kin­der wei­ter­zu­ver­er­ben, wird als Segen von den Men­schen gese­hen. So ver­sprach Gott Abra­ham, dass sei­ne Nach­kom­men so zahl­reich wie die Ster­ne sein werden.

Das waren alle Hin­wei­se, die ich in der gesam­ten Bibel zu dem The­ma fin­den konn­te, ob es den Men­schen mög­lich ist, “flui­di­sche Spu­ren” auf der Erde nach ihrem Able­ben zu hin­ter­las­sen. Die Ant­wort ist schlicht und ein­fach: Nein. Alles, was mit einem “Flui­dum” oder “fein­stoff­li­chen Ebe­nen” zu tun hat, ist rei­ne Phan­ta­sie der Okkul­tis­ten und fin­det sich mit kei­nem Wort in der Bibel.

Wenn man sich aber an die Kern­bot­schaft der Bibel erin­nert, dass die Umkehr zu Gott das obers­te Gebot sein soll, sind auch die oben genann­ten Din­ge fast bedeu­tungs­los. Sicher ist eine gro­ße Fami­lie erstre­bens­wert, sicher ist es ein gutes Gefühl, die­se Erde zu ver­las­sen und auf vie­le gute Taten zurück­bli­cken zu kön­nen, aber die Fra­ge bleibt, ob der Mensch erret­tet wur­de oder nicht. Dage­gen erscheint alle ande­re Mühe bedeu­tungs­los. Die Bibel spricht die­ses The­ma in Pre­di­ger 1,2 sehr deut­lich an:

Luther­bi­bel 2017 – Pre­di­ger 1,2−4

Wenn nun jemand der Mei­nung ist, er habe in der Medi­ta­ti­on sehr vie­le Din­ge von einem Ver­stor­be­nen gespürt und konn­te der flui­di­schen Spu­ren, die Johan­nes in der Grot­te hin­ter­las­sen hat, hab­haft wer­den, dann ist das ein Zeug­nis von der größt­mög­li­chen Selbst­ver­got­tung, die ein Ego errei­chen kann. Aiv­an­hov zemen­tiert hier sei­ne Stel­lung als “geis­ti­ger Meis­ter” inner­halb sei­ner Sek­te, denn sei­nen Schü­lern ist es nicht mög­lich, Johan­nes so deut­lich zu spü­ren. Zum ande­ren wider­legt sich Aiv­an­hov damit selbst, weil er in ande­ren Büchern genau das Gegen­teil behaup­tet.48Z. B. in der Bro­schü­re 304 “Der Tod und das Leben im Jen­seits”, Teil 2, Sei­te 15.

Mit sei­nem Wunsch, “dem Geist des Johan­nes begeg­nen zu wol­len”, über­tritt Aiv­an­hov zudem das kla­re Ver­bot Got­tes aus 5.Mose 18,10−13. Einem Geist zu begeg­nen, also mit ihm in Kon­takt zu tre­ten, bedeu­tet, jemand zu sein, “der sich an die Toten wen­det”, und das ist dem Herrn ein Gräu­el. Das ist der exak­te Wort­laut der Bibel. Das Aiv­an­hov uns das so unge­niert schil­dert, zeigt deut­lich, wes­sen Geis­tes­kind er ist.

Schlach­ter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗

Das wirk­lich schö­ne und erfül­len­de am Christ­sein ist, dass man der Hei­li­gen Schrift und Jesus Chris­tus bedin­gungs­los glau­ben darf. Kei­ne ein­zi­ge Bibel­stel­le muss aus­ge­schmückt, erwei­tert, ver­klei­nert oder in irgend einer ande­ren Form mani­pu­liert und ange­passt wer­den, um sie für bestimm­te Men­schen oder Grup­pen ein­setz­bar und ver­wert­bar zu machen. Natür­lich gibt es ver­schie­de­ne Sicht­wei­sen und Aus­le­gun­gen von Bibel­stel­len, das macht das gan­ze ja so inter­es­sant. Aber trotz unter­schied­li­cher Mei­nung wer­den die Bibel­stel­len von Chris­ten in ihrem Sinn nicht umge­deu­tet oder gar ver­än­dert, wie es Aiv­an­hov und sei­ne “Schü­ler” machen.49Link zum Tele­gram-Post mit einem ver­än­der­ten Vater Unser und dem Rat, nicht zu beten: hier kli­cken

Kapitel 2: Einführung in die Offenbarung

Der Beginn ist sehr wesentlich

In Kapi­tel 2 ver­spricht Aiv­an­hov dem Leser eine Ein­füh­rung in die Offen­ba­rung des Johan­nes.50Link zum You­Tube-Video “Hör­buch – Offen­ba­rung – Schlach­ter 2000”: hier kli­cken Statt einer fun­dier­ten Aus­le­gung sieht sich der Leser jedoch einer Schimpf­ti­ra­de gegen den Kle­rus51Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Kle­rus”: hier kli­cken gegen­über. Von der ers­ten bis zur letz­ten Sei­te wird ein Zerr­bild gezeich­net – sowohl davon, was die Offen­ba­rung eigent­lich ist, als auch dar­über, wel­che Vor­aus­set­zun­gen nötig sei­en, um das 66. Buch der Hei­li­gen Schrift52Lese die Offen­ba­rung auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken zu verstehen.

Der Leser wird durch ein Geflecht aus Unwahr­hei­ten und Schuld­zu­wei­sun­gen geführt, das in okkul­ten Ver­dre­hun­gen des Bibel­tex­tes mün­det. Für Aiv­an­hov bil­det dies das Fun­da­ment sei­ner Ein­füh­rung. Er selbst sagt in sei­nen „Tages­ge­dan­ken“: „Der Beginn ist sehr wesent­lich“. Doch ein Beginn, der auf Ent­stel­lun­gen der Hei­li­gen Schrift fußt, kann nur in der Fins­ter­nis und in völ­li­ger geis­ti­ger Ver­wir­rung enden.

Aiv­an­hovs grund­le­gen­der Irr­tum: Kir­che ist nicht gleich Chris­ten­tum
Gleich zu Beginn des zwei­ten Kapi­tels wird einer der Haupt­irr­tü­mer Aiv­an­hovs deut­lich: Auf Sei­te 25 (und in vie­len wei­te­ren Büchern) bezeich­net er die katho­li­sche Kir­che pau­schal als „das Chris­ten­tum“. Als bekehr­ter Christ muss ich die­ser Falsch­dar­stel­lung ent­schie­den wider­spre­chen. Eine Insti­tu­ti­on mit all ihrer mensch­li­chen Fehl­bar­keit und his­to­ri­schen Belas­tung kann nicht ein­fach mit dem leben­di­gen Leib Chris­ti gleich­ge­setzt werden.

Das Chris­ten­tum setzt sich in ers­ter Linie aus Men­schen zusam­men, die zu Jesus Chris­tus gefun­den haben und durch ihn erret­tet wur­den. Das Chris­ten­tum wird von Men­schen bevöl­kert, die Jesus Chris­tus lie­ben und eige­ne, lie­be­vol­le Erfah­run­gen mit ihm gemacht haben. Das Chris­ten­tum wird von Men­schen gebil­det, die jeden Tag mit Chris­tus in Kon­takt tre­ten, die zu und mit ihm beten, mit ihm spre­chen, mit ihm wei­nen und fei­ern. Das Chris­ten­tum zeich­net sich durch Men­schen aus, die Jesus Chris­tus als ihr Ein und Alles ver­herr­li­chen und prei­sen. Die­se Men­schen gab es von Tag Eins unse­rer Zeit­rech­nung an, und der Groß­teil davon, ein­schließ­lich mir, war und ist nicht Mit­glied einer Kirche.

Danach kom­men die Men­schen, die zwar von sich selbst behaup­ten, Chris­ten zu sein, die ein- zwei­mal in die Kir­che gehen, die Kett­chen mit Kreu­zen tra­gen, aber die es nicht ernst mei­nen. Die­se Namens­chris­ten spricht Aiv­an­hov an und die­se Men­schen sind es, die für Aiv­an­hov “das Chris­ten­tum” dar­stel­len. Aber die­se Behaup­tung ist so falsch, wie der Rest des Buches. Mit einem ech­ten Chris­ten kann es Aiv­an­hov gar nicht auf­neh­men, denn ein wah­rer Christ trägt Chris­tus in sich53Link zum You­Tube-Video “DAS macht wah­res Christ­sein aus”: hier kli­cken und sieht sofort die Lüge, die Aiv­an­hov auf die­ser Welt ver­brei­tet. Nur die Namens­chris­ten kön­nen von Aiv­an­hov und ande­ren Ver­füh­rern ein­ge­fan­gen und von ihrem Schwach­sinn über­zeugt wer­den. Ja, das ist mein Zeugnis.

Mein Anlie­gen ist es, mit mei­nen Rezen­sio­nen und mei­nem Zeug­nis, die­se Men­schen zu errei­chen, die bis über bei­de Ohren im Okkul­tis­mus von Aiv­an­hov ste­cken, die Men­schen, die sagen, dass die Bücher von Aiv­an­hov “so leicht zu lesen sind, weil er so ein­fach und bild­haft spricht”, die Men­schen, die Gefal­len an der Pan­eu­ryth­mie, am okkul­ten Kreis­tanz fin­den, die Men­schen, die täg­lich die Gebe­te Aiv­an­hovs spre­chen und die Men­schen, die ver­su­chen, ihr Leben mit den spi­ri­tu­el­len Prak­ti­ken zu fül­len, die Aiv­an­hov emp­fiehlt. Die­se Men­schen leben kein gott­ge­fäl­li­ges Leben und sind in größ­ter Gefahr, denn sie wer­den zu Magi­ern, Hexen, Zau­be­rern, zu Alche­mis­ten und zu Kab­ba­lis­ten aus­ge­bil­det. Das ist die Fal­le Satans und Aiv­an­hov ist der Fallensteller.

Pas­tor Lat­zel hielt am 11. Janu­ar 2023 eine Bibel­stun­de zur Offen­ba­rung des Johan­nes, und so stel­le ich mir eine Ein­füh­rung in die­ses gro­ße Buch der Bibel vor. Seht selbst:

Jesus und die Kabbala: Ein historischer Widerspruch

Um die Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen der Hei­li­gen Schrift direkt am Anfang des zwei­ten Kapi­tels zu beleuch­ten, betrach­ten wir Aiv­an­hovs Behaup­tung auf Sei­te 25: Er schreibt, dass Jesus die Kab­ba­la54Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Kab­ba­la”: hier kli­cken kann­te und dass Grund­kennt­nis­se die­ser Leh­re55Link zum You­Tube-Video “Die Kab­ba­la: Schlüs­sel zur Ver­gan­gen­heit”: hier kli­cken not­wen­dig sei­en, um das Alte und Neue Tes­ta­ment über­haupt ver­ste­hen zu kön­nen. Die­se Aus­sa­ge hält jedoch einer bibli­schen und his­to­ri­schen Prü­fung nicht stand. Wer die Bibel kennt und eine leben­di­ge Bezie­hung zu Jesus Chris­tus pflegt, erkennt hier schnell einen mas­si­ven Wider­spruch zum christ­li­chen Glauben.

Die Kab­ba­la als sol­che, wie Aiv­an­hov und ande­re Theo­so­phen sie leh­ren, ent­stand erst 1.000 bis 1.300 Jah­re nach Chris­tus. Als Haupt­werk wird der “Soh­ar“56Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Soh­ar”: hier kli­cken ange­se­hen, das bedeu­tends­te Schrift­werk der Kab­ba­la. Der Soh­ar nimmt – wie jede ande­re Inter­pre­ta­ti­on – bestehen­de Ele­men­te einer Tra­di­ti­on oder einer Reli­gi­on, und baut sie nach den Vor­stel­lun­gen des jewei­li­gen Schrei­bers um. Mit dem Soh­ar bringt man auto­ma­tisch Rab­bi Schi­mon bar Joch­ai57Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Schi­mon ben Joch­ai”: hier kli­cken in Ver­bin­dung, der im 2. Jahr­hun­dert nach Chris­tus leb­te und angeb­lich den Grund­stock des Schrift­werks leg­te, als er sich mit sei­nem Sohn über 13 Jah­re vor den Römern in einer Höh­le ver­ste­cken musste.

Und so mys­tisch und exo­tisch sich die­se Geschich­te mit der Ent­ste­hung des Soh­ar auch anhö­ren mag, an die­ser Stel­le hören die geschicht­lich beleg­ba­ren Fak­ten auch schon wie­der auf, denn die Autoren­schaft des Rab­bi Schi­mon ben Joch­ai ist wis­sen­schaft­lich frag­lich, vor allem aus sprach­li­chen Grün­den. Mehr als ein Jahr­tau­send ver­ging, bis der Soh­ar aus meh­re­ren uralten und über­hol­ten Tra­di­tio­nen zusam­men­ge­stellt, ent­stand. Mei­ner Mei­nung nach muss gera­de die Kab­ba­la und auch der Soh­ar, nach den Maß­stä­ben der Bibel geprüft wer­den. Wenn wir uns an das fünf­te Buch Mose, Kapi­tel 18 erinnern…

Schlach­ter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗

…fällt die Kab­ba­la schon in die­sem Sta­di­um als okkul­te Irr­leh­re durch das Ras­ter. Mit der Kab­ba­la als spi­ri­tu­el­le Wis­sen­schaft wer­den die Aspek­te einer Geheim­wis­sen­schaft oder einer Geheim­leh­re deut­lich, die von den Schü­lern zu erler­nen ist. Dazu zäh­len u.a. Zah­len­wer­te von Buch­sta­ben, Buch­sta­ben­um­stel­lun­gen, Kom­bi­na­ti­on bzw. Per­mu­ta­ti­on von Buch­sta­ben und die Struk­tur- und Zah­len­sym­bo­lik. All die­se Prak­ti­ken sind einem Chris­ten durch das Gebot Got­tes in 5. Mose 18,10−13 jedoch ver­bo­ten, denn sie fal­len in den Begriff “Zei­chen­deu­te­rei”.

Einen wei­te­ren Aspekt einer Irr­leh­re zeigt uns die Kab­ba­la im Bereich der Medi­ta­ti­on. In der kab­ba­lis­ti­schen Medi­ta­ti­on soll eine emo­tio­na­le und men­ta­le Ver­ei­ni­gung mit der Gott­heit erreicht wer­den. Danach kön­ne der Schü­ler die gan­ze Welt als ein sym­bo­li­sches Sys­tem wahr­neh­men und in die Gott­heit ein­be­zo­gen wer­den.58Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Zie­le der Kab­ba­la”: hier kli­cken Die Kab­ba­la spricht hier aus­nahms­los von “Gott­heit”, also ein ent­per­so­ni­fi­zier­ter und ent­stell­ter Gott, der mit einem Vater oder einem Sohn, den wir direkt anspre­chen kön­nen und der uns liebt, nichts mehr zu tun hat. Statt­des­sen sol­len uns die Sym­bo­le vor Augen ste­hen und auf die­sem Weg soll ein Ver­ste­hen der Schöp­fung geschehen.

Die Kab­ba­la, so wie Aiv­an­hov sie lehrt und ver­steht, war zu Zei­ten Jesu noch nicht vor­han­den. Aber es gab Vor­läu­fer der Kab­ba­la, ver­schie­de­ne Strö­mun­gen der Mys­tik und der Gnos­tik. Hier müs­sen wir die Mer­ka­ba-Mys­tik und Schrif­ten wie die Sefer Jezi­rah (mehr zum Sefer Jezi­rah, das Buch der Schöp­fung oder Das Buch der For­mung, in Kapi­tel 3) erwäh­nen. Es ist natür­lich vor­stell­bar, dass Jesus die­se Strö­mun­gen kann­te, aber eine Mer­ka­ba-Mys­tik hat mit der heu­ti­gen Kab­ba­la und dem Heils­plan Got­tes abso­lut nichts zu tun.

Im Gegen­teil wird den Men­schen ein­ge­re­det, sie könn­ten mit einer Wan­de­rung durch die sie­ben himm­li­schen Paläs­te vor Got­tes Thron ihre See­le befrei­en.59Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Mer­ka­ba”: hier kli­cken Gehei­me Pass­wör­ter wer­den erwähnt, die bei jeder Sta­ti­on zu mur­meln sind, und wenn alles klappt, zack, Frei­heit der Seele.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.
Anon­Moos, Public domain, via Wiki­me­dia Commons

Anstatt den ein­fa­chen Weg der Gna­de zu beto­nen, füh­ren die­se Leh­ren den Suchen­den in ein Laby­rinth aus men­schen­ge­mach­ten Ein­wei­hun­gen und Stu­fen­mo­del­len. Okkul­tis­ten und gnos­ti­sche Leh­rer prei­sen die­se als not­wen­di­ge Mit­tel an, um Gott nahe zu kom­men. Das bedeu­tet für die Schü­ler oft ein lebens­lan­ges Stu­di­um von Tex­ten, die weit­ab vom bibli­schen Schöp­fer­gott ent­stan­den sind – ohne Geist und Heils­ge­wiss­heit und mit dem ver­trös­ten­den Hin­weis auf ver­meint­li­che künf­ti­ge Inkarnationen.

Und ganz unten in einer Ecke sitzt der Teu­fel, grinst und feixt, weil es immer noch Men­schen gibt, die auf sei­ne gott­fer­nen Sys­te­me hereinfallen. 

Dabei gab es selbst zur Zeit des Alten Tes­ta­ments kei­nen Grund, ein par­al­le­les Erlö­sungs­sys­tem zur Hei­li­gen Schrift zu erschaf­fen. Die Bibel spricht im Alten Tes­ta­ment über 1.000 Mal60Link zum Arti­kel “Rep­en­tance ‑Baker’s Evan­ge­li­cal Dic­tion­a­ry of Bibli­cal Theo­lo­gy”: hier kli­cken von “Umkehr”, orig. “Sub” oder “schub”, “שוּב”, also der Bekeh­rung zu Gott und somit zur Erlösung.

Der Wunsch nach Selbst­er­hö­hung und das Stre­ben nach einer Art „Selbst­ver­wirk­li­chung“ durch gehei­mes Wis­sen ist letzt­lich ein Weg der Ver­füh­rung, der den Men­schen von der Ein­fach­heit des Evan­ge­li­ums weg­führt. Eine wah­re Erlö­sung und die Frei­heit der See­le wer­den allein durch die Gna­de Jesu Chris­ti erreicht. Die­ses Geschenk ist kos­ten­los und für jeden Men­schen sofort zugäng­lich. Es bedarf kei­ner okkul­ten Eli­ten oder gehei­mer Schlüs­sel – nur eines offe­nen Her­zens und der auf­rich­ti­gen Hin­ga­be an den Ret­ter und Erlö­ser Jesus Christus.

Aivanhovs Angriff auf das Fundament des Glaubens

Auf Sei­te 26 fin­det sich ein direk­ter Angriff auf eine der Kern­wahr­hei­ten des christ­li­chen Glau­bens. Aiv­an­hov ver­sucht hier, den Leser von der Bedeu­tung des ein­fa­chen Glau­bens weg­zu­brin­gen. Er schreibt:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 2, Sei­te 26

Aiv­an­hov beginnt die­sen Absatz mit einer rhe­to­risch geschickt gewähl­ten Behaup­tung über die Kir­chen­ge­schich­te, die für den nor­ma­len Leser kaum nach­prüf­bar ist. Er bean­sprucht für sich jedoch eine exklu­si­ve Ein­sicht, die er aus Quel­len wie der „Aka­sha-Chro­nik“ oder einem ver­meint­li­chen Ein­tau­chen in das Bewusst­sein Jesu Chris­ti61Aiv­an­hov beschreibt die­se psy­chi­sche Ver­ge­wal­ti­gung im Band 207, Kapi­tel 11, Sei­te 174ff und nennt die­se magi­sche Hand­lung “Iden­ti­fi­ka­ti­on”. Sie­he Rezen­si­on Izvor 207: hier kli­cken. ablei­ten will.

His­to­risch gese­hen ist sei­ne Dar­stel­lung aller­dings lücken­haft. Die Leh­re vom „Glau­ben allein“ (Sola Fide) war in der west­li­chen Kir­che vor der Refor­ma­ti­on im 16. Jahr­hun­dert kei­nes­wegs die vor­herr­schen­de offi­zi­el­le Leh­re. Über Jahr­hun­der­te hin­weg wur­de der Glau­be an Jesus Chris­tus stets mit der Not­wen­dig­keit eines gott­ge­fäl­li­gen Lebens und der Teil­nah­me an den Sakra­men­ten der Kir­che ver­knüpft. Erst Mar­tin Luther rück­te das Ver­trau­en auf die Gna­de Got­tes wie­der in das Zentrum.

Aber die­se absicht­lich gestif­te­te Ver­wir­rung soll Aiv­an­hov nur als Ein­lei­tung zur eigent­li­chen Schmä­hung Jesu Chris­ti die­nen, näm­lich, dass es anschei­nend nicht aus­reicht, einen star­ken Glau­ben zu haben, trotz den exakt gegen­tei­li­gen Schil­de­run­gen in der Bibel. Fra­gen wir uns doch kurz an die­ser Stel­le, was denn eigent­lich “das Wesent­li­che” im Glau­ben ist. Um was geht es Aiv­an­hov, wenn er den Lesern vor­macht, dass der Glau­be allein nicht aus­rei­chen würde?

Es geht um die Erret­tung. Und das ist das zen­tra­le The­ma mei­ner Web­sei­te. Ich for­de­re die Leser auf, sich zu bekeh­ren, d. h., alle Sün­den und alle Schuld, die man in sei­nem Leben ange­häuft hat, Jesus Chris­tus zu über­ge­ben und alles auf ihn abzu­wäl­zen. Das ist der Weg, die Ewig­keit an der Sei­te von Jesus Chris­tus ver­brin­gen zu kön­nen. Und natür­lich steht der Glau­be für die­sen Schritt an der ers­ten Stel­le. Ich muss an Jesus glau­ben und an die Wahr­haf­tig­keit einer Ret­tung aus mei­ner ganz per­sön­li­chen Mise­re her­aus, unab­hän­gig davon, was der ein­zel­ne Mensch an Sün­den, Ver­ge­hen oder Ver­bre­chen ange­häuft hat.

Ohne Glau­ben gibt es kei­nen Weg aus der Sün­de. Jesus ist das ein­zi­ge Werk­zeug, dass uns dazu zur Ver­fü­gung steht. Kein “geis­ti­ger Meis­ter”, kein Ein­ge­weih­ter, kein Guru, kein Geist­hei­ler, kein Men­tor, kein Influen­cer und kei­ne Kab­ba­la kön­nen uns vor der ewi­gen Ver­damm­nis ret­ten, son­dern ein­zig und allein Jesus Chris­tus. Die­sen Namen müs­sen wir in unse­rer Ver­zweif­lung rufen und ihn bit­ten, uns die Sün­den und die Schuld abzu­neh­men. Ihm müs­sen wir uns zuwen­den und Ihm sagen, dass Er unser Herr ist und in unser Leben kom­men soll. Und das wird Er tun! Das ist Sein Ver­spre­chen! Und am Anfang steht der Glau­be daran.

Die­sen “Glau­ben” kön­nen wir in der Bibel nach­le­sen, und zwar in jedem Buch vom Alten bis ins Neue Tes­ta­ment. Eine klei­ne Aus­wahl an beein­dru­cken­den Glau­bens-Geschich­ten aus dem Alten Tes­ta­ment lis­te ich hier auf:

Ver­füh­rer wie Aiv­an­hov füh­ren ihre “Schü­ler” über den Okkul­tis­mus an den Wahr­hei­ten der Hei­li­gen Schrift vor­bei. Damit zer­stö­ren sie schon im Vor­feld jedes Ver­trau­en in Gott und jeg­li­chen Glau­ben, denn sie pre­di­gen unauf­hör­lich, dass der Schü­ler an “das Wis­sen” kom­men müs­se. In die­sem 2. Kapi­tel ist es das “Wis­sen der Reli­gi­on”, wie Aiv­an­hov es auf Sei­te 26 aus­drückt, das schein­bar die Kab­ba­la und eine nicht näher beschrie­be­ne Geheim­leh­re ent­hält, die Jesus angeb­lich Johan­nes offen­bar­te, den ande­ren Apos­teln aber vor­ent­hal­ten hat. Aber Jesus hat nie eine Geheim­leh­re wei­ter­ge­ge­ben, sonst hät­te er in Johan­nes 18 nicht gesagt:

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 18,20 ↗

Wie nie­der­träch­tig ist die Vor­ge­hens­wei­se Aiv­an­hovs, sol­che Lügen an die Leser und “Schü­ler” wei­ter­zu­ge­ben. Die­se Lügen haben ihren Ursprung in einer gnos­ti­schen Schmäh­schrift aus dem 5. Jahr­hun­dert, dem “Apo­kry­phon des Johan­nes”.62Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Apo­kry­phon des Johan­nes”: hier kli­cken Wer sich mit die­sem Werk aus­ein­an­der­setzt und es unbe­irr­bar durch die Bibel prüft, wird sehr schnell fest­stel­len, dass dort der anti­christ­li­che Geist Satans wohnt und den Men­schen den Glau­ben an die Unfehl­bar­keit Chris­ti neh­men will. Wie die Pro­cho­ros-Akten liegt das “Apo­kry­phon des Johan­nes“63Link zum Buch “Inter­ro­ga­tio Iohan­nis” bei Ama­zon: hier kli­cken im Ori­gi­nal in kop­ti­scher Spra­che vor.

Jesus beton­te, dass der Glau­be den Schlüs­sel dar­stellt, durch den der Men­schen geret­tet wer­den kann und ewi­ges Leben an der Sei­te Got­tes im Para­dies erhält. Das sind bibli­sche Wahr­hei­ten, die allen Ver­su­chen der Ver­füh­rer bis heu­te stand­ge­hal­ten haben. In Johan­nes 11 und Johan­nes 14 sind wun­der­schö­ne Bei­spie­le davon aus sei­nem Mund zu lesen:

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 11,25 ↗

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 14,6 ↗

Wir dür­fen das glau­ben! Jesus ist das Leben, durch ihn wer­den wir geret­tet und erhal­ten ewi­ges Leben! Das ist die Gna­de Got­tes, die sich so fun­da­men­tal von der Skla­ven­trei­be­rei der Ver­füh­rer unter­schei­det. Ewi­ges Leben durch Gna­de vs. Tau­sen­de von Inkar­na­tio­nen, um gott­gleich zu wer­den, nur um schluss­end­lich doch zu schei­tern. Unser Glau­be allein reicht aus, um wie­der Kind Got­tes zu wer­den. Das ist das Ver­spre­chen Jesu Chris­ti. Gott wuss­te von Anfang an, das wir end­los sün­di­gen wer­den und ins Ver­der­ben ren­nen, dar­um sagt Jesus in Johan­nes 20 die­se Worte:

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 20,29 ↗

Wer danach strebt, sich selbst durch okkul­te Tech­ni­ken „sehend“ zu machen, begibt sich auf einen gefähr­li­chen Pfad. Schon in der Gene­sis (1. Mose 3,5) ver­sprach die Schlan­ge der Eva: „…euch wer­den die Augen geöff­net, und ihr wer­det sein wie Gott“. In der Leh­re Aiv­an­hovs begeg­net uns die­ses alte Ver­spre­chen in neu­em Gewand wie­der: Die Suche nach Erleuch­tung und dem „Öff­nen der Augen“ führt letzt­lich weg von der Demut und dem ret­ten­den Glau­ben. Blei­ben Sie daher wach­sam und hal­ten Sie an der Ein­fach­heit des Evan­ge­li­ums fest. Glück­se­lig sind jene, die ihr Ver­trau­en ganz auf Jesus Chris­tus setzen.

Petrus vs. Johannes – Zwietracht unter Gläubigen säen

Auf den Sei­ten 26 bis 28 ver­sucht Aiv­an­hov, die Men­schen über die Tren­nung der zwei Kir­chen, die Kir­che des Petrus, auch die petri­ni­sche Kir­che genannt, und die Kir­che des Johan­nes, auch die johannei­sche Kir­che genannt, zu ent­zwei­en. Ihm zufol­ge ist die petri­ni­sche Kir­che für Mor­de und Ver­bren­nun­gen von Men­schen ver­ant­wort­lich, wäh­rend die johannei­sche Kir­che im Gehei­men ihrer Arbeit nach­ge­gan­gen sei und nie­mals irgend­wen ver­brannt habe. Auch hier kön­nen wir wie­der das Vor­ge­hen Aiv­an­hovs beob­ach­ten, eine biblisch nicht beleg­ba­re Aus­sa­ge als fest­ste­hen­de Tat­sa­che zu benennen.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 2, Sei­te 27

Das Wis­sen um die­se anschei­nend fest­ste­hen­de Tat­sa­chen, hat Aiv­an­hov aus meh­re­ren früh­christ­li­chen apo­kry­phen und gnos­ti­schen Wer­ken. Wei­ter oben habe ich das “Apo­kry­phon des Johan­nes” genannt, und hier kommt eine wei­te­re Schmäh­schrift hin­zu, der “Pis­tis Sophia“64Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pis­tis Sophia”: hier kli­cken. Dar­in sind angeb­li­che Lehr­ge­sprä­che Chris­ti mit sei­nen Jün­gern nach sei­ner Auf­er­ste­hung fest­ge­hal­ten, Eifer­suchts­dra­men, vor allem von Petrus gegen Johan­nes und Maria, und eine Anlei­tung zur Erlö­sung durch die Über­win­dung von 32 fleisch­li­chen Begier­den. Und hier müs­sen die Alarm­glo­cken anfan­gen zu läu­ten. Eine Anlei­tung zur Erlösung…

Der “Pis­tis Sophia” wird als “kop­tisch-gnos­ti­scher Text” beschrie­ben und allein die­se Beschrei­bung reicht aus, um uns von die­ser Schrift abzu­wen­den und sie nie­mals in unser Christ-sein ein­zu­be­zie­hen. Wie schon aus­führ­lich in der Beschrei­bung der Pro­cho­ros-Akten dar­ge­stellt, han­delt auch der “Pis­tis Sophia” von The­men, die genau das Gegen­teil zur Heils­bot­schaft der Bibel dar­stel­len. Gehei­me Leh­ren, ver­bor­ge­ne Gesprä­che und Ein­wei­hung einer klei­nen Anzahl Men­schen, Eifer­sucht und okkul­te Prak­ti­ken zur Erlan­gung der Erlö­sung, der Selbst­ver­wirk­li­chung. All das ist die Hand­schrift Satans.

Die Unter­schie­de in der Erfahr­bar­keit von den von Aiv­an­hov erwähn­ten Schrif­ten, den Johan­nes-Akten, den Pro­cho­ros-Akten, dem Apo­kry­phon des Johan­nes und der Pis­tis Sophia zur Bibel sind enorm. Der anti­christ­li­che Geist setzt Limits von Men­schen, die über­haupt in Fra­ge kom­men, die­se “Leh­ren” stu­die­ren zu dür­fen, for­dert lebens­lan­ges Stu­di­um, um immer höhe­re Ein­wei­hungs­gra­de erfah­ren zu dür­fen, wäh­rend bei Jesus Chris­tus, unse­rem Gott, jeder Mensch, so wie er ist, zur end­gül­ti­gen und voll­stän­di­gen Erret­tung jeder­zeit will­kom­men ist.

Was für ein Unterschied!

Ich hof­fe, ich konn­te wenigs­tens in Grund­zü­gen klar­ma­chen, wohin uns die Ver­füh­rer wie Aiv­an­hov hin­füh­ren wol­len: In die maxi­ma­le Ent­fer­nung zu unse­rem Gott, der allein imstan­de ist, uns zu ret­ten und zu erlö­sen. Und das funk­tio­niert nur durch den Glau­ben dar­an, dass Jesus das wirk­lich so gesagt hat, und den Wil­len, die­ses Geschenk auch anzu­neh­men. Bit­te bekeh­ren Sie sich noch heu­te zu Jesus und keh­ren Sie dem Satan und dem Selbst­be­trug den Rücken. Erfah­ren Sie hier mehr.

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 11,25 ↗

Die Offenbarung des Johannes – Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?

Der nächs­te Abschnitt im Buch auf den Sei­ten 27 und 28 zeugt davon, wie weit Aiv­an­hov in den anti­christ­li­chen Lügen Satans ver­strickt ist. Viel­leicht mag der eine oder ande­re Leser bei die­ser Aus­sa­ge schlu­cken oder sich sogar empö­ren, aber wenn wir Aiv­an­hovs Behaup­tun­gen der Bibel kri­tisch gegen­über­stel­len, wird schnell klar, dass das zutrifft. Er sagt, begin­nend auf Sei­te 27: 

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 2, Sei­te 27 und 28

Ich bin so glück­lich dar­über, dass wir die­se Kern­aus­sa­ge eines ein­ge­fleisch­ten Okkul­tis­ten Schwarz auf Weiß in sei­nem Buch nach­le­sen kön­nen. Aiv­an­hov zählt in die­ser Behaup­tung, in die­sem einen Satz all die Din­ge auf, die einem Chris­ten laut der Bibel strikt ver­bo­ten sind.

Schlach­ter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗

Wie kann jemand, der von sich behaup­tet, im Bewusst­sein Jesu Chris­ti lesen zu kön­nen, gegen die­se schwer­ge­wich­ti­gen Gebo­te ver­sto­ßen? Aiv­an­hov ver­führt mit sei­ner Behaup­tung zur Sün­de gegen Gott, zur Über­tre­tung eines sehr wich­ti­gen Gebots und einer star­ken Leit­li­nie der Chris­ten. Er prä­zi­siert sei­ne Ver­füh­rung sogar indem er sagt, dass das Tarot kei­ne Spiel­kar­ten sei­en, son­dern eine Zusam­men­fas­sung der gesam­ten Ein­wei­hungs­leh­re dar­stel­len. Ich freue mich wirk­lich, dass Aiv­an­hov uns so klar vor Augen hält, wer und was er wirk­lich ist, und was sei­ne Mis­si­on auf Erden ist. 

Er ist ein Ver­füh­rer,65Link zum Gemi­ni-Chat „Bibli­sche Bedeu­tung des Wor­tes “Ver­füh­rer”“: hier kli­cken Kind des “Vaters der Lügen”, der zur Auf­ga­be hat, die Men­schen von der Wahr­heit und Ein­fach­heit Got­tes weg­zu­füh­ren.66Link zum You­Tube-Video “Okkul­tis­mus – Spiel mit dem Feu­er?”: hier kli­cken67Link zum You­Tube-Video “OKKULTISMUS, ESOTERIK, MAGIE, ALTERNATIVMEDIZIN auf dem Prüf­stand”: hier kli­ckenAiv­an­hov will mit sei­ner “geis­ti­gen Leh­re” vor allem das Ver­trau­en in Gott erschüt­tern und den “Schü­lern” vor­gau­keln, sie könn­ten durch eige­ne Anstren­gung so sein, wie Gott.

Bit­te hal­ten Sie sich die­se Aus­sa­ge vor Augen: “…son­dern eine Zusam­men­fas­sung der gesam­ten Ein­wei­hungs­leh­re dar­stel­len…”. Was für ein unle­ser­li­ches Cha­os muss die Ein­wei­hungs­leh­re sein, wenn das Tarot eine Zusam­men­fas­sung davon dar­stellt? Die­ses Cha­os ist so groß und für einen nor­ma­len Men­schen nicht zu begrei­fen, dass es immer einen soge­nann­ten “geis­ti­gen Meis­ter” (oder jemand, der sich dafür hält) braucht, um es zu erklä­ren. Der Miss­brauch ist vor­pro­gram­miert, wie wir anhand von Aiv­an­hovs Irr­leh­re per­fekt sehen kön­nen. Dut­zen­de “klei­ne Meis­ter” tum­meln sich zudem momen­tan im Schat­ten Aiv­an­hovs im Inter­net, einer erwach­ter als der ande­re. Mei­nen sie.

Die nächs­te Aus­sa­ge Aiv­an­hovs über­trifft aber alle oben genann­ten Behaup­tun­gen bei wei­tem. Er sagt auf Sei­te 28:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 2, Sei­te 28

Nicht nur, dass Aiv­an­hov ernst­haft der Mei­nung ist, dass es Pas­to­ren und Pries­ter gäbe, die sich davor scheu­en, die­ses groß­ar­ti­ge Buch in ihren Pre­dig­ten zu bespre­chen, er bezeich­net die got­tes­läs­ter­li­chen okkul­ten Beschäf­ti­gun­gen oben sogar als Wissenschaften.

  • Die Kab­ba­la ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Die Astro­lo­gie ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Die Alche­mie ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Die Magie ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Das Tarot ist kei­ne Wis­sen­schaft, es ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Die Ein­wei­hungs­leh­re ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre.

Mit nur weni­gen Klicks und kei­nem gro­ßen Such­auf­wand wur­de ich über drei Duzend Mal allein in You­Tube fün­dig, was Pre­dig­ten zur Offen­ba­rung des Johan­nes anbe­langt. Ich kann also behaup­ten, dass die Pas­to­ren und Pries­ter sich nicht scheu­en, die Apo­ka­lyp­se zu inter­pre­tie­ren und sie in ihre Pre­dig­ten ein­schlie­ßen. Schau­en Sie sich bit­te die­se You­Tube Play­lis­te dazu an: “Offen­ba­rung des Johan­nes”: Hier kli­cken.

Bit­te geben Sie Jesus Chris­tus die Chan­ce, in Ihr Leben zu kom­men, indem Sie ihn dar­um bit­ten. Wenn Sie ver­ste­hen, dass Aiv­an­hov und die ande­ren Ver­füh­rer, die sich “Meis­ter”, “Guru”, “Men­tor” und “Coach” nen­nen, Sie nur in den Hoch­mut und den Göt­zen­dienst trei­ben, der Ihnen die Türen zum Him­mel und zur Ewig­keit ver­schließt, wer­den Sie sofort umkeh­ren und nie wie­der zurück­ge­hen. Bit­te sehen Sie sich die­ses Video dazu an. Hier kli­cken.

Die Widersprüchlichkeit Aivanhovs auf den Punkt gebracht

Wie schon in Kapi­tel 1 möch­te ich zum Abschluss der Rezen­si­on des zwei­ten Kapi­tels die Wider­sprü­che auf­zei­gen, in die sich Aiv­an­hov in allen sei­nen Büchern unrett­bar ver­strickt. Gleich zu Beginn des Kapi­tels lässt sich Aiv­an­hov sehr nega­tiv über “den Kle­rus” aus, der es sei­ner Mei­nung nach nicht fer­tig gebracht hat, den Reich­tum, die Tie­fe, die Phi­lo­so­phie und den Sym­bo­lis­mus des Chris­ten­tums an die Men­schen zu ver­mit­teln und sich schä­men soll­te. Er gibt dem Kle­rus die Schuld, dass sich die Chris­ten abwen­den, um immer mehr und mehr in den Reli­gio­nen des Ostens nach “spi­ri­tu­el­ler Nah­rung” zu suchen.

Schein­bar habe man den Gläu­bi­gen Wis­sen vor­ent­hal­ten, mit dem es mög­lich gewe­sen wäre, ihren Intel­lekt, ihre See­le und ihren Geist ernäh­ren zu kön­nen. Das sei der Grund, so Aiv­an­hov, dass die Gläu­bi­gen ihren Glau­ben ver­lo­ren haben, weil sie den Ein­druck gewin­nen muss­ten, an “unge­reim­tes Zeug” zu glau­ben. Die­se Aus­sa­gen fin­den sich im Buch auf den Sei­ten 25 und 26 und gehen naht­los in die oben beschrie­be­nen Irre­füh­run­gen über. Sie sind jedoch dop­pelt widersprüchlich.

Zum einen beschreibt Aiv­an­hov im Buch “Die Mes­se und die Sakra­men­te – Der höhe­re Sinn christ­li­cher Riten“68Link zur Lese­pro­be des Buchs “Die Mes­se und die Sakra­men­te – Der höhe­re Sinn christ­li­cher Riten” von Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov bei Pros­ve­ta Ver­lag: hier kli­cken minu­ti­ös die christ­li­chen, nein, die katho­li­schen Sakramente:

  • Die Tau­fe
  • Die Eucha­ris­tie
  • Die Buße
  • Die letz­te Ölung
  • Die Ordi­na­ti­on
  • Die Ehe und
  • Die Macht der Sakra­ment in uns

Die Behand­lung der Sakra­men­te fin­det auf sage und schrei­be 40 Buch­sei­ten statt. Aiv­an­hov behan­delt also genau das von ihm als “weni­ges arm­se­li­ges Zeug” beschrie­be­ne Mate­ri­al, mit dem die Gläu­bi­gen in der Kir­che kon­fron­tiert wer­den. Wenn es doch aber sowie­so kei­nen Wert dar­stellt, war­um ein gan­zes Buch dar­über schreiben?

Auf der ande­ren Sei­te ergießt sich Aiv­an­hov in Schimpf­ti­ra­den über den Kle­rus und das weni­ge arm­se­li­ge Zeug, das in der christ­li­chen Leh­re übrig­ge­blie­ben sein soll. Das ist ein Wider­spruch in der “geis­ti­gen Leh­re” und lei­der nur so zu erklä­ren, dass hier ver­sucht wird, selbst die Sakra­men­te mit einem okkul­ten Über­zug zu bele­gen, der haupt­säch­lich Ver­wir­rung und Ent­fer­nung von Gott und Jesus Chris­tus zur Fol­ge haben soll.

Zum ande­ren stellt Aiv­an­hov die Chris­ten als fehl­in­for­mier­te Men­schen dar, die vom “Kle­rus” nur unnüt­zes Zeug erfah­ren haben. Wie wir wei­ter oben schon auf­ge­zählt haben, fehlt dem Chris­ten­tum laut Aiv­an­hov der Reich­tum, die Tie­fe, die Phi­lo­so­phie und der Sym­bo­lis­mus. All das soll absicht­lich nicht gelehrt wor­den sein und des­halb wan­dern vie­le Men­schen in öst­li­che Reli­gio­nen ab.

Gleich­zei­tig drängt Aiv­an­hov die Leser sei­ner Bücher in den got­tes­läs­ter­li­chen Okkul­tis­mus und vor allem in die Kab­ba­la, die schon aus der Fer­ne betrach­tet in sich selbst ein höchst undurch­sich­ti­ges Netz­werk aus spi­ri­tu­el­len Eli­ten, Geheim­leh­ren und Mys­te­ri­en dar­stellt. Sehr deut­lich sagt Aiv­an­hov auf Sei­te 26, dass die eso­te­ri­sche Leh­re einer geis­ti­gen Eli­te vor­be­hal­ten bleibt, die fähig ist, sie zu ver­ste­hen. Die eso­te­ri­sche Leh­re wird durch die johannei­sche Kir­che reprä­sen­tiert, die Aiv­an­hov wie­der­rum durch die Ver­mi­schung mit der Kab­ba­la ins Unkennt­li­che ent­stellt. Was für ein Wider­spruch und was für eine unaus­sprech­li­che Bla­ma­ge für Aiv­an­hov, durch sei­ne “geis­ti­ge Leh­re” nicht eine ein­zi­ge See­le Jesus Chris­tus hin­zu­ge­fügt zu haben.

Im “Eso­te­rik-Hand­buch – Hil­fen zur Prü­fung der Geis­ter” von Lothar Gas­s­mann wird die Kab­ba­la mit die­sen Wor­ten beschrieben:

Eso­te­rik-Hand­buch – Hil­fen zur Prü­fung der Geis­ter ↗ – Sei­te 172

Wie glück­lich kön­nen sich Men­schen schät­zen, die Jesus Chris­tus auf­ge­nom­men haben und in der Hei­li­gen Schrift sein leben­di­ges Wort sehen! Wie weit weg von der Lüge, der Mani­pu­la­ti­on und dem Hoch­mut dür­fen die­se Men­schen ihren Weg mit Jesus Chris­tus gehen! Bit­te befrei­en Sie sich von der zwang­haf­ten Lüge des Okkul­tis­mus von Aiv­an­hov und den ande­ren Ver­füh­rern und been­den Sie Ihren Selbst­be­trug. Die Ewig­keit an der Sei­te Ihres Schöp­fers war­tet auf Sie! Mehr erfah­ren: hier kli­cken.

Kapitel 3: Melchisedek und die Lehre von den beiden Prinzipien

Kapi­tel 3, Teil 1

Was wir sicher über Melchisedek wissen

In Kapi­tel 3 “Mel­chise­dek und die Leh­re von den bei­den Prin­zi­pi­en” fin­det eine mas­si­ve Falsch­dar­stel­lung der bibli­schen Fak­ten und eine okkul­te Auf­blä­hung der Per­son des Pries­ters Mel­chise­dek statt. Um die Ver­zer­rung Mel­chise­deks durch Aiv­an­hov ein­schät­zen zu kön­nen, müs­sen wir uns zuerst einen kom­pak­ten Über­blick über die tat­säch­lich ver­füg­ba­ren Fak­ten in der Bibel ver­schaf­fen. Los geht’s!69Ich benut­ze für sol­che Arten von Recher­che die App “Stu­di­en­bi­bel NGÜ und Schlach­ter” der Gen­fer Bibel­ge­sell­schaft: im Play Store

Mel­chise­dek wird an ledig­lich drei Stel­len in der Bibel nament­lich erwähnt:

  • Im 1. Buch Mose (Gene­sis)
  • Im Psalm 110
  • Im Brief an die Hebräer.

Die genau­en Stel­len sind: 1. Mose 14,18701. Mose 14,18 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, Psalm 110,471Psalm 110,4 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken und neun Ver­se in Hebrä­er, näm­lich 5,672Hebrä­er 5,6 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 5,1073Hebrä­er 5,10 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 6,2074Hebrä­er 6,20 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,175Hebrä­er 7,1 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,1076Hebrä­er 7,10 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,1177Hebrä­er 7,11 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,1578Hebrä­er 7,15 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,1779Hebrä­er 7,17 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken und 7,2180Hebrä­er 7,21 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken.

Laut der Hei­li­gen Schrift war Melchisedek:

  • König von Salem (1. Mose 14,18, Hebrä­er 7,1)
  • Pries­ter Got­tes (1. Mose 14,18, Hebrä­er 7,1)
  • Pries­ter in Ewig­keit nach der Wei­se Mel­chise­deks (Psalm 110,4, Hebrä­er 5,6, Hebrä­er 7,17, Hebrä­er 7,21)
  • Hohe­pries­ter nach der Wei­se Mel­chise­deks (Hebrä­er 5,10, Hebrä­er 6,20)
  • Ohne Vater, Mut­ter und Geschlechts­re­gis­ter (Hebrä­er 7,3)
  • hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens (Hebrä­er 7,3)
  • Pries­ter nach der Wei­se Mel­chise­deks (Hebrä­er 7,11)
  • Pries­ter von glei­cher Art wie Mel­chise­dek (Hebrä­er 7,15)

Also war Mel­chise­dek der König von Salem, ein Pries­ter und ein Hohe­pries­ter. Viel mehr ist über die­se Per­son anhand der Bibel nicht zu sagen.

Aivanhovs fiktives Portrait von Melchisedek

Ver­gleicht man die­se nüch­ter­nen bibli­schen Fak­ten mit den Behaup­tun­gen Aiv­an­hovs in die­sem Kapi­tel sei­nes Buches, so zeigt sich ein völ­lig ande­res Bild. Aiv­an­hov dich­tet Mel­chise­dek Eigen­schaf­ten an, die in kei­nem bibli­schen Kon­text stehen:

  • Flam­men­be­wah­rer im Ein­wei­hungs­zen­trum seit urdenk­li­chen Zei­ten (Sei­te 33)
  • Mel­chise­dek besitzt alles Wis­sen und alle Macht (Sei­te 33)
  • Stell­ver­tre­ter Got­tes (Sei­te 33)
  • unsterb­lich81Link zum Gemi­ni-Chat “Mel­chise­dek: Unsterb­lich oder lite­ra­ri­scher Typus?”: hier kli­cken(Sei­te 33)
  • Höchs­ter der Ein­ge­weih­ten (Sei­te 34)
  • brach­te Abra­ham die gesam­te Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft (Sei­te 35)
  • erscheint vor allen ande­ren Ein­ge­weih­ten, die zum Gip­fel gelangt sind (Sei­te 35)
  • Mel­chise­dek weih­te Abra­ham in ande­re Mys­te­ri­en ein (Sei­te 36)
  • Ver­tre­ter Got­tes auf der Erde (Sei­te 37)
  • besitzt All­macht über die Mate­rie (Sei­te 37)
  • kann nach Belie­ben einen Kör­per for­men oder auf­lö­sen (Sei­te 37)
  • die Mate­rie gehorcht ihm (Sei­te 37)

Und wei­ter:

  • kennt das Geheim­nis der Umwand­lung der Mate­rie (Sei­te 37)
  • Als Pries­ter des Aller­höchs­ten bringt er Gott die reins­te Quint­essenz der Mate­rie dar (Sei­te 37)
  • spielt als Stell­ver­tre­ter Got­tes die wich­tigs­te Rol­le auf Erden (Sei­te 38)
  • gibt alle Anord­nun­gen, die das Schick­sal der Men­schen betref­fen (Sei­te 38)
  • unter­rich­te­te alle gro­ßen Ein­ge­weih­ten wie Her­mes Tris­me­gis­tos, Orpheus, Pytha­go­ras, Pla­ton, Bud­dha, Zara­thus­tra und Jesus (Sei­te 38)
  • sand­te die hei­li­gen drei Köni­ge aus, um sich vor Jesus zu ver­nei­gen, denn Jesus war die Inkar­na­ti­on des Chris­tus­prin­zips (Sei­te 38)
  • all die Größ­ten haben Mel­chise­deks Leh­re emp­fan­gen, selbst Jesus (Sei­te 38)
  • Obers­ter des „Orden des Mel­chise­deks“ (Sei­te 40)
  • hat die Auf­ga­be, im Gehei­men zu blei­ben (Sei­te 40)
  • wur­de nicht gebo­ren wie ein Mensch (Sei­te 40)

Aiv­an­hov baut sei­ne Irr­leh­re auf sämt­li­che Bibel­ver­se auf, die Mel­chise­dek erwäh­nen. Die größ­te Ent­stel­lung geschieht in Hebrä­er 7,3, dort heißt es im Wortlaut: 

Hebrä­er 7,3 ↗

Was in die­sen Ver­sen des Hebrä­er­brie­fes lite­ra­risch zu ver­ste­hen ist, nimmt Aiv­an­hov wört­lich, um eine Gestalt künst­lich auf­zu­blä­hen und zu mys­ti­fi­zie­ren, die ledig­lich einen Weg­wei­ser auf Jesus Chris­tus dar­stellt. Er meint auf Sei­te 33:

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 33

Nie war Mel­chise­dek der Stell­ver­tre­ter Got­tes. Mit kei­nem ein­zi­gen Wort wird die­ses Ver­hält­nis in der Bibel beschrie­ben. Der ein­zi­ge Grund, war­um Aiv­an­hov die­sen fal­schen Sach­ver­halt so deut­lich her­aus­stellt, ist die Tat­sa­che, dass er dadurch Jesus Chris­tus ernied­ri­gen kann und Zwei­fel in die Her­zen der Leser sät, die sich nicht mehr sicher sind, war­um dann Jesus als der ein­zi­ge Weg zum Vater beschrie­ben wird, wenn doch eigent­lich Mel­chise­dek in Wahr­heit der Gro­ße sein soll. Das ist ein Angriff auf die Auto­ri­tät des Vaters, des Sohns und des Hei­li­gen Geis­tes. Die­se Art von Gott­lo­sig­keit wird sehr tref­fend in Judas 8 beschrieben:

Judas 8 ↗

Mit der Läs­te­rung geht es auf Sei­te 40 wei­ter, wo Aiv­an­hov behaup­tet, dass Mel­chise­dek nicht durch Geburt auf die­ser Welt erschien, weil er eine ande­re, “eine gehei­me Auf­ga­be” hat.

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 40

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 40

Wie­der sieht man hier den Ver­such Aiv­an­hovs, durch eine gro­be Ent­stel­lung eines Bibel­ver­ses, einen völ­lig ande­ren Zusam­men­hang zu kre­ieren, als die Bibel tat­säch­lich beschreibt. Für Aiv­an­hov reicht es aus, die Stel­le “Ohne Vater, ohne Mut­ter…” als Grund­la­ge für sei­ne eso­te­ri­sche Fehl­deu­tung zu ver­wen­den. In den mehr als 15 Jah­ren mei­ner Beschäf­ti­gung im Pros­ve­ta Ver­lag, also der Ver­lag, der die “Wer­ke” Aiv­an­hovs her­aus­gibt, habe ich nicht einen Men­schen aus der “Uni­ver­sel­len Wei­ßen Bru­der­schaft” ken­nen­ge­lernt, der die­se haar­sträu­ben­den Aus­sa­gen Aiv­an­hovs ange­zwei­felt oder auch nur kri­tisch hin­ter­fragt hat. Kei­nen ein­zi­gen. Und das ist trau­rig, denn es beweist, wie tief und gründ­lich Aiv­an­hovs Gehirn­wä­sche funktioniert.

Aiv­an­hov gau­kelt sei­nen Lesern vor, Mel­chise­dek sei die höchs­te mys­ti­sche Figur der Ein­wei­hungs­leh­re, unsterb­lich und ohne Geburt aus dem Nichts her­aus von Gott erschaf­fen. Aber das stimmt nicht. “Ohne Vater, ohne Mut­ter, ohne Geschlechts­re­gis­ter” bedeu­tet in Wahr­heit, dass sei­ne Eltern und sein Stamm­baum für sein Amt als Pries­ter zur dama­li­gen Zeit kei­ne Rol­le spiel­ten, da er von Gott direkt ein­ge­setzt wur­de. Mel­chise­dek dient in der Bibel als Vor­bild und lite­ra­ri­scher Hin­weis auf die Ewig­keit Jesu Chris­ti. Wäre er die gran­dio­se mys­ti­sche Figur, die Aiv­an­hov aus ihm macht, wäre er in der Bibel aus­führ­lich erwähnt. Denn die Hei­li­ge Schrift ist für alle Men­schen geschrie­ben und nicht nur für eine klei­ne Eli­te selbst­er­nann­ter “Ein­ge­weih­ter”.

Die­se mehr als 20 Punk­te, die Aiv­an­hov ent­ge­gen der bibli­schen Leh­re Mel­chise­dek unter­schiebt, klin­gen wie aus einem Mär­chen und sind tat­säch­lich rei­ne Fik­ti­on, rei­ne mensch­li­che Erfin­dung. Schon die­se Auf­lis­tung macht deut­lich, dass es eine der Haupt­auf­ga­ben Aiv­an­hovs ist, die Men­schen von Jesus Chris­tus weg­zu­füh­ren. Wenn wir die­ser Dar­stel­lung glau­ben wür­den, bräuch­ten wir kei­nen Jesus mehr, wenn doch Mel­chise­dek die wich­tigs­te Rol­le auf der Erde spielt. War­um noch an Jesus fest­hal­ten, wenn Er angeb­lich doch nur ein Schü­ler Mel­chise­deks war? Vor die­ser Irr­leh­re muss aus­drück­lich gewarnt werden!

Es ist erschre­ckend zu sehen, wie tief und gründ­lich Aiv­an­hovs Gehirn­wä­sche funk­tio­niert. Er ent­zieht Jesus Chris­tus sei­ne Ein­zig­ar­tig­keit und ersetzt sie durch ein okkul­tes Sys­tem. Wer Mel­chise­dek über Jesus stellt, ver­lässt den Boden des Evan­ge­li­ums. Es ist eine sub­ti­le Form der Ver­füh­rung, die das Ziel hat, die ret­ten­de Bezie­hung zum Sohn Got­tes zu kappen.

Täuschung durch Unterschlagung

Eine Spe­zia­li­tät Aiv­an­hovs ist es, Bibel­ver­se aus dem Zusam­men­hang zu rei­ßen und ent­schei­den­de Stel­len ein­fach weg­zu­las­sen. In Kapi­tel 3 ver­sucht er erneut, den Leser zu täu­schen, indem er den Bibel­text abrupt bei Offen­ba­rung 1,17 abbricht, direkt vor der Stel­le, die unmiss­ver­ständ­lich klärt, wer hier zu Johan­nes spricht.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Auf Sei­te 32 zitiert er:
»Fürch­te dich nicht! Ich bin der Ers­te und der Letz­te und der Leben­di­ge…«

An die­ser Stel­le hört das Zitat im Buch auf. War­um? Weil Aiv­an­hov Raum für sei­ne eige­ne Theo­rie schaf­fen will. Er behaup­tet frech:

„Seit zwei­tau­send Jah­ren ver­su­chen die Bibel­for­scher und Theo­lo­gen her­aus­zu­fin­den, wer die­se mys­te­riö­se Per­son ist […] Alle mög­li­chen Ant­wor­ten wur­den dar­auf gege­ben.“

Die­se Aus­sa­ge ist eine glat­te Lüge, denn die Ant­wort steht direkt im nächs­ten Vers.

Wer war tot und lebt nun in Ewig­keit? Wer hat die Schlüs­sel des Todes? Es ist ein­zig und allein Jesus Chris­tus! Mel­chise­dek war nie­mals tot und ist nicht für unse­re Sün­den auf­er­stan­den. Aiv­an­hovs Behaup­tung auf Sei­te 33: „Die­se Per­son, die sich Johan­nes zeig­te, ist Mel­chise­dek“, ist somit biblisch völ­lig unhalt­bar und eine bewuss­te Irreführung.

Zudem lässt Aiv­an­hov, ver­mut­lich eben­falls absicht­lich, die grund­sätz­li­che Offen­ba­rungs­struk­tur des letz­ten Buchs der Bibel weg. Die­se wird in Vers 1 deut­lich beschrie­ben: “Offen­ba­rung Jesu Chris­ti, die Gott ihm gege­ben hat, um sei­nen Knech­ten zu zei­gen, was rasch gesche­hen soll; und er hat sie bekannt gemacht und durch sei­nen Engel sei­nem Knecht Johan­nes gesandt…”. Grund­sätz­lich wird die Offen­ba­rung also durch einen Engel, der nicht nament­lich erwähnt wird, an Johan­nes übermittelt.

Für die Gesamt­über­mitt­lung gilt also:
Gott (Vater) –> Jesus (Sohn) –> Engel –> Johan­nes –> Gemeinden.

Für die kon­kre­te Visio­nen gilt, dass selbst­ver­ständ­lich der ver­herr­lich­te Jesus zu Johan­nes spricht. Die oben­ge­nann­te Lüge Aiv­an­hovs, dass seit zwei­tau­send Jah­ren ver­geb­lich ver­sucht wird, her­aus­zu­fin­den, wer die­se angeb­lich mys­te­riö­se Gestalt ist, wird von Aiv­an­hov benutzt, um sich selbst als den ein­zi­gen „geis­ti­gen Meis­ter“, Hell­se­her und Ein­ge­weih­ten zu insze­nie­ren. Er sug­ge­riert sei­nen Schü­lern, dass er nach angeb­lich 2000 Jah­ren der Unwis­sen­heit end­lich das Rät­sel lösen kann. Er nutzt die Unkennt­nis der Leser aus, um sei­ne eige­ne okkul­te Auto­ri­tät über die Hei­li­ge Schrift zu stellen.

Dabei gibt es gar kein Rät­sel, weder auf der Sei­te der Kir­che, noch auf der Sei­te der Gläubigen.

Dem Leser der Bibel­stel­le Off 1,18 wird spä­tes­tens bei: „und ich war tot, und sie­he, ich lebe von Ewig­keit zu Ewig­keit, Amen!“ klar, dass es sich um Jesus Chris­tus han­delt, denn er wur­de gekreu­zigt, starb am Kreuz und ist leib­lich wie­der­auf­er­stan­den. In kei­nem Vers, der Mel­chise­dek behan­delt, steht zu lesen, dass Mel­chise­dek tot war und auf­er­stan­den ist, und auch nicht, dass er die Schlüs­sel des Toten­rei­ches besitzt. Die­se Per­son ist Jesus Christus.

In der Offen­ba­rung sind wei­te­re Ver­se zu fin­den, die ein­deu­tig auf Jesus Chris­tus als Bot­schaf­ter in der Visi­on des Johan­nes hinweisen.

Mit all die­sen Ver­sen ist ganz klar zu erken­nen, dass Jesus Chris­tus selbst mit Johan­nes zu den Gemein­den spricht. Natür­lich wuss­te Johan­nes, wer die­se Gestalt war, vor der er “nie­der­fiel wie tot”, denn als die Stim­me in Offen­ba­rung 1,8 sag­te: “Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der All­mäch­ti­ge.” war für Johan­nes klar, dass es Jesus ist.82Offen­ba­rung 1,8 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken

Lie­be Leser, las­sen Sie bit­te größ­te Vor­sicht wal­ten! Der Aus­tausch der Per­so­nen Mel­chise­dek gegen Jesus stellt einen anti­christ­li­chen Ver­such dar, Jesus Chris­tus zu ent­thro­nen und gegen einen Pries­ter aus­zu­tau­schen. Aiv­an­hovs Wir­ken zielt dar­auf ab, Jesus Chris­tus zu ernied­ri­gen, zu ver­mensch­li­chen und in ein okkul­tes Sys­tem ein­zu­glie­dern. Aber Sie müs­sen sich immer vor Augen hal­ten, dass Jesus der Sohn Got­tes ist, der Erlö­ser, nicht Mel­chise­dek. Jesus ist der ein­zi­ge Weg, nicht Mel­chise­dek.83Link zum Gemi­ni-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theo­lo­gi­sche Deu­tung“: hier kli­cken Jesus Chris­tus ist nicht durch einen Pries­ter ersetzbar.

Die Umdeutung von Brot und Wein: Kosmische Prinzipien statt göttlicher Gnade

Ein beson­ders per­fi­der Teil von Aiv­an­hovs Stra­te­gie zeigt sich in sei­ner Aus­le­gung der Gaben Mel­chise­deks. In der Bibel lesen wir in 1.Mose 14,18 ganz schlicht: „Aber Mel­chise­dek, der König von Salem, brach­te Brot und Wein her­bei.“ Für einen Chris­ten ist dies ein wun­der­ba­rer Hin­weis auf das spä­te­re Abend­mahl, das Jesus Chris­tus mit sei­nen Jün­gern ein­setz­te. Aiv­an­hov inter­es­siert sich jedoch nicht für die bibli­sche Ver­hei­ßung oder die Gemein­schaft mit Gott. Er miss­braucht die­se Sym­bo­le, um sei­ne „Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft“ zu legi­ti­mie­ren. Auf Sei­te 35 behaup­tet er:

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 35

Hier ver­las­sen wir end­gül­tig den Boden der Hei­li­gen Schrift. Die Ein­tei­lung der Welt in ein „männ­li­ches“ und ein „weib­li­ches“ Prin­zip, die angeb­lich das gesam­te Uni­ver­sum steu­ern, stammt nicht aus Got­tes Wort, son­dern aus der anti­ken Her­me­tik84Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Her­me­tik”: hier kli­cken und dem Gnos­ti­zis­mus. Aiv­an­hov macht aus einem Akt der Seg­nung eine tech­ni­sche For­mel. Brot und Wein sind für ihn kei­ne Gaben Got­tes mehr, die uns auf das Opfer Jesu am Kreuz hin­wei­sen, son­dern ledig­lich „Bat­te­rien“ für kos­mi­sche Kräf­te. Das ist kein Chris­ten­tum, das ist Magie im reli­giö­sen Gewand!

Indem Aiv­an­hov das Brot zum „männ­li­chen“ und den Wein zum „weib­li­chen“ Prin­zip erklärt, raubt er die­sen Sym­bo­len ihre ret­ten­de Kraft. In der Bibel sagt Jesus: „Ich bin das Brot des Lebens“ (Johan­nes 6,35) und über den Kelch: „Denn das ist mein Blut, das des neu­en Bun­des, das für vie­le ver­gos­sen wird zur Ver­ge­bung der Sün­den“ (Mat­thä­us 26,28). Bei Aiv­an­hov hin­ge­gen wird der Fokus vom Ret­ter weg auf eine abs­trak­te „Wis­sen­schaft“ gelenkt. Der Mensch soll nicht mehr an Jesus glau­ben, son­dern die „Geset­ze der Prin­zi­pi­en“ ver­ste­hen und anwen­den. Er ersetzt die ret­ten­de Gna­de durch ein kom­pli­zier­tes Sys­tem der Selbsterlösung.

Las­sen Sie sich nicht durch die­se Irr­leh­re täu­schen: Wer Brot und Wein zu blo­ßen Sym­bo­len für „kos­mi­sche Prin­zi­pi­en“ degra­diert, der ver­kün­det ein ande­res Evan­ge­li­um. Es ist der Ver­such, das Hei­li­ge zu pro­fa­nie­ren und in ein okkul­tes Welt­bild zu pres­sen, in dem der Mensch durch „Wis­sen“ (Gno­sis) statt durch Umkehr und Glau­ben geret­tet wer­den will. Blei­ben Sie unbe­dingt bei der Ein­fach­heit, die in Jesus Chris­tus ist!

Ich will Ihnen die Ernst­haf­tig­keit mei­ner Anschul­di­gun­gen von Aiv­an­hovs Ver­dre­hun­gen und Ent­stel­lun­gen mit einem Vers aus der Offen­ba­rung 21,8 verdeutlichen:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 21,8 ↗

Ich bit­te Sie ein­dring­lich: Wen­den Sie sich von der okkul­ten Lek­tü­re Aiv­an­hovs ab und gehen Sie die ers­ten ernst­haf­ten Schrit­te auf Jesus Chris­tus zu, selbst wenn Sie der Mei­nung sind, Jesus schon in Ihr Leben auf­ge­nom­men zu haben. Das Lesen der Bücher Aiv­an­hovs beweist, das dem nicht so ist. So wie Gott dem Pha­rao in Ägyp­ten das Herz ver­sto­cken konn­te,85Lesen Sie in 2. Mose 14,8 selbst nach: hier kli­cken so kann Ihr Geist durch abge­fal­le­ne Engel ver­ne­belt wer­den. Legen Sie es dar­auf an: Prü­fen Sie selbst die Aus­sa­gen Aiv­an­hovs anhand der Bibel und bit­ten Sie Jesus Chris­tus um die Wahrheit!

Irreführung durch Unterstellung: Ein “Orden” für Jesus?

Eine wei­te­re gra­vie­ren­de Ver­dre­hung im ers­ten Teil von Kapi­tel 3 betrifft die Behaup­tung Aiv­an­hovs, Mel­chise­dek gehö­re einem gehei­men “Orden” an oder sei gar des­sen Ober­haupt. Er geht sogar so weit zu unter­stel­len, dass auch Jesus die­sem “Orden des Mel­chise­dek” ange­hört habe.

Auf Sei­te 38 schreibt er:

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 38

Hier nutzt Aiv­an­hov eine geziel­te Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on. In der Bibel wird Jesus als ein Pries­ter “nach der Ord­nung Mel­chise­deks” bezeich­net (Hebrä­er 5,6; 7,17). Das grie­chi­sche Wort taxis, das hier ver­wen­det wird, bedeu­tet „Rang“, „Art“ oder „Wei­se“. Es beschreibt die Art des Pries­ter­tums, eines, das nicht auf mensch­li­cher Abstam­mung (wie bei den Levi­ten) beruht, son­dern auf gött­li­cher Einsetzung.

Aiv­an­hov deu­tet “Ord­nung” jedoch fälsch­lich als “Orden” um. Das ist kein ein­fa­cher Über­set­zungs­feh­ler aus dem Fran­zö­si­schen, son­dern das Fun­da­ment sei­ner gesam­ten Irr­leh­re. Er ver­sucht, um Jesus Chris­tus her­um eine pri­mi­ti­ve Geheim­ge­sell­schaft zu kon­stru­ie­ren – eine Art “Loge” oder “Geheim­leh­re”. Durch die stän­di­ge Wie­der­ho­lung die­ses fal­schen Begriffs sug­ge­riert er dem Leser eine okkul­te Hier­ar­chie, die es in der Bibel schlicht­weg nicht gibt.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 39

Aber wir kön­nen an die­ser Stel­le sagen, dass, egal wie mys­tisch, bunt und aus­ge­schmückt Aiv­an­hovs Fan­ta­sie­vor­stel­lun­gen wei­ter­ge­hen, sie kei­nen Bestand haben. Null, denn in der Bibel steht etwas ganz ande­res und nur dar­auf kommt es an. Nur das leben­di­ge Wort zählt, und wenn jemand anfängt, die Bibel umzu­deu­ten und zu ver­fäl­schen, wie Aiv­an­hov das in die­sem Buch macht, müs­sen wir aus­stei­gen und die­se gan­ze “geis­ti­ge Leh­re” kom­plett ableh­nen. Sie ist ein Werk des Teu­fels.86Link zum You­Tube-Video “Wie durch­schaue ich FALSCHE PROPHETEN im INTERNET und anders­wo?”: hier kli­cken

Der 20. Vers in Hebrä­er 6 liest sich in den ver­schie­de­nen Bibel­über­set­zun­gen so:

Schlach­ter 2000 – Hebrä­er 6,20

Ein­heits­über­set­zung 2016 – Hebrä­er 6,20

Elber­fel­der Bibel – Hebrä­er 6,20

Luther­bi­bel 2017 – Hebrä­er 6,20

Auf Sei­te 40 bezieht sich Aiv­an­hov auf zwei Ver­se aus dem Hebrä­er­brief, die sei­ner Mei­nung nach bewei­sen sol­len, dass Jesus von Mel­chise­dek unter­rich­tet wur­de und im “Orden des Mel­chise­dek” unter­halb von Mel­chise­dek ste­hen wür­de. Dies­mal muss der arme Pau­lus her­hal­ten und die okkul­ten Lügen Aiv­an­hovs über sich erge­hen las­sen. Das Ziel die­ser Unter­stel­lung ist per­fi­de: Jesus soll als ein “Schü­ler” oder “Adept” dar­ge­stellt wer­den, der erst durch eine fast unbe­kann­te Gestalt wie Mel­chise­dek unter­wie­sen und beför­dert wer­den musste.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 40

Die Hei­li­ge Schrift wider­spricht dem jedoch ent­schie­den. Im Hebrä­er­brief (5,5−6) lesen wir unmiss­ver­ständ­lich, wer Jesus ein­ge­setzt hat:

Schlach­ter 2000 – Hebrä­er 5,5 ↗

Gott Vater selbst hat sei­nen Sohn ein­ge­setzt. Jesus Chris­tus hat­te es nicht nötig, von Mel­chise­dek unter­rich­tet oder in einen Orden auf­ge­nom­men zu wer­den. Er ist Gott von Ewig­keit her.

Ich wür­de sehr gern sagen, dass Aiv­an­hov die The­ma­tik der genann­ten Bibel­stel­len nicht ver­stan­den hat, aber lei­der ist das Gegen­teil der Fall. Aiv­an­hov will mit die­ser bewuss­ten Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on der Bibel­stel­len die Leser­schaft von der Kern­wahr­heit über Jesus Chris­tus weg­füh­ren und den Sohn Got­tes erbärm­lich und schwäch­lich erschei­nen las­sen, der es nötig hat, von einer fast unbe­kann­ten Gestalt unter­rich­tet zu wer­den. Damit erreicht Aiv­an­hov auf jeden Fall eines, näm­lich, dass die Leser in Unsi­cher­heit ver­fal­len und Jesus und die abso­lu­te Glaub­wür­dig­keit der Bibel in Fra­ge stellen.

Die Behaup­tung, Jesus und Mel­chise­dek gehör­ten einem fik­ti­ven “Orden” an, ist ein eso­te­ri­scher Ver­such, Jesus zu ent­mach­ten und ihn in ein men­schen­ge­mach­tes, hier­ar­chi­sches Sys­tem zu pres­sen. Die­se bibel­fer­ne Dar­stel­lung dient nur einem Zweck: Die abso­lu­te Glaub­wür­dig­keit der Bibel zu unter­gra­ben und die Leser in geis­ti­ge Unsi­cher­heit zu stür­zen. Als Chris­ten müs­sen wir die­se Fal­le klar erken­nen. Die Quel­le sol­cher Unter­stel­lun­gen ist der “Vater der Lüge”,87Lesen Sie in Johan­nes 8,44 selbst nach: hier kli­cken der ver­sucht, das ret­ten­de Werk Jesu Chris­ti durch okkul­te Fan­ta­sie­ge­bil­de zu erset­zen. Wir hal­ten fest: Jesus Chris­tus ist kein Mit­glied eines Ordens – Er ist der Herr der Herren!

Wegführen von der Buße und das Verschweigen der Bekehrung

Eine der gefähr­lichs­ten Ent­stel­lun­gen in Aiv­an­hovs Leh­re ist das sys­te­ma­ti­sche Weg­füh­ren von der Buße und das Ver­schwei­gen der Not­wen­dig­keit einer Bekeh­rung. Für jeden Chris­ten ist die Buße ein Grund­be­dürf­nis, da sie die leben­di­ge Bezie­hung zu Jesus Chris­tus erneu­ert. Aiv­an­hov hin­ge­gen ersetzt die­se bibli­sche Rei­ni­gung und Erret­tung88Link zum You­Tube-Video “Was bedeu­tet das, Jesus auf­neh­men?”: hier kli­cken durch pri­mi­ti­ve, fleisch­lich-okkul­te Rituale.

Bei der Buße spricht der Christ mit Jesus über began­ge­ne Feh­ler und Sün­den und legt die­se offen vor unse­ren Erlö­ser. Die­ses reue­vol­le Ver­hal­ten hat in den meis­ten Fäl­len eine Umkehr und eine Neu­ori­en­tie­rung für den Men­schen zur Fol­ge. Wir alle wis­sen, wie hart­nä­ckig bestimm­te Din­ge in uns fest­sit­zen und oft­mals eine eige­ne Rou­ti­ne gebil­det haben. Oft wie­der­ho­len wir Fehl­ver­hal­ten, weil es sich abspielt, wie von einer Schall­plat­te. Aber mit der Buße kön­nen wir in Zusam­men­ar­beit mit Gott eine Umkehr erwir­ken, wir wer­den frei von den schäd­li­chen Handlungen. 

Buße zu tun, erfor­dert Mut und vor allem die Fähig­keit, die eige­nen Feh­ler zu sehen und vor Gott zuzu­ge­ben. Die angeb­li­chen Schü­ler, die sich um Aiv­an­hov scha­ren, sind dazu nicht mehr in der Lage, sie haben die­se Fähig­keit ver­lo­ren. Ihnen wur­de sug­ge­riert, dass sie alle gött­li­chen Eigen­schaf­ten und Fähig­kei­ten bereits in sich haben und sie durch Übun­gen nur noch zu akti­vie­ren brau­chen. Die­se Men­schen glau­ben, dass sie nur ver­ges­sen haben, wer und was sie in Wirk­lich­keit sind, näm­lich Göt­ter, die irgend­wann auf der “Neu­en Erde” leben wer­den und ins “Gol­de­ne Zeit­al­ter” beru­fen sind. 

Wer sich jedoch ein­bil­det, bereits voll­kom­men oder gar gott­gleich zu sein, ver­liert die Not­wen­dig­keit zur Umkehr aus den Augen. Die Fol­ge ist ein Leben unter einer unvor­stell­ba­ren Last aus unbe­rei­nig­ter Schuld und Sün­de – getarnt durch eine Mas­ke spi­ri­tu­el­ler Überlegenheit.

Die Anma­ßung Gott gegen­über, zu behaup­ten, man sei selbst wie Gott und kön­ne durch bewuss­te Arbeit an sich selbst, durch Trans­for­ma­ti­on, durch inten­si­ve Rei­ni­gung und Har­mo­ni­sie­rung sei­nes gan­zen Orga­nis­mus in die­ses Gott­be­wusst­sein erwa­chen, basiert unter ande­rem auf einer ein­deu­ti­gen Fehl­deu­tung der Bibel­stel­le “Ihr seid Göt­ter” im Psalm 82. Die­se Irr­leh­re wird von Aiv­an­hov z. B. in den “Gedan­ken für den Tag” am 9. Juni 2003, am 4. Okto­ber 2007, am 29. Janu­ar 2011, am 3. März 2018, am 18. April 2025 und am 13. Janu­ar 2026 verbreitet.

Kei­ner die­ser Men­schen tut Buße, so wie Gott das von uns Men­schen for­dert. War­um auch, denn Aiv­an­hov behan­delt die Buße nur in einem Buch aus einer Aus­wahl von mehr als 100 Büchern, die von ihm erschie­nen sind, und dort auch nur auf drei arm­se­li­gen Dop­pel­sei­ten. Schlim­mer noch, die Buße wird zwar ange­spro­chen, es gibt aber kei­ner­lei Anlei­tung zur Buße und der Text ist durch­seucht mit okkul­ten Lügen, die alles wie­der der­ma­ßen ent­stel­len, dass es für einen Chris­ten unmög­lich ist, sich län­ger mit die­sen Tex­ten auseinanderzusetzen.

Jere­mia 23 im Alten Tes­ta­ment hat ab Vers 9 die Über­schrift “Got­tes Gericht über die Lügen­pro­phe­ten“89Lese das gan­ze Kapi­tel auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken. Die­ses Kapi­tel kann man als Anlei­tung lesen, wie man fal­sche Pro­phe­ten und Lügen­geis­ter erken­nen kann. In Vers 22 lesen wir:

Schlach­ter 2000 – Jere­mia 23,22 ↗

“Hät­ten sie in mei­nem Rat gestan­den…“
Hät­te Aiv­an­hov die geis­ti­ge Tie­fe und die Nähe zu Jesus, die er vor­gibt zu haben, wür­de er durch den Hei­li­gen Geist gelei­tet wer­den und es wäre ihm unmög­lich, einen sol­chen Schwach­sinn von sich zu geben, wie in all sei­nen Büchern zu lesen ist. Aiv­an­hov dreht vie­le Anlei­tun­gen aus der Bibel ein­fach um und deu­tet die meis­ten Situa­tio­nen absicht­lich falsch, wie wir bis­her gese­hen haben. Aiv­an­hov steht ganz sicher nicht im Rat Got­tes, d. h. er wird nicht vom gött­li­chen Geist geleitet.

“…so wür­den sie mei­nem Volk mei­ne Wor­te ver­kün­di­gen…“
Aiv­an­hov ver­kün­digt nicht die Wor­te Got­tes, er zwei­felt sie ganz direkt und ohne Scham an. Nur eine klei­ne Aus­wahl davon habe ich in die­ser Rezen­si­on bespro­chen. Er bestrei­tet die abso­lu­te Gött­lich­keit Jesu Chris­ti, leug­net sei­nen Tod und sei­ne leib­li­che Auf­er­ste­hung und setzt ihn in sei­ner Lügen­hier­ar­chie unter­halb von Mel­chise­dek an. Als Sohn Got­tes ist Jesus der ein­ge­bo­re­ne Gott auf die­ser Welt, der kei­nen Stell­ver­tre­ter braucht. Als Sohn Got­tes hat Jesus allei­ne die Macht und Herr­schaft auf die­ser Welt, nicht der Pries­ter Mel­chise­dek. Aiv­an­hov ver­kün­digt nicht die Wor­te Gottes.

“…und sie abbrin­gen von ihrem bösen Weg und von ihren schlim­men Taten.“
Das ist der Auf­ruf zur Buße und zur Umkehr, hin zu unse­rem Gott und Vater, der uns alles ver­gibt und uns wie­der in sein Haus auf­nimmt, wenn wir fähig zur Buße sind. Nichts davon ist bei Aiv­an­hov zu lesen, es gibt kei­ne Anlei­tung, kei­ne Aus­ein­an­der­set­zung, kei­nen Auf­ruf zur Buße, nichts. Das ist ein Ver­bre­chen, denn all sei­ne hoch­mü­ti­gen und stol­zen “Schü­ler” wer­den mit lee­ren Hän­den bei Gericht erschei­nen und mit unvor­stell­ba­ren Las­ten der Schuld und der Sün­de bela­den sein. Kei­ne schö­ne Vorstellung.

Die Buße ist die ganz bewuss­te Hin­wen­dung zu Gott, um sei­ne Schuld, sei­ne Last los­zu­wer­den. Das ist auch eine Metho­de, um sich stän­dig mit Gott zu füh­len, der das indi­vi­du­el­le Leben aus­füllt und dadurch erst sinn­voll macht. Dazu gehört neben Mut auch ein gewis­ses Maß an Demut. Die Demut gestat­tet es, unse­re Feh­ler ein­zu­se­hen und sie dann reue­voll Gott zu über­ge­ben. Bei Aiv­an­hov ist man über die­ses Ärger­nis aber schon dar­über hin­aus, man ist Herr und Meis­ter über sich selbst und muss nur vor sei­ne eige­nen Zel­len tre­ten, um die­se zu spei­sen. In Kapi­tel 3 auf Sei­te 42 sagt er:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 42

Das ist die spi­ri­tu­el­le Arro­ganz der Selbst­ver­got­tung, vor der ich aus­drück­lich war­nen will. Als “Schü­ler” Aiv­an­hovs muss man sich nicht mehr vor Gott, vor Jesus zei­gen und sich klein und demü­tig machen, nein, man zeigt sich als König und Pries­ter vor sei­nen eige­nen Zel­len und gibt ihnen ihr Lebens­eli­xier. Die “Schü­ler” der Ein­wei­hungs­leh­re sind bereits in der Lage, Leben eigen­stän­dig zu erhal­ten und mit den not­wen­di­gen Mate­ria­li­en zu ver­sor­gen, wohin­ge­gen ein ein­fa­cher Christ sich müh­sam an einen Gott klam­mern und um die lebens­wich­ti­ge Nah­rung fle­hen muss. War­nung vor der Irr­leh­re Aivanhovs!

Aiv­an­hovs Metho­de führt weg vom Kreuz und hin zur Selbst­ver­eh­rung. Wer sich selbst zum Pries­ter sei­ner eige­nen Zel­len erhebt, ver­leug­net die Ein­zig­ar­tig­keit des Opfers Jesu Chris­ti. Die­se Form der Ein­wei­hungs­leh­re ist nichts ande­res als der alte Ver­such der Schlan­ge, den Men­schen ein­zu­re­den: „Ihr wer­det sein wie Gott.“ Blei­ben Sie wach­sam und suchen Sie die Ver­ge­bung dort, wo sie wirk­lich zu fin­den ist: allein bei Jesus Christus.

Phantastereien über Jesu “verlorene Jahre” und mehr

In den letz­ten Absät­zen des ers­ten Teils von Kapi­tel 3, die Sei­ten 42–45, begeg­net uns das, was in der Psy­cho­lo­gie oft als “Wort­sa­lat“90Link zum You­Tube-Video “Nar­ziss­mus & Wort­sa­lat – Nar­ziss­mus & indi­rek­te Kom­mu­ni­ka­ti­on “Wort­sa­lat””: hier kli­cken bezeich­net wird. Kurz gesagt, han­delt es sich um eine rhe­to­ri­sche Tak­tik, bei der der Leser mit einer Flut an Infor­ma­tio­nen und bri­san­ten The­men über­schüt­tet wird, um Ver­wir­rung zu stif­ten und kri­ti­sche Rück­fra­gen durch Ermü­dung zu verhindern.

Die Tak­tik hin­ter die­sem „Wort­sa­lat“ ist die bewuss­te Ver­ne­be­lung. Wäh­rend die Bibel uns zu einer kla­ren Ent­schei­dung für Jesus Chris­tus auf­ruft, führt Aiv­an­hov sei­ne Leser in ein Laby­rinth aus Legen­den, okkul­ten Theo­rien und angeb­li­chen Geheim­nis­sen. Als Chris­ten soll­ten wir uns nicht von solch „alt­wei­ber­haf­ten Fabeln“,91Lesen Sie in 1.Timotheus 4,7 selbst nach: hier kli­cken wie die Bibel sie nennt, ver­wir­ren las­sen. Unser Glau­be grün­det sich nicht auf ver­bor­ge­ne Indi­en­rei­sen oder fik­ti­ve König­rei­che, son­dern auf das voll­brach­te Werk Jesu Chris­ti am Kreuz von Gol­ga­tha. Er ist das Licht der Welt – und in Ihm gibt es kei­ne Fins­ter­nis und kei­ne unnö­ti­gen Geheimnisse.

Die­ser bri­san­te Text­ab­schnitt läuft im Buch über vier Sei­ten in 86 Zei­len mit 494 Wör­tern. Hier schafft Aiv­an­hov es, acht bri­san­te The­men anzu­schnei­den, die jedes für sich betrach­tet, hoch­gra­di­ge okkul­te Irr­leh­ren und Irre­füh­run­gen dar­stel­len, die sich in die­sem kur­zen Text­ab­schnitt über­lap­pen. Die­se Tak­tik kann bei Aiv­an­hov oft beob­ach­tet wer­den: Er sug­ge­riert dem Leser, dass es noch unend­lich viel tie­fe­res Wis­sen gäbe, für das die Zeit aber „noch nicht reif“ sei. Damit hält er sei­ne Schü­ler in einer künst­li­chen Unrei­fe gefan­gen – sie füh­len sich zwar pri­vi­le­giert, zu den „Ein­ge­weih­ten“ zu gehö­ren, blei­ben aber in stän­di­ger Abhän­gig­keit von ihrem „Meis­ter“.

Die­ses krank­haf­te Vor­gau­keln einer Per­sön­lich­keit, die Aiv­an­hov nie war, gip­fel­te kurz vor sei­nem Tod, als er behaup­te­te, einer der vie­len Göt­ter Indi­ens gewe­sen zu sein, der eine der Hei­li­gen Schrif­ten ver­fasst hat­te.92Die­se Tat­sa­che möch­te ich auch als Argu­ment gel­ten las­sen, dass Aiv­an­hov nie für Gott und Jesus spricht, son­dern den Hei­den­kult lehrt. Sie­he 1. Gebot: Du sollst kei­ne ande­ren Göt­ter neben mir haben.

Aiv­an­hov ver­wi­ckelt den Leser auf den Sei­ten 42–45 in die­se Themen:

  • Die “ver­lo­re­nen Jah­re” Jesu Chris­ti, von sei­nem 12. bis zu sei­nem 30. Lebensjahr
  • Das König­reich des Melchisedek
  • Das “Land der Leben­di­gen” aus Psalm 116,9
  • Das Land Agar­tha in der Innererde
  • Das König­reich des Pries­ters Johan­nes93Inter­es­san­te Diplom­ar­beit “Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil?”: hier kli­cken
  • Die okkul­te Ein­wei­hung der Schü­ler in die letz­ten Grade
  • Die Her­ab­wür­di­gung Chris­tis durch blü­hen­de okkul­te Phan­ta­sie und absicht­li­che Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on von Bibel­stel­len aus der Offenbarung
  • Die Ver­mi­schung von Reli­gio­nen über die Per­son “Mar­kan­deya”, einer fik­ti­ven und angeb­lich unsterb­li­chen Per­son aus dem Hin­du­is­mus, die auch Mel­chise­dek sein soll.

Ich möch­te ein paar die­ser Punk­te kurz beleuch­ten und aus bibel­treu­er Sicht Erklä­run­gen dazu geben.

Die “ver­lo­re­nen Jah­re”, auch die “stil­len Jah­re” Jesu Chris­ti genannt, von sei­nem 12. bis ca. 30. Lebensjahr

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 42

Ein Kern­stück die­ser Phan­tas­te­rei­en ist die Behaup­tung, Jesus habe in sei­nen jun­gen Jah­ren Indi­en bereist oder sei in einem uner­reich­ba­ren König­reich unter­ge­taucht, um dort von Meis­tern unter­wie­sen zu wer­den. Aiv­an­hov nutzt hier das popu­lä­re, aber völ­lig unbi­bli­sche Nar­ra­tiv der „ver­lo­re­nen Jah­re“ Jesu.

Es ist sehr leicht her­aus­zu­fin­den, dass die Evan­ge­li­en mit Lukas im 2. Kapi­tel mit Vers 41–52 die letz­te Beschrei­bung des jun­gen Jesus ablie­fern. Die­ser letz­te Abschnitt im 2. Kapi­tel trägt die Über­schrift “Der zwölf­jäh­ri­ge Jesus im Tem­pel” und erzählt von der Bege­ben­heit, dass sei­ne Fami­lie das jähr­li­che Pas­sah­fest in Jeru­sa­lem gefei­ert hat. Bei der Heim­rei­se nach Naza­reth wur­de bemerkt, dass Jesus fehl­te. Die Fami­lie such­te ihn und fand ihn erst drei Tage spä­ter im Jeru­sa­le­mer Tem­pel, bei den Leh­rern sit­zend, wie er ihnen zuhör­te und sie befrag­te. Anschlie­ßend fuh­ren alle gemein­sam nach Hause.

Die Bibel erzählt dann im 3. Kapi­tel von der Ver­kün­di­gung des Johan­nes und im nächs­ten Abschnitt von der Tau­fe Jesu Chris­ti und dem Emp­fang des Hei­li­gen Geis­tes. Hier tut sich aber eine Lücke der Geschichts­schrei­bung von unge­fähr 18 Jah­ren auf. Okkul­tis­ten fül­len die­se Lücke mit ihren eige­nen Ver­sio­nen und bege­ben sich damit auf sehr dün­nes Eis. All­ge­mein bekannt ist die Theo­rie, dass Jesus in Indi­en gewe­sen sein soll. Aiv­an­hov berich­tet von die­ser Legen­de aus­führ­lich in Band 240 “Söh­ne und Töch­ter Got­tes”, nur schweigt er sich im vor­lie­gen­den Band dar­über aus und erzählt uns, dass Jesus angeb­lich im “König­reich des Mel­chise­dek” gewe­sen sein soll.

Die Bibel gibt uns nur sehr weni­ge Infor­ma­tio­nen, die einen Hin­weis dar­stel­len kön­nen, wo sich Jesus wäh­rend die­sen Jah­ren auf­ge­hal­ten hat. Was wir von vorn­her­ein aus­schlie­ßen kön­nen, ist ein Auf­ent­halt in Indi­en oder einem ande­ren Land, denn das hät­te Auf­se­hen erregt und wäre in den Evan­ge­li­en berück­sich­tigt wor­den. Allein die Bibel­stel­le Lukas 2,52 ver­rät uns, was er wäh­rend die­sen “stil­len Jah­ren” getan hat:

Schlach­ter 2000 – Lukas 2,52 ↗

Im Mar­kus­evan­ge­li­um Kapi­tel 6 kön­nen wir her­aus­le­sen, wo Jesus wäh­rend der “stil­len Jah­re” gewe­sen ist:

Schlach­ter 2000 – Mar­kus 6,3 ↗

Hät­te Jesus eine solch lan­ge Zeit wie 18 Jah­re in der Ort­schaft gefehlt, wür­de die Fra­ge in Mar­kus 6,3 sicher ganz ande­res for­mu­liert sein. “Ist die­ser nicht der Zim­mer­mann, der lan­ge Zeit auf Wan­der­schaft war, der Sohn der Maria,…” oder “Ist die­ser nicht der Her­um­trei­ber, der sich von der Arbeit gedrückt hat und lan­ge Zeit im Aus­land war, der Sohn der Maria,…”. Aber sie fra­gen nur, ob es der Zim­mer­mann sei, der Sohn der Maria. Und damit muss alle Spe­ku­la­ti­on auf­hö­ren und wir dür­fen nur das her­aus­le­sen, was uns die Bibel in die Hand gibt. Jesus blieb an Ort und Stel­le, wuchs ganz nor­mal auf, lern­te den Beruf sei­nes Vaters, Zim­mer­mann, und fand Weis­heit und die Gna­de Gottes.

Die Bibel warnt sehr deut­lich vor Hin­zu­fü­gun­gen zum Text, und ich will das an die­ser Stel­le auch tun. Es ist uns ver­bo­ten, eige­ne Dich­tun­gen und Ver­sio­nen in Umlauf zu brin­gen, die nichts mit der Wahr­heit zu tun haben und nicht beleg­bar sind. Das Argu­ment, dass die­se War­nung nur für das Buch der Offen­ba­rung Gül­tig­keit hat, kann ich nicht gel­ten las­sen, denn sonst wäre die Hei­li­ge Schrift eines der unglaub­wür­digs­ten Bücher auf die­ser Welt. Im erwei­ter­ten Kon­text darf man natür­lich kei­nem der Bibel­tex­te etwas hin­zu­fü­gen oder wegnehmen.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 22,18−19 ↗

Las­sen Sie sich nicht täu­schen: Es gibt kei­ne ein­zi­ge seriö­se his­to­ri­sche oder bibli­sche Quel­le, die eine sol­che Rei­se belegt. Die Bibel schweigt über die­se Jah­re nicht aus Unwis­sen­heit, son­dern weil Jesus in Naza­reth ein ein­fa­ches, gehor­sa­mes Leben führ­te, bis sein öffent­li­cher Dienst begann. Die Vor­stel­lung, der Sohn Got­tes hät­te es nötig gehabt, Weis­heit bei fern­öst­li­chen Meis­tern zu suchen, ist eine Belei­di­gung sei­ner gött­li­chen Natur. Dass Aiv­an­hov vor­gibt, Jesus über alles zu lie­ben aber sei­ner Anhän­ger­schaft sol­che Geschich­ten auf­tischt, beant­wor­tet eine Men­ge pein­li­cher Fragen.

Das König­reich des Mel­chise­dek
Unter die­ser Über­schrift fin­den wir eine Ver­mi­schung aus meh­re­ren okkul­ten Legen­den an gera­de­zu mys­ti­schen Schau­plät­zen. Aiv­an­hov sagt auf Sei­te 42, dass Jesus wäh­rend der 18 stil­len Jah­re stu­die­rend und arbei­tend im “König­reich des Mel­chise­dek” gewe­sen sei. Dort habe er auch “die Ein­wei­hung” emp­fan­gen. Schein­bar ken­nen alle Reli­gio­nen die­ses “König­reich des Mel­chise­dek” und legen es an einen für die Men­schen uner­reich­ba­ren Ort. Die­ser uner­reich­ba­re Ort wird “Die Erde der Unsterb­li­chen” oder “Die Erde der Leben­di­gen” genannt.

Wei­ter­hin behaup­tet Aiv­an­hov auf Sei­te 43, dass “Die Erde der Leben­di­gen” das Land “Agar­tha” in der inne­ren Erde sei, und es auch unter dem Namen “Das König­reich des Pries­ters Johan­nes” bekannt sei. Die­ses besag­te “König­reich des Pries­ters Johan­nes” sei das “König­reich des Mel­chise­dek”. Nur ein paar weni­ge Ein­ge­weih­te, die mit ihm in Ver­bin­dung ste­hen, wür­den es kennen.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 43

Wir müs­sen die Aus­sa­gen Aiv­an­hovs auf wah­re und beleg­ba­re Ele­men­te prü­fen, und das gelingt uns natür­lich nur mit der Bibel. Wie wir wei­ter oben schon gese­hen haben, war Mel­chise­dek der König von Salem. Er wird im Alten Tes­ta­ment in 1. Mose 14,18 und im Neu­en Tes­ta­ment in Hebrä­er 7,1 als König von Salem beschrie­ben. Salem ist hier die älte­re Form von Jerusalem.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Das gan­ze König­reich von Mel­chise­dek war ver­mut­lich sehr klein. Archäo­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen haben erge­ben, dass die Stadt Salem unge­fähr vier bis fünf Hekt­ar Flä­che maß und zwi­schen 500 und 1000 Men­schen inner­halb der Stadt­mau­ern Platz gab.94Link zum Arti­kel “Chap­ter 16 – Salem, Jebus, Jeru­sa­lem (2000−1000 BC)”: hier kli­cken95Link zum Gemi­ni-Chat „Aus­ma­ße von Mel­chise­deks König­reich Salem“: hier kli­cken

Das ist alles, was uns an beleg­ba­ren Fak­ten aus der Bibel und den His­to­ri­kern für das König­reich des Mel­chise­dek zur Ver­fü­gung steht.

Laut Aiv­an­hov wird das König­reich des Mel­chise­dek an einen uner­reich­ba­ren Ort ver­legt, in “Die Erde der Unsterb­li­chen” oder “Die Erde der Leben­di­gen”. Hier bezieht sich Aiv­an­hov auf Psalm 116. “Die Erde der Leben­di­gen” wird von ihm “Agar­tha” genannt, oder auch “Das König­reich des Pries­ters Johan­nes”. “Agar­tha” ist laut einer detail­lier­ten Beschrei­bung Aiv­an­hovs aus sei­nem Buch “Der Was­ser­mann und das gol­de­ne Zeit­al­ter” ein rie­si­ges unter­ir­di­sches Reich, das von hoch­ent­wi­ckel­ten Men­schen bewohnt ist, die sich in der Regie­rungs­form der “Syn­ar­chie” bewe­gen. Das ist wich­tig zu wis­sen, denn mit dem Begriff “Syn­ar­chie” kön­nen wir wei­te­re Krei­se des hoch­spe­ku­la­ti­ven und gefähr­li­chen Okkul­tis­mus schließen.

Wenn wir hier eine kur­ze Zusam­men­fas­sung erstel­len, kön­nen wir sagen, dass sich Jesus laut Aiv­an­hov wäh­rend der 18 Jah­re, in der die Bibel nichts über ihn berich­tet, in der inne­ren Erde, in einem unent­deck­ten und uner­reich­ba­ren Land namens “Agar­tha” auf­ge­hal­ten hat. Schein­bar ist die­ses Land in der Bibel das “Land der Leben­di­gen” aus Psalm 116. Gleich­zei­tig soll die­ses Land auch “Das König­reich des Pries­ters Johan­nes” sein.

Scha­de nur, dass Aiv­an­hovs Rech­nung nicht auf­geht, denn selbst in den ver­wor­re­nen und erdich­te­ten eso­te­ri­schen “Über­lie­fe­run­gen” sind die auf­ge­führ­ten Län­der eigen­stän­di­ge Berei­che und über­lap­pen sich nicht.

  • Das König­reich Mel­chise­deks bestand in der soge­nann­ten “Mitt­le­ren Bron­ze­zeit” und kann auf ca. 2000–1800 v. Chr. datiert wer­den. Es gibt kei­ner­lei bibli­sche Bele­ge oder auch nur Hin­wei­se, dass Mel­chise­deks König­reich über die­se Zeit hin­aus Bestand hat­te oder in eine “fein­stoff­li­che” oder “äthe­ri­sche Ebe­ne” ver­legt wor­den wäre und immer noch im Unsicht­ba­ren existiert.
  • Das Land Agar­tha ist kein Land im inne­ren der Erde, son­dern die Aus­ge­burt einer blü­hen­den Fan­ta­sie von französischen/polnischen Okkul­tis­ten, die auf sich auf­merk­sam machen woll­ten, um ihren Namen in die Lis­te der gro­ßen Mys­ti­ker und Ent­de­cker ein­rei­hen zu kön­nen. Zu nen­nen sind Lou­is Jacol­li­ot, Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre und Fer­di­nand Ossen­dow­ski. Nie­mand, kein ein­zi­ger Mensch, hat Agar­tha jemals betre­ten oder wird es jemals betre­ten kön­nen, weil es rei­ne Fan­ta­sie ist.
  • Das König­reich des Pries­ters Johan­nes ist das Ergeb­nis einer Ver­wechs­lung und auf­ein­an­der auf­bau­en­den Lügen­ge­schich­ten. Ursprung soll der Patri­arch Johan­nes von Indi­en gewe­sen sein, der im Jahr 1122 bei einer Audi­enz bei Calixt II in Rom von sei­nem Hei­mat­land erzähl­te. Spä­ter berich­te­te Otto von Frei­sing96Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Otto von Frei­sing”: hier kli­cken in sei­ner “Geschich­te der zwei Staa­ten” über einen legen­dä­ren und äußerst geheim­nis­vol­len Johan­nes, ein König und Pries­ter. Wie Agar­tha wur­de die­ses König­reich von vie­len Men­schen gesucht, aber nie gefunden.
  • Das Land der Leben­di­gen aus Psalm 116 bezieht sich auf ein Leben auf die­ser Welt nach der Bedro­hung durch den Tod des Autors des Psalms. Er wur­de von Gott aus der Gefahr des Todes geret­tet und bringt sei­ne Dank­bar­keit zum Aus­druck. In der Offen­ba­rung 21, Vers 3 und 4 wird auf ein ewi­ges Leben mit Gott hin­ge­wie­sen, also die Gemein­de, die von Jesus in den Him­mel ent­rückt wird. Es gibt in der gan­zen Bibel kei­ner­lei Hin­wei­se, dass das “Land der Leben­di­gen” irgend­et­was mit Mel­chise­dek, Agar­tha oder dem Pries­ter­kö­nig Johan­nes zu tun haben könnte.

Mit der Ver­mi­schung der oben auf­ge­zähl­ten eso­te­ri­schen Mär­chen, beweist Aiv­an­hov eines: dass der Phan­ta­sie eines selbst­er­nann­ten “geis­ti­gen Meis­ters” und offen­sicht­li­chen Lüg­ners kei­ne Gren­zen gesetzt sind. Ein gro­ßes Augen­merk, gera­de für die Men­schen, die sich als sei­ne “Schü­ler” betrach­ten, muss sein, dass hier deut­lich wird, dass Aiv­an­hov nicht auf Din­ge zurück­grei­fen kann, die aus­schließ­lich von ihm selbst kre­iert und geschaf­fen sind. Im geist­li­chen Bereich hat Aiv­an­hov nichts vor­zu­wei­sen. Aiv­an­hov miss­braucht die Bibel und nutzt Schrif­ten aus der Eso­te­rik, um den Men­schen vor­zu­ma­chen, er wür­de eine “Ein­wei­hungs­leh­re” und eine “Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft” brin­gen, tat­säch­lich aber sind die­se “Über­lie­fe­run­gen”, auf die er sich stützt, bei genaue­rem Hin­se­hen, uralte Kamel­len von nicht ernst­zu­neh­men­den Träu­mern und mitt­ler­wei­le oft­mals schon wider­leg­te Theorien.

Das Land der Lebendigen

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 43

In den weni­gen Zei­len auf Sei­te 43, die “Das Land der Leben­di­gen” aus Psalm 116 behan­deln, geschieht eine mas­si­ve Ver­zer­rung der bibli­schen Tex­te. Um klar zu sehen, müs­sen wir zuerst den Psalm selbst verstehen: 

Psalm 116 ist ein soge­nann­ter Hal­lel-Psalm, d. h. ein Dank- oder Lob­psalm. Hal­lel heißt “loben” und kommt auch im Wort “Hal­le­lu­ja” vor, also “Lobt den Herrn”. Hal­lel-Psal­men sind die Psal­men 113–118. Die Hal­lel-Psal­men wur­den beim Pas­sah­fest97Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pessach”: hier kli­cken, beim Laub­hüt­ten­fest98Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Suk­kot”: hier kli­cken und beim Pfingst­fest99Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Scha­wuot”: hier kli­cken gesun­gen. Als Mat­thä­us in Kapi­tel 26, Vers 30 sagt “Und als sie den Lob­ge­sang gesun­gen hat­ten, gin­gen sie hin­aus an den Ölberg.”, kön­nen wir davon aus­ge­hen, dass Jesus mit sei­nen Jün­gern die Hal­lel-Psal­men gesun­gen hat, also auch den Psalm 116.

Der Psal­mist, der unbe­kann­te Beter die­ses Psalms, war dem Tode nahe und in größ­ter Furcht. Hier ging es nicht um eine klei­ne Unan­nehm­lich­keit oder ein Weh­weh­chen, hier fand eine kör­per­li­che, eine exis­ten­zi­el­le Bedro­hung von außen statt, über die der Beter kei­ner­lei Kon­trol­le mehr hat­te. Ihm wur­de schlag­ar­tig klar, dass nur Gott in der Lage ist, Hil­fe und eine Lösung in die­se Situa­ti­on zu brin­gen. Vers 3 und 4 machen das sehr deutlich:

Schlach­ter 2000 – Psalm 116,3−4

In Vers 5 und 6 geschieht die plötz­li­che Ret­tung. Der Herr ret­tet den Beter durch eine gehö­ri­ge Por­ti­on Gna­de und Barmherzigkeit.

Schlach­ter 2000 – Psalm 116,5−6

Vers 7 und 8 spre­chen dann von der Ver­schnauf­pau­se für die Seele:

Schlach­ter 2000 – Psalm 116,7−8

In Vers 9 wird aus­ge­drückt, dass der Beter nur knapp dem Tode ent­kom­men und noch am Leben ist. Er ist nicht gestor­ben, nicht ver­un­glückt oder erschla­gen, son­dern weilt durch Got­tes Hil­fe und Gna­de wei­ter­hin unter den Menschen.

Schlach­ter 2000 – Psalm 116,9

Das “Land der Leben­di­gen” drückt an die­ser Stel­le das Gegen­teil des “Toten­reichs” in Jesa­ja 38,11 aus und beschreibt ein Leben als Geret­te­ter auf die­ser Erde. Erst im erwei­ter­ten Kon­text und mit der Hil­fe des Neu­en Tes­ta­ments wird das “Land der Leben­di­gen” zur ewi­gen Gemein­schaft mit Gott, die Vollendung.

Nir­gends in den betref­fen­den Psal­men und Bibel­stel­len wird Agar­tha oder ein König­reich eines Pries­ters Johan­nes erwähnt, das als “Land der Leben­di­gen” bezeich­net wird. Nicht in einer ein­zi­gen klei­nen Stel­le wird ein Ein­ge­weih­ter erwähnt. Es wird in kei­ner Bibel­stel­le ein geheim­nis­vol­les Gerücht oder eine Legen­de erwähnt, die dar­auf hin­wei­sen könn­te, dass es die­ses Agar­tha oder das König­reich des Pries­ters Johan­nes, das man anschei­nend auch “Das Land der Leben­di­gen” nennt, gibt. Aiv­an­hov setzt hier eine Irr­leh­re gigan­ti­schen Aus­ma­ßes in die Welt und ich möch­te von Her­zen davor war­nen, auch nur den kleins­ten Teil davon als Wahr­heit zu akzep­tie­ren, weil wir kei­nen Beleg aus der Bibel erhalten.

Agar­tha
Der Name der fik­ti­ven Stadt im inne­ren der Erde wird von Aiv­an­hov nur ein­mal im gan­zen Buch auf Sei­te 43 erwähnt. In den eso­te­ri­schen Zir­keln hat die unter­ir­di­sche Stadt “Agar­tha“100Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Agar­tha”: hier kli­cken einen sehr hohen Stel­len­wert. Wie wir spä­ter noch sehen, steckt im Glau­ben an die Legen­de Agar­tha eine tie­fe Sehn­sucht des Men­schen dahin­ter, irgend­wo auf oder unter der Erde ein ver­steck­tes Para­dies zu ver­mu­ten, in dem noch alles in Ord­nung ist. Die ein­ma­li­ge Ver­wen­dung des Namens “Agar­tha” schwächt aber die Läs­te­rung – eine okkul­te Lüge, die auf­ge­bläht und immer wie­der stark ver­än­dert wur­de, als bibli­sche Wahr­heit aus­zu­ge­ben – in kei­ner Wei­se ab, im Gegenteil.

Anders als das “König­reich des Pries­ters Johan­nes” oder “Das Land der Leben­di­gen” aus Psalm 116, deren Ursprün­ge vie­le Jahr­hun­der­te in die Ver­gan­gen­heit rei­chen, ist die Legen­de um “Agar­tha” noch jung. Die ers­te Erwäh­nung fin­den wir im Buch “Les fils de Dieu“101Link zum Buch “Les fils de Dieu” von Lou­is Jacol­li­ot bei Ama­zon: hier kli­cken auf Deutsch “Die Söh­ne Got­tes” von Lou­is Jacol­li­ot102Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Lou­is Jacol­li­ot”: hier kli­cken aus dem Jahr 1873. In sei­nem Buch berich­tet Jacol­li­ot, dass er Zugang zu ca. 15.000 Jah­re alten Manu­skrip­ten bekam, in denen über eine anti­ke Stadt in Indi­en mit dem Namen “Asgar­tha” berich­tet wur­de, über ihren Auf­stieg und ihren Unter­gang. “Asgar­tha” soll die Haupt­stadt Indi­ens gewe­sen sein. 

Wich­tig zu ver­ste­hen ist an die­ser Stel­le, dass Jacol­li­ot NICHT davon berich­tet hat, dass die Stadt unter der Erde gele­gen haben soll.

Rich­tig Öl ins Feu­er goss “Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre“103Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre”: hier kli­cken, der 1886, also über ein Jahr­zehnt nach Jacol­li­ots Ver­öf­fent­li­chung, sein Buch “Mis­si­on de l’Inde104Link zum Buch “Das Mys­te­ri­um von Agar­tha. Indi­ens Mis­si­on in Euro­pa” von Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre bei Ama­zon: hier kli­cken schrieb und der Bri­sanz wegen alle gedruck­ten Exem­pla­re, bis auf zwei, selbst ver­nich­te­te. Angeb­lich mach­te er sich Sor­gen wegen dem heik­len Inhalt, zudem sol­len ihn “ori­en­ta­li­sche Ein­ge­weih­te” bei sei­ner Ent­schei­dung beein­flusst haben. Das Buch wur­de 1910 den­noch ver­öf­fent­licht, ein Jahr nach d’Alveydres Tod. Her­aus­ge­ber war “Gérard Analect Vin­cent Encausse“105Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Papus”: hier kli­cken, der sich “Papus” nann­te und d’Alveydres wich­tigs­ter Schü­ler war.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre ist eine Schlüs­sel­fi­gur der fran­zö­si­schen eso­te­ri­schen Tra­di­ti­on, die gro­ßen Ein­fluss auf diver­se Okkul­tis­ten aus­üb­te, dar­un­ter Hele­na Blava­ts­ky und Gerard Encausse ali­as Papus. Saint-Yves selbst wur­de durch Antoine Fab­re d´Olivet geprägt. 1886 wur­de das vor­lie­gen­des Werk „Indi­ens Mis­si­on in Euro­pa“ ver­öf­fent­licht. Es gewährt einen Ein­blick in das mys­te­riö­se Reich von Agart(t)ha, das unter dem Hima­la­ya ver­bor­gen, eine fort­schritt­li­che mensch­li­che Gesell­schaft beher­ber­ge. Saint-Yves bekennt in die­sem Werk, dass er die Kennt­nis­se über Agar­tha auf tele­pa­thi­schem Wege erlangt habe und als „spon­ta­ner Ein­ge­weih­ter” an kei­nen Eid der Geheim­hal­tung gebun­den sei.

Buch­be­schrei­bung bei Ama­zon ↗

Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre beschreibt “Agar­tha” als ein rie­si­ges unter­ir­di­sches Netz­werk aus natür­li­chen und auch künst­lich ange­leg­ten Höh­len und Kaver­nen. Die Bewoh­ner von “Agar­tha” zäh­len bis in die Mil­lio­nen, die sich den Lebens­raum in den unter­ir­di­schen Städ­ten und Gale­rien fried­lich tei­len. Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre war der Mei­nung, dass “Agar­tha” ein rein phy­sisch exis­tie­ren­des Reich sei, und nicht, wie spä­te­re Okkul­tis­ten das nach ihm behaup­te­ten, ein “fein­stoff­li­ches”.

Poli­tisch bedie­nen sich die Agar­ther der “Syn­ar­chie”, eine strik­te Ord­nung von oben nach unten, ange­fan­gen mit einem Herr­scher, Brah­mat­ma, der die abso­lu­te Auto­ri­tät hät­te. Der Brah­mat­ma wird als Hohe­pries­ter und König zugleich beschrie­ben und mit “gött­li­cher Auto­ri­tät auf Erden”.

Aiv­an­hov gibt die­se Legen­den und Fan­ta­sie­er­zäh­lun­gen fast wort­ge­treu in sei­nem Buch “Der Was­ser­mann und das gol­de­ne Zeit­al­ter” wie­der. Aber er wäre ein schlech­ter Okkul­tist, wenn er die Mär­chen von Jacol­li­ot, d’Alveydre und Ossen­dow­ski nicht auch nach sei­nen eige­nen Vor­stel­lun­gen erwei­tert und auf­ge­bläht hät­te – was er natür­lich getan hat. Kapi­tel 8, Teil 5 in die­sem Buch liest sich wie ein Mär­chen­ro­man und genau das ist es. Der Ver­such einer Zusam­men­fas­sung der abstru­sen Behaup­tun­gen, was “Agar­tha” ist und was dort alles vor­herrscht und getan wird, schei­tert an der schie­ren Men­ge an halt­lo­sen Behaup­tun­gen Aivanhovs.

  • In Agar­tha ent­wi­ckelt sich seit Jahr­tau­sen­den eine phan­tas­ti­sche Kul­tur (Sei­te 273)
  • Agar­tha steht mit der Ober­flä­che durch Öff­nun­gen in Ver­bin­dung, z. B. an den Polen, in Süd­ame­ri­ka, in der Mon­go­lei, in Tibet – und sogar in FRANKREICH (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll das Land des ewi­gen Früh­lings sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll das Land der ewi­gen Jugend sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll das Land des ewi­gen Glücks sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll das Land des hei­li­gen Grals sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll Thu­le sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll der Gar­ten der Hes­pe­ri­den sein (Sei­te 273).
  • Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre soll ein Ein­ge­weih­ter gewe­sen sein (Sei­te 274)
  • Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre soll die Fähig­keit beses­sen haben, den Kör­per zu ver­las­sen (Sei­te 274)
  • Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre soll kör­per­los Agar­tha besucht haben (Sei­te 274)
  • In Agar­tha soll es Biblio­the­ken und Archi­ve geben, die meh­re­re Kilo­me­ter lang sind und die gesam­te Geschich­te der Mensch­heit ent­hal­ten (Sei­te 274)
  • Die­se Biblio­the­ken sind nur weit ent­wi­ckel­ten Wesen zugäng­lich (Sei­te 274)
  • Die Zigeu­ner kom­men ursprüng­lich aus Agar­tha, sind von dort ver­trie­ben wor­den, haben aber ihr Wis­sen mit­ge­bracht, z. B. das Tarot (Sei­te 274).
  • Die Bewoh­ner Agart­has kamen mit UFOs aus Atlan­tis und Lemu­ri­en (Sei­te 275)
  • In Agar­tha leben Mil­lio­nen von Men­schen in Wohl­stand, in Frie­den und Glück (Sei­te 275)
  • Die Bewoh­ner Agart­has sind vor Krank­hei­ten geschützt (Sei­te 275)
  • Die Bewoh­ner Agart­has sind vor dem Altern geschützt (Sei­te 275)
  • Der poli­ti­sche Auf­bau Agart­has sei die Syn­ar­chie (Sei­te 275)
  • Die Syn­ar­chie spieg­le die kos­mi­sche Ord­nung wider (Sei­te 275)
  • Aiv­an­hov hät­te viel dar­über medi­tiert und dar­an gear­bei­tet, mit Agar­tha in Ver­bin­dung zu tre­ten und brin­ge nun, in die­sem Augen­blick, die glei­che Orga­ni­sa­ti­ons­form wie in Agar­tha, näm­lich die Syn­ar­chie (Sei­te 275 und 276).
  • Die Agar­ther nut­zen die Sexual­ener­gie, um zu höhe­ren Wesen, zu Göt­tern zu wer­den (Sei­te 277).

An die­ser Stel­le been­de ich die Auf­zäh­lun­gen und Schil­de­run­gen Aiv­an­hovs zu “Agar­tha”, auch weil sie aus einem ande­ren Buch Aiv­an­hovs stam­men. Bit­te beach­ten Sie aber den letz­ten Punkt, der in Rot unter­legt ist. Hier muss jedem klar wer­den, dass Aiv­an­hov anti­christ­lich spricht, denn “zu Göt­tern wer­den” ist die zwei­te Lüge der Schlan­ge (Satan), die in 1. Mose 3,5 sagt:

Luther 2017 – 1. Mose 3,5 ↗

Dar­um ist die gan­ze “geis­ti­ge Leh­re” Aiv­an­hovs, die kom­plet­te “Ein­wei­hungs­leh­re” mit­samt sei­ner “Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft” abzu­leh­nen: weil sie sich selbst wider­spricht. Es ist eine gott­fer­ne und anti­christ­li­che Leh­re, von Satan gemacht und für die Mensch­heit als Prü­fung gedacht.

Wir sind hier auf der Erde und es gibt kei­nen Ort des ewi­gen Früh­lings, der ewi­gen Jugend und des ewi­gen Glücks. Hier geht es hart, rau und unmensch­lich zu, davon berich­tet die Bibel sehr aus­führ­lich. Es gibt kei­nen Brah­mat­ma, der gött­li­che Auto­ri­tät auf Erden besitzt. Die­ses gan­ze Ver­wirr­spiel um irgend­wel­che Köni­ge, Pries­ter und Meis­ter soll die Men­schen von der wah­ren Hier­ar­chie unse­res Got­tes weg­füh­ren: Vom Vater, vom Sohn und vom Hei­li­gen Geist. Das ist die ein­zi­ge Hier­ar­chie, die den Men­schen zuge­dacht ist, zu ken­nen. Und das spie­gelt auch die Ein­fach­heit und Genia­li­tät unse­res lieb­li­chen Vaters wider: dass wir durch Gna­de ins Reich Got­tes kom­men und nicht durch sata­ni­sche Selbst­er­hö­hung irgend­wann nach Tau­sen­den von Inkarnationen.

Das König­reich des Pries­ters Johan­nes
Aiv­an­hov ver­wen­det den Begriff “König­reich des Pries­ters Johan­nes” auf Sei­te 43, auf der er beschreibt, dass “Agar­tha” und “Das König­reich des Pries­ters Johan­nes” das “König­reich des Mel­chise­dek” ist.

Das sagen­um­wo­be­ne “König­reich des Pries­ters Johan­nes” ist der Beweis, dass man auch mit Lügen, Selbst­dar­stel­lung und Täu­schung der Men­schen eine rie­si­ge Geschich­te schrei­ben kann. Eine der tref­fends­ten Beschrei­bun­gen des “König­reich des Pries­ters Johan­nes” fand ich in der Doku “Im Bann des Pries­ter­kö­nigs”, die ursprüng­lich auf Arte gesen­det wur­de, mitt­ler­wei­le aber nur noch als Bezahl-Video auf Strea­ming-Platt­for­men ver­füg­bar ist. Wer gern in die­se Mär­chen­welt des Lug und Betrugs ein­tau­chen will, soll­te sie sich anschau­en.106Link zum You­Tube-Bezahl­vi­deo “Im Bann des Pries­ter­kö­nigs”: hier kli­cken

Doku “Im Bann des Pries­ter­kö­nigs”, Minu­te 51

Tref­fen­der als das Wort “Ver­wirr­spiel” kann die Legen­de um das sagen­haf­te “König­reich des Pries­ters Johan­nes” nicht bezeich­net wer­den. Es ist kein Wun­der, dass Aiv­an­hov das Phan­tom des Pries­ters Johan­nes für sei­ne bibel­fer­ne Beschrei­bung der “Ein­wei­hungs­leh­re” und “Über­lie­fe­run­gen” nutzt, bie­ten sich ihm hier ja unend­li­che Mög­lich­kei­ten, eige­ne Mär­chen, Über­trei­bun­gen und Unwahr­hei­ten ein­zu­flech­ten. Zur geschicht­li­chen Tie­fen­prü­fung und Gegen­über­stel­lung von Aiv­an­hovs The­sen emp­feh­le ich noch­mals die Diplom­ar­beit “Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil? – Aspek­te der Ver­or­tung eines mit­tel­al­ter­li­chen Mythos im zeit­ge­nös­si­schen Afri­ka“107Diplom­ar­beit „Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil?“: hier kli­cken von Man­fred Moitzi.

Aus­zug aus “Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil?”, Sei­te 32

Die gro­ße Her­aus­stel­lung der schein­ba­ren Wich­tig­keit des “König­reich des Pries­ters Johan­nes” und sei­ne angeb­li­che Lage im “Land der Leben­di­gen” wer­den von Aiv­an­hov genutzt, um von der Ein­fach­heit der bibli­schen Aus­sa­gen abzu­len­ken und die Köp­fe der “Schü­ler” mit unnüt­zem Bal­last anzu­fül­len. Aiv­an­hov ver­packt sei­ne Mär­chen psy­cho­lo­gisch geschickt als “Über­lie­fe­run­gen” und “Ein­wei­hungs­wis­sen”. Seit Jahr­hun­der­ten suchen Eso­te­ri­ker, Schatz­jä­ger und His­to­ri­ker nach gül­ti­gen Spu­ren, Hin­wei­sen und Bele­gen der Exis­tenz die­ses König­reichs und sei­nes Herr­schers – ver­ge­bens. Wie alle ande­ren Mythen und Legen­den, die Aiv­an­hov sei­nen Anhän­gern und Schü­lern als kost­ba­res über­lie­fer­tes Wis­sen ver­kauft, bleibt auch die Legen­de um den Pries­ter Johan­nes für ewig im Dunk­len – und damit für einen Chris­ten abso­lut wert- und bedeutungslos.

Kapi­tel 3, Teil 2

Die Unfähigkeit, tiefer in das Lebendige Wort Gottes eintauchen zu können

Wie schon in Kapi­tel 1 “Besuch auf Pat­mos”, wer­den wir in Kapi­tel 3 Zeu­ge, dass Okkul­tis­ten bevor­zugt mit dem “Abfall” arbei­ten, also mit Mate­ri­al, dass es nicht in die Bibel geschafft hat und auch als Apo­kry­phen nichts taug­te. Apo­kry­phen wer­den als “nicht authen­tisch, zwei­fel­haft oder inhalt­lich abwei­chend von der Leh­re Got­tes” betrach­tet. Trotz einer schein­ba­ren Nähe zu den bibli­schen Büchern wer­den sie als “nicht als kano­nisch, also gött­lich inspi­riert” aner­kannt108Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Apo­kry­phen”: hier kli­cken.

Die Okkul­tis­ten arbei­ten oft mit soge­nann­ten “Akten”, wie etwa der Pro­cho­ros-Akte. Die­se Schrif­ten sind teil­wei­se erst Jahr­hun­der­te nach Chris­tus ent­stan­den, und wie wir in den nächs­ten Absät­zen sehen wer­den, oft­mals nur münd­lich wei­ter­ge­ge­ben wor­den. Auf genau sol­che Schrif­ten, auf blü­hen­de Phan­ta­sie und auf wil­de Über­trei­bun­gen, Ver­zer­run­gen und viel­leicht sogar absicht­lich mit fal­schem unchrist­li­chen Inhalt aus­ge­stat­tet, grün­det sich die “Ein­wei­hungs­leh­re” der Okkul­tis­ten. Für einen Chris­ten sind die­se Schrif­ten abso­lu­tes No-Go, weil kein Geist und kei­ne Heils­bot­schaft ver­mit­telt wird, son­dern ledig­lich Geheim­nis­se, Mys­te­ri­en und Unsicherheiten.

Jesus sagt es uns frei her­aus, dass er kei­ne “Geheim­leh­re” gegrün­det und nichts im Ver­bor­ge­nen gere­det hat:

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 18,20

Je wei­ter sich der Ver­fas­ser der okkul­ten Schrift aus dem Fens­ter lehnt, je mehr Mys­tik und Magie, unglaub­li­che Din­ge, Ritua­le, Beschwö­run­gen und Zau­be­rei, Gebe­te, Anru­fun­gen und Invo­ka­tio­nen die­se Schrift ent­hält und je mehr direk­ten Bezug der Ver­fas­ser zu Bibel­stel­len ein­fügt, des­to mehr begeis­ter­te Anhän­ger fin­det die­se Schrift. Bit­te den­ken Sie an die­ser Stel­le an Hele­na Blava­tski, Rudolf Stei­ner, Aleis­ter Crow­ley,109Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Aleis­ter Crow­ley”: hier kli­cken Simon der Magi­er,110Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Simon Magus”: hier kli­cken Hen­ry Sla­de111Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hen­ry Sla­de”: hier kli­cken und unzäh­li­ge ande­re. All die­se Men­schen mit­samt ihren Anhän­gern, Schü­lern und Stu­die­ren­den, haben sich selbst dis­qua­li­fi­ziert, denn die­ser gan­ze Bereich des Okkul­tis­mus ist einem Chris­ten durch Gott selbst verboten.

Schlach­ter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗

Die Leser sol­cher Schrif­ten und die “Schü­ler” der “Ein­wei­hungs­schu­len” wer­den auf einen sehr schma­len Pfad geführt und in die Geheim­nis­krä­me­rei, die Magie und die Mys­te­ri­en ver­führt. Die­je­ni­gen, die nicht wach genug sind, fin­den Gefal­len dar­an und ihr Ego wird maxi­mal auf­ge­bla­sen und gepusht. Natür­lich, denn wem wür­de es nicht gefal­len, von sich sagen zu kön­nen, er könn­te einen leben­den Men­schen erschaf­fen? Ja, die “Schü­ler” des Okkul­tis­mus kön­nen laut der von Aiv­an­hov erwähn­ten Schrift “Sefer Jet­zi­rah” oder “Buch der Schöp­fung”, das dem armen Abra­ham ange­dich­tet wird, sog. Golems112Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Golem”: hier kli­cken113Link zum You­Tube-Video “Golem – Die Legen­de vom Men­schen (Doku­men­tar­film, 2016)”: hier kli­cken erschaffen.

Der zwei­te Teil von Kapi­tel 3 hat im Buch acht Sei­ten. Er beginnt mit der hyp­no­ti­schen Wie­der­ho­lung der Lüge, dass Mel­chise­dek in der Offen­ba­rung zu Johan­nes gespro­chen haben soll. In den nächs­ten Sät­zen demons­triert Aiv­an­hov sei­ne Unkennt­nis der Bibel und sei­ne Unfä­hig­keit, tie­fer in das Leben­di­ge Wort Got­tes ein­tau­chen zu kön­nen. Er sagt:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 46

Nein, die Leuch­ter, die um ihn her­um auf­ge­stellt sind, bedeu­ten NICHT, dass er alles Wis­sen besitzt. Da Jesus der Sohn Got­tes ist, der zwei­te Teil der Hei­li­gen Drei­fal­tig­keit und damit untrenn­bar von Gott, hat er schon alles Wis­sen. Die­se Tat­sa­che muss einem Chris­ten nicht extra klar­ge­macht wer­den. Das muss nur ein Okkul­tist machen, der den größt­mög­li­chen Effekt über sei­ne “Geheim­leh­re” her­aus­schla­gen, sei­ne Mys­te­ri­en-Mär­chen in die Welt set­zen und sei­ne “Schü­ler” mit der maxi­ma­len Ver­wir­rung bele­gen möchte.

Ein erschre­cken­des Bei­spiel für Aiv­an­hovs Unfä­hig­keit, den bibli­schen Text wahr­heits­ge­mäß aus­zu­le­gen, zeigt sich bei der Bedeu­tung der sie­ben Ster­ne in der Hand Jesu. Wenn wir in die Bibel schau­en, bekom­men wir die Ant­wort direkt gelie­fert: Die sie­ben Ster­ne, die Jesus in sei­ner rech­ten Hand hält, sind die sie­ben Engel der Gemein­den (Offen­ba­rung 1,20).

Luther­bi­bel 2017 – Offen­ba­rung 1,20 ↗

Die sie­ben Leuch­ter sind die sie­ben Gemein­den: Ephe­sus, Smyr­na, Per­ga­mon, Thya­ti­ra, Sar­des, Phil­adel­phia und Laodizea.

Gleich im nächs­ten Satz sagt Aiv­an­hov, dass die sie­ben Ster­ne, die die­se Per­son in der Hand hielt, bedeu­ten, dass er alle Macht besitzt. Auch das ist eine bewuss­te Lüge, denn, las­sen Sie uns bit­te kurz über­le­gen und die Fra­ge stel­len, ob es Jesus wäh­rend sei­nes Erden­da­seins jemals um Macht und Wis­sen gegan­gen ist? Das Gegen­teil ist der Fall: Jesus hat mit all sei­nen Hand­lun­gen, sei­nen Aus­sa­gen und sei­ner Leh­re die “Macht” kom­plett umde­fi­niert, den­ken Sie hier an die Fuß­wa­schung sei­ner Jün­ger. Jesus hat Demut gelebt und gelehrt, nicht Macht oder einen Machtanspruch.

Die Okkul­tis­ten wol­len aber Macht und Wis­sen errei­chen, je mehr des­to bes­ser. Sie wol­len die Macht über die vier Ele­men­te, die Macht über Men­schen, sie wol­len Macht aus­üben, um Blei in Gold zu ver­wan­deln, sie wol­len die Macht, aus Lehm einen Men­schen erschaf­fen zu kön­nen und vie­les mehr. Und damit haben sie die gött­li­che Bestim­mung des Men­schen schon aus den Augen ver­lo­ren und den Pfad ver­las­sen, der ins Him­mel­reich führt. Sie wol­len so mäch­tig wer­den, dass sie sogar Gott, unse­ren Vater in den Schat­ten stel­len. Hoch­mut kommt vor dem Fall.

Wäre es Jesus jemals um Macht gegan­gen, wäre er nicht in einem Stall gebo­ren, son­dern in einem Palast. Hät­te Jesus jemals einen Macht­an­spruch gel­tend machen wol­len, hät­te er sich nicht kreu­zi­gen las­sen, son­dern hät­te Rom durch sei­ne Heer­scha­ren in einem Atem­zug nie­der­ge­ris­sen und bis zum letz­ten Mann ver­nich­tet. Aber Jesus ist am Kreuz gestor­ben, für Sie und für mich. Die ein­zi­ge Macht, die ihn dazu befä­hig­te, war die der Demut und der Liebe.

Um das The­ma der sie­ben Ster­ne abzu­schlie­ßen, müs­sen wir also nur wie­der in der Bibel wei­ter­le­sen und bekom­men die Ant­wort: Die sie­ben Ster­ne, die Jesus in sei­ner rech­ten Hand hält, sind also die sie­ben Engel der Gemein­den. Mit Engel sind hier die Vor­ste­her der Gemein­den, die Lei­ter oder die Bischö­fe gemeint. Das erklärt sich dar­an, dass Jesus in den Send­schrei­ben sagt, Johan­nes sol­le “dem Engel von Ephe­sus schrei­ben”, “dem Engel von Smyr­na schrei­ben”, “dem Engel von Per­gamus schrei­ben” usw. Johan­nes, ein leben­der Mensch, kann kei­nem Engel schrei­ben, wie soll so etwas funk­tio­nie­ren. Die Engel sind also die Vor­ste­her, die Ältes­ten, die Bischö­fe der ein­zel­nen Gemeinden.

Es ist bezeich­nend, dass Aiv­an­hov an die­ser Stel­le nur mit Lügen und okkul­ten Erfin­dun­gen über Jesus spre­chen kann, statt die Kraft des Wor­tes Got­tes wir­ken zu las­sen. Dass Jesus die Ster­ne in der rech­ten Hand hält, hat für einen Chris­ten näm­lich eine gewal­ti­ge Bedeutung:

  • Gött­li­cher Schutz:
    Es bedeu­tet vor allem Schutz, denn die Iden­ti­tät und die Exis­tenz der Gemein­den lie­gen sprich­wört­lich in Sei­ner Hand. Sich von Gott in die­sem Maße gebor­gen zu füh­len, ist für einen Gläu­bi­gen ein tief­grei­fen­des Versprechen.
  • Sou­ve­rä­ni­tät über die Mäch­te:
    Ster­ne wur­den damals oft mit höchs­ten Instan­zen wie Kai­sern oder poli­ti­schen Mäch­ten in Ver­bin­dung gebracht. Das Bild zeigt: Jesus hält die­se Mäch­te ein­fach in sei­ner Hand. Er steht weit über jedem irdi­schen System.

Indem Aiv­an­hov die­se kla­ren bibli­schen Bil­der durch eso­te­ri­sche Spe­ku­la­tio­nen ersetzt, raubt er dem Leser die Gewiss­heit und den Trost, den das leben­di­ge Wort Got­tes bie­tet. Er führt die Men­schen weg von der Hand Jesu und hin­ein in ein Laby­rinth aus wir­ren und frei erfun­de­nen Behauptungen.

Endlich offenbart: Melchisedek ist der Schöpfer

Ab dem Ende von Sei­te 46 beginnt erneut die Ernied­ri­gung Jesu Chris­tis durch sei­ne sys­te­ma­ti­sche Ein­ord­nung unter­halb von Mel­chise­dek. Dabei geht Aiv­an­hov psy­cho­lo­gisch wie­der sehr geschickt vor. Er nutzt eine Auf­zäh­lung der Taten Jesu, um den unauf­merk­sa­men Leser in Sicher­heit zu wie­gen. Wäh­rend Jesus schein­bar gelobt wird, rückt er im Gesamt­bild der Schöp­fung jedoch in die hin­te­re Rei­he. Mel­chise­dek wird an die Stel­le des Soh­nes Got­tes gesetzt; Jesus Chris­tus ver­schwin­det in der Senke.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 47

Die­se Ernied­ri­gun­gen, die von Aiv­an­hov so geschickt neben­bei in die okkul­ten Lügen und Bibel­um­dich­tun­gen ein­ge­scho­ben wer­den, sind es, vor denen ich war­nen will. Aber der zwei­te Teil des 3. Kapi­tels hat einen ganz und gar ande­ren Zweck: Aiv­an­hov ent­hüllt uns an die­ser Stel­le im Buch, dass Mel­chise­dek der wah­re Schöp­fer ist. Mel­chise­dek nimmt end­lich den Platz von Jesus Chris­tus ein. Damit zeigt Aiv­an­hov sein wah­res Gesicht.

Die­se Aus­sa­ge ist aber eine fun­da­men­ta­le Lüge und eine Umdich­tung der Offen­ba­rung. Durch die stän­di­ge Wie­der­ho­lung, dass Johan­nes in sei­ner Visi­on Mel­chise­dek gese­hen habe, soll der Leser die­se Behaup­tung als fest­ste­hen­de Tat­sa­che akzep­tie­ren. Aiv­an­hov beginnt den zwei­ten Teil des Kapi­tels daher mit der hyp­no­ti­schen Fest­stel­lung: „Die Per­son, die Johan­nes gese­hen hat […] ist also Mel­chise­dek“. Für die „Schü­ler“ Aiv­an­hovs steht dies unum­stöß­lich fest, obwohl es jeder bibli­schen Grund­la­ge entbehrt.

Ich will an die­ser Stel­le noch­mals zum Aus­druck brin­gen, dass kein ein­zi­ger Leser in den 16 Jah­ren mei­ner Anstel­lung beim Pros­ve­ta Ver­lag gegen die­se Aus­sa­ge Pro­test ein­ge­legt hat. Nicht ein Leser hat ver­sucht, den Ver­lag wegen die­ser Umdich­tung der Bibel und der Ein­set­zung Mel­chise­dek gegen Jesus Chris­tus zu kon­tak­tie­ren. Nie­mand aus der gesam­ten Leser­schaft wur­de auf die­sen Miss­stand aufmerksam.

Der Grund hier­für ist, dass Aiv­an­hov den Leser mit ande­ren The­men stark ver­wirrt, bevor er die Aus­sa­ge macht, dass Mel­chise­dek der Schöp­fer von Allem ist. Aiv­an­hov schiebt drei Buch­sei­ten zwi­schen sei­ne Behaup­tun­gen, und das ist wich­tig für ihn, denn wür­de er den Satz von Sei­te 49…

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 49

…gleich auf Sei­te 46 sagen, wür­den die Leser kapie­ren, was Aiv­an­hov vor­hat, näm­lich durch Hin­zu­fü­gun­gen eine kom­plet­te Umdich­tung der Offen­ba­rung des Johan­nes. Wenn wir die zwei Sät­ze hin­ter­ein­an­der lesen, wird klar, was Aiv­an­hov sagen will.

Die­se Infor­ma­tio­nen wer­den auf den Sei­ten 49 bis 53 bewusst ver­streut und nie in einem ein­zi­gen, kla­ren Satz zusam­men­ge­fasst. Aiv­an­hov treibt hier ein gefähr­li­ches Spiel mit der Wahr­neh­mung sei­ner Leser. Er nutzt psy­cho­lo­gi­sche Mani­pu­la­ti­on, um die bibli­sche Hier­ar­chie zu stür­zen, Mel­chise­dek an die Spit­ze der Schöp­fung zu set­zen und die Offen­ba­rung des Johan­nes ins Unkennt­li­che zu ver­zer­ren. Das ist psy­cho­lo­gi­sche Mani­pu­la­ti­on auf höchs­ter Ebene.

Manisch Gott hassen

Ein wie­der­keh­ren­des Merk­mal in Aiv­an­hovs Werk ist der Ver­such, bibli­sche Begrif­fe zu kapern und sie durch okkul­te Ein­flüs­se zu ver­zer­ren. Er beruft sich auf die Bibel, um Glaub­wür­dig­keit zu gewin­nen, wäh­rend er gleich­zei­tig ihren tie­fen Sinn ins Gegen­teil ver­kehrt. Ich habe auch dar­ge­stellt, dass Okkul­tis­ten den tie­fen Sinn der Bibel und die resul­tie­ren­de Füh­rung für unser Leben durch Gott und Jesus Chris­tus, nicht ver­ste­hen. Einen wei­te­ren klei­nen Beweis im zwei­ten Teil in Kapi­tel 3 bekom­men wir auf Sei­te 52, wo Aiv­an­hov Magi­er nicht nur reha­bi­li­tiert, son­dern sie als schöp­fe­ri­sches Ide­al darstellt:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 52

Ich erlau­be mir, über Magi­er eine etwas ande­re Mei­nung zu haben, als Aiv­an­hov. Ich hal­te Magi­er für Dumm­köp­fe. Ich hal­te Magi­er sogar für aus­ge­spro­chen anma­ßen­de Dumm­köp­fe, denn sie über­tre­ten zum einen das Gesetz, dass Gott uns in 5. Mose 18, 10–13114Lese in 5. Mose 18,10−13 selbst nach: hier kli­cken gege­ben hat. Zum ande­ren for­dern sie Gott direkt her­aus, indem sie der Mei­nung sind, sie könn­ten durch Magie wohl­tu­en­de Impul­se in die Umwelt geben. Auf Sei­te 52 lesen wir: “…ruft es Wir­kun­gen in der gan­zen Welt, in der gesam­ten Schöp­fung, in der sicht­ba­ren und in der unsicht­ba­ren Welt her­vor, und setzt Men­schen, Engel, Erz­engel, Geist­we­sen und Ele­men­te in Bewegung.”

Wer jedoch ver­sucht, durch Zau­ber­sprü­che oder Ritua­le Ein­fluss auf die unsicht­ba­re Welt oder das Leben sei­ner Mit­men­schen zu neh­men, ver­letzt jede von Gott gesetz­te Gren­ze. Magie ist im Kern eine mani­pu­la­ti­ve Tak­tik, die den Nächs­ten nicht als frei­es Wesen mit eige­nen Rech­ten ach­tet, son­dern ihn als „schad­haft“ betrach­tet und kor­ri­gie­rend ein­grei­fen will. Dies ist ein Akt geis­ti­ger Anma­ßung und Stolz.

Aiv­an­hov prä­sen­tiert uns die­se klei­ne Eska­pa­de mit dem Magi­er auf Sei­te 52 völ­lig unge­niert. Der Leser muss sich selbst fra­gen, ob er per­sön­lich in der Lage wäre, trotz Kennt­nis von 5. Mose 18,10−13, so zu leben und so zu han­deln. Bei einem nor­ma­len Men­schen wäre ein per­ma­nen­ter inne­rer Wider­spruch das Ergeb­nis mit pau­sen­lo­sem bewuss­tem sün­di­gen, hadern und bereu­en. Den Geis­tes­zu­stand von solch einem Men­schen will ich mir nicht vor­stel­len müs­sen. Die Okkul­tis­ten kön­nen das aber, und damit will ich auf den Punkt kommen.

Die Ent­lar­vung des “Meis­ters”

Was sagt

  • eine stän­di­ge Über­tre­tung der gött­li­chen Gesetze, 
  • die Leug­nung des Opfer­to­des Jesu am Kreuz
  • eine mas­si­ve Abwer­tung und Ernied­ri­gung von Jesus Chris­tus,115Link zum Gemi­ni-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theo­lo­gi­sche Deu­tung“: hier kli­cken
  • das Her­an­zie­hen von okkul­ten Texten, 
  • das Leh­ren von magi­schen Ritualen, 
  • das Weg­füh­ren von Bekeh­rung und Wie­der­ge­burt usw., 

über einen Men­schen aus, der sich selbst als “geis­ti­ger Meis­ter” und “Ein­ge­weih­ter” darstellt?

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Die Ant­wort ist bei genau­er Betrach­tung unaus­weich­lich: Die­ser Mensch kann kein “geis­ti­ger Meis­ter” und kein “Ein­ge­weih­ter” sein und kann kei­ne direk­te Ver­bin­dung zu Gott, zu Jesus Chris­tus und in das Him­mel­reich haben, son­dern muss wegen den direk­ten Anfein­dun­gen, Abwer­tun­gen und Ernied­ri­gun­gen Jesu Chris­ti und den Umdich­tun­gen der Bibel, sei­ne Infor­ma­tio­nen von einer gegen­tei­li­gen Stel­le beziehen.

Wer sich selbst “Meis­ter” nennt, obwohl Jesus das expli­zit ver­bo­ten hat,116Lese in Mat­thä­us 23,8 selbst nach: hier kli­cken wer den Tod Jesu am Kreuz leug­net, wer den “Hei­li­gen Gral” als ewi­ges Sym­bol für sei­ne “Schü­ler” benennt, wer auf bewusst insze­nier­te Lügen­ge­schich­ten wie die Legen­de um “Agar­tha” oder das “König­reich des Pries­ters Johan­nes” auf­springt und die­se Lügen Kraft sei­ner Stel­lung als “geis­ti­ger Meis­ter” sei­nen “Schü­lern” als abso­lu­te Wahr­heit ver­kauft, ist ein Ver­füh­rer der Men­schen117Link zum Gemi­ni-Chat „Bibli­sche Bedeu­tung des Wor­tes Ver­füh­rer“: hier kli­cken und han­delt im Auf­trag der Finsternis.

Das Ziel Aiv­an­hovs und der vie­len ande­ren Okkul­tis­ten, Gurus und Meis­tern ist es, die Men­schen von der Ein­fach­heit und Erret­tung durch Gott weg­zu­füh­ren. Sie gebrau­chen dazu teils uralte okkul­te Metho­den, um die Men­schen zu täu­schen und ihnen weiß­zu­ma­chen, sie könn­ten so sein wie Gott, wenn sie nur lan­ge genug an sich selbst arbei­ten. Auf die­sen Pfei­lern ruht die “geis­ti­ge Leh­re” Aiv­an­hovs und muss aus christ­li­cher und bibli­scher Sicht radi­kal abge­lehnt wer­den. Die Erlö­sung und die Ewig­keit an der Sei­te Got­tes ist für jeden Men­schen nur ein Gebet ent­fernt. Erfah­ren Sie hier mehr.

Kapitel 4: Briefe an die Gemeinden von Ephesus und Smyrna

Eine Statistik, die die Augen öffnet

Das vier­te Kapi­tel läuft über 14 Sei­ten, begin­nend auf Sei­te 55 bis zur Sei­te 68. Von den ins­ge­samt 2129 für die­ses Kapi­tel ver­wen­de­ten Wör­tern behan­deln 629 die Brie­fe an die Gemein­den118Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sie­ben Send­schrei­ben”: hier kli­cken in Ephe­sus119Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Ephe­sos”: hier kli­cken und Smyr­na, das sind 29,5%. Es wird also weni­ger als ein Drit­tel der Text­men­ge für die Aus­sa­ge der Über­schrift ver­wen­det. Von den 629 ver­wen­de­ten Wör­tern für das The­ma des Kapi­tels, wur­den 297 Wör­ter für das Zitat des Bibel­ver­ses auf­ge­braucht, es blei­ben also noch 332 Wör­ter übrig, die Aiv­an­hov mit eige­nen Aus­füh­run­gen dem The­ma wid­me­te, knapp 16% vom Gesamt­in­halt des Kapitels.

Der Groß­teil des Kapi­tels wird mit okkul­ten und suspek­ten Erklä­run­gen ver­bracht, wie man die angeb­li­chen Bil­der, die im Text der Send­schrei­ben120Link zum Arti­kel “Bibel­le­se – kur­ze Erläu­te­run­gen zu Offen­ba­rung 2”: hier kli­cken der Offen­ba­rung ent­hal­ten sind, ent­zif­fern und ver­ste­hen kann. Es gibt eine Top 5‑Liste der häu­figs­ten Wör­ter. Die­se sind:

  1. nicht (17x)
  2. Mars (15x)
  3. Venus (13x)
  4. Lie­be (12x)
  5. Lebens (12x)

Es wäre zu schön gewe­sen, wenn Aiv­an­hov hier Wör­ter ver­wen­det hät­te, die zum Text und zum The­ma pas­sen, aber dem ist nicht so. Tex­te, die so eine Tie­fe und Bedeu­tung für die Mensch­heit haben, wie die Brie­fe an die Gemein­den in der Offen­ba­rung des Johan­nes, soll­ten Wör­ter und Wort­wie­der­ho­lun­gen ver­wen­den wie:

  • Evan­ge­li­um (0x)
  • Jesus (0x)
  • Johan­nes (0x)
  • Bibel (0x) und 
  • Offen­ba­rung (0x)

Nach die­sen Wör­tern sucht man aber ver­geb­lich. Aiv­an­hov wid­met sich im vier­ten Kapi­tel fast aus­schließ­lich sei­nen okkul­ten und anti­christ­li­chen Aus­füh­run­gen, mit wel­chem Wis­sen und mit wel­chem Ein­satz die “Schü­ler” und “Adep­ten” fähig wer­den, solch kom­pli­zier­te Tex­te wie die Offen­ba­rung des Johan­nes121Link zum Arti­kel “Ein­füh­rung in die sie­ben Send­schrei­ben – Offen­ba­rung 2 und 3”: hier kli­cken122Link zum Arti­kel “Die Offen­ba­rung Jesu Chris­ti”: hier kli­cken zu ver­ste­hen. Wie der Leser erfährt, heißt das Hand­werks­zeug dazu:

  • Höhe­re und nie­de­re Natur
  • fein­stoff­li­che Körper
  • Tier­kreis­zei­chen
  • Astro­lo­gie und 
  • Kab­ba­la.

Aiv­an­hov nutzt die bibli­schen Send­schrei­ben ledig­lich als Auf­hän­ger, um sein Hand­werks­zeug aus Astro­lo­gie, Kab­ba­la und der Leh­re von den „fein­stoff­li­chen Kör­pern“ zu prä­sen­tie­ren – alle­samt Prak­ti­ken, die der Bibel zufol­ge (5. Mose 18,10–13) Gott ein Gräu­el sind.

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Theater

Die Gliederung der Sendschreiben

Müss­te man Aiv­an­hovs Beschrei­bung der ers­ten bei­den Send­schrei­ben an die Gemein­den Ephe­sus und Smyr­na beno­ten, käme eine glat­te 6 her­aus. The­ma ver­fehlt. Aiv­an­hov stürzt sich nach sei­ner mehr als dürf­ti­gen Beschrei­bung der Glie­de­rung sofort auf sei­ne okkul­te Deu­tung der Schrei­ben. Die­se Deu­tung hat nichts mit der bibli­schen Aus­sa­ge zu tun, son­dern geht im Gegen­teil in eine gro­be Got­tes­läs­te­rung über, weil Aiv­an­hov den Leser in Berei­che ver­strickt, die, wie oben erwähnt, einem Chris­ten in 5.Mose 18 ver­bo­ten werden.

Die Glie­de­rung der ein­zel­nen Send­schrei­ben, die Aiv­an­hov gibt, ist nicht nur unvoll­stän­dig, sie ist aus den Augen der Leser, die sich öfter mit der Bibel befas­sen oder einen theo­lo­gi­schen Hin­ter­grund haben, sogar absicht­lich so for­mu­liert, dass der Urhe­ber und Über­brin­ger der Send­schrei­ben uner­wähnt bleibt. Der Name Jesus Chris­tus kommt im Text des 4. Kapi­tels kein ein­zi­ges Mal vor. Des­halb müs­sen wir Satz für Satz und Wort für Wort prüfen.

  1. Emp­fän­ger
  2. Absen­der und Zusatz
  3. Lob (außer Lao­di­cea und Sardes)
  4. Tadel (außer bei Smyr­na und Philadelphia)
  5. Buß­ruf mit Droh­wort oder Mahn­wort mit Verheißungswort
  6. Über­win­der­wort
  7. Weck­ruf an alle Gemein­den123Glie­de­rung dem Video “APOKALYPSE – was kom­men wird! Die Johan­nes­of­fen­ba­rung erklärt” von Dr. Lothar Gas­s­mann ent­nom­men”: hier kli­cken

Obwohl der rezi­tier­te Text der bei­den Send­schrei­ben an Ephe­sus und Smyr­na aus Offen­ba­rung 2,1−11 im Buch voll­stän­dig abge­druckt ist, fehlt in Aiv­an­hovs Glie­de­rung die Anre­de (Emp­fän­ger) und die Selbst­vor­stel­lung Jesu Chris­ti (Absen­der und Zusatz). Das ist extrem wich­tig zu ver­ste­hen, weil hier eine wei­te­re Ernied­ri­gung Chris­ti statt­fin­det, die beim ober­fläch­li­chen Lesen des Buches leicht unter­geht. Laut Aiv­an­hov begin­nen die Send­schrei­ben mit einer “Beur­tei­lung ihres Ver­hal­tens”, und das stimmt nicht. Die Send­schrei­ben begin­nen mit dem Emp­fän­ger,

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 2,1 ↗

gefolgt vom Absen­der Jesu Chris­ti:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 2,1 ↗

Erst mit Vers 2 beginnt die Beur­tei­lung (Lob und Tadel). War­um die­ser „blin­de Fleck“? Weil der Leser sich sonst fra­gen könn­te, war­um Mel­chise­dek (den Aiv­an­hov zuvor zum Urhe­ber der Offen­ba­rung sti­li­siert hat) hier plötz­lich durch die ein­deu­ti­gen Attri­bu­te Jesu Chris­ti ersetzt wird. Indem Aiv­an­hov den Namen Jesu kon­se­quent ver­mei­det, mani­pu­liert er den Leser hin­ein in ein rein astro­lo­gi­sches Weltbild. 

Die Lüge von der höheren und der niederen Natur

Lei­der las­sen sich die Leser die­ses Buches zu leicht von Aiv­an­hovs Mär­chen­er­zäh­lun­gen ablen­ken und ver­su­chen, die Erklä­rung der Bibel­stel­len von Aiv­an­hov zu begrei­fen. Das kann natür­lich nie­mals funk­tio­nie­ren, weil alle Infor­ma­tio­nen, die in die­sem Kapi­tel nach dem Zitat des Send­schrei­bens an die Gemein­den in Ephe­sus und Smyr­na ste­hen, rei­ne okkul­te Fik­ti­on und geis­tes­kran­ke Vor­stel­lun­gen von Hoch­stap­lern und Täu­schern sind. Statt end­lich mit einem Grund­satz­text die­se Bibel­stel­len aus­zu­le­gen, was ich von einem “geis­ti­gen Meis­ter” erwar­ten wür­de, zieht Aiv­an­hov die Leser in höchst schwam­mi­ge und unfass­ba­re Berei­che des “höhe­ren und nie­de­ren Selbst”.

Das “höhe­re und nie­de­re Selbst” sind Haupt­the­men der Okkul­tis­tin Hele­na Blava­ts­ky124Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hodgson Report”: hier kli­cken125Beschrei­bung der bizar­ren Vor­fäl­le um Blava­ts­ky im Buch “Madame Blavatsky’s Baboon” von Peter Washing­ton bei Ama­zon: hier kli­cken und Rudolf Stei­ners. Blava­ts­ky beschreibt die bei­den Natu­ren in meh­re­ren Schrif­ten, am aus­führ­lichs­ten aber in ihrem Buch “Der Schlüs­sel zur Theo­so­phie”.126Link zum Buch “Der Schlüs­sel zur Theo­so­phie” von Hele­na Blava­ts­ky bei Ama­zon: hier kli­cken Stei­ner ergießt sich auch in meh­re­ren Schrif­ten in die­ses The­ma, am deut­lichs­ten wohl in “Theo­so­phie. Ein­füh­rung in über­sinn­li­che Welt­erkennt­nis und Men­schen­be­stim­mung (GA 9)”.127Link zum Buch “Theo­so­phie. Ein­füh­rung in über­sinn­li­che Welt­erkennt­nis und Men­schen­be­stim­mung” von Rudolf Stei­ner bei Ama­zon: hier kli­cken

Alles, was Aiv­an­hov mit den vor­han­de­nen Infor­ma­tio­nen zum The­ma “höhe­re und nie­de­re Natur” machen muss­te, war sie für sei­ne Zwe­cke zu adap­tie­ren und anhand von anschau­li­chen Kreis­dia­gram­men der Öffent­lich­keit und den Mit­glie­dern sei­ner Sek­te zugäng­lich zu machen.

Nicht nur, dass kei­ne ein­zi­ge Beschrei­bung über den Atman‑, Bud­dhi- und Kau­sal­kör­per in der Bibel vor­kommt und sie die­se Kör­per somit als Rea­li­tät beschrei­ben wür­de, Aiv­an­hov ver­bin­det die­se mensch­li­che Erfin­dung zusätz­lich mit den Tier­kreis­zei­chen, mit der Astro­lo­gie. Die Astro­lo­gie ist den Men­schen in 5. Mose 18,10−13 als “Zei­chen­deu­te­rei” ver­bo­ten, und ist dem Herrn ein Gräu­el.128Link zum You­Tube-Video “Klar­text: ASTROLOGIE und HOROSKOP – Dr. Lothar Gas­s­mann”: hier kli­cken Die vie­len Leser, die mei­nen, Aiv­an­hov sei wirk­lich ein “geis­ti­ger Meis­ter”, ein Ein­ge­weih­ter, Hell­se­her und Selbst­ver­wirk­lich­ter, fal­len auf die­se Beschrei­bun­gen her­ein und lan­den im Göt­zen­dienst. Zudem sind die­se Men­schen zutiefst davon über­zeugt, dass die Beschäf­ti­gung mit den Tex­ten Aiv­an­hovs zu posi­ti­ven Ver­än­de­run­gen in ihrem Leben geführt hat.

Und das ist Selbstbetrug.

Aivanhovs Interpretation der ersten beiden Sendschreiben

Auf den Sei­ten 66 bis 68 legt uns Aiv­an­hov sei­ne Inter­pre­ta­ti­on der Send­schrei­ben an Ephe­sus und Smyr­na vor. Er ver­sucht im ers­ten Satz sei­ner Inter­pre­ta­ti­on dem Leser weis­zu­ma­chen, dass mit sei­nen astro­lo­gi­schen Erklä­run­gen alles viel kla­rer erschei­nen wird. In die­sen kur­zen Absät­zen wird deut­lich, wie weit Aiv­an­hov von den Grund­wahr­hei­ten der Hei­li­gen Schrift und Jesus Chris­tus ent­fernt ist. Aiv­an­hov wagt es, den Gebo­ten der Hei­li­gen Schrift zum Trot­ze, Bibel­ver­se mit der Astro­lo­gie, einer Pra­xis, die durch die Bibel selbst als Irr­leh­re defi­niert ist, erklä­ren zu wol­len. Die Astro­lo­gie wird bei Aiv­an­hov zu einem Erklärm­odell für Kern­aus­sa­gen der Hei­li­gen Schrift.

Das geht natür­lich nach hin­ten los, denn es geht im Send­schrei­ben an Ephe­sus pri­mär um “die ers­te Lie­be”.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 2,4 ↗

Die “ers­te Lie­be”, das ist Jesus Chris­tus selbst. Die “ers­te Lie­be” steht für die ursprüng­li­che, bren­nen­de und per­sön­li­che Lie­be zu Jesus Chris­tus. Die­se “ers­te Lie­be” ist zugleich der Start­punkt, von dem aus alle Zie­le im per­sön­li­chen Leben und in der Gemein­de erreich­bar sind. Die “ers­te Lie­be” kennt und spürt ein Mensch ab dem Zeit­punkt, an dem er sich ganz bewusst und wil­lent­lich zu Jesus hin­wen­det und um Ver­ge­bung sei­ner Sün­den bit­tet. Die “ers­te Lie­be” behält ein Christ für immer in sei­ner Brust, weil er die unfass­ba­re Gna­de Chris­tis erlebt und er in Got­tes Reich heim­kom­men darf.

Es ist nicht nur so, dass Aiv­an­hov mit kei­ner Sil­be im 4. Kapi­tel auf Jesus Chris­tus weist oder die­sen Namen auch nur erwähnt. Die “ers­te Lie­be” wird mit einem Pla­ne­ten erklärt, der in okkul­ten Krei­sen angeb­lich für die Lie­be steht. Venus. Aber nicht irgend­ei­ne Venus, son­dern die “erhöh­te Venus”.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 4, Sei­te 66

Ganz bewusst führt Aiv­an­hov die Leser an der Haupt­aus­sa­ge der Offen­ba­rung 2 vor­bei. Es geht in Aiv­an­hovs “geis­ti­ger Leh­re” nicht um Gott und Jesus Chris­tus und die Auf­for­de­rung, umzu­keh­ren und wie­der in die ursprüng­li­che Lie­be zu Chris­tus zu kom­men, es geht um Göt­zen und Göt­zen­dienst. Es geht Aiv­an­hov dar­um, die Leser von der Wahr­heit weg­zu­füh­ren und sie sei­ner okkul­ten Irr­leh­re zuzu­füh­ren. Wer den Namen Jesus im Brief an Ephe­sus weg­lässt und ihn durch eine okkul­te Prak­tik ersetzt, ist ein Irr­leh­rer von ganz beson­de­rer Güte. Wie schön, dass wir das in sei­nem Buch “Die himm­li­sche Stadt” schwarz auf weiß nach­le­sen können.

Im Send­schrei­ben an Smyr­na sieht es genau­so schlimm für die leicht­gläu­bi­gen Leser aus: Astro­lo­gie und Göt­zen­dienst statt Heils­bot­schaft und Umkehr. Die armen See­len, die auf Aiv­an­hov her­ein­ge­fal­len sind und ihren letz­ten Tag auf Erden erlebt haben, wer­den sich wun­dern. Vie­le Okkul­tis­ten und Licht­ar­bei­ter sind der Mei­nung, mit einer gro­ßen Men­ge guter Taten und viel spi­ri­tu­el­ler Pra­xis ins Jen­seits hin­über­zu­wech­seln, und vor allem, wie im letz­ten Satz im 4. Kapi­tel beschrie­ben, ihre Lei­den­schaf­ten über­wun­den zu haben. Sie alle sind der Mei­nung, ein Anrecht auf “die neue Erde” und das “Gol­de­ne Zeit­al­ter” zu haben und nach ihrem letz­ten Atem­zug im puren Licht zu wan­deln.129Link zum You­Tube-Video “Freue dich auf den Him­mel”: hier kli­cken

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 4, Sei­te 68

Was für ein Irr­glau­be! Aiv­an­hov hat sich da eine unbe­schreib­li­che Schuld auf­ge­la­den, weil er die Men­schen so berech­nend in die Irre führt. Dem zwei­ten Tod kann man nur ent­ge­hen, indem man an Jesus Chris­tus glaubt und sein Geschenk der Erret­tung annimmt. Bei sei­ner Bekeh­rung erfährt ein Mensch die voll­kom­me­ne Ver­ge­bung sei­ner Sün­den und sei­ner Schuld durch Jesus Chris­tus. Des­halb ist Jesus als Sohn Got­tes in die­se Welt gekom­men. Des­halb sagt Jesus auch heu­te noch “Aber ich habe gegen dich, dass du dei­ne ers­te Lie­be ver­las­sen hast” und ich for­de­re die Leser an die­ser Stel­le auf, nach­zu­prü­fen, wie weit die Irr­leh­re Aiv­an­hovs im Gegen­satz zur Hei­li­gen Schrift steht und umzukehren.

Lie­be Leser, die Bibel behan­delt die Umkehr zu Gott als eines ihrer Haupt­the­mas. Bit­te las­sen Sie sich durch Aiv­an­hovs Tex­te und Bücher nicht ver­füh­ren und täu­schen. Nie­mand von der gesam­ten Mensch­heit kann sich durch eige­ne Anstren­gung zu Gott erhe­ben oder sogar Gott gleich sein. Wir alle haben nur die­se eine Chan­ce auf Ret­tung, die uns Jesus Chris­tus anbie­tet. Der Okkul­tis­mus, wie ihn Aiv­an­hov lehrt, führt in genau die ande­re Rich­tung. Wer die­sen Weg wählt, wird am Ende in der abso­lu­ten Fins­ter­nis erwa­chen. Infor­ma­tio­nen zu Ihrer Bekeh­rung fin­den Sie hier: hier kli­cken ↗.

Kapitel 5: Brief an die Gemeinde von Pergamon

Überzeugende Präsentation der Unkenntnis Aivanhovs

Wie schon in Kapi­tel 4, befasst sich Aiv­an­hov auch in Kapi­tel 5 nur am Ran­de mit dem The­ma der Über­schrift, mit dem Send­schrei­ben an Per­ga­mon. Der kleins­te Teil der Absät­ze behan­delt die bibli­schen Aus­sa­gen, über­wie­gend wer­den okkul­te Prak­ti­ken und Aber­glau­be bespro­chen. Dabei geht Aiv­an­hov so pri­mi­tiv zugan­ge, dass ich mich wie­der fra­gen muss, wie mir das in den 16 Jah­ren mei­ner Anstel­lung beim Pros­ve­ta Ver­lag ent­gan­gen sein konn­te. Ja, ich glaub­te jedes Wort die­ses selbst­er­nann­ten “geis­ti­gen Meis­ters” und stell­te nichts von sei­nen Äuße­run­gen in Fra­ge, ein­fach, weil ich ihn als “Meis­ter” sah. Aber das ist er nicht.

Kapi­tel 5 läuft über 8 Sei­ten, ist also ver­hält­nis­mä­ßig kurz. Viel zu kurz wenn man bedenkt, was für ein rie­si­ges Lehr­ma­te­ri­al der Brief an Per­ga­mon beinhal­tet, begin­nend mit dem zwei­schnei­di­gen Schwert in Vers 12, mit dem Thron Satans und der Tötung des Anti­pas in Vers 13, der Tat­sa­che, dass Chris­tus nur ein Weni­ges gegen Per­ga­mon hat in Vers 14, der abso­lut unmiss­ver­ständ­li­che Auf­ruf zur Buße in Vers 16, das Man­na und der wei­ße Stein in Vers 17. Aber die Bespre­chung und Aus­le­gung des Send­schrei­bens igno­riert Aiv­an­hov zuguns­ten sei­ner Leh­re über okkul­te Prak­ti­ken und den Aberglauben.

Inter­es­san­ter­wei­se beginnt Kapi­tel 5 gleich mit den ers­ten Wor­ten des “geis­ti­gen Meis­ters” als Bestä­ti­gung sei­ner Unwis­sen­heit die­ser Bibel­stel­le. Aiv­an­hov meint, er wer­de sich nur mit “den letz­ten Sät­zen” des Brie­fes an die Gemein­de von Per­ga­mon befassen:

Zitat und Über­set­zung “Appro­che de la Cité céles­te, com­men­tai­res de l’A­po­ca­lyp­se”, Kapi­tel 4 “Lett­re à l’Ég­li­se de Per­game”, Sei­te 68

Die von Aiv­an­hov zitier­te Stel­le sind aber kei­ne letz­ten, also meh­re­re Sät­ze, es ist nur einer. Auch sind es nicht meh­re­re Ver­se, es ist einer, Offen­ba­rung, Kapi­tel 2, Vers 17. Ja, das scheint ober­fläch­lich betrach­tet nur eine Klei­nig­keit zu sein, aber für einen “geis­ti­gen Meis­ter”, einer, der sich her­aus­nimmt, Bibel­leh­rer und Weis­heits­leh­rer zu sein, einer, der sich Zutritt zum Bewusst­sein Chris­ti ver­schaf­fen kann, für so jemand ist das ein ziem­lich star­kes Stück an prä­sen­tier­ter Unkennt­nis. Das Buch kam 1989 in Frank­reich im Ori­gi­nal her­aus und wur­de 2001 vom deut­schen Pros­ve­ta Ver­lag her­aus­ge­ge­ben, und in die­ser gan­zen lan­gen Zeit soll nie­mand bemerkt haben, was für ein Unsinn in die­sen Zei­len steht?

Die Bibel­stel­le Offen­ba­rung 2, Vers 17, um die es Aiv­an­hov in Kapi­tel 5 geht, im Wort­laut aus der Schlach­ter 2000:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 2,17 ↗

Viel­leicht bin ich da etwas zu klein­lich, aber einem Men­schen, dem ich mei­ne geis­ti­ge Gesund­heit und mein geist­li­ches Wachs­tum anver­traue, jemand, der angeb­lich als “Berg­füh­rer sei­ne Kame­ra­den sicher bis zum Gip­fel führt”, muss ich zu 100% ver­trau­en kön­nen. Wie wir sehen, ver­zet­telt sich der gro­ße Ein­ge­weih­te Aiv­an­hov aber schon mit den kleins­ten Dingen.

Die Lach- und Sachgeschichte mit dem weißen Stein

Lei­der kann man in den Erklä­run­gen Aiv­an­hovs in Kapi­tel 5 kei­ner­lei rea­len Bezug zur Bibel fin­den. Von der christ­li­chen War­te aus betrach­tet, fin­den wir nur Aber­glau­be und Göt­zen­dienst. Das ist trau­rig, aber wahr. Wir kön­nen aber die­se brand­ge­fähr­li­che Anstif­tung zum Göt­zen­dienst, die Aiv­an­hov hier ver­mit­teln will, in eine klei­ne Lach- und Sach­ge­schich­te nach dem Vor­bild von der Sen­dung mit der Maus130Link zur Sei­te “Die Sei­te mit der Maus” vom WDR: hier kli­cken ver­wan­deln. Geweint wegen all den Lügen und Ver­dre­hun­gen, die Aiv­an­hov in die­sem Buch dem Leser auf­tischt, haben wir ja schon genug. Klingt komisch, ist aber so.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Der böse alte Mann mit dem wei­ßen Bart sagt auf Sei­te 70, dass vie­le Men­schen über einen wei­ßen Stein spre­chen. Er frägt sich dann sel­ber, war­um das so ist. Er erklärt auch, dass auf dem wei­ßen Stein irgend­wel­che Zei­chen ste­hen. Und weil wir den bösen Mann jetzt schon län­ger ken­nen, kön­nen wir gleich dazu­sa­gen, dass der böse Mann bestimmt denkt, dass das Geheim­zei­chen sein sol­len, die irgend­was mit denen machen kön­nen, die die wei­ßen Stei­ne haben. Und die, die die wei­ßen Stei­ne haben, sind ja auch schon Sie­ger, denn die haben vor­her schon über was gesiegt. Über was, das sagt der böse Mann erst viel wei­ter hin­ten im Buch, auf Sei­te 74. Er muss über sich sel­ber gesiegt haben.

Der böse Mann mit dem wei­ßen Bart sagt dann auch, wie der wei­ße Stein heißt: Talis­man.131Link zum Gemi­ni-Chat „hele­na blava­ts­ky talis­ma­ne“: hier kli­cken Aber woher weiß der Mann das denn? Das steht doch nir­gends. Und außer­dem haben wir im Reli­gi­ons­un­ter­richt gelernt, dass die Geschich­te mit dem wei­ßen Stein in der Bibel steht und die Bibel sagt ganz laut, dass wir kei­ne Talis­män­ner und Glücks­brin­ger haben sol­len. Die, die Talis­ma­ne haben, haben ihr Ver­trau­en in unse­ren Gott ver­lo­ren und wol­len, dass der Glücks­brin­ger an sei­ne Stel­le kommt. Aber unser Reli­gi­ons­leh­rer sagt immer, dass wir nie von unse­rem Gott und von Jesus weg­ge­hen dür­fen, weil die unser ein­zi­ges Heil sind.

Der böse alte Mann mit dem wei­ßen Bart sagt so vie­le Wor­te auf den Sei­ten mit dem wei­ßen Stein, dass es einem ganz schwind­lig im Kopf wird, von den vie­len Wör­tern, die er gebraucht. Und das ist alles falsch, was er sagt. Der wei­ße Stein ist näm­lich was ganz ande­res. Der wei­ße Stein in der Bibel ist näm­lich gar kein Zau­ber­ding. In der Zeit, als Johan­nes das auf­ge­schrie­ben hat, haben Rich­ter in Grie­chen­land klei­ne wei­ße Stei­ne benutzt, wenn sie jemand frei­ge­spro­chen haben. Ein schwar­zer Stein bedeu­te­te „schul­dig“, ein wei­ßer Stein bedeu­te­te „frei“.132Link zum You­Tube-Video “Freue dich auf den Him­mel!”: hier kli­cken

Der wei­ße Stein sagt also, dass die, die ihn bekom­men, frei­ge­spro­chen wer­den.133Link zum Gemi­ni-Chat „Abstim­mung mit Stimm­stei­nen“: hier kli­cken Aber von wem und von was? Der böse alte Mann sagt, dass die Men­schen ihre Schwä­chen und Lei­den­schaf­ten und alle ihre nie­de­re Nei­gun­gen über­wun­den haben müs­sen, bevor sie den wei­ßen Stein krie­gen, aber das geht doch gar nicht, wir sind doch Men­schen. Die Geschich­te mit dem wei­ßen Stein in der Bibel sagt was ganz ande­res. Die, die nach­her den wei­ßen Stein haben, sind die Chris­ten, die die bösen Wor­te und Taten über­ste­hen, die denen gesagt und ange­tan wer­den, weil sie zu Jesus hal­ten und den lieben.

Dar­um sagt Jesus dann, dass die Über­win­der den Stein nach­her haben, weil sie das alles über­stan­den und über­wun­den haben. Die sind die gan­ze Zeit ganz fest mit unse­rem Jesus ver­bun­den geblie­ben und haben dem Jesus all ihr Ver­trau­en gege­ben und die sind dann spä­ter nicht ent­täuscht wor­den. Die haben den wei­ßen Stein, also den Frei­spruch bekom­men. Ist ja auch gut so. Das steht ja auch schon wei­ter oben in der Bibel, da wo steht, dass da der Thron vom Satan ist, und auch, dass die den armen Anti­pas getö­tet haben. Und trotz­dem haben die am Namen Jesus fest­ge­hal­ten, wie wenn man sich beim Sturm am Baum fest­klam­mert. Der kippt ja auch nicht um. Da ist man sicher.

Aber der böse alte Mann mit dem wei­ßen Bart will, dass wir das alles falsch ver­ste­hen und der tut auch noch so, als ob das alles wahr wäre, was der sagt. Aber der tut genau das Gegen­teil von dem, was in der Bibel steht. Und der Jesus sieht das, der weiß ganz genau, wann einer ihn ver­las­sen hat, weil der jetzt so Din­ger und Talis­ma­ne hat, die er um den Hals oder als Arm­reif oder ver­steckt in sei­nen Kla­mot­ten trägt. Das dür­fen wir nie machen!134Link zum Gemi­ni-Chat „was sagt die bibel zu talis­ma­nen?“: hier kli­cken

Jesus meint also: Wer fest zu Ihm hält, auch wenn es gefähr­lich wird, der bekommt am Ende den Frei­spruch. Der böse alte Mann mit dem wei­ßen Bart will aber, dass wir glau­ben, wir müss­ten erst ganz vie­le tol­le Übun­gen machen und unse­re Lei­den­schaf­ten besie­gen, um uns die­sen Stein zu ver­die­nen. Er macht aus Got­tes Geschenk eine schwe­re Haus­auf­ga­be und aus Jesus einen Magier.

Das verborgene Manna

Statt das Send­schrei­ben an Per­ga­mon als Gan­zes zu erklä­ren, damit auch die etwas schwie­ri­ge­ren Tei­le die­ses Brie­fes ver­ständ­lich wer­den, miss­braucht Aiv­an­hov den Begriff des „ver­bor­ge­nen Man­nas“, um sei­ne okkul­te Ideo­lo­gie zu ver­an­kern. Wie ich oben in der Lach- und Sach­ge­schich­te mit dem wei­ßen Stein auf­de­cken konn­te, über­schreibt Aiv­an­hov die rea­le Bedeu­tung der Bibel mit sei­nen fik­ti­ven Dar­stel­lun­gen und Deu­tun­gen aus dem tiefs­ten Okkul­tis­mus. Der Weg des Men­schen, der sich auf die “geis­ti­ge Leh­re” Aiv­an­hovs ein­lässt, endet zwangs­wei­se in der Fins­ter­nis. Der Weg mit Jesus führt aus den Lügen her­aus in eine für uns nicht fass­ba­re und vor­stell­ba­re Freiheit.

Aiv­an­hov nimmt zur Ver­voll­stän­di­gung sei­ner Beschrei­bung des Send­schrei­bens an Per­ga­mon das “ver­bor­ge­ne Man­na” und ver­sucht, ihm eine völ­lig ande­re und bibel­fer­ne Bedeu­tung auf­zu­er­le­gen, als es tat­säch­lich hat. Er sagt auf Sei­te 74:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 5, Sei­te 74

In die­sem Zitat ver­birgt sich die größt­mög­li­che Gefahr für einen Men­schen, der in sich einen Ruf ver­spürt, sich zu Gott auf­zu­ma­chen. Vie­le Men­schen wer­den von den Okkul­tis­ten, den Schar­la­ta­nen, den Blen­dern und Täu­schern, den Irr­leh­rern und Göt­zen­die­nern abge­fan­gen und in die fal­sche Rich­tung geführt. Mit tol­len und fast nicht enden wol­len­den Wort­schwal­len, Büchern, Vide­os und Pod­casts ver­su­chen die­se Men­schen, eine größt­mög­li­che Anhän­ger­schaft um sich zu scha­ren, die umso leich­ter zu steu­ern ist, je mehr Men­schen sich ihr anschlie­ßen. Auf die­se Wei­se arbei­te­te Aiv­an­hov und auch die aus sei­ner “Leh­re” her­vor­ge­gan­ge­nen Leh­rer, Men­to­ren und Coaches.

Doch Vor­sicht! Der von Aiv­an­hov als “Weg der Evo­lu­ti­on” beschrie­be­ne Pfad ist nichts ande­res als die Lüge Satans in 1.Mose 3,5. Satan sagt zu Eva”…An dem Tag, da ihr davon esst, wer­den euch die Augen geöff­net, und ihr wer­det sein wie Gott und wer­det erken­nen, was Gut und Böse ist!”. Immer mehr “spi­ri­tu­el­le Errun­gen­schaf­ten, Tugen­den und Qua­li­tä­ten” zu errei­chen und immer “wei­ter auf dem Weg der Evo­lu­ti­on vor­an­zu­schrei­ten”, beschreibt genau die­ses Sze­na­rio. Am Ende des Weges wer­det ihr sein wie Gott! Das ist die größ­te Fal­le, in die Aiv­an­hov sei­ne Leser und “Schü­ler” füh­ren kann.

Gott möch­te, dass der Mensch umkehrt und wie­der zu ihm zurück­kehrt. Das funk­tio­niert aber nicht, indem der Mensch ver­sucht, sich selbst zu erhö­hen und gott­gleich zu wer­den. Das geht nur über eine tie­fe Ein­sicht des Ein­zel­nen und sei­nem Ein­ge­ständ­nis sei­ner Sün­den. Der Mensch hat sich nun mal gegen Gott ver­sün­digt, dar­an gibt es nichts zu rüt­teln. Wer durch Demut und eine bren­nen­de Lie­be zu Gott und Jesus in der Lage ist, das größ­te Geschenk Got­tes anzu­neh­men, wird sei­ne Sün­den beken­nen und sie sich durch Jesus abneh­men las­sen. Dann erfüllt sich Jesu Ver­spre­chen “Ich bin der Weg und die Wahr­heit und das Leben; nie­mand kommt zum Vater als nur durch mich!”. Alles ande­re sind Irrwege!

Aiv­an­hovs Beschrei­bung des Man­na ist falsch. Das “ver­bor­ge­ne Man­na“135Link zum Niko­de­mus-Chat „Ver­bor­ge­ne Man­na — Bedeu­tung“: hier kli­cken ist kein Bewusst­seins­zu­stand, den es zu errei­chen gilt. Das ver­bor­ge­ne Mann ist Jesus Chris­tus selbst! Ver­bor­gen des­halb, weil die Welt, der nor­ma­le Mensch, nicht ver­ste­hen kann, dass es eine sehr tie­fe, inne­re Gemein­schaft mit Jesus Chris­tus gibt, die ein Mensch, der kei­ne ech­te Bezie­hung zu Jesus begon­nen hat, nicht ver­steht. Wer durch Umkehr und Bekeh­rung ein Kind Got­tes gewor­den ist, rea­li­siert in einem Augen­blick die unfass­ba­re Gna­de und den uner­mess­li­chen Reich­tum, dass er an der Sei­te Got­tes die Ewig­keit ver­brin­gen darf. Kei­ne eige­ne Anstren­gung wird zu die­sem Punkt füh­ren, allein die Gna­de Got­tes ermög­licht uns das. 

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 6,35 ↗

Jesus ruft uns zu ihm, indem er sagt “Wer zu mir kommt…”. Das ist eine Ein­la­dung! Bit­te, lie­be Leser, prü­fen Sie selbst, wie oft Aiv­an­hov in sei­nen Büchern eine ech­te Hil­fe und Anwei­sun­gen gibt, zu Jesus zu kom­men, Buße zu tun und sich zu bekeh­ren. Aiv­an­hov führt uns in immer neue und grö­ße­re Anstren­gun­gen, durch spi­ri­tu­el­le Dis­zi­pli­nen, Ent­hal­tun­gen und Rei­ni­gun­gen, durch das Stu­di­um anti­ker und okkul­ten Schrif­ten und durch den Göt­zen­dienst – und damit von Jesus weg. Die Kab­ba­la und die Astro­lo­gie zu stu­die­ren wird ein gan­zes Leben eines Men­schen dau­ern, für Jesus bleibt schlicht und ein­fach kei­ne Zeit mehr übrig.

Infor­ma­tio­nen zu Ihrer Bekeh­rung fin­den Sie hier: hier kli­cken ↗. Bit­te geben Sie Jesus heu­te noch eine Chan­ce, zu Ihnen kom­men zu kön­nen und sehen Sie sich die­ses Video an. Ihre ein­zi­ge Mög­lich­keit, die Ewig­keit mit Gott zu ver­brin­gen, ist Ihre Bekehrung.

Kapitel 6: Brief an die Gemeinde von Laodizea

In Kapi­tel 6 (Sei­te 77–90) setzt sich ein Mus­ter fort, das für das gesam­te Werk bezeich­nend ist: Die bibli­sche Bot­schaft wird zur Neben­sa­che degra­diert. Auch beim sieb­ten Brief an die Gemein­den fin­det ein Ver­such Aiv­an­hovs statt, hoch­geist­li­che Tex­te durch Göt­zen und durch die Bibel ver­bo­te­ne Hand­lun­gen dem Leser ver­ständ­lich zu machen. Als wäre es das selbst­ver­ständ­lichs­te der Welt, erklärt der “geis­ti­ge Meis­ter” den wohl schärfs­ten Brief anhand der Astro­lo­gie.136Link zum You­Tube-Video “WARNUNG VOR OKKULTISMUS, WAHRSAGEN, KARTENLEGEN, ASTROLOGIE. Dr. Kurt Koch”: hier kli­cken Zusätz­lich bekommt der Leser eine tri­via­le Abhand­lung über Wär­me und Käl­te, die einem Kin­der­gar­ten­kind gege­ben wer­den könn­te. In die­ser (schein­bar) ein­fa­chen Erklä­rung ste­cken aber hoch­pein­li­che Fehler.

Das sechs­te Kapi­tel läuft über 14 Sei­ten, von Sei­te 77 bis Sei­te 90. Von den 2.758 Wör­tern des Kapi­tels, wur­den 424 für Bibel­zi­ta­te ver­wen­det, das ent­spricht 15,4%. Beson­ders erschre­ckend ist dabei, dass der Name unse­res Hei­lands Jesus Chris­tus in Aiv­an­hovs Aus­füh­run­gen zu die­sem viel­leicht schärfs­ten aller Send­schrei­ben kon­se­quent uner­wähnt bleibt. Statt­des­sen wird der Leser mit einem okkul­ten Durch­ein­an­der kon­fron­tiert, das den Blick auf das Wesent­li­che, näm­lich unse­re Bezie­hung zu Chris­tus, durch die aus­ge­prägt kind­li­che Bild­spra­che, stark vernebelt.

Weder kalt noch heiß – Hinzufügungen, Entstellungen, Verkomplizierungen

Im ers­ten Teil des Kapi­tels ver­sucht Aiv­an­hov, den Brief an Lao­di­zea mit den zwei Zustän­den kalt/heiß (warm in der Luther-Über­set­zung, die hier schein­bar ver­wen­det wur­de) zu erklä­ren und bringt den Leser damit schon in den ers­ten Zei­len des sechs­ten Kapi­tels auf Abwe­ge, die garan­tie­ren, dass die gro­ße Haupt­aus­sa­ge des Brie­fes völ­lig über­se­hen wird. Über­zo­gen lang­at­mig bekommt der Leser eine Lek­ti­on über die Käl­te und die Wär­me und ist wegen der ver­wen­de­ten Bild­spra­che gedank­lich so weit von der Rea­li­tät des Send­schrei­bens ent­fernt, dass es für Aiv­an­hov ein Leich­tes ist, auf Sei­te 85 naht­los in den Göt­zen­dienst, die Astro­lo­gie zu wechseln.

Dabei beginnt das Send­schrei­ben an Lao­di­zea in der Bibel mit einer atem­be­rau­ben­den Selbst­vor­stel­lung Christi:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 3,14 ↗

Der Amen
Jesus beschreibt sich hier als “Amen”. Das hebräi­sche Wort Amen bedeu­tet “Ja, so sei es”, “wahr­lich” und “zuver­läs­sig” und wird als “der Treue, Wahr­haf­ti­ge, Zuver­läs­si­ge, der sei­ne Ver­hei­ßun­gen wahr macht” beschrie­ben. Jesus bringt hier zum Aus­druck, die Erfül­lung aller Ver­hei­ßun­gen zu sein.

Treu­er und wahr­haf­ti­ger Zeu­ge
Dar­aus geht her­vor, dass Jesus, der alles sieht, abso­lut objek­tiv und gerecht die Gemein­de beur­tei­len wird.

Der Ursprung der Schöp­fung Got­tes
Unmiss­ver­ständ­li­che Beschrei­bung der Hier­ar­chie Got­tes und eine ers­te Andeu­tung an die Gemein­de, dass Jesus über der mate­ri­el­len Welt steht, auf die die Gemein­de so stolz war.

Der ers­te Vers im Brief an Lao­di­zea wird von Aiv­an­hov mit kei­ner Sil­be erwähnt. Das ist sehr scha­de, denn hier liegt ein Schlüs­sel in der Betrach­tungs­wei­se der Men­schen Jesu Chris­ti gegen­über. Mit nur einem Satz schafft Jesus es, sei­ne abso­lu­te Gestalt dar­zu­stel­len. Kein Geschwa­fel, kei­ne Ver­wir­rung, ein­fach nur klar her­aus, wer er ist und wie es wei­ter geht. Lie­be Leser, bit­te mer­ken Sie sich die­sen Vers. Jesus beschreibt sich als “der Ursprung der Schöp­fung”. Das ist eine äußerst wich­ti­ge Aus­sa­ge, denn Aiv­an­hovs anti­christ­li­cher Ver­such, Jesus gegen Mel­chise­dek aus­zu­tau­schen, zieht sich in sei­nem Buch bis in die letz­te Zeile.

Bild für »Heiß - Hierapolis«
Lao­di­zea

Heiß – Hierapolis

Bild für »Lau - Laodizea«
Lao­di­zea

Lau – Laodizea

Bild für »Kalt - Lykos (Kelkit Çayı)«
Lao­di­zea

Kalt – Lykos (Kelkit Çayı)

Von der Klar­heit Jesu könn­te sich Aiv­an­hov eini­ge Scheib­chen abschnei­den. Statt­des­sen schnappt schon im zwei­ten Satz nach dem Bibel­zi­tat die Fal­le zu. Wie in Kapi­tel 3 ver­sucht er dem Leser weis­zu­ma­chen, dass seit 2000 Jah­ren ver­sucht wird, die bei­den Begrif­fe heiß/kalt zu ver­ste­hen. Er führt aus, dass zum rich­ti­gen Ver­ständ­nis der tie­fe­ren Bedeu­tung von heiß/kalt noch eini­ge Erklä­run­gen dazu not­wen­dig sei­en. Wie in den vor­he­ri­gen Kapi­teln in die­sem Buch setzt sich Aiv­an­hov hier weit über die Leser­schaft, weil er unter­stellt, die­se wür­den die Send­schrei­ben nicht kapie­ren und es bedür­fe eines Ein­ge­weih­ten, um die Bibel­stel­le zu entschlüsseln.

Die fol­gen­den Erklä­run­gen, die bis zur Sei­te 85 rei­chen, haben mit der bibli­schen Aus­sa­ge nichts mehr zu tun. Mit einer aus­ge­präg­ten Bild­spra­che wird der logi­sche Ver­stand der Leser aus­ge­schal­tet und es beginnt eine gedank­li­che Rei­se von der Äqua­to­ri­al­ebe­ne und deren schö­nen, lei­den­schaft­li­chen Män­nern und Frau­en, die aber auch trä­ge und faul sein sol­len, hin­über in die kal­ten Regio­nen die­ser Erde mit deren fried­vol­len, nach­denk­li­chen und akti­ve­ren Men­schen. Dann wech­seln die Bil­der plötz­lich zu einem Kreis­lauf des Was­sers, wie es ver­duns­tet, von der Son­ne erwärmt auf­steigt und als Schnee auf die Gip­fel der Ber­ge fällt.

Das geht so wei­ter bis Sei­te 85. Aber der Leser ist dem eigent­li­chen The­ma, näm­lich dem Send­schrei­ben an die Gemein­de in Lao­di­zea, kei­nen Schritt näher gekom­men. Im Grun­de waren die Sei­ten 78–85 nur eine “Auf­wärm­run­de”, um den Ver­stand der Leser in eine Art hyp­no­ti­sche Unbe­weg­lich­keit zu brin­gen, damit der eigent­li­che Angriff, der mit der astro­lo­gi­schen Beschrei­bung des Tier­krei­ses auf die Ver­se der Offen­ba­rung des Johan­nes statt­fin­det, erfolg­reich aus­ge­führt wer­den kann. Wer hier nicht wach ist, fällt auf Aiv­an­hovs psy­cho­lo­gi­schen Trick “Wort­sa­lat” her­ein. Den “Wort­sa­lat” habe ich in Kapi­tel 3 aus­führ­lich erklärt.

Der Inhalt der Sei­ten 78–85 ist okkul­tes und ver­wir­ren­des bla, bla, bla, ohne Inhalt und Aus­sa­ge, die den bibli­schen Tat­sa­chen ent­spre­chen. Mit kei­ner Sil­be wird von der Bibel ver­langt, die Zustän­de heiß/kalt tie­fer zu beleuch­ten oder gar Bibel­ver­se anhand einer Irr­leh­re, der Astro­lo­gie, ver­ste­hen zu müs­sen. Vers 16 “Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, wer­de ich dich aus­spei­en aus mei­nem Mun­de”, meint, dass die Gemein­de in Lao­di­zea für Jesus unge­nieß­bar, also unbrauch­bar gewor­den ist. Schlim­mer noch, er ekelt sich gera­de­zu vor ihnen und droht, sie aus­zu­spei­en, wenn sie sich nicht ändern. Das hat abso­lut nichts mit “der tie­fe­ren Bedeu­tung” der Tem­pe­ra­tur zu tun, wie Aiv­an­hov dem Leser weis­ma­chen will.

Lao­di­zea bekam sein Was­ser von zwei Orten, die kilo­me­ter­weit ent­fernt waren. Dazu wur­de ein kom­pli­zier­tes Aquä­dukt­sys­tem benutzt. Lei­der war es so, dass das hei­ße Was­ser, das von den Kalk­sin­ter­ter­as­sen137Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sin­ter”: hier kli­cken in Hie­r­a­po­lis138Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pamuk­ka­le”: hier kli­cken ent­nom­men wur­de, bei der Ankunft in Lao­di­zea lau­warm war. Die­ses Was­ser war gesät­tigt mit Kalk und schmeck­te im lau­war­men Zustand wider­lich, fast absto­ßend schlecht. Die­ses Bild gebraucht Jesus in Vers 16, als er sagt, er wird sie aus sei­nem Mund ausspeien.

Der sechs‑, tschuldigung, der siebenachsige Irrglaube der Astrologie

Die Leser, die den zwei­ten Teil des Kapi­tels mit wachem Geist und im Ver­gleich mit der Bibel lesen, kön­nen sich lang­sam ein Bild davon machen, war­um Gott so klar und unmiss­ver­ständ­lich über die Göt­zen und die Men­schen, die sich mit ihnen beschäf­ti­gen, spricht. 

Schlach­ter 2000 – 5.Mose 18,10−11

Die Gläu­bi­gen bekom­men von Gott mit 5.Mose 18 nicht nur ein Ver­bot der Astro­lo­gie, die unter das Stich­wort “Zei­chen­deu­te­rei” fällt, son­dern haben mit Offen­ba­rung 21,8 ein sehr kla­res Bild vor Augen, was mit den Men­schen gesche­hen wird, die sich par­tout nicht an die­se Wei­sung halten.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 21,8

Die Bibel schil­dert uns mit einem ganz kla­ren Bild, was mit den Göt­zen­die­nern, also auch mit den Astro­lo­gen, pas­sie­ren wird. Sie wer­den es nicht in den Him­mel schaf­fen, denn Gott lässt es nicht zu, dass eini­ge hoch­mü­ti­ge Men­schen ver­su­chen, ihm ins Hand­werk zu pfu­schen. Mit dem bibli­schen Wis­sen lesen sich die Sei­ten in Kapi­tel 6 beson­ders schwer. Mit einer fast über­wäl­ti­gen­den Flut an nutz­lo­sen und schäd­li­chen Infor­ma­tio­nen beschreibt Aiv­an­hov sei­ne Sicht der Offen­ba­rung des Johan­nes. Er beweist damit, wie weit man von der Wahr­heit Got­tes ent­fernt sein kann.

Die Leser, die ver­su­chen, den Aus­füh­run­gen Aiv­an­hovs über die Astro­lo­gie zu fol­gen und sie zu ver­ste­hen, wer­den wegen der Will­kür­lich­keit der Beschrei­bun­gen schei­tern. Ein Bei­spiel davon ist die Deu­tung der 7. Ach­se, die laut Beschrei­bung nicht im Zodi­ak ein­ge­zeich­net sein soll, aber senk­recht durch den Mit­tel­punkt des Tier­krei­ses ver­läuft. Sie soll den Aus­gangs­punkt “für ein neu­es Mit­ein­an­der” dar­stel­len. Ich will an die­ser Stel­le die For­mu­lie­rung von Kapi­tel 3 im Abschnitt “Umdeu­tung von Brot und Wein” wie­der­ho­len, um deut­lich zu machen, dass in der von Aiv­an­hov vor­ge­ge­be­nen Rich­tung, nicht wei­ter­ge­dacht wer­den darf:

Egal wie mys­tisch, bunt und aus­ge­schmückt die Fan­ta­sie­vor­stel­lun­gen der Astro­lo­gen wei­ter­ge­hen, und egal wie leben­dig, logisch und boden­stän­dig sie sich anhö­ren, sie haben kei­nen Bestand, null, weil Gott selbst sie den Gläu­bi­gen ver­bie­tet. Wer sich trotz­dem damit beschäf­tigt und meint, Gewinn für sein per­sön­li­ches Leben dar­aus zie­hen zu kön­nen, betreibt per Defi­ni­ti­on Göt­zen­dienst und ist unse­rem Gott ein Gräu­el. Er wird ver­trie­ben wer­den und lan­det in der ewi­gen Fins­ter­nis, so steht es geschrie­ben. Das ist das End­ziel, auf das Aiv­an­hov sei­ne Leser und “Schü­ler” hinsteuert.

Aiv­an­hov ver­sucht, Vers 18 des Send­schrei­bens an Lao­di­zea anhand der Astro­lo­gie kom­plett umzu­deu­ten und ihn sei­ner Irr­leh­re anzu­eig­nen. Dabei geht er sogar soweit, dass er behaup­tet, ein Stern­bild, der Löwe, wür­de als “Herz des Uni­ver­sums” sei­ne segens­rei­chen Kräf­te aus­strah­len. Vers 18 aus der Schlach­ter 2000:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 3,18

  • Gold, das im Feu­er geläu­tert ist
    Aiv­an­hov sagt, dass das Gold die segens­rei­chen Kräf­te sind, die der Löwe aus­strahlt (Sei­te 86). Jesus meint damit aber den geist­li­chen Reich­tum, statt mate­ri­el­ler Reich­tum (vgl. Mat­thä­us 5,3 ↗). Er spricht hier auch direkt den Glau­ben an, der durch Prü­fun­gen (Feu­er) gerei­nigt wor­den ist und fel­sen­fest steht (vgl. 1.Petrus 1,7 ↗). In ers­ter Linie soll aber Jesus Chris­tus selbst damit gemeint sein, und er möch­te, dass die Gemein­de sich ganz auf ihn und sei­ne Gna­de ver­lässt, statt auf mate­ri­el­le Din­ge (vgl. Kolos­ser 2,3 ↗).
  • Wei­ße Klei­der
    Für Aiv­an­hov sind die wei­ßen Klei­der Weis­heit aus der Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft. Sie soll die Syn­the­se aller Tugen­den sein und sie sol­len spi­ri­tu­el­le Klei­der sein, genannt “Aura” (Sei­te 88). Jesus sagt aber, dass die wei­ßen Klei­der die Blö­ße bede­cken, also unse­re Sün­den. Sie wer­den weiß, weil Jesus uns rei­nigt. Er ruft uns mit sei­ner Gerech­tig­keit in ein neu­es Leben.
  • Augen­sal­be
    Für Aiv­an­hov stellt die Augen­sal­be den Pla­ne­ten Ura­nus dar. Ura­nus erlau­be, so Aiv­an­hov, die Wahr­heit zu sehen. Jesus meint aber sich selbst, wenn er von der Augen­sal­be spricht. Jesus schenkt uns durch den Hei­li­gen Geist die Erkennt­nis, geis­tig klar zu sehen und unse­re Situa­ti­on dadurch bes­ser zu ver­ste­hen. Er bit­tet die Gemein­de in Lao­di­zea, Ihn um die geist­li­che Seh­fä­hig­keit zu bit­ten, statt sich auf mate­ri­el­le Din­ge zu verlassen.

Auch in die­sem Abschnitt der Offen­ba­rung des Johan­nes geht es aus­schließ­lich um Jesus Chris­tus. Jesus allein gibt Gna­de und Gerech­tig­keit, um Ihn dreht sich alles. Wir kön­nen durch Jesus von allen unse­ren Sün­den rein­ge­wa­schen wer­den und Erlö­sung im Haus des Vaters fin­den. Aiv­an­hov zieht die Auf­for­de­run­gen und die Ange­bo­te Chris­tis jedoch ins abso­lut Gegen­tei­li­ge. Er sagt auf Sei­te 89, dass man mit der Ach­se Was­ser­mann-Löwe arbei­ten müs­se, um Lie­be, Weis­heit und Wahr­heit zu erlan­gen. Wir sehen ja jetzt, wohin es führt, wenn Gestal­ten wie Aiv­an­hov von Wahr­heit sprechen.

Die Degradierung Christi zum Symbol

Die Schmä­hun­gen Aiv­an­hovs gegen Jesus Chris­tus zie­hen sich in die­sem Kapi­tel kon­se­quent bis zum letz­ten Satz. Die wohl hef­tigs­te Ent­glei­sung fin­det sich am Ende des Kapi­tels auf Sei­te 90. Hier wird deut­lich, dass Aiv­an­hov Jesus Chris­tus nicht als den leben­di­gen Sohn Got­tes und Schöp­fer aner­kennt, son­dern ihn auf ein kos­mi­sches Sym­bol reduziert:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 6, Sei­te 90

Indem Aiv­an­hov Chris­tus auf den „Stuhl eines Tier­kreis­zei­chens“ setzt und ihn zum blo­ßen Sym­bol erklärt, begeht er eine fun­da­men­ta­le Schmä­hung. Ein Sym­bol kann nie­man­den ret­ten. Ein Sym­bol ver­gibt kei­ne Sün­den. Nur der leben­di­ge Jesus Chris­tus, der wahr­haf­ti­ge Gott, bie­tet uns Erlö­sung an. Wer Jesus nur als einen „Aspekt der Son­ne“ betrach­tet, wird sys­te­ma­tisch von einer per­sön­li­chen, hei­li­gen Bin­dung zu ihm ent­fernt. Die­se „Ein­wei­hungs­leh­re“ ist dar­auf aus­ge­legt, den Thron Got­tes durch die fik­ti­ven Kon­struk­te der Astro­lo­gie zu erset­zen und den Men­schen in der Selbst­er­lö­sung und Selbst­ver­got­tung, den schlimms­ten For­men des Hoch­muts, gefan­gen zu hal­ten. Nur Jesus kann uns ret­ten, kein Sym­bol ver­mag dies.

Kapitel 7: Die Vierundzwanzig Ältesten und die vier Heiligen Tiere

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 7 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 8: Das Buch und das Lamm

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 8 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 9: Die 144.000 Diener Gottes

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 9 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 10: Die Frau und der Drache

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 10 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 11: Erzengel Michael streckt den Drachen nieder

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 11 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 12: Der Drache speit Wasser auf die Frau

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 12 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 13: Das Tier, das aus dem Meer emporsteigt und das Tier, das aus der Erde emporsteigt

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 13 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 14: Das Hochzeitsfest des Lammes

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 14 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 15: Der für tausend Jahre gefesselte Drache

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 15 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 16: Der Neue Himmel und die Neue Erde

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 16 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Kapitel 17: Die Himmlische Stadt

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 17 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffnentlicht.

Der wichtigste Schritt: deine Bekehrung

Um es ganz klar aus­zu­drü­cken: Die Ewig­keit kann im Him­mel bei Jesus oder in der ewi­gen Fins­ter­nis und Ver­damm­nis in der Höl­le erfah­ren wer­den. Wir haben die Wahl. Die Bibel ist das Hilfs­mit­tel, das uns Gott selbst zur Ver­fü­gung gestellt hat, um die rich­ti­ge Wahl zu tref­fen. Durch den fal­schen Pro­phet Aiv­an­hov wird den Men­schen, die sich mit sei­ner Irr­leh­re aus­ein­an­der­set­zen, ver­mit­telt, dass gera­de sie sich aus­führ­lich genug mit Gott, Jesus und den Geschich­ten in der Bibel beschäf­ti­gen und sie somit auf alle Fäl­le Anrecht auf einen Platz im Him­mel haben.

Weit gefehlt! Aiv­an­hov beschreibt sehr aus­führ­lich, auf wel­chem Weg er an die schein­ba­ren Infor­ma­tio­nen von Jesus selbst gekom­men ist, näm­lich durch ein magi­sches Gedan­ken­ri­tu­al, das Gott ein Gräu­el ist, hat er ver­sucht, sich Zutritt zu Jesus Chris­tus Bewusst­sein zu ver­schaf­fen. Das klappt natür­lich nicht, denn Gott will sich auf die­se Wei­se nicht erfah­ren las­sen und hat sol­che Prak­ti­ken schon im 5. Buch Mose ver­bo­ten. Dar­un­ter fal­len Wahr­sa­ge­rei, Zei­chen­deu­te­rei, Beschwö­run­gen und Zauberei.

Die Ant­wor­ten, die der arme Aiv­an­hov sein gan­zes Leben lang hin­durch von “sei­nem Jesus” bekom­men hat, sind die Ant­wor­ten eines Lügen­geis­tes139Der Lügen­geist in 1. Köni­ge 22,22 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, eines Dämons. Das schlägt sich in den Ernied­ri­gun­gen und Abwer­tun­gen von Jesus Chris­tus nie­der, die in jedem ein­zel­nen Buch Aiv­an­hovs zu fin­den sind. Aiv­an­hov hat­te nicht die psy­chi­sche Kraft, die er den Men­schen vor­ge­täuscht hat, und fiel sein gan­zes Leben als “geis­ti­ger Meis­ter” durch die­se Prüfung.

Bit­te mache heu­te noch Schluss mit der Eso­te­rik und der Licht­ar­beit und komm bei Jesus Chris­tus an, der mit offe­nen Armen auf dich war­tet und höre auf, dich mit dem Okkul­tis­mus zu beschäf­ti­gen. Das ist dei­ne Umkehr. Gib all dei­ne Sün­den und all dei­ne Schuld Jesus Chris­tus, der dich ger­ne davon befreit. Das ist dei­ne Bekeh­rung. Nimm dann Jesus in dein Leben auf und ver­traue dich ihm an, das ist dei­ne Wie­der­ge­burt. Das sind die Wahr­hei­ten, die in der Bibel stehen.

Fußnoten
  • 1
    Link zum You­Tube-Video “Gibt es wirk­lich eine Höl­le? – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken
  • 2
    Link zum You­Tube-Video “Wie ich mein Leben Jesus anver­traue – Wer­ner Gitt”: hier kli­cken
  • 3
    Link zum Buch “Die himm­li­sche Stadt – Kom­men­ta­re zur Apo­ka­lyp­se” bei Pros­ve­ta Ver­lag: hier kli­cken
  • 4
    Link zum Bibel­Tu­be-Video “Wor­an erkennt man eine bibel­treue Gemein­de?”: hier kli­cken
  • 5
    Link zu Wiki­pe­dia: hier kli­cken
  • 6
    Link zur ISNI-Daten­bank: hier kli­cken
  • 7
    Link zur DNB-Daten­bank: hier kli­cken
  • 8
    Link zum Gemi­ni-Chat “Ist Mel­chise­dek der Stell­ver­tre­ter Got­tes?”: hier kli­cken
  • 9
    Link zum Arti­kel “Sek­te” bei rel​in​fo​.ch: hier kli­cken
  • 10
    Link zum Arti­kel “Uni­ver­sel­le Wei­ße Bru­der­schaft (UWB)” bei rel​in​fo​.ch: hier kli­cken
  • 11
    Link zum Arti­kel “Eso­te­rik” auf Wiki­pe­dia: hier kli­cken
  • 12
    Link zum Arti­kel “Eso­te­rik” auf psi​ram​.com: hier kli­cken
  • 13
    Link zum You­Tube-Video “Der Wahn­sinn Licht­ar­beit – Eine spe­zi­el­le Form des New Age”: hier kli­cken
  • 14
    Link zum Arti­kel “Guru” auf psi​ram​.com: hier kli­cken
  • 15
    Link zum Arti­kel “Sek­te, Abschnitt Füh­rungs­per­sön­lich­keit” auf psi​ram​.com: hier kli­cken
  • 16
    Link zum Video “Der ein­zi­ge Weg zu Gott – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken
  • 17
    Link zum Arti­kel “Sek­ten und Kul­te: Illu­si­ons­ver­käu­fer haben Hoch­kon­junk­tur”: hier kli­cken
  • 18
    Mar­kus 1,15 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 19
    Lukas 13,3 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 20
    Link zum Gemi­ni-Chat „Ruft Jesus zur Umkehr auf?”: hier kli­cken
  • 21
    Link zum Gebet an den Engel der Luft auf aiv​an​hov​.de: hier kli­cken
  • 22
    Link zum Gebet an Mel­chise­dek auf aiv​an​hov​.de: hier kli­cken
  • 23
    Link zum Gemi­ni-Chat „Bibli­sche Bedeu­tung des Wor­tes Ver­füh­rer“: hier kli­cken
  • 24
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Rudolf Stei­ner”: hier kli­cken
  • 25
    Lese im Brief des Judas selbst nach: hier kli­cken
  • 26
    Link zum Buch “28 Hil­fen, um Irr­leh­rer zu durch­schau­en” von Lothar Gas­s­mann bei Ama­zon: hier kli­cken
  • 27
    Link zum Gemi­ni-Chat „Was bit­te ist eigent­lich Selbst­ver­got­tung”?: hier kli­cken
  • 28
    Mat­thä­us 6,9 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 29
    Link zum Video “Zu wem sol­len wir beten? – Wer­ner Gitt”: hier kli­cken
  • 30
    Link zum Video “Glau­be an Gott oder an Jesus? – Wer­ner Gitt”: hier kli­cken
  • 31
    Die­se Irr­leh­re wird von Aiv­an­hov z.B. im Buch “Vom Sinn des Betens” und ande­ren Titeln verbreitet
  • 32
    Link zum Arti­kel “Prof. Dr. Wer­ner Gitt – Vor­stel­lung”: hier kli­cken
  • 33
    Link zum You­Tube-Video “Der wich­tigs­te Schritt – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken
  • 34
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hele­na Petrov­na Blava­ts­ky”: hier kli­cken
  • 35
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Phry­ga­na”: hier kli­cken
  • 36
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pat­mos”: hier kli­cken
  • 37
    Pat­mos auf Goog­le Maps: hier kli­cken
  • 38
    Rei­se­rou­te Athen, Hafen von Pirä­us nach Hafen von Ska­la, Pat­mos, Grie­chen­land in Goog­le Maps: hier kli­cken
  • 39
    Link zum Arti­kel “Die Apo­kry­phen des Alten Tes­ta­ments”: hier kli­cken
  • 40
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Apos­tel­ak­ten”: hier kli­cken
  • 41
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Häre­sie”: hier kli­cken
  • 42
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Zwei­tes Kon­zil von Nicäa”: hier kli­cken
  • 43
    Link zum Arti­kel “Pat­mos” von Flo­ri­an Rösch: hier kli­cken
  • 44
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Gno­sis”: hier kli­cken
  • 45
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Body Count”: hier kli­cken
  • 46
    Bibel: 7 Dämonen/1536 Sei­ten = 0,0046 Dämo­nen pro Sei­te, = 0,46 Dämo­nen auf 100 Sei­ten. PrA: 12 Dämonen/99 Seiten=0,12 Dämo­nen pro Sei­te, = 12 Dämo­nen auf 100 Sei­ten. Ver­hält­nis: 0,12÷0,0046 entspr. 26,58
  • 47
    Sprü­che 10,7 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 48
    Z. B. in der Bro­schü­re 304 “Der Tod und das Leben im Jen­seits”, Teil 2, Sei­te 15.
  • 49
    Link zum Tele­gram-Post mit einem ver­än­der­ten Vater Unser und dem Rat, nicht zu beten: hier kli­cken
  • 50
    Link zum You­Tube-Video “Hör­buch – Offen­ba­rung – Schlach­ter 2000”: hier kli­cken
  • 51
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Kle­rus”: hier kli­cken
  • 52
    Lese die Offen­ba­rung auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 53
    Link zum You­Tube-Video “DAS macht wah­res Christ­sein aus”: hier kli­cken
  • 54
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Kab­ba­la”: hier kli­cken
  • 55
    Link zum You­Tube-Video “Die Kab­ba­la: Schlüs­sel zur Ver­gan­gen­heit”: hier kli­cken
  • 56
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Soh­ar”: hier kli­cken
  • 57
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Schi­mon ben Joch­ai”: hier kli­cken
  • 58
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Zie­le der Kab­ba­la”: hier kli­cken
  • 59
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Mer­ka­ba”: hier kli­cken
  • 60
    Link zum Arti­kel “Rep­en­tance ‑Baker’s Evan­ge­li­cal Dic­tion­a­ry of Bibli­cal Theo­lo­gy”: hier kli­cken
  • 61
    Aiv­an­hov beschreibt die­se psy­chi­sche Ver­ge­wal­ti­gung im Band 207, Kapi­tel 11, Sei­te 174ff und nennt die­se magi­sche Hand­lung “Iden­ti­fi­ka­ti­on”. Sie­he Rezen­si­on Izvor 207: hier klicken.
  • 62
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Apo­kry­phon des Johan­nes”: hier kli­cken
  • 63
    Link zum Buch “Inter­ro­ga­tio Iohan­nis” bei Ama­zon: hier kli­cken
  • 64
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pis­tis Sophia”: hier kli­cken
  • 65
    Link zum Gemi­ni-Chat „Bibli­sche Bedeu­tung des Wor­tes “Ver­füh­rer”“: hier kli­cken
  • 66
    Link zum You­Tube-Video “Okkul­tis­mus – Spiel mit dem Feu­er?”: hier kli­cken
  • 67
    Link zum You­Tube-Video “OKKULTISMUS, ESOTERIK, MAGIE, ALTERNATIVMEDIZIN auf dem Prüf­stand”: hier kli­cken
  • 68
    Link zur Lese­pro­be des Buchs “Die Mes­se und die Sakra­men­te – Der höhe­re Sinn christ­li­cher Riten” von Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov bei Pros­ve­ta Ver­lag: hier kli­cken
  • 69
    Ich benut­ze für sol­che Arten von Recher­che die App “Stu­di­en­bi­bel NGÜ und Schlach­ter” der Gen­fer Bibel­ge­sell­schaft: im Play Store
  • 70
    1. Mose 14,18 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 71
    Psalm 110,4 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 72
    Hebrä­er 5,6 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 73
    Hebrä­er 5,10 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 74
    Hebrä­er 6,20 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 75
    Hebrä­er 7,1 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 76
    Hebrä­er 7,10 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 77
    Hebrä­er 7,11 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 78
    Hebrä­er 7,15 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 79
    Hebrä­er 7,17 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 80
    Hebrä­er 7,21 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 81
    Link zum Gemi­ni-Chat “Mel­chise­dek: Unsterb­lich oder lite­ra­ri­scher Typus?”: hier kli­cken
  • 82
    Offen­ba­rung 1,8 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 83
    Link zum Gemi­ni-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theo­lo­gi­sche Deu­tung“: hier kli­cken
  • 84
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Her­me­tik”: hier kli­cken
  • 85
    Lesen Sie in 2. Mose 14,8 selbst nach: hier kli­cken
  • 86
    Link zum You­Tube-Video “Wie durch­schaue ich FALSCHE PROPHETEN im INTERNET und anders­wo?”: hier kli­cken
  • 87
    Lesen Sie in Johan­nes 8,44 selbst nach: hier kli­cken
  • 88
    Link zum You­Tube-Video “Was bedeu­tet das, Jesus auf­neh­men?”: hier kli­cken
  • 89
    Lese das gan­ze Kapi­tel auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken
  • 90
    Link zum You­Tube-Video “Nar­ziss­mus & Wort­sa­lat – Nar­ziss­mus & indi­rek­te Kom­mu­ni­ka­ti­on “Wort­sa­lat””: hier kli­cken
  • 91
    Lesen Sie in 1.Timotheus 4,7 selbst nach: hier kli­cken
  • 92
    Die­se Tat­sa­che möch­te ich auch als Argu­ment gel­ten las­sen, dass Aiv­an­hov nie für Gott und Jesus spricht, son­dern den Hei­den­kult lehrt. Sie­he 1. Gebot: Du sollst kei­ne ande­ren Göt­ter neben mir haben.
  • 93
    Inter­es­san­te Diplom­ar­beit “Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil?”: hier kli­cken
  • 94
    Link zum Arti­kel “Chap­ter 16 – Salem, Jebus, Jeru­sa­lem (2000−1000 BC)”: hier kli­cken
  • 95
    Link zum Gemi­ni-Chat „Aus­ma­ße von Mel­chise­deks König­reich Salem“: hier kli­cken
  • 96
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Otto von Frei­sing”: hier kli­cken
  • 97
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pessach”: hier kli­cken
  • 98
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Suk­kot”: hier kli­cken
  • 99
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Scha­wuot”: hier kli­cken
  • 100
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Agar­tha”: hier kli­cken
  • 101
    Link zum Buch “Les fils de Dieu” von Lou­is Jacol­li­ot bei Ama­zon: hier kli­cken
  • 102
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Lou­is Jacol­li­ot”: hier kli­cken
  • 103
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre”: hier kli­cken
  • 104
    Link zum Buch “Das Mys­te­ri­um von Agar­tha. Indi­ens Mis­si­on in Euro­pa” von Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre bei Ama­zon: hier kli­cken
  • 105
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Papus”: hier kli­cken
  • 106
    Link zum You­Tube-Bezahl­vi­deo “Im Bann des Pries­ter­kö­nigs”: hier kli­cken
  • 107
    Diplom­ar­beit „Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil?“: hier kli­cken
  • 108
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Apo­kry­phen”: hier kli­cken
  • 109
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Aleis­ter Crow­ley”: hier kli­cken
  • 110
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Simon Magus”: hier kli­cken
  • 111
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hen­ry Sla­de”: hier kli­cken
  • 112
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Golem”: hier kli­cken
  • 113
    Link zum You­Tube-Video “Golem – Die Legen­de vom Men­schen (Doku­men­tar­film, 2016)”: hier kli­cken
  • 114
    Lese in 5. Mose 18,10−13 selbst nach: hier kli­cken
  • 115
    Link zum Gemi­ni-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theo­lo­gi­sche Deu­tung“: hier kli­cken
  • 116
    Lese in Mat­thä­us 23,8 selbst nach: hier kli­cken
  • 117
    Link zum Gemi­ni-Chat „Bibli­sche Bedeu­tung des Wor­tes Ver­füh­rer“: hier kli­cken
  • 118
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sie­ben Send­schrei­ben”: hier kli­cken
  • 119
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Ephe­sos”: hier kli­cken
  • 120
    Link zum Arti­kel “Bibel­le­se – kur­ze Erläu­te­run­gen zu Offen­ba­rung 2”: hier kli­cken
  • 121
    Link zum Arti­kel “Ein­füh­rung in die sie­ben Send­schrei­ben – Offen­ba­rung 2 und 3”: hier kli­cken
  • 122
    Link zum Arti­kel “Die Offen­ba­rung Jesu Chris­ti”: hier kli­cken
  • 123
    Glie­de­rung dem Video “APOKALYPSE – was kom­men wird! Die Johan­nes­of­fen­ba­rung erklärt” von Dr. Lothar Gas­s­mann ent­nom­men”: hier kli­cken
  • 124
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hodgson Report”: hier kli­cken
  • 125
    Beschrei­bung der bizar­ren Vor­fäl­le um Blava­ts­ky im Buch “Madame Blavatsky’s Baboon” von Peter Washing­ton bei Ama­zon: hier kli­cken
  • 126
    Link zum Buch “Der Schlüs­sel zur Theo­so­phie” von Hele­na Blava­ts­ky bei Ama­zon: hier kli­cken
  • 127
    Link zum Buch “Theo­so­phie. Ein­füh­rung in über­sinn­li­che Welt­erkennt­nis und Men­schen­be­stim­mung” von Rudolf Stei­ner bei Ama­zon: hier kli­cken
  • 128
    Link zum You­Tube-Video “Klar­text: ASTROLOGIE und HOROSKOP – Dr. Lothar Gas­s­mann”: hier kli­cken
  • 129
    Link zum You­Tube-Video “Freue dich auf den Him­mel”: hier kli­cken
  • 130
    Link zur Sei­te “Die Sei­te mit der Maus” vom WDR: hier kli­cken
  • 131
    Link zum Gemi­ni-Chat „hele­na blava­ts­ky talis­ma­ne“: hier kli­cken
  • 132
    Link zum You­Tube-Video “Freue dich auf den Him­mel!”: hier kli­cken
  • 133
    Link zum Gemi­ni-Chat „Abstim­mung mit Stimm­stei­nen“: hier kli­cken
  • 134
    Link zum Gemi­ni-Chat „was sagt die bibel zu talis­ma­nen?“: hier kli­cken
  • 135
    Link zum Niko­de­mus-Chat „Ver­bor­ge­ne Man­na — Bedeu­tung“: hier kli­cken
  • 136
    Link zum You­Tube-Video “WARNUNG VOR OKKULTISMUS, WAHRSAGEN, KARTENLEGEN, ASTROLOGIE. Dr. Kurt Koch”: hier kli­cken
  • 137
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sin­ter”: hier kli­cken
  • 138
    Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pamuk­ka­le”: hier kli­cken
  • 139
    Der Lügen­geist in 1. Köni­ge 22,22 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken