Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov - Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt – O. M. Aivanhov

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Rezen­si­on Izvor 230: Die himm­li­sche Stadt – Prü­fung der Aus­sa­gen Aiv­an­hovs aus christ­li­cher und bibel­treu­er Sicht

In die­sem Buch zieht Aiv­an­hov alle okkul­ten und anti­christ­li­chen Regis­ter: der Aus­tausch Jesu gegen Mel­chise­dek, die Ver­wen­dung häre­ti­scher Schrif­ten zur Erklä­rung sei­ner “Ein­wei­hungs­leh­re” und die detail­lier­te Anlei­tung zum Göt­zen­dienst. Ein Buch, das die Kraft hat, Ihre See­le zu zer­stö­ren und Ihnen die Ewig­keit an der Sei­te unse­res Schöp­fers zu rau­ben, wenn Sie sich dar­auf ein­las­sen. Bit­te las­sen Sie größ­te Vor­sicht walten!

Inhalts­ver­zeich­nis

Vorwort

Ich hät­te nicht gedacht, dass eine Prü­fung eini­ger Aus­sa­gen von Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov anhand der Bibel zu solch über­wäl­ti­gen­den Ergeb­nis­sen füh­ren wür­de, wie ich sie dem Leser in die­ser Rezen­si­on vorlege.

Was anfäng­lich oft wie ein längst beho­be­ner Irr­tum aus­sah, etwa die Ver­mu­tung, dass Aiv­an­hov ver­meint­li­che Falsch­aus­sa­gen im Lau­fe der Zeit selbst kor­ri­giert hät­te, ent­pupp­te sich bei genaue­rem Hin­se­hen als absicht­lich insze­nier­te Irr­leh­re auf okkul­ten Eck­pfei­lern, deren Wur­zeln Jahr­hun­der­te in die Ver­gan­gen­heit rei­chen. All die Din­ge, vor denen die Bibel aus­drück­lich warnt oder die sie sogar ver­bie­tet, fin­den in Aiv­an­hovs „Ein­wei­hungs­leh­re“ ihren Platz zur täg­li­chen Anwendung.

Der „Schü­ler“ die­ser „geis­ti­gen Leh­re“ wird in einem unvor­stell­ba­ren Maße getäuscht und lan­det, wenn kei­ne Umkehr und Bekeh­rung statt­fin­det, in der ewi­gen Ver­damm­nis.1Link zum You­Tube-Video “Gibt es wirk­lich eine Höl­le? – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken Wäh­rend ich anfangs noch glaub­te, nur eini­ge weni­ge Aus­sa­gen sei­en bibel­fer­ne Schil­de­run­gen der Eso­te­rik, muss ich heu­te fest­stel­len: Fast jeder Satz in sei­nen Büchern ist eine Lüge. Alle Anlei­tun­gen, Übun­gen, Gebe­te und Erklä­run­gen sind okkul­ten Ursprungs und müs­sen des­halb aus christ­li­cher Sicht strikt abge­lehnt werden.

Selbst bei Erklä­run­gen, die wört­lich der Bibel ent­nom­men sind, folgt schon im nächs­ten Satz eine Ver­zer­rung und Ent­stel­lung der Sachverhalte.

Das wirk­lich Fata­le an Leh­ren wie der von Aiv­an­hov ist, dass kei­ner­lei Heils­bot­schaft ver­mit­telt wird, die eine Umkehr, Bekeh­rung und geis­ti­ge Wie­der­ge­burt ermög­li­chen wür­de.2Link zum You­Tube-Video “Wie ich mein Leben Jesus anver­traue – Wer­ner Gitt”: hier kli­cken Mit dem Inhalt sei­ner Leh­re weiß Aiv­an­hov dies psy­cho­lo­gisch geschickt zu ver­hin­dern. Alle Men­schen, die Jesus Chris­tus bit­ten, sie durch die Bibel, das leben­di­ge Wort Got­tes, zur Wahr­heit zu füh­ren, und die täg­lich dar­in lesen, wer­den dies bestä­ti­gen kön­nen. Hin­ter die­sen Aus­sa­gen ste­he ich.

Was mich per­sön­lich jeden Tag aufs Neue antreibt, sei­ne Bücher Satz für Satz zu ana­ly­sie­ren und als Rezen­sio­nen zu ver­öf­fent­li­chen, ist die Unver­schämt­heit sei­ner Lügen und Ver­dre­hun­gen. Beson­ders die Ernied­ri­gun­gen Jesu Chris­ti, die Aiv­an­hov so leicht­fer­tig aus­spricht und die sich wie ein roter Faden durch alle sei­ne Bücher zie­hen, bewe­gen mich als Christ dazu, sei­nen okkul­ten Lügen-Sumpf offen­zu­le­gen und die Men­schen vor sei­ner Irr­leh­re zu warnen.

Bit­te tei­len Sie die­se Rezen­si­on auf Ihren Kanä­len, damit wir mehr Men­schen errei­chen, die Gefahr lau­fen, in die Eso­te­rik-Sze­ne abzu­rut­schen und für ewig ver­lo­ren zu gehen.

Vie­len Dank und Got­tes Segen!

Einleitung

Die­se Rezen­si­on behan­delt das Buch „Die himm­li­sche Stadt – Kom­men­ta­re zur Apo­ka­lyp­se“3Link zum Buch “Die himm­li­sche Stadt – Kom­men­ta­re zur Apo­ka­lyp­se” bei Pros­ve­ta Ver­lag: hier kli­cken von Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov aus christ­li­cher und bibel­treu­er Sicht.4Link zum Bibel­Tu­be-Video “Wor­an erkennt man eine bibel­treue Gemein­de?”: hier kli­cken Maß­stab und Richt­schnur zur Über­prü­fung der Behaup­tun­gen Aiv­an­hovs ist allein die Bibel. Wer sich nicht durch die aus­führ­li­che Ein­lei­tung arbei­ten möch­te, kann hier direkt zu Kapi­tel 1 der Rezen­si­on Izvor 230 springen:

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

In die­sem Arti­kel bespre­che ich schwer­wie­gen­de Ver­dre­hun­gen bibli­scher Tat­sa­chen durch den Okkul­tis­ten Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov.5Link zu Wiki­pe­dia: hier kli­cken6Link zur ISNI-Daten­bank: hier kli­cken7Link zur DNB-Daten­bank: hier kli­cken Im Buch „Die himm­li­sche Stadt“ miss­braucht Aiv­an­hov unter ande­rem die bibli­sche Gestalt Mel­chise­deks, um Jesus Chris­tus zu ernied­ri­gen und ihn ver­fälscht dar­zu­stel­len. Durch die­sen Miss­brauch ver­sucht Aiv­an­hov, einen „Stell­ver­tre­ter Got­tes“8Link zum Gemi­ni-Chat “Ist Mel­chise­dek der Stell­ver­tre­ter Got­tes?”: hier kli­cken zu erschaf­fen, der in sein fik­ti­ves „Ein­wei­hungs­zen­trum“ passt. Er beruft sich dar­auf, um sei­ne eige­ne „Ein­wei­hungs­leh­re“ über Chris­tus zu stellen.

Vom ers­ten Kapi­tel an ver­sucht Aiv­an­hov auf psy­cho­lo­gisch geschick­te Wei­se, den Leser mit okkul­tem Gedan­ken­gut von den Wahr­hei­ten der Bibel weg­zu­füh­ren. Zwar wer­den Zita­te aus der Schrift genannt, doch wer­den die­se meist schon im nächs­ten Satz ent­stellt oder im Sinn umge­kehrt. Dadurch kommt der Leser nicht mit der eigent­li­chen Heils­bot­schaft in Kon­takt; statt­des­sen beginnt eine sub­ti­le Ent­per­so­na­li­sie­rung von Gott und Jesus Chris­tus. Ich war­ne in jedem Kapi­tel die­ser Rezen­si­on aus­drück­lich davor, den Wor­ten Aiv­an­hovs Glau­ben zu schenken.

Die­se Rezen­si­on rich­tet sich haupt­säch­lich an die Leser­schaft Aiv­an­hovs und die Mit­glie­der der von ihm gegrün­de­ten Grup­pie­rung „Uni­ver­sel­le Wei­ße Bru­der­schaft“.9Link zum Arti­kel “Sek­te” bei rel​in​fo​.ch: hier kli­cken10Link zum Arti­kel “Uni­ver­sel­le Wei­ße Bru­der­schaft (UWB)” bei rel​in​fo​.ch: hier kli­cken Ich bit­te Sie herz­lich: Stel­len Sie die Aus­sa­gen Aiv­an­hovs der Bibel gegen­über und über­prü­fen Sie die­se mutig auf Herz und Nie­ren. Hilf­reich wäre dabei die Unter­stüt­zung einer bibel­treu­en Per­son, denn aus eige­ner Erfah­rung weiß ich, wie schwer es ist, sich allein aus den Ver­stri­ckun­gen der Eso­te­rik zu lösen.

Mit die­ser Rezen­si­on möch­te ich die Dring­lich­keit unter­strei­chen, sich schnellst­mög­lich von Eso­te­rik,11Link zum Arti­kel “Eso­te­rik” auf Wiki­pe­dia: hier kli­cken12Link zum Arti­kel “Eso­te­rik” auf psi​ram​.com: hier kli­cken Licht­ar­beit,13Link zum You­Tube-Video “Der Wahn­sinn Licht­ar­beit – Eine spe­zi­el­le Form des New Age”: hier kli­cken Gurus14Link zum Arti­kel “Guru” auf psi​ram​.com: hier kli­cken und ver­meint­lich “geis­ti­gen Meis­tern15Link zum Arti­kel “Sek­te, Abschnitt Füh­rungs­per­sön­lich­keit” auf psi​ram​.com: hier kli­cken abzu­wen­den. Machen Sie statt­des­sen den ers­ten Schritt auf Jesus Chris­tus zu – unse­ren ein­zi­gen Ret­ter. Viel­leicht dient die­se Bibel­stel­le als Anregung:

Schlach­ter 2000 – 1.Timotheus 4,1

Aiv­an­hov stellt für mich einen sol­chen Lügen­red­ner dar, da er die bibli­schen Wahr­hei­ten, die uns zum See­len­heil16Link zum Video “Der ein­zi­ge Weg zu Gott – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken gege­ben wur­den, voll­kom­men ver­dreht. Nie­mand hat das Recht, uns die Chan­ce auf eine Wie­der­ver­ei­ni­gung mit Gott zu neh­men – auch kein selbst­er­nann­ter „Meis­ter“ und sei­ne Hel­fer.17Link zum Arti­kel “Sek­ten und Kul­te: Illu­si­ons­ver­käu­fer haben Hoch­kon­junk­tur”: hier kli­cken18Link zur You­Tube-Play­list “Coa­ching-Betrug und Hoch­stap­ler”: hier kli­cken Bit­te prü­fen Sie jede Aus­sa­ge zu Ihrem eige­nen Heil und bit­ten Sie Jesus Chris­tus um Füh­rung, soll­ten Sie sich mit die­ser Lek­tü­re beschäf­ti­gen müssen.

Maß­geb­lich für die Erret­tung eines Men­schen ist ein­zig die bewuss­te Hin­wen­dung zu Jesus Chris­tus durch Buße, Bekeh­rung und Wie­der­ge­burt. Die­se Schrit­te sind in der Bibel klar beschrie­ben und für jeden Men­schen jeder­zeit mög­lich. Nie­mals ver­langt Gott unend­li­che Pla­cke­rei­en oder eine „Ent­wick­lung“ über unzäh­li­ge Inkar­na­tio­nen hin­weg, wie Aiv­an­hov und ande­re Eso­te­ri­ker es for­dern. Der Weg der Licht­ar­beit ist ein Irr­weg, der letzt­lich von Gott wegführt.

Bei Aiv­an­hov fin­det man kei­ne Anlei­tung zur bibli­schen Buße oder Bekeh­rung, wie Jesus Chris­tus sie etwa in Mar­kus 1,1519Mar­kus 1,15 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken oder Lukas 13,320Lukas 13,3 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken aus­ruft.21Link zum Gemi­ni-Chat „Ruft Jesus zur Umkehr auf?”: hier kli­cken Statt­des­sen ruft er zur Anbe­tung eines fik­ti­ven „Chris­tus­prin­zips“, des „kos­mi­schen Geis­tes“, von Engeln,22Link zum Gebet an den Engel der Luft auf aiv​an​hov​.de: hier kli­cken Ele­men­tar­we­sen und des Pries­ters Mel­chise­dek23Link zum Gebet an Mel­chise­dek auf aiv​an​hov​.de: hier kli­cken auf.

Vie­le las­sen sich von Ver­füh­rern24Link zum Gemi­ni-Chat „Bibli­sche Bedeu­tung des Wor­tes Ver­füh­rer“: hier kli­cken wie Aiv­an­hov oder Rudolf Stei­ner25Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Rudolf Stei­ner”: hier kli­cken fas­zi­nie­ren, weil ihre Erklä­run­gen schein­bar detail­lier­ter sind als die Hei­li­ge Schrift.26Lesen Sie im Brief des Judas: hier kli­cken27Link zum Buch “28 Hil­fen, um Irr­leh­rer zu durch­schau­en” von Lothar Gas­s­mann bei Ama­zon: hier kli­cken Damit gera­ten sie jedoch in die Fal­le der “Selbst­ver­got­tung”.

1.Mose 3,5

“Wie Gott sein”, “gott­gleich”, “erleuch­tet”, “selbst­ver­wirk­licht” und “ein Ein­ge­weih­ter”, das sind die Zie­le der Eso­te­rik und die fik­ti­ven End­sta­di­en der Selbst­ver­got­tung,28Link zum Gemi­ni-Chat „Was bit­te ist eigent­lich Selbst­ver­got­tung”?: hier kli­cken die es zu errei­chen gilt, wenn man Aiv­an­hov und den ande­ren Okkul­tis­ten Glau­ben schenkt. Aber die­se “Ent­wick­lung” steht voll und ganz im Wider­spruch zur Hei­li­gen Schrift und kann nie­mals, von kei­nem ein­zi­gen Men­schen, erreicht werden.

Jesus selbst gab uns in der Berg­pre­digt die genaue Anwei­sung, zu wem und wie wir zu beten haben.29Mat­thä­us 6,9 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken Ein Christ darf nie­mals einen Engel oder einen Erz­engel anbe­ten30Link zum Video “Zu wem sol­len wir beten? – Wer­ner Gitt”: hier kli­cken31Link zum Video “Glau­be an Gott oder an Jesus? – Wer­ner Gitt”: hier kli­cken. In Aiv­an­hovs “geis­ti­ger Leh­re” fin­det man aber Gebe­te und Anru­fun­gen, die genau das zum Inhalt haben. Da gibt es Gebe­te an die Engel der Ele­men­te, an die Erz­engel und das Gebet an Melchisedek!

Bit­te beten Sie aus­schließ­lich zu Gott und zu Jesus Chris­tus. Alles ande­re ist Göt­zen­dienst! Unser leben­di­ger und hei­li­ger Gott will ver­herr­licht und direkt durch uns ange­spro­chen wer­den! Wir müs­sen zu Gott und zu Jesus Chris­tus eine leben­di­ge Bezie­hung auf­bau­en, nicht zu den ver­stor­be­nen Pries­tern und den Engeln! Las­sen Sie sich bit­te auch nicht von Aiv­an­hovs Lüge durch­ein­an­der­brin­gen, dass unse­re Gebe­te unse­ren Gott nicht direkt errei­chen32Die­se Irr­leh­re wird von Aiv­an­hov z.B. im Buch “Vom Sinn des Betens” und ande­ren Titeln ver­brei­tet. Die­se Lüge setzt Aiv­an­hov absicht­lich in die Welt, um Unsi­cher­hei­ten bei den Men­schen zu säen, die dann umso leich­ter Engel, Erz­engel, Hei­li­ge oder sogar die Son­ne als okkul­tes “Chris­tus­prin­zip” anbe­ten und somit Göt­zen­dienst betreiben.

Bit­te las­sen Sie größ­te Vor­sicht wal­ten und prü­fen Sie alles anhand der Bibel. Beten Sie um Schutz, bevor Sie ein Buch von Aiv­an­hov über­haupt anfas­sen. Der wich­tigs­te Schritt in Ihrem Leben ist die Bekeh­rung zu Jesus Chris­tus. Eine ein­fa­che Anlei­tung dazu von Prof. Dr. Wer­ner Gitt33Link zum Arti­kel “Prof. Dr. Wer­ner Gitt – Vor­stel­lung”: hier kli­cken fin­den Sie als Video am Ende die­ses Arti­kels.34Link zum You­Tube-Video “Der wich­tigs­te Schritt – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken

Zusammenfassung

Nach einem sehr kur­zen Rei­se­be­richt über die grie­chi­sche Insel Pat­mos, ihre Bewoh­ner und die Wir­kungs­stät­ten des Apos­tels Johan­nes, kommt Aiv­an­hov in die­sem Buch direkt zu sei­nem Haupt­the­ma: der Apo­ka­lyp­se. Aiv­an­hovs Inter­pre­ta­ti­on der Offen­ba­rung des Johan­nes weicht mas­siv von der bibli­schen Bot­schaft ab. Ihr Ursprung liegt zu einem gro­ßen Teil in okkul­ten Geheim­leh­ren, etwa von Hele­na Blava­ts­ky35Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hele­na Petrov­na Blava­ts­ky”: hier kli­cken, Rudolf Stei­ner, den Apos­tel­ak­ten, Schrif­ten aus der jüdi­schen Mys­tik und anderen.

Kapi­tel für Kapi­tel bedient sich das Buch aus dem Reper­toire der Okkul­tis­ten und früh­christ­li­cher Schmäh­schrif­ten wie den Johan­nes-Akten oder der Pis­tis Sophia. The­sen von Autoren wie Fer­di­nant Ossen­dow­ski, Lou­is Jacol­li­ot oder Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre wur­den stel­len­wei­se fast wört­lich über­nom­men. Es drängt sich die Fra­ge auf, ob Aiv­an­hov über­haupt eige­ne Inhal­te bei­gesteu­ert oder ledig­lich die Erzäh­lun­gen ande­rer abge­schrie­ben und auf­ge­bauscht hat. Auch die star­ke Prä­gung Aiv­an­hovs zum bäu­er­li­chen Aber­glau­ben kann in eini­gen Kapi­teln deut­lich her­aus­ge­le­sen wer­den und ist ver­mut­lich sei­ner Her­kunft aus einem abge­le­ge­nen Berg­dorf Maze­do­ni­ens geschuldet.

Beson­ders prä­gend für das gesam­te Werk sind die Abwer­tun­gen und Ernied­ri­gun­gen Jesu Chris­ti. Die­se sind selbst für Leser, die nur gele­gent­lich in der Bibel lesen, deut­lich spür­bar. Eben­so offen­sicht­lich sind die okkul­ten Umdeu­tun­gen der bibli­schen Offen­ba­rung. Die­se wer­den von Beginn an mit hane­bü­che­nen Lügen umwo­ben und für eine „Ein­wei­hungs­leh­re“ bean­sprucht, die mit der bibli­schen Wahr­heit abso­lut nichts mehr zu tun hat. Bei­spie­le hier­für sind die Behaup­tun­gen, dass sich die meis­ten Pas­to­ren und Pries­ter angeb­lich scheu­en, die Apo­ka­lyp­se zu inter­pre­tie­ren und Bibel­for­scher und Theo­lo­gen seit zwei­tau­send Jah­ren her­aus­zu­fin­den ver­such­ten, wer die mys­te­riö­se Per­son sei, die zu Beginn der Offen­ba­rung zu Johan­nes spricht.

Den Gip­fel der Blas­phe­mie erreicht Aiv­an­hov, indem er in eini­gen Kapi­teln die unhalt­ba­re The­se auf­stellt, man müs­se Kennt­nis­se in den okkul­ten Wis­sen­schaf­ten wie z. B. Alche­mie, Astro­lo­gie, Kab­ba­la, Magie und dem Tarot besit­zen, um die Offen­ba­rung des Johan­nes über­haupt ver­ste­hen zu kön­nen. Sonst, so Aiv­an­hov, wird man schwer­wie­gen­de Irr­tü­mer bege­hen. Aller­dings sind die­se “Wis­sen­schaf­ten” alles Beschäf­ti­gun­gen, die einem Chris­ten durch die Bibel ver­bo­ten sind, nach­zu­le­sen z. B. in 1.Mose 18,9−14 und in Gala­ter 5,20. Damit hat sich Aiv­an­hov den Titel “Ver­füh­rer” ver­dient und es ist offen­sicht­lich, dass sei­ne “Wis­sen­schaf­ten” die Leser vom Heil durch Jesus Chris­tus wegführen.

Die­ses Buch ist dreis­te Bau­ern­fän­ge­rei und eine Form okkul­ter Gehirn­wä­sche. Für Men­schen jedoch, die bereit sind, Din­ge kri­tisch zu hin­ter­fra­gen und nicht blind einem selbst­er­nann­ten „geis­ti­gen Meis­ter“ fol­gen, ist dies leicht zu durch­schau­en. Alles, was man dafür benö­tigt, ist die Bibel, um Aiv­an­hovs Aus­sa­gen im rech­ten Licht betrach­ten zu kön­nen. In der fol­gen­den Tabel­le sind die gröbs­ten Fehl­deu­tun­gen und Ver­dre­hun­gen in den ein­zel­nen Kapi­tel aufgelistet.

KapitelSeiten/WörterFehldeutungen/VerdrehungenQuellen
Kap. 115 S. - 2895 W.Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, statt hohe geistliche Passagen aus der Bibel, falsche Deutung von Bibelstellen.Prochoros-Akten,
Johannes-Akten
Kap. 26 S. - 1005 W.Hass auf Gläubige, Kirche und Klerus, Falschdarstellung des Christentums, historische Falschdarstellungen, Falschdarstellung Christis, Versuch, die Leser vom Glauben abzubringen, Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Zwietracht säen, falsche Deutung von Bibelstellen.Kabbala,
Apokryphon des Johannes,
Pistis Sophia
Kap. 323 S. - 4487 W.Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Erniedrigung Christis, falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen. Kabbala,
Sefer Jezira,
Okkulte Mythen (d’Alveydre u.a.),
Hermetik,
Zeremonialmagie,
Theosophie
Kap. 414 S. - 2139 W.Falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen, Erniedrigung Christis.Astrologie,
Theosophie
Kap. 58 S. - 1473 W.Falsche Deutung von Bibelstellen, Anstiftung zum Götzendienst, Erniedrigung Christis.Theosophie (Helena Blavatsky), Hermetik, Zeremonialmagie.
Kap. 614 S. - 2758 W.Falschdarstellung der Vertreter der Philosophie in warmen und kalten Gegenden der Erde, Übertretung göttlicher Gebote, falsche Deutung von Bibelstellen.Astrologie, Theosphie
Kap. 714 S. - 2116 W.Falsche Deutung von Bibelstellen, Anstiftung zum Götzendienst, Erniedrigung Christis, Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen, Lästerung gegen den Heiligen Geist, Übertretung göttlicher Gebote.Essener, Kabbala, Zoroastrismus, altchristliche Mystik, Alchemie, Peter Deunov, Merkaba-Mystik
Kap. 85 S. - 875 W.Falsche Deutung von Bibelstellen, Besprechung von okkulten und antichristlichen Texten, Anstiftung zum Götzendienst, Übertretung göttlicher Gebote.Kabbala,
jüdische Mythologie,
Grimoire Sepher Raziel HaMalach36Link zum Wikipedia-Artikel "Sepher Raziel HaMalach": hier klicken
Tarot
Kap. 97 S. - 1260 W.Falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißenAstrologie,
Kabbala,
jüdische Mythologie
Kap. 106 S. - 1079 W.Falsche Deutung von Bibelstellen
Kap. 114 S. - 615 W.Besprechung von okkulten, falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen, Anstiftung zum Götzendienst,Hermetik,
Legenda aurea
Kap. 126 S. - 957 W.Falsche Deutung von Bibelstellen, Bibelstellen aus dem Zusammenhang reißen,Kosmologisch/mythologische Überlieferungen (Himmel vs. Erde/Unterwelt - Adler/Schlange),
Kabbala,
Aberglaube
Kap. 137 S. - 1191 W.
Kap. 145 S. - 719 W.
Kap. 155 S. - 784 W.
Kap. 1610 S. - 1769 W.
Kap. 1727 S. - 3765 W.

Kapitel 1: Besuch auf Patmos

Erstmal ein schöner Reisebericht

Das ers­te Kapi­tel erstreckt sich im Buch über 15 Sei­ten und beschreibt neben den Ein­drü­cken Aiv­an­hovs von der Insel Pat­mos auch eine Epi­so­de des Apos­tels Johan­nes mit dem Schwarz­ma­gi­er Kyn­ops. Wenn man Aiv­an­hov in sei­nen Erin­ne­run­gen über die­se grie­chi­sche Insel schwel­gen hört, bekommt man unwei­ger­lich Lust, die Wir­kungs­stät­te des Apos­tels Johan­nes selbst zu besuchen.

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Pat­mos liegt traum­haft schön in der süd­li­chen Ägä­is. Die Insel hat kon­stant etwas mehr als 3.000 Ein­woh­ner und zeich­net sich durch ein typisch medi­ter­ra­nes Wet­ter aus, im Som­mer sehr heiß mit Tem­pe­ra­tu­ren über 30°C, im Win­ter mild mit viel Nie­der­schlag und Tem­pe­ra­tu­ren zwi­schen 8 und 15°C. Der Wild­be­wuchs ist sehr spär­lich, typisch ist die Phyr­ga­na,36Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Phry­ga­na”: hier kli­cken eine Art immer­grü­ner Busch. Pat­mos gilt als staat­li­ches Hei­lig­tum, unter­bin­det Mas­sen­tou­ris­mus und ist tat­säch­lich bis heu­te nur per Schiff erreich­bar.37Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pat­mos”: hier kli­cken Im Bild ist die Hafen­stadt Ska­la zu sehen, die an der Ost­sei­te der Insel liegt.38Pat­mos auf Goog­le Maps: hier kli­cken

Aiv­an­hov beginnt sei­ne Erzäh­lung mit der Schil­de­rung der dama­li­gen Über­fahrt per Schiff zur Insel. Die Über­fahrt hat knapp 13 Stun­den gedau­ert39Rei­se­rou­te Athen, Hafen von Pirä­us nach Hafen von Ska­la, Pat­mos, Grie­chen­land in Goog­le Maps: hier kli­cken und glich wohl einem Aben­teu­er, weil das Schiff wegen der unru­hi­gen See so durch­ge­schau­kelt wur­de. Sei­nen Schil­de­run­gen zufol­ge, wird man vom Anblick der wei­ßen Häu­ser vor dem tief­blau­en Him­mel im Hin­ter­grund gera­de­zu gefan­gen genom­men, und wir kön­nen uns mit dem Bild oben eine klei­ne Vor­stel­lung davon machen. Ja, Pat­mos muss atem­be­rau­bend sein!

Die merkwürdigen Überlieferungen

Nach ein paar wei­te­ren Lob­prei­sun­gen über die Insel und etwas detail­lier­te­ren Beschrei­bun­gen der Stät­ten des Apos­tel Johan­nes, hören die posi­ti­ven Ele­men­te des ers­ten Kapi­tels aber auch schon auf. Die Merk­wür­dig­kei­ten begin­nen auf Sei­te 13 nach dem Bibel­zi­tat aus Offen­ba­rung Kapi­tel 1, Vers 9. Aiv­an­hov berich­tet dort von der Über­fahrt des gefan­ge­nen und in Ket­ten geleg­ten Johan­nes und sei­nem “Jün­ger” Prok­ho­ros nach Pat­mos. Gleich im drit­ten Satz in die­sem Absatz sagt Aiv­an­hov, dass die­se Geschich­te in “der Über­lie­fe­rung” berich­tet wird.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 1, Sei­te 13

Wel­che Überlieferung?

Aiv­an­hov redet von “…die Über­lie­fe­rung berich­tet…”, oder “…in den Über­lie­fe­run­gen aller Völ­ker…”, oder “in der hebräi­schen Über­lie­fe­rung…”, oder “der Name, den die Über­lie­fe­rung dem kos­mi­schen Prin­zip des Bösen gege­ben hat…”. Aber damit kann ich mich nicht zufrie­den geben, und ich den­ke, einer Men­ge ande­rer Leser geht es eben­so. Man braucht sich nur vor­zu­stel­len, in eine Biblio­thek zu gehen und nach der “hebräi­schen Über­lie­fe­rung” zu fra­gen. Die ein­zi­ge Ant­wort, die einem gege­ben wer­den könn­te, wäre: “Ja, wel­che genau?”.

Ja, auf wel­che Über­lie­fe­run­gen bezieht sich Aiv­an­hov eigent­lich genau, wenn er von sei­nen “Über­lie­fe­run­gen” spricht und war­um ent­hält er den Lesern die­ses Buches die Namen der jewei­li­gen Über­lie­fe­rung vor? Woher stam­men also die gan­zen Infor­ma­tio­nen über den Apos­tel Johan­nes, die in der Bibel mit kei­nem Wort erwähnt sind, und die inhalt­lich so stark aus­ge­schmückt wer­den? Die Bibel sagt uns ledig­lich, dass der Apos­tel Johan­nes auf Pat­mos war, aber nicht, wie er dort­hin kam:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 1,9 ↗

Die rühr­se­li­ge Geschich­te in der “Über­lie­fe­rung” erzählt von einem Sol­da­ten, der über Bord gespült wird und sei­nem Vater, der sich hin­ter­her­stür­zen woll­te, und dem see­len­ru­hi­gen Johan­nes, der ange­fein­det wird, weil er so ruhig dasitzt, das Gebet des Johan­nes und dann das mys­ti­sche Wie­der­auf­tau­chen des Sol­da­ten aus den Wel­len. Aber all das wird mit kei­ner Sil­be in der Bibel erwähnt. Fün­dig wird man statt­des­sen in Tex­ten, die es zu Recht nicht in den bibli­schen Kanon geschafft haben und auch als Apo­kry­phen40Link zum Arti­kel “Die Apo­kry­phen des Alten Tes­ta­ments”: hier kli­cken nicht zuge­las­sen und ver­wen­det wur­den. Aiv­an­hov muss auf den übrig­ge­blie­be­nen Rest zurück­grei­fen, die soge­nann­ten “Apos­tel­ak­ten”.41Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Apos­tel­ak­ten”: hier kli­cken

Die­ser “Abfall” ist es, den Aiv­an­hov als sei­ne “Über­lie­fe­run­gen” und sein “Ein­wei­hungs­wis­sen” dar­stellt und ver­kauft. Auf die­se Tex­te, die teil­wei­se sogar offi­zi­ell als “häre­tisch”,42Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Häre­sie”: hier kli­cken also als ket­ze­ri­sche Irr­leh­re ver­ur­teilt wur­den (z. B. beim zwei­ten Kon­zil von Nicäa im Jahr 78743Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Zwei­tes Kon­zil von Nicäa”: hier kli­cken), bau­en Okkul­tis­ten und Ver­füh­rer wie Aiv­an­hov, Rudolf Stei­ner, Hele­na Blava­ts­ky und vie­le ande­re, ihre “Ein­wei­hungs­leh­re”, ihre “Geheim­leh­re” auf. Mehr zu den “Apos­tel­ak­ten”, dem “Abfall”, im drit­ten Kapi­tel bei “Die Unfä­hig­keit, tie­fer in das Leben­di­ge Wort Got­tes ein­tau­chen zu kön­nen” ↗.

Vie­le Ver­füh­rer und Irr­leh­rer behaup­ten, dass die Infor­ma­tio­nen, die in die­sen “Über­lie­fe­run­gen”, “Akten”, oder der “Ein­wei­hungs­leh­re” zu lesen sind, “das wah­re Wis­sen, das die Kir­che unter­drü­cken und vor den Gläu­bi­gen ver­ber­gen woll­te” dar­stellt. Gera­de im Zir­kel um Aiv­an­hov und Stei­ner schie­ßen sol­che Irr­leh­rer wie Pil­ze aus dem Boden und benut­zen das Mate­ri­al, von dem sich jeder Christ abwen­det oder es bes­ten­falls als seich­te Unter­hal­tungs­li­te­ra­tur ansieht. Ich möch­te an die­ser Stel­le aus­drück­lich davor war­nen, sich mit die­sem Sumpf aus­ein­an­der­zu­set­zen und die­sen Men­schen auch nur ein Wort zu glau­ben. Allein die Bibel ist die Quel­le, die wir brau­chen, um zu Gott zu finden.

Die Legende aus den Prochoros-Akten

Die Geschich­te, die Aiv­an­hov von Sei­te 13 bis 18 erzählt, han­delt von der Über­fahrt nach Pat­mos, auf der ein Sol­dat von Deck gespült wird und vom töd­li­chen Kampf des Johan­nes gegen den Schwarz­ma­gi­er und Zau­be­rer “Kyn­ops“44Link zum Arti­kel “Pat­mos” von Flo­ri­an Rösch: hier kli­cken auf der Insel Pat­mos. Bei­des fin­det sich nicht in der Bibel und hat ihren Ursprung in den Pro­cho­ros-Akten, die ca. 550 n. Chr. ver­fasst wur­den. Die Pro­cho­ros-Akten sind die “abge­schwäch­ten” Johan­nes-Akten, die stark gnos­tisch45Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Gno­sis”: hier kli­cken ver­fasst wur­den und als häre­tisch von der Kir­che abge­lehnt und ver­bo­ten wur­den. Die Johan­nes-Akten wur­den im 2. Jahr­hun­dert geschrieben.

Für Chris­ten sind die Johan­nes- und Pro­cho­ros-Akten ein Grau­en, denn der Inhalt hat fast aus­schließ­lich mit Dämo­nen, Zau­be­rern, Magi­ern und okkul­ten Grup­pie­run­gen zu tun. Die Okkul­tis­ten, Irr­leh­rer und Ver­füh­rer der heu­ti­gen Zeit behaup­ten, dass die­se Akten das ver­bor­ge­ne wah­re Wis­sen dar­stel­len, also das glei­che Gewicht wie die Bibel haben oder sogar wert­vol­ler sind, da sie tie­fe­ren Ein­blick in die dama­li­gen Gescheh­nis­se geben. Wer aber die Bibel mit die­sen Schrif­ten ver­gleicht, sieht auf den ers­ten Blick den Unter­schied. Extrem grau­sa­me Dra­men, extrem wider­lich und bild­lich erzählt, direkt aus dem Mun­de Satans.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Dem Leser, der sich tie­fer mit den Pro­cho­ros-Akten befas­sen möch­te, emp­feh­le ich das Stan­dard­werk von Flo­ri­an Rösch:

Die kop­ti­schen Pro­cho­ro­s­ak­ten aus Wien

Ein­lei­tung, Text und Über­set­zung sowie Über­set­zung der grie­chi­schen Überlieferung

ISBN 978−3−11079620−9 Print-Aus­ga­be ↗
ISBN 978−3−11079656−8 E‑Book ↗

In Kapi­tel 2 “Text und Über­set­zung der grie­chi­schen Pro­cho­ro­s­ak­ten” ist die gesam­te Über­set­zung ins Deut­sche auf über 200 Sei­ten zu fin­den. Der Ver­lag De Grui­ter Brill bie­tet auch ein­zel­ne Kapi­tel ↗ zum Kauf an, die erschwing­lich sind.

Das Lesen der Pro­cho­ros-Akten lohnt sich alle­mal, denn der Leser wird selbst Zeu­ge der fast per­ver­sen Dar­stel­lung des angeb­li­chen Lebens und Han­delns Johan­nes auf Pat­mos. Nur durch den direk­ten Ver­gleich vom Stil von Bibel­stel­len mit den Geschich­ten und Dra­men, die uns in den Pro­cho­ros-Akten begeg­nen, wird klar, wie weit die Erfin­der und Schrei­ber die­ser Tex­te von der Heils­bot­schaft der Bibel ent­fernt sind. Der arme Johan­nes wird in den Pro­cho­ros-Akten zum “christ­li­chen Super­hel­den”, und ist stän­dig in Gefahr, wegen sei­nen voll­brach­ten Wun­dern selbst zu einem Gott ernannt zu wer­den. Das ist unglaub­lich pri­mi­tiv und zeigt sehr deut­lich die Hand­schrift des Ver­fas­sers: Satan.

Eini­ge Merk­ma­le im Vergleich:

  • Kon­flikt­lö­sung
    Wäh­rend die Bibel die Werk­zeu­ge der Pre­digt, des Gebets und der inne­ren Umkehr als Mit­tel zu einer Kon­flikt­lö­sung vor­hält, fin­det man in den Pro­cho­ros-Akten vor­ran­gig den Exor­zis­mus und die Ver­stei­ne­rung von den Gegnern.
  • Umgang mit dem Tod
    Wäh­rend der Tod in der Bibel ver­hält­nis­mä­ßig und sehr gewich­tig vor­kommt, wie z. B. die Stei­ni­gung des Ste­pha­nus, fal­len die Dämo­nen und die Geg­ner in den Pro­cho­ros-Akten wie die Flie­gen. Men­schen, Magi­er und Dämo­nen ster­ben in einem fast nicht zu fas­sen­den Maße. Man kommt sich vor, wie in einem schlech­ten Film, wo der “body count“46Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Body Count”: hier kli­cken das Stil­mit­tel darstellt.
  • Rol­le der Dämo­nen
    Wäh­rend das Wir­ken der Dämo­nen in der Bibel auf geis­ti­ge Mani­pu­la­ti­on und Beein­flus­sung beschränkt ist, haben die Dämo­nen in den Pro­cho­ros-Akten die Grö­ße und das Aus­se­hen von phy­si­schen Mons­tern. Sie gehen umher oder lau­ern Men­schen auf, um sie aktiv und sehr bild­haft dar­ge­stellt zu ermorden.

Eine klei­ne Statistik

Wir kön­nen die Dich­te des Vor­kom­mens von Dämo­nen in der Bibel und in den Pro­cho­ros-Akten in ein Ver­hält­nis zuein­an­der stel­len. Dabei brau­chen wir die Gesamt­zahl der tat­säch­lich benann­ten Dämo­nen und die Gesamt­sei­ten­zahl bei­der Schriften:

In der Bibel
Die Bibel nennt sie­ben Dämo­nen direkt beim Namen: 

In den Pro­cho­ros-Akten
In den Akten wer­den min­des­tens 12 Dämo­nen beim Namen benannt, die ich hier aber aus ver­ständ­li­chen Grün­den nicht auf­zäh­len werde. 

Für unse­re sta­tis­ti­sche Rech­nung neh­me ich die Zahl 12 für die Pro­cho­ros-Akten und die Zahl 7 für die Bibel. Es kann natür­lich sein, dass mir der eine oder ande­re Name eines Dämons nicht ein­ge­fal­len ist, aber da das für bei­de Sei­ten gilt, wür­de das Ver­hält­nis trotz eines Feh­lers mei­ner­seits annä­hernd gleich bleiben.

Bei 1536 Sei­ten Bibel­text einer Luther Stan­dard­aus­ga­be mit 7 Vor­kom­men von nament­lich benann­ten Dämo­nen und bei 99 Sei­ten Pro­cho­ros-Akten-Text mit 12 Vor­kom­men bei nament­lich benann­ten Dämo­nen, ist das Ver­hält­nis 1:26,58.47Bibel: 7 Dämonen/1536 Sei­ten = 0,0046 Dämo­nen pro Sei­te, = 0,46 Dämo­nen auf 100 Sei­ten. PrA: 12 Dämonen/99 Seiten=0,12 Dämo­nen pro Sei­te, = 12 Dämo­nen auf 100 Sei­ten. Ver­hält­nis: 0,12÷0,0046 entspr. 26,58

Die Dämo­nen­dich­te in den Pro­cho­ros-Akten ist auf­ge­run­det 27-mal höher als in der gesam­ten Bibel. Die­ses Ergeb­nis zeigt sehr deut­lich, wo der Fokus bei­der Schrif­ten liegt. Für die Bibel ist es die Heils­ge­schich­te, für die Pro­cho­ros-Akten ist es pri­mär die magi­sche Eli­mi­nie­rung von Dämo­nen und Gegnern.

Aus die­sen Grün­den muss ich als Christ die Ver­wen­dung eines noch nicht ein­mal apo­kry­phen Tex­tes strikt ableh­nen, zumal wir uns deut­lich machen müs­sen, dass es sich hier um ein Buch Aiv­an­hovs han­delt, dass sich als “Kom­men­tar zur Apo­ka­lyp­se” ver­steht und laut Inhalts­ver­zeich­nis einen Ein­blick in hoch­geist­li­che bibli­sche The­men geben soll. Mit einem Pro­cho­ros-Text und okkult beflü­gel­ter Phan­ta­sie wird dies aller­dings schwer­lich gelin­gen, außer, Aiv­an­hov will sei­ne Leser begin­nend mit dem ers­ten Kapi­tel an der Nase her­um­füh­ren und sie mit anti­christ­li­chem Gedan­ken­gut impfen.

Und genau das passiert.

Ich will sehr deut­lich vor der Lek­tü­re Aiv­an­hovs war­nen! Leser der Bibel fin­den mit dem Leben­di­gen Wort Got­tes Halt und Füh­rung in ihrem Leben, wäh­rend die Leser Aiv­an­hovs von unse­rem Gott und Hei­land weg­ge­führt wer­den. Der Fokus der Pro­cho­ros-Akten liegt in den Neben­säch­lich­kei­ten und der geis­ti­gen und kör­per­li­chen Gewalt, nicht auf unse­rem Gott der Gna­de und sei­nem Sohn Jesus Chris­tus, der sein Leben für uns gab und mit sei­nem Blut für unse­re Sün­den bezahl­te. Bit­te las­sen Sie größ­te Vor­sicht beim Lesen von Aiv­an­hov walten!

Die Magd mit dem Wahrsagegeist

Auf Sei­te 22 berich­tet Aiv­an­hov von sei­ner Begeg­nung mit einer armen Frau, die ihm schein­bar die Ant­wort auf sei­ne Fra­ge gege­ben hat, die er “dem Him­mel” gestellt hat­te. Er und sei­ne Beglei­ter hat­ten sich zu einem Spa­zier­gang in den Hügeln auf­ge­macht, als sie die Frau erblick­ten. Die­se Frau stand da, als ob sie auf ihn gewar­tet hät­te und ergriff sei­ne Hand, die sie mit gro­ßem Respekt küss­te, um ihm dann eini­ge Wor­te auf Grie­chisch zu sagen. Die­se Wor­te waren die Ant­wort auf sei­ne Fra­ge – und Aiv­an­hov war glück­lich. Er beschreibt die Ant­wort der Frau als “pro­phe­tisch”.

Ken­ner der Hei­li­gen Schrift wer­den hier auf­hor­chen, denn die­se Begeg­nung erin­nert stark an eine Begeg­nung im Neu­en Tes­ta­ment (Apos­tel­ge­schich­te 16). Dort traf Pau­lus auf eine Magd, die ihn und sei­ne Gefähr­ten meh­re­re Tage lang begleitete:

Schlach­ter 2000 – Apos­tel­ge­schich­te 16,16 ↗

Die Frau in den Hügeln Pat­mos, die auf Aiv­an­hov gewar­tet hat­te, war wie die Magd in der Apos­tel­ge­schich­te, offen­sicht­lich von einem Wahr­sa­ge­geist beses­sen. Da Wahr­sa­ge­rei und Hell­se­he­rei Gott ein Gräu­el sind (5.Mose 18,10), wird er kaum eine sol­che Per­son schi­cken, um die Fra­gen eines Gläu­bi­gen zu beant­wor­ten.48Link zum Arti­kel “Wahr­sa­ge­rei – Bibel-Lexi­kon”: hier kli­cken Gott führt sei­ne Kin­der durch sein Wort und sei­nen Geist, nie­mals durch Beses­se­ne.49Link zum You­Tube-Video “Was Gott über Eso­te­rik denkt” von Gabri­el Häs­ler: hier kli­cken Dass Aiv­an­hov die­se Situa­ti­on so über­aus posi­tiv beschreibt, offen­bart sein man­geln­des geist­li­ches Unterscheidungsvermögen.

Die­se Situa­ti­on wur­de spe­zi­ell für Aiv­an­hov arran­giert, ein­zig aus dem Grund, um sein sowie­so schon über­gro­ßes Ego wei­ter auf­zu­bla­sen. Er beschreibt die Situa­ti­on mit der armen Frau so wohl­wol­lend, dass es fast rühr­se­lig wirkt. Als sie dann wei­ter­gin­gen, mach­ten sie sich auf, um noch ande­re wun­der­ba­re Orte auf der Insel zu besu­chen. Sei­te 23 ist als Lob­lied für die Freund­lich­keit der Insel­be­woh­ner geschrie­ben. An kei­nem ande­ren Ort, in kei­nem ande­ren Land sei­en die Bewoh­ner so respekt­voll, ver­trau­ens­voll und lie­be­voll zu Aiv­an­hov gewe­sen, wie auf Pat­mos. Für Aiv­an­hov war die Rei­se nach Pat­mos wirk­lich außer­ge­wöhn­lich schön.

Und genau das ist der Knack­punkt. Käme ein wahr­haf­ti­ger Christ auf die Insel, um zu evan­ge­li­sie­ren, wür­de er mit den größ­ten Schwie­rig­kei­ten zu kämp­fen haben. Ableh­nung und Miss­trau­en wür­den ihm ent­ge­gen­schla­gen, die Türen vor der Nase zuge­schla­gen und viel­leicht noch Schlim­me­res, ein­fach weil er im Namen Jesu Chris­ti unter­wegs ist und dem Teu­fel See­len ent­rei­ßen möch­te. Aber jemand wie Aiv­an­hov, der nicht Jesus sei­ne Fra­gen stellt und mit ihm im Gebet ist, son­dern “die unsicht­ba­re Welt” um Rat fragt, der bekommt von einer armen Frau mit einem wun­der­ba­rem Gesicht genau die Ant­wor­ten, die er braucht.

Aiv­an­hov durf­te nach der Begeg­nung mit der armen Frau wei­te­re wun­der­ba­re Orte auf der Insel besu­chen, für Pau­lus und sei­ne Män­ner sah die Sache damals aber ganz anders aus. Pau­lus war im Auf­trag Jesu Chris­ti unter­wegs und wur­de nach der Geschich­te mit der Magd zusam­men mit Silas von den Men­schen dort gefan­gen­ge­nom­men, ver­schleppt, geschla­gen und ein­ge­sperrt. Das ist pas­siert, als sie eine Frau von einem Dämon befreit hat­ten. Und sol­che Din­ge pas­sie­ren den Men­schen, die ihr Kreuz auf sich neh­men und Jesus Chris­tus nachfolgen.

Schlach­ter 2000 – Apos­tel­ge­schich­te 16,22 ↗

Die­se Geschich­te mit der armen Frau gibt auch Zeug­nis dar­über, dass Aiv­an­hov selbst nicht in der Lage war, für ihn auf­ge­stell­te Prü­fun­gen zu erken­nen. Genau das erwar­te ich aber von einem Men­schen, der sich als “geis­ti­ger Meis­ter” sehr weit über ande­re Men­schen erhebt. Es beweist auch, dass sei­ne Ver­bin­dung “in die unsicht­ba­re Welt”, die er so oft betont, kein Draht zu Jesus Chris­tus und unse­rem gött­li­chen Vater ist, son­dern ledig­lich zu Lügen­geis­tern und Dämo­nen. Genau die­se Wesen sind es bis heu­te, die sei­ne Leser und “Schü­ler” mit Nah­rung und Infor­ma­tio­nen ver­sor­gen. Nur hat die­se Nah­rung und Infor­ma­ti­on nicht den Stem­pel Jesu Chris­ti und des wah­ren Himmels.

Bis heu­te wer­den die Schü­ler Aiv­an­hovs durch die­se sub­ti­len Täu­schun­gen in die Irre geführt. Ein bezeich­nen­des Bei­spiel war eine E‑Mail, die ich von einem Mit­glied die­ser Grup­pie­rung erhielt. Sie unter­zeich­ne­te mit den Wor­ten: „Mit Leich­tig­keit und Lie­be“. Wer so spricht, hat kei­ne Ahnung von der Ernst­haf­tig­keit der Nach­fol­ge Chris­ti und der geis­ti­gen Wach­sam­keit, die wir benö­ti­gen. Der Nebel der Irr­leh­re ist so dicht, dass die­se Men­schen lei­der unbe­lehr­bar wer­den und mit­samt ihrem Hoch­mut unter­ge­hen werden.

Aivanhovs Widersprüchlichkeit auf den Punkt gebracht

Eine der größ­ten Angriffs­flä­chen Aiv­an­hovs ist, dass sich alle Tex­te, alle The­sen, ja, die gan­ze “geis­ti­ge Leh­re” an sich, wider­spre­chen. Bei­spie­le davon fin­den sich in allen Büchern zur Genü­ge, und eini­ge davon will ich als deut­li­che Hin­wei­se auf die Täu­schung der Men­schen durch Aiv­an­hovs “Leh­re” hier in die­ser Rezen­si­on aufzeigen.

Aiv­an­hov behaup­tet auf Sei­te 12, dass er zwei­mal die Grot­te der Apo­ka­lyp­se besucht hat, um zu medi­tie­ren und dem Geist des Johan­nes zu begegnen. 

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 1, Sei­te 12

In sei­ner eige­nen Bro­schü­re 304 “Der Tod und das Leben im Jen­seits” behaup­tet er jedoch das Gegen­teil: Ein Ver­stor­be­ner sei nor­ma­ler­wei­se nicht mehr an den Orten, an denen er gelebt hat. Dort heißt es unter anderem:

Zitat “Der Tod und das Leben im Jen­seits”, Teil 2, Sei­te 15

Die Okkul­tis­ten sagen jetzt bestimmt, dass das nur für gewöhn­li­che Men­schen gilt, aber dass Hei­li­ge, Ein­ge­weih­te und geis­ti­ge Meis­ter ihr Flui­dum tief in dem jewei­li­gen Ort hin­ter­las­sen kön­nen, und das es immer Aus­nah­men gibt. Natür­lich, aber das ist ein Wider­spruch in der “geis­ti­gen Leh­re”, denn wo kann sich der “Schü­ler” dann eigent­lich noch sicher sein, wenn sich selbst sol­che fun­da­men­ta­len The­men widersprechen?

Mate­ri­el­le Ver­gäng­lich­keit
Die Bibel beschreibt das Ver­schwin­den der Men­schen, also den Tod, als voll­stän­dig und rest­los. Begin­nend mit 1. Mose 3,19 “Denn Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück”, über Hiob und die Psal­men (z. B. Psalm 103,16) wird in der Bibel berich­tet, dass der Mensch nach sei­nem Tode phy­sisch kom­plett verschwindet.

Die Taten
Die Bibel sagt, dass die Taten, die ein Mensch Zeit sei­nes Lebens getan hat, sein Erbe sei­en. Laut den Sprü­chen Salo­mos haben die­se Taten über Gene­ra­tio­nen Bestand (Sprü­che 13,22). Die Offen­ba­rung des Johan­nes spricht in 14,13 über die Toten, die im Herrn ster­ben, dass ihre Wer­ke ihnen nach­fol­gen wer­den: “Und ich hör­te eine Stim­me aus dem Him­mel, die zu mir sprach: Schrei­be: Glück­se­lig sind die Toten, die im Herrn ster­ben, von nun an! Ja, spricht der Geist, sie sol­len ruhen von ihren Mühen; ihre Wer­ke aber fol­gen ihnen nach.” Das heißt, dass Gott die guten Taten sieht.

Das Gedächt­nis
Als guter Mensch im Gedächt­nis zu blei­ben, wird als Segen von den Men­schen betrach­tet. Die Bibel berich­tet unter ande­rem in Sprü­che 1050Sprü­che 10,7 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken und Sprü­che 21 dar­über.

Die geis­ti­ge Spur
Die deut­lichs­te Spur unse­res Wir­kens und Schaf­fens auf der Erde kön­nen wir errei­chen, indem wir eine Nach­kom­men­schaft hin­ter­las­sen. Den eige­nen Namen über vie­le Jah­re oder Jahr­hun­der­te über unse­re Kin­der wei­ter­zu­ver­er­ben, wird als Segen von den Men­schen gese­hen. So ver­sprach Gott Abra­ham, dass sei­ne Nach­kom­men so zahl­reich wie die Ster­ne sein werden.

Das waren alle Hin­wei­se, die ich in der gesam­ten Bibel zu dem The­ma fin­den konn­te, ob es den Men­schen mög­lich ist, “flui­di­sche Spu­ren” auf der Erde nach ihrem Able­ben zu hin­ter­las­sen. Die Ant­wort ist schlicht und ein­fach: Nein. Alles, was mit einem “Flui­dum” oder “fein­stoff­li­chen Ebe­nen” zu tun hat, ist rei­ne Phan­ta­sie der Okkul­tis­ten und fin­det sich mit kei­nem Wort in der Bibel.

Wenn man sich aber an die Kern­bot­schaft der Bibel erin­nert, dass die Umkehr zu Gott das obers­te Gebot sein soll, sind auch die oben genann­ten Din­ge fast bedeu­tungs­los. Sicher ist eine gro­ße Fami­lie erstre­bens­wert, sicher ist es ein gutes Gefühl, die­se Erde zu ver­las­sen und auf vie­le gute Taten zurück­bli­cken zu kön­nen, aber die Fra­ge bleibt, ob der Mensch erret­tet wur­de oder nicht. Dage­gen erscheint alle ande­re Mühe bedeu­tungs­los. Die Bibel spricht die­ses The­ma in Pre­di­ger 1,2 sehr deut­lich an:

Luther­bi­bel 2017 – Pre­di­ger 1,2−4

Wenn nun jemand der Mei­nung ist, er habe in der Medi­ta­ti­on sehr vie­le Din­ge von einem Ver­stor­be­nen gespürt und konn­te der flui­di­schen Spu­ren, die Johan­nes in der Grot­te hin­ter­las­sen hat, hab­haft wer­den, dann ist das ein Zeug­nis von der größt­mög­li­chen Selbst­ver­got­tung, die ein Ego errei­chen kann. Aiv­an­hov zemen­tiert hier sei­ne Stel­lung als “geis­ti­ger Meis­ter” inner­halb sei­ner Sek­te, denn sei­nen Schü­lern ist es nicht mög­lich, Johan­nes so deut­lich zu spü­ren. Zum ande­ren wider­legt sich Aiv­an­hov damit selbst, weil er in ande­ren Büchern genau das Gegen­teil behaup­tet.51Z. B. in der Bro­schü­re 304 “Der Tod und das Leben im Jen­seits”, Teil 2, Sei­te 15.

Mit sei­nem Wunsch, “dem Geist des Johan­nes begeg­nen zu wol­len”, über­tritt Aiv­an­hov zudem das kla­re Ver­bot Got­tes aus 5.Mose 18,10−13. Einem Geist zu begeg­nen, also mit ihm in Kon­takt zu tre­ten, bedeu­tet, jemand zu sein, “der sich an die Toten wen­det”, und das ist dem Herrn ein Gräu­el. Das ist der exak­te Wort­laut der Bibel. Das Aiv­an­hov uns das so unge­niert schil­dert, zeigt deut­lich, wes­sen Geis­tes­kind er ist.

Schlach­ter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗

Das wirk­lich schö­ne und erfül­len­de am Christ­sein ist, dass man der Hei­li­gen Schrift und Jesus Chris­tus bedin­gungs­los glau­ben darf. Kei­ne ein­zi­ge Bibel­stel­le muss aus­ge­schmückt, erwei­tert, ver­klei­nert oder in irgend einer ande­ren Form mani­pu­liert und ange­passt wer­den, um sie für bestimm­te Men­schen oder Grup­pen ein­setz­bar und ver­wert­bar zu machen. Natür­lich gibt es ver­schie­de­ne Sicht­wei­sen und Aus­le­gun­gen von Bibel­stel­len, das macht das gan­ze ja so inter­es­sant. Aber trotz unter­schied­li­cher Mei­nung wer­den die Bibel­stel­len von Chris­ten in ihrem Sinn nicht umge­deu­tet oder gar ver­än­dert, wie es Aiv­an­hov und sei­ne “Schü­ler” machen.52Link zum Tele­gram-Post mit einem ver­än­der­ten Vater Unser und dem Rat, nicht zu beten: hier kli­cken

Kapitel 2: Einführung in die Offenbarung

Der Beginn ist sehr wesentlich

In Kapi­tel 2 ver­spricht Aiv­an­hov dem Leser eine Ein­füh­rung in die Offen­ba­rung des Johan­nes.53Link zum You­Tube-Video “Hör­buch – Offen­ba­rung – Schlach­ter 2000”: hier kli­cken Statt einer fun­dier­ten Aus­le­gung sieht sich der Leser jedoch einer Schimpf­ti­ra­de gegen den Kle­rus54Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Kle­rus”: hier kli­cken gegen­über. Von der ers­ten bis zur letz­ten Sei­te wird ein Zerr­bild gezeich­net – sowohl davon, was die Offen­ba­rung eigent­lich ist, als auch dar­über, wel­che Vor­aus­set­zun­gen nötig sei­en, um das 66. Buch der Hei­li­gen Schrift55Lesen Sie die Offen­ba­rung auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken ver­ste­hen zu können.

Der Leser wird durch ein Geflecht aus Unwahr­hei­ten und Schuld­zu­wei­sun­gen geführt, das in okkul­ten Ver­dre­hun­gen des Bibel­tex­tes mün­det. Für Aiv­an­hov bil­det dies das Fun­da­ment sei­ner Ein­füh­rung. Er selbst sagt in sei­nen „Tages­ge­dan­ken“: „Der Beginn ist sehr wesent­lich“. Doch ein Beginn, der auf Ent­stel­lun­gen der Hei­li­gen Schrift fußt, kann nur in der Fins­ter­nis und in völ­li­ger geis­ti­ger Ver­wir­rung enden.

Aiv­an­hovs grund­le­gen­der Irr­tum: Kir­che ist nicht gleich Chris­ten­tum
Gleich zu Beginn des zwei­ten Kapi­tels wird einer der Haupt­irr­tü­mer Aiv­an­hovs deut­lich: Auf Sei­te 25 (und in vie­len wei­te­ren Büchern) bezeich­net er die katho­li­sche Kir­che pau­schal als „das Chris­ten­tum“. Als bekehr­ter Christ muss ich die­ser Falsch­dar­stel­lung ent­schie­den wider­spre­chen. Eine Insti­tu­ti­on mit all ihrer mensch­li­chen Fehl­bar­keit und his­to­ri­schen Belas­tung kann nicht ein­fach mit dem leben­di­gen Leib Chris­ti gleich­ge­setzt werden.

Das Chris­ten­tum setzt sich in ers­ter Linie aus Men­schen zusam­men, die zu Jesus Chris­tus gefun­den haben und durch ihn erret­tet wur­den. Das Chris­ten­tum wird von Men­schen bevöl­kert, die Jesus Chris­tus lie­ben und eige­ne, lie­be­vol­le Erfah­run­gen mit ihm gemacht haben. Das Chris­ten­tum wird von Men­schen gebil­det, die jeden Tag mit Chris­tus in Kon­takt tre­ten, die zu und mit ihm beten, mit ihm spre­chen, mit ihm wei­nen und fei­ern. Das Chris­ten­tum zeich­net sich durch Men­schen aus, die Jesus Chris­tus als ihr Ein und Alles ver­herr­li­chen und prei­sen. Die­se Men­schen gab es von Tag Eins unse­rer Zeit­rech­nung an, und der Groß­teil davon, ein­schließ­lich mir, war und ist nicht Mit­glied einer Kirche.

Danach kom­men die Men­schen, die zwar von sich selbst behaup­ten, Chris­ten zu sein, die ein- zwei­mal in die Kir­che gehen, die Kett­chen mit Kreu­zen tra­gen, aber die es nicht ernst mei­nen. Die­se Namens­chris­ten spricht Aiv­an­hov an und die­se Men­schen sind es, die für Aiv­an­hov “das Chris­ten­tum” dar­stel­len. Aber die­se Behaup­tung ist so falsch, wie der Rest des Buches. Mit einem ech­ten Chris­ten kann es Aiv­an­hov gar nicht auf­neh­men, denn ein wah­rer Christ trägt Chris­tus in sich56Link zum You­Tube-Video “DAS macht wah­res Christ­sein aus”: hier kli­cken und sieht sofort die Lüge, die Aiv­an­hov auf die­ser Welt ver­brei­tet. Nur die Namens­chris­ten kön­nen von Aiv­an­hov und ande­ren Ver­füh­rern ein­ge­fan­gen und von ihrem Schwach­sinn über­zeugt wer­den. Ja, das ist mein Zeugnis.

Mein Anlie­gen ist es, mit mei­nen Rezen­sio­nen und mei­nem Zeug­nis, die­se Men­schen zu errei­chen, die bis über bei­de Ohren im Okkul­tis­mus von Aiv­an­hov ste­cken, die Men­schen, die sagen, dass die Bücher von Aiv­an­hov “so leicht zu lesen sind, weil er so ein­fach und bild­haft spricht”, die Men­schen, die Gefal­len an der Pan­eu­ryth­mie, am okkul­ten Kreis­tanz fin­den, die Men­schen, die täg­lich die Gebe­te Aiv­an­hovs spre­chen und die Men­schen, die ver­su­chen, ihr Leben mit den spi­ri­tu­el­len Prak­ti­ken zu fül­len, die Aiv­an­hov emp­fiehlt. Die­se Men­schen leben kein gott­ge­fäl­li­ges Leben und sind in größ­ter Gefahr, denn sie wer­den zu Magi­ern, Hexen, Zau­be­rern, zu Alche­mis­ten und zu Kab­ba­lis­ten aus­ge­bil­det. Das ist die Fal­le Satans und Aiv­an­hov ist der Fallensteller.

Pas­tor Lat­zel hielt am 11. Janu­ar 2023 eine Bibel­stun­de zur Offen­ba­rung des Johan­nes, und so stel­le ich mir eine Ein­füh­rung in die­ses gro­ße Buch der Bibel vor. Sehen Sie selbst:

Jesus und die Kabbala: Ein historischer Widerspruch

Um die Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen der Hei­li­gen Schrift direkt am Anfang des zwei­ten Kapi­tels zu beleuch­ten, betrach­ten wir Aiv­an­hovs Behaup­tung auf Sei­te 25: Er schreibt, dass Jesus die Kab­ba­la57Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Kab­ba­la”: hier kli­cken kann­te und dass Grund­kennt­nis­se die­ser Leh­re58Link zum You­Tube-Video “Die Kab­ba­la: Schlüs­sel zur Ver­gan­gen­heit”: hier kli­cken not­wen­dig sei­en, um das Alte und Neue Tes­ta­ment über­haupt ver­ste­hen zu kön­nen. Die­se Aus­sa­ge hält jedoch einer bibli­schen und his­to­ri­schen Prü­fung nicht stand. Wer die Bibel kennt und eine leben­di­ge Bezie­hung zu Jesus Chris­tus pflegt, erkennt hier schnell einen mas­si­ven Wider­spruch zum christ­li­chen Glauben.

Die Kab­ba­la als sol­che, wie Aiv­an­hov und ande­re Theo­so­phen sie leh­ren, ent­stand erst 1.000 bis 1.300 Jah­re nach Chris­tus. Als Haupt­werk wird der “Soh­ar“59Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Soh­ar”: hier kli­cken ange­se­hen, das bedeu­tends­te Schrift­werk der Kab­ba­la. Der Soh­ar nimmt – wie jede ande­re Inter­pre­ta­ti­on – bestehen­de Ele­men­te einer Tra­di­ti­on oder einer Reli­gi­on, und baut sie nach den Vor­stel­lun­gen des jewei­li­gen Schrei­bers um. Mit dem Soh­ar bringt man auto­ma­tisch Rab­bi Schi­mon bar Joch­ai60Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Schi­mon ben Joch­ai”: hier kli­cken in Ver­bin­dung, der im 2. Jahr­hun­dert nach Chris­tus leb­te und angeb­lich den Grund­stock des Schrift­werks leg­te, als er sich mit sei­nem Sohn über 13 Jah­re vor den Römern in einer Höh­le ver­ste­cken musste.

Und so mys­tisch und exo­tisch sich die­se Geschich­te mit der Ent­ste­hung des Soh­ar auch anhö­ren mag, an die­ser Stel­le hören die geschicht­lich beleg­ba­ren Fak­ten auch schon wie­der auf, denn die Autoren­schaft des Rab­bi Schi­mon ben Joch­ai ist wis­sen­schaft­lich frag­lich, vor allem aus sprach­li­chen Grün­den. Mehr als ein Jahr­tau­send ver­ging, bis der Soh­ar aus meh­re­ren uralten und über­hol­ten Tra­di­tio­nen zusam­men­ge­stellt, ent­stand. Mei­ner Mei­nung nach muss gera­de die Kab­ba­la und auch der Soh­ar, nach den Maß­stä­ben der Bibel geprüft wer­den. Wenn wir uns an das fünf­te Buch Mose, Kapi­tel 18 erinnern…

Schlach­ter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗

…fällt die Kab­ba­la schon in die­sem Sta­di­um als okkul­te Irr­leh­re durch das Ras­ter. Mit der Kab­ba­la als spi­ri­tu­el­le Wis­sen­schaft wer­den die Aspek­te einer Geheim­wis­sen­schaft oder einer Geheim­leh­re deut­lich, die von den Schü­lern zu erler­nen ist. Dazu zäh­len u.a. Zah­len­wer­te von Buch­sta­ben, Buch­sta­ben­um­stel­lun­gen, Kom­bi­na­ti­on bzw. Per­mu­ta­ti­on von Buch­sta­ben und die Struk­tur- und Zah­len­sym­bo­lik. All die­se Prak­ti­ken sind einem Chris­ten durch das Gebot Got­tes in 5. Mose 18,10−13 jedoch ver­bo­ten, denn sie fal­len in den Begriff “Zei­chen­deu­te­rei, Wahr­sa­ge­rei und Magie”.

Einen wei­te­ren Aspekt einer Irr­leh­re zeigt uns die Kab­ba­la im Bereich der Medi­ta­ti­on. In der kab­ba­lis­ti­schen Medi­ta­ti­on soll eine emo­tio­na­le und men­ta­le Ver­ei­ni­gung mit der Gott­heit erreicht wer­den. Danach kön­ne der Schü­ler die gan­ze Welt als ein sym­bo­li­sches Sys­tem wahr­neh­men und in die Gott­heit ein­be­zo­gen wer­den.61Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Zie­le der Kab­ba­la”: hier kli­cken Die Kab­ba­la spricht hier aus­nahms­los von “Gott­heit”, also ein ent­per­so­ni­fi­zier­ter und ent­stell­ter Gott, der mit einem Vater oder einem Sohn, den wir direkt anspre­chen kön­nen und der uns liebt, nichts mehr zu tun hat. Statt­des­sen sol­len uns die Sym­bo­le vor Augen ste­hen und auf die­sem Weg soll ein Ver­ste­hen der Schöp­fung geschehen.

Die Kab­ba­la, so wie Aiv­an­hov sie lehrt und ver­steht, war zu Zei­ten Jesu noch nicht vor­han­den. Aber es gab Vor­läu­fer der Kab­ba­la, ver­schie­de­ne Strö­mun­gen der Mys­tik und der Gnos­tik. Hier müs­sen wir die Mer­ka­ba-Mys­tik und Schrif­ten wie die Sefer Jezi­rah (mehr zum Sefer Jezi­rah, das Buch der Schöp­fung oder Das Buch der For­mung, in Kapi­tel 3) erwäh­nen. Es ist natür­lich vor­stell­bar, dass Jesus die­se Strö­mun­gen kann­te, aber eine Mer­ka­ba-Mys­tik hat mit der heu­ti­gen Kab­ba­la und dem Heils­plan Got­tes abso­lut nichts zu tun.

Im Gegen­teil wird den Men­schen ein­ge­re­det, sie könn­ten mit einer Wan­de­rung durch die sie­ben himm­li­schen Paläs­te vor Got­tes Thron ihre See­le befrei­en.62Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Mer­ka­ba”: hier kli­cken Gehei­me Pass­wör­ter wer­den erwähnt, die bei jeder Sta­ti­on zu mur­meln sind, und wenn alles klappt, zack, Frei­heit der Seele.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.
Der Lebens­baum / Sephi­r­oth­baum
Anon­Moos, Public domain,
via Wiki­me­dia Commons

Anstatt den ein­fa­chen Weg der Gna­de zu beto­nen, füh­ren die­se Leh­ren den Suchen­den in ein Laby­rinth aus men­schen­ge­mach­ten Ein­wei­hun­gen und Stu­fen­mo­del­len. Okkul­tis­ten und gnos­ti­sche Leh­rer prei­sen die­se als not­wen­di­ge Mit­tel an, um Gott nahe zu kom­men. Das bedeu­tet für die Schü­ler oft ein lebens­lan­ges Stu­di­um von Tex­ten, die weit­ab vom bibli­schen Schöp­fer­gott ent­stan­den sind – ohne Geist und Heils­ge­wiss­heit und mit dem ver­trös­ten­den Hin­weis auf ver­meint­li­che künf­ti­ge Inkarnationen.

Und ganz unten in einer Ecke sitzt der Teu­fel, grinst und feixt, weil es immer noch Men­schen gibt, die auf sei­ne gott­fer­nen Sys­te­me hereinfallen. 

Dabei gab es selbst zur Zeit des Alten Tes­ta­ments kei­nen Grund, ein par­al­le­les Erlö­sungs­sys­tem zur Hei­li­gen Schrift zu erschaf­fen. Die Bibel spricht im Alten Tes­ta­ment über 1.000 Mal63Link zum Arti­kel “Rep­en­tance ‑Baker’s Evan­ge­li­cal Dic­tion­a­ry of Bibli­cal Theo­lo­gy”: hier kli­cken von “Umkehr”, orig. “Sub” oder “schub”, “שוּב”, also der Bekeh­rung zu Gott und somit zur Erlösung.

Der Wunsch nach Selbst­er­hö­hung und das Stre­ben nach einer Art „Selbst­ver­wirk­li­chung“ durch gehei­mes Wis­sen ist letzt­lich ein Weg der Ver­füh­rung, der den Men­schen von der Ein­fach­heit des Evan­ge­li­ums weg­führt. Eine wah­re Erlö­sung und die Frei­heit der See­le wer­den allein durch die Gna­de Jesu Chris­ti erreicht. Die­ses Geschenk ist kos­ten­los und für jeden Men­schen sofort zugäng­lich. Es bedarf kei­ner okkul­ten Eli­ten oder gehei­mer Schlüs­sel – nur eines offe­nen Her­zens und der auf­rich­ti­gen Hin­ga­be an den Ret­ter und Erlö­ser Jesus Christus.

Aivanhovs Angriff auf das Fundament des Glaubens

Auf Sei­te 26 fin­det sich ein direk­ter Angriff auf eine der Kern­wahr­hei­ten des christ­li­chen Glau­bens. Aiv­an­hov ver­sucht hier, den Leser von der Bedeu­tung des ein­fa­chen Glau­bens weg­zu­brin­gen. Er schreibt:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 2, Sei­te 26

Aiv­an­hov beginnt die­sen Absatz mit einer rhe­to­risch geschickt gewähl­ten Behaup­tung über die Kir­chen­ge­schich­te, die für den nor­ma­len Leser kaum nach­prüf­bar ist. Er bean­sprucht für sich jedoch eine exklu­si­ve Ein­sicht, die er aus Quel­len wie der „Aka­sha-Chro­nik“ oder einem ver­meint­li­chen Ein­tau­chen in das Bewusst­sein Jesu Chris­ti64Aiv­an­hov beschreibt die­se psy­chi­sche Ver­ge­wal­ti­gung im Band 207, Kapi­tel 11 und nennt die­se magi­sche Hand­lung “Iden­ti­fi­ka­ti­on”. Sie­he Rezen­si­on Izvor 207: (noch nicht erschie­nen). ablei­ten will.

His­to­risch gese­hen ist sei­ne Dar­stel­lung aller­dings lücken­haft. Die Leh­re vom „Glau­ben allein“ (Sola Fide) war in der west­li­chen Kir­che vor der Refor­ma­ti­on im 16. Jahr­hun­dert kei­nes­wegs die vor­herr­schen­de offi­zi­el­le Leh­re. Über Jahr­hun­der­te hin­weg wur­de der Glau­be an Jesus Chris­tus stets mit der Not­wen­dig­keit eines gott­ge­fäl­li­gen Lebens und der Teil­nah­me an den Sakra­men­ten der Kir­che ver­knüpft. Erst Mar­tin Luther rück­te das Ver­trau­en auf die Gna­de Got­tes wie­der in das Zentrum.

Aber die­se absicht­lich gestif­te­te Ver­wir­rung soll Aiv­an­hov nur als Ein­lei­tung zur eigent­li­chen Schmä­hung Jesu Chris­ti die­nen, näm­lich, dass es anschei­nend nicht aus­reicht, einen star­ken Glau­ben zu haben, trotz den exakt gegen­tei­li­gen Schil­de­run­gen in der Bibel. Fra­gen wir uns doch kurz an die­ser Stel­le, was denn eigent­lich “das Wesent­li­che” im Glau­ben ist. Um was geht es Aiv­an­hov, wenn er den Lesern vor­macht, dass der Glau­be allein nicht aus­rei­chen würde?

Es geht um die Erret­tung. Und das ist das zen­tra­le The­ma mei­ner Web­sei­te. Ich for­de­re die Leser auf, sich zu bekeh­ren, d. h., alle Sün­den und alle Schuld, die man in sei­nem Leben ange­häuft hat, Jesus Chris­tus zu über­ge­ben und alles auf ihn abzu­wäl­zen. Das ist der Weg, die Ewig­keit an der Sei­te von Jesus Chris­tus ver­brin­gen zu kön­nen. Und natür­lich steht der Glau­be für die­sen Schritt an der ers­ten Stel­le. Ich muss an Jesus glau­ben und an die Wahr­haf­tig­keit einer Ret­tung aus mei­ner ganz per­sön­li­chen Mise­re her­aus, unab­hän­gig davon, was der ein­zel­ne Mensch an Sün­den, Ver­ge­hen oder Ver­bre­chen ange­häuft hat.

Ohne Glau­ben gibt es kei­nen Weg aus der Sün­de. Jesus ist das ein­zi­ge Werk­zeug, dass uns dazu zur Ver­fü­gung steht. Kein “geis­ti­ger Meis­ter”, kein Ein­ge­weih­ter, kein Guru, kein Geist­hei­ler, kein Men­tor, kein Influen­cer und kei­ne Kab­ba­la kön­nen uns vor der ewi­gen Ver­damm­nis ret­ten, son­dern ein­zig und allein Jesus Chris­tus. Die­sen Namen müs­sen wir in unse­rer Ver­zweif­lung rufen und ihn bit­ten, uns die Sün­den und die Schuld abzu­neh­men. Ihm müs­sen wir uns zuwen­den und Ihm sagen, dass Er unser Herr ist und in unser Leben kom­men soll. Und das wird Er tun! Das ist Sein Ver­spre­chen! Und am Anfang steht der Glau­be daran.

Die­sen “Glau­ben” kön­nen wir in der Bibel nach­le­sen, und zwar in jedem Buch vom Alten bis ins Neue Tes­ta­ment. Eine klei­ne Aus­wahl an beein­dru­cken­den Glau­bens-Geschich­ten aus dem Alten Tes­ta­ment lis­te ich hier auf:

Ver­füh­rer wie Aiv­an­hov füh­ren ihre “Schü­ler” über den Okkul­tis­mus an den Wahr­hei­ten der Hei­li­gen Schrift vor­bei. Damit zer­stö­ren sie schon im Vor­feld jedes Ver­trau­en in Gott und jeg­li­chen Glau­ben, denn sie pre­di­gen unauf­hör­lich, dass der Schü­ler an “das Wis­sen” kom­men müs­se. In die­sem 2. Kapi­tel ist es das “Wis­sen der Reli­gi­on”, wie Aiv­an­hov es auf Sei­te 26 aus­drückt, das schein­bar die Kab­ba­la und eine nicht näher beschrie­be­ne Geheim­leh­re ent­hält, die Jesus angeb­lich Johan­nes offen­bar­te, den ande­ren Apos­teln aber vor­ent­hal­ten hat. Aber Jesus hat nie eine Geheim­leh­re wei­ter­ge­ge­ben, sonst hät­te er in Johan­nes 18 nicht gesagt:

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 18,20 ↗

Wie nie­der­träch­tig ist die Vor­ge­hens­wei­se Aiv­an­hovs, sol­che Lügen an die Leser und “Schü­ler” wei­ter­zu­ge­ben. Die­se Lügen haben ihren Ursprung in einer gnos­ti­schen Schmäh­schrift aus dem 5. Jahr­hun­dert, dem “Apo­kry­phon des Johan­nes”.65Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Apo­kry­phon des Johan­nes”: hier kli­cken Wer sich mit die­sem Werk aus­ein­an­der­setzt und es unbe­irr­bar durch die Bibel prüft, wird sehr schnell fest­stel­len, dass dort der anti­christ­li­che Geist Satans wohnt und den Men­schen den Glau­ben an die Unfehl­bar­keit Chris­ti neh­men will. Wie die Pro­cho­ros-Akten liegt das “Apo­kry­phon des Johan­nes“66Link zum Buch “Inter­ro­ga­tio Iohan­nis” bei Ama­zon: hier kli­cken im Ori­gi­nal in kop­ti­scher Spra­che vor.

Jesus beton­te, dass der Glau­be den Schlüs­sel dar­stellt, durch den der Men­schen geret­tet wer­den kann und ewi­ges Leben an der Sei­te Got­tes im Para­dies erhält. Das sind bibli­sche Wahr­hei­ten, die allen Ver­su­chen der Ver­füh­rer bis heu­te stand­ge­hal­ten haben. In Johan­nes 11 und Johan­nes 14 sind wun­der­schö­ne Bei­spie­le davon aus sei­nem Mund zu lesen:

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 11,25 ↗

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 14,6 ↗

Wir dür­fen das glau­ben! Jesus ist das Leben, durch ihn wer­den wir geret­tet und erhal­ten ewi­ges Leben! Das ist die Gna­de Got­tes, die sich so fun­da­men­tal von der Skla­ven­trei­be­rei der Ver­füh­rer unter­schei­det. Ewi­ges Leben durch Gna­de vs. Tau­sen­de von Inkar­na­tio­nen, um gott­gleich zu wer­den, nur um schluss­end­lich doch zu schei­tern. Unser Glau­be allein reicht aus, um wie­der Kind Got­tes zu wer­den. Das ist das Ver­spre­chen Jesu Chris­ti. Gott wuss­te von Anfang an, das wir end­los sün­di­gen wer­den und ins Ver­der­ben ren­nen, dar­um sagt Jesus in Johan­nes 20 die­se Worte:

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 20,29 ↗

Wer danach strebt, sich selbst durch okkul­te Tech­ni­ken „sehend“ zu machen, begibt sich auf einen gefähr­li­chen Pfad. Schon in der Gene­sis (1. Mose 3,5) ver­sprach die Schlan­ge der Eva: „…euch wer­den die Augen geöff­net, und ihr wer­det sein wie Gott“. In der Leh­re Aiv­an­hovs begeg­net uns die­ses alte Ver­spre­chen in neu­em Gewand wie­der: Die Suche nach Erleuch­tung und dem „Öff­nen der Augen“ führt letzt­lich weg von der Demut und dem ret­ten­den Glau­ben. Blei­ben Sie daher wach­sam und hal­ten Sie an der Ein­fach­heit des Evan­ge­li­ums fest. Glück­se­lig sind jene, die ihr Ver­trau­en ganz auf Jesus Chris­tus setzen.

Petrus vs. Johannes – Zwietracht unter Gläubigen säen

Auf den Sei­ten 26 bis 28 ver­sucht Aiv­an­hov, die Men­schen über die Tren­nung der zwei Kir­chen, die Kir­che des Petrus, auch die petri­ni­sche Kir­che genannt, und die Kir­che des Johan­nes, auch die johannei­sche Kir­che genannt, zu ent­zwei­en. Ihm zufol­ge ist die petri­ni­sche Kir­che für Mor­de und Ver­bren­nun­gen von Men­schen ver­ant­wort­lich, wäh­rend die johannei­sche Kir­che im Gehei­men ihrer Arbeit nach­ge­gan­gen sei und nie­mals irgend­wen ver­brannt habe. Auch hier kön­nen wir wie­der das Vor­ge­hen Aiv­an­hovs beob­ach­ten, eine biblisch nicht beleg­ba­re Aus­sa­ge als fest­ste­hen­de Tat­sa­che zu benennen.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 2, Sei­te 27

Das Wis­sen um die­se anschei­nend fest­ste­hen­de Tat­sa­chen, hat Aiv­an­hov aus meh­re­ren früh­christ­li­chen apo­kry­phen und gnos­ti­schen Wer­ken. Wei­ter oben habe ich das “Apo­kry­phon des Johan­nes” genannt, und hier kommt eine wei­te­re Schmäh­schrift hin­zu, der “Pis­tis Sophia“67Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pis­tis Sophia”: hier kli­cken. Dar­in sind angeb­li­che Lehr­ge­sprä­che Chris­ti mit sei­nen Jün­gern nach sei­ner Auf­er­ste­hung fest­ge­hal­ten, Eifer­suchts­dra­men, vor allem von Petrus gegen Johan­nes und Maria, und eine Anlei­tung zur Erlö­sung durch die Über­win­dung von 32 fleisch­li­chen Begier­den. Und hier müs­sen die Alarm­glo­cken anfan­gen zu läu­ten. Eine Anlei­tung zur Erlösung…

Der “Pis­tis Sophia” wird als “kop­tisch-gnos­ti­scher Text” beschrie­ben und allein die­se Beschrei­bung reicht aus, um uns von die­ser Schrift abzu­wen­den und sie nie­mals in unser Christ-sein ein­zu­be­zie­hen. Wie schon aus­führ­lich in der Beschrei­bung der Pro­cho­ros-Akten dar­ge­stellt, han­delt auch der “Pis­tis Sophia” von The­men, die genau das Gegen­teil zur Heils­bot­schaft der Bibel dar­stel­len. Gehei­me Leh­ren, ver­bor­ge­ne Gesprä­che und Ein­wei­hung einer klei­nen Anzahl Men­schen, Eifer­sucht und okkul­te Prak­ti­ken zur Erlan­gung der Erlö­sung, der Selbst­ver­wirk­li­chung. All das ist die Hand­schrift Satans.

Die Unter­schie­de in der Erfahr­bar­keit von den von Aiv­an­hov erwähn­ten Schrif­ten, den Johan­nes-Akten, den Pro­cho­ros-Akten, dem Apo­kry­phon des Johan­nes und der Pis­tis Sophia zur Bibel sind enorm. Der anti­christ­li­che Geist setzt Limits von Men­schen, die über­haupt in Fra­ge kom­men, die­se “Leh­ren” stu­die­ren zu dür­fen, for­dert lebens­lan­ges Stu­di­um, um immer höhe­re Ein­wei­hungs­gra­de erfah­ren zu dür­fen, wäh­rend bei Jesus Chris­tus, unse­rem Gott, jeder Mensch, so wie er ist, zur end­gül­ti­gen und voll­stän­di­gen Erret­tung jeder­zeit will­kom­men ist.

Was für ein Unterschied!

Ich hof­fe, ich konn­te wenigs­tens in Grund­zü­gen klar­ma­chen, wohin uns die Ver­füh­rer wie Aiv­an­hov hin­füh­ren wol­len: In die maxi­ma­le Ent­fer­nung zu unse­rem Gott, der allein imstan­de ist, uns zu ret­ten und zu erlö­sen. Und das funk­tio­niert nur durch den Glau­ben dar­an, dass Jesus das wirk­lich so gesagt hat, und den Wil­len, die­ses Geschenk auch anzu­neh­men. Bit­te bekeh­ren Sie sich noch heu­te zu Jesus und keh­ren Sie dem Satan und dem Selbst­be­trug den Rücken. Erfah­ren Sie hier mehr.

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 11,25 ↗

Die Offenbarung des Johannes – Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?

Der nächs­te Abschnitt im Buch auf den Sei­ten 27 und 28 zeugt davon, wie weit Aiv­an­hov in den anti­christ­li­chen Lügen Satans ver­strickt ist. Viel­leicht mag der eine oder ande­re Leser bei die­ser Aus­sa­ge schlu­cken oder sich sogar empö­ren, aber wenn wir Aiv­an­hovs Behaup­tun­gen der Bibel kri­tisch gegen­über­stel­len, wird schnell klar, dass das zutrifft. Er sagt, begin­nend auf Sei­te 27: 

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 2, Sei­te 27 und 28

Ich bin so glück­lich dar­über, dass wir die­se Kern­aus­sa­ge eines ein­ge­fleisch­ten Okkul­tis­ten Schwarz auf Weiß in sei­nem Buch nach­le­sen kön­nen. Aiv­an­hov zählt in die­ser Behaup­tung, in die­sem einen Satz all die Din­ge auf, die einem Chris­ten laut der Bibel strikt ver­bo­ten sind.

Schlach­ter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗

Wie kann jemand, der von sich behaup­tet, im Bewusst­sein Jesu Chris­ti lesen zu kön­nen, gegen die­se schwer­ge­wich­ti­gen Gebo­te ver­sto­ßen? Aiv­an­hov ver­führt mit sei­ner Behaup­tung zur Sün­de gegen Gott, zur Über­tre­tung eines sehr wich­ti­gen Gebots und einer star­ken Leit­li­nie der Chris­ten. Er prä­zi­siert sei­ne Ver­füh­rung sogar indem er sagt, dass das Tarot kei­ne Spiel­kar­ten sei­en, son­dern eine Zusam­men­fas­sung der gesam­ten Ein­wei­hungs­leh­re dar­stel­len. Ich freue mich wirk­lich, dass Aiv­an­hov uns so klar vor Augen hält, wer und was er wirk­lich ist, und was sei­ne Mis­si­on auf Erden ist.

Er ist ein Ver­füh­rer,68Link zum Gemi­ni-Chat „Bibli­sche Bedeu­tung des Wor­tes “Ver­füh­rer”“: hier kli­cken Kind des “Vaters der Lügen”, der zur Auf­ga­be hat, die Men­schen von der Wahr­heit und Ein­fach­heit Got­tes weg­zu­füh­ren.69Link zum You­Tube-Video “Okkul­tis­mus – Spiel mit dem Feu­er?”: hier kli­cken70Link zum You­Tube-Video “OKKULTISMUS, ESOTERIK, MAGIE, ALTERNATIVMEDIZIN auf dem Prüf­stand”: hier kli­ckenAiv­an­hov will mit sei­ner “geis­ti­gen Leh­re” vor allem das Ver­trau­en in Gott erschüt­tern und den “Schü­lern” vor­gau­keln, sie könn­ten durch eige­ne Anstren­gung so sein, wie Gott.

Bit­te hal­ten Sie sich die­se Aus­sa­ge vor Augen: “…son­dern eine Zusam­men­fas­sung der gesam­ten Ein­wei­hungs­leh­re dar­stel­len…”. Was für ein unle­ser­li­ches Cha­os muss die Ein­wei­hungs­leh­re sein, wenn das Tarot eine Zusam­men­fas­sung davon dar­stellt? Die­ses Cha­os ist so groß und für einen nor­ma­len Men­schen nicht zu begrei­fen, dass es immer einen soge­nann­ten “geis­ti­gen Meis­ter” (oder jemand, der sich dafür hält) braucht, um es zu erklä­ren. Der Miss­brauch ist vor­pro­gram­miert, wie wir anhand von Aiv­an­hovs Irr­leh­re per­fekt sehen kön­nen. Dut­zen­de “klei­ne Meis­ter” tum­meln sich zudem momen­tan im Schat­ten Aiv­an­hovs im Inter­net, einer erwach­ter als der ande­re. Mei­nen sie.

Die nächs­te Aus­sa­ge Aiv­an­hovs über­trifft aber alle oben genann­ten Behaup­tun­gen bei wei­tem. Er sagt auf Sei­te 28:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 2, Sei­te 28

Nicht nur, dass Aiv­an­hov ernst­haft der Mei­nung ist, dass es Pas­to­ren und Pries­ter gäbe, die sich davor scheu­en, die­ses groß­ar­ti­ge Buch in ihren Pre­dig­ten zu bespre­chen, er bezeich­net die got­tes­läs­ter­li­chen okkul­ten Beschäf­ti­gun­gen oben sogar als Wissenschaften.

  • Die Kab­ba­la ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Die Astro­lo­gie ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Die Alche­mie ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Die Magie ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Das Tarot ist kei­ne Wis­sen­schaft, es ist laut 5.Mose 18 Irrlehre
  • Die Ein­wei­hungs­leh­re ist kei­ne Wis­sen­schaft, sie ist laut 5.Mose 18 Irrlehre.

Mit nur weni­gen Klicks und kei­nem gro­ßen Such­auf­wand wur­de ich über drei Duzend Mal allein in You­Tube fün­dig, was Pre­dig­ten zur Offen­ba­rung des Johan­nes anbe­langt. Ich kann also behaup­ten, dass die Pas­to­ren und Pries­ter sich nicht scheu­en, die Apo­ka­lyp­se zu inter­pre­tie­ren und sie in ihre Pre­dig­ten ein­schlie­ßen. Schau­en Sie sich bit­te die­se You­Tube Play­lis­te dazu an: “Offen­ba­rung des Johan­nes”: Hier kli­cken.

Bit­te geben Sie Jesus Chris­tus die Chan­ce, in Ihr Leben zu kom­men, indem Sie ihn dar­um bit­ten. Wenn Sie ver­ste­hen, dass Aiv­an­hov und die ande­ren Ver­füh­rer, die sich “Meis­ter”, “Guru”, “Men­tor” und “Coach” nen­nen, Sie nur in den Hoch­mut und den Göt­zen­dienst trei­ben, der Ihnen die Türen zum Him­mel und zur Ewig­keit ver­schließt, wer­den Sie sofort umkeh­ren und nie wie­der zurück­ge­hen. Bit­te sehen Sie sich die­ses Video dazu an. Hier kli­cken.

Die Widersprüchlichkeit Aivanhovs auf den Punkt gebracht

Wie schon in Kapi­tel 1 möch­te ich zum Abschluss der Rezen­si­on des zwei­ten Kapi­tels die Wider­sprü­che auf­zei­gen, in die sich Aiv­an­hov in allen sei­nen Büchern unrett­bar ver­strickt. Gleich zu Beginn des Kapi­tels lässt sich Aiv­an­hov sehr nega­tiv über “den Kle­rus” aus, der es sei­ner Mei­nung nach nicht fer­tig gebracht hat, den Reich­tum, die Tie­fe, die Phi­lo­so­phie und den Sym­bo­lis­mus des Chris­ten­tums an die Men­schen zu ver­mit­teln und sich schä­men soll­te. Er gibt dem Kle­rus die Schuld, dass sich die Chris­ten abwen­den, um immer mehr und mehr in den Reli­gio­nen des Ostens nach “spi­ri­tu­el­ler Nah­rung” zu suchen.

Schein­bar habe man den Gläu­bi­gen Wis­sen vor­ent­hal­ten, mit dem es mög­lich gewe­sen wäre, ihren Intel­lekt, ihre See­le und ihren Geist ernäh­ren zu kön­nen. Das sei der Grund, so Aiv­an­hov, dass die Gläu­bi­gen ihren Glau­ben ver­lo­ren haben, weil sie den Ein­druck gewin­nen muss­ten, an “unge­reim­tes Zeug” zu glau­ben. Die­se Aus­sa­gen fin­den sich im Buch auf den Sei­ten 25 und 26 und gehen naht­los in die oben beschrie­be­nen Irre­füh­run­gen über. Sie sind jedoch dop­pelt widersprüchlich.

Zum einen beschreibt Aiv­an­hov im Buch “Die Mes­se und die Sakra­men­te – Der höhe­re Sinn christ­li­cher Riten“71Link zur Lese­pro­be des Buchs “Die Mes­se und die Sakra­men­te – Der höhe­re Sinn christ­li­cher Riten” von Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov bei Pros­ve­ta Ver­lag: hier kli­cken minu­ti­ös die christ­li­chen, nein, die katho­li­schen Sakramente:

  • Die Tau­fe
  • Die Eucha­ris­tie
  • Die Buße
  • Die letz­te Ölung
  • Die Ordi­na­ti­on
  • Die Ehe und
  • Die Macht der Sakra­ment in uns

Die Behand­lung der Sakra­men­te fin­det auf sage und schrei­be 40 Buch­sei­ten statt. Aiv­an­hov behan­delt also genau das von ihm als “weni­ges arm­se­li­ges Zeug” beschrie­be­ne Mate­ri­al, mit dem die Gläu­bi­gen in der Kir­che kon­fron­tiert wer­den. Wenn es doch aber sowie­so kei­nen Wert dar­stellt, war­um ein gan­zes Buch dar­über schreiben?

Auf der ande­ren Sei­te ergießt sich Aiv­an­hov in Schimpf­ti­ra­den über den Kle­rus und das weni­ge arm­se­li­ge Zeug, das in der christ­li­chen Leh­re übrig­ge­blie­ben sein soll. Das ist ein Wider­spruch in der “geis­ti­gen Leh­re” und lei­der nur so zu erklä­ren, dass hier ver­sucht wird, selbst die Sakra­men­te mit einem okkul­ten Über­zug zu bele­gen, der haupt­säch­lich Ver­wir­rung und Ent­fer­nung von Gott und Jesus Chris­tus zur Fol­ge haben soll.

Zum ande­ren stellt Aiv­an­hov die Chris­ten als fehl­in­for­mier­te Men­schen dar, die vom “Kle­rus” nur unnüt­zes Zeug erfah­ren haben. Wie wir wei­ter oben schon auf­ge­zählt haben, fehlt dem Chris­ten­tum laut Aiv­an­hov der Reich­tum, die Tie­fe, die Phi­lo­so­phie und der Sym­bo­lis­mus. All das soll absicht­lich nicht gelehrt wor­den sein und des­halb wan­dern vie­le Men­schen in öst­li­che Reli­gio­nen ab.

Gleich­zei­tig drängt Aiv­an­hov die Leser sei­ner Bücher in den got­tes­läs­ter­li­chen Okkul­tis­mus und vor allem in die Kab­ba­la, die schon aus der Fer­ne betrach­tet in sich selbst ein höchst undurch­sich­ti­ges Netz­werk aus spi­ri­tu­el­len Eli­ten, Geheim­leh­ren und Mys­te­ri­en dar­stellt. Sehr deut­lich sagt Aiv­an­hov auf Sei­te 26, dass die eso­te­ri­sche Leh­re einer geis­ti­gen Eli­te vor­be­hal­ten bleibt, die fähig ist, sie zu ver­ste­hen. Die eso­te­ri­sche Leh­re wird durch die johannei­sche Kir­che reprä­sen­tiert, die Aiv­an­hov wie­der­rum durch die Ver­mi­schung mit der Kab­ba­la ins Unkennt­li­che ent­stellt. Was für ein Wider­spruch und was für eine unaus­sprech­li­che Bla­ma­ge für Aiv­an­hov, durch sei­ne “geis­ti­ge Leh­re” nicht eine ein­zi­ge See­le Jesus Chris­tus hin­zu­ge­fügt zu haben.

Im “Eso­te­rik-Hand­buch – Hil­fen zur Prü­fung der Geis­ter” von Lothar Gas­s­mann wird die Kab­ba­la mit die­sen Wor­ten beschrieben:

Eso­te­rik-Hand­buch – Hil­fen zur Prü­fung der Geis­ter ↗ – Sei­te 172

Wie glück­lich kön­nen sich Men­schen schät­zen, die Jesus Chris­tus auf­ge­nom­men haben und in der Hei­li­gen Schrift sein leben­di­ges Wort sehen! Wie weit weg von der Lüge, der Mani­pu­la­ti­on und dem Hoch­mut dür­fen die­se Men­schen ihren Weg mit Jesus Chris­tus gehen! Bit­te befrei­en Sie sich von der zwang­haf­ten Lüge des Okkul­tis­mus von Aiv­an­hov und den ande­ren Ver­füh­rern und been­den Sie Ihren Selbst­be­trug. Die Ewig­keit an der Sei­te Ihres Schöp­fers war­tet auf Sie! Mehr erfah­ren: hier kli­cken.

Kapitel 3: Melchisedek und die Lehre von den beiden Prinzipien

Kapi­tel 3, Teil 1

Was wir sicher über Melchisedek wissen

In Kapi­tel 3 “Mel­chise­dek und die Leh­re von den bei­den Prin­zi­pi­en” fin­det eine mas­si­ve Falsch­dar­stel­lung der bibli­schen Fak­ten und eine okkul­te Auf­blä­hung der Per­son des Pries­ters Mel­chise­dek statt. Um die Ver­zer­rung Mel­chise­deks durch Aiv­an­hov ein­schät­zen zu kön­nen, müs­sen wir uns zuerst einen kom­pak­ten Über­blick über die tat­säch­lich ver­füg­ba­ren Fak­ten in der Bibel ver­schaf­fen. Los geht’s!72Ich benut­ze für sol­che Arten von Recher­che die App “Stu­di­en­bi­bel NGÜ und Schlach­ter” der Gen­fer Bibel­ge­sell­schaft: im Play Store

Mel­chise­dek wird an ledig­lich drei Stel­len in der Bibel nament­lich erwähnt:

  • Im 1. Buch Mose (Gene­sis)
  • Im Psalm 110
  • Im Brief an die Hebräer.

Die genau­en Stel­len sind: 1. Mose 14,18731. Mose 14,18 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, Psalm 110,474Psalm 110,4 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken und neun Ver­se in Hebrä­er, näm­lich 5,675Hebrä­er 5,6 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 5,1076Hebrä­er 5,10 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 6,2077Hebrä­er 6,20 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,178Hebrä­er 7,1 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,1079Hebrä­er 7,10 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,1180Hebrä­er 7,11 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,1581Hebrä­er 7,15 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken, 7,1782Hebrä­er 7,17 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken und 7,2183Hebrä­er 7,21 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken.

Laut der Hei­li­gen Schrift war Melchisedek:

  • König von Salem (1. Mose 14,18, Hebrä­er 7,1)
  • Pries­ter Got­tes (1. Mose 14,18, Hebrä­er 7,1)
  • Pries­ter in Ewig­keit nach der Wei­se Mel­chise­deks (Psalm 110,4, Hebrä­er 5,6, Hebrä­er 7,17, Hebrä­er 7,21)
  • Hohe­pries­ter nach der Wei­se Mel­chise­deks (Hebrä­er 5,10, Hebrä­er 6,20)
  • Ohne Vater, Mut­ter und Geschlechts­re­gis­ter (Hebrä­er 7,3)
  • hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens (Hebrä­er 7,3)
  • Pries­ter nach der Wei­se Mel­chise­deks (Hebrä­er 7,11)
  • Pries­ter von glei­cher Art wie Mel­chise­dek (Hebrä­er 7,15)

Also war Mel­chise­dek der König von Salem, ein Pries­ter und ein Hohe­pries­ter. Viel mehr ist über die­se Per­son anhand der Bibel nicht zu sagen.

Aivanhovs fiktives Portrait von Melchisedek

Ver­gleicht man die­se nüch­ter­nen bibli­schen Fak­ten mit den Behaup­tun­gen Aiv­an­hovs in die­sem Kapi­tel sei­nes Buches, so zeigt sich ein völ­lig ande­res Bild. Aiv­an­hov dich­tet Mel­chise­dek Eigen­schaf­ten an, die in kei­nem bibli­schen Kon­text stehen:

  • Flam­men­be­wah­rer im Ein­wei­hungs­zen­trum seit urdenk­li­chen Zei­ten (Sei­te 33)
  • Mel­chise­dek besitzt alles Wis­sen und alle Macht (Sei­te 33)
  • Stell­ver­tre­ter Got­tes (Sei­te 33)
  • unsterb­lich84Link zum Gemi­ni-Chat “Mel­chise­dek: Unsterb­lich oder lite­ra­ri­scher Typus?”: hier kli­cken(Sei­te 33)
  • Höchs­ter der Ein­ge­weih­ten (Sei­te 34)
  • brach­te Abra­ham die gesam­te Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft (Sei­te 35)
  • erscheint vor allen ande­ren Ein­ge­weih­ten, die zum Gip­fel gelangt sind (Sei­te 35)
  • Mel­chise­dek weih­te Abra­ham in ande­re Mys­te­ri­en ein (Sei­te 36)
  • Ver­tre­ter Got­tes auf der Erde (Sei­te 37)
  • besitzt All­macht über die Mate­rie (Sei­te 37)
  • kann nach Belie­ben einen Kör­per for­men oder auf­lö­sen (Sei­te 37)
  • die Mate­rie gehorcht ihm (Sei­te 37)

Und wei­ter:

  • kennt das Geheim­nis der Umwand­lung der Mate­rie (Sei­te 37)
  • Als Pries­ter des Aller­höchs­ten bringt er Gott die reins­te Quint­essenz der Mate­rie dar (Sei­te 37)
  • spielt als Stell­ver­tre­ter Got­tes die wich­tigs­te Rol­le auf Erden (Sei­te 38)
  • gibt alle Anord­nun­gen, die das Schick­sal der Men­schen betref­fen (Sei­te 38)
  • unter­rich­te­te alle gro­ßen Ein­ge­weih­ten wie Her­mes Tris­me­gis­tos, Orpheus, Pytha­go­ras, Pla­ton, Bud­dha, Zara­thus­tra und Jesus (Sei­te 38)
  • sand­te die hei­li­gen drei Köni­ge aus, um sich vor Jesus zu ver­nei­gen, denn Jesus war die Inkar­na­ti­on des Chris­tus­prin­zips (Sei­te 38)
  • all die Größ­ten haben Mel­chise­deks Leh­re emp­fan­gen, selbst Jesus (Sei­te 38)
  • Obers­ter des „Orden des Mel­chise­deks“ (Sei­te 40)
  • hat die Auf­ga­be, im Gehei­men zu blei­ben (Sei­te 40)
  • wur­de nicht gebo­ren wie ein Mensch (Sei­te 40)

Aiv­an­hov baut sei­ne Irr­leh­re auf sämt­li­che Bibel­ver­se auf, die Mel­chise­dek erwäh­nen. Die größ­te Ent­stel­lung geschieht in Hebrä­er 7,3, dort heißt es im Wortlaut: 

Hebrä­er 7,3 ↗

Was in die­sen Ver­sen des Hebrä­er­brie­fes lite­ra­risch zu ver­ste­hen ist, nimmt Aiv­an­hov wört­lich, um eine Gestalt künst­lich auf­zu­blä­hen und zu mys­ti­fi­zie­ren, die ledig­lich einen Weg­wei­ser auf Jesus Chris­tus dar­stellt. Er meint auf Sei­te 33:

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 33

Nie war Mel­chise­dek der Stell­ver­tre­ter Got­tes. Mit kei­nem ein­zi­gen Wort wird die­ses Ver­hält­nis in der Bibel beschrie­ben. Der ein­zi­ge Grund, war­um Aiv­an­hov die­sen fal­schen Sach­ver­halt so deut­lich her­aus­stellt, ist die Tat­sa­che, dass er dadurch Jesus Chris­tus ernied­ri­gen kann und Zwei­fel in die Her­zen der Leser sät, die sich nicht mehr sicher sind, war­um dann Jesus als der ein­zi­ge Weg zum Vater beschrie­ben wird, wenn doch eigent­lich Mel­chise­dek in Wahr­heit der Gro­ße sein soll. Das ist ein Angriff auf die Auto­ri­tät des Vaters, des Sohns und des Hei­li­gen Geis­tes. Die­se Art von Gott­lo­sig­keit wird sehr tref­fend in Judas 8 beschrieben:

Judas 8 ↗

Mit der Läs­te­rung geht es auf Sei­te 40 wei­ter, wo Aiv­an­hov behaup­tet, dass Mel­chise­dek nicht durch Geburt auf die­ser Welt erschien, weil er eine ande­re, “eine gehei­me Auf­ga­be” hat.

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 40

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 40

Wie­der sieht man hier den Ver­such Aiv­an­hovs, durch eine gro­be Ent­stel­lung eines Bibel­ver­ses, einen völ­lig ande­ren Zusam­men­hang zu kre­ieren, als die Bibel tat­säch­lich beschreibt. Für Aiv­an­hov reicht es aus, die Stel­le “Ohne Vater, ohne Mut­ter…” als Grund­la­ge für sei­ne eso­te­ri­sche Fehl­deu­tung zu ver­wen­den. In den mehr als 15 Jah­ren mei­ner Beschäf­ti­gung im Pros­ve­ta Ver­lag, also der Ver­lag, der die “Wer­ke” Aiv­an­hovs her­aus­gibt, habe ich nicht einen Men­schen aus der “Uni­ver­sel­len Wei­ßen Bru­der­schaft” ken­nen­ge­lernt, der die­se haar­sträu­ben­den Aus­sa­gen Aiv­an­hovs ange­zwei­felt oder auch nur kri­tisch hin­ter­fragt hat. Kei­nen ein­zi­gen. Und das ist trau­rig, denn es beweist, wie tief und gründ­lich Aiv­an­hovs Gehirn­wä­sche funktioniert.

Aiv­an­hov gau­kelt sei­nen Lesern vor, Mel­chise­dek sei die höchs­te mys­ti­sche Figur der Ein­wei­hungs­leh­re, unsterb­lich und ohne Geburt aus dem Nichts her­aus von Gott erschaf­fen. Aber das stimmt nicht. “Ohne Vater, ohne Mut­ter, ohne Geschlechts­re­gis­ter” bedeu­tet in Wahr­heit, dass sei­ne Eltern und sein Stamm­baum für sein Amt als Pries­ter zur dama­li­gen Zeit kei­ne Rol­le spiel­ten, da er von Gott direkt ein­ge­setzt wur­de. Mel­chise­dek dient in der Bibel als Vor­bild und lite­ra­ri­scher Hin­weis auf die Ewig­keit Jesu Chris­ti. Wäre er die gran­dio­se mys­ti­sche Figur, die Aiv­an­hov aus ihm macht, wäre er in der Bibel aus­führ­lich erwähnt. Denn die Hei­li­ge Schrift ist für alle Men­schen geschrie­ben und nicht nur für eine klei­ne Eli­te selbst­er­nann­ter “Ein­ge­weih­ter”.

Die­se mehr als 20 Punk­te, die Aiv­an­hov ent­ge­gen der bibli­schen Leh­re Mel­chise­dek unter­schiebt, klin­gen wie aus einem Mär­chen und sind tat­säch­lich rei­ne Fik­ti­on, rei­ne mensch­li­che Erfin­dung. Schon die­se Auf­lis­tung macht deut­lich, dass es eine der Haupt­auf­ga­ben Aiv­an­hovs ist, die Men­schen von Jesus Chris­tus weg­zu­füh­ren. Wenn wir die­ser Dar­stel­lung glau­ben wür­den, bräuch­ten wir kei­nen Jesus mehr, wenn doch Mel­chise­dek die wich­tigs­te Rol­le auf der Erde spielt. War­um noch an Jesus fest­hal­ten, wenn Er angeb­lich doch nur ein Schü­ler Mel­chise­deks war? Vor die­ser Irr­leh­re muss aus­drück­lich gewarnt werden!

Es ist erschre­ckend zu sehen, wie tief und gründ­lich Aiv­an­hovs Gehirn­wä­sche funk­tio­niert. Er ent­zieht Jesus Chris­tus sei­ne Ein­zig­ar­tig­keit und ersetzt sie durch ein okkul­tes Sys­tem. Wer Mel­chise­dek über Jesus stellt, ver­lässt den Boden des Evan­ge­li­ums. Es ist eine sub­ti­le Form der Ver­füh­rung, die das Ziel hat, die ret­ten­de Bezie­hung zum Sohn Got­tes zu kappen.

Täuschung durch Unterschlagung

Eine Spe­zia­li­tät Aiv­an­hovs ist es, Bibel­ver­se aus dem Zusam­men­hang zu rei­ßen und ent­schei­den­de Stel­len ein­fach weg­zu­las­sen. In Kapi­tel 3 ver­sucht er erneut, den Leser zu täu­schen, indem er den Bibel­text abrupt bei Offen­ba­rung 1,17 abbricht, direkt vor der Stel­le, die unmiss­ver­ständ­lich klärt, wer hier zu Johan­nes spricht.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Auf Sei­te 32 zitiert er:
»Fürch­te dich nicht! Ich bin der Ers­te und der Letz­te und der Leben­di­ge…«

An die­ser Stel­le hört das Zitat im Buch auf. War­um? Weil Aiv­an­hov Raum für sei­ne eige­ne Theo­rie schaf­fen will. Er behaup­tet frech:

„Seit zwei­tau­send Jah­ren ver­su­chen die Bibel­for­scher und Theo­lo­gen her­aus­zu­fin­den, wer die­se mys­te­riö­se Per­son ist […] Alle mög­li­chen Ant­wor­ten wur­den dar­auf gege­ben.“

Die­se Aus­sa­ge ist eine glat­te Lüge, denn die Ant­wort steht direkt im nächs­ten Vers.

Wer war tot und lebt nun in Ewig­keit? Wer hat die Schlüs­sel des Todes? Es ist ein­zig und allein Jesus Chris­tus! Mel­chise­dek war nie­mals tot und ist nicht für unse­re Sün­den auf­er­stan­den. Aiv­an­hovs Behaup­tung auf Sei­te 33: „Die­se Per­son, die sich Johan­nes zeig­te, ist Mel­chise­dek“, ist somit biblisch völ­lig unhalt­bar und eine bewuss­te Irreführung.

Zudem lässt Aiv­an­hov, ver­mut­lich eben­falls absicht­lich, die grund­sätz­li­che Offen­ba­rungs­struk­tur des letz­ten Buchs der Bibel weg. Die­se wird in Vers 1 deut­lich beschrie­ben: “Offen­ba­rung Jesu Chris­ti, die Gott ihm gege­ben hat, um sei­nen Knech­ten zu zei­gen, was rasch gesche­hen soll; und er hat sie bekannt gemacht und durch sei­nen Engel sei­nem Knecht Johan­nes gesandt…”. Grund­sätz­lich wird die Offen­ba­rung also durch einen Engel, der nicht nament­lich erwähnt wird, an Johan­nes übermittelt.

Für die Gesamt­über­mitt­lung gilt also:
Gott (Vater) –> Jesus (Sohn) –> Engel –> Johan­nes –> Gemeinden.

Für die kon­kre­te Visio­nen gilt, dass selbst­ver­ständ­lich der ver­herr­lich­te Jesus zu Johan­nes spricht. Die oben­ge­nann­te Lüge Aiv­an­hovs, dass seit zwei­tau­send Jah­ren ver­geb­lich ver­sucht wird, her­aus­zu­fin­den, wer die­se angeb­lich mys­te­riö­se Gestalt ist, wird von Aiv­an­hov benutzt, um sich selbst als den ein­zi­gen „geis­ti­gen Meis­ter“, Hell­se­her und Ein­ge­weih­ten zu insze­nie­ren. Er sug­ge­riert sei­nen Schü­lern, dass er nach angeb­lich 2000 Jah­ren der Unwis­sen­heit end­lich das Rät­sel lösen kann. Er nutzt die Unkennt­nis der Leser aus, um sei­ne eige­ne okkul­te Auto­ri­tät über die Hei­li­ge Schrift zu stellen.

Dabei gibt es gar kein Rät­sel, weder auf der Sei­te der Kir­che, noch auf der Sei­te der Gläubigen.

Dem Leser der Bibel­stel­le Off 1,18 wird spä­tes­tens bei: „und ich war tot, und sie­he, ich lebe von Ewig­keit zu Ewig­keit, Amen!“ klar, dass es sich um Jesus Chris­tus han­delt, denn er wur­de gekreu­zigt, starb am Kreuz und ist leib­lich wie­der­auf­er­stan­den. In kei­nem Vers, der Mel­chise­dek behan­delt, steht zu lesen, dass Mel­chise­dek tot war und auf­er­stan­den ist, und auch nicht, dass er die Schlüs­sel des Toten­rei­ches besitzt. Die­se Per­son ist Jesus Christus.

In der Offen­ba­rung sind wei­te­re Ver­se zu fin­den, die ein­deu­tig auf Jesus Chris­tus als Bot­schaf­ter in der Visi­on des Johan­nes hinweisen.

Mit all die­sen Ver­sen ist ganz klar zu erken­nen, dass Jesus Chris­tus selbst mit Johan­nes zu den Gemein­den spricht. Natür­lich wuss­te Johan­nes, wer die­se Gestalt war, vor der er “nie­der­fiel wie tot”, denn als die Stim­me in Offen­ba­rung 1,8 sag­te: “Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der ist und der war und der kommt, der All­mäch­ti­ge.” war für Johan­nes klar, dass es Jesus ist.85Offen­ba­rung 1,8 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken

Lie­be Leser, las­sen Sie bit­te größ­te Vor­sicht wal­ten! Der Aus­tausch der Per­so­nen Mel­chise­dek gegen Jesus stellt einen anti­christ­li­chen Ver­such dar, Jesus Chris­tus zu ent­thro­nen und gegen einen Pries­ter aus­zu­tau­schen. Aiv­an­hovs Wir­ken zielt dar­auf ab, Jesus Chris­tus zu ernied­ri­gen, zu ver­mensch­li­chen und in ein okkul­tes Sys­tem ein­zu­glie­dern. Aber Sie müs­sen sich immer vor Augen hal­ten, dass Jesus der Sohn Got­tes ist, der Erlö­ser, nicht Mel­chise­dek. Jesus ist der ein­zi­ge Weg, nicht Mel­chise­dek.86Link zum Gemi­ni-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theo­lo­gi­sche Deu­tung“: hier kli­cken Jesus Chris­tus ist nicht durch einen Pries­ter ersetzbar.

Die Umdeutung von Brot und Wein: Kosmische Prinzipien statt göttlicher Gnade

Ein beson­ders per­fi­der Teil von Aiv­an­hovs Stra­te­gie zeigt sich in sei­ner Aus­le­gung der Gaben Mel­chise­deks. In der Bibel lesen wir in 1.Mose 14,18 ganz schlicht: „Aber Mel­chise­dek, der König von Salem, brach­te Brot und Wein her­bei.“ Für einen Chris­ten ist dies ein wun­der­ba­rer Hin­weis auf das spä­te­re Abend­mahl, das Jesus Chris­tus mit sei­nen Jün­gern ein­setz­te. Aiv­an­hov inter­es­siert sich jedoch nicht für die bibli­sche Ver­hei­ßung oder die Gemein­schaft mit Gott. Er miss­braucht die­se Sym­bo­le, um sei­ne „Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft“ zu legi­ti­mie­ren. Auf Sei­te 35 behaup­tet er:

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 35

Hier ver­las­sen wir end­gül­tig den Boden der Hei­li­gen Schrift. Die Ein­tei­lung der Welt in ein „männ­li­ches“ und ein „weib­li­ches“ Prin­zip, die angeb­lich das gesam­te Uni­ver­sum steu­ern, stammt nicht aus Got­tes Wort, son­dern aus der anti­ken Her­me­tik87Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Her­me­tik”: hier kli­cken und dem Gnos­ti­zis­mus. Aiv­an­hov macht aus einem Akt der Seg­nung eine tech­ni­sche For­mel. Brot und Wein sind für ihn kei­ne Gaben Got­tes mehr, die uns auf das Opfer Jesu am Kreuz hin­wei­sen, son­dern ledig­lich „Bat­te­rien“ für kos­mi­sche Kräf­te. Das ist kein Chris­ten­tum, das ist Magie im reli­giö­sen Gewand!

Indem Aiv­an­hov das Brot zum „männ­li­chen“ und den Wein zum „weib­li­chen“ Prin­zip erklärt, raubt er die­sen Sym­bo­len ihre ret­ten­de Kraft. In der Bibel sagt Jesus: „Ich bin das Brot des Lebens“ (Johan­nes 6,35) und über den Kelch: „Denn das ist mein Blut, das des neu­en Bun­des, das für vie­le ver­gos­sen wird zur Ver­ge­bung der Sün­den“ (Mat­thä­us 26,28). Bei Aiv­an­hov hin­ge­gen wird der Fokus vom Ret­ter weg auf eine abs­trak­te „Wis­sen­schaft“ gelenkt. Der Mensch soll nicht mehr an Jesus glau­ben, son­dern die „Geset­ze der Prin­zi­pi­en“ ver­ste­hen und anwen­den. Er ersetzt die ret­ten­de Gna­de durch ein kom­pli­zier­tes Sys­tem der Selbsterlösung.

Las­sen Sie sich nicht durch die­se Irr­leh­re täu­schen: Wer Brot und Wein zu blo­ßen Sym­bo­len für „kos­mi­sche Prin­zi­pi­en“ degra­diert, der ver­kün­det ein ande­res Evan­ge­li­um. Es ist der Ver­such, das Hei­li­ge zu pro­fa­nie­ren und in ein okkul­tes Welt­bild zu pres­sen, in dem der Mensch durch „Wis­sen“ (Gno­sis) statt durch Umkehr und Glau­ben geret­tet wer­den will. Blei­ben Sie unbe­dingt bei der Ein­fach­heit, die in Jesus Chris­tus ist!

Ich will Ihnen die Ernst­haf­tig­keit mei­ner Anschul­di­gun­gen von Aiv­an­hovs Ver­dre­hun­gen und Ent­stel­lun­gen mit einem Vers aus der Offen­ba­rung 21,8 verdeutlichen:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 21,8 ↗

Ich bit­te Sie ein­dring­lich: Wen­den Sie sich von der okkul­ten Lek­tü­re Aiv­an­hovs ab und gehen Sie die ers­ten ernst­haf­ten Schrit­te auf Jesus Chris­tus zu, selbst wenn Sie der Mei­nung sind, Jesus schon in Ihr Leben auf­ge­nom­men zu haben. Das Lesen der Bücher Aiv­an­hovs beweist, das dem nicht so ist. So wie Gott dem Pha­rao in Ägyp­ten das Herz ver­sto­cken konn­te,88Lesen Sie in 2. Mose 14,8 selbst nach: hier kli­cken so kann Ihr Geist durch abge­fal­le­ne Engel ver­ne­belt wer­den. Legen Sie es dar­auf an: Prü­fen Sie selbst die Aus­sa­gen Aiv­an­hovs anhand der Bibel und bit­ten Sie Jesus Chris­tus um die Wahrheit!

Irreführung durch Unterstellung: Ein “Orden” für Jesus?

Eine wei­te­re gra­vie­ren­de Ver­dre­hung im ers­ten Teil von Kapi­tel 3 betrifft die Behaup­tung Aiv­an­hovs, Mel­chise­dek gehö­re einem gehei­men “Orden” an oder sei gar des­sen Ober­haupt. Er geht sogar so weit zu unter­stel­len, dass auch Jesus die­sem “Orden des Mel­chise­dek” ange­hört habe. Sei­ne Infor­ma­tio­nen stam­men einer­seits von sei­nem “Meis­ter” Peter Deu­n­ov und zu einem gro­ßen Teil aus einer Syn­the­se von Legen­den und Phan­ta­sie­vor­stel­lun­gen von Hele­na Blava­ts­ky (Theo­so­phie), Rudolf Stei­ner (Anthro­po­so­phie) und Saint-Yves d’Al­veyd­re (mys­ti­scher Okkul­tis­mus).89Link zum Gemi­ni-Chat „Mel­chise­deks Orden: Bibli­sche Legen­de“: hier kli­cken

Auf Sei­te 38 schreibt er:

Zitat „Die Himm­li­sche Stadt“, Kapi­tel 3, Sei­te 38

Hier nutzt Aiv­an­hov eine geziel­te Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on. In der Bibel wird Jesus als ein Pries­ter “nach der Ord­nung Mel­chise­deks” bezeich­net (Hebrä­er 5,6; 7,17). Das grie­chi­sche Wort taxis, das hier ver­wen­det wird, bedeu­tet „Rang“, „Art“ oder „Wei­se“. Es beschreibt die Art des Pries­ter­tums, eines, das nicht auf mensch­li­cher Abstam­mung (wie bei den Levi­ten90Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Levi­ten”: hier kli­cken) beruht, son­dern auf gött­li­cher Einsetzung.

Aiv­an­hov deu­tet “Ord­nung” jedoch fälsch­lich als “Orden” um. Das ist kein ein­fa­cher Über­set­zungs­feh­ler aus dem Fran­zö­si­schen, son­dern das Fun­da­ment sei­ner gesam­ten Irr­leh­re. Er ver­sucht, um Jesus Chris­tus her­um eine pri­mi­ti­ve Geheim­ge­sell­schaft zu kon­stru­ie­ren – eine Art “Loge” oder “Geheim­leh­re”. Durch die stän­di­ge Wie­der­ho­lung die­ses fal­schen Begriffs sug­ge­riert er dem Leser eine okkul­te Hier­ar­chie, die es in der Bibel schlicht­weg nicht gibt.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 39

Aber wir kön­nen an die­ser Stel­le sagen, dass, egal wie mys­tisch, bunt und aus­ge­schmückt Aiv­an­hovs Phan­ta­sie­vor­stel­lun­gen wei­ter­ge­hen, sie kei­nen Bestand haben. Null, denn in der Bibel steht etwas ganz ande­res und nur dar­auf kommt es an. Nur das leben­di­ge Wort zählt, und wenn jemand anfängt, die Bibel umzu­deu­ten und zu ver­fäl­schen, wie Aiv­an­hov das in die­sem Buch macht, müs­sen wir aus­stei­gen und die­se gan­ze “geis­ti­ge Leh­re” kom­plett ableh­nen. Sie ist ein Werk des Teu­fels.91Link zum You­Tube-Video “Wie durch­schaue ich FALSCHE PROPHETEN im INTERNET und anders­wo?”: hier kli­cken

Der 20. Vers in Hebrä­er 6 liest sich in den ver­schie­de­nen Bibel­über­set­zun­gen so:

Schlach­ter 2000 – Hebrä­er 6,20

Ein­heits­über­set­zung 2016 – Hebrä­er 6,20

Elber­fel­der Bibel – Hebrä­er 6,20

Luther­bi­bel 2017 – Hebrä­er 6,20

Auf Sei­te 40 bezieht sich Aiv­an­hov auf zwei Ver­se aus dem Hebrä­er­brief, die sei­ner Mei­nung nach bewei­sen sol­len, dass Jesus von Mel­chise­dek unter­rich­tet wur­de und im “Orden des Mel­chise­dek” unter­halb von Mel­chise­dek ste­hen wür­de. Dies­mal muss der arme Pau­lus her­hal­ten und die okkul­ten Lügen Aiv­an­hovs über sich erge­hen las­sen. Das Ziel die­ser Unter­stel­lung ist per­fi­de: Jesus soll als ein “Schü­ler” oder “Adept” dar­ge­stellt wer­den, der erst durch eine fast unbe­kann­te Gestalt wie Mel­chise­dek unter­wie­sen und beför­dert wer­den musste.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 40

Die Hei­li­ge Schrift wider­spricht dem jedoch ent­schie­den. Im Hebrä­er­brief (5,5−6) lesen wir unmiss­ver­ständ­lich, wer Jesus ein­ge­setzt hat:

Schlach­ter 2000 – Hebrä­er 5,5 ↗

Gott Vater selbst hat sei­nen Sohn ein­ge­setzt. Jesus Chris­tus hat­te es nicht nötig, von Mel­chise­dek unter­rich­tet oder in einen Orden auf­ge­nom­men zu wer­den. Er ist Gott von Ewig­keit her.

Ich wür­de sehr gern sagen, dass Aiv­an­hov die The­ma­tik der genann­ten Bibel­stel­len nicht ver­stan­den hat, aber lei­der ist das Gegen­teil der Fall. Aiv­an­hov will mit die­ser bewuss­ten Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on der Bibel­stel­len die Leser­schaft von der Kern­wahr­heit über Jesus Chris­tus weg­füh­ren und den Sohn Got­tes erbärm­lich und schwäch­lich erschei­nen las­sen, der es nötig hat, von einer fast unbe­kann­ten Gestalt unter­rich­tet zu wer­den. Damit erreicht Aiv­an­hov auf jeden Fall eines, näm­lich, dass die Leser in Unsi­cher­heit ver­fal­len und Jesus und die abso­lu­te Glaub­wür­dig­keit der Bibel in Fra­ge stellen.

Die Behaup­tung, Jesus und Mel­chise­dek gehör­ten einem fik­ti­ven “Orden” an, ist ein eso­te­ri­scher Ver­such, Jesus zu ent­mach­ten und ihn in ein men­schen­ge­mach­tes, hier­ar­chi­sches Sys­tem zu pres­sen. Die­se bibel­fer­ne Dar­stel­lung dient nur einem Zweck: Die abso­lu­te Glaub­wür­dig­keit der Bibel zu unter­gra­ben und die Leser in geis­ti­ge Unsi­cher­heit zu stür­zen. Als Chris­ten müs­sen wir die­se Fal­le klar erken­nen. Die Quel­le sol­cher Unter­stel­lun­gen ist der “Vater der Lüge”,92Lesen Sie in Johan­nes 8,44 selbst nach: hier kli­cken der ver­sucht, das ret­ten­de Werk Jesu Chris­ti durch okkul­te Phan­ta­sie­ge­bil­de zu erset­zen. Wir hal­ten fest: Jesus Chris­tus ist kein Mit­glied eines Ordens – Er ist der Herr der Herren!

Wegführen von der Buße und das Verschweigen der Bekehrung

Eine der gefähr­lichs­ten Ent­stel­lun­gen in Aiv­an­hovs Leh­re ist das sys­te­ma­ti­sche Weg­füh­ren von der Buße und das Ver­schwei­gen der Not­wen­dig­keit einer Bekeh­rung. Für jeden Chris­ten ist die Buße ein Grund­be­dürf­nis, da sie die leben­di­ge Bezie­hung zu Jesus Chris­tus erneu­ert. Aiv­an­hov hin­ge­gen ersetzt die­se bibli­sche Rei­ni­gung und Erret­tung93Link zum You­Tube-Video “Was bedeu­tet das, Jesus auf­neh­men?”: hier kli­cken durch pri­mi­ti­ve, fleisch­lich-okkul­te Rituale.

Bei der Buße spricht der Christ mit Jesus über began­ge­ne Feh­ler und Sün­den und legt die­se offen vor unse­ren Erlö­ser. Die­ses reue­vol­le Ver­hal­ten hat in den meis­ten Fäl­len eine Umkehr und eine Neu­ori­en­tie­rung für den Men­schen zur Fol­ge. Wir alle wis­sen, wie hart­nä­ckig bestimm­te Din­ge in uns fest­sit­zen und oft­mals eine eige­ne Rou­ti­ne gebil­det haben. Oft wie­der­ho­len wir Fehl­ver­hal­ten, weil es sich abspielt, wie von einer Schall­plat­te. Aber mit der Buße kön­nen wir in Zusam­men­ar­beit mit Gott eine Umkehr erwir­ken, wir wer­den frei von den schäd­li­chen Handlungen. 

Buße zu tun, erfor­dert Mut und vor allem die Fähig­keit, die eige­nen Feh­ler zu sehen und vor Gott zuzu­ge­ben. Die angeb­li­chen Schü­ler, die sich um Aiv­an­hov scha­ren, sind dazu nicht mehr in der Lage, sie haben die­se Fähig­keit ver­lo­ren. Ihnen wur­de sug­ge­riert, dass sie alle gött­li­chen Eigen­schaf­ten und Fähig­kei­ten bereits in sich haben und sie durch Übun­gen nur noch zu akti­vie­ren brau­chen. Die­se Men­schen glau­ben, dass sie nur ver­ges­sen haben, wer und was sie in Wirk­lich­keit sind, näm­lich Göt­ter, die irgend­wann auf der “Neu­en Erde” leben wer­den und ins “Gol­de­ne Zeit­al­ter” beru­fen sind. 

Wer sich jedoch ein­bil­det, bereits voll­kom­men oder gar gott­gleich zu sein, ver­liert die Not­wen­dig­keit zur Umkehr aus den Augen. Die Fol­ge ist ein Leben unter einer unvor­stell­ba­ren Last aus unbe­rei­nig­ter Schuld und Sün­de – getarnt durch eine Mas­ke spi­ri­tu­el­ler Überlegenheit.

Die Anma­ßung Gott gegen­über, zu behaup­ten, man sei selbst wie Gott und kön­ne durch bewuss­te Arbeit an sich selbst, durch Trans­for­ma­ti­on, durch inten­si­ve Rei­ni­gung und Har­mo­ni­sie­rung sei­nes gan­zen Orga­nis­mus in die­ses Gott­be­wusst­sein erwa­chen, basiert unter ande­rem auf einer ein­deu­ti­gen Fehl­deu­tung der Bibel­stel­le “Ihr seid Göt­ter” im Psalm 82. Die­se Irr­leh­re wird von Aiv­an­hov z. B. in den “Gedan­ken für den Tag” am 9. Juni 2003, am 4. Okto­ber 2007, am 29. Janu­ar 2011, am 3. März 2018, am 18. April 2025 und am 13. Janu­ar 2026 verbreitet.

Kei­ner die­ser Men­schen tut Buße, so wie Gott das von uns Men­schen for­dert. War­um auch, denn Aiv­an­hov behan­delt die Buße nur in einem Buch aus einer Aus­wahl von mehr als 100 Büchern, die von ihm erschie­nen sind, und dort auch nur auf drei arm­se­li­gen Dop­pel­sei­ten. Schlim­mer noch, die Buße wird zwar ange­spro­chen, es gibt aber kei­ner­lei Anlei­tung zur Buße und der Text ist durch­seucht mit okkul­ten Lügen, die alles wie­der der­ma­ßen ent­stel­len, dass es für einen Chris­ten unmög­lich ist, sich län­ger mit die­sen Tex­ten auseinanderzusetzen.

Jere­mia 23 im Alten Tes­ta­ment hat ab Vers 9 die Über­schrift “Got­tes Gericht über die Lügen­pro­phe­ten“94Lesen Sie das gan­ze Kapi­tel auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken. Die­ses Kapi­tel kann man als Anlei­tung lesen, wie man fal­sche Pro­phe­ten und Lügen­geis­ter erken­nen kann. In Vers 22 lesen wir:

Schlach­ter 2000 – Jere­mia 23,22 ↗

“Hät­ten sie in mei­nem Rat gestan­den…“
Hät­te Aiv­an­hov die geis­ti­ge Tie­fe und die Nähe zu Jesus, die er vor­gibt zu haben, wür­de er durch den Hei­li­gen Geist gelei­tet wer­den und es wäre ihm unmög­lich, einen sol­chen Schwach­sinn von sich zu geben, wie in all sei­nen Büchern zu lesen ist. Aiv­an­hov dreht vie­le Anlei­tun­gen aus der Bibel ein­fach um und deu­tet die meis­ten Situa­tio­nen absicht­lich falsch, wie wir bis­her gese­hen haben. Aiv­an­hov steht ganz sicher nicht im Rat Got­tes, d. h. er wird nicht vom gött­li­chen Geist geleitet.

“…so wür­den sie mei­nem Volk mei­ne Wor­te ver­kün­di­gen…“
Aiv­an­hov ver­kün­digt nicht die Wor­te Got­tes, er zwei­felt sie ganz direkt und ohne Scham an. Nur eine klei­ne Aus­wahl davon habe ich in die­ser Rezen­si­on bespro­chen. Er bestrei­tet die abso­lu­te Gött­lich­keit Jesu Chris­ti, leug­net sei­nen Tod und sei­ne leib­li­che Auf­er­ste­hung und setzt ihn in sei­ner Lügen­hier­ar­chie unter­halb von Mel­chise­dek an. Als Sohn Got­tes ist Jesus der ein­ge­bo­re­ne Gott auf die­ser Welt, der kei­nen Stell­ver­tre­ter braucht. Als Sohn Got­tes hat Jesus allei­ne die Macht und Herr­schaft auf die­ser Welt, nicht der Pries­ter Mel­chise­dek. Aiv­an­hov ver­kün­digt nicht die Wor­te Gottes.

“…und sie abbrin­gen von ihrem bösen Weg und von ihren schlim­men Taten.“
Das ist der Auf­ruf zur Buße und zur Umkehr, hin zu unse­rem Gott und Vater, der uns alles ver­gibt und uns wie­der in sein Haus auf­nimmt, wenn wir fähig zur Buße sind. Nichts davon ist bei Aiv­an­hov zu lesen, es gibt kei­ne Anlei­tung, kei­ne Aus­ein­an­der­set­zung, kei­nen Auf­ruf zur Buße, nichts. Das ist ein Ver­bre­chen, denn all sei­ne hoch­mü­ti­gen und stol­zen “Schü­ler” wer­den mit lee­ren Hän­den bei Gericht erschei­nen und mit unvor­stell­ba­ren Las­ten der Schuld und der Sün­de bela­den sein. Kei­ne schö­ne Vorstellung.

Die Buße ist die ganz bewuss­te Hin­wen­dung zu Gott, um sei­ne Schuld, sei­ne Last los­zu­wer­den. Das ist auch eine Metho­de, um sich stän­dig mit Gott zu füh­len, der das indi­vi­du­el­le Leben aus­füllt und dadurch erst sinn­voll macht. Dazu gehört neben Mut auch ein gewis­ses Maß an Demut. Die Demut gestat­tet es, unse­re Feh­ler ein­zu­se­hen und sie dann reue­voll Gott zu über­ge­ben. Bei Aiv­an­hov ist man über die­ses Ärger­nis aber schon dar­über hin­aus, man ist Herr und Meis­ter über sich selbst und muss nur vor sei­ne eige­nen Zel­len tre­ten, um die­se zu spei­sen. In Kapi­tel 3 auf Sei­te 42 sagt er:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 42

Das ist die spi­ri­tu­el­le Arro­ganz der Selbst­ver­got­tung, vor der ich aus­drück­lich war­nen will. Als “Schü­ler” Aiv­an­hovs muss man sich nicht mehr vor Gott, vor Jesus zei­gen und sich klein und demü­tig machen, nein, man zeigt sich als König und Pries­ter vor sei­nen eige­nen Zel­len und gibt ihnen ihr Lebens­eli­xier. Die “Schü­ler” der Ein­wei­hungs­leh­re sind bereits in der Lage, Leben eigen­stän­dig zu erhal­ten und mit den not­wen­di­gen Mate­ria­li­en zu ver­sor­gen, wohin­ge­gen ein ein­fa­cher Christ sich müh­sam an einen Gott klam­mern und um die lebens­wich­ti­ge Nah­rung fle­hen muss. War­nung vor der Irr­leh­re Aivanhovs!

Aiv­an­hovs Metho­de führt weg vom Kreuz und hin zur Selbst­ver­eh­rung. Wer sich selbst zum Pries­ter sei­ner eige­nen Zel­len erhebt, ver­leug­net die Ein­zig­ar­tig­keit des Opfers Jesu Chris­ti. Die­se Form der Ein­wei­hungs­leh­re ist nichts ande­res als der alte Ver­such der Schlan­ge, den Men­schen ein­zu­re­den: „Ihr wer­det sein wie Gott.“ Blei­ben Sie wach­sam und suchen Sie die Ver­ge­bung dort, wo sie wirk­lich zu fin­den ist: allein bei Jesus Christus.

Phantastereien über Jesu “verlorene Jahre” und mehr

In den letz­ten Absät­zen des ers­ten Teils von Kapi­tel 3, die Sei­ten 42–45, begeg­net uns das, was in der Psy­cho­lo­gie oft als “Wort­sa­lat“95Link zum You­Tube-Video “Nar­ziss­mus & Wort­sa­lat – Nar­ziss­mus & indi­rek­te Kom­mu­ni­ka­ti­on “Wort­sa­lat””: hier kli­cken bezeich­net wird. Kurz gesagt, han­delt es sich um eine rhe­to­ri­sche Tak­tik, bei der der Leser mit einer Flut an Infor­ma­tio­nen und bri­san­ten The­men über­schüt­tet wird, um Ver­wir­rung zu stif­ten und kri­ti­sche Rück­fra­gen durch Ermü­dung zu verhindern.

Die Tak­tik hin­ter die­sem „Wort­sa­lat“ ist die bewuss­te Ver­ne­be­lung. Wäh­rend die Bibel uns zu einer kla­ren Ent­schei­dung für Jesus Chris­tus auf­ruft, führt Aiv­an­hov sei­ne Leser in ein Laby­rinth aus Legen­den, okkul­ten Theo­rien und angeb­li­chen Geheim­nis­sen. Als Chris­ten soll­ten wir uns nicht von solch „alt­wei­ber­haf­ten Fabeln“,96Lesen Sie in 1.Timotheus 4,7 selbst nach: hier kli­cken wie die Bibel sie nennt, ver­wir­ren las­sen. Unser Glau­be grün­det sich nicht auf ver­bor­ge­ne Indi­en­rei­sen oder fik­ti­ve König­rei­che, son­dern auf das voll­brach­te Werk Jesu Chris­ti am Kreuz von Gol­ga­tha. Er ist das Licht der Welt – und in Ihm gibt es kei­ne Fins­ter­nis und kei­ne unnö­ti­gen Geheimnisse.

Die­ser bri­san­te Text­ab­schnitt läuft im Buch über vier Sei­ten in 86 Zei­len mit 494 Wör­tern. Hier schafft Aiv­an­hov es, acht bri­san­te The­men anzu­schnei­den, die jedes für sich betrach­tet, hoch­gra­di­ge okkul­te Irr­leh­ren und Irre­füh­run­gen dar­stel­len, die sich in die­sem kur­zen Text­ab­schnitt über­lap­pen. Die­se Tak­tik kann bei Aiv­an­hov oft beob­ach­tet wer­den: Er sug­ge­riert dem Leser, dass es noch unend­lich viel tie­fe­res Wis­sen gäbe, für das die Zeit aber „noch nicht reif“ sei. Damit hält er sei­ne Schü­ler in einer künst­li­chen Unrei­fe gefan­gen – sie füh­len sich zwar pri­vi­le­giert, zu den „Ein­ge­weih­ten“ zu gehö­ren, blei­ben aber in stän­di­ger Abhän­gig­keit von ihrem „Meis­ter“.

Die­ses krank­haf­te Vor­gau­keln einer Per­sön­lich­keit, die Aiv­an­hov nie war, gip­fel­te kurz vor sei­nem Tod, als er behaup­te­te, einer der vie­len Göt­ter Indi­ens gewe­sen zu sein, der eine der Hei­li­gen Schrif­ten ver­fasst hat­te.97Die­se Tat­sa­che möch­te ich auch als Argu­ment gel­ten las­sen, dass Aiv­an­hov nie für Gott und Jesus spricht, son­dern den Hei­den­kult lehrt. Sie­he 1. Gebot: Du sollst kei­ne ande­ren Göt­ter neben mir haben.

Aiv­an­hov ver­wi­ckelt den Leser auf den Sei­ten 42–45 in die­se Themen:

  • Die “ver­lo­re­nen Jah­re” Jesu Chris­ti, von sei­nem 12. bis zu sei­nem 30. Lebensjahr
  • Das König­reich des Melchisedek
  • Das “Land der Leben­di­gen” aus Psalm 116,9
  • Das Land Agar­tha in der Innererde
  • Das König­reich des Pries­ters Johan­nes98Inter­es­san­te Diplom­ar­beit “Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil?”: hier kli­cken
  • Die okkul­te Ein­wei­hung der Schü­ler in die letz­ten Grade
  • Die Her­ab­wür­di­gung Chris­tis durch blü­hen­de okkul­te Phan­ta­sie und absicht­li­che Fehl­in­ter­pre­ta­ti­on von Bibel­stel­len aus der Offenbarung
  • Die Ver­mi­schung von Reli­gio­nen über die Per­son “Mar­kan­deya”, einer fik­ti­ven und angeb­lich unsterb­li­chen Per­son aus dem Hin­du­is­mus, die auch Mel­chise­dek sein soll.

Ich möch­te ein paar die­ser Punk­te kurz beleuch­ten und aus bibel­treu­er Sicht Erklä­run­gen dazu geben.

Die “verlorenen Jahre”, die “stillen Jahre” Jesu Christi, von seinem 12. bis ca. 30. Lebensjahr

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 42

Ein Kern­stück die­ser Phan­tas­te­rei­en ist die Behaup­tung, Jesus habe in sei­nen jun­gen Jah­ren Indi­en bereist oder sei in einem uner­reich­ba­ren König­reich unter­ge­taucht, um dort von Meis­tern unter­wie­sen zu wer­den. Aiv­an­hov nutzt hier das popu­lä­re, aber völ­lig unbi­bli­sche Nar­ra­tiv der „ver­lo­re­nen Jah­re“ Jesu.

Es ist sehr leicht her­aus­zu­fin­den, dass die Evan­ge­li­en mit Lukas im 2. Kapi­tel mit Vers 41–52 die letz­te Beschrei­bung des jun­gen Jesus ablie­fern. Die­ser letz­te Abschnitt im 2. Kapi­tel trägt die Über­schrift “Der zwölf­jäh­ri­ge Jesus im Tem­pel” und erzählt von der Bege­ben­heit, dass sei­ne Fami­lie das jähr­li­che Pas­sah­fest in Jeru­sa­lem gefei­ert hat. Bei der Heim­rei­se nach Naza­reth wur­de bemerkt, dass Jesus fehl­te. Die Fami­lie such­te ihn und fand ihn erst drei Tage spä­ter im Jeru­sa­le­mer Tem­pel, bei den Leh­rern sit­zend, wie er ihnen zuhör­te und sie befrag­te. Anschlie­ßend fuh­ren alle gemein­sam nach Hause.

Die Bibel erzählt dann im 3. Kapi­tel von der Ver­kün­di­gung des Johan­nes und im nächs­ten Abschnitt von der Tau­fe Jesu Chris­ti und dem Emp­fang des Hei­li­gen Geis­tes. Hier tut sich aber eine Lücke der Geschichts­schrei­bung von unge­fähr 18 Jah­ren auf. Okkul­tis­ten fül­len die­se Lücke mit ihren eige­nen Ver­sio­nen und bege­ben sich damit auf sehr dün­nes Eis. All­ge­mein bekannt ist die Theo­rie, dass Jesus in Indi­en gewe­sen sein soll. Aiv­an­hov berich­tet von die­ser Legen­de aus­führ­lich in Band 240 “Söh­ne und Töch­ter Got­tes”, nur schweigt er sich im vor­lie­gen­den Band dar­über aus und erzählt uns, dass Jesus angeb­lich im “König­reich des Mel­chise­dek” gewe­sen sein soll.

Die Bibel gibt uns nur sehr weni­ge Infor­ma­tio­nen, die einen Hin­weis dar­stel­len kön­nen, wo sich Jesus wäh­rend die­sen Jah­ren auf­ge­hal­ten hat. Was wir von vorn­her­ein aus­schlie­ßen kön­nen, ist ein Auf­ent­halt in Indi­en oder einem ande­ren Land, denn das hät­te Auf­se­hen erregt und wäre in den Evan­ge­li­en berück­sich­tigt wor­den. Allein die Bibel­stel­le Lukas 2,52 ver­rät uns, was er wäh­rend die­sen “stil­len Jah­ren” getan hat:

Schlach­ter 2000 – Lukas 2,52 ↗

Im Mar­kus­evan­ge­li­um Kapi­tel 6 kön­nen wir her­aus­le­sen, wo Jesus wäh­rend der “stil­len Jah­re” gewe­sen ist:

Schlach­ter 2000 – Mar­kus 6,3 ↗

Hät­te Jesus eine solch lan­ge Zeit wie 18 Jah­re in der Ort­schaft gefehlt, wür­de die Fra­ge in Mar­kus 6,3 sicher ganz ande­res for­mu­liert sein. “Ist die­ser nicht der Zim­mer­mann, der lan­ge Zeit auf Wan­der­schaft war, der Sohn der Maria,…” oder “Ist die­ser nicht der Her­um­trei­ber, der sich von der Arbeit gedrückt hat und lan­ge Zeit im Aus­land war, der Sohn der Maria,…”. Aber sie fra­gen nur, ob es der Zim­mer­mann sei, der Sohn der Maria. Und damit muss alle Spe­ku­la­ti­on auf­hö­ren und wir dür­fen nur das her­aus­le­sen, was uns die Bibel in die Hand gibt. Jesus blieb an Ort und Stel­le, wuchs ganz nor­mal auf, lern­te den Beruf sei­nes Vaters, Zim­mer­mann, und fand Weis­heit und die Gna­de Gottes.

Die Bibel warnt sehr deut­lich vor Hin­zu­fü­gun­gen zum Text, und ich will das an die­ser Stel­le auch tun. Es ist uns ver­bo­ten, eige­ne Dich­tun­gen und Ver­sio­nen in Umlauf zu brin­gen, die nichts mit der Wahr­heit zu tun haben und nicht beleg­bar sind. Das Argu­ment, dass die­se War­nung nur für das Buch der Offen­ba­rung Gül­tig­keit hat, kann ich nicht gel­ten las­sen, denn sonst wäre die Hei­li­ge Schrift eines der unglaub­wür­digs­ten Bücher auf die­ser Welt. Im erwei­ter­ten Kon­text darf man natür­lich kei­nem der Bibel­tex­te etwas hin­zu­fü­gen oder wegnehmen.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 22,18−19 ↗

Las­sen Sie sich nicht täu­schen: Es gibt kei­ne ein­zi­ge seriö­se his­to­ri­sche oder bibli­sche Quel­le, die eine sol­che Rei­se belegt. Die Bibel schweigt über die­se Jah­re nicht aus Unwis­sen­heit, son­dern weil Jesus in Naza­reth ein ein­fa­ches, gehor­sa­mes Leben führ­te, bis sein öffent­li­cher Dienst begann. Die Vor­stel­lung, der Sohn Got­tes hät­te es nötig gehabt, Weis­heit bei fern­öst­li­chen Meis­tern zu suchen, ist eine Belei­di­gung sei­ner gött­li­chen Natur. Dass Aiv­an­hov vor­gibt, Jesus über alles zu lie­ben aber sei­ner Anhän­ger­schaft sol­che Geschich­ten auf­tischt, beant­wor­tet eine Men­ge pein­li­cher Fragen.

Das Königreich des Melchisedek

Unter die­ser Über­schrift fin­den wir eine Ver­mi­schung aus meh­re­ren okkul­ten Legen­den an gera­de­zu mys­ti­schen Schau­plät­zen. Aiv­an­hov sagt auf Sei­te 42, dass Jesus wäh­rend der 18 stil­len Jah­re stu­die­rend und arbei­tend im “König­reich des Mel­chise­dek” gewe­sen sei. Dort habe er auch “die Ein­wei­hung” emp­fan­gen. Schein­bar ken­nen alle Reli­gio­nen die­ses “König­reich des Mel­chise­dek” und legen es an einen für die Men­schen uner­reich­ba­ren Ort. Die­ser uner­reich­ba­re Ort wird “Die Erde der Unsterb­li­chen” oder “Die Erde der Leben­di­gen” genannt.

Wei­ter­hin behaup­tet Aiv­an­hov auf Sei­te 43, dass “Die Erde der Leben­di­gen” das Land “Agar­tha” in der inne­ren Erde sei, und es auch unter dem Namen “Das König­reich des Pries­ters Johan­nes” bekannt sei. Die­ses besag­te “König­reich des Pries­ters Johan­nes” sei das “König­reich des Mel­chise­dek”. Nur ein paar weni­ge Ein­ge­weih­te, die mit ihm in Ver­bin­dung ste­hen, wür­den es kennen.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 43

Wir müs­sen die Aus­sa­gen Aiv­an­hovs auf wah­re und beleg­ba­re Ele­men­te prü­fen, und das gelingt uns natür­lich nur mit der Bibel. Wie wir wei­ter oben schon gese­hen haben, war Mel­chise­dek der König von Salem. Er wird im Alten Tes­ta­ment in 1. Mose 14,18 und im Neu­en Tes­ta­ment in Hebrä­er 7,1 als König von Salem beschrie­ben. Salem ist hier die älte­re Form von Jerusalem.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Das gan­ze König­reich von Mel­chise­dek war ver­mut­lich sehr klein. Archäo­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen haben erge­ben, dass die Stadt Salem unge­fähr vier bis fünf Hekt­ar Flä­che maß und zwi­schen 500 und 1000 Men­schen inner­halb der Stadt­mau­ern Platz gab.99Link zum Arti­kel “Chap­ter 16 – Salem, Jebus, Jeru­sa­lem (2000−1000 BC)”: hier kli­cken100Link zum Gemi­ni-Chat „Aus­ma­ße von Mel­chise­deks König­reich Salem“: hier kli­cken

Das ist alles, was uns an beleg­ba­ren Fak­ten aus der Bibel und den His­to­ri­kern für das König­reich des Mel­chise­dek zur Ver­fü­gung steht.

Laut Aiv­an­hov wird das König­reich des Mel­chise­dek an einen uner­reich­ba­ren Ort ver­legt, in “Die Erde der Unsterb­li­chen” oder “Die Erde der Leben­di­gen”. Hier bezieht sich Aiv­an­hov auf Psalm 116. “Die Erde der Leben­di­gen” wird von ihm “Agar­tha” genannt, oder auch “Das König­reich des Pries­ters Johan­nes”. “Agar­tha” ist laut einer detail­lier­ten Beschrei­bung Aiv­an­hovs aus sei­nem Buch “Der Was­ser­mann und das gol­de­ne Zeit­al­ter” ein rie­si­ges unter­ir­di­sches Reich, das von hoch­ent­wi­ckel­ten Men­schen bewohnt ist, die sich in der Regie­rungs­form der “Syn­ar­chie” bewe­gen. Das ist wich­tig zu wis­sen, denn mit dem Begriff “Syn­ar­chie” kön­nen wir wei­te­re Krei­se des hoch­spe­ku­la­ti­ven und gefähr­li­chen Okkul­tis­mus schließen.

Wenn wir hier eine kur­ze Zusam­men­fas­sung erstel­len, kön­nen wir sagen, dass sich Jesus laut Aiv­an­hov wäh­rend der 18 Jah­re, in der die Bibel nichts über ihn berich­tet, in der inne­ren Erde, in einem unent­deck­ten und uner­reich­ba­ren Land namens “Agar­tha” auf­ge­hal­ten hat. Schein­bar ist die­ses Land in der Bibel das “Land der Leben­di­gen” aus Psalm 116. Gleich­zei­tig soll die­ses Land auch “Das König­reich des Pries­ters Johan­nes” sein.

Scha­de nur, dass Aiv­an­hovs Rech­nung nicht auf­geht, denn selbst in den ver­wor­re­nen und erdich­te­ten eso­te­ri­schen “Über­lie­fe­run­gen” sind die auf­ge­führ­ten Län­der eigen­stän­di­ge Berei­che und über­lap­pen sich nicht.

  • Das König­reich Mel­chise­deks bestand in der soge­nann­ten “Mitt­le­ren Bron­ze­zeit” und kann auf ca. 2000–1800 v. Chr. datiert wer­den. Es gibt kei­ner­lei bibli­sche Bele­ge oder auch nur Hin­wei­se, dass Mel­chise­deks König­reich über die­se Zeit hin­aus Bestand hat­te oder in eine “fein­stoff­li­che” oder “äthe­ri­sche Ebe­ne” ver­legt wor­den wäre und immer noch im Unsicht­ba­ren existiert.
  • Das Land Agar­tha ist kein Land im inne­ren der Erde, son­dern die Aus­ge­burt einer blü­hen­den Phan­ta­sie von französischen/polnischen Okkul­tis­ten, die auf sich auf­merk­sam machen woll­ten, um ihren Namen in die Lis­te der gro­ßen Mys­ti­ker und Ent­de­cker ein­rei­hen zu kön­nen. Zu nen­nen sind Lou­is Jacol­li­ot, Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre und Fer­di­nand Ossen­dow­ski. Nie­mand, kein ein­zi­ger Mensch, hat Agar­tha jemals betre­ten oder wird es jemals betre­ten kön­nen, weil es rei­ne Phan­ta­sie ist.
  • Das König­reich des Pries­ters Johan­nes ist das Ergeb­nis einer Ver­wechs­lung und auf­ein­an­der auf­bau­en­den Lügen­ge­schich­ten. Ursprung soll der Patri­arch Johan­nes von Indi­en gewe­sen sein, der im Jahr 1122 bei einer Audi­enz bei Calixt II in Rom von sei­nem Hei­mat­land erzähl­te. Spä­ter berich­te­te Otto von Frei­sing101Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Otto von Frei­sing”: hier kli­cken in sei­ner “Geschich­te der zwei Staa­ten” über einen legen­dä­ren und äußerst geheim­nis­vol­len Johan­nes, ein König und Pries­ter. Wie Agar­tha wur­de die­ses König­reich von vie­len Men­schen gesucht, aber nie gefunden.
  • Das Land der Leben­di­gen aus Psalm 116 bezieht sich auf ein Leben auf die­ser Welt nach der Bedro­hung durch den Tod des Autors des Psalms. Er wur­de von Gott aus der Gefahr des Todes geret­tet und bringt sei­ne Dank­bar­keit zum Aus­druck. In der Offen­ba­rung 21, Vers 3 und 4 wird auf ein ewi­ges Leben mit Gott hin­ge­wie­sen, also die Gemein­de, die von Jesus in den Him­mel ent­rückt wird. Es gibt in der gan­zen Bibel kei­ner­lei Hin­wei­se, dass das “Land der Leben­di­gen” irgend­et­was mit Mel­chise­dek, Agar­tha oder dem Pries­ter­kö­nig Johan­nes zu tun haben könnte.

Mit der Ver­mi­schung der oben auf­ge­zähl­ten eso­te­ri­schen Mär­chen, beweist Aiv­an­hov eines: dass der Phan­ta­sie eines selbst­er­nann­ten “geis­ti­gen Meis­ters” und offen­sicht­li­chen Lüg­ners kei­ne Gren­zen gesetzt sind. Ein gro­ßes Augen­merk, gera­de für die Men­schen, die sich als sei­ne “Schü­ler” betrach­ten, muss sein, dass hier deut­lich wird, dass Aiv­an­hov nicht auf Din­ge zurück­grei­fen kann, die aus­schließ­lich von ihm selbst kre­iert und geschaf­fen sind. Im geist­li­chen Bereich hat Aiv­an­hov nichts vor­zu­wei­sen. Aiv­an­hov miss­braucht die Bibel und nutzt Schrif­ten aus der Eso­te­rik, um den Men­schen vor­zu­ma­chen, er wür­de eine “Ein­wei­hungs­leh­re” und eine “Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft” brin­gen, tat­säch­lich aber sind die­se “Über­lie­fe­run­gen”, auf die er sich stützt, bei genaue­rem Hin­se­hen, uralte Kamel­len von nicht ernst­zu­neh­men­den Träu­mern und mitt­ler­wei­le oft­mals schon wider­leg­te Theorien.

Das Land der Lebendigen

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 43

In den weni­gen Zei­len auf Sei­te 43, die “Das Land der Leben­di­gen” aus Psalm 116 behan­deln, geschieht eine mas­si­ve Ver­zer­rung der bibli­schen Tex­te. Um klar zu sehen, müs­sen wir zuerst den Psalm selbst verstehen: 

Psalm 116 ist ein soge­nann­ter Hal­lel-Psalm, d. h. ein Dank- oder Lob­psalm. Hal­lel heißt “loben” und kommt auch im Wort “Hal­le­lu­ja” vor, also “Lobt den Herrn”. Hal­lel-Psal­men sind die Psal­men 113–118. Die Hal­lel-Psal­men wur­den beim Pas­sah­fest102Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pessach”: hier kli­cken, beim Laub­hüt­ten­fest103Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Suk­kot”: hier kli­cken und beim Pfingst­fest104Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Scha­wuot”: hier kli­cken gesun­gen. Als Mat­thä­us in Kapi­tel 26, Vers 30 sagt “Und als sie den Lob­ge­sang gesun­gen hat­ten, gin­gen sie hin­aus an den Ölberg.”, kön­nen wir davon aus­ge­hen, dass Jesus mit sei­nen Jün­gern die Hal­lel-Psal­men gesun­gen hat, also auch den Psalm 116.

Der Psal­mist, der unbe­kann­te Beter die­ses Psalms, war dem Tode nahe und in größ­ter Furcht. Hier ging es nicht um eine klei­ne Unan­nehm­lich­keit oder ein Weh­weh­chen, hier fand eine kör­per­li­che, eine exis­ten­zi­el­le Bedro­hung von außen statt, über die der Beter kei­ner­lei Kon­trol­le mehr hat­te. Ihm wur­de schlag­ar­tig klar, dass nur Gott in der Lage ist, Hil­fe und eine Lösung in die­se Situa­ti­on zu brin­gen. Vers 3 und 4 machen das sehr deutlich:

Schlach­ter 2000 – Psalm 116,3−4

In Vers 5 und 6 geschieht die plötz­li­che Ret­tung. Der Herr ret­tet den Beter durch eine gehö­ri­ge Por­ti­on Gna­de und Barmherzigkeit.

Schlach­ter 2000 – Psalm 116,5−6

Vers 7 und 8 spre­chen dann von der Ver­schnauf­pau­se für die Seele:

Schlach­ter 2000 – Psalm 116,7−8

In Vers 9 wird aus­ge­drückt, dass der Beter nur knapp dem Tode ent­kom­men und noch am Leben ist. Er ist nicht gestor­ben, nicht ver­un­glückt oder erschla­gen, son­dern weilt durch Got­tes Hil­fe und Gna­de wei­ter­hin unter den Menschen.

Schlach­ter 2000 – Psalm 116,9

Das “Land der Leben­di­gen” drückt an die­ser Stel­le das Gegen­teil des “Toten­reichs” in Jesa­ja 38,11 aus und beschreibt ein Leben als Geret­te­ter auf die­ser Erde. Erst im erwei­ter­ten Kon­text und mit der Hil­fe des Neu­en Tes­ta­ments wird das “Land der Leben­di­gen” zur ewi­gen Gemein­schaft mit Gott, die Vollendung.

Nir­gends in den betref­fen­den Psal­men und Bibel­stel­len wird Agar­tha oder ein König­reich eines Pries­ters Johan­nes erwähnt, das als “Land der Leben­di­gen” bezeich­net wird. Nicht in einer ein­zi­gen klei­nen Stel­le wird ein Ein­ge­weih­ter erwähnt. Es wird in kei­ner Bibel­stel­le ein geheim­nis­vol­les Gerücht oder eine Legen­de erwähnt, die dar­auf hin­wei­sen könn­te, dass es die­ses Agar­tha oder das König­reich des Pries­ters Johan­nes, das man anschei­nend auch “Das Land der Leben­di­gen” nennt, gibt. Aiv­an­hov setzt hier eine Irr­leh­re gigan­ti­schen Aus­ma­ßes in die Welt und ich möch­te von Her­zen davor war­nen, auch nur den kleins­ten Teil davon als Wahr­heit zu akzep­tie­ren, weil wir kei­nen Beleg aus der Bibel erhalten.

Agartha

Der Name der fik­ti­ven Stadt im inne­ren der Erde wird von Aiv­an­hov nur ein­mal im gan­zen Buch auf Sei­te 43 erwähnt. In den eso­te­ri­schen Zir­keln hat die unter­ir­di­sche Stadt “Agar­tha“105Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Agar­tha”: hier kli­cken einen sehr hohen Stel­len­wert. Wie wir spä­ter noch sehen, steckt im Glau­ben an die Legen­de Agar­tha eine tie­fe Sehn­sucht des Men­schen dahin­ter, irgend­wo auf oder unter der Erde ein ver­steck­tes Para­dies zu ver­mu­ten, in dem noch alles in Ord­nung ist. Die ein­ma­li­ge Ver­wen­dung des Namens “Agar­tha” schwächt aber die Läs­te­rung – eine okkul­te Lüge, die auf­ge­bläht und immer wie­der stark ver­än­dert wur­de, als bibli­sche Wahr­heit aus­zu­ge­ben – in kei­ner Wei­se ab, im Gegenteil.

Anders als das “König­reich des Pries­ters Johan­nes” oder “Das Land der Leben­di­gen” aus Psalm 116, deren Ursprün­ge vie­le Jahr­hun­der­te in die Ver­gan­gen­heit rei­chen, ist die Legen­de um “Agar­tha” noch jung. Die ers­te Erwäh­nung fin­den wir im Buch “Les fils de Dieu“106Link zum Buch “Les fils de Dieu” von Lou­is Jacol­li­ot bei Ama­zon: hier kli­cken auf Deutsch “Die Söh­ne Got­tes” von Lou­is Jacol­li­ot107Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Lou­is Jacol­li­ot”: hier kli­cken aus dem Jahr 1873. In sei­nem Buch berich­tet Jacol­li­ot, dass er Zugang zu ca. 15.000 Jah­re alten Manu­skrip­ten bekam, in denen über eine anti­ke Stadt in Indi­en mit dem Namen “Asgar­tha” berich­tet wur­de, über ihren Auf­stieg und ihren Unter­gang. “Asgar­tha” soll die Haupt­stadt Indi­ens gewe­sen sein. 

Wich­tig zu ver­ste­hen ist an die­ser Stel­le, dass Jacol­li­ot NICHT davon berich­tet hat, dass die Stadt unter der Erde gele­gen haben soll.

Rich­tig Öl ins Feu­er goss “Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre“108Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre”: hier kli­cken, der 1886, also über ein Jahr­zehnt nach Jacol­li­ots Ver­öf­fent­li­chung, sein Buch “Mis­si­on de l’Inde109Link zum Buch “Das Mys­te­ri­um von Agar­tha. Indi­ens Mis­si­on in Euro­pa” von Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre bei Ama­zon: hier kli­cken schrieb und der Bri­sanz wegen alle gedruck­ten Exem­pla­re, bis auf zwei, selbst ver­nich­te­te. Angeb­lich mach­te er sich Sor­gen wegen dem heik­len Inhalt, zudem sol­len ihn “ori­en­ta­li­sche Ein­ge­weih­te” bei sei­ner Ent­schei­dung beein­flusst haben. Das Buch wur­de 1910 den­noch ver­öf­fent­licht, ein Jahr nach d’Alveydres Tod. Her­aus­ge­ber war “Gérard Analect Vin­cent Encausse“110Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Papus”: hier kli­cken, der sich “Papus” nann­te und d’Alveydres wich­tigs­ter Schü­ler war.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre ist eine Schlüs­sel­fi­gur der fran­zö­si­schen eso­te­ri­schen Tra­di­ti­on, die gro­ßen Ein­fluss auf diver­se Okkul­tis­ten aus­üb­te, dar­un­ter Hele­na Blava­ts­ky und Gerard Encausse ali­as Papus. Saint-Yves selbst wur­de durch Antoine Fab­re d´Olivet geprägt. 1886 wur­de das vor­lie­gen­des Werk „Indi­ens Mis­si­on in Euro­pa“ ver­öf­fent­licht. Es gewährt einen Ein­blick in das mys­te­riö­se Reich von Agart(t)ha, das unter dem Hima­la­ya ver­bor­gen, eine fort­schritt­li­che mensch­li­che Gesell­schaft beher­ber­ge. Saint-Yves bekennt in die­sem Werk, dass er die Kennt­nis­se über Agar­tha auf tele­pa­thi­schem Wege erlangt habe und als „spon­ta­ner Ein­ge­weih­ter” an kei­nen Eid der Geheim­hal­tung gebun­den sei.

Buch­be­schrei­bung bei Ama­zon ↗

Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre beschreibt “Agar­tha” als ein rie­si­ges unter­ir­di­sches Netz­werk aus natür­li­chen und auch künst­lich ange­leg­ten Höh­len und Kaver­nen. Die Bewoh­ner von “Agar­tha” zäh­len bis in die Mil­lio­nen, die sich den Lebens­raum in den unter­ir­di­schen Städ­ten und Gale­rien fried­lich tei­len. Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre war der Mei­nung, dass “Agar­tha” ein rein phy­sisch exis­tie­ren­des Reich sei, und nicht, wie spä­te­re Okkul­tis­ten das nach ihm behaup­te­ten, ein “fein­stoff­li­ches”.

Poli­tisch bedie­nen sich die Agar­ther der “Syn­ar­chie”, eine strik­te Ord­nung von oben nach unten, ange­fan­gen mit einem Herr­scher, Brah­mat­ma, der die abso­lu­te Auto­ri­tät hät­te. Der Brah­mat­ma wird als Hohe­pries­ter und König zugleich beschrie­ben und mit “gött­li­cher Auto­ri­tät auf Erden”.

Aiv­an­hov gibt die­se Legen­den und Phan­ta­sie­er­zäh­lun­gen fast wort­ge­treu in sei­nem Buch “Der Was­ser­mann und das gol­de­ne Zeit­al­ter” wie­der. Aber er wäre ein schlech­ter Okkul­tist, wenn er die Mär­chen von Jacol­li­ot, d’Alveydre und Ossen­dow­ski nicht auch nach sei­nen eige­nen Vor­stel­lun­gen erwei­tert und auf­ge­bläht hät­te – was er natür­lich getan hat. Kapi­tel 8, Teil 5 in die­sem Buch liest sich wie ein Mär­chen­ro­man und genau das ist es. Der Ver­such einer Zusam­men­fas­sung der abstru­sen Behaup­tun­gen, was “Agar­tha” ist und was dort alles vor­herrscht und getan wird, schei­tert an der schie­ren Men­ge an halt­lo­sen Behaup­tun­gen Aivanhovs.

  • In Agar­tha ent­wi­ckelt sich seit Jahr­tau­sen­den eine phan­tas­ti­sche Kul­tur (Sei­te 273)
  • Agar­tha steht mit der Ober­flä­che durch Öff­nun­gen in Ver­bin­dung, z. B. an den Polen, in Süd­ame­ri­ka, in der Mon­go­lei, in Tibet – und sogar in FRANKREICH (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll das Land des ewi­gen Früh­lings sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll das Land der ewi­gen Jugend sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll das Land des ewi­gen Glücks sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll das Land des hei­li­gen Grals sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll Thu­le sein (Sei­te 273)
  • Agar­tha soll der Gar­ten der Hes­pe­ri­den sein (Sei­te 273).
  • Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre soll ein Ein­ge­weih­ter gewe­sen sein (Sei­te 274)
  • Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre soll die Fähig­keit beses­sen haben, den Kör­per zu ver­las­sen (Sei­te 274)
  • Alex­and­re Saint-Yves d’Alveydre soll kör­per­los Agar­tha besucht haben (Sei­te 274)
  • In Agar­tha soll es Biblio­the­ken und Archi­ve geben, die meh­re­re Kilo­me­ter lang sind und die gesam­te Geschich­te der Mensch­heit ent­hal­ten (Sei­te 274)
  • Die­se Biblio­the­ken sind nur weit ent­wi­ckel­ten Wesen zugäng­lich (Sei­te 274)
  • Die Zigeu­ner kom­men ursprüng­lich aus Agar­tha, sind von dort ver­trie­ben wor­den, haben aber ihr Wis­sen mit­ge­bracht, z. B. das Tarot (Sei­te 274).
  • Die Bewoh­ner Agart­has kamen mit UFOs aus Atlan­tis und Lemu­ri­en (Sei­te 275)
  • In Agar­tha leben Mil­lio­nen von Men­schen in Wohl­stand, in Frie­den und Glück (Sei­te 275)
  • Die Bewoh­ner Agart­has sind vor Krank­hei­ten geschützt (Sei­te 275)
  • Die Bewoh­ner Agart­has sind vor dem Altern geschützt (Sei­te 275)
  • Der poli­ti­sche Auf­bau Agart­has sei die Syn­ar­chie (Sei­te 275)
  • Die Syn­ar­chie spieg­le die kos­mi­sche Ord­nung wider (Sei­te 275)
  • Aiv­an­hov hät­te viel dar­über medi­tiert und dar­an gear­bei­tet, mit Agar­tha in Ver­bin­dung zu tre­ten und brin­ge nun, in die­sem Augen­blick, die glei­che Orga­ni­sa­ti­ons­form wie in Agar­tha, näm­lich die Syn­ar­chie (Sei­te 275 und 276).
  • Die Agar­ther nut­zen die Sexual­ener­gie, um zu höhe­ren Wesen, zu Göt­tern zu wer­den (Sei­te 277).

An die­ser Stel­le been­de ich die Auf­zäh­lun­gen und Schil­de­run­gen Aiv­an­hovs zu “Agar­tha”, auch weil sie aus einem ande­ren Buch Aiv­an­hovs stam­men. Bit­te beach­ten Sie aber den letz­ten Punkt, der in Rot unter­legt ist. Hier muss jedem klar wer­den, dass Aiv­an­hov anti­christ­lich spricht, denn “zu Göt­tern wer­den” ist die zwei­te Lüge der Schlan­ge (Satan), die in 1. Mose 3,5 sagt:

Luther 2017 – 1. Mose 3,5 ↗

Dar­um ist die gan­ze “geis­ti­ge Leh­re” Aiv­an­hovs, die kom­plet­te “Ein­wei­hungs­leh­re” mit­samt sei­ner “Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft” abzu­leh­nen: weil sie sich selbst wider­spricht. Es ist eine gott­fer­ne und anti­christ­li­che Leh­re, von Satan gemacht und für die Mensch­heit als Prü­fung gedacht.

Wir sind hier auf der Erde und es gibt kei­nen Ort des ewi­gen Früh­lings, der ewi­gen Jugend und des ewi­gen Glücks. Hier geht es hart, rau und unmensch­lich zu, davon berich­tet die Bibel sehr aus­führ­lich. Es gibt kei­nen Brah­mat­ma, der gött­li­che Auto­ri­tät auf Erden besitzt. Die­ses gan­ze Ver­wirr­spiel um irgend­wel­che Köni­ge, Pries­ter und Meis­ter soll die Men­schen von der wah­ren Hier­ar­chie unse­res Got­tes weg­füh­ren: Vom Vater, vom Sohn und vom Hei­li­gen Geist. Das ist die ein­zi­ge Hier­ar­chie, die den Men­schen zuge­dacht ist, zu ken­nen. Und das spie­gelt auch die Ein­fach­heit und Genia­li­tät unse­res lieb­li­chen Vaters wider: dass wir durch Gna­de ins Reich Got­tes kom­men und nicht durch sata­ni­sche Selbst­er­hö­hung irgend­wann nach Tau­sen­den von Inkarnationen.

Das Königreich des Priesters Johannes

Aiv­an­hov ver­wen­det den Begriff “König­reich des Pries­ters Johan­nes” auf Sei­te 43, auf der er beschreibt, dass “Agar­tha” und “Das König­reich des Pries­ters Johan­nes” das “König­reich des Mel­chise­dek” ist.

Das sagen­um­wo­be­ne “König­reich des Pries­ters Johan­nes” ist der Beweis, dass man auch mit Lügen, Selbst­dar­stel­lung und Täu­schung der Men­schen eine rie­si­ge Geschich­te schrei­ben kann. Eine der tref­fends­ten Beschrei­bun­gen des “König­reich des Pries­ters Johan­nes” fand ich in der Doku “Im Bann des Pries­ter­kö­nigs”, die ursprüng­lich auf Arte gesen­det wur­de, mitt­ler­wei­le aber nur noch als Bezahl-Video auf Strea­ming-Platt­for­men ver­füg­bar ist. Wer sich die­ses Mär­chen aus­führ­li­cher erklä­ren las­sen möch­te, soll­te sie sich anschau­en.111Link zum You­Tube-Bezahl­vi­deo “Im Bann des Pries­ter­kö­nigs”: hier kli­cken

Doku “Im Bann des Pries­ter­kö­nigs”, Minu­te 51

Tref­fen­der als das Wort “Ver­wirr­spiel” kann die Legen­de um das sagen­haf­te “König­reich des Pries­ters Johan­nes” nicht bezeich­net wer­den. Es ist kein Wun­der, dass Aiv­an­hov das Phan­tom des Pries­ters Johan­nes für sei­ne bibel­fer­ne Beschrei­bung der “Ein­wei­hungs­leh­re” und “Über­lie­fe­run­gen” nutzt, bie­ten sich ihm hier ja unend­li­che Mög­lich­kei­ten, eige­ne Mär­chen, Über­trei­bun­gen und Unwahr­hei­ten ein­zu­flech­ten. Zur geschicht­li­chen Tie­fen­prü­fung und Gegen­über­stel­lung von Aiv­an­hovs The­sen emp­feh­le ich noch­mals die Diplom­ar­beit “Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil? – Aspek­te der Ver­or­tung eines mit­tel­al­ter­li­chen Mythos im zeit­ge­nös­si­schen Afri­ka“112Diplom­ar­beit „Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil?“: hier kli­cken von Man­fred Moitzi.

Aus­zug aus “Pries­ter­kö­nig Johan­nes – Herr über den Nil?”, Sei­te 32

Die gro­ße Her­aus­stel­lung der schein­ba­ren Wich­tig­keit des “König­reich des Pries­ters Johan­nes” und sei­ne angeb­li­che Lage im “Land der Leben­di­gen” wer­den von Aiv­an­hov genutzt, um von der Ein­fach­heit der bibli­schen Aus­sa­gen abzu­len­ken und die Köp­fe sei­ner “Schü­ler” mit unnüt­zem Bal­last anzu­fül­len. Aiv­an­hov ver­packt sei­ne Mär­chen geschickt ver­schlei­ert als “Über­lie­fe­run­gen” und “Ein­wei­hungs­wis­sen”. Seit Jahr­hun­der­ten suchen Eso­te­ri­ker, Schatz­jä­ger und His­to­ri­ker nach gül­ti­gen Spu­ren, Hin­wei­sen und Bele­gen der Exis­tenz die­ses König­reichs und sei­nes Herr­schers – ver­ge­bens. Wie alle ande­ren Mythen und Legen­den, die Aiv­an­hov sei­nen Anhän­gern und Schü­lern als kost­ba­res über­lie­fer­tes Wis­sen ver­kauft, bleibt auch die Legen­de um den Pries­ter Johan­nes für ewig im Dunk­len – und damit für einen Chris­ten abso­lut wert- und bedeutungslos.

Kapi­tel 3, Teil 2

Die Unfähigkeit, tiefer in das Lebendige Wort Gottes eintauchen zu können

Wie schon in Kapi­tel 1 “Besuch auf Pat­mos”, wer­den wir in Kapi­tel 3 Zeu­ge, dass Okkul­tis­ten bevor­zugt mit dem “Abfall” arbei­ten, also mit Mate­ri­al, dass es nicht in die Bibel geschafft hat und auch als Apo­kry­phen nichts taug­te. Apo­kry­phen wer­den als “nicht authen­tisch, zwei­fel­haft oder inhalt­lich abwei­chend von der Leh­re Got­tes” betrach­tet. Trotz einer schein­ba­ren Nähe zu den bibli­schen Büchern wer­den sie als “nicht als kano­nisch, also gött­lich inspi­riert” aner­kannt113Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Apo­kry­phen”: hier kli­cken.

Die Okkul­tis­ten arbei­ten oft mit soge­nann­ten “Akten”, wie etwa der Pro­cho­ros-Akte. Die­se Schrif­ten sind teil­wei­se erst Jahr­hun­der­te nach Chris­tus ent­stan­den, und wie wir in den nächs­ten Absät­zen sehen wer­den, oft­mals nur münd­lich wei­ter­ge­ge­ben wor­den. Auf genau sol­che Schrif­ten, auf blü­hen­de Phan­ta­sie und auf wil­de Über­trei­bun­gen, Ver­zer­run­gen und viel­leicht sogar absicht­lich mit fal­schem unchrist­li­chen Inhalt aus­ge­stat­tet, grün­det sich die “Ein­wei­hungs­leh­re” der Okkul­tis­ten. Für einen Chris­ten sind die­se Schrif­ten abso­lu­tes No-Go, weil kein Geist und kei­ne Heils­bot­schaft ver­mit­telt wird, son­dern ledig­lich Geheim­nis­se, Mys­te­ri­en und Unsicherheiten.

Jesus sagt es uns frei her­aus, dass er kei­ne “Geheim­leh­re” gegrün­det und nichts im Ver­bor­ge­nen gere­det hat:

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 18,20

Je wei­ter sich der Ver­fas­ser der okkul­ten Schrift aus dem Fens­ter lehnt, je mehr Mys­tik und Magie, unglaub­li­che Din­ge, Ritua­le, Beschwö­run­gen und Zau­be­rei, Gebe­te, Anru­fun­gen und Invo­ka­tio­nen die­se Schrift ent­hält und je mehr direk­ten Bezug der Ver­fas­ser zu Bibel­stel­len ein­fügt, des­to mehr begeis­ter­te Anhän­ger fin­det die­se Schrift. Bit­te den­ken Sie an die­ser Stel­le an Hele­na Blava­tski, Rudolf Stei­ner, Aleis­ter Crow­ley,114Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Aleis­ter Crow­ley”: hier kli­cken Simon der Magi­er,115Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Simon Magus”: hier kli­cken Hen­ry Sla­de116Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hen­ry Sla­de”: hier kli­cken und unzäh­li­ge ande­re. All die­se Men­schen mit­samt ihren Anhän­gern, Schü­lern und Stu­die­ren­den, haben sich selbst dis­qua­li­fi­ziert, denn die­ser gan­ze Bereich des Okkul­tis­mus ist einem Chris­ten durch Gott selbst verboten.

Schlach­ter 2000 – 5. Mose 18,10−13 ↗

Die Leser sol­cher Schrif­ten und die “Schü­ler” der “Ein­wei­hungs­schu­len” wer­den auf einen sehr schma­len Pfad geführt und in die Geheim­nis­krä­me­rei, die Magie und die Mys­te­ri­en ver­führt. Die­je­ni­gen, die nicht wach genug sind, fin­den Gefal­len dar­an und ihr Ego wird maxi­mal auf­ge­bla­sen und gepusht. Natür­lich, denn wem wür­de es nicht gefal­len, von sich sagen zu kön­nen, er könn­te einen leben­den Men­schen erschaf­fen? Ja, die “Schü­ler” des Okkul­tis­mus kön­nen laut der von Aiv­an­hov erwähn­ten Schrift “Sefer Jet­zi­rah” oder “Buch der Schöp­fung”, das dem armen Abra­ham ange­dich­tet wird, sog. Golems117Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Golem”: hier kli­cken118Link zum You­Tube-Video “Golem – Die Legen­de vom Men­schen (Doku­men­tar­film, 2016)”: hier kli­cken erschaffen.

Der zwei­te Teil von Kapi­tel 3 hat im Buch acht Sei­ten. Er beginnt mit der hyp­no­ti­schen Wie­der­ho­lung der Lüge, dass Mel­chise­dek in der Offen­ba­rung zu Johan­nes gespro­chen haben soll. In den nächs­ten Sät­zen demons­triert Aiv­an­hov sei­ne Unkennt­nis der Bibel und sei­ne Unfä­hig­keit, tie­fer in das Leben­di­ge Wort Got­tes ein­tau­chen zu kön­nen. Er sagt:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 46

Nein, die Leuch­ter, die um ihn her­um auf­ge­stellt sind, bedeu­ten nicht, dass er alles Wis­sen besitzt. Da Jesus der Sohn Got­tes ist, der zwei­te Teil der Hei­li­gen Drei­fal­tig­keit und damit untrenn­bar von Gott, hat er schon alles Wis­sen. Die­se Tat­sa­che muss einem Chris­ten nicht extra klar­ge­macht wer­den. Das muss nur ein Okkul­tist machen, der den größt­mög­li­chen Effekt über sei­ne “Geheim­leh­re” her­aus­schla­gen, sei­ne Mys­te­ri­en-Mär­chen in die Welt set­zen und sei­ne “Schü­ler” mit der maxi­ma­len Ver­wir­rung bele­gen möchte.

Ein erschre­cken­des Bei­spiel für Aiv­an­hovs Unfä­hig­keit, den bibli­schen Text wahr­heits­ge­mäß aus­zu­le­gen, zeigt sich bei der Bedeu­tung der sie­ben Ster­ne in der Hand Jesu. Wenn wir in die Bibel schau­en, bekom­men wir die Ant­wort direkt gelie­fert: Die sie­ben Ster­ne, die Jesus in sei­ner rech­ten Hand hält, sind die sie­ben Engel der Gemein­den (Offen­ba­rung 1,20).

Luther­bi­bel 2017 – Offen­ba­rung 1,20 ↗

Die sie­ben Leuch­ter sind die sie­ben Gemein­den: Ephe­sus, Smyr­na, Per­ga­mon, Thya­ti­ra, Sar­des, Phil­adel­phia und Laodizea.

Gleich im nächs­ten Satz sagt Aiv­an­hov, dass die sie­ben Ster­ne, die die­se Per­son in der Hand hielt, bedeu­ten, dass er alle Macht besitzt. Auch das ist eine bewuss­te Lüge, denn, las­sen Sie uns bit­te kurz über­le­gen und die Fra­ge stel­len, ob es Jesus wäh­rend sei­nes Erden­da­seins jemals um Macht und Wis­sen gegan­gen ist? Das Gegen­teil ist der Fall: Jesus hat mit all sei­nen Hand­lun­gen, sei­nen Aus­sa­gen und sei­ner Leh­re die “Macht” kom­plett umde­fi­niert, den­ken Sie hier an die Fuß­wa­schung sei­ner Jün­ger. Jesus hat Demut gelebt und gelehrt, nicht Macht oder einen Machtanspruch.

Die Okkul­tis­ten wol­len aber Macht und Wis­sen errei­chen, je mehr des­to bes­ser. Sie wol­len die Macht über die vier Ele­men­te, die Macht über Men­schen, sie wol­len Macht aus­üben, um Blei in Gold zu ver­wan­deln, sie wol­len die Macht, aus Lehm einen Men­schen erschaf­fen zu kön­nen und vie­les mehr. Und damit haben sie die gött­li­che Bestim­mung des Men­schen schon aus den Augen ver­lo­ren und den Pfad ver­las­sen, der ins Him­mel­reich führt. Sie wol­len so mäch­tig wer­den, dass sie sogar Gott, unse­ren Vater in den Schat­ten stel­len. Hoch­mut kommt vor dem Fall.

Wäre es Jesus jemals um Macht gegan­gen, wäre er nicht in einem Stall gebo­ren, son­dern in einem Palast. Hät­te Jesus jemals einen Macht­an­spruch gel­tend machen wol­len, hät­te er sich nicht kreu­zi­gen las­sen, son­dern hät­te Rom durch sei­ne Heer­scha­ren in einem Atem­zug nie­der­ge­ris­sen und bis zum letz­ten Mann ver­nich­tet. Aber Jesus ist am Kreuz gestor­ben, für Sie und für mich. Die ein­zi­ge Macht, die ihn dazu befä­hig­te, war die der Demut und der Liebe.

Um das The­ma der sie­ben Ster­ne abzu­schlie­ßen, müs­sen wir also nur wie­der in der Bibel wei­ter­le­sen und bekom­men die Ant­wort: Die sie­ben Ster­ne, die Jesus in sei­ner rech­ten Hand hält, sind also die sie­ben Engel der Gemein­den. Mit Engel sind hier die Vor­ste­her der Gemein­den, die Lei­ter oder die Bischö­fe gemeint. Das erklärt sich dar­an, dass Jesus in den Send­schrei­ben sagt, Johan­nes sol­le “dem Engel von Ephe­sus schrei­ben”, “dem Engel von Smyr­na schrei­ben”, “dem Engel von Per­gamus schrei­ben” usw. Johan­nes, ein leben­der Mensch, kann kei­nem Engel schrei­ben, wie soll so etwas funk­tio­nie­ren. Die Engel sind also die Vor­ste­her, die Ältes­ten, die Bischö­fe der ein­zel­nen Gemeinden.

Es ist bezeich­nend, dass Aiv­an­hov an die­ser Stel­le nur mit Lügen und okkul­ten Erfin­dun­gen über Jesus spre­chen kann, statt die Kraft des Wor­tes Got­tes wir­ken zu las­sen. Dass Jesus die Ster­ne in der rech­ten Hand hält, hat für einen Chris­ten näm­lich eine gewal­ti­ge Bedeutung:

  • Gött­li­cher Schutz:
    Es bedeu­tet vor allem Schutz, denn die Iden­ti­tät und die Exis­tenz der Gemein­den lie­gen sprich­wört­lich in Sei­ner Hand. Sich von Gott in die­sem Maße gebor­gen zu füh­len, ist für einen Gläu­bi­gen ein tief­grei­fen­des Versprechen.
  • Sou­ve­rä­ni­tät über die Mäch­te:
    Ster­ne wur­den damals oft mit höchs­ten Instan­zen wie Kai­sern oder poli­ti­schen Mäch­ten in Ver­bin­dung gebracht. Das Bild zeigt: Jesus hält die­se Mäch­te ein­fach in sei­ner Hand. Er steht weit über jedem irdi­schen System.

Indem Aiv­an­hov die­se kla­ren bibli­schen Bil­der durch eso­te­ri­sche Spe­ku­la­tio­nen ersetzt, raubt er dem Leser die Gewiss­heit und den Trost, den das leben­di­ge Wort Got­tes bie­tet. Er führt die Men­schen weg von der Hand Jesu und hin­ein in ein Laby­rinth aus wir­ren und frei erfun­de­nen Behauptungen.

Endlich offenbart: Melchisedek ist der Schöpfer

Ab dem Ende von Sei­te 46 beginnt erneut die Ernied­ri­gung Jesu Chris­ti durch sei­ne sys­te­ma­ti­sche Ein­ord­nung unter­halb von Mel­chise­dek. Dabei geht Aiv­an­hov psy­cho­lo­gisch wie­der sehr geschickt vor. Er nutzt eine Auf­zäh­lung der Taten Jesu, um den unauf­merk­sa­men Leser in Sicher­heit zu wie­gen. Wäh­rend Jesus schein­bar gelobt wird, rückt er im Gesamt­bild der Schöp­fung jedoch in die hin­te­re Rei­he. Mel­chise­dek wird an die Stel­le des Soh­nes Got­tes gesetzt; Jesus Chris­tus ver­schwin­det in der Senke.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 47

Die­se Ernied­ri­gun­gen, die von Aiv­an­hov so geschickt neben­bei in die okkul­ten Lügen und Bibel­um­dich­tun­gen ein­ge­scho­ben wer­den, sind es, vor denen ich war­nen will. Aber der zwei­te Teil des 3. Kapi­tels hat einen ganz und gar ande­ren Zweck: Aiv­an­hov ent­hüllt uns an die­ser Stel­le im Buch, dass Mel­chise­dek der wah­re Schöp­fer ist. Mel­chise­dek nimmt end­lich den Platz von Jesus Chris­tus ein. Damit zeigt Aiv­an­hov sein wah­res Gesicht.

Die­se Aus­sa­ge ist aber eine fun­da­men­ta­le Lüge und eine Umdich­tung der Offen­ba­rung. Durch die stän­di­ge Wie­der­ho­lung, dass Johan­nes in sei­ner Visi­on Mel­chise­dek gese­hen habe, soll der Leser die­se Behaup­tung als fest­ste­hen­de Tat­sa­che akzep­tie­ren. Aiv­an­hov beginnt den zwei­ten Teil des Kapi­tels daher mit der hyp­no­ti­schen Fest­stel­lung: „Die Per­son, die Johan­nes gese­hen hat […] ist also Mel­chise­dek“. Für die „Schü­ler“ Aiv­an­hovs steht dies unum­stöß­lich fest, obwohl es jeder bibli­schen Grund­la­ge entbehrt.

Ich will an die­ser Stel­le noch­mals zum Aus­druck brin­gen, dass kein ein­zi­ger Leser in den 16 Jah­ren mei­ner Anstel­lung beim Pros­ve­ta Ver­lag gegen die­se Aus­sa­ge Pro­test ein­ge­legt hat. Nicht ein Leser hat ver­sucht, den Ver­lag wegen die­ser Umdich­tung der Bibel und der Ein­set­zung Mel­chise­dek gegen Jesus Chris­tus zu kon­tak­tie­ren. Nie­mand aus der gesam­ten Leser­schaft wur­de auf die­sen Miss­stand aufmerksam.

Der Grund hier­für ist, dass Aiv­an­hov den Leser mit ande­ren The­men stark ver­wirrt, bevor er die Aus­sa­ge macht, dass Mel­chise­dek der Schöp­fer von Allem ist. Aiv­an­hov schiebt drei Buch­sei­ten zwi­schen sei­ne Behaup­tun­gen, und das ist wich­tig für ihn, denn wür­de er den Satz von Sei­te 49…

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 49

…gleich auf Sei­te 46 sagen, wür­den die Leser kapie­ren, was Aiv­an­hov vor­hat, näm­lich durch Hin­zu­fü­gun­gen eine kom­plet­te Umdich­tung der Offen­ba­rung des Johan­nes. Wenn wir die zwei Sät­ze hin­ter­ein­an­der lesen, wird klar, was Aiv­an­hov sagen will.

Die­se Infor­ma­tio­nen wer­den auf den Sei­ten 49 bis 53 bewusst ver­streut und nie in einem ein­zi­gen, kla­ren Satz zusam­men­ge­fasst. Aiv­an­hov treibt hier ein gefähr­li­ches Spiel mit der Wahr­neh­mung sei­ner Leser. Er nutzt psy­cho­lo­gi­sche Mani­pu­la­ti­on, um die bibli­sche Hier­ar­chie zu stür­zen, Mel­chise­dek an die Spit­ze der Schöp­fung zu set­zen und die Offen­ba­rung des Johan­nes ins Unkennt­li­che zu ver­zer­ren. Das ist psy­cho­lo­gi­sche Mani­pu­la­ti­on auf höchs­ter Ebene.

Manisch Gott hassen

Ein wie­der­keh­ren­des Merk­mal in Aiv­an­hovs Werk ist der Ver­such, bibli­sche Begrif­fe zu kapern und sie durch okkul­te Ein­flüs­se zu ver­zer­ren. Er beruft sich auf die Bibel, um Glaub­wür­dig­keit zu gewin­nen, wäh­rend er gleich­zei­tig ihren tie­fen Sinn ins Gegen­teil ver­kehrt. Ich habe auch dar­ge­stellt, dass Okkul­tis­ten den tie­fen Sinn der Bibel und die resul­tie­ren­de Füh­rung für unser Leben durch Gott und Jesus Chris­tus nicht ver­ste­hen. Einen wei­te­ren klei­nen Beweis im zwei­ten Teil in Kapi­tel 3 bekom­men wir auf Sei­te 52, wo Aiv­an­hov Magi­er nicht nur reha­bi­li­tiert, son­dern sie als schöp­fe­ri­sches Ide­al darstellt:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 3, Sei­te 52

Ich erlau­be mir, über Magi­er eine etwas ande­re Mei­nung zu haben, als Aiv­an­hov. Ich hal­te Magi­er für Dumm­köp­fe. Ich hal­te Magi­er sogar für aus­ge­spro­chen anma­ßen­de Dumm­köp­fe, denn sie über­tre­ten zum einen das Gesetz, dass Gott uns in 5. Mose 18, 10–13119Lesen Sie in 5. Mose 18,10−13 selbst nach: hier kli­cken gege­ben hat. Zum ande­ren for­dern sie Gott direkt her­aus, indem sie der Mei­nung sind, sie könn­ten durch Magie wohl­tu­en­de Impul­se in die Umwelt geben. Auf Sei­te 52 lesen wir: “…ruft es Wir­kun­gen in der gan­zen Welt, in der gesam­ten Schöp­fung, in der sicht­ba­ren und in der unsicht­ba­ren Welt her­vor, und setzt Men­schen, Engel, Erz­engel, Geist­we­sen und Ele­men­te in Bewegung.”

Wer jedoch ver­sucht, durch Zau­ber­sprü­che oder Ritua­le Ein­fluss auf die unsicht­ba­re Welt oder das Leben sei­ner Mit­men­schen zu neh­men, ver­letzt jede von Gott gesetz­te Gren­ze. Magie ist im Kern eine mani­pu­la­ti­ve Tak­tik, die den Nächs­ten nicht als frei­es Wesen mit eige­nen Rech­ten ach­tet, son­dern ihn als „schad­haft“ betrach­tet und kor­ri­gie­rend ein­grei­fen will. Dies ist ein Akt geis­ti­ger Anma­ßung und Stolz.

Aiv­an­hov prä­sen­tiert uns die­se klei­ne Eska­pa­de mit dem Magi­er auf Sei­te 52 völ­lig unge­niert. Der Leser muss sich selbst fra­gen, ob er per­sön­lich in der Lage wäre, trotz Kennt­nis von 5. Mose 18,10−13, so zu leben und so zu han­deln. Bei einem nor­ma­len Men­schen wäre ein per­ma­nen­ter inne­rer Wider­spruch das Ergeb­nis mit pau­sen­lo­sem bewuss­tem sün­di­gen, hadern und bereu­en. Den Geis­tes­zu­stand von solch einem Men­schen will ich mir nicht vor­stel­len müs­sen. Die Okkul­tis­ten kön­nen das aber, und damit will ich auf den Punkt kommen.

Die Ent­lar­vung des “Meis­ters”

Was sagt

  • eine stän­di­ge Über­tre­tung der gött­li­chen Gesetze, 
  • die Leug­nung des Opfer­to­des Jesu am Kreuz,
  • eine mas­si­ve Abwer­tung und Ernied­ri­gung von Jesus Chris­tus,120Link zum Gemi­ni-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theo­lo­gi­sche Deu­tung“: hier kli­cken
  • das Her­an­zie­hen von okkul­ten Texten, 
  • das Leh­ren von magi­schen Ritualen, 
  • das Weg­füh­ren von Bekeh­rung und Wie­der­ge­burt usw., 

über einen Men­schen aus, der sich selbst als “geis­ti­ger Meis­ter” und “Ein­ge­weih­ter” darstellt?

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Die Ant­wort ist bei genau­er Betrach­tung unaus­weich­lich: Die­ser Mensch kann kein “geis­ti­ger Meis­ter” und kein “Ein­ge­weih­ter” sein und kann kei­ne direk­te Ver­bin­dung zu Gott, zu Jesus Chris­tus und in das Him­mel­reich haben, son­dern muss wegen den direk­ten Anfein­dun­gen, Abwer­tun­gen und Ernied­ri­gun­gen Jesu Chris­ti und den Umdich­tun­gen der Bibel, sei­ne Infor­ma­tio­nen von einer gegen­tei­li­gen Stel­le beziehen.

Wer sich selbst “Meis­ter” nennt, obwohl Jesus das expli­zit ver­bo­ten hat,121Lesen Sie in Mat­thä­us 23,8 selbst nach: hier kli­cken wer den Tod Jesu am Kreuz leug­net, wer den “Hei­li­gen Gral” als ewi­ges Sym­bol für sei­ne “Schü­ler” benennt, wer auf bewusst insze­nier­te Lügen­ge­schich­ten wie die Legen­de um “Agar­tha” oder das “König­reich des Pries­ters Johan­nes” auf­springt und die­se Lügen Kraft sei­ner Stel­lung als “geis­ti­ger Meis­ter” sei­nen “Schü­lern” als abso­lu­te Wahr­heit ver­kauft, ist ein Ver­füh­rer der Men­schen122Link zum Gemi­ni-Chat „Bibli­sche Bedeu­tung des Wor­tes Ver­füh­rer“: hier kli­cken und han­delt im Auf­trag der Finsternis.

Das Ziel Aiv­an­hovs und der vie­len ande­ren Okkul­tis­ten, Gurus und Meis­tern ist es, die Men­schen von der Ein­fach­heit und Erret­tung durch Gott weg­zu­füh­ren. Sie gebrau­chen dazu teils uralte okkul­te Metho­den, um die Men­schen zu täu­schen und ihnen weiß­zu­ma­chen, sie könn­ten so sein wie Gott, wenn sie nur lan­ge genug an sich selbst arbei­ten. Auf die­sen Pfei­lern ruht die “geis­ti­ge Leh­re” Aiv­an­hovs und muss aus christ­li­cher und bibli­scher Sicht radi­kal abge­lehnt wer­den. Die Erlö­sung und die Ewig­keit an der Sei­te Got­tes ist für jeden Men­schen nur ein Gebet ent­fernt. Erfah­ren Sie hier mehr.

Kapitel 4: Briefe an die Gemeinden von Ephesus und Smyrna

Eine Statistik, die die Augen öffnet

Das vier­te Kapi­tel läuft über 14 Sei­ten, begin­nend auf Sei­te 55 bis zur Sei­te 68. Von den ins­ge­samt 2129 für die­ses Kapi­tel ver­wen­de­ten Wör­tern behan­deln 629 die Brie­fe an die Gemein­den123Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sie­ben Send­schrei­ben”: hier kli­cken in Ephe­sus124Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Ephe­sos”: hier kli­cken und Smyr­na, das sind 29,5%. Es wird also weni­ger als ein Drit­tel der Text­men­ge für die Aus­sa­ge der Über­schrift ver­wen­det. Von den 629 ver­wen­de­ten Wör­tern für das The­ma des Kapi­tels, wur­den 297 Wör­ter für das Zitat des Bibel­ver­ses auf­ge­braucht, es blei­ben also noch 332 Wör­ter übrig, die Aiv­an­hov mit eige­nen Aus­füh­run­gen dem The­ma wid­me­te, knapp 16% vom Gesamt­in­halt des Kapitels.

Der Groß­teil des Kapi­tels wird mit okkul­ten und suspek­ten Erklä­run­gen ver­bracht, wie man die angeb­li­chen Bil­der, die im Text der Send­schrei­ben125Link zum Arti­kel “Bibel­le­se – kur­ze Erläu­te­run­gen zu Offen­ba­rung 2”: hier kli­cken der Offen­ba­rung ent­hal­ten sind, ent­zif­fern und ver­ste­hen kann. Es gibt eine Top 5‑Liste der häu­figs­ten Wör­ter. Die­se sind:

  1. nicht (17x)
  2. Mars (15x)
  3. Venus (13x)
  4. Lie­be (12x)
  5. Lebens (12x)

Es wäre zu schön gewe­sen, wenn Aiv­an­hov hier Wör­ter ver­wen­det hät­te, die zum Text und zum The­ma pas­sen, aber dem ist nicht so. Tex­te, die so eine Tie­fe und Bedeu­tung für die Mensch­heit haben, wie die Brie­fe an die Gemein­den in der Offen­ba­rung des Johan­nes, soll­ten Wör­ter und Wort­wie­der­ho­lun­gen ver­wen­den wie:

  • Evan­ge­li­um (0x)
  • Jesus (0x)
  • Johan­nes (0x)
  • Bibel (0x) und 
  • Offen­ba­rung (0x)

Nach die­sen Wör­tern sucht man aber ver­geb­lich. Aiv­an­hov wid­met sich im vier­ten Kapi­tel fast aus­schließ­lich sei­nen okkul­ten und anti­christ­li­chen Aus­füh­run­gen, mit wel­chem Wis­sen und mit wel­chem Ein­satz die “Schü­ler” und “Adep­ten” fähig wer­den, solch kom­pli­zier­te Tex­te wie die Offen­ba­rung des Johan­nes126Link zum Arti­kel “Ein­füh­rung in die sie­ben Send­schrei­ben – Offen­ba­rung 2 und 3”: hier kli­cken127Link zum Arti­kel “Die Offen­ba­rung Jesu Chris­ti”: hier kli­cken zu ver­ste­hen. Wie der Leser erfährt, heißt das Hand­werks­zeug dazu:

  • Höhe­re und nie­de­re Natur
  • fein­stoff­li­che Körper
  • Tier­kreis­zei­chen
  • Astro­lo­gie und 
  • Kab­ba­la.

Aiv­an­hov nutzt die bibli­schen Send­schrei­ben ledig­lich als Auf­hän­ger, um sein Hand­werks­zeug aus Astro­lo­gie, Kab­ba­la und der Leh­re von den „fein­stoff­li­chen Kör­pern“ zu prä­sen­tie­ren – alle­samt Prak­ti­ken, die der Bibel zufol­ge (5. Mose 18,10–13) Gott ein Gräu­el sind.

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Theater

Die Gliederung der Sendschreiben

Müss­te man Aiv­an­hovs Beschrei­bung der ers­ten bei­den Send­schrei­ben an die Gemein­den Ephe­sus und Smyr­na beno­ten, käme eine glat­te 6 her­aus. The­ma ver­fehlt. Aiv­an­hov stürzt sich nach sei­ner mehr als dürf­ti­gen Beschrei­bung der Glie­de­rung sofort auf sei­ne okkul­te Deu­tung der Schrei­ben. Die­se Deu­tung hat nichts mit der bibli­schen Aus­sa­ge zu tun, son­dern geht im Gegen­teil in eine gro­be Got­tes­läs­te­rung über, weil Aiv­an­hov den Leser in Berei­che ver­strickt, die, wie oben erwähnt, einem Chris­ten in 5.Mose 18 ver­bo­ten werden.

Die Glie­de­rung der ein­zel­nen Send­schrei­ben, die Aiv­an­hov gibt, ist nicht nur unvoll­stän­dig, sie ist aus den Augen der Leser, die sich öfter mit der Bibel befas­sen oder einen theo­lo­gi­schen Hin­ter­grund haben, sogar absicht­lich so for­mu­liert, dass der Urhe­ber und Über­brin­ger der Send­schrei­ben uner­wähnt bleibt. Der Name Jesus Chris­tus kommt im Text des 4. Kapi­tels kein ein­zi­ges Mal vor. Des­halb müs­sen wir Satz für Satz und Wort für Wort prüfen.

Die Glie­de­rung der Send­schrei­ben liest sich so:

  1. Emp­fän­ger
  2. Absen­der und Zusatz
  3. Lob (außer Lao­di­cea und Sardes)
  4. Tadel (außer bei Smyr­na und Philadelphia)
  5. Buß­ruf mit Droh­wort oder Mahn­wort mit Verheißungswort
  6. Über­win­der­wort
  7. Weck­ruf an alle Gemein­den128Glie­de­rung dem Video “APOKALYPSE – was kom­men wird! Die Johan­nes­of­fen­ba­rung erklärt” von Dr. Lothar Gas­s­mann ent­nom­men”: hier kli­cken

Obwohl der rezi­tier­te Text der bei­den Send­schrei­ben an Ephe­sus und Smyr­na aus Offen­ba­rung 2,1−11 im Buch voll­stän­dig abge­druckt ist, fehlt in Aiv­an­hovs Glie­de­rung die Anre­de (Emp­fän­ger) und die Selbst­vor­stel­lung Jesu Chris­ti (Absen­der und Zusatz). Das ist extrem wich­tig zu ver­ste­hen, weil hier eine wei­te­re Ernied­ri­gung Chris­ti statt­fin­det, die beim ober­fläch­li­chen Lesen des Buches leicht unter­geht. Laut Aiv­an­hov begin­nen die Send­schrei­ben mit einer “Beur­tei­lung ihres Ver­hal­tens”, und das stimmt nicht. Die Send­schrei­ben begin­nen mit dem Emp­fän­ger,

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 2,1 ↗

gefolgt vom Absen­der Jesu Chris­ti:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 2,1 ↗

Erst mit Vers 2 beginnt die Beur­tei­lung (Lob und Tadel). War­um die­ser „blin­de Fleck“? Weil der Leser sich sonst fra­gen könn­te, war­um Mel­chise­dek (den Aiv­an­hov zuvor zum Urhe­ber der Offen­ba­rung sti­li­siert hat) hier plötz­lich durch die ein­deu­ti­gen Attri­bu­te Jesu Chris­ti ersetzt wird. Indem Aiv­an­hov den Namen Jesu kon­se­quent ver­mei­det, mani­pu­liert er den Leser hin­ein in ein rein astro­lo­gi­sches Weltbild.

Die Lüge von der höheren und der niederen Natur

Lei­der las­sen sich die Leser die­ses Buches zu leicht von Aiv­an­hovs Mär­chen­er­zäh­lun­gen ablen­ken und ver­su­chen, die Erklä­rung der Bibel­stel­len von Aiv­an­hov zu begrei­fen. Das kann natür­lich nie­mals funk­tio­nie­ren, weil alle Infor­ma­tio­nen, die in die­sem Kapi­tel nach dem Zitat des Send­schrei­bens an die Gemein­den in Ephe­sus und Smyr­na ste­hen, rei­ne okkul­te Fik­ti­on und geis­tes­kran­ke Vor­stel­lun­gen von Hoch­stap­lern129Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hoch­stap­ler”: hier kli­cken und Täu­schern sind. Statt end­lich mit einem Grund­satz­text die­se Bibel­stel­len aus­zu­le­gen, was ich von einem “geis­ti­gen Meis­ter” erwar­ten wür­de, zieht Aiv­an­hov die Leser in höchst schwam­mi­ge und unfass­ba­re Berei­che des “höhe­ren und nie­de­ren Selbst”.

Das “höhe­re und nie­de­re Selbst” sind Haupt­the­men der Okkul­tis­tin Hele­na Blava­ts­ky130Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hodgson Report”: hier kli­cken131Beschrei­bung der bizar­ren Vor­fäl­le um Blava­ts­ky im Buch “Madame Blavatsky’s Baboon” von Peter Washing­ton bei Ama­zon: hier kli­cken und Rudolf Stei­ners. Blava­ts­ky beschreibt die bei­den Natu­ren in meh­re­ren Schrif­ten, am aus­führ­lichs­ten aber in ihrem Buch “Der Schlüs­sel zur Theo­so­phie”.132Link zum Buch “Der Schlüs­sel zur Theo­so­phie” von Hele­na Blava­ts­ky bei Ama­zon: hier kli­cken Stei­ner ergießt sich auch in meh­re­ren Schrif­ten in die­ses The­ma, am deut­lichs­ten wohl in “Theo­so­phie. Ein­füh­rung in über­sinn­li­che Welt­erkennt­nis und Men­schen­be­stim­mung (GA 9)”.133Link zum Buch “Theo­so­phie. Ein­füh­rung in über­sinn­li­che Welt­erkennt­nis und Men­schen­be­stim­mung” von Rudolf Stei­ner bei Ama­zon: hier kli­cken

Alles, was Aiv­an­hov mit den vor­han­de­nen Infor­ma­tio­nen zum The­ma “höhe­re und nie­de­re Natur” machen muss­te, war sie für sei­ne Zwe­cke zu adap­tie­ren und anhand von anschau­li­chen Kreis­dia­gram­men der Öffent­lich­keit und den Mit­glie­dern sei­ner Sek­te zugäng­lich zu machen.

Nicht nur, dass kei­ne ein­zi­ge Beschrei­bung über den Atman‑, Bud­dhi- und Kau­sal­kör­per in der Bibel vor­kommt und sie die­se Kör­per somit als Rea­li­tät beschrei­ben wür­de, Aiv­an­hov ver­bin­det die­se mensch­li­che Erfin­dung zusätz­lich mit den Tier­kreis­zei­chen, mit der Astro­lo­gie. Die Astro­lo­gie ist den Men­schen in 5. Mose 18,10−13 als “Wahr­sa­ge­rei” ver­bo­ten, und ist dem Herrn ein Gräu­el.134Link zum You­Tube-Video “Klar­text: ASTROLOGIE und HOROSKOP – Dr. Lothar Gas­s­mann”: hier kli­cken Die vie­len Leser, die mei­nen, Aiv­an­hov sei wirk­lich ein “geis­ti­ger Meis­ter”, ein Ein­ge­weih­ter, Hell­se­her und Selbst­ver­wirk­lich­ter, fal­len auf die­se Beschrei­bun­gen her­ein und lan­den im Göt­zen­dienst. Zudem sind die­se Men­schen zutiefst davon über­zeugt, dass die Beschäf­ti­gung mit den Tex­ten Aiv­an­hovs zu posi­ti­ven Ver­än­de­run­gen in ihrem Leben geführt hat.

Und das ist Selbstbetrug.

Aivanhovs Interpretation der ersten beiden Sendschreiben

Auf den Sei­ten 66 bis 68 legt uns Aiv­an­hov sei­ne Inter­pre­ta­ti­on der Send­schrei­ben an Ephe­sus und Smyr­na vor. Er ver­sucht im ers­ten Satz sei­ner Inter­pre­ta­ti­on dem Leser weis­zu­ma­chen, dass mit sei­nen astro­lo­gi­schen Erklä­run­gen alles viel kla­rer erschei­nen wird. In die­sen kur­zen Absät­zen wird deut­lich, wie weit Aiv­an­hov von den Grund­wahr­hei­ten der Hei­li­gen Schrift und Jesus Chris­tus ent­fernt ist. Aiv­an­hov wagt es, den Gebo­ten der Hei­li­gen Schrift zum Trot­ze, Bibel­ver­se mit der Astro­lo­gie, einer Pra­xis, die durch die Bibel selbst als Irr­leh­re defi­niert ist, erklä­ren zu wol­len. Die Astro­lo­gie wird bei Aiv­an­hov zu einem Erklärm­odell für Kern­aus­sa­gen der Hei­li­gen Schrift.

Das geht natür­lich nach hin­ten los, denn es geht im Send­schrei­ben an Ephe­sus pri­mär um “die ers­te Lie­be”.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 2,4 ↗

Die “ers­te Lie­be”, das ist Jesus Chris­tus selbst. Die “ers­te Lie­be” steht für die ursprüng­li­che, bren­nen­de und per­sön­li­che Lie­be zu Jesus Chris­tus. Die­se “ers­te Lie­be” ist zugleich der Start­punkt, von dem aus alle Zie­le im per­sön­li­chen Leben und in der Gemein­de erreich­bar sind. Die “ers­te Lie­be” kennt und spürt ein Mensch ab dem Zeit­punkt, an dem er sich ganz bewusst und wil­lent­lich zu Jesus hin­wen­det und um Ver­ge­bung sei­ner Sün­den bit­tet. Die “ers­te Lie­be” behält ein Christ für immer in sei­ner Brust, weil er die unfass­ba­re Gna­de Chris­tis erlebt und er in Got­tes Reich heim­kom­men darf.

Es ist nicht nur so, dass Aiv­an­hov mit kei­ner Sil­be im 4. Kapi­tel auf Jesus Chris­tus weist oder die­sen Namen auch nur erwähnt. Die “ers­te Lie­be” wird mit einem Pla­ne­ten erklärt, der in okkul­ten Krei­sen angeb­lich für die Lie­be steht. Venus. Aber nicht irgend­ei­ne Venus, son­dern die “erhöh­te Venus”.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 4, Sei­te 66

Ganz bewusst führt Aiv­an­hov die Leser an der Haupt­aus­sa­ge der Offen­ba­rung 2 vor­bei. Es geht in Aiv­an­hovs “geis­ti­ger Leh­re” nicht um Gott und Jesus Chris­tus und die Auf­for­de­rung, umzu­keh­ren und wie­der in die ursprüng­li­che Lie­be zu Chris­tus zu kom­men, es geht um Göt­zen und Göt­zen­dienst. Es geht Aiv­an­hov dar­um, die Leser von der Wahr­heit weg­zu­füh­ren und sie sei­ner okkul­ten Irr­leh­re zuzu­füh­ren. Wer den Namen Jesus im Brief an Ephe­sus weg­lässt und ihn durch eine okkul­te Prak­tik ersetzt, ist ein Irr­leh­rer von ganz beson­de­rer Güte. Wie schön, dass wir das in sei­nem Buch “Die himm­li­sche Stadt” schwarz auf weiß nach­le­sen können.

Im Send­schrei­ben an Smyr­na sieht es genau­so schlimm für die leicht­gläu­bi­gen Leser aus: Astro­lo­gie und Göt­zen­dienst statt Heils­bot­schaft und Umkehr. Die armen See­len, die auf Aiv­an­hov her­ein­ge­fal­len sind und ihren letz­ten Tag auf Erden erlebt haben, wer­den sich wun­dern. Vie­le Okkul­tis­ten und Licht­ar­bei­ter sind der Mei­nung, mit einer gro­ßen Men­ge guter Taten und viel spi­ri­tu­el­ler Pra­xis ins Jen­seits hin­über­zu­wech­seln, und vor allem, wie im letz­ten Satz im 4. Kapi­tel beschrie­ben, ihre Lei­den­schaf­ten über­wun­den zu haben. Sie alle sind der Mei­nung, ein Anrecht auf “die neue Erde” und das “Gol­de­ne Zeit­al­ter” zu haben und nach ihrem letz­ten Atem­zug im puren Licht zu wan­deln.135Link zum You­Tube-Video “Freue dich auf den Him­mel”: hier kli­cken

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 4, Sei­te 68

Was für ein Irr­glau­be! Aiv­an­hov hat sich eine unbe­schreib­li­che Schuld auf­ge­la­den, weil er die Men­schen so berech­nend in die Irre führt. Dem zwei­ten Tod kann man nur ent­ge­hen, indem man an Jesus Chris­tus glaubt und sein Geschenk der Erret­tung annimmt. Bei sei­ner Bekeh­rung erfährt ein Mensch die voll­kom­me­ne Ver­ge­bung sei­ner Sün­den und sei­ner Schuld durch Jesus Chris­tus. Des­halb ist Jesus als Sohn Got­tes in die­se Welt gekom­men. Des­halb sagt Jesus auch heu­te noch “Aber ich habe gegen dich, dass du dei­ne ers­te Lie­be ver­las­sen hast” und ich for­de­re die Leser an die­ser Stel­le auf, selbst nach­zu­prü­fen, wie weit die Irr­leh­re Aiv­an­hovs im Gegen­satz zur Hei­li­gen Schrift steht und umzukehren.

Lie­be Leser, die Bibel behan­delt die Umkehr zu Gott als eines ihrer Haupt­the­men. Bit­te las­sen Sie sich durch Aiv­an­hovs Tex­te und Bücher nicht ver­füh­ren und täu­schen. Nie­mand von der gesam­ten Mensch­heit kann sich durch eige­ne Anstren­gung zu Gott erhe­ben oder sogar Gott gleich sein. Wir alle haben nur die­se eine Chan­ce auf Ret­tung, die uns Jesus Chris­tus anbie­tet. Der Okkul­tis­mus, wie ihn Aiv­an­hov lehrt, führt in genau die ande­re Rich­tung. Wer die­sen Weg wählt, wird am Ende in der abso­lu­ten Fins­ter­nis erwa­chen. Infor­ma­tio­nen zu Ihrer Bekeh­rung fin­den Sie hier: hier kli­cken ↗.

Kapitel 5: Brief an die Gemeinde von Pergamon

Überzeugende Präsentation der Unkenntnis Aivanhovs

Wie schon in Kapi­tel 4, befasst sich Aiv­an­hov auch in Kapi­tel 5 nur am Ran­de mit dem The­ma der Über­schrift, mit dem Send­schrei­ben an Per­ga­mon. Der kleins­te Teil der Absät­ze behan­delt die bibli­schen Aus­sa­gen, über­wie­gend wer­den okkul­te Prak­ti­ken und Aber­glau­be bespro­chen. Dabei geht Aiv­an­hov so pri­mi­tiv zugan­ge, dass ich mich wie­der fra­gen muss, wie mir das in den 16 Jah­ren mei­ner Anstel­lung beim Pros­ve­ta Ver­lag ent­gan­gen sein konn­te. Ja, ich glaub­te jedes Wort die­ses selbst­er­nann­ten “geis­ti­gen Meis­ters” und stell­te nichts von sei­nen Äuße­run­gen in Fra­ge, ein­fach, weil ich ihn als “Meis­ter” sah. Aber das ist er nicht.

Kapi­tel 5 läuft über 8 Sei­ten, ist also ver­hält­nis­mä­ßig kurz. Viel zu kurz wenn man bedenkt, was für ein rie­si­ges Lehr­ma­te­ri­al der Brief an Per­ga­mon beinhal­tet, begin­nend mit dem zwei­schnei­di­gen Schwert in Vers 12, mit dem Thron Satans und der Tötung des Anti­pas in Vers 13, der Tat­sa­che, dass Chris­tus nur ein Weni­ges gegen Per­ga­mon hat in Vers 14, der abso­lut unmiss­ver­ständ­li­che Auf­ruf zur Buße in Vers 16, das Man­na und der wei­ße Stein in Vers 17. Aber die Bespre­chung und Aus­le­gung des Send­schrei­bens igno­riert Aiv­an­hov zuguns­ten sei­ner Leh­re über okkul­te Prak­ti­ken und den Aberglauben.

Inter­es­san­ter­wei­se beginnt Kapi­tel 5 gleich mit den ers­ten Wor­ten des “geis­ti­gen Meis­ters” als Bestä­ti­gung sei­ner Unwis­sen­heit die­ser Bibel­stel­le. Aiv­an­hov meint, er wer­de sich nur mit “den letz­ten Sät­zen” des Brie­fes an die Gemein­de von Per­ga­mon befassen:

Zitat und Über­set­zung “Appro­che de la Cité céles­te, com­men­tai­res de l’A­po­ca­lyp­se”, Kapi­tel 4 “Lett­re à l’Ég­li­se de Per­game”, Sei­te 68

Die von Aiv­an­hov zitier­te Stel­le sind aber kei­ne letz­ten, also meh­re­re Sät­ze, es ist nur einer. Auch sind es nicht meh­re­re Ver­se, es ist einer, Offen­ba­rung, Kapi­tel 2, Vers 17. Ja, das scheint ober­fläch­lich betrach­tet nur eine Klei­nig­keit zu sein, aber für einen “geis­ti­gen Meis­ter”, einer, der sich her­aus­nimmt, Bibel­leh­rer und Weis­heits­leh­rer zu sein, einer, der sich Zutritt zum Bewusst­sein Chris­ti ver­schaf­fen kann, für so jemand ist das ein ziem­lich star­kes Stück an prä­sen­tier­ter Unkennt­nis. Das Buch kam 1989 in Frank­reich im Ori­gi­nal her­aus und wur­de 2001 vom deut­schen Pros­ve­ta Ver­lag her­aus­ge­ge­ben, und in die­ser gan­zen lan­gen Zeit soll nie­mand bemerkt haben, was für ein Unsinn in die­sen Zei­len steht?

Die Bibel­stel­le Offen­ba­rung 2, Vers 17, um die es Aiv­an­hov in Kapi­tel 5 geht, im Wort­laut aus der Schlach­ter 2000:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 2,17 ↗

Viel­leicht bin ich da etwas zu klein­lich, aber einem Men­schen, dem ich mei­ne geis­ti­ge Gesund­heit und mein geist­li­ches Wachs­tum anver­traue, jemand, der angeb­lich als “Berg­füh­rer sei­ne Kame­ra­den sicher bis zum Gip­fel führt”, muss ich zu 100% ver­trau­en kön­nen. Wie wir sehen, ver­zet­telt sich der gro­ße Ein­ge­weih­te Aiv­an­hov aber schon mit den kleins­ten Dingen.

Die Lach- und Sachgeschichte mit dem weißen Stein

Lei­der kann man in den Erklä­run­gen Aiv­an­hovs in Kapi­tel 5 kei­ner­lei rea­len Bezug zur Bibel fin­den. Von der christ­li­chen War­te aus betrach­tet, fin­den wir nur Aber­glau­be und Göt­zen­dienst. Das ist trau­rig, aber wahr. Wir kön­nen aber die­se brand­ge­fähr­li­che Anstif­tung zum Göt­zen­dienst, die Aiv­an­hov hier ver­mit­teln will, in eine klei­ne Lach- und Sach­ge­schich­te nach dem Vor­bild von der Sen­dung mit der Maus136Link zur Sei­te “Die Sei­te mit der Maus” vom WDR: hier kli­cken ver­wan­deln. Geweint wegen all den Lügen und Ver­dre­hun­gen, die Aiv­an­hov in die­sem Buch dem Leser auf­tischt, haben wir ja schon genug. Klingt komisch, ist aber so.

Rezension Izvor 230: Die himmlische Stadt - Aivanhov -Prüfung der Aussagen Omraam Mikhael Aivanhovs aus christlicher und bibeltreuer Sicht.

Der böse alte Mann mit dem wei­ßen Bart sagt auf Sei­te 70, dass vie­le Men­schen über einen wei­ßen Stein spre­chen. Er frägt sich dann sel­ber, war­um das so ist. Er erklärt auch, dass auf dem wei­ßen Stein irgend­wel­che Zei­chen ste­hen. Und weil wir den bösen Mann jetzt schon län­ger ken­nen, kön­nen wir gleich dazu­sa­gen, dass der böse Mann bestimmt denkt, dass das Geheim­zei­chen sein sol­len, die irgend­was mit denen machen kön­nen, die die wei­ßen Stei­ne haben. Und die, die die wei­ßen Stei­ne haben, sind ja auch schon Sie­ger, denn die haben vor­her schon über was gesiegt. Über was, das sagt der böse Mann erst viel wei­ter hin­ten im Buch, auf Sei­te 74. Er muss über sich sel­ber gesiegt haben.

Der böse Mann mit dem wei­ßen Bart sagt dann auch, wie der wei­ße Stein heißt: Talis­man.137Link zum Gemi­ni-Chat „hele­na blava­ts­ky talis­ma­ne“: hier kli­cken Aber woher weiß der Mann das denn? Das steht doch nir­gends. Und außer­dem haben wir im Reli­gi­ons­un­ter­richt gelernt, dass die Geschich­te mit dem wei­ßen Stein in der Bibel steht und die Bibel sagt ganz laut, dass wir kei­ne Talis­män­ner und Glücks­brin­ger haben sol­len. Die, die Talis­ma­ne haben, haben ihr Ver­trau­en in unse­ren Gott ver­lo­ren und wol­len, dass der Glücks­brin­ger an sei­ne Stel­le kommt. Aber unser Reli­gi­ons­leh­rer sagt immer, dass wir nie von unse­rem Gott und von Jesus weg­ge­hen dür­fen, weil die unser ein­zi­ges Heil sind.

Der böse alte Mann mit dem wei­ßen Bart sagt so vie­le Wor­te auf den Sei­ten mit dem wei­ßen Stein, dass es einem ganz schwind­lig im Kopf wird, von den vie­len Wör­tern, die er gebraucht. Und das ist alles falsch, was er sagt. Der wei­ße Stein ist näm­lich was ganz ande­res. Der wei­ße Stein in der Bibel ist näm­lich gar kein Zau­ber­ding. In der Zeit, als Johan­nes das auf­ge­schrie­ben hat, haben Rich­ter in Grie­chen­land klei­ne wei­ße Stei­ne benutzt, wenn sie jemand frei­ge­spro­chen haben. Ein schwar­zer Stein bedeu­te­te „schul­dig“, ein wei­ßer Stein bedeu­te­te „frei“.138Link zum You­Tube-Video “Freue dich auf den Him­mel!”: hier kli­cken

Der wei­ße Stein sagt also, dass die, die ihn bekom­men, frei­ge­spro­chen wer­den.139Link zum Gemi­ni-Chat „Abstim­mung mit Stimm­stei­nen“: hier kli­cken Aber von wem und von was? Der böse alte Mann sagt, dass die Men­schen ihre Schwä­chen und Lei­den­schaf­ten und alle ihre nie­de­re Nei­gun­gen über­wun­den haben müs­sen, bevor sie den wei­ßen Stein krie­gen, aber das geht doch gar nicht, wir sind doch Men­schen. Die Geschich­te mit dem wei­ßen Stein in der Bibel sagt was ganz ande­res. Die, die nach­her den wei­ßen Stein haben, sind die Chris­ten, die die bösen Wor­te und Taten über­ste­hen, die denen gesagt und ange­tan wer­den, weil sie zu Jesus hal­ten und den lieben.

Dar­um sagt Jesus dann, dass die Über­win­der den Stein nach­her haben, weil sie das alles über­stan­den und über­wun­den haben. Die sind die gan­ze Zeit ganz fest mit unse­rem Jesus ver­bun­den geblie­ben und haben dem Jesus all ihr Ver­trau­en gege­ben und die sind dann spä­ter nicht ent­täuscht wor­den. Die haben den wei­ßen Stein, also den Frei­spruch bekom­men. Ist ja auch gut so. Das steht ja auch schon wei­ter oben in der Bibel, da wo steht, dass da der Thron vom Satan ist, und auch, dass die den armen Anti­pas getö­tet haben. Und trotz­dem haben die am Namen Jesus fest­ge­hal­ten, wie wenn man sich beim Sturm am Baum fest­klam­mert. Der kippt ja auch nicht um. Da ist man sicher.

Aber der böse alte Mann mit dem wei­ßen Bart will, dass wir das alles falsch ver­ste­hen und der tut auch noch so, als ob das alles wahr wäre, was der sagt. Aber der tut genau das Gegen­teil von dem, was in der Bibel steht. Und der Jesus sieht das, der weiß ganz genau, wann einer ihn ver­las­sen hat, weil der jetzt so Din­ger und Talis­ma­ne hat, die er um den Hals oder als Arm­reif oder ver­steckt in sei­nen Kla­mot­ten trägt. Das dür­fen wir nie machen!140Link zum Gemi­ni-Chat „was sagt die bibel zu talis­ma­nen?“: hier kli­cken

Jesus meint also: Wer fest zu Ihm hält, auch wenn es gefähr­lich wird, der bekommt am Ende den Frei­spruch. Der böse alte Mann mit dem wei­ßen Bart will aber, dass wir glau­ben, wir müss­ten erst ganz vie­le tol­le Übun­gen machen und unse­re Lei­den­schaf­ten besie­gen, um uns die­sen Stein zu ver­die­nen. Er macht aus Got­tes Geschenk eine schwe­re Haus­auf­ga­be und aus Jesus einen Magier.

Das verborgene Manna

Statt das Send­schrei­ben an Per­ga­mon als Gan­zes zu erklä­ren, damit auch die etwas schwie­ri­ge­ren Tei­le die­ses Brie­fes ver­ständ­lich wer­den, miss­braucht Aiv­an­hov den Begriff des „ver­bor­ge­nen Man­nas“, um sei­ne okkul­te Ideo­lo­gie zu ver­an­kern. Wie ich oben in der Lach- und Sach­ge­schich­te mit dem wei­ßen Stein auf­de­cken konn­te, über­schreibt Aiv­an­hov die rea­le Bedeu­tung der Bibel mit sei­nen fik­ti­ven Dar­stel­lun­gen und Deu­tun­gen aus dem tiefs­ten Okkul­tis­mus. Der Weg des Men­schen, der sich auf die “geis­ti­ge Leh­re” Aiv­an­hovs ein­lässt, endet zwangs­wei­se in der Fins­ter­nis. Der Weg mit Jesus führt aus den Lügen her­aus in eine für uns nicht fass­ba­re und vor­stell­ba­re Freiheit.

Aiv­an­hov nimmt zur Ver­voll­stän­di­gung sei­ner Beschrei­bung des Send­schrei­bens an Per­ga­mon das “ver­bor­ge­ne Man­na” und ver­sucht, ihm eine völ­lig ande­re und bibel­fer­ne Bedeu­tung auf­zu­er­le­gen, als es tat­säch­lich hat. Er sagt auf Sei­te 74:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 5, Sei­te 74

In die­sem Zitat ver­birgt sich die größt­mög­li­che Gefahr für einen Men­schen, der in sich einen Ruf ver­spürt, sich zu Gott auf­zu­ma­chen. Vie­le Men­schen wer­den von den Okkul­tis­ten, den Schar­la­ta­nen, den Blen­dern und Täu­schern, den Irr­leh­rern und Göt­zen­die­nern abge­fan­gen und in die fal­sche Rich­tung geführt. Mit tol­len und fast nicht enden wol­len­den Wort­schwal­len, Büchern, Vide­os und Pod­casts ver­su­chen die­se Men­schen, eine größt­mög­li­che Anhän­ger­schaft um sich zu scha­ren, die umso leich­ter zu steu­ern ist, je mehr Men­schen sich ihr anschlie­ßen. Auf die­se Wei­se arbei­te­te Aiv­an­hov und auch die aus sei­ner “Leh­re” her­vor­ge­gan­ge­nen Leh­rer, Men­to­ren und Coaches.

Doch Vor­sicht! Der von Aiv­an­hov als “Weg der Evo­lu­ti­on” beschrie­be­ne Pfad ist nichts ande­res als die Lüge Satans in 1.Mose 3,5. Satan sagt zu Eva”…An dem Tag, da ihr davon esst, wer­den euch die Augen geöff­net, und ihr wer­det sein wie Gott und wer­det erken­nen, was Gut und Böse ist!”. Immer mehr “spi­ri­tu­el­le Errun­gen­schaf­ten, Tugen­den und Qua­li­tä­ten” zu errei­chen und immer “wei­ter auf dem Weg der Evo­lu­ti­on vor­an­zu­schrei­ten”, beschreibt genau die­ses Sze­na­rio. Am Ende des Weges wer­det ihr sein wie Gott! Das ist die größ­te Fal­le, in die Aiv­an­hov sei­ne Leser und “Schü­ler” füh­ren kann.

Gott möch­te, dass der Mensch umkehrt und wie­der zu ihm zurück­kehrt. Das funk­tio­niert aber nicht, indem der Mensch ver­sucht, sich selbst zu erhö­hen und gott­gleich zu wer­den. Das geht nur über eine tie­fe Ein­sicht des Ein­zel­nen und sei­nem Ein­ge­ständ­nis sei­ner Sün­den. Der Mensch hat sich nun mal gegen Gott ver­sün­digt, dar­an gibt es nichts zu rüt­teln. Wer durch Demut und eine bren­nen­de Lie­be zu Gott und Jesus in der Lage ist, das größ­te Geschenk Got­tes anzu­neh­men, wird sei­ne Sün­den beken­nen und sie sich durch Jesus abneh­men las­sen. Dann erfüllt sich Jesu Ver­spre­chen “Ich bin der Weg und die Wahr­heit und das Leben; nie­mand kommt zum Vater als nur durch mich!”. Alles ande­re sind Irrwege!

Aiv­an­hovs Beschrei­bung des Man­na ist falsch. Das “ver­bor­ge­ne Man­na“141Link zum Niko­de­mus-Chat „Ver­bor­ge­ne Man­na — Bedeu­tung“: hier kli­cken ist kein Bewusst­seins­zu­stand, den es zu errei­chen gilt. Das ver­bor­ge­ne Mann ist Jesus Chris­tus selbst! Ver­bor­gen des­halb, weil die Welt, der unbe­wuss­te Mensch, nicht ver­ste­hen kann, dass es eine sehr tie­fe, inne­re Gemein­schaft mit Jesus Chris­tus gibt, die ein Mensch, der kei­ne ech­te Bezie­hung zu Jesus begon­nen hat, nicht ver­steht. Wer durch Umkehr und Bekeh­rung ein Kind Got­tes gewor­den ist, rea­li­siert in einem Augen­blick die unfass­ba­re Gna­de und den uner­mess­li­chen Reich­tum, dass er an der Sei­te Got­tes die Ewig­keit ver­brin­gen darf. Kei­ne eige­ne Anstren­gung wird zu die­sem Punkt füh­ren, allein die Gna­de Got­tes ermög­licht uns das.

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 6,35 ↗

Jesus ruft uns zu ihm, indem er sagt “Wer zu mir kommt…”. Das ist eine Ein­la­dung! Bit­te, lie­be Leser, prü­fen Sie selbst, wie oft Aiv­an­hov in sei­nen Büchern eine ech­te Hil­fe und Anwei­sun­gen gibt, zu Jesus zu kom­men, Buße zu tun und sich zu bekeh­ren. Aiv­an­hov führt uns in immer neue und grö­ße­re Anstren­gun­gen, durch spi­ri­tu­el­le Dis­zi­pli­nen, Ent­hal­tun­gen und Rei­ni­gun­gen, durch das Stu­di­um anti­ker und okkul­ten Schrif­ten und durch den Göt­zen­dienst – und damit von Jesus weg. Die Kab­ba­la und die Astro­lo­gie zu stu­die­ren wird ein gan­zes Leben eines Men­schen dau­ern, für Jesus bleibt schlicht und ein­fach kei­ne Zeit mehr übrig.

Infor­ma­tio­nen zu Ihrer Bekeh­rung fin­den Sie hier: hier kli­cken ↗. Bit­te geben Sie Jesus heu­te noch eine Chan­ce, zu Ihnen kom­men zu kön­nen und sehen Sie sich die­ses Video an. Ihre ein­zi­ge Mög­lich­keit, die Ewig­keit mit Gott zu ver­brin­gen, ist Ihre Bekehrung.

Kapitel 6: Brief an die Gemeinde von Laodizea

In Kapi­tel 6 (Sei­te 77–90) setzt sich ein Mus­ter fort, das für das gesam­te Werk bezeich­nend ist: Die bibli­sche Bot­schaft wird zur Neben­sa­che degra­diert. Auch beim sieb­ten Brief an die Gemein­den fin­det ein Ver­such Aiv­an­hovs statt, hoch­geist­li­che Tex­te durch Göt­zen und durch die Bibel ver­bo­te­ne Hand­lun­gen dem Leser ver­ständ­lich zu machen. Als wäre es das selbst­ver­ständ­lichs­te der Welt, erklärt der “geis­ti­ge Meis­ter” den wohl schärfs­ten Brief anhand der Astro­lo­gie.142Link zum You­Tube-Video “WARNUNG VOR OKKULTISMUS, WAHRSAGEN, KARTENLEGEN, ASTROLOGIE. Dr. Kurt Koch”: hier kli­cken Zusätz­lich bekommt der Leser eine tri­via­le Abhand­lung über Wär­me und Käl­te, die einem Kin­der­gar­ten­kind gege­ben wer­den könn­te. In die­ser (schein­bar) ein­fa­chen Erklä­rung ste­cken aber hoch­pein­li­che Fehler.

Das sechs­te Kapi­tel läuft über 14 Sei­ten, von Sei­te 77 bis Sei­te 90. Von den 2.758 Wör­tern des Kapi­tels, wur­den 424 für Bibel­zi­ta­te ver­wen­det, das ent­spricht 15,4%. Beson­ders erschre­ckend ist dabei, dass der Name unse­res Hei­lands Jesus Chris­tus in Aiv­an­hovs Aus­füh­run­gen zu die­sem viel­leicht schärfs­ten aller Send­schrei­ben kon­se­quent uner­wähnt bleibt. Statt­des­sen wird der Leser mit einem okkul­ten Durch­ein­an­der kon­fron­tiert, das den Blick auf das Wesent­li­che, näm­lich unse­re Bezie­hung zu Chris­tus, durch die aus­ge­prägt kind­li­che Bild­spra­che, stark vernebelt.

Weder kalt noch heiß – Hinzufügungen, Entstellungen, Verkomplizierungen

Im ers­ten Teil des Kapi­tels ver­sucht Aiv­an­hov, den Brief an Lao­di­zea mit den zwei Zustän­den kalt/heiß (warm in der Luther-Über­set­zung, die hier schein­bar ver­wen­det wur­de) zu erklä­ren und bringt den Leser damit schon in den ers­ten Zei­len des sechs­ten Kapi­tels auf Abwe­ge, die garan­tie­ren, dass die gro­ße Haupt­aus­sa­ge des Brie­fes völ­lig über­se­hen wird. Über­zo­gen lang­at­mig bekommt der Leser eine Lek­ti­on über die Käl­te und die Wär­me und ist wegen der ver­wen­de­ten Bild­spra­che gedank­lich so weit von der Rea­li­tät des Send­schrei­bens ent­fernt, dass es für Aiv­an­hov ein Leich­tes ist, auf Sei­te 85 naht­los in den Göt­zen­dienst, die Astro­lo­gie zu wechseln.

Dabei beginnt das Send­schrei­ben an Lao­di­zea in der Bibel mit einer atem­be­rau­ben­den Selbst­vor­stel­lung Christi:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 3,14 ↗

Der Amen
Jesus beschreibt sich hier als “Amen”. Das hebräi­sche Wort Amen bedeu­tet “Ja, so sei es”, “wahr­lich” und “zuver­läs­sig” und wird als “der Treue, Wahr­haf­ti­ge, Zuver­läs­si­ge, der sei­ne Ver­hei­ßun­gen wahr macht” beschrie­ben. Jesus bringt hier zum Aus­druck, die Erfül­lung aller Ver­hei­ßun­gen zu sein.

Treu­er und wahr­haf­ti­ger Zeu­ge
Dar­aus geht her­vor, dass Jesus, der alles sieht, abso­lut objek­tiv und gerecht die Gemein­de beur­tei­len wird.

Der Ursprung der Schöp­fung Got­tes
Unmiss­ver­ständ­li­che Beschrei­bung der Hier­ar­chie Got­tes und eine ers­te Andeu­tung an die Gemein­de, dass Jesus über der mate­ri­el­len Welt steht, auf die die Gemein­de so stolz war.

Der ers­te Vers im Brief an Lao­di­zea wird von Aiv­an­hov mit kei­ner Sil­be erwähnt. Das ist sehr scha­de, denn hier liegt ein Schlüs­sel in der Betrach­tungs­wei­se der Men­schen Jesu Chris­ti gegen­über. Mit nur einem Satz schafft Jesus es, sei­ne abso­lu­te Gestalt dar­zu­stel­len. Kein Geschwa­fel, kei­ne Ver­wir­rung, ein­fach nur klar her­aus, wer er ist und wie es wei­ter geht. Lie­be Leser, bit­te mer­ken Sie sich die­sen Vers. Jesus beschreibt sich als “der Ursprung der Schöp­fung”. Das ist eine äußerst wich­ti­ge Aus­sa­ge, denn Aiv­an­hovs anti­christ­li­cher Ver­such, Jesus gegen Mel­chise­dek aus­zu­tau­schen, zieht sich in sei­nem Buch bis in die letz­te Zeile.

Bild für »Heiß - Hierapolis«
Lao­di­zea

Heiß – Hierapolis

Bild für »Lau - Laodizea«
Lao­di­zea

Lau – Laodizea

Bild für »Kalt - Lykos (Kelkit Çayı)«
Lao­di­zea

Kalt – Lykos (Kelkit Çayı)

Von der Klar­heit Jesu könn­te sich Aiv­an­hov eini­ge Scheib­chen abschnei­den. Statt­des­sen schnappt schon im zwei­ten Satz nach dem Bibel­zi­tat die Fal­le zu. Wie in Kapi­tel 3 ver­sucht er dem Leser weis­zu­ma­chen, dass seit 2000 Jah­ren ver­sucht wird, die bei­den Begrif­fe heiß/kalt zu ver­ste­hen. Er führt aus, dass zum rich­ti­gen Ver­ständ­nis der tie­fe­ren Bedeu­tung von heiß/kalt noch eini­ge Erklä­run­gen dazu not­wen­dig sei­en. Wie in den vor­he­ri­gen Kapi­teln in die­sem Buch setzt sich Aiv­an­hov hier weit über die Leser­schaft, weil er unter­stellt, die­se wür­den die Send­schrei­ben nicht kapie­ren und es bedür­fe eines Ein­ge­weih­ten, um die Bibel­stel­le zu entschlüsseln.

Die fol­gen­den Erklä­run­gen, die bis zur Sei­te 85 rei­chen, haben mit der bibli­schen Aus­sa­ge nichts mehr zu tun. Mit einer aus­ge­präg­ten Bild­spra­che wird der logi­sche Ver­stand der Leser aus­ge­schal­tet und es beginnt eine gedank­li­che Rei­se von der Äqua­to­ri­al­ebe­ne und deren schö­nen, lei­den­schaft­li­chen Män­nern und Frau­en, die aber auch trä­ge und faul sein sol­len, hin­über in die kal­ten Regio­nen die­ser Erde mit deren fried­vol­len, nach­denk­li­chen und akti­ve­ren Men­schen. Dann wech­seln die Bil­der plötz­lich zu einem Kreis­lauf des Was­sers, wie es ver­duns­tet, von der Son­ne erwärmt auf­steigt und als Schnee auf die Gip­fel der Ber­ge fällt.

Das geht so wei­ter bis Sei­te 85. Aber der Leser ist dem eigent­li­chen The­ma, näm­lich dem Send­schrei­ben an die Gemein­de in Lao­di­zea, kei­nen Schritt näher gekom­men. Im Grun­de waren die Sei­ten 78–85 nur eine “Auf­wärm­run­de”, um den Ver­stand der Leser in eine Art hyp­no­ti­sche Unbe­weg­lich­keit zu brin­gen, damit der eigent­li­che Angriff, der mit der astro­lo­gi­schen Beschrei­bung des Tier­krei­ses auf die Ver­se der Offen­ba­rung des Johan­nes statt­fin­det, erfolg­reich aus­ge­führt wer­den kann. Wer hier nicht wach ist, fällt auf Aiv­an­hovs psy­cho­lo­gi­schen Trick “Wort­sa­lat” her­ein. Den “Wort­sa­lat” habe ich in Kapi­tel 3 aus­führ­lich erklärt.

Der Inhalt der Sei­ten 78–85 ist okkul­tes und ver­wir­ren­des bla, bla, bla, ohne Inhalt und Aus­sa­ge, die den bibli­schen Tat­sa­chen ent­spre­chen. Mit kei­ner Sil­be wird von der Bibel ver­langt, die Zustän­de heiß/kalt tie­fer zu beleuch­ten oder gar Bibel­ver­se anhand einer Irr­leh­re, der Astro­lo­gie, ver­ste­hen zu müs­sen. Vers 16 “Weil du aber lau bist und weder warm noch kalt, wer­de ich dich aus­spei­en aus mei­nem Mun­de”, meint, dass die Gemein­de in Lao­di­zea für Jesus unge­nieß­bar, also unbrauch­bar gewor­den ist. Schlim­mer noch, er ekelt sich gera­de­zu vor ihnen und droht, sie aus­zu­spei­en, wenn sie sich nicht ändern. Das hat abso­lut nichts mit “der tie­fe­ren Bedeu­tung” der Tem­pe­ra­tur zu tun, wie Aiv­an­hov dem Leser weis­ma­chen will.

Lao­di­zea bekam sein Was­ser von zwei Orten, die kilo­me­ter­weit ent­fernt waren. Dazu wur­de ein kom­pli­zier­tes Aquä­dukt­sys­tem benutzt. Lei­der war es so, dass das hei­ße Was­ser, das von den Kalk­sin­ter­ter­as­sen143Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sin­ter”: hier kli­cken in Hie­r­a­po­lis144Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Pamuk­ka­le”: hier kli­cken ent­nom­men wur­de, bei der Ankunft in Lao­di­zea lau­warm war. Die­ses Was­ser war gesät­tigt mit Kalk und schmeck­te im lau­war­men Zustand wider­lich, fast absto­ßend schlecht. Die­ses Bild gebraucht Jesus in Vers 16, als er sagt, er wird sie aus sei­nem Mund ausspeien.

Der sechs‑, tschuldigung, der siebenachsige Irrglaube der Astrologie

Die Leser, die den zwei­ten Teil des Kapi­tels mit wachem Geist und im Ver­gleich mit der Bibel lesen, kön­nen sich lang­sam ein Bild davon machen, war­um Gott so klar und unmiss­ver­ständ­lich über die Göt­zen und die Men­schen, die sich mit ihnen beschäf­ti­gen, spricht. 

Schlach­ter 2000 – 5.Mose 18,10−11

Die Gläu­bi­gen bekom­men von Gott mit 5.Mose 18 nicht nur ein Ver­bot der Astro­lo­gie, die unter das Stich­wort “Wahr­sa­ge­rei” fällt, son­dern haben mit Offen­ba­rung 21,8 ein sehr kla­res Bild vor Augen, was mit den Men­schen gesche­hen wird, die sich par­tout nicht an die­se Wei­sung halten.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 21,8

Die Bibel schil­dert uns mit einem ganz kla­ren Bild, was mit den Göt­zen­die­nern, also auch mit den Astro­lo­gen, pas­sie­ren wird. Sie wer­den es nicht in den Him­mel schaf­fen, denn Gott lässt es nicht zu, dass eini­ge hoch­mü­ti­ge Men­schen ver­su­chen, ihm ins Hand­werk zu pfu­schen. Mit dem bibli­schen Wis­sen lesen sich die Sei­ten in Kapi­tel 6 beson­ders schwer. Mit einer fast über­wäl­ti­gen­den Flut an nutz­lo­sen und schäd­li­chen Infor­ma­tio­nen beschreibt Aiv­an­hov sei­ne Sicht der Offen­ba­rung des Johan­nes. Er beweist damit, wie weit man von der Wahr­heit Got­tes ent­fernt sein kann.

Die Leser, die ver­su­chen, den Aus­füh­run­gen Aiv­an­hovs über die Astro­lo­gie zu fol­gen und sie zu ver­ste­hen, wer­den wegen der Will­kür­lich­keit der Beschrei­bun­gen schei­tern. Ein Bei­spiel davon ist die Deu­tung der 7. Ach­se, die laut Beschrei­bung nicht im Zodi­ak ein­ge­zeich­net sein soll, aber senk­recht durch den Mit­tel­punkt des Tier­krei­ses ver­läuft. Sie soll den Aus­gangs­punkt “für ein neu­es Mit­ein­an­der” dar­stel­len. Ich will an die­ser Stel­le die For­mu­lie­rung von Kapi­tel 3 im Abschnitt “Umdeu­tung von Brot und Wein” wie­der­ho­len, um deut­lich zu machen, dass in der von Aiv­an­hov vor­ge­ge­be­nen Rich­tung, nicht wei­ter­ge­dacht wer­den darf:

Egal wie mys­tisch, bunt und aus­ge­schmückt die Phan­ta­sie­vor­stel­lun­gen der Astro­lo­gen wei­ter­ge­hen, und egal wie leben­dig, logisch und boden­stän­dig sie sich anhö­ren, sie haben kei­nen Bestand, null, weil Gott selbst sie den Gläu­bi­gen ver­bie­tet. Wer sich trotz­dem damit beschäf­tigt und meint, Gewinn für sein per­sön­li­ches Leben dar­aus zie­hen zu kön­nen, betreibt per Defi­ni­ti­on Göt­zen­dienst und ist unse­rem Gott ein Gräu­el. Er wird ver­trie­ben wer­den und lan­det in der ewi­gen Fins­ter­nis, so steht es geschrie­ben. Das ist das End­ziel, auf das Aiv­an­hov sei­ne Leser und “Schü­ler” hinsteuert.

Aiv­an­hov ver­sucht, Vers 18 des Send­schrei­bens an Lao­di­zea anhand der Astro­lo­gie kom­plett umzu­deu­ten und ihn sei­ner Irr­leh­re anzu­eig­nen. Dabei geht er sogar soweit, dass er behaup­tet, ein Stern­bild, der Löwe, wür­de als “Herz des Uni­ver­sums” sei­ne segens­rei­chen Kräf­te aus­strah­len. Vers 18 aus der Schlach­ter 2000:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 3,18

  • Gold, das im Feu­er geläu­tert ist
    Aiv­an­hov sagt, dass das Gold die segens­rei­chen Kräf­te sind, die der Löwe aus­strahlt (Sei­te 86). Jesus meint damit aber den geist­li­chen Reich­tum, statt mate­ri­el­ler Reich­tum (vgl. Mat­thä­us 5,3 ↗). Er spricht hier auch direkt den Glau­ben an, der durch Prü­fun­gen (Feu­er) gerei­nigt wor­den ist und fel­sen­fest steht (vgl. 1.Petrus 1,7 ↗). In ers­ter Linie soll aber Jesus Chris­tus selbst damit gemeint sein, und er möch­te, dass die Gemein­de sich ganz auf ihn und sei­ne Gna­de ver­lässt, statt auf mate­ri­el­le Din­ge (vgl. Kolos­ser 2,3 ↗).
  • Wei­ße Klei­der
    Für Aiv­an­hov sind die wei­ßen Klei­der Weis­heit aus der Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft. Sie soll die Syn­the­se aller Tugen­den sein und sie sol­len spi­ri­tu­el­le Klei­der sein, genannt “Aura” (Sei­te 88). Jesus sagt aber, dass die wei­ßen Klei­der die Blö­ße bede­cken, also unse­re Sün­den. Sie wer­den weiß, weil Jesus uns rei­nigt. Er ruft uns mit sei­ner Gerech­tig­keit in ein neu­es Leben.
  • Augen­sal­be
    Für Aiv­an­hov stellt die Augen­sal­be den Pla­ne­ten Ura­nus dar. Ura­nus erlau­be, so Aiv­an­hov, die Wahr­heit zu sehen. Jesus meint aber sich selbst, wenn er von der Augen­sal­be spricht. Jesus schenkt uns durch den Hei­li­gen Geist die Erkennt­nis, geis­tig klar zu sehen und unse­re Situa­ti­on dadurch bes­ser zu ver­ste­hen. Er bit­tet die Gemein­de in Lao­di­zea, Ihn um die geist­li­che Seh­fä­hig­keit zu bit­ten, statt sich auf mate­ri­el­le Din­ge zu verlassen.

Auch in die­sem Abschnitt der Offen­ba­rung des Johan­nes geht es aus­schließ­lich um Jesus Chris­tus. Jesus allein gibt Gna­de und Gerech­tig­keit, um Ihn dreht sich alles. Wir kön­nen durch Jesus von allen unse­ren Sün­den rein­ge­wa­schen wer­den und Erlö­sung im Haus des Vaters fin­den. Aiv­an­hov zieht die Auf­for­de­run­gen und die Ange­bo­te Chris­tis jedoch ins abso­lut Gegen­tei­li­ge. Er sagt auf Sei­te 89, dass man mit der Ach­se Was­ser­mann-Löwe arbei­ten müs­se, um Lie­be, Weis­heit und Wahr­heit zu erlan­gen. Wir sehen ja jetzt, wohin es führt, wenn Gestal­ten wie Aiv­an­hov von Wahr­heit sprechen.

Die Degradierung Christi zum Symbol

Die Schmä­hun­gen Aiv­an­hovs gegen Jesus Chris­tus zie­hen sich in die­sem Kapi­tel kon­se­quent bis zum letz­ten Satz. Die wohl hef­tigs­te Ent­glei­sung fin­det sich am Ende des Kapi­tels auf Sei­te 90. Hier wird deut­lich, dass Aiv­an­hov Jesus Chris­tus nicht als den leben­di­gen Sohn Got­tes und Schöp­fer aner­kennt, son­dern ihn auf ein kos­mi­sches Sym­bol reduziert:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 6, Sei­te 90

Indem Aiv­an­hov Chris­tus auf den „Stuhl eines Tier­kreis­zei­chens“ setzt und ihn zum blo­ßen Sym­bol erklärt, begeht er eine fun­da­men­ta­le Schmä­hung. Ein Sym­bol kann nie­man­den ret­ten. Ein Sym­bol ver­gibt kei­ne Sün­den. Nur der leben­di­ge Jesus Chris­tus, der wahr­haf­ti­ge Gott, bie­tet uns Erlö­sung an. Wer Jesus nur als einen „Aspekt der Son­ne“ betrach­tet, wird sys­te­ma­tisch von einer per­sön­li­chen, hei­li­gen Bin­dung zu ihm ent­fernt. Die­se „Ein­wei­hungs­leh­re“ ist dar­auf aus­ge­legt, den Thron Got­tes durch die fik­ti­ven Kon­struk­te der Astro­lo­gie zu erset­zen und den Men­schen in der Selbst­er­lö­sung und Selbst­ver­got­tung, den schlimms­ten For­men des Hoch­muts, gefan­gen zu hal­ten. Nur Jesus kann uns ret­ten, kein Sym­bol ver­mag dies.

Kapitel 7: Die Vierundzwanzig Ältesten und die vier Heiligen Tiere

Was ist die Offenbarung eigentlich?

In Kapi­tel 7 fin­det eine so star­ke Ent­fer­nung von Gott und eine Ver­zer­rung der bibli­schen Tat­sa­chen statt, dass es mir ein Anlie­gen ist, den Namen des letz­ten Buchs der Bibel zu erklä­ren. Im Grie­chi­schen heißt die Offen­ba­rung „Apo­ka­lyp­se“. 145Link zum Arti­kel ” Apo­ka­lyp­tik (NT)”: hier kli­cken

Apo­ka­lyp­se heißt also „wegent­hül­len“, wört­li­che Bedeu­tung „Ent­hül­lung“ oder „Ent­schleie­rung“.146Link zum Arti­kel “Apo­ka­lyp­se” auf wik​tio​na​ry​.org: hier kli­cken Das letz­te Buch der Bibel ist eine Ent­hül­lung ver­schie­dens­ter Tat­sa­chen und Plä­ne durch Gott. Gott ent­hüllt uns Men­schen sei­ne Plä­ne, mit wel­chen Maß­nah­men er die Mensch­heit kon­fron­tie­ren wird, um sie dazu zu brin­gen, sich ihm zuzu­wen­den und umzu­keh­ren. Nie­mals wur­de die Offen­ba­rung zur Ver­wir­rung der Men­schen geschrie­ben und auch nicht, um sie anzu­stif­ten, gegen die Gebo­te Got­tes zu han­deln oder um sie mit Göt­zen und Irr­leh­ren in Kon­takt zu bringen.

Die Infor­ma­tio­nen um die­ses Wort sind wich­tig, um zu ver­ste­hen, in welch erschre­cken­dem Maße Aiv­an­hovs Irr­leh­re über die Leser­schaft gelegt wer­den soll. Begin­nend mit dem ers­ten Satz in die­sem Kapi­tel führt er den Leser auf geis­ti­ge Abwe­ge, die mit kei­nem Wort in der Bibel zu fin­den sind und nir­gends Bestä­ti­gung fin­den, außer in den okkul­ten Schmäh­schrif­ten, die Aiv­an­hov nach­weis­lich zur Irre­füh­rung sei­ner Leser benutzt.

Ich möch­te an die­ser Stel­le auch noch­mals dar­auf hin­wei­sen, dass die Bibel ein abge­schlos­se­nes Werk dar­stellt. Mit dem letz­ten Satz in der Apo­ka­lyp­se, der Offen­ba­rung des Johan­nes, hört die Bibel auf. Die Bibel ist irr­tums­los und es gibt aus ihr nichts her­aus­zu­strei­chen, hin­zu­zu­fü­gen oder zu kor­ri­gie­ren. Die Bibel stellt ein Boll­werk dar, auf das man sich zu 100% ver­las­sen kann. Die Bibel ist zum größ­ten Teil selbst­er­klä­rend,147Scrip­tu­ra scrip­turam inter­pre­ta­tur – Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “sola scrip­tu­ra”: hier kli­cken und die­se Erfah­rung kann jeder Mensch machen, der sich ernst­haft vor­nimmt, sie zu stu­die­ren um Gott näher zu kom­men. Hilfs­mit­tel wie z. B. Bibel-Lese­plä­ne, Haus­krei­se und vie­les ande­res gibt es genug.148Link zur Sei­te “Bücher zur Bibel” beim Jere­mia-Ver­lag: hier kli­cken

Die „Ein­wei­hungs­leh­re“ der Okkul­tis­ten und Irr­leh­rer deckt sich nicht mit dem Wort „Apo­ka­lyp­se“, also eine Ent­hül­lung der gött­li­chen Infor­ma­tio­nen. Eine „Ein­wei­hungs­leh­re“ führt immer in eine Ver­kom­pli­zie­rung und in immer wei­te­re Ver­hül­lun­gen und Ver­zer­run­gen der bibli­schen und his­to­ri­schen Tat­sa­chen. Das ist in die­sem Kapi­tel sehr deut­lich zu sehen. Aiv­an­hov gebraucht ver­schie­dens­te okkul­te Tra­di­tio­nen, die er ver­mischt, um sei­ne „geis­ti­ge Leh­re“ dar­aus zu machen. Gleich der ers­te Satz in Kapi­tel 7 ist ein Ver­stoß gegen Jesu Chris­tis War­nung in Offen­ba­rung 22,18−19:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 22,18−19 ↗

Er sagt auf Sei­te 92:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 7, Sei­te 92

Mit die­ser Aus­sa­ge sind wir bei einer „Hin­zu­fü­gung“ ange­langt, vor der Jesus Chris­tus selbst in Vers 18 warnt. Men­schen, die dem abge­schlos­se­nen Werk der Bibel etwas hin­zu­fü­gen, haben sich vom Evan­ge­li­um ent­fernt und leh­ren ein ande­res Evan­ge­li­um, unab­hän­gig der Tat­sa­che, wie vie­le Bibel­ver­se in ihren Büchern und Wer­ken zitiert wer­den. Das ist bei Aiv­an­hov in jedem sei­ner Bücher zu sehen, zumal er sich auch noch als „Meis­ter“ bezeich­net. Auch die­se Anma­ßung wur­de von Jesus Chris­tus verboten:

Schlach­ter 2000 – Mat­thä­us 23,10 ↗

Die kabbalistische Verschlüsselung der Offenbarung des Johannes

Laut Aiv­an­hov kann die Visi­on des Johan­nes von den 24 Ältes­ten und der vier leben­di­gen Wesen nur ver­stan­den wer­den, wenn man den Lebens­baum, den Sephi­r­oth­baum149Sie­he Abbil­dung in Kapi­tel 2: hier kli­cken aus der Kab­ba­la kennt (Sei­te 92). Eine Sei­te wei­ter erfah­ren wir, dass das Bild der sie­ben Feu­er­fa­ckeln, die vor dem Thron bren­nen, laut dem Soh­ar die sie­ben Licht­strah­len mit den Far­ben Rot, Oran­ge, Gelb, Grün, Blau, Indi­go und Vio­lett sein sol­len. Bis zur Sei­te 93 braucht der Leser, so Aiv­an­hov, also schon zwei bibel­frem­de Sys­te­me zur Ent­schlüs­se­lung der Offen­ba­rung. Wir müss­ten die Kab­ba­la und den Haupt­text der Kab­ba­la, den Soh­ar ken­nen oder sogar stu­die­ren, um hin­ter die Geheim­nis­se der Offen­ba­rung des Johan­nes kom­men zu können.

Das ent­spricht natür­lich nicht der Wahr­heit. War­um auch soll­te Gott sein Werk ver­schlüs­seln, wenn er es doch “Apo­ka­lyp­se”, also Offen­ba­rung genannt hat und es zur Offen­le­gung bedeu­ten­der Infor­ma­tio­nen für die Mensch­heit gedacht ist? Got­tes Anlie­gen ist es, die gesam­te Mensch­heit wie­der zu ihm zu brin­gen. War­um soll­te er sei­ne Bot­schaft kryp­tisch ver­schlie­ßen, um zu errei­chen, dass nur ein klei­ner Pro­mill­satz der Leser sie ver­steht? Aber genau das ist das Ver­ständ­nis Aiv­an­hovs und genau das macht ihn für sei­ne Leser so gefähr­lich. Wer auf die­sen Zug auf­springt, wird in einem unvor­stell­ba­ren Maße getäuscht und die Kern­wahr­heit der Hei­li­gen Schrift bleibt uner­kannt, weil der Hoch­mut sie überdeckt.

Der Schlüs­sel liegt in der Umkehr und der Bekeh­rung des Men­schen. Das kann in einem Augen­blick pas­sie­ren, so wie Sie sind und ohne lebens­lan­ge Stu­di­en­zeit und spi­ri­tu­el­le Vor­be­rei­tung. Egal wer oder was Sie sind, Hei­li­ger, Schein­hei­li­ger, Berufs­ver­bre­cher, oder ein­fach “nur” ein Bus­fah­rer, Kas­sier oder Büro­kauf­mann, der sei­ne Fami­lie ver­sorgt, Jesus Chris­tus nimmt ALLE Men­schen auf, alle, die zu ihm wol­len, ohne Aus­nah­me. Das hat er uns in sei­ner Schrift ver­spro­chen und das kön­nen wir glau­ben, denn Jesus ist kein Lügner:

Schlach­ter 2000 – Johan­nes 6,37 ↗

Irr­leh­rer wie Aiv­an­hov, Stei­ner und vie­le ande­re wol­len mit ihrer exklu­si­ven “geis­ti­gen Leh­re” eine maxi­ma­le Ent­fer­nung von Gott errei­chen. Das geschieht bei Aiv­an­hov sehr oft auf unbe­wuss­ter Ebe­ne, vor allem aber über den Hoch­mut150Lesen Sie in 1.Petrus 5,5: hier kli­cken und die Emo­tio­nen. Aiv­an­hovs Anhän­ger, sei­ne “Schü­ler”, sehen sich in einer Eli­te-Aka­de­mie, in der sie schein­bar Zugriff auf Infor­ma­tio­nen haben, die der “nor­ma­le Mensch” nicht hat.151Link zum Arti­kel “Sek­ten­merk­ma­le – Info​sek​ta​.ch”: hier kli­cken152Link zum Arti­kel “Check­lis­te zur qua­li­fi­zier­ten Beur­tei­lung des Gefährdungs­potenzials von “Sek­ten” und Psy­cho­grup­pen”: hier kli­cken

Wer aber einen “Meis­ter” aus Fleisch und Blut akzep­tiert, wer glaubt, dass Jesus nie am Kreuz gestor­ben ist und leib­lich nie auf­er­stan­den sei, wer okkul­te Schmäh­schrif­ten als abso­lu­te Wahr­heit akzep­tiert – der ist vol­ler Hoch­mut und weiß alles bes­ser als die Hei­li­ge Schrift – und ist durchgefallen.

Die 24 Ältesten und der theologische Bruch

Von Sei­te 92 bis Sei­te 95 wird der Leser mit Aiv­an­hovs Vor­stel­lung von den Vier­und­zwan­zig Ältes­ten bekannt gemacht. Auf die­sen vier Sei­ten erhal­ten wir Ein­blick, wie weit ent­fernt Aiv­an­hov von den Kern­aus­sa­gen und dem Grund­ver­ständ­nis der Bibel ent­fernt ist und wie frech die Okkul­tis­ten eine bibel­frem­de Leh­re, hier die Kab­ba­la, über die Offen­ba­rung legen. Mit sei­ner Aus­le­gung ist es fak­tisch unmög­lich, bei der Wahr­heit der Bibel zu bleiben.

Für Aiv­an­hov sind die 24 Ältes­ten die “Her­ren des Schick­sals”. Anschei­nend ent­geht ihnen nichts, was die Men­schen tun, kei­ne Tat, kein Gefühl, kein Gedan­ke. Sie beloh­nen und bestra­fen. Sie sind Her­ren über das Schick­sal eines Men­schen nach sei­nem Tod und in sei­nen zukünf­ti­gen Inkar­na­tio­nen (Sei­te 94 und 95). Sie sei­en in der drit­ten Sephi­ra im Lebens­baum daheim, die wie­der­um mit den Engeln der Ara­lim ver­bun­den ist, also “die Thro­ne”. Er sagt auch, und das ist sehr wich­tig zu ver­ste­hen, dass das so in der christ­li­chen Reli­gi­on genannt wird.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 7, Sei­te 92

Wei­ter behaup­tet Aiv­an­hov auf Sei­te 94, dass die wei­ße Klei­dung und die gol­de­nen Kro­nen, die die 24 Ältes­ten tra­gen, “Sym­bo­le des geis­ti­gen Lichts” sei­en, das aus ihnen aus­strömt. Zudem sei die wei­ße Klei­dung der “Glo­rien­leib des Ältes­ten”. Die Kro­ne kenn­zeich­ne eine Art “fein­stoff­li­che Mate­rie”, die nicht dem phy­si­schen Kör­per zuge­rech­net wer­den kann, son­dern eine “Emana­ti­on des Geis­tes, sei­ner Weis­heit und All­macht” sei. Da die Kro­ne aus Gold sei, ist sie in der spi­ri­tu­el­len Sym­bo­lik nichts ande­res als “kon­den­sier­tes Licht”.

Mit die­sen Aus­sa­gen begeht Aiv­an­hov einen gra­vie­ren­den theo­lo­gi­schen Bruch, denn sei­ne Infor­ma­tio­nen kom­men aus einer bibel­frem­den Leh­re und wer­den von ihm zudem noch sehr auf­ge­bauscht. Die­se Aus­sa­gen haben mit dem Chris­ten­tum nichts mehr gemein­sam und sind alle­samt Erfin­dun­gen der Okkul­tis­ten. Mit den Beschrei­bun­gen der 24 Ältes­ten sehen wir deut­lich, wie die Ein­fach­heit der Bibel gegen eine Ver­kom­pli­zie­rung und Ver­zer­rung bis ins Unkennt­li­che aus­ge­tauscht wird. Den 24 Ältes­ten wer­den Rol­len und Ämter zuge­wie­sen, die sie laut Bibel ein­fach nicht haben. Das gilt auch für die Feu­er­flam­men im nächs­ten Abschnitt.

Als Johan­nes in den Him­mel vor den Thron ent­rückt wur­de, wuss­te er sofort, wer die 24 Ältes­ten waren, die auf ihren Thro­nen saßen. Es sind die 24 Pries­ter, die König David im Alten Tes­ta­ment153Lesen Sie in 1.Chronik 24: hier kli­cken in 24 Klas­sen ein­ge­teilt hat­te.154Link zum You­Tube-Video “Bibel­stu­di­en­tag Ricken­bach: Das Buch der Offen­ba­rung Teil 2 – Roger Lie­bi”: hier kli­cken Sie waren voll­zäh­lig anwe­send und das deu­te­te auf ein gro­ßes Ereig­nis hin, denn die 24 Ältes­ten kamen nur drei­mal im Jahr alle gemein­sam in Jeru­sa­lem zusam­men, zum Pas­sah, zum Pfingst­fest und zum Laub­hüt­ten­fest. Die­se Voll­zäh­lig­keit deu­tet auch dar­auf hin, dass die gesam­te Gemein­de im Him­mel anwe­send war, weil zu den drei Fes­ten alle Israe­li­ten in Jeru­sa­lem sein mussten.

Die­se ein­sei­ti­ge Dar­stel­lung der Beschrei­bung der 24 Ältes­ten kann gesche­hen, weil Aiv­an­hov auch hier wie­der Bibel­stel­len aus dem Zusam­men­hang reißt. Wer die Bibel als Gan­zes liest und Punk­te zusam­men­füh­ren kann, kann nicht von den Okkul­tis­ten getäuscht wer­den. Die­se Tat­sa­che ist auch dafür ver­ant­wort­lich, dass es Aiv­an­hov auch in Kapi­tel 7 schafft, Chris­tus uner­wähnt zu belas­sen. Wer saß denn auf dem Thron, vor dem Johan­nes stand? Gott selbst? Nein, Jesus war auf dem Thron. Er war die Stim­me einer Posau­ne gleich, die Johan­nes vor­her schon zu ihm reden gehört hat­te.155Lesen Sie in Offen­ba­rung 4,1: hier kli­cken

Zum Ende die­ses Abschnitts will ich auf das oben gezeig­te Zitat Aiv­an­hovs auf Sei­te 92 ein­ge­hen. Hier wird sehr deut­lich, mit welch per­fi­den Metho­den die Irr­leh­rer den Men­schen fal­sche Infor­ma­tio­nen als Wahr­heit ver­kau­fen. Aiv­an­hov bezieht sich hier auf “die christ­li­che Reli­gi­on”, die anschei­nend die Ara­lim, einen Engels­or­den, beschreibt. Aber im christ­li­chen Kon­text fin­den sich kei­ne Ara­lim, so sehr Sie auch danach suchen. Die Ara­lim wer­den als Hier­ar­chie in der Mer­ka­ba-Mys­tik156Sie­he die Beschrei­bun­gen zur Mer­ka­ba-Mys­tik in Kapi­tel 2: hier kli­cken und der Kab­ba­la genannt, aber nicht in der Bibel. Aiv­an­hov macht uns vor, sei­ne okkul­ten Beschrei­bun­gen sei­en Teil des Christentums.

Die Bibel lenkt den Fokus auf Chris­tus allein, die Irr­leh­ren füh­ren Sie von Jesus Chris­tus und der bibli­schen Wahr­heit weg, hin auf peri­phe­re, unwich­ti­ge und frei erfun­de­ne Sys­te­me, in denen Sie sich dann ver­lie­ren sol­len. Bit­te las­sen Sie größ­te Wach­sam­keit beim Lesen von Aiv­an­hov walten!

Die vier lebendigen Wesen und die Verschiebung ins Stoffliche

Aiv­an­hov zieht die vier leben­di­gen Wesen vom “erha­bens­ten Bereich”, wie er es selbst beschreibt, hin­ab in die Mate­rie und macht “Prin­zi­pi­en der Mate­rie” (Sei­te 95) aus ihnen, die “Urma­te­rie” (Sei­te 98). Angeb­lich steht der Stier für die Erde, der Adler für das Was­ser, der Mensch für die Luft und der Löwe für das Feu­er (Sei­te 98).

Doch die­se Zuord­nung ist falsch. Er möch­te dem Leser weis­ma­chen, dass Got­tes Unfass­bar­keit und sei­ne Unbe­greif­lich­keit nur durch die Mate­rie von den Men­schen ver­stan­den wer­den kann. Des­halb wür­de die Mate­rie von den vier leben­di­gen Wesen sym­bo­li­siert, damit wir uns eine klei­ne Vor­stel­lung von Gott machen könn­ten (Sei­te 95).

Hier liegt eine wei­te­re Ernied­ri­gung Jesu Chris­ti vor, denn Gott sand­te Jesus in die­se Welt, damit wir sehen kön­nen, wie Gott han­delt und was für eine Makel­lo­sig­keit er besitzt. Jesus, der ohne Sün­de war und mit­ten unter den Men­schen leb­te, er ist es, den wir als Vor­stel­lung von Got­tes Unfass­bar­keit neh­men müs­sen, nicht die Mate­rie. Mit Jesus haben wir einen Ansprech­part­ner. Ihn kön­nen und müs­sen wir anbe­ten, um Hil­fe und Bei­stand bit­ten, ihn um Ver­ge­bung unse­rer Sün­den anfle­hen. Das ist mit einer “Urma­te­rie” nicht möglich.

Ver­ein­facht aus­ge­drückt sind die vier leben­di­gen Wesen Sera­phim (hebr. שְׂרָפִים),157Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Seraph”: hier kli­cken mäch­ti­ge Thro­nen­gel, die die Majes­tät Got­tes und Sei­ne Gerech­tig­keit reprä­sen­tie­ren. Sie haben jedoch Kenn­zei­chen, die sowohl an die Sera­phim aus Jesa­ja 6,2−3158Lesen Sie in Jesa­ja 6,2−3: hier kli­cken (sechs Flü­gel) als auch an die Che­ru­bim (hebr. כְּרוּבִים)159Link zum Arti­kel “Genau lesen (01) – Che­ru­bim” auf bibel​stu​di​um​.de”: hier kli­cken aus der Visi­on des Pro­phe­ten Hese­kiel160Lesen Sie in Hese­kiel 1: hier kli­cken erin­nern (die vier ver­schie­de­nen Gesich­ter von Löwe, Stier, Mensch und Adler).

  • Der Löwe bedeu­tet das Gericht, das Gott mit abso­lu­ter Majes­tät und König­lich­keit über die­se Welt bringt 
  • Der Och­se bedeu­tet die Aus­dau­er Got­tes, er wird sein Gericht bis zum Ende durch­zie­hen, so wie es geschrie­ben steht
  • Der Adler bedeu­tet die Geschwin­dig­keit Got­tes, mit nicht vor­stell­ba­rer Schnel­lig­keit wird das Gericht über die­se Welt kom­men (7 Jah­re Drang­sal161Link zum Arti­kel “Drang­sal – Bibel-Lexi­kon”: hier kli­cken)
  • Der Mensch bedeu­tet Intel­li­genz und Ein­sicht, denn jeder Mensch wird erken­nen, dass Got­tes Plä­ne von höchs­ter Genia­li­tät sind und abso­lut wei­se erdacht wor­den sind.162Link zum Arti­kel “Wesen, Leben­di­ge – Bibel-Lexi­kon”: hier kli­cken

Die sieben Geister Gottes und ihre Reduzierung auf ein physisch-mystisches Phänomen

Ein Kin­der­gar­ten­kind kann sich nicht in der Fach­sim­pe­lei eines Hoch­schul­ab­sol­ven­ten unter­hal­ten und ein Grund­schü­ler kann kei­ne Linea­re Alge­bra beherr­schen. Um dort­hin zu kom­men, braucht es noch vie­le Jah­re des Ler­nens. Jeder­mann weiß das. War­um ist es dann für die “Schü­ler” Aiv­an­hovs so schwer ein­zu­se­hen, dass sei­ne “geis­ti­ge Leh­re” nicht andeu­tungs­wei­se eine Vor­stel­lung Got­tes und des Him­mels ver­mit­telt, son­dern nur schwam­mi­ge Ver­zer­run­gen der wah­ren Ver­hält­nis­se zeigt? Das sind Fra­gen, mit denen sich die Schü­ler­schaft Aiv­an­hovs in der Zukunft aus­ein­an­der­zu­set­zen hat.

Aiv­an­hov gibt uns auf Sei­te 93 und 94 im Hin­blick auf die Feu­er­fa­ckeln, die vor dem Thron bren­nen, genau die­ses Bild: Es ver­sucht etwas zu beschrei­ben, für das er selbst kei­ner­lei Vor­stel­lun­gen und Wör­ter hat, weil es weit über sei­nem Ver­ständ­nis liegt. Er selbst hat kei­nen inne­ren Bezug zum The­ma und kann nur auf sehr ober­fläch­li­chem und welt­li­chem Niveau dar­über spre­chen. Das macht er, wie alle Okkul­tis­ten und Irr­leh­rer, aber sehr über­zeu­gend. Ja, das muss man ihm lassen.

Der Leser erfährt, dass die sie­ben Fackeln, die sie­ben Geis­ter Got­tes, ein­fach nur die sie­ben Far­ben Rot, Oran­ge, Gelb, Grün, Blau, Indi­go und Vio­lett sein sol­len. So ein­fach ist das. Das ist so, erklärt der “geis­ti­ge Meis­ter”, weil ja das Pris­ma das soge­nann­te “Urlicht” in exakt die­se Far­ben zer­legt. Sym­bo­lisch natür­lich. Ja, und weil sich die­ses “Licht” in eben die­se Anzahl Far­ben “auf­fä­chert”, ist die Zahl Sie­ben die Zahl der Gesamt­heit. Zumin­dest mit der Sie­ben­zahl hat er recht, der Rest sei­ner Erklä­run­gen deckt sich mit nichts, was der bibli­schen Wahr­heit nahekommt.

Das kann es auch gar nicht, denn Aiv­an­hov war ja noch nicht ein­mal in der Lage, sich Gott, Jesus oder dem Hei­li­gen Geist als rea­le Per­son zu nähern, denn er spricht von “der erha­bens­ten Quint­essenz der Gott­heit” (Sei­te 93), so wie es ihm aus sei­nen Schmäh­schrif­ten ver­mit­telt wur­de, aus denen er sei­ne Infor­ma­tio­nen bezo­gen hat­te. Was beson­ders schwer wiegt, ist die Umdeu­tung der bren­nen­den Fackeln in eine rein okkul­te Farb­sym­bo­lik. Damit führt er den Leser von der Anbe­tung und Ver­herr­li­chung unse­res Drei­ei­ni­gen Got­tes weg und soweit auf Irr­we­ge, dass es für bibel­un­kennt­li­che Men­schen schwer ist, wie­der zurück zur bibli­schen Wahr­heit zu fin­den. Das nennt sich Seelenfängerei.

Die klas­si­sche theo­lo­gi­sche Aus­le­gung die­ser Bibel­stel­le und des Phä­no­mens der sie­ben Feu­er­fa­ckeln ist, dass hier der Hei­li­ge Geist in sei­ner Gesamt­heit, in sei­ner voll­kom­me­nen Fül­le beschrie­ben wird. Dazu fin­den sich in der Bibel meh­re­re Refe­renz­stel­len, z. B. in Offen­ba­rung 1,4−5163Lesen Sie in Offen­ba­rung 1,4−5: hier kli­cken und als pro­phe­ti­sche Schlüs­sel­stel­le Sachar­ja 4,2−6 im Alten Tes­ta­ment.164Lesen Sie in Sachar­ja 4,2−6: hier kli­cken Hät­te Aiv­an­hov sich doch bes­ser vor­be­rei­tet, er hät­te sich nicht solch gro­ße Schuld sei­nen Lesern gegen­über aufgeladen.

Die bibli­sche Sym­bo­lik im Bild des Hei­li­gen Geis­tes als Feu­er­fa­ckeln ist das typi­sche Wir­ken des Geistes:

  • Rei­ni­gung und Hei­li­gung
    Das Feu­er ver­zehrt das Unrei­ne und läu­tert die Gläubigen
  • Wahr­heit
    Der Geist bringt Wahr­heit und leuch­tet den Gemein­den den Weg
  • Gericht
    Vor dem Thron bren­nen die Fackeln auch als Zei­chen dafür, dass Got­tes Geist die Her­zen prüft und das kom­men­de Gericht Got­tes vorbereitet

Lei­der führt Aiv­an­hov sei­ne Leser weit weg von der Rea­li­tät des Hei­li­gen Geis­tes und der Drei­ei­nig­keit unse­res Got­tes. Er benutzt dazu ein Zitat aus dem Soh­ar (Sei­te 93), um den christ­li­chen Kern voll­stän­dig zu ent­lee­ren, und um ihn heim­lich und unter­schwel­lig mit sei­ner Kab­ba­la und der frei erfun­de­nen okkul­ten Natur­phi­lo­so­phie auf­zu­fül­len. Hier muss auch auf­ge­zeigt wer­den, dass die Sie­ben­zahl, die in der Bibel oft ver­wen­det wird, nie­mals für eine Zer­stü­cke­lung oder Auf­tei­lung ver­wen­det wird, wie Aiv­an­hov das mit den unter­schied­li­chen Far­ben prak­ti­ziert, son­dern immer nur, um die Gesamt­heit, Voll­kom­men­heit und gött­li­che Per­fek­ti­on auszudrücken.

Ich per­sön­lich emp­fin­de die­se Stel­le im Buch als eine Belei­di­gung und Läs­te­rung des Hei­li­gen Geis­tes. Waren denn die Jün­ger nicht durch den Geist, der über sie kam, in der Lage, Kran­ke zu hei­len und ist es nicht der Hei­li­ge Geist, der zu Pfings­ten über die Men­schen gekom­men ist?165Lesen Sie in Apos­tel­ge­schich­te 2: hier kli­cken Bit­te, lie­be Leser, wer­den Sie sich der Trag­wei­te der Irr­leh­re bewusst, die Aiv­an­hov ver­sucht an sei­ne Leser her­an­zu­tra­gen. Bit­te wen­den Sie sich voll­stän­dig von sol­chen Ver­dre­hun­gen ab und wäh­len Sie Jesus Chris­tus als Ihren Ret­ter und Erlöser!

Schlach­ter 2000 – Mat­thä­us 12,31−32 ↗

Die Heiligkeit Gottes und ihre Umdeutung zur Strahlkraft

Die “Hei­lig­keit” eines Men­schen oder eines himm­li­schen Wesens ist bei Aiv­an­hov eine Sache, die gut beleuch­tet wer­den muss. Mit den Wör­tern “Hei­li­ger, Hei­lig­keit, Licht, Welt” ver­sucht er auf Sei­te 98 und 99, eine “gött­li­che Spra­che” zu sug­ge­rie­ren, in der das Wort selbst die Wahr­heit bewei­sen wür­de. Dazu benutzt er einen sprach­wis­sen­schaft­li­chen Irr­tum, der vom Leser nicht ohne Wei­te­res bemerkt wer­den kann. Wie schon mit der Figur Mel­chise­deks in Kapi­tel 3 aus­führ­lich erklärt, stellt er mit weni­gen Wor­ten unfass­ba­re und unhalt­ba­re The­sen auf, die er dem Leser auftischt.

Aiv­an­hov ver­sucht, die Stro­phe “Hei­lig, hei­lig, hei­lig ist Gott der Herr, der All­mäch­ti­ge, der da war und der da ist und der da kommt” für eine durch und durch anti­christ­li­che Dar­stel­lung zu benut­zen. Er stellt auf Sei­te 98 die Frage:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 7, Sei­te 98

Sei­nen Erklä­run­gen zur Fol­ge, lie­ge die Ant­wort dar­auf in den oben genann­ten Wör­tern “Hei­li­ger, Hei­lig­keit, Licht, Welt” , die in man­chen sla­wi­schen Spra­chen glei­che Ent­spre­chun­gen haben. Der Hei­li­ge wird sve­tia genannt, die Hei­lig­keit sve­tost (indo­ger­ma­ni­sche Wur­zel kwen). Das Licht wird svet­li­na genannt und die Welt svet (urgermanische/indogermanische Wur­zel ḱweyt).166Link zum Arti­kel “Recon­s­truc­tion: Pro­to-Indo-Euro­pean/ḱw­eyt” auf wik​tio​na​ry​.org: hier kli­cken Die­se rein äußer­li­che Ähn­lich­keit der Wör­ter nutzt Aiv­an­hov, um zu bewei­sen, dass der Mess­pe­gel für die Hei­lig­keit angeb­lich das Licht sei, obwohl die Wur­zel der Wör­ter eine ande­re ist.

Er führt die­se Wör­ter künst­lich zusam­men, um sei­ne Behaup­tung zu unter­mau­ern, dass die Hei­lig­keit rein phy­sisch mit dem Licht zu defi­nie­ren sei. Auf die­sem Weg kann ein Okkul­tist und Irr­leh­rer eine Bestä­ti­gung für sei­ne Lügen her­bei­zau­bern, man müs­se sein Leben lang spi­ri­tu­ell prak­ti­zie­ren, um genug Licht zu haben und um strah­len zu können.

Sei­ne Schluss­fol­ge­rung, dass die Hei­lig­keit, die die vier leben­di­gen Wesen mit ihrem Gesang rüh­men, die Men­ge an Licht sei, die Gott besitzt, ist in mei­nen Augen Läs­te­rung. Es ist wie­der klar zu erken­nen, dass Aiv­an­hov kei­nen Bezug zur Hei­lig­keit Got­tes hat, denn sonst wür­de er über die Hei­lig­keit mit Ehr­furcht und Respekt spre­chen. Statt­des­sen soll der Leser glau­ben, dass die eigent­li­che Qua­li­tät Got­tes das Licht sei, das heißt Intel­li­genz und Weis­heit. Hier müs­sen wir uns an 1.Mose 3,5 erin­nern, als die Schlan­ge der Eva ver­sprach, dass “…eure Augen auf­ge­tan wer­den, und ihr wer­det sein wie Gott und wis­sen, was gut und böse ist…”. Ja, sie sol­len Intel­li­genz und Weis­heit bekom­men, wenn sie den Weg Satans einschlagen.

Aiv­an­hovs künst­li­ches Kon­strukt, das auf einem sprach­li­chen Irr­tum fußt, ist aus bibli­scher Sicht voll­kom­men abzu­leh­nen. Die Hei­lig­keit Got­tes ist für Men­schen schlicht und ein­fach nicht mit Wor­ten aus­zu­drü­cken. Aiv­an­hov redu­ziert die Hei­lig­keit Got­tes auf die Tat­sa­che, dass Er angeb­lich rei­nes Licht sei und durch das Licht alles erschaf­fen hat. Aber für eine Bezie­hung eines Men­schen zu Gott stel­len die­se Fak­to­ren erst den Anfang dar. Gott ist für einen Gläu­bi­gen so viel mehr als nur rei­nes Licht, dass es wie­der nur pein­lich wirkt, wie Aiv­an­hov rein mecha­nisch ver­sucht, Gott zu erklären.

Sehr vie­le Phi­lo­so­phen, Theo­lo­gen, Kir­chen­vä­ter und Refor­ma­to­ren haben sich seit jeher mit dem Begriff der Hei­lig­keit Got­tes aus­ein­an­der­ge­setzt. Sie alle kom­men mehr oder weni­ger zu dem Ergeb­nis, dass, wenn Gott voll­kom­men ist, er auch voll­kom­men hei­lig sein muss (z. B. Anselm von Can­ter­bu­ry).167Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Anselm von Can­ter­bu­ry”: hier kli­cken Die­se Sicht­wei­se führt zu einer sofor­ti­gen Ein­sicht der unvor­stell­ba­ren, ja fast beängs­ti­gen­den Grö­ße und All­macht unse­res Got­tes, die sich ratio­nal nicht erfas­sen lässt. Wer sich als Indi­vi­du­um die­sen Gedan­ken nähert, fällt auto­ma­tisch in eine Demut, denn die eige­ne Unfä­hig­keit und Sünd­haf­tig­keit wird sichtbar.

Trotz der Tat­sa­che, dass jeder Mensch in den Augen Got­tes in ers­ter Linie ein Sün­der ist, bie­tet er uns voll­kom­me­ne Ver­ge­bung an. Der Sohn Got­tes, Jesus Chris­tus, ist mit genau die­sem Auf­trag auf der Erde erschie­nen und hat sich, wie ein Lamm, für uns hin­ge­ge­ben. Viel­leicht kann der Mensch am Bei­spiel Jesu am effek­tivs­ten erken­nen, was Hei­lig­keit ist: voll­kom­me­ne Makel­lo­sig­keit und abso­lu­te Frei­heit von Sün­de. Gott am eige­nen Leib zu erfah­ren kann bedeu­ten, einer­seits vor der erschre­cken­den Grö­ße und All­macht in rei­ner Ehr­furcht zu erstar­ren, ande­rer­seits von Ihm unwi­der­steh­lich und voll­kom­men fas­zi­niert und ange­zo­gen zu wer­den (z. B. Rudolf Otto, Mys­te­ri­um Tre­men­dum et Fascin­ans).168Link zum Arti­kel “Mys­te­ri­um tre­men­dum et fasci­no­sum – erschre­ckend und fas­zi­nie­rend” – Uni­ver­si­tät Inns­bruck: hier kli­cken

Aiv­an­hovs okkul­te Erklä­run­gen lau­fen auf die unhalt­ba­ren Ver­spre­chen hin­aus, dass ein Schü­ler nur lan­ge genug prak­ti­zie­ren und üben müs­se, um so viel Licht anzu­sam­meln, dass er leuch­ten kön­ne wie Gott. Aber das ist ein gro­ßer Irr­tum und ein Irr­weg, aus dem es kei­nen Weg hin­aus gibt. Wer auf die Fal­le der Selbst­er­hö­hung und Selbst­ver­got­tung her­ein­fällt, die Aiv­an­hov so schein­hei­lig prä­sen­tiert, schließt sich selbst von der Gna­de aus, die nur von Jesus Chris­tus gege­ben wer­den kann und die die voll­stän­di­ge Befrei­ung sei­ner Sün­den als Ergeb­nis hat. Lie­be Leser, bit­te keh­ren Sie dem Selbst­be­trug noch heu­te den Rücken und geben Sie Jesus Chris­tus eine Chance.

Wie das geht erfah­ren Sie hier.

Das bittersüße Buch und seine biochemische alchemistische Umdeutung

Im letz­ten Teil des sieb­ten Kapi­tels trifft altes alche­mis­ti­sches Wunsch­den­ken auf einen wei­te­ren anti­christ­li­chen Ver­such, Jesus Chris­tus ein­fach aus­zu­blen­den, als wäre er über­haupt nicht vor­han­den. Auf Sei­te 99 sug­ge­riert Aiv­an­hov im Plau­der­ton, dass es Men­schen gäbe, die durch ihre außer­ge­wöhn­li­che Ent­wick­lung im Stan­de sein sol­len, sich zur Sephi­ra Kether zu erhe­ben. Jedem Autor eines Sach- oder Fach­bu­ches wäre es ein gro­ßes Anlie­gen, an einer sol­chen Text­stel­le eini­ge Bei­spie­le auf­zäh­len zu kön­nen. Bei Aiv­an­hov ist das etwas ande­res. Wir suchen ver­geb­lich nach Refe­ren­zen oder einer Namens­lis­te. Er behaup­tet einfach:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 7, Sei­te 99

Des­halb müs­sen wir uns selbst auf die Suche nach den Men­schen machen, die vor Gott stan­den und viel­leicht sogar wie­der auf die Erde kamen. Fün­dig wer­den wir nur bei einer sehr klei­nen Anzahl Men­schen, die die Bibel beschreibt. Was mit die­sen Leu­ten pas­siert, ist sehr außer­ge­wöhn­lich und wun­der­sam. Für einen Chris­ten soll­te es auch dabei blei­ben, denn nie­mand von uns kann einen sol­chen Vor­gang auch nur andeu­tungs­wei­se erklä­ren. In der Bibel wer­den die­se Per­so­nen genannt:

  • Johan­nes
    Ihm geschieht eine “visio­nä­re Trans­lo­ka­ti­on”, d. h., sein Geist wird vor den Thron Got­tes ent­rückt oder erho­ben, sein Kör­per blieb an Ort und Stel­le. Sei­ne Schau ist das Neue Jeru­sa­lem. Er kehrt in sein irdi­sches Bewusst­sein zurück, denn er hat eine Auf­ga­be von Gott bekommen.
  • Henoch
    Henoch wird in 1.Mose 5,24169Lesen Sie in 1.Mose 5,24: hier kli­cken im Alten Tes­ta­ment beschrie­ben. Gott nahm ihn voll­stän­dig von der Erde und für ihn gab es kei­ne Rückkehr.
  • Elia
    Elia wird mit­ten im Gespräch mit Eli­sa in 2.Könige 2,11170Lesen Sie in 2.Könige 2,11: hier kli­cken im Alten Tes­ta­ment durch einen feu­ri­gen Wagen mit feu­ri­gen Pfer­den in den Him­mel aufgenommen.
  • Phil­ip­pus
    Phil­ip­pus wird vor den Augen des äthio­pi­schen Käm­me­rer vom Geist Got­tes an einen ande­ren Ort (nach Asdod, heu­te Asch­dod, hebr. אשדוד)171Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Asch­dod”: hier kli­cken ver­setzt. Hier liegt also eine wun­der­sa­me Ver­set­zung vor und kei­ne Ent­rü­ckung vor den Thron Gottes.

Die Bibel erwähnt zwei Per­so­nen, die im Kör­per ent­rückt wur­den und ledig­lich Johan­nes, der im Geist ent­rückt wur­de. Aiv­an­hov deu­tet mit sei­ner Aus­sa­ge aber an, dass es durch­aus Men­schen gäbe, die tat­säch­lich wie­der auf die Erde kamen. Die­se weni­gen kamen nur dank einer beson­de­ren “Medi­zin” wie­der zurück, eines alche­mis­ti­schen Schutz­ele­ments, ein geheim­nis­vol­les Buch, das man essen muss. Das sind die Schlüs­se, die der Leser zie­hen muss, um aus dem ver­schwö­re­ri­schen Kau­der­welsch Aiv­an­hovs etwas Ver­nünf­ti­ges her­vor­zu­brin­gen. Er deu­tet auch an, dass es die­sen Men­schen aus eige­ner Anstren­gung gelun­gen sei, sich zu Gott zu erheben.

Die­se Aus­sa­gen Aiv­an­hovs hal­ten schon den ein­fachs­ten Fra­gen nicht Stand und kön­nen nicht beant­wor­tet werden:

  • Wer sind die­se Menschen, 
  • wo fin­den wir die­se Menschen, 
  • wel­che Bücher oder Wer­ke haben die­se Men­schen uns zum Ansporn hinterlassen, 
  • leben die­se Men­schen noch, 
  • kann man Bera­tungs-Ter­mi­ne mit die­sen Men­schen vereinbaren,
  • usw.?

Nein, die­se Men­schen gibt es nicht. Die Vor­stel­lung, sich aus eige­ner Anstren­gung in eine soge­nann­te Sephi­ra erhe­ben zu kön­nen, ent­springt einer Geis­tes­krank­heit namens Okkul­tis­mus und ist Gift für die See­le der­je­ni­gen, die den Wunsch haben, zu Gott zu fin­den. Der direk­te Weg zu Gott über das Gebet wird hier still­schwei­gend in einen Ein­wei­hungs­weg umge­wan­delt, der angeb­lich vie­le Leben dauert.

Das ist geist­li­cher Miss­brauch und muss aus christ­li­cher und bibli­scher Sicht kon­se­quent abge­lehnt werden.

Das sagen­haf­te “Ele­ment zum Ein­neh­men”, das alche­mis­ti­sche Schutz­ele­ment, also das bit­ter­sü­ße Buch, das Johan­nes von dem Engel zu essen bekam, ist laut Aiv­an­hov ver­ant­wort­lich, dass sich der phy­si­sche Kör­per wäh­rend sei­ner Ent­rü­ckung nicht auf­lö­sen kann (Seite100). Aus sei­ner Sicht ist das Buch wie eine Art Son­nen­creme, die ver­hin­dert, dass man Ver­bren­nun­gen erlei­det. Die­se Art Fehl­deu­tun­gen sind im Okkul­tis­mus nicht sel­ten zu beob­ach­ten. Ent­we­der wer­den, wie hier in der Offen­ba­rung, Ele­men­te mit fal­schen Eigen­schaf­ten aus­ge­stat­tet oder völ­lig frei erfun­den. Zu erwäh­nen sind der Hei­li­ge Gral, der Stein der Wei­sen und das Eli­xir des Lebens.

Die klas­si­sche bibli­sche Aus­le­gung des bit­ter­sü­ßen Buches ist in zwei Ebe­nen zu fin­den und wider­spricht in Allem der okkul­ten Dar­stel­lung Aivanhovs:

  • Die Süße, die Freu­de am Wort Got­tes
    Der Kon­takt mit der gött­li­chen Wahr­heit, der Moment der Auf­nah­me, das „Schme­cken“ der Wahr­heit, das wird als “Süß wie Honig” beschrie­ben. Dies ent­spricht der Hoff­nung, der Gna­de und der Freu­de über das Ver­ständ­nis des gött­li­chen Wil­lens oder der Ver­hei­ßung. Es ist die posi­ti­ve, näh­ren­de Qua­li­tät der geis­ti­gen Nah­rung mit der Johan­nes in Berüh­rung kommt.
  • Die Bit­ter­keit, die Last der Ver­ant­wor­tung und des Gerichts
    Die Bot­schaft, die Johan­nes ver­kün­den muss, ent­hält Gericht, War­nung und den Ruf zur Umkehr. Ein Pro­phet zu sein, der eine unbe­que­me Wahr­heit gegen den Strom der Zeit und gegen Men­schen und Köni­ge aus­spricht, ist schmerz­haft und führt zu Iso­la­ti­on, Ver­fol­gung und Misshandlung.

Aiv­an­hov an die­ser Stel­le zu wider­le­gen ist ein­fach. Er behaup­tet, dass das Buch angeb­lich eine Schutz­funk­ti­on haben und vor der völ­li­gen Aus­lö­schung wäh­rend einer Ent­rü­ckung bewah­ren soll. Aber ers­tens isst Johan­nes das Büch­lein erst in Offen­ba­rung Kapi­tel 10,172Lesen Sie in Offen­ba­rung 10: hier kli­cken also sechs Kapi­tel nach der Beschrei­bung sei­ner Ent­rü­ckung, und zwei­tens war Johan­nes gar nicht im Kör­per ent­rückt, son­dern trat im Geist vor den Thron Got­tes, was in Offen­ba­rung 4,2173Lesen Sie in Offen­ba­rung 4,2: hier kli­cken nach­ge­le­sen wer­den kann. Aiv­an­hov ist aber der Mei­nung, dass “das Ele­ment fähig ist, den phy­si­schen Kör­per zu erhal­ten” (Sei­te 100).

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 4,2 ↗

Über­aus fas­zi­nie­rend ist die Tat­sa­che, dass Aiv­an­hov es schafft, auch in die­sem Kapi­tel unse­ren Gott völ­lig uner­wähnt zu las­sen. Es ist wahr, dass sich das Kapi­tel laut sei­ner Über­schrift mit den 24 Ältes­ten und den vier leben­di­gen Wesen beschäf­tigt, aber ich ver­mis­se den­noch eine wenigs­tens kur­ze Erwäh­nung Jesu Chris­tis, der sich auf sei­nem Thron vor den vier leben­di­gen Wesen und umge­ben von den 24 Ältes­ten befin­det. Doch auch hier, kei­ne Spur, kei­ne Sil­be unse­rem Vater im Him­mel geschul­det. Die­ser Aus­druck der Arro­ganz und Igno­ranz ist bemer­kens­wert. Was wir von Aiv­an­hov bekom­men, sind sei­ne detail­lier­ten Beschrei­bun­gen der Unwirk­lich­keit und der Erfin­dun­gen. Aber die­se wer­den kei­nen ein­zi­gen Men­schen ret­ten, im Gegenteil.

Das Ver­schwei­gen der Anwe­sen­heit Got­tes in die­sem Sze­na­rio gip­felt auf den Sei­ten 102–103 in der Erset­zung des Schöp­fers mit sei­ner Schöp­fung. Dort ver­sucht Aiv­an­hov den Leser davon zu über­zeu­gen, dass der Mensch nicht unge­straft die Geset­ze der Natur über­tre­ten darf, weil die­se dann mit einem Gegen­an­griff reagie­ren wird. An die Stel­le des Schöp­fers tritt die leben­di­ge Natur, die schein­bar aus sich selbst her­aus in der Lage ist, Angriffs- und Ver­gel­tungs­schlä­ge gegen die Men­schen zu pla­nen und auszuführen.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 7, Sei­te 103

Auf Sei­te 103 wird ver­mit­telt, dass der Leser und “Schü­ler” eine gute Bezie­hung zu den Engeln der vier Ele­men­ten auf­recht­erhal­ten soll­te, um den gro­ßen Prü­fun­gen zu ent­ge­hen. Man soll­te sich ange­wöh­nen, so Aiv­an­hov, sich mit den Engeln der vier Ele­men­ten zu ver­bin­den, um end­lich den Zustand der Herr­lich­keit und der Har­mo­nie zu errei­chen. Im Buch ist an die­ser Stel­le eine Anmer­kung zu fin­den, die auf Band 13 der Rei­he Gesamt­wer­ke mit dem Titel “Die neue Erde – Anlei­tun­gen, Übun­gen, Sprü­che, Gebe­te” ver­weist. Dort fin­den sich Gebe­te und For­meln, um die Ele­men­tar­we­sen und angeb­li­chen Engel anzu­ru­fen und zur Hil­fe bei der Rei­ni­gung und Har­mo­ni­sie­rung zu bewe­gen. Aber Ach­tung! Hier wer­den aus­nahms­los magi­sche For­meln beschrie­ben, deren Gebrauch Gott in 5.Mose 18 ver­bo­ten hat.

Wei­ter oben in Kapi­tel 3 im Abschnitt “Weg­füh­ren von der Buße und das Ver­schwei­gen der Bekeh­rung“174Link zum Absatz “Weg­füh­ren von der Buße und das Ver­schwei­gen der Bekeh­rung” hier auf die­ser Web­sei­te: hier kli­cken habe ich von “pri­mi­ti­ven fleisch­lich-okkul­ten Ritua­len” gespro­chen. Der Ver­such Aiv­an­hovs, Gott und Jesus Chris­tus hier völ­lig uner­wähnt zu las­sen und statt­des­sen von der Leser- und Schü­ler­schaft zu for­dern, sich mit Engeln und Ele­men­tar­we­sen zu ver­bin­den und sie anzu­be­ten, ist genau so eine Situa­ti­on. Den Men­schen ist es nicht erlaubt, zu Engeln zu beten, wie weit ent­wi­ckelt sie schein­bar sind und aus wel­cher Hier­ar­chie sie stam­men. Wir dür­fen allein zu Gott und Jesus Chris­tus beten.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 22,8−9 ↗

Die per­ma­nen­te Auf­for­de­rung, zu den Engeln zu beten und sie sogar zu bit­ten, von ihnen auf­ge­nom­men zu wer­den (Band 13, Sei­te 101), ist rei­ne Magie und schlimms­ter Göt­zen­dienst. Das gan­ze wird von Aiv­an­hov noch mit einer guten Por­ti­on Aber­glau­be ver­mischt und dem Leser als Non plus ultra-Ein­wei­hungs­leh­re teu­er ver­kauft. Man muss sich fra­gen: Wenn Gott den Men­schen ver­bo­ten hat, Engel anzu­be­ten, wird sich schwer­lich ein Engel des Him­mels fin­den las­sen, der auf ein Gebet eines Men­schen bereit ist, ihn zu rei­ni­gen, zu har­mo­ni­sie­ren usw. Was für ein “Engel” wird das dann sein? Aiv­an­hov beant­wor­tet die Fra­ge selbst: “Wenn es nicht vom Licht ist, kommt es aus der Dun­kel­heit”.

So wird die Leser­schaft zu Magi­ern und Zau­be­rern aus­ge­bil­det, die ver­ges­sen haben, wer hier wirk­lich die Fäden zieht und wer allei­ne ange­be­tet und ver­herr­licht wer­den will: unser hei­li­ger Gott, Jesus Chris­tus. Wenn Sie glau­ben, das sei schon das Äußers­te, was man den Men­schen an Täu­schung und geist­li­chem Miss­brauch antun kann, dann sei­en Sie auf das nächs­te Kapi­tel gespannt. Es wird atem­be­rau­bend sein, und das im wahrs­ten Sin­ne des Wortes!

Kapitel 8: Das Buch und das Lamm

Das ach­te Kapi­tel läuft von Sei­te 105 bis Sei­te 109 und hat einen Umfang von nur 5 Sei­ten mit 875 Wör­tern. Davon ent­fal­len 279 für das Zitat aus Offen­ba­rung 5, die Ver­se 1–9. Übrig blei­ben 596 Wör­ter, die für den Ver­such einer Dar­stel­lung der Offen­ba­rung 5 ver­wen­det wur­den. Ein Ver­such des­halb, weil Aiv­an­hov es nicht schafft, auch nur annä­hernd an die bibli­sche Bedeu­tung die­ses Kapi­tels her­an­zu­kom­men. Zum Segen aller Leser, die mit wachem Geist und offe­nen Augen die­ses Kapi­tel lesen, ver­wen­det Aiv­an­hov hier eine wei­te­re Schmäh­schrift, die ihn sofort ent­larvt und dis­qua­li­fi­ziert, Men­schen im geist­li­chen Sek­tor unter­rich­ten und füh­ren zu dürfen.

Für das Zitat der Ver­se 1–9 wur­de ver­mut­lich die Luther­bi­bel 1912 ver­wen­det. Aller­dings ist der Bibel­text stark ver­än­dert und der Satz­bau abge­än­dert.175Lesen Sie die Offen­ba­rung 5 aus der Luther­bi­bel 1912 auf die​-bibel​.de: hier kli­cken Aus die­sem Grund liest sich das Zitat holp­rig und schafft wegen der Ver­wen­dung von nicht gän­gi­gen Begrif­fen Ver­wir­rung. Erklä­rung ver­langt z. B. das Wort “erwürgt”, das auf den Sei­ten 105 und 106 vor­kommt. Luther hat die­ses Wort gebraucht, um unmiss­ver­ständ­lich klar zu machen, dass der Opfer­tod Jesu am Kreuz nicht etwa ein Schlach­ten wie bei einem Metz­ger dar­stellt, sau­ber und schnell, son­dern die maxi­ma­le kör­per­li­che Bru­ta­li­tät beinhaltet.

Lesen Sie Offen­ba­rung 5,1−9 hier aus der Schlach­ter 2000.176Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Schlach­ter-Bibel”: hier kli­cken Ich per­sön­lich bevor­zu­ge die Schlach­ter177Link zur Sei­te “Schlach­ter Bibeln im SCM-Shop”: hier kli­cken wegen ihrer Treue zum Urtext und ihrer gut les­ba­ren und seel­sor­ger­lich ver­wen­de­ten Sprache.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 5,1−9 ↗

Wahrheit und Lüge gehen nicht miteinander

Kapi­tel 8 wäre eigent­lich schnell rezen­siert. Es beginnt, wie vie­le ande­re Kapi­tel in die­sem Buch auch, mit einer Behaup­tung, die vom christ­li­chen und bibli­schen Stand­punkt aus betrach­tet, eine Lüge ist. Hin­zu­wei­sen, dass auch hier wie­der eine Ver­mi­schung von Bibel­tex­ten mit okkul­ten Schrif­ten betrie­ben wird und dass dies eine Hin­zu­fü­gung zur Hei­li­gen Schrift dar­stellt, die Jesus Chris­tus ver­bo­ten hat, wür­de aus­rei­chen, um die­ses Kapi­tel zu schlie­ßen. Aber, lie­be Leser, hier geschieht etwas weit Grö­ße­res, Kran­ke­res und Unver­schäm­te­res, das ich Ihnen Satz für Satz auf­zei­gen werde.

Um die Will­kür und Wider­sprüch­lich­keit in Aiv­an­hovs “geis­ti­ger Leh­re” zu ver­ste­hen, müs­sen wir uns zu Beginn des ach­ten Kapi­tels auf die Kern­aus­sa­ge des drit­ten Kapi­tels im Abschnitt “End­lich offen­bart: Mel­chise­dek ist der Schöp­fer“178Link zu Kapi­tel 3, Absatz “End­lich offen­bart: Mel­chise­dek ist der Schöp­fer” hier auf die­ser Web­sei­te: hier kli­cken erin­nern. Dort behaup­tet Aiv­an­hov hyp­no­tisch, dass es der Pries­ter Mel­chise­dek gewe­sen sei, der vor Johan­nes in sei­ner Offen­ba­rung erschie­nen ist und der zu ihm sag­te: »Ich bin Alpha und Ome­ga, der Ers­te und der Letz­te, der Anfang und das Ende.« Hier fand der Aus­tausch Jesus gegen Mel­chise­dek statt und wur­de als okkul­te Wahr­heit in Aiv­an­hovs “geis­ti­ger Leh­re” fest zementiert.

Bemer­kens­wert kühn ist die Aus­sa­ge in den ers­ten bei­den Absät­zen auf den Sei­ten 106 und 107. Dort wird ver­sucht, dem Leser das fal­sche Bild auf­zu­zei­gen, dass die Visio­nen Johan­nes inner­halb des kab­ba­lis­ti­schen Lebens­baums statt­ge­fun­den habe. So erklärt Aiv­an­hov, die Visi­on aus Offen­ba­rung 4 ent­hül­le die Sephi­r­ot Kether und Binah, die Visi­on des geschlach­te­ten Lam­mes, das das ver­sie­gel­te Buch zu öff­nen ver­mag, füh­re den Leser in die Sephi­ra Chok­mah ein.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 8, Sei­te 106

Der Ver­such, die Offen­ba­rung anhand des kab­ba­lis­ti­schen Sys­tem zu deu­ten, redu­ziert die Kom­ple­xi­tät der Gescheh­nis­se im Him­mel auf ein irdisch-mensch­li­ches Kon­strukt ohne Geist. Die Kab­ba­la kann nur rein ver­stan­des­mä­ßig begrif­fen wer­den, sie kann stu­diert und mit vie­len Wor­ten aus­ge­schmückt wer­den, wie wir bei Aiv­an­hov sehen. Aber damit ver­las­sen wir die gött­li­che Visi­on und sind in rein phy­si­schen Berei­chen ange­kom­men. All die Grö­ße der Gescheh­nis­se in der Offen­ba­rung ver­lie­ren ihren Glanz und wer­den redu­ziert und so ver­packt, dass es “geis­ti­ge Meis­ter” und “Ein­ge­weih­te” braucht, um sie ent­schlüs­seln zu kön­nen. Das ist geist­li­cher Miss­brauch an der Mensch­heit. Die Bibel und die Kab­ba­la sind nicht zu vereinen.

Verwirrung: Jesus Christus oder Melchisedek?

Auf Sei­te 107 ver­sucht Aiv­an­hov, den Chris­tus als den Urhe­ber der Welt zu beschrei­ben. Völ­lig anders wur­de uns aber in Kapi­tel 3 der­je­ni­ge beschrie­ben, der angeb­lich das WORT sei, näm­lich der, der wie­der­holt sag­te, dass er Alpha und Ome­ga sei, nach Aiv­an­hovs okkul­ter Dar­stel­lung also Mel­chise­dek. Aber es ist nicht klar, wen er in die­sem Abschnitt wirk­lich meint, denn er ver­zich­tet voll­stän­dig auf den Namen Jesus. Er spricht nur von Chris­tus, nie von Jesus Chris­tus. Zusätz­lich fal­len Begrif­fe wie “kos­mi­sches Alpha­bet”, “Aspekt des Lam­mes” und “ande­re Dar­stel­lung Chris­ti”.

Der ers­te Absatz auf Sei­te 107 ent­hüllt uns, wie pri­mi­tiv Aiv­an­hov als Stell­ver­tre­ter der soge­nann­ten Ein­ge­weih­ten und Kab­ba­lis­ten die Welt wahr­nimmt. Zwar mögen die­se Men­schen von Gott, Chris­tus, Lie­be, Herz und Brü­der­lich­keit spre­chen, aber sie haben nur intel­lek­tu­ell Zugang zu die­sen Berei­chen. Nur Men­schen, die kei­ne Bezie­hung zu Gott haben, müs­sen über Hilfs­mit­tel und Kon­struk­te, die die Ebe­ne des Phy­si­schen nie ver­las­sen kön­nen, über geis­ti­ge Din­ge spre­chen. Die­ser Abstand zu Gott wird auch durch die stän­di­gen Ernied­ri­gun­gen ver­deut­licht, die sich in die­sem Buch von der ers­ten bis zur letz­ten Sei­te ziehen.

Einer­lei, wen Aiv­an­hov nun wirk­lich meint, ob Jesus Chris­tus, unse­ren Gott und den wah­ren Erschaf­fer die­ser Welt, oder sei­ne Ali­bi-Figur, den Pries­ter Mel­chise­dek, er schafft Ver­wir­rung und Unsi­cher­hei­ten beim Leser und bedient sich zudem noch okkul­ter und äußerst suspek­ter Hilfs­mit­tel, die nicht mit der Bibel in Ein­klang zu brin­gen sind. Der Chris­tus, das ist Jesus Chris­tus, er ist Gott und Schöp­fer, nicht Mel­chise­dek oder gar die Son­ne als Sym­bol Chris­tis. Ich bit­te Sie, lie­be Leser, nicht in die Rich­tung, die Aiv­an­hov vor­gibt, wei­ter­zu­den­ken. In die­sen Gedan­ken fin­den Sie nur Zwie­tracht und Gott­fer­ne. Bit­te hal­ten Sie sich an die Bibel, die alle Fra­gen beant­wor­ten kann.

Schlach­ter 2000 – Kolos­ser 1,13−18 ↗

Der gehörnte Moses – Il Mosè cornuto

Der letz­te Absatz auf Sei­te 107 läuft über 6 Zei­len und beinhal­tet eine wei­ter Fehl­deu­tung Aiv­an­hovs, die hier berich­tigt wer­den muss. An die­sem Bei­spiel ist sehr schön zu sehen, dass es wohl kei­ne ein­zi­ge Bibel­stel­le oder Situa­ti­on gibt, die nicht von den Okkul­tis­ten für ihre pri­mi­ti­ven Zwe­cke miss­braucht wird. Lei­der neh­men die Leser Aiv­an­hovs Beschrei­bun­gen sol­cher Art, wie wir sie in die­sen weni­gen Zei­len vor­fin­den, als abso­lu­te Wahr­heit an, die nicht über­prüft wer­den muss – kommt sie doch aus dem Mund eines gro­ßen Ein­ge­weih­ten. Damit schnappt die Fal­le zu und eine wei­te­re Ent­fer­nung zur bibli­schen Wahr­heit prägt sich ein. Der Leser die­ses Buches ist anschlie­ßend der Mei­nung, sat­tel­fest im Geis­ti­gen zu sein und die Wahr­heit zu besit­zen, aber weit gefehlt!

Aiv­an­hov behaup­tet auf Sei­te 107, dass die sie­ben Hör­ner auf dem Haupt des Lam­mes, die sie­ben Strah­len sei­en, denn von sei­nem sym­bo­li­schen Stand­punkt aus, wür­den die Hör­ner “das Licht” dar­stel­len. Das ist natür­lich nicht wahr, denn die sie­ben Hör­ner wer­den seit jeher in der klas­si­schen Aus­le­gung und der hebräi­schen Pro­phe­tie als Stär­ke, Macht und könig­li­che Auto­ri­tät beschrie­ben. Bild­lich kann man sich das gut ver­deut­li­chen, denn ein Tier mit Hör­nern ist wehr­haft und sogar domi­nant. Die Zahl Sie­ben wird hier ver­wen­det, weil damit, wie wir wei­ter oben schon gese­hen haben, die gött­li­che Voll­kom­men­heit aus­ge­drückt wird.

Im Lamm, das als geschlach­tet in Offen­ba­rung 5 beschrie­ben wird, kon­zen­triert sich die gesam­te Kraft Got­tes und zeigt mit Jesus Chris­tus, der schein­bar aus Schwä­che ans Kreuz geschla­gen wur­de, die voll­kom­me­ne und unbe­sieg­ba­re Macht Got­tes. Jesus ist kein Opfer, son­dern opfer­te sich für uns, um uns aus der Fins­ter­nis zu ret­ten. Jesus Chris­tus ist der Sohn Got­tes, des­sen Macht, Gerech­tig­keit und Voll­kom­men­heit kei­ne Gren­zen kennt. Dazu gäbe es noch viel mehr zu sagen, aber Aiv­an­hov ver­schweigt alle die­se Fak­ten und führt sei­ne Leser in sei­nen unvoll­kom­me­nen und geis­tes­ge­stör­ten Okkul­tis­mus, der kei­ner Prü­fung standhält.

Im letz­ten Satz auf Sei­te 107 beschreibt Aiv­an­hov einen uralten Irr­tum, der Sophro­ni­us Euse­bi­us Hie­ro­ny­mus179Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hie­ro­ny­mus (Kir­chen­va­ter)”: hier kli­cken bei sei­ner Über­set­zung der Bibel180Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Vul­ga­ta”: hier kli­cken unter­lau­fen war. Auf eine Auf­klä­rung oder wenigs­tens eine Beschrei­bung der rea­len Tat­sa­chen hof­fen wir bei Aiv­an­hov aber ver­geb­lich. Er schreibt:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 8, Sei­te 107

Die Quel­le der fal­schen Dar­stel­lung Mose liegt im 2. Buch Mose, Kapi­tel 34, in den Ver­sen 29–35. Dort wird beschrie­ben, wie Mose strahl­te, als er vom Berg Sinai her­un­ter­stieg. Mose hat­te auf dem Berg Sinai die 10 Gebo­te erhal­ten, die Wor­te des Bun­des.181Lesen Sie in 2.Mose 34,29: hier kli­cken

Hie­ro­ny­mus über­setz­te bei sei­ner Arbeit das an die­ser Stel­le ver­wen­de­te Wort “qāran”, hebr. קָרַן, was “strah­len” oder auch “glän­zen” bedeu­tet, mit “gehörnt”. Die­ser Feh­ler ent­stand, weil “qāran” im Hebräi­schen sowohl “Strahl” als auch “Horn” bedeu­ten kann.

Von einem Bibel- und Weis­heits­leh­rer, einem “geis­ti­gen Meis­ter” und einem gro­ßen “Ein­ge­weih­ten”, als den Aiv­an­hov sich dar­stellt, erwar­te ich, dass die­se klei­ne Anek­do­te wenigs­tens am Rand erwähnt wird. Lei­der wird der Leser auch an die­ser Stel­le bit­ter ent­täuscht. Statt­des­sen miss­braucht Aiv­an­hov auch die­se kunst­ge­schicht­li­che Tra­di­ti­on mit den Hör­nern statt Strah­len für sei­ne kab­ba­lis­tisch gepräg­te Umdeu­tung der Bibel.

Er beschreibt Mose auch als “Ein­ge­weih­ten”, was die­ser mit Sicher­heit aber nicht war. Mose sprach mit Gott direkt und war eines sei­ner per­fek­tes­ten Werk­zeu­ge, aber ein “Ein­ge­weih­ter” kämpft sich sein Leben lang durch eine erdich­te­te Sym­bo­lik weit­ab von der Wahr­heit Got­tes – und ist nicht in der Lage, ein rea­les Bild von Gott zu vermitteln.

Die Liebe ist der Zement?

Inhal­te wie im ers­ten Abschnitt auf Sei­te 108 sind haupt­ver­ant­wort­lich dafür, dass eine okkul­te Irr­leh­re, die in kras­sem Gegen­satz zur Hei­li­gen Schrift steht, so begie­rig von der Leser­schaft auf­ge­nom­men wird. Egal, was die Kern­aus­sa­ge eines Tex­tes eines selbst­er­nann­ten “Ein­ge­weih­ten” oder “geis­ti­gen Meis­ters” ist, es müs­sen nur genug Wör­ter wie Lie­be, Schöp­fung, Schöp­fer, Uner­mess­lich­keit, Chris­tus, Geist der Lie­be usw. ver­wen­det wer­den, um die Akzep­tanz vom Leser zu erhal­ten. Die­se Schlag­wör­ter sind es, die im Lang­zeit­ge­däch­nis hän­gen blei­ben, der Rest wird ver­ges­sen. Die­ser Erfah­rung habe ich mehr­fach mit Mit­glie­dern von Aiv­an­hovs okkul­ter Ein­wei­hungs­sek­te machen dür­fen, die Vide­os mit pri­mi­tivs­ten Aus­sa­gen ins Inter­net hoch­ge­la­den haben.

In den 16 Zei­len des Absat­zes fin­den wir das sinn- und bedeu­tungs­lo­se Gere­de eines Ver­füh­rers wie­der, der ver­sucht, die Lie­be und das Uni­ver­sum anhand sei­nes pri­mi­ti­ven okkul­ten Ver­ständ­nis­ses der Welt zu erklä­ren. Aiv­an­hov ver­lässt hier die bibli­sche und gött­li­che Dimen­si­on der Lie­be, die im Alten und Neu­en Tes­ta­ment genau beschrie­ben wird. Aber nicht nur das: er möch­te dem Leser Glau­ben machen, dass es nötig sei, sich vor­stel­len zu kön­nen, wie die Lie­be die gan­ze Schöp­fung, bis hin­ab zu den Stei­nen und Mole­kü­len, durch­dringt. Damit führt er den Leser von der wah­ren Lie­be weg und ver­sucht, sie mit der Hil­fe sei­ner Bild­spra­che im Grob­stoff­li­chen, im Mate­ri­el­len, in den Stei­nen und sogar im Uni­ver­sum zu verankern.

Aber das ist ein Bereich der Schöp­fung, in dem der Mensch nichts ver­lo­ren hat. Wir sind kei­ne Schöp­fer, wie Aiv­an­hov und ande­re Okkul­tis­ten uns weis­ma­chen wol­len, wir sind Men­schen, deren pri­mä­re Auf­ga­be es ist, zurück zu Gott zu fin­den und in Demut und Dank­bar­keit zu leben. Das per­fi­de Vor­ge­hen eines Ver­füh­rers kann in die­sem Abschnitt sehr gut beob­ach­tet wer­den: Die ers­ten bei­den Sät­ze beschäf­ti­gen sich schein­bar mit Chris­tus, der das gött­li­che Lamm ist, mit dem Geist der Lie­be, mit der Lie­be des Lam­mes, die die Grund­la­ge der Schöp­fung ist und mit dem Blut des Lam­mes, das die Mate­rie durchdringt.

Mit die­sen Begrif­fen, die sich Aiv­an­hov aus der Bibel aneig­net, wird der Leser in Sicher­heit gewo­gen. Aber schon im drit­ten Satz führt Aiv­an­hov den Leser vom “Geist der Lie­be“182Lesen Sie in 2.Timotheus 1,7: hier kli­cken weg und hin ins unvor­stell­ba­re Uni­ver­sum. Sei­ne Beschrei­bung von den Stei­nen und den Pla­ne­ten zeigt deut­lich, dass Aiv­an­hov selbst nichts von der Lie­be weiß, denn sonst hät­te er ein ande­res Bei­spiel ver­wen­det, aber kei­ne leb­lo­sen Stei­ne beschrie­ben, die umge­ben und durch­drun­gen von Lie­be sein sollen.

Mit dem letz­ten Satz in die­sem Abschnitt wird auch klar, wo der Ursprung sol­cher Gedan­ken liegt, wie Aiv­an­hov sie sei­ner Leser­schaft auf­bür­det: “…und ihr wer­det sein wie Gott und wer­det erken­nen, was Gut und Böse ist!”.183Lesen Sie in 1.Mose 3,5: hier kli­cken Bei der Schlan­ge, die im ande­ren Gewand ihre uralte Lei­er wie­der­holt. Zu erken­nen, was Gut und was Böse ist, heißt zwangs­läu­fig, sich unun­ter­bro­chen bis ins kleins­te Detail, bis zu den Mole­kü­len mit der Schöp­fung aus­ein­an­der­zu­set­zen und sie zu stu­die­ren. Hier sprin­gen dann die Ver­füh­rer ins Feld und bie­ten unend­li­che Mög­lich­kei­ten mit ihren Schu­len, Gemein­schaf­ten und Ein­wei­hun­gen. Aber damit füh­ren sie die Men­schen von Gott und ihrer Erret­tung weg. Die Men­schen ver­lie­ren sich in der Schöpfung.

Der Leser der Bibel fin­det vie­le Stel­len, in denen sich die Lie­be aus­drückt. Klar und deut­lich kann den Ver­sen, den Kapi­teln und den Geschich­ten in der Bibel die Bedeu­tung der Lie­be ent­nom­men wer­den. Die Bibel ent­führt die Leser nicht in ein weit­ge­hend unbe­kann­tes und unbe­greif­li­ches Uni­ver­sum oder bis hin­ein in die tote Mate­rie wie die Stei­ne, um die Lie­be zu beschrei­ben. Die Lie­be wird in Epi­so­den beschrie­ben, die jeder Mensch ver­ste­hen und auf­neh­men kann. Anhand die­ses Bei­spiels zeigt sich wie­der das gigan­ti­sche Boll­werk, das die Hei­li­ge Schrift dar­stellt und wegen ihrer Wahr­haf­tig­keit, Grö­ße und Tie­fe kei­ne Kon­kur­renz hat.

Im Alten Tes­ta­ment gibt es zwei Begrif­fe, die das Fun­da­ment der Lie­be beschreiben: 

  • Che­sed (חֶסֶד)
    Die Gna­de, die Barm­her­zig­keit und die Güte. Che­sed184Link zum Arti­kel “Che­sed” Jüdi­sche All­ge­mei­ne: hier kli­cken185Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Che­sed”: hier kli­cken bedeu­tet in sei­nem inners­ten Kern “Bun­destreue”. Die Ach­tung der Geset­ze und die Hin­ga­be zu Gott ste­hen hier an ers­ter Stel­le. Von der Sei­te Got­tes sieht man im Alten Tes­ta­ment vor­wie­gend sei­ne Treue zu sei­nen Ver­spre­chen, zu sei­nem geschlos­se­nen Bund, auch wenn die Erfül­lung der Ver­spre­chen für unse­re mensch­li­chen Emp­fin­dun­gen manch­mal lan­ge dau­er­ten. Gott steht zu sei­nen Ver­spre­chen, selbst wenn der Mensch untreu wird.
  • Aha­va (אַהֲבָה)186Link zum You­Tube-Video “Aha­wah – Lie­be” bible pro­ject: hier kli­cken
    Eine all­ge­mei­ne­re Form der Lie­be. Aha­va umfasst die emo­tio­na­le Zunei­gung, von der Lie­be zwi­schen Paa­ren, Eltern und Kin­dern, über die tie­fe Freund­schaft wie z. B. zwi­schen David und Jona­tan, und bis hin zur lei­den­schaft­li­chen Lie­be zwi­schen Mann und Frau.

Das Neue Tes­ta­ment drückt die Lie­be in die­sen Dimen­sio­nen aus:

  • Aga­pe
    Die bedin­gungs­lo­se, opfer­be­rei­te und selbst­lo­se Lie­be. Die­se Art Lie­be fragt nicht danach, ob der ande­re sie ver­dient hat. Es ist die Lie­be, mit der Gott den Men­schen begeg­net und die Chris­ten unter­ein­an­der zei­gen sol­len. Die­se Lie­be zu geben beruht auf einem Willensentschluss.
  • Phi­lia
    Freund­schafts­lie­be. Sie beschreibt die tie­fe Ver­bun­den­heit, gegen­sei­ti­ge Wert­schät­zung und Loya­li­tät zwi­schen Freun­den oder Fami­li­en­mit­glie­dern. Sie beruht auf Gegenseitigkeit.

Zusam­men­fas­send kann man sagen, dass die Bibel die Lie­be nicht die Mate­rie durch­drin­gend beschreibt, son­dern immer von Gott zu Mensch, von Mensch zu Gott und vom Men­schen mit­ein­an­der. Die Mate­rie ist eine Schöp­fung, sie ist nicht lie­bend, sie ist durch das Wort Got­tes ins Dasein geru­fen wor­den. Die leb­lo­se Mate­rie ist ein Zeu­ge von Got­tes Herr­lich­keit und Lie­be. Sie ist von Got­tes Geist erschaf­fen und wird von ihm erhal­ten, muss aber nicht noch­mals von sei­ner Lie­be durch­drun­gen wer­den. Die­se Ansicht ver­tre­ten Okkul­tis­ten und Theo­sphen, nicht aber die Bibel.

Schlach­ter 2000 – 1.Korinther 13 ↗

Rasiel, Erzengel von Chokmah

Der zwei­te Absatz auf Sei­te 108 bespricht in kur­zen sechs Zei­len die Über­lie­fe­rung, dass Erz­engel Rasiel187Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Raziel”: hier kli­cken (auch Raziel geschrie­ben) dem Adam nach dem Sün­den­fall ein Buch über­ge­ben haben soll, das die Geheim­nis­se der Schöp­fung beschrieb. Die­ses Buch soll ihm aber wie­der genom­men wor­den sein. Schein­bar sei die Kab­ba­la der Ver­such, die Geheim­nis­se die­ses Buchs wiederzufinden.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 8, Sei­te 108

In die­sem Absatz fal­len meh­re­re Unglaub­wür­dig­kei­ten zusam­men, die wir alle beleuch­ten müs­sen. Aiv­an­hov spricht hier wie­der von einer Über­lie­fe­rung. Wie bei den bis­he­ri­gen “Über­lie­fe­run­gen” die wir in die­ser Rezen­si­on ken­nen­ge­lernt haben, han­delt es sich auch hier um eine okkul­te und anti­christ­li­che Schmäh­schrift. Sie hat den Namen “Sepher Raziel HaMalach“188Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sepher Raziel HaMalach”: hier kli­cken und wird ins 13. Jahr­hun­dert datiert. Angeb­lich soll sie aus dem lite­ra­ri­schen Zir­kel um König Alfons X189Link zum Arti­kel “Kul­tu­rel­le Licht­ge­stalt mit Schat­ten­sei­ten” – Uni­ver­si­tät Bonn: hier kli­cken stam­men und eine Zusam­men­stel­lung wesent­lich älte­rer Tex­te sein.

Das Sepher Raziel HaMalach ist ein soge­nann­tes “Gri­moi­re”,190Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Gri­moi­re”: hier kli­cken ein Zau­ber­buch, also ein Buch mit magi­schem Wis­sen. Die­se Tat­sa­che wird der Grund dafür sein, dass der Name der Über­lie­fe­rung dem Leser vor­ent­hal­ten wird. Ich ver­mu­te, dass eini­ge Leser, die mit dem Namen Sepher Raziel HaMalach und der Tat­sa­che kon­fron­tiert wür­den, dass das ein Zau­ber­buch ist, das Buch zuschla­gen und es ver­nich­ten wür­den, denn Gott ver­bie­tet in 5.Mose 18 die Zauberei.

Bezeich­nen­der­wei­se wirft Aiv­an­hov die­sen Abschnitt schein­bar zufäl­lig und nur zur all­ge­mei­nen Infor­ma­ti­on in das ach­te Kapi­tel. Aber allein die Erwäh­nung eines anti­christ­li­chen Tex­tes,191Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Lis­te magi­scher Schrif­ten”: hier kli­cken der nicht nur Gott läs­tert, son­dern auch die Hei­li­ge Schrift und ihre Hand­lungs­trä­ger und Prot­ago­nis­ten, erlaubt uns an die­ser Stel­le eine kla­re Ein­schät­zung des “geis­ti­gen Meis­ters” und “gro­ßen Ein­ge­weih­ten Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov”. Das bibli­sche Offen­ba­rungs­wort lehnt magi­sche Prak­ti­ken strikt ab, Aiv­an­hov führt sei­ne Leser mit der Sepher Raziel HaMalach aber genau dort­hin, zu einem eso­te­ri­schen Schlüs­sel, der schein­bar die Geheim­nis­se Got­tes ent­zif­fern kann.

Des­halb bezeich­ne ich Omraam Mik­ha­el Aiv­an­hov als Verführer.

Auf welch wacke­li­gen Bei­nen die Schmäh­schrif­ten ste­hen, die Aiv­an­hov ver­wen­det, zeigt eine klei­ne Epi­so­de aus der Sepher Raziel HaMalach: Angeb­lich sol­len die Che­ru­bim mit Got­tes Ent­schei­dung, Adam die­ses Buch für sei­ne Ret­tung zur Ver­fü­gung zu stel­len, nicht ein­ver­stan­den gewe­sen sein, haben es von Adam gestoh­len und in die Tie­fen des Mee­res gewor­fen. Was für ein Cha­os wäre im Him­mel und direkt um den Thron Got­tes, wenn sich irgend­wel­che Engel über das Wort Got­tes set­zen wür­den und sei­nen Anwei­sun­gen nicht gehor­chen und sie sogar umkeh­ren wür­den? Das hat nur ein Engel gewagt, und der hat sofort bit­ter dafür bezahlt.192Lesen Sie in Jesa­ja 14,12: hier kli­cken193Lesen Sie in Lukas 10,18: hier kli­cken

Es ist sehr beun­ru­hi­gend und erschre­ckend zu sehen, in welch freund­li­chem Plau­der­ton Aiv­an­hov sei­ne okkul­ten Phan­ta­sie­ge­schich­ten als bibli­sche Wahr­heit an sei­ne Leser und “Schü­ler” ver­kauft. In der gan­zen Bibel ist nicht ein ein­zi­ges Mal die Rede eines Erz­engels namens Rasiel oder Raziel. Nir­gends, weder im Alten noch im Neu­en Tes­ta­ment fin­den wir eine Beschrei­bung einer Sephi­ra Chok­mah aus dem Sephi­r­oth­baum, dem Lebens­baum. Mit kei­ner Sil­be wird in der Bibel eine Über­ga­be eines Buches an Adam beschrie­ben. Die Erzäh­lung von Adam und Eva endet in der Gene­sis nach ihrer Ver­trei­bung aus dem Gar­ten Eden.

Bit­te, lie­be Leser, leh­nen Sie die Lite­ra­tur Aiv­an­hovs und die Schmäh­schrif­ten, die er für sei­ne “Ein­wei­hungs­leh­re” ver­wen­det, voll­stän­dig ab. Wie Sie sehen konn­ten, gab es in den acht Kapi­teln, die wir bis­her unter­sucht haben, nicht einen ein­zi­gen Absatz, der nicht mit haar­sträu­ben­den Lügen durch­zo­gen war und aus dem anti­christ­li­chen Geist Satans stammt. Der Okkul­tis­mus194Link zum You­Tube-Video “Unglau­be, Aber­glau­be und Okkul­tis­mus – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken mag in heh­rem Gewand als lücken­fül­len­de Wahr­heit zur bibli­schen Geschichts­schrei­bung daher­kom­men, sei­ne eigent­li­che Auf­ga­be ist es aber, Sie von Gott, Jesus Chris­tus und dem Hei­li­gen Geist weg­zu­füh­ren. In der Kunst der Ver­füh­rung ist Aiv­an­hov ein Meis­ter, das muss man ihm lassen.

Das Lüften des Schleiers der La Papesse – Das Buch

Wie schon in Kapi­tel 2 im Absatz “Die Offen­ba­rung des Johan­nes – Wer hat Angst vor dem bösen Wolf?” beschrie­ben wur­de, dass die Offen­ba­rung nur durch das soge­nann­te über­lie­fer­te Ein­wei­hungs­wis­sen ent­schlüs­selt wer­den kann, führt Aiv­an­hov auch in den letz­ten Absät­zen des ach­ten Kapi­tels sei­ne Leser in die Tarot-Kar­ten, in den Göt­zen­dienst. Wie wir im drit­ten Kapi­tel im Absatz “Phan­tas­te­rei­en über Jesu “ver­lo­re­ne Jah­re” und mehr” im Abschnitt “Agar­tha” gese­hen haben, glaubt Aiv­an­hov, dass die Zigeu­ner aus Agar­tha ver­trie­ben wor­den sind und ihr “Wis­sen”, z. B. das Tarot, von die­sem unter­ir­di­schen Reich mit­ge­bracht haben.

Die Auf­zäh­lung auf Sei­te 108 macht dem Leser noch­mals deut­lich, dass die Alchi­mie, Astro­lo­gie, Magie, Kab­ba­la und sogar die Tarot-Kar­ten das über­lie­fer­te Ein­wei­hungs­wis­sen dar­stel­len, das schein­bar benö­tigt wird, um die Geheim­nis­se der Offen­ba­rung zu ent­schlüs­seln. Laut Aiv­an­hov sei das Tarot die Zusam­men­fas­sung eines Jahr­tau­sen­de alten Wis­sens, das angeb­lich benö­tigt wird, um die Gleich­nis­se der Offen­ba­rung zu interpretieren.

An vie­len Stel­len die­ser Rezen­si­on habe ich auf­ge­deckt, dass die Aus­sa­gen Aiv­an­hovs nicht der Wahr­heit ent­spre­chen. Das kann ich für die­sen Text­ab­schnitt nur wie­der­ho­len. Es ist nicht wahr, dass es einer okkul­ten Irr­leh­re bedarf, um die Gleich­nis­se der Offen­ba­rung zu inter­pre­tie­ren und zu ver­ste­hen. Eine Bibel, durch­ge­le­sen und durch­ge­ar­bei­tet, reicht völ­lig aus, um hin­ter die wah­re Bedeu­tung und “Geheim­nis­se” der Ver­se und Gleich­nis­se zu kommen.

Sei­te 109 soll den Leser zur ulti­ma­ti­ven Klä­rung der Fra­ge füh­ren, was denn eigent­lich “das Buch” sein soll, das das Lamm aus der rech­ten Hand Got­tes genom­men hat. Aiv­an­hov ver­sucht die­se Fra­ge anhand der zwei­ten Tarot-Kar­te, der “Hohe­pries­te­rin“195Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Die Hohe­pries­te­rin”: hier kli­cken zu klä­ren, denn die­se hält ein geöff­ne­tes Buch auf ihren Knien. Die­se Kar­te wird mit dem Titel “La Papes­se” beschrie­ben, was über­setzt “Die Hohe­pries­te­rin” heißt. Unge­ach­tet des­sen wird im Buch durch­ge­hend die Bezeich­nung “Die Pries­te­rin” verwendet.

Aiv­an­hov beschreibt die Kar­te mit einem Mix aus kab­ba­lis­ti­schem Wis­sen und den Erklä­run­gen des Tarot. Er sagt z. B., dass das geöff­ne­te Buch der Aus­druck der Dua­li­tät und die Zif­fer Zwei sei (Sei­te 109). Dies sei die Eins, die sich ja ein­mal posi­tiv und ein­mal nega­tiv pola­ri­siert hat, um sich schluss­end­lich als Zwei mani­fes­tie­ren zu können.

Sei­ne Auf­lö­sung die­ses “Geheim­nis­ses” ist, dass die Pries­te­rin die “Mut­ter Natur” sei und das Buch eine Zusam­men­fas­sung dar­stel­le, also “die Natur”, “die kos­mi­sche Frau”, “Isis” sei und nur ein Ein­ge­weih­ter wür­dig ist, ihren Schlei­er zu lüf­ten, um die Mys­te­ri­en zu ent­zif­fern (Sei­te 109).

Allein mit der wie­der­hol­ten Auf­zäh­lung des benö­tig­ten Wis­sens auf Sei­te 108 stellt Aiv­an­hov klar, dass er aus christ­li­cher und bibli­scher Sicht nicht ernst zu neh­men ist und ent­we­der kei­ne Kennt­nis von den Gebo­ten Got­tes, vom Gesetz hat, oder es ihm gleich­gül­tig ist, die­se Gebo­te ein­zu­hal­ten oder nicht. Völ­lig unge­niert führt er sei­ne Leser und “Schü­ler” in den Göt­zen­dienst und stellt somit sicher, dass die bedau­erns­wer­ten See­len, die nicht hin­ter sei­ne Scha­ra­de kom­men und im Hoch­mut des “Wis­sens” schwel­gen, für ewig in Schmach und Schan­de in der Fins­ter­nis gefan­gen sein werden.

Bit­te, lie­be Leser, glau­ben Sie mir nicht, prü­fen Sie selbst anhand der Bibel, wie weit in der Gott­lo­sig­keit Aiv­an­hov ste­cken muss, damit er fähig ist, sei­ne Leser- und Schü­ler­schaft auf dem Pfad des Göt­zen­diens­tes in die Fins­ter­nis zu füh­ren. Viel­leicht dient Ihnen die­se Bibel­stel­le als Hil­fe, um zu ver­ste­hen, was für ein Ver­bre­chen Okkul­tis­ten und Ver­füh­rer wie Aiv­an­hov, Stei­ner, Blava­ts­ky und ande­re an der Mensch­heit begehen:

Schlach­ter 2000 – 2.Thessalonicher 2,10−12 ↗

Die “Lie­be zur Wahr­heit”, damit ist die Lie­be zu Jesus Chris­tus gemeint, denn er sag­te in einem sei­nem berühm­tes­ten Zitat in Johan­nes 14,6: “Ich bin der Weg und die Wahr­heit und das Leben; nie­mand kommt zum Vater als nur durch mich!” Jesus ist die Wahr­heit! Wir kom­men die­ser Wahr­heit näher, indem wir die Bibel lesen, die Hei­li­ge Schrift, Got­tes leben­di­ges Wort. Damit kom­men wir auch in das Ver­ständ­nis der Bibel­ver­se und den Gleich­nis­sen. Wer die Bibel liest, braucht kei­ne Irr­leh­ren wie die Alche­mie, die Kab­ba­la, die Astro­lo­gie und das Tarot. Er wird sofort und augen­blick­lich all die­se Din­ge als Irr­leh­re und Ver­su­chun­gen des Teu­fels iden­ti­fi­zie­ren können. 

Davor haben die Ver­füh­rer, die Meis­ter und die Ein­ge­weih­ten Angst und das ist der Grund, war­um Aiv­an­hov so hyp­no­tisch sei­ne Lügen her­un­ter­lei­ert und dem Leser stän­dig weis­ma­chen will, dass er die Bibel ohne Stu­di­um sei­ner Irr­leh­ren nicht ver­ste­hen wür­de. Bit­te zäh­len Sie selbst die Wie­der­ho­lun­gen und Auf­zäh­lun­gen von fal­schen Behaup­tun­gen und Tat­sa­chen, die Sie mit einer Bibel her­aus­fin­den und wider­le­gen kön­nen. Erstaun­lich, wie gut und effi­zi­ent Aiv­an­hovs Metho­de funk­tio­niert, unhalt­ba­re The­sen auf­zu­stel­len und sie sei­nen Lesern und “Schü­lern” als abso­lu­te Wahr­heit zu verkaufen.

Um die­ses The­ma und auch das Kapi­tel 8 abzu­schlie­ßen, lis­te ich hier in Kurz­form die klas­si­sche Aus­le­gung die­ser Bibel­stel­le auf. Allein für Offen­ba­rung 5 könn­ten Hun­der­te Bücher geschrie­ben wer­den, so tief und bedeu­tend ist die­ses Kapi­tel. Ich konn­te für Offen­ba­rung 5 54 Refe­renz­stel­len in der Nor­mal­aus­ga­be der Bibel fin­den, wie­viel mehr müs­sen es in der Stu­di­en­bi­bel sein?

Das Buch
Das Buch, dass Jesus wür­dig ist zu öff­nen, ist Got­tes fina­ler Plan für die Mensch­heits­ge­schich­te. Es ist Got­tes Sou­ve­rä­ni­täts­ur­kun­de und der Ablauf­plan für das Ende der Welt. In den nach­fol­gen­den Kapi­teln wer­den die Öff­nun­gen der sie­ben Sie­geln beschrie­ben, die sie­ben Posau­nen und die sie­ben Zorn­scha­len. Anschlie­ßend die End­ereig­nis­se und abschlie­ßend das Neue Jeru­sa­lem.196Link zum Arti­kel “Inhalt der Johan­nes­of­fen­ba­rung”: hier kli­cken

Der Inhalt
Im Buch steht geschrie­ben, wie das Böse gerich­tet, die Schöp­fung erneu­ert und Got­tes Herr­schaft end­gül­tig auf der Erde auf­ge­rich­tet wird. Aber erst durch den Tod und die Auf­er­ste­hung Jesu Chris­ti wird die­ses Ereig­nis in Gang gesetzt. Das sind die recht­li­chen und mora­li­schen Vor­aus­set­zun­gen, um die Welt­ge­schich­te fort­zu­schrei­ben.197Link zum Arti­kel “Bibel­le­se – kur­ze Erläu­te­run­gen zu Offen­ba­rung 5”: hier kli­cken

Innen und außen beschrie­ben
In der Anti­ke wur­den im römi­schen und jüdi­schen Recht die wich­ti­gen Ver­trä­ge auf Rol­len geschrie­ben. Innen wur­de der Ver­trags­text auf­ge­setzt, außen wur­den die Zeu­gen­un­ter­schrif­ten gelis­tet. Das Buch, bes­ser über­setzt als Buchrol­le (gr. “biblion”), stellt die Besitz­ur­kun­de für die­se Welt dar, und sie war und ist in den Hän­den des Vaters und des Sohns. Jesus tritt als der gött­li­che “Löser“198Link zum Arti­kel “Löser / Los­kauf”: hier kli­cken auf, der durch sein Blut den Kauf­preis bezahlt hat und nun den Anspruch auf sein Eigen­tum gel­tend macht.

Dass das Buch, die Buchrol­le, innen und außen beschrie­ben ist, bedeu­tet auch, dass Got­tes Plan abso­lut voll­stän­dig ist. Es gibt nichts mehr hin­zu­zu­fü­gen, kei­ne Nach­trä­ge und kei­nen Platz für mensch­li­che Will­kür und okkul­te Umdich­tung. Alles ist bis ins letz­te Detail beschlossen.

Ver­sie­gelt mit sie­ben Sie­geln
In Dani­el 12,4 fin­den wir im Alten Tes­ta­ment die Refe­renz­stel­le zu den sie­ben Sie­geln. Hier wird dem Pro­phe­ten gesagt, er sol­le die Wor­te des Pro­phe­ten­bu­ches „ver­sie­geln bis auf die letz­te Zeit“. Jetzt, in Offen­ba­rung 5 wird mit der Öff­nung der Sie­gel begon­nen. Alles Ver­schlos­se­ne wird durch Jesus Chris­tus ent­hüllt und ent­sie­gelt. Nie­mand war vor ihm dazu in der Lage, auch kei­ne raf­fi­nier­ten Ver­füh­rer wie Aiv­an­hov, Stei­ner, Blava­ts­ky und vie­le andere.

Schlach­ter 2000 – Dani­el 12,4 ↗

Zusam­men­fas­send möch­te ich dar­stel­len, dass von der Über­schrift des ach­ten Kapi­tels “Das Buch und das Lamm” nicht viel zu sehen ist. In Bezug auf christ­li­che und bibli­sche Wer­te, konn­ten wir aus den weni­gen Sei­ten nichts mit­neh­men. Der Leser die­ses Buches ist der wah­ren Bedeu­tung der Offen­ba­rung kei­nen Schritt näher gekom­men, im Gegen­teil. Aiv­an­hov schafft es, allen Bibel­ver­sen einen undurch­sich­ti­gen okkul­ten Über­zug zu ver­pas­sen und sei­ne Leser und “Schü­ler” mit den schlimms­ten Lügen zu ver­sor­gen, die im geist­li­chen Sek­tor vor­stell­bar sind. Die Haupt­aus­sa­ge der Offen­ba­rung 5 wird von Aiv­an­hov mit kei­ner Sil­be erwähnt.

Lie­be Leser, zum Ende der Bespre­chung des ach­ten Kapi­tels möch­te ich Sie noch­mals auf die wah­re Bedeu­tung Jesu Chris­tis in Ihrem ganz per­sön­li­chen Leben auf­merk­sam machen. Die Tat­sa­che, dass Jesus so offen­sicht­lich von Aiv­an­hov aus­ge­blen­det und abge­wer­tet wird, ver­deut­licht nur sei­ne Wich­tig­keit in Ihrem Glau­bens­le­ben. Es sind nicht die Irr­leh­ren, die Aiv­an­hov so hoch sti­li­siert, wie die Astro­lo­gie, das Tarot, die Alche­mie, die Kab­ba­la und sei­ne angeb­lich so wert­vol­le Ein­wei­hungs­leh­re, es ist nur Ihre Bezie­hung zu Jesus Chris­tus, die am Ende zäh­len wird.

Sind Sie neu­gie­rig genug, um einen Blick auf Jesus zu wer­fen, ohne einen Irr­leh­rer an Ihrer Sei­te? Sind Sie mutig genug, um Jesus Ihr Leben anzu­ver­trau­en und mit Ihm völ­lig neue Wege zu gehen? Sind Sie stark genug, um den Rest Ihres Lebens als geseg­ne­ter und gehei­lig­ter Christ auf die­ser Welt zu ver­brin­gen, unge­ach­tet der Angrif­fe Ihrer Mit­men­schen? Haben Sie ver­stan­den, dass nur Jesus, unser Gott, Sie ret­ten kann, wo immer Sie gera­de per­sön­lich ste­hen? Dann lade ich Sie ein, jetzt mit Jesus Ihren ganz eige­nen Bund ein­zu­ge­hen. Wie das geht, erfah­ren Sie im Video am Ende die­ser Rezen­si­on ↗.

Kapitel 9: Die 144.000 Diener Gottes

Kapi­tel 9 hat einen Umfang von nur sie­ben Sei­ten im Buch. Ver­wen­det wer­den 1.260 Wör­ter, wovon 283 für Zita­te der Bibel­ver­se ver­braucht wer­den. Übrig blei­ben 977 Wör­ter, die Aiv­an­hov für sei­ne Inter­pre­ta­ti­on und Dar­stel­lung des sieb­ten Kapi­tels der Offen­ba­rung des Johan­nes nutzt. Das ist erstaun­lich viel, wenn man ande­re Kapi­tel als Ver­gleich her­nimmt. Da Offen­ba­rung 7 sofort astro­lo­gisch gedeu­tet wird, ent­fällt für Aiv­an­hov die Not­wen­dig­keit, eine wei­te­re okkul­te Schmäh­schrift ein­zu­flech­ten zu müs­sen. Im Buch wer­den die Ver­se 1–8 behan­delt, die Ver­se 9–17 blei­ben unerwähnt.

Der Missbrauch der Bibel zum Transportmittel in den Götzendienst

Inter­es­san­ter­wei­se beginnt das neun­te Kapi­tel mit der hyp­no­ti­schen Wie­der­ho­lung, dass man Wis­sen aus ver­schie­de­nen okkul­ten Berei­chen haben müss­te, um die Offen­ba­rung inter­pre­tie­ren zu kön­nen. Die­se Art von “ein­häm­mern” einer bestimm­ten “Wahr­heit”, haben wir unter ande­ren im drit­ten Kapi­tel ken­nen­ge­lernt, als Aiv­an­hov dem Leser weis­ma­chen woll­te, dass es der Pries­ter Mel­chise­dek gewe­sen sei, der vor Johan­nes in sei­ner Offen­ba­rung erschien. Die­se Behaup­tung konn­ten wir anhand vie­ler Bei­spie­le erfolg­reich wider­le­gen. Genau­so gelingt uns das mit der unhalt­ba­ren The­se, dass man nur mit okkul­tem und anti­christ­li­chem Wis­sen die Offen­ba­rung ver­ste­hen könnte.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 9, Sei­te 112

Wir dür­fen die Bibel mit der Gewiss­heit lesen, dass uns Gott kei­ne Schran­ken in den Weg legt, um sei­ne Wor­te ver­ste­hen zu kön­nen. Zuge­ge­ben, die Offen­ba­rung ist in Tei­len für einen Leser, der nur ober­fläch­lich liest, schein­bar nicht so ein­fach zu ver­ste­hen, aber wir sol­len uns mit dem Wort Got­tes ja auch in der Tie­fe beschäf­ti­gen und inten­siv mit den Ver­sen arbei­ten, um Gewinn dar­aus zu erzie­len. Wer zu Beginn noch betet, durch die Zei­len geführt zu wer­den und um eine Öff­nung sei­nes Geis­tes bit­tet, der kann die Bibel und auch die Offen­ba­rung sehr gut verstehen.

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Die Versiegelung der 144.000

Die 144.000

Gleich in den ers­ten Sät­zen des neun­ten Kapi­tels wird aber klar, wie beschränkt Aiv­an­hovs Sicht­wei­se und sein Ver­ständ­nis unse­rer Welt ist. Er behaup­tet, dass vie­le Men­schen glau­ben, dass es genau die 144.000 Men­schen sei­en, die ver­schont wür­den. Bei genaue­rer Betrach­tung spricht Aiv­an­hov hier sei­ne eige­ne Ziel­grup­pe an: Die Men­schen, die sich selbst nie die Mühe gemacht haben, die Bibel in all ihren Facet­ten zu stu­die­ren, um Gott näher zu kom­men. Das sind die Men­schen, die sich lie­ber auf einen “Meis­ter” ver­las­sen und sich alles Wis­sen mund­ge­recht auf ihren Tel­ler legen las­sen. Das sind die Men­schen, die ohne zu hin­ter­fra­gen und ohne zu prü­fen in die Fal­le der Gurus, der Okkul­tis­ten und der selbst­er­nann­ten Ein­ge­weih­ten laufen.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 9, Sei­te 112

Dabei ist genau das Gegen­teil der Fall: Alle gro­ßen katho­li­schen und evan­ge­li­schen Kir­chen leh­ren, dass die 144.000 Ver­sie­gel­ten die Voll­stän­dig­keit und Gesamt­heit aller Erlös­ten des Got­tes­vol­kes dar­stel­len. Mir per­sön­lich sind nur die Zeu­gen Jeho­vas199Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Zeu­gen Jeho­vas”: hier kli­cken und die Sie­ben­ten-Tags-Adven­tis­ten200Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sie­ben­ten-Tags-Adven­tis­ten”: hier kli­cken bekannt, die die­se Zahl als genau die Men­ge an Men­schen ver­ste­hen, die mit Jesus im Him­mel regie­ren wer­den, bzw. die noch am Leben sind, wenn Jesus wie­der erscheint.

Anklagepunkte: unterlassene Hilfeleistung und bewusstes Verschweigen lebensrettender Maßnahmen

Hier kön­nen wir naht­los wei­ter­ma­chen. Aiv­an­hov spricht in den nächs­ten Sät­zen auf Sei­te 112 fast spöt­tisch über die Sor­ge der­je­ni­gen, die der Mei­nung sind, dass es tat­säch­lich nur 144.000 Men­schen sind, die erret­tet wer­den.201Link zum Arti­kel “Wer kommt ins Him­mel­reich? Nur 144000?” auf Fra­gen – evan​ge​lisch​.de: hier kli­cken Er witzelt:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 9, Sei­te 112

Lie­be Leser, wir wer­den an die­ser Stel­le Zeu­ge der Gott­lo­sig­keit, der Ver­füh­rung und der bewuss­ten unter­las­se­nen Hil­fe­leis­tung für Aiv­an­hovs Leser und sei­ne “Schü­ler”. Jemand, der Jesus anschei­nend so nahe­steht wie er, weiß nicht, dass die Ereig­nis­se, die in der Offen­ba­rung beschrie­ben wer­den, kei­ne “schreck­li­che Stra­fe” dar­stel­len? Jemand, der anschei­nend fähig ist, belie­bi­ge Infor­ma­tio­nen direkt aus dem Bewusst­sein Jesu abschöp­fen zu kön­nen, spot­tet über die­je­ni­gen, die nicht ver­schont blei­ben? Jemand, der die Ver­ant­wor­tung für sei­ne Leser und “Schü­ler” ernst nimmt, müss­te an die­ser Stel­le eigent­lich die Metho­de beschrei­ben, mit der man die­ser “schreck­li­chen Stra­fe” ent­ge­hen kann und vom Gericht ver­schont wird.

Aber auf die Anlei­tung zur Umkehr und zur Bekeh­rung zu Jesus Chris­tus war­ten wir bei Aiv­an­hov ver­geb­lich. Auf Sei­te 112 müss­te wenigs­tens kurz erwähnt wer­den, dass es eine Klei­nig­keit ist, ein ernst gemein­tes Gebet zu for­mu­lie­ren, in dem um Ver­ge­bung für die Sün­den und um Auf­nah­me Jesu in das per­sön­li­che Leben gebe­ten wird. Dann tritt Jesus in das Herz der Men­schen, dann ent­steht eine Vater-Kind-Bezie­hung, dann kann sich das Leben zum Bes­se­ren ver­än­dern, dann bleibt man vom Zor­nes­ge­richt ver­schont. Aber dar­auf hin­zu­wei­sen, ist nicht Aiv­an­hovs Auf­ga­be auf die­ser Welt. Wir haben das in die­ser Rezen­si­on in jedem ein­zel­nen bespro­che­nen Kapi­tel gese­hen und anhand der Bibel bewiesen.

Weil Aiv­an­hov in sei­ner gan­zen “geis­ti­gen Leh­re” nicht ein ein­zi­ges Mal auf die lebens­ret­ten­de Bekeh­rung hin­weist, weil nie­mals, in kei­nem ein­zi­gen Tref­fen sei­ner “Schü­ler” und Anhän­ger in all den zahl­rei­chen Regio­nal- und Inter­na­tio­nal­grup­pen in aller Her­ren Län­der die Bekeh­rung erwähnt wird und sie auch nicht als Bedin­gung genannt ist, um dort teil­neh­men zu dür­fen, hole ich das hier und jetzt nach: Bit­te bekeh­ren Sie sich noch heu­te zu Jesus Chris­tus. Bit­te gehen Sie den wich­tigs­ten Schritt in Ihrem Leben und kom­men Sie bei Ihrem Vater im Him­mel an und las­sen Sie sich von die­sem Zeit­punkt an von Ihm füh­ren. Sehen Sie sich dazu die Anlei­tung von Prof. Dr. Wer­ner Gitt an ↗.

Die 12.000 Versiegelten und die Zahl 12

Wie die Bibel mit Schlüs­sel­ver­sen wie Offen­ba­rung 7,4−8 arbei­tet, kön­nen wir aus den Ver­sen ent­neh­men, die nach der Beschrei­bung der 12 Völ­ker mit ihren 12.000 Ver­sie­gel­ten genannt wer­den. Aber die Ver­se 9–17 sind zum gro­ßen Scha­den der Leser und “Schü­ler” Aiv­an­hovs nicht im Buch erwähnt. Da hier Infor­ma­tio­nen zum Ver­ständ­nis der Men­ge der Erret­te­ten genannt wer­den, ist die ein­sei­ti­ge Behand­lung von den ers­ten acht Ver­sen in Kapi­tel 9 eine wei­te­re Bibel­stel­le, die aus dem Zusam­men­hang geris­sen wur­de. Damit stellt Aiv­an­hov sicher, dass sei­ne astro­lo­gi­sche Phan­ta­sie­ge­schich­te, die im letz­ten Absatz auf Sei­te 112 beginnt, nicht über­prüft wer­den kann.

In Vers 9 der Offen­ba­rung, Kapi­tel 7 wird aus­führ­lich erklärt, wer die 144.000 sind und woher sie stammen:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 7,9 ↗

Es wird eine gro­ße Schar Ver­sie­gel­ter vor dem Thron Got­tes ste­hen, beklei­det mit wei­ßen Gewän­dern und Palm­zwei­gen in ihren Hän­den. Das Sie­gel mar­kiert sie als Got­tes Eigen­tum und schützt sie vor dem end­gül­ti­gen Ver­der­ben wäh­rend der kom­men­den Gerich­te. Soviel ist jetzt klar. Aber wie wird man ein Ver­sie­gel­ter, denn die Bibel beschreibt die­se gro­ße Anzahl Men­schen, die vor dem Thron Got­tes ste­hen, ein­deu­tig als Ver­sie­gel­te. Die Ant­wort ist ganz ein­fach: Indem man umkehrt zu Gott, sich ganz bewusst Jesus Chris­tus über­gibt, sich bekehrt, erfährt der Mensch die Gna­de der Erret­tung. Aiv­an­hov ver­schweigt die­se Tat­sa­che und stellt somit sicher, dass sei­ne Leser und “Schü­ler” in der Fins­ter­nis gefan­gen blei­ben. Das ist sei­ne Auf­ga­be als Okkultist.

So wie Aiv­an­hov sehr gern mit sei­ner Bild­spra­che arbei­tet, so oft grei­fen die Pro­phe­ten der Bibel zu die­sem Werk­zeug. Das pas­siert auch in Offen­ba­rung 7 bei der Auf­lis­tung der Ver­sie­gel­ten aus den 12 Stäm­men Isra­els. Die genann­ten Zah­len­wer­te in die­sem Kapi­tel kom­men in der gesam­ten Bibel vor und haben eine fest­ste­hen­de Bedeu­tung. Die Zahl 12,202Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Zwölf – Chris­ten­tum”: hier kli­cken die in der Offen­ba­rung häu­fig genannt wird, bedeu­tet nach der klas­si­schen Aus­le­gung “Voll­stän­dig­keit, Ganz­heit” und ist stell­ver­tre­tend für das von Gott erwähl­te Volk. Ein Bei­spiel dafür ist, dass Jesus 12 Jün­ger beruft. Er führt damit das Werk Got­tes wei­ter, das mit Isra­el begann. Die Jün­ger tre­ten an die Stel­le der 12 Stäm­me und ste­hen sym­bo­lisch für das neue Gottesvolk.

Mit der Zahl 12.000 begeg­net uns in der Bibel eine mathe­ma­ti­sche For­mel der Voll­kom­men­heit. Auf­ge­schlüs­selt kom­men die Wer­te 12 und 1.000 zu Tage:

  • 12 x 1.000 = 12.000
  • 12 x 12 x 1.000 = 144.000

Die 12 bedeu­tet, wie oben erwähnt, die Voll­stän­dig­keit, die Ganz­heit. Die 12 ist im bibli­schen Den­ken die Zahl des Got­tes­vol­kes (die 12 Stäm­me Isra­els im Alten Tes­ta­ment, die 12 Apos­tel im Neu­en Tes­ta­ment). Sie steht für die von Gott ein­ge­setz­te Ord­nung in der Men­schen­welt. Die 1.000 sym­bo­li­siert im Hebräi­schen eine unschätz­bar gro­ße Men­ge, eine unzähl­ba­re Fül­le oder eine Ewig­keit. Wenn Gott im Psalm 50,10203Lesen Sie in Psalm 50,10: hier kli­cken sagt, ihm gehört das „Vieh auf tau­send Ber­gen“, meint er nicht 1000, son­dern alle. 1000 ist die Zahl der unüber­treff­li­chen Fül­le.

Es geht aber noch einen Schritt wei­ter. Im anti­ken Isra­el bil­de­te die Zahl 1.000 die grund­le­gen­de mili­tä­ri­sche Ein­heit (eine “Tau­send­schaft” unter einem Oberst). Wenn aus jedem Stamm genau 12 Tau­send­schaf­ten auf­ge­ru­fen wer­den, zeich­net Johan­nes das Bild einer voll­kom­men geord­ne­ten, unbe­sieg­ba­ren geist­li­chen Armee. Die­se Armee zieht aber nicht mit Schwer­tern in den Krieg, son­dern sie wird ver­sie­gelt, um den geist­li­chen Angrif­fen Satans und den Pla­gen der End­zeit stand­zu­hal­ten. Die Ver­sie­ge­lung geschieht einem Men­schen bei sei­ner Umkehr zu Gott, bei sei­ner Bekeh­rung. Des­halb ist es mir so wich­tig, Sie von der Bekeh­rung zu über­zeu­gen, damit Sie nicht ver­lo­ren gehen.

Warum Gott seinen Kindern die Astrologie verboten hat

Lei­der deu­tet Aiv­an­hov die 12 Stäm­me als die 12 Tier­kreis­zei­chen (Sei­te 112 und 113). Damit begeht er einen fun­da­men­ta­len Bruch der christ­li­chen Aus­le­gung der Bibel, denn auch hier ver­wen­det er Göt­zen als Hilfs­mit­tel zur Erklä­rung sei­ner “Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft”. Gott hat uns die Astro­lo­gie als Wahr­sa­ge­rei in 5.Mose 18 aber ver­bo­ten. In wel­chem Maße die Wahr­sa­ge­rei Aiv­an­hovs ins Gro­tes­ke aus­ufern kann, wird auf Sei­te 113 und 114 deut­lich beschrie­ben. Dort heißt es:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 9, Sei­te 113–114

Wie­der­holt ver­sucht Aiv­an­hov, einer will­kür­li­chen Anord­nung von Ster­nen, die nur vom Blick­win­kel der Erde aus betrach­tet ein gewis­ses Bild erge­ben, “genau fest­ge­leg­te Qua­li­tä­ten und Funk­tio­nen” zuzu­schrei­ben. Die von ihm genann­te “Gesamt­heit des Rau­mes” ist eben­so eine pseu­do­wis­sen­schaft­lich anmu­ten­de wie unhalt­ba­re Behaup­tung, denn was weiß der Mensch über die “Gesamt­heit” des Rau­mes, die Uner­mess­lich­keit Got­tes und die Unbe­schreib­lich­keit Sei­ner Grö­ße und Sei­ner Macht.204Link zum Arti­kel “Die Grös­se Got­tes” auf jesus​.ch: hier kli­cken Nichts. Jeder Ver­such, die Aus­deh­nung, ja, die “Gesamt­heit” des Welt­alls in ein astro­lo­gisch bere­chen­ba­res Modell brin­gen zu wol­len, schei­tert an der Tat­sa­che, dass wir als Men­schen kei­ne Vor­stel­lung von Gott haben kön­nen.205Link zum Video “Die Grö­ße Got­tes” auf Bibel TV: hier kli­cken

Gott ver­bie­tet den Men­schen in 5.Mose 18 die Wahr­sa­ge­rei.206Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Wahr­sa­gen”: hier kli­cken Es gibt eine wei­te­re sehr aus­sa­ge­kräf­ti­ge Bibel­stel­le, die jedem Men­schen klar machen müss­te, mit die­ser Beschäf­ti­gung sofort auf­zu­hö­ren und nie wie­der ein Horo­skop zu lesen oder sich ander­wei­tig mit der Astro­lo­gie aus­ein­an­der­zu­setz­ten. Die­ser Absatz in 5.Mose 4,19 ist in der Luther­bi­bel mit “Ermah­nung zum Gehor­sam gegen das Gesetz” und in der Schlach­ter­bi­bel mit “War­nung vor dem Göt­zen­dienst” über­schrie­ben. Bit­te fra­gen Sie sich an die­ser Stel­le, war­um Aiv­an­hov dar­auf besteht, dass man sich Kennt­nis­se der Astro­lo­gie, der Magie, der Alche­mie usw. aneig­nen soll­te, um die Offen­ba­rung des Johan­nes ver­ste­hen zu können.

Schlach­ter 2000 – 5.Mose 4,19 ↗

Der Göt­zen­dienst der Wahr­sa­ge­rei und der Hell­se­he­rei wird von Aiv­an­hov in vie­len sei­nen Büchern als not­wen­di­ge Dis­zi­plin beschrie­ben. Mir sind Geschich­ten der Hell­se­he­rei aus sei­ner Ein­wei­hungs­sek­te bekannt, die meh­re­re Jahr­zehn­te in die Ver­gan­gen­heit rei­chen. Trotz die­ser lan­gen Zeit konn­ten sich die­se Men­schen bis heu­te nicht aus dem Bann lösen und ste­hen nach wie vor hin­ter ihrem okkul­tem Trei­ben. Eine ande­re Kurio­si­tät, die sich vor weni­gen Jah­ren vor mei­nen eige­nen Augen abspiel­te, war, dass ich von meh­re­ren Per­so­nen erfah­ren habe, dass sich Vor­stands­mit­glie­der von Aiv­an­hovs Ein­wei­hungs­sek­te von einem “renom­mier­ten Hell­se­her” in Ita­li­en bera­ten lie­ßen, wie lan­ge ihre Wider­sa­cher wohl noch in ihren Ämtern ver­blei­ben würden.

Für die Men­schen, die sich “Schü­ler” und Mit­glie­der der Ein­wei­hungs­sek­te Aiv­an­hovs nen­nen, ist es fast unmög­lich, sich aus eige­nem Antrieb aus ihren Ver­stri­ckun­gen zu befrei­en. Sie sind unfä­hig, die Kon­se­quen­zen, die ihnen dro­hen, zu begrei­fen. In sei­nem Buch “Ein­blick in die unsicht­ba­re Welt”, Rei­he Izvor, Band 228, sagt Aiv­an­hov in Kapi­tel 5: “Nie­mand glaubt so stark wie ich an Hell­sich­tig­keit”. Damit defi­niert er die Zukunft sei­ner “Schü­ler”, die sie in der Fins­ter­nis ver­brin­gen wer­den. Bit­te, lie­be Leser, hal­ten Sie sich schon aus die­sen Grün­den von Aiv­an­hovs Lite­ra­tur und sei­ner Ein­wei­hungs­sek­te fern und ret­ten Sie sich dadurch aus der ewi­gen Fins­ter­niss. Schon ein Kapi­tel aus der Bibel wiegt alle Bücher, die Aiv­an­hov je her­aus­ge­bracht hat, um ein Hun­dert­tau­send­fa­ches auf.

Unter ande­rem mit dem Zitat von Sei­te 113 und 114 offen­bart sich die fun­da­men­ta­le spi­ri­tu­el­le Ver­füh­rung in Aiv­an­hovs Sys­tem. Indem er den Tier­kreis zu einer “Dar­stel­lung der Gesamt­heit des Rau­mes” mit “fest­ge­leg­ten Qua­li­tä­ten” erhebt, reak­ti­viert er exakt den Göt­zen­kult, vor dem die Hei­li­ge Schrift im 5. Buch Mose 4,19 so ein­dring­lich warnt. Aiv­an­hov macht die Schöp­fung zum Mitt­ler zwi­schen Mensch und Gott. Wer ver­sucht, sich Gott über die Scha­blo­nen astro­lo­gi­scher Räu­me und Ster­nen­qua­li­tä­ten zu nähern, ver­fehlt den leben­di­gen, per­sön­li­chen Schöp­fer im Kern. Er ersetzt unse­ren sou­ve­rä­nen und ansprech­ba­ren Gott durch ein unper­sön­li­ches und kos­mi­sches Uhrwerk.

Die Beschäf­ti­gung mit die­sen kos­mi­schen Funk­tio­nen ist kein Weg zur Erleuch­tung oder zu einer Ein­wei­hung, son­dern der kind­li­che Ver­such, Gott in geo­me­tri­sche Sys­te­me ein­zu­sper­ren. Das ist ein spi­ri­tu­el­ler Hoch­mut, der den Leser und “Schü­ler” nicht näher zu Gott führt, son­dern ihn in der Anbe­tung des Geschaf­fe­nen, der Schöp­fung, eben den Göt­zen, gefan­gen hält. Die­se geo­me­tri­sche Ver­ding­li­chung des Kos­mos ist kein harm­lo­ses Gedan­ken­spiel. Aus mei­ner eige­nen, lang­jäh­ri­gen Erfah­rung und vie­len Begeg­nun­gen inner­halb die­ser Bewe­gung weiß ich, wie schnell und gründ­lich die­ses ver­meint­li­che Geheim­wis­sen in einen tie­fen, spi­ri­tu­el­len Hoch­mut führt. 

Wer glaubt, die “Qua­li­tä­ten des Rau­mes” und vie­les, vie­les mehr mit der Hil­fe des Okkul­tis­mus oder einer “Ein­wei­hungs­leh­re” ent­schlüs­seln zu kön­nen, erhebt sich unwei­ger­lich über die Schöp­fung und letzt­lich über den Schöp­fer, über Jesus Chris­tus selbst. Es ersetzt die ret­ten­de Demut vor dem Kreuz durch die stol­ze Illu­si­on der Selbst­er­lö­sung. Bit­te, lie­be Leser, prü­fen Sie selbst, wel­che Rol­le Jesus Chris­tus in den Schrif­ten Aiv­an­hovs spielt und wie oft sie hand­fes­te Anlei­tun­gen zu Ihrer Erlö­sung, Ihrer Bekeh­rung erhal­ten. Ein Gebet in aller Demut und Ein­sicht zum Nach­spre­chen für Ihre Bekeh­rung fin­den Sie hier ↗.

Die endlose Lüge des langen Weg des Schülers

Auf den Sei­ten 114 und 115 wird die gro­ße Bedeu­tung der Zahl 12 in Bezug auf das “Neue Jeru­sa­lem” beschrie­ben. Die­ses The­ma wer­de ich in Kapi­tel 17 aus­leuch­ten, denn dort hat der Leser das Herz­stück der okkul­ten Fehl­deu­tun­gen Aiv­an­hovs vor Augen. Ledig­lich den zwei­ten Absatz auf Sei­te 115 will ich als wei­te­res Glanz­stück der Ver­füh­rung sei­ner Leser und “Schü­ler” kurz betrach­ten. Hier sehen wir wie­der einen Ver­such der Ent­fer­nung der Leser­schaft von der bibli­schen Wahr­heit und Ein­fach­heit. Wäh­rend die Bibel unauf­hör­lich von der Umkehr zu Gott spricht, einer für jeden Men­schen aus­führ­ba­ren Metho­de, führt Aiv­an­hov sei­ne Leser in den lan­gen Weg, der ihm ermög­lich, selbst zum “Neu­en Jeru­sa­lem” zu werden.

Wie­der wird dem Leser weis­ge­macht, er kön­ne aus eige­ner Anstren­gung wer­den wie Gott und weder Fins­ter­nis, noch Krank­heit noch Tod erlei­den müs­sen. Das ist eine der ver­hee­rends­ten Lügen des Okkul­tis­mus, denn die “Schü­ler”, die sich in die­ser Dis­zi­plin ver­su­chen, sind unvor­stell­bar weit in der Sün­de gegen Gott ver­strickt. Sie sind voll­stän­dig vom Hoch­mut ver­schlun­gen und kön­nen nicht mehr wahr­neh­men, auf welch raf­fi­nier­te Lüge des Teu­fels sie her­ein­ge­fal­len sind.207Link zum Video “Okkul­tis­mus: Was steckt wirk­lich dahin­ter?” auf Bibel TV: hier kli­cken

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 9, Sei­te 115

Wer die­sen lan­gen Weg gehen möch­te, aus wel­chem Antrieb auch immer, wer sich durch die­se Anstren­gung selbst zu einem “Neu­en Jeru­sa­lem” erhe­ben möch­te, der nimmt den Weg der Schlan­ge, die zur Eva sprach: “Son­dern Gott weiß: An dem Tag, da ihr davon esst, wer­den euch die Augen geöff­net, und ihr wer­det sein wie Gott und wer­det erken­nen, was Gut und Böse ist!”. Dabei ist es so ein­fach zu ver­ste­hen, auf wel­chem Weg wir gehen müs­sen. Jesus sag­te uns das in Offen­ba­rung 3, Vers 21: “Wer über­win­det, dem will ich geben, mit mir auf mei­nem Thron zu sit­zen, so wie auch ich über­wun­den habe und mich mit mei­nem Vater auf sei­nen Thron gesetzt habe.”

Jesus nach­zu­fol­gen und alle Anfein­dun­gen aus­zu­hal­ten und durch­zu­ste­hen, das wird uns ans Ziel brin­gen. Wir wer­den durch Gott erho­ben, geseg­net und gehei­ligt, aber aus eige­ner Anstren­gung wird uns das nicht gelin­gen. In den gan­zen Jahr­tau­sen­den, in denen die Okkul­tis­ten das nun schon ver­su­chen, müss­te es doch wenigs­tens einen davon geben, dem das gelun­gen ist. Aber die­sen Mensch gibt es nicht. Es gibt nur von sich selbst ent­täusch­te Hoch­stap­ler und Grö­ßen­wahn­sin­ni­ge,208Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Grö­ßen­wahn (Mega­lo­ma­nie)”: hier kli­cken die noch auf ihrem Ster­be­bett ein­ge­se­hen haben, wie falsch sie in ihrem gan­zen Leben gele­gen sind, und was für eine Ver­ant­wor­tung sich jetzt gegen sie wen­det.209Link zum You­Tube-Video “Famous Athe­ists Last Words Befo­re Dying”: hier kli­cken

Aiv­an­hov ver­schlim­mert die­se Situa­ti­on noch, indem er sei­ne Leser und “Schü­ler” ganz bewusst und mit der größ­ten vor­stell­ba­ren Raf­fi­nes­se von Gott und Jesus Chris­tus weg­führt und sie gegen das “kos­mi­sche Prin­zip”, das “Chris­tus­prin­zip” und die “Gott­heit” ersetzt. Somit fällt die Hemm­schwel­le sei­ner “Schü­ler” ins Boden­lo­se, denn sie sehen sich in keins­ter Wei­se in Kon­kur­renz zu Gott oder im Gegen­satz zur Hei­li­gen Schrift, die unauf­hör­lich vor die­sem Weg des Hoch­muts warnt. Fast unbe­merk­bar für sei­ne Anhän­ger­schaft wird unser Vater im Him­mel aus­ge­blen­det und durch schein­bar ultra­wich­ti­ge Göt­zen ersetzt.

Was für eine Schmach und Schan­de, und davor will ich Sie mit die­ser Rezen­si­on war­nen. Wer Gott ver­lässt und sich mit dem lan­gen Weg der Ein­wei­hun­gen, dem Chris­tus­prin­zip oder der Astro­lo­gie beschäf­tigt, ist in größ­ter Gefahr!

Das Siegel der 144.000

Aiv­an­hovs per­sön­li­cher Kampf gegen Gott und Jesus Chris­tus zieht sich im neun­ten Kapi­tel bis zum letz­ten Satz. Tra­gi­scher­wei­se zieht er sei­ne Leser und “Schü­ler” in die­se sinn­lo­se Aus­ein­an­der­set­zung mit hin­ein. Er schafft es aber, die­sem Kampf, der vor­nehm­lich wegen sei­nem Hass Gott und Jesus Chris­tus gegen­über besteht, sehr geschickt zu ver­ber­gen und es wie eine geist­li­che Übung, die die Selbst­ver­wirk­li­chung zur Fol­ge hat, aus­se­hen zu las­sen. Sei­nen Hass auf Gott und Jesus Chris­tus erklä­re ich mir mit einem unbän­di­gen Neid auf wah­re Chris­ten, die den Mut hat­ten, sich Jesus Chris­tus zu über­ge­ben und ihn in ihr Leben aufzunehmen.

Was der auf­merk­sa­me Leser auf den Sei­ten 115 bis 117 wahr­neh­men kann, ist das Ver­hal­ten eines Klein­kin­des, den Eltern stän­dig wider­spre­chen und sich in Trotz­re­ak­tio­nen aus­drü­cken zu müs­sen. Die­se Kin­der ken­nen wir alle, ent­we­der waren wir selbst sol­che Kin­der, oder wir haben sie an vie­len öffent­li­chen Plät­zen ken­nen und fürch­ten gelernt. Plär­ren­de, stamp­fen­de, heu­len­de Krea­tu­ren mit hoch­ro­ten Köp­fen, trie­fen­den Rotz­na­sen und geball­ten Fäus­ten. Das stellt Aiv­an­hov für mich dar, er weiß sich nur sehr geschickt zu verstellen.

Kaum wagt die Bibel eine Behaup­tung, sofort springt der klei­ne Aiv­an­hov ins Bild und meint, die­se Ver­se umdich­ten zu müs­sen, weil der Rest der Welt, der ja kein Ein­ge­weih­ter ist, sie sowie­so nicht ver­ste­hen kann, feh­len doch die Vor­aus­set­zun­gen wie Astro­lo­gie, Kab­ba­la, Tarot usw. 

In Bezug auf das Sie­gel, lehrt die Bibel in Offen­ba­rung 7,3, dass die Knech­te Got­tes von den Engeln auf ihren Stir­nen ein Sie­gel bekommen.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 7,3 ↗

Die Bibel spricht hier dop­pel­deu­tig. Zum einen wird an den Ver­sie­gel­ten äußer­lich ein Zei­chen auf­ge­tra­gen, dass sie von ande­ren Men­schen unter­schei­det. Das Sie­gel wird von unsicht­ba­ren Wesen, von den Engeln ange­bracht. Zum ande­ren die inne­re Besie­ge­lung durch den Hei­li­gen Geist, die den Glau­ben im Ange­sicht von Ver­fol­gung und Drang­sal stand­haft macht. Bestä­ti­gung dafür fin­den wir ein­mal im Ephe­ser­brief 1,13: “in ihm seid auch ihr, als ihr gläu­big wur­det, ver­sie­gelt wor­den mit dem Hei­li­gen Geist der Ver­hei­ßung”, und in Offen­ba­rung 14,1: “Und ich sah, und sie­he, das Lamm stand auf dem Berg Zion, und mit ihm hun­dert­vier­und­vier­zig­tau­send, die tru­gen den Namen sei­nes Vaters auf ihren Stir­nen geschrieben.”

“Den Namen sei­nes Vaters auf ihren Stir­nen geschrie­ben”. Was für einen uner­mess­li­chen Reich­tum und was für eine unend­li­che Ehre stellt das Sie­gel für einen bekehr­ten Chris­ten dar! Es gibt nichts Hei­li­ge­res als Gott, des­sen Kind ein Christ sein darf!

Aber selbst das hei­li­ge Sym­bol des Sie­gels ver­sucht Aiv­an­hov mit sei­ner okkul­ten Ein­wei­hungs­leh­re auf den Kopf zu stel­len und wie­der­rum eine fleisch­lich-okkul­te Übung dar­aus zu machen. Er macht aus der unend­li­chen Lie­be und Gna­de Got­tes eine kör­per­li­che und spi­ri­tu­el­le Arbeit eines Men­schen, der sich zu Gott erhö­hen will. Noch nicht ein­mal davor schreckt er zurück und ver­kauft sei­nen Lesern und “Schü­lern” die­se Lüge als angeb­li­che bibli­sche Wahr­heit. Für ihn zeich­net der Mensch selbst das Sie­gel auf sei­ne Stirn.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 9, Sei­te 115

Das ist aus der bibli­schen und christ­li­chen Sicht­wei­se strikt abzu­leh­nen. Ein Christ lebt mit Chris­tus und lehnt sich in kei­ner Wei­se gegen ihn auf. Wel­chen Sinn hät­te eine sol­che Bes­ser­wis­se­rei, wie sie Aiv­an­hov betreibt, für einen Chris­ten, wel­chen Gewinn könn­te ein per­sön­li­ches Leben, geführt von unse­rem Gott, von die­sem per­ma­nen­ter Wider­spruch erhal­ten? Kei­nen. Bes­ser­wis­se­rei und Wider­spruch schlie­ßen ein christ­li­ches Leben völ­lig aus. Die Heils­ge­wiss­heit,210Link zum You­Tube-Video “Heils­ge­wiss­heit, Heils­si­cher­heit, die Ent­rü­ckung und Got­tes täg­li­che Ret­tung – Der Helm des Heils”: hier kli­cken die ein Christ in sei­ner Brust trägt, ist die unar­ti­ku­lier­te und spür­ba­re Prä­senz Got­tes und stellt die Stär­ke des Men­schen dar, der mit Gott und Jesus Chris­tus geht. Davon will Aiv­an­hov sei­ne Leser und “Schü­ler” abhal­ten.

Mit dem letz­ten Satz im neun­ten Kapi­tel gip­felt die­ser trot­zi­ge Wider­spruch in einer atem­be­rau­ben­den Lüge. Wäh­rend Jesus Chris­tus nur auf unse­re Offen­le­gung unse­rer Sün­den und die ernst­ge­mein­te Bit­te, in unser Leben ein­zu­tre­ten, war­tet, kehrt Aiv­an­hov die Gna­de Got­tes, die für jeden Men­schen unein­ge­schränkt gilt, in eine Erlö­sungs­lü­ge um, die durch spi­ri­tu­el­le Arbeit ver­dient wer­den muss. 

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 9, Sei­te 117

Doch, lie­be Leser, die Gna­de Got­tes fällt ein­fach so auf irgend­je­man­den, der bereit ist, sich zu Jesus Chris­tus zu bekeh­ren. Doch, lie­be Leser, jeder Mensch kann die­se Gna­de sofort und unum­kehr­bar erfah­ren, wenn er sich Jesus Chris­tus zuwen­det. Das ist die Wahr­heit der Bibel und die ist für jeden Men­schen gedacht, nicht nur für eine Hand­voll selbst­er­klär­ter Eli­te-Spi­ri­tua­lis­ten. Wie Sie ganz ein­fach Ihren Bund mit Jesus Chris­tus schlie­ßen kön­nen, erfah­ren Sie in die­sem Video ↗. Bit­te bekeh­ren Sie sich noch heu­te, denn wir wis­sen nicht, ob uns das Mor­gen noch zur Ver­fü­gung steht.211Link zum You­Tube-Video “Es gibt ein “Zu Spät”! – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken

Kapitel 10: Die Frau und der Drache

Kapi­tel 10 läuft von Sei­te 119 bis Sei­te 124, hat also einen Umfang von nur 6 Sei­ten. Es wer­den die Ver­se 1–6 des 12. Kapi­tels der Offen­ba­rung des Johan­nes behan­delt. Gleich auf der ers­ten Sei­te des Kapi­tels im Buch ist die Vers­zahl falsch ange­ge­ben, es muss hei­ßen: Off 12, 1–6. Die­ser Feh­ler wur­de vom fran­zö­si­schen Ori­gi­nal über­nom­men und fin­det sich dort bis in Auf­la­ge 4.

Wie in vie­len ande­ren Kapi­teln, die wir bis­her bespro­chen haben, fehlt auch im 10. Kapi­tel der Name unse­res Hei­lan­des Jesus Chris­tus. Obwohl Jesus eine Haupt­fi­gur in Offen­ba­rung 12 ist, wird er von Aiv­an­hov kom­plett unter­schla­gen. Damit will ich noch­mals auf den immensen Hass Aiv­an­hovs auf Jesus Chris­tus hin­wei­sen. Nur durch unbän­di­gen Hass lässt sich erklä­ren, war­um Aiv­an­hov in der Lage ist, das Kind, das die Frau in sich trug und schließ­lich zur Welt brach­te und das spä­ter zu Gott und sei­nem Thron ent­rückt wur­de, an kei­ner ein­zi­gen Text­stel­le mit Jesus Chris­tus in Ver­bin­dung zu bringen.

Die okkulte Umdeutung des Sündenfalls

Auf den Sei­ten 120 bis 121 fin­den wir den Ver­such Aiv­an­hovs, die Frau, die in den ers­ten Ver­sen der Offen­ba­rung 12 beschrie­ben wird, mit Eva und dem Sün­den­fall des Men­schen in Ver­bin­dung zu brin­gen. Sei­nen Schil­de­run­gen zur Fol­ge, sei Eva in der Sephi­ra Jes­od behei­ma­tet gewe­sen und konn­te sich nicht bis in die Sephi­ra Tipher­eth erhe­ben. Die Frau aus der Offen­ba­rung dage­gen, konn­te Jes­od ver­las­sen und sich bis zur Sephi­ra Tipher­eth erhe­ben. Die­se Beschrei­bun­gen sind natür­lich frei erfun­den, wider­spre­chen der bibli­schen Aus­sa­ge voll­stän­dig und müs­sen daher als Irr­leh­re ein­ge­stuft wer­den. Bit­te las­sen Sie größ­te Wach­sam­keit beim Lesen von Aiv­an­hovs Büchern walten!

Mit der Beschrei­bung der Eva als weib­li­ches Prin­zip auf Sei­te 120, wird Evas Rol­le kom­plett umge­deu­tet. Eva aß von den Früch­ten eines Bau­mes, von dem zu essen ihr von Gott ver­bo­ten war. Damit hat Eva ihr Unge­hor­sam gegen­über Gott in einem bewuss­ten Akt klar zum Aus­druck gebracht. Ihre Sün­de ist von mora­li­scher Natur, eine offe­ne Rebel­li­on gegen Gott, und nicht das Feh­len einer mys­ti­schen Ver­bin­dung zu einer Son­nen­sphä­re in einer fik­ti­ven Sephi­ra. Auch die von Aiv­an­hov erwähn­ten “schwar­zen Sephi­r­oth”, die Kli­photh,212Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Qlīpōt”: hier kli­cken kön­nen ihn nicht mehr aus sei­ner Mise­re herausbringen.

Lie­be Leser, bit­te ver­ste­hen Sie, dass alle bibli­schen Ele­men­te, die in den ers­ten sechs Ver­sen behan­delt wer­den, von Aiv­an­hov zuguns­ten sei­ner kab­ba­lis­ti­schen Deu­tung und sei­ner gnos­tisch-okkul­ten Kos­mo­lo­gie, umge­schrie­ben wer­den. Die bibel­treue Aus­le­gung folgt dem Prin­zip “Sola Scrip­tu­ra“213Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “sola scrip­tu­ra”: hier kli­cken und das bedeu­tet “Allein durch die Schrift”.214Link zum Arti­kel “Sola scrip­tu­ra – allein durch die Schrift”: hier kli­cken War­um hät­te Gott die enor­me Anstren­gung unter­nom­men, sei­nen Kin­dern die Bibel über­ge­ben zu kön­nen, wenn sie unzu­rei­chen­de oder feh­ler­haf­te Infor­ma­tio­nen ent­hal­ten wür­de, die erst rich­tig gedeu­tet wer­den müs­sen? Die Bibel ist irr­tums­los, voll­stän­dig und gött­lich inspiriert.

Son­ne und Mond
Die in Vers 1 erwähn­te Frau, beklei­det mit der Son­ne und der Mond unter ihren Füßen und eine Kro­ne mit 12 Ster­nen auf ihrem Haupt, ist Maria, die Mut­ter Got­tes. Sie wird im erwei­ter­ten Kon­text als das gesam­te Got­tes­volk (Altes + Neu­es Tes­ta­ment), aus dem der Mes­si­as her­vor­geht, betrach­tet. Die Son­ne, mit der die Frau beklei­det ist, ver­sinn­bild­licht hier die Herr­lich­keit, die direkt von Gott kommt. Der Mond bedeu­tet die 12 Stäm­me Isra­els, er “reflek­tiert” aber auch das Licht des Alten Bun­des (Gesetz, Opfer­dienst), das unter den Füßen der Frau liegt – also von ihr getra­gen und durch das Kom­men des Mes­si­as zugleich über­bo­ten wird.

Eine Kro­ne mit 12 Ster­nen
Hier sind die zwölf Stäm­me Isra­els, also die Fül­le und die Voll­kom­men­heit des Got­tes­vol­kes gemeint. Die Kro­ne wird im grie­chi­schen Urtext mit “ste­pha­nos” bezeich­net, was “Sie­ger­kranz” bedeu­tet. Die Kro­ne drückt aus, dass Got­tes Volk trotz Ver­fol­gung am Ende sieg­reich ist. Die Frau, Maria, ist nicht Quel­le der Herr­lich­keit, was mit einer Königs­kro­ne dar­ge­stellt wür­de, son­dern Zei­chen dafür, wie Gott sein demü­ti­ges Werk­zeug erhöht.215Link zur Pre­digt­samm­lung “Die Johan­nes­of­fen­ba­rung” auf l‑gassmann.de: hier kli­cken

Der Drache verschlingt den Namen Jesus Christus und den Namen der Frau

Die Aus­sa­ge auf Sei­te 120, dass die 12 Ster­ne zei­gen wür­den, dass die Frau das Licht der ers­ten Sephi­r­oth emp­fängt, ist wie alle ande­ren Falsch­dar­stel­lun­gen, eine ganz bana­le Lüge. Wir müs­sen auch ver­ste­hen, dass die Bibel gleich zu Beginn des ers­ten Ver­ses von einem “gro­ßen Zei­chen” spricht, als die Frau im Him­mel erschien. Das ist wich­tig, um spä­ter Vers 3 rich­tig ver­ste­hen zu können.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 12,1 ↗

Die Bibel spricht von einem gro­ßen Zei­chen, etwas, was nicht zu über­se­hen ist, etwas Gewal­ti­ges, etwas Hei­li­ges. Ganz anders geht es in Vers 3 wei­ter, als der Dra­che sei­nen Auf­tritt hat. Dort spricht die Bibel nur über ein “ande­res Zei­chen”, das im Him­mel erscheint, nicht mehr von einem “gro­ßen Zei­chen”. Damit wird aus­ge­drückt, dass der Dra­che, Satan, nicht die wah­re Grö­ße der Mut­ter Got­tes, den 12 Stäm­men und dem Mes­si­as hat, und nie­mals hatte.

In den nächs­ten Absät­zen auf Sei­te 121 sind gleich eine gan­ze Hand­voll Unge­reimt­hei­ten zu sehen. Ich habe schon oft in die­ser Rezen­si­on auf die Her­an­ge­hens­wei­se Aiv­an­hovs auf­merk­sam gemacht, näm­lich, dass eine sei­ner Haupt­auf­ga­ben die bewuss­te Ent­fer­nung sei­ner Leser von unse­rem Gott und Jesus Chris­tus sei. Genau das kön­nen wir hier an die­ser Text­stel­le bemer­ken. Im Text des Kapi­tels 10 kommt der Begriff “Frau” 25 Mal vor. Das ist eine enor­me Wort­wie­der­ho­lung. Aus bibli­scher Sicht müss­te doch wohl min­des­tens ein­mal auf die Aus­le­gung des Worts hin­ge­wie­sen wer­den, dass die Frau die Gemein­de dar­stel­le, oder sie Maria bedeu­te oder auch Isra­el. Aber ver­ge­bens. Im 10. Kapi­tel ist kein ein­zi­ger Hin­weis auf die wah­re bibli­sche Bedeu­tung zu finden.

Mit dem Wort “Kind” ver­hält es eben­so. Es ist ganz ein­deu­tig, dass Maria hier Jesus zur Welt bringt, der in Offen­ba­rung 12,5 zum Thron Got­tes ent­rückt wird. Mit der Ent­rü­ckung ist Chris­ti Him­mel­fahrt gemeint. Aber nicht ein Mal im gan­zen Text erwähnt Aiv­an­hov den Namen Jesus Chris­tus. Statt­des­sen wird das Kind als ein Sym­bol einer neu­en Ära gedeu­tet. Ja, es beginnt eine neue Ära, aber die hat für einen Chris­ten einen Namen, den Namen der Herr­lich­keit, den Namen der erfüll­ten Ver­hei­ßun­gen, den Namen der Weges, des Wahr­heit und des Lebens: Jesus Chris­tus. Der Text der Offen­ba­rung ist hier mes­sia­nisch ein­deu­tig und von einem Bibel­leh­rer, als den Aiv­an­hov sich aus­gibt, erwar­te ich die wahr­heits­ge­mä­ße Aus­le­gung und den voll­stän­di­gen Namen des Kindes.

Lie­be Leser, bit­te las­sen Sie sich von einem Ver­füh­rer nicht an der Nase her­um­füh­ren. Wer den Namen unse­res Got­tes in der Offen­ba­rung des Johan­nes ver­schweigt und ihn umdeu­tet, hat es auf Ihr See­len­heil abge­se­hen. Es geht hier nicht um ein neu­es Zeit­al­ter im eso­te­ri­schen Sin­ne, wie das Was­ser­mann­zeit­al­ter, son­dern um den his­to­ri­schen und zukünf­ti­gen Sieg Jesu Chris­ti über Satan. Trotz der Bild­ge­walt in Offen­ba­rung 12 über den Dra­chen mit sei­nen sie­ben Köp­fen und zehn Hör­nern, ist er doch nur ein Geschöpf, das mit der Auf­er­ste­hung Jesu end­gül­tig besiegt wur­de. “Es ist voll­bracht”, das ist die voll­stän­di­ge Erlö­sung der gesam­ten Mensch­heit. Jesus hat den Preis für die Sün­den bezahlt, das Gesetz erfüllt und den Weg zu Gott für immer freigemacht.

Alle, die Sie vom Gegen­teil über­zeu­gen wol­len, arbei­ten im Auf­trag der Fins­ter­nis. Ich bit­te Sie, las­sen Sie größ­te Wach­sam­keit beim Lesen von Aiv­an­hov wal­ten und prü­fen Sie alles anhand der Bibel. Bit­te hin­ter­fra­gen Sie jeden Satz und jede Aus­sa­ge Aivanhovs!

Der Schlüssel zur Verwirklichung in der Materie

Im Abschnitt ab Sei­te 122 möch­te Aiv­an­hov eine Ver­mi­schung der bibli­schen Frau, Maria, Isra­el, die Gemein­de, mit den rea­len irdi­schen Frau­en erzwin­gen. Sei­ner Mei­nung nach, kön­nen Frau­en sehr fein­stoff­li­che Teil­chen aus­strö­men, eine Art von äthe­ri­scher Mate­rie, die Ideen und Plä­ne inkar­nie­ren kön­nen, um ihnen einen Kör­per zu verleihen.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 10, Sei­te 122

Die Lese­rin­nen und “Schü­le­rin­nen”, die auf die­se aber­gläu­bi­schen Aus­sa­gen her­ein­fal­len, sehen sich als Frau allei­ne in der Lage, die poli­ti­schen, gesell­schaft­li­chen und wirt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­se auf der Erde ent­we­der ver­bes­sern oder ver­schlim­mern zu kön­nen. Laut Aiv­an­hov sind dazu allein die Frau­en in der Lage. Sie erhal­ten von ihrem “Meis­ter” eine Erhö­hung ihres gan­zen Wesens, und wenn sie nicht wach genug sind, die­se Mani­pu­la­ti­on zu durch­schau­en, tap­pen sie in eine wei­te­re Fal­le des Hoch­muts, die Aiv­an­hov selbst stellt. Zudem wird Jesus Chris­tus aus­ge­blen­det, der Ein­zi­ge, der über Heil oder Unheil entscheidet.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 10, Sei­te 122

Die­se ver­hee­ren­den Aus­sa­gen stei­gern sich von Absatz zu Absatz und mün­den auf der letz­ten Kapi­tel­sei­te schließ­lich in der Behaup­tung, dass das Reich Got­tes nur durch die Frau­en ver­wirk­licht wer­den kann.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 10, Sei­te 124

Er bür­det damit den Frau­en die Ver­ant­wor­tung auf, das „Neue Jeru­sa­lem“ auf die Erde zu gebä­ren. Eine Auf­ga­be, die von kei­nem Men­schen erfüllt wer­den kann. Die­se Aus­sa­ge wider­spricht dem Kern des christ­li­chen Evan­ge­li­ums fun­da­men­tal, denn das Himm­li­sche Jeru­sa­lem “kommt von Gott aus dem Him­mel her­ab“216Lesen Sie in Offen­ba­rung 21,2: hier kli­cken und wird nicht von Men­schen, weder von Män­nern noch von Frau­en auf der Erde mate­ria­li­siert. Die Erlö­sung der Mensch­heit liegt laut der Bibel allein in den Hän­den Jesu Chris­ti217Lesen Sie in Apos­tel­ge­schich­te 4,12: hier kli­cken und nicht in den Hän­den des mensch­li­chen Frau­en- oder Männergeschlechts.

Kapitel 11: Erzengel Michael streckt den Drachen nieder

Das 11. Kapi­tel hat einen Umfang von nur vier Sei­ten und kommt mit 615 Wör­tern aus. Es behan­delt die Ver­se 7–9 der Offen­ba­rung Kapi­tel 12. Der abge­druck­te Bibel­text lässt sich am ehes­ten der Luther­bi­bel 1964 zuord­nen, weicht aber wie­der vom Ori­gi­nal ab, egal, mit wel­cher Luther­bi­bel ver­gli­chen wird. Von den 615 Wör­tern des Kapi­tels, wur­den 73 für das Bibel­zi­tat ver­wen­det, für die Bespre­chung blei­ben also gan­ze 542 Wör­ter übrig. Auch in die­sem Kapi­tel ist die ange­ge­be­ne Vers­zahl falsch, abge­druckt sind die Ver­se 7–9.

Für die Leser­schaft hät­te ich mir eine moder­ne­re Bibel­über­set­zung gewünscht, etwa die Elber­fel­der oder die Schlach­ter. Bei­de sind nah am Urtext und trans­por­tie­ren die Nach­richt der weni­gen Ver­se, die hier ver­wen­det wur­den, wesent­lich bes­ser, als die ins Alter gekom­me­ne Luther 1912/1964. Bei nähe­rer Betrach­tung spielt das aber kei­ne Rol­le, weil zum einen mit dem Abschnei­den des 10. bis 12. Ver­ses des Bibel­tex­tes der grö­ße­re Zusam­men­hang fehlt, zum ande­ren, weil Aiv­an­hov mit die­sem Kapi­tel ein völ­lig ande­res Ziel ver­folgt, als die Aus­le­gung oder Kom­men­tie­rung der Offen­ba­rung des Johannes. 

Zum Ver­ständ­nis: Die Schlach­ter und z. B. die Ein­heits­über­set­zung glie­dern den Absatz im 12. Kapi­tel von den Ver­sen 7–12. Die Schlach­ter­bi­bel fügt für die­sen Absatz die Über­schrift “Satan wird auf die Erde hin­ab­ge­wor­fen” ein,218Lesen Sie in Offen­ba­rung 12,7 der Schlach­ter-Über­set­zung selbst nach: hier kli­cken die Ein­heits­über­set­zung benennt den Absatz mit “Der Sturz des Dra­chens”. Da das nach­fol­gen­de Kapi­tel 12 in Aiv­an­hovs Buch mit den Ver­sen 13–17 beginnt, feh­len Vers 10–12 wirk­lich voll­stän­dig. Ich wer­de Ihnen spä­ter im Detail erklä­ren, war­um das für Aiv­an­hov so wich­tig ist.

Bit­te lesen Sie die Offen­ba­rung 12, 7–12 hier voll­stän­dig aus der Schlach­ter 2000:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 12, 7–12 ↗

Pures Gift und pures Entsetzen

Lie­be Leser, bit­te las­sen Sie sich von der Kom­pakt­heit des 11. Kapi­tels nicht täu­schen. Wir begeg­nen in jedem ein­zel­nen Satz einer per­fekt insze­nier­ten Ver­füh­rung, die auf der letz­ten Sei­te in einer atem­be­rau­ben­den Got­tes­läs­te­rung endet. Aus der Sicht der bibel­treu­en Aus­le­gung sprin­gen in die­sem Kapi­tel sofort alle Alarm­si­gna­le an. Ich kann die­se Sei­ten nur als bei­spiel­haf­te okkul­te Ver­füh­rung und per­fek­te Irre­füh­rung der Leser und “Schü­ler” Aiv­an­hovs beschreiben.

Wie so oft in den vor­he­ri­gen Kapi­teln, beginnt die Irre­füh­rung gleich mit dem ers­ten Satz. Angeb­lich stammt der Name “Dra­che” aus einer Über­lie­fe­rung. Es mag zwar sein, dass man als Dra­che vie­ler­lei böse Krea­tu­ren bezeich­net, inklu­si­ve man­cher Ehe­frau­en, aber die Bibel erhob hier ver­mut­lich als ers­tes einen ernst­haf­ten Anspruch auf Namens­nen­nung. In Vers 9 und 10 der Offen­ba­rung 12 wird der Ver­füh­rer des gan­zen Erd­krei­ses als:

  • Dra­che
  • alte Schlan­ge
  • Teu­fel
  • Satan
  • Ver­klä­ger unse­rer Brü­der (Vers 10)

bezeich­net. Die von Aiv­an­hov erwähn­te Über­lie­fe­rung, die dem kos­mi­schen Prin­zip des Bösen die­sen Namen gege­ben haben soll, ist ver­mut­lich die Ansicht und Her­lei­tung aus der gnos­ti­schen219Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Gno­sis”: hier kli­cken und her­me­ti­schen Tra­di­ti­on,220Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Her­me­tik”: hier kli­cken die aber aus christ­li­cher und bibli­scher Sicht streng abzu­leh­nen ist.

Auf Sei­te 126 begeg­nen wir im ers­ten Absatz einer Geschich­te, die aber tat­säch­lich aus einer nach­weis­ba­ren “Über­lie­fe­rung” stammt. Hier wird erklärt, wie es dazu kam, dass der Engel, der “Luzi­fer” bekämpft, Micha­el genannt wird.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 11, Sei­te 126

Lie­be Leser, las­sen Sie uns die­sen Satz Stück für Stück abar­bei­ten, um klar her­aus­zu­stel­len, dass wir es hier tat­säch­lich mit einer bös­ar­ti­gen okkul­ten Täu­schung zu tun haben. Die erwähn­te Über­lie­fe­rung ist die “Legen­da aurea”,221Link zum Buch “Legen­da aurea – Gol­de­ne Legen­de” bei Ama­zon: hier kli­cken die “gol­de­ne Legen­de”, die vom Domi­ni­ka­ner­mönch Jaco­bus de Vor­a­gi­ne222Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Jaco­bus de Vor­a­gi­ne”: hier kli­cken 1264 abge­fasst wur­de. Sie ist eine Samm­lung von knapp 200 Trak­ta­ten zu Kir­chen­fes­ten und Lebens­ge­schich­ten von Hei­li­gen. In der Legen­da aurea fin­det sich auch die von Aiv­an­hov ver­wen­de­te Dar­stel­lung von Erz­engel Micha­el und sei­ner Namensgebung.

Aus einer bibel­treu­en Sicht ist die Legen­da aurea223Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Legen­da aurea”: hier kli­cken als theo­lo­gi­sche oder his­to­ri­sche Quel­le nicht ernst zu neh­men. Für Chris­ten, die sich am Prin­zip Sola Scrip­tu­ra “Allein die Schrift” ori­en­tie­ren, gilt die Legen­da aurea als eine Samm­lung von mensch­li­chen Dich­tun­gen, Fabeln und Legen­den, die kei­ner­lei gött­li­che Auto­ri­tät besit­zen. Die Legen­da aurea ent­hält unzäh­li­ge Berich­te über Wun­der von Hei­li­gen, die his­to­risch nicht beleg­bar sind und oft eher an anti­ke Mythen oder Mär­chen erin­nern, wie z. B. die berühm­te Geschich­te von St. Georg und dem Dra­chen.224Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Georg (Hei­li­ger)”: hier kli­cken Da die­se Berich­te nicht in der Bibel ste­hen, wer­den sie als spe­ku­la­tiv oder schlicht erfun­den abgelehnt.

Die Legen­da aurea hat kei­ne Heils­re­le­vanz, denn in der bibel­treu­en Theo­lo­gie ist alles, was für das Ret­ten­de und den Glau­ben an Jesus Chris­tus not­wen­dig ist, voll­stän­dig in der Bibel ent­hal­ten. Aus­schmü­ckun­gen dar­über, wer was beim Sturz Luzi­fers geru­fen hat, gel­ten als Ablen­kung vom eigent­li­chen Kern des Evan­ge­li­ums. Wie wir in den bespro­che­nen Kapi­teln in die­ser Rezen­si­on gese­hen haben, ist Aiv­an­hov ein Meis­ter der Ablen­kung, z. B. durch sei­ne Bild­spra­che. Man muss sich fra­gen, war­um er trotz die­sen bekann­ten Tat­sa­chen, sei­ne Leser in der unchrist­li­chen und mit­tel­al­ter­li­chen Mär­chen­welt fest­hält. Hier stimmt doch was nicht.

Ich beschrei­be die Legen­da aurea bewusst nicht als Schmäh­schrift, wie die ande­ren von Aiv­an­hov so unschul­dig als “Über­lie­fe­rung” getarn­ten Doku­men­te, weil sie über vie­le Jahr­hun­der­te eine wich­ti­ge Quel­le für Gebe­te, Ver­eh­rung und Andach­ten war, und somit höchst­wahr­schein­lich eini­ge Men­schen tat­säch­lich zum wah­ren Glau­ben geführt hat. Aller­dings will ich ihr auch kei­ne zu gro­ße Ehre erwei­sen, denn allein der Satz unten reicht aus, um die all­ge­mei­ne Glaub­wür­dig­keit in Fra­ge zu stel­len und ihr groß­ar­ti­ge Aus­schmü­ckun­gen aus der mensch­li­chen Phan­ta­sie unter­stel­len zu können:

Wiki­pe­dia – Legen­da aurea ↗

Aiv­an­hov spricht davon, “dass Luzi­fer erklär­te…”. Ich möch­te kurz klar­stel­len, dass der Name Luzi­fer in der Bibel nicht vor­kommt. Das Wort “luci­fer” wur­de in der Vul­ga­ta225Lesen Sie in ISAIAS PROPHETA 14 selbst nach: hier kli­cken in Jesa­ja 14,12226Lesen Sie in Jesa­ja 14,12 selbst nach: hier kli­cken als Bild­wort für den stol­zen König von Babel ver­wen­det. Die­ser wird in den Über­set­zun­gen als “Glanz­stern”, “Strah­len­der” und “schö­ner Mor­gen­stern” beschrie­ben. Obwohl sich “Luzi­fer” ein­ge­bür­gert hat, ver­mut­lich auch wegen lite­ra­ri­schen Erwäh­nun­gen wie z. B. in John Mil­tons227Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “John Mil­ton”: hier kli­cken “Para­di­se Lost”,228Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Para­di­se Lost”: hier kli­cken ver­säumt es Aiv­an­hov hier sträf­lich, auf die­sen Sach­ver­halt hin­zu­wei­sen und ihn aufzuklären.

Das steht in kras­sem Wider­spruch zur stän­di­gen okkul­ten Ansta­che­lung, alles in der Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft bis ins kleins­te Detail zu stu­die­ren und zu betrach­ten. Hier will ich den Kapi­tel­teil “Die Lie­be ist der Zement? ↗” in Kapi­tel 8 ins Gedächt­nis rufen. Dort konn­ten wir sehen, wie Aiv­an­hov sei­ne Leser und “Schü­ler” antreibt, sich eine Vor­stel­lung davon machen zu müs­sen, wie die Lie­be alles durch­dringt, bis hin­ein in die Stei­ne und auf ein mole­ku­la­res Level hin­ab. Und dann sol­len solch fun­da­men­ta­len Situa­tio­nen aus einem der gewal­tigs­ten Kapi­teln der Offen­ba­rung des Johan­nes plötz­lich kei­ne Rol­le spie­len? Hier stimmt was nicht.

Zudem warnt die Bibel vor sol­chen Geschich­ten, wie wir sie von Aiv­an­hov auf­ge­tischt bekom­men. In 1.Timotheus 1,4 kön­nen wir ent­neh­men, wie wir mit die­sen Legen­den, Fabeln und Phan­ta­sie­ge­schich­ten umzu­ge­hen haben: “…und sich auch nicht mit Legen­den und end­lo­sen Geschlechts­re­gis­tern zu beschäf­ti­gen, die mehr Streit­fra­gen her­vor­brin­gen als gött­li­che Erbau­ung im Glau­ben…”.229Lesen Sie in 1.Timotheus 1 selbst nach: hier kli­cken Die Bibel lehrt, dass Micha­el und sei­ne Engel gegen den Dra­chen kämpf­ten und der Dra­che auf die Erde gewor­fen wur­de. Punkt. Man muss sich fra­gen, war­um Aiv­an­hov sei­ne Leser und “Schü­ler” in die­se Abar­tig­kei­ten hin­ein­führt. Hier stimmt was nicht.

Nur ein klei­nes Stück wei­ter im Satz möch­te uns Aiv­an­hov weis­ma­chen, dass sich “ein ande­rer Erz­engel” vor Luzi­fer stell­te. Das heißt, dass in Aiv­an­hovs Vor­stel­lung Luzi­fer ein Erz­engel war. Aber der Glanz­stern, der Sohn der Mor­gen­rö­te war nie ein Erz­engel. Hese­kiel 28,14 gibt Aus­kunft, was die­ses Wesen vor sei­nem Sturz wirk­lich war: “Du warst ein gesalb­ter, schüt­zen­der Che­rub, ja, ich hat­te dich dazu ein­ge­setzt; du warst auf dem hei­li­gen Berg Got­tes, und du wan­del­test mit­ten unter den feu­ri­gen Stei­nen.“230Lesen Sie in Hese­kiel 28,14 selbst nach: hier kli­cken Er war ein Che­ru­bim, ein Thro­nen­gel. Sehr merk­wür­dig, dass dem gro­ßen Ein­ge­weih­ten Aiv­an­hov sol­che Feh­ler unter­lau­fen. Hier stimmt doch was nicht.

Die Verdrehung des biblischen Heilsplans

Mit den Absät­zen der Sei­ten 126 und 127 führt Aiv­an­hov sei­ne Leser in den Abgrund der okkul­ten Spi­ri­tua­li­tät. Die ver­meint­li­chen Auf­ru­fe zum spi­ri­tu­el­len Prak­ti­zie­ren “in der Armee der Kin­der Got­tes”, die eine Ver­bes­se­rung der Lebens­um­stän­de aller Men­schen zur Fol­ge haben wür­den, indem “die Wesen der Fins­ter­nis besiegt wer­den”, ist eine gefähr­li­che okkul­te Lüge, die sich über annä­hernd zwei Jahr­tau­sen­de gehal­ten hat und in all ihren Aus­prä­gun­gen der Bibel und des Heils­pla­nes wider­spricht. Von Kai­ser Kon­stan­tin dem Gro­ßen wur­de in Kon­stan­ti­no­pel das Michae­l­ion231Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Michae­l­ion”: hier kli­cken errich­tet und im Hoch­mit­tel­al­ter wur­de Micha­el zum Patron der Rit­ter und Kreuz­fah­rer erklärt. Auch Rudolf Stei­ner bedient sich der Micha­el-Schu­le, einer über­sinn­li­chen Geis­tes­schu­le unter der Füh­rung Michaels.

Alle “Schü­ler” Aiv­an­hovs, die sich an die­sen Unter­neh­mun­gen betei­li­gen, sind der Mei­nung, zu “den Guten” zu gehö­ren, zu den Spi­ri­tu­el­len, zu den Infor­mier­ten und zur Eli­te der Bru­der­schaft. Kei­ner von ihnen kapiert, mit die­sen spi­ri­tu­el­len Anlei­tun­gen ange­lo­gen und psy­chisch und emo­tio­nal miss­braucht zu wer­den. Das kann ich nach 16 Jah­ren Ein­blick in die inne­ren Struk­tu­ren der Ein­wei­hungs­sek­te fel­sen­fest behaupten.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 11, Sei­te 127

Laut Aiv­an­hov zäh­len alle “gro­ßen Meis­ter und Schü­ler” der Uni­ver­sel­len Wei­ßen Bru­der­schaft, alle, die für “das Licht” arbei­ten, egal, aus wel­cher Reli­gi­on oder spi­ri­tu­el­len Bewe­gung sie abstam­men, zu den Kin­dern Got­tes (Sei­te 127). Alle die­se Men­schen wer­den sich in die­sem “Egre­go­re“232Ein okkul­tes, magisch-dämo­ni­sches Kon­zept. Ein durch Grup­pen­kon­zen­tra­ti­on geschaf­fe­nes, fein­stoff­li­ches Kraft­feld oder Geist­we­sen. Wiki­pe­dia-Arti­kel “Egre­gor”: hier kli­cken sam­meln, dem Erz­engel Micha­el vor­steht. Alle die­se Men­schen sind fel­sen­fest davon über­zeugt, mit Aiv­an­hov als ihren Meis­ter, den Weg des Lichts zu gehen, der als Beloh­nung das “Gol­de­ne Zeit­al­ter” für sie bereit­hält. Aiv­an­hov ver­spricht sei­nen “Schü­lern” in vie­len sei­ner Büchern unter ande­rem die “Neue Erde”, die gerei­nigt und spe­zi­ell für sie berei­tet, das Leben der “Neu­en Men­schen” oder eines “neu­en Men­schen­typs” ermög­li­chen soll.

Lei­der sind das die Phan­tas­te­rei­en eines Ver­füh­rers, der ganz bewusst und mit vol­ler Absicht Men­schen in der Fins­ter­nis gefan­gen hält, die eigent­lich tat­säch­lich Gott suchen. Nur wird es für die­se Men­schen nie­mals mög­lich sein, Gott (Jesus Chris­tus) auch nur einen Mil­li­me­ter näher zu kom­men, denn Aiv­an­hov ver­führt sei­ne “Schü­ler” zum Okkul­tis­mus und zum Göt­zen­dienst. Das ist unse­rem Herrn aber ein Gräu­el, er ekelt sich vor die­sen Beschäf­ti­gun­gen und wird alle abwei­sen, die vor ihm ste­hen wer­den, über­zeugt davon, viel Gutes getan aber okkul­te Werk­zeu­ge dafür ein­ge­setzt zu haben.

Armee
Mit dem Auf­stel­len einer magisch-mili­tä­ri­schen Armee, las­sen sich die­je­ni­gen ein­fan­gen und begeis­tern, die tem­pe­ra­ment­voll ihr irdi­sches Leben bestrei­ten. Sie sind der Mei­nung, dass es tat­säch­lich eine Ansamm­lung von Indi­vi­du­en gäbe, die sich als “Sol­da­ten Got­tes” betrach­ten und in irgend­ei­ner Art und Wei­se und mit einem “Ein­ge­weih­ten” oder einem Erz­engel als ihren Schirm­herr, in irgend­ei­nen spi­ri­tu­el­len Krieg zie­hen zu kön­nen. Sie kön­nen aber nicht sehen, dass allein die gedank­li­che Zuge­hö­rig­keit zu die­ser Grup­pe, einen enor­men Scha­den bei ihnen ver­ur­sacht, denn sie wer­den heim­lich vom Hoch­mut versucht.

Kin­der Got­tes
Aiv­an­hov defi­niert die Kin­der Got­tes als die­je­ni­gen, die für “das Licht” arbei­ten. Das sind die Men­schen, die über­wie­gend still und pri­vat die Übun­gen anwen­den, die Aiv­an­hov und ande­re Gurus vor­schla­gen und emp­feh­len. Die­se Men­schen wür­den sich nie­mals als “Sol­dat Got­tes” beschrei­ben aber sehen sich selbst als “Ein­ge­weih­te”, weil sie schon vie­le Bücher gele­sen haben und über spi­ri­tu­el­les Wis­sen ver­fü­gen, das der “nor­ma­le” Mensch nicht hat. In ihrem Inne­ren sehen sich die­se Men­schen als die Eli­te oder die alten Hasen in den Ein­wei­hungs­sek­ten, ohne die der gan­ze Ablauf nicht statt­fin­den könn­te und die Struk­tur zusam­men­bre­chen würde.

So wie alles, was ich bis­her an Lügen in sei­nem Buch auf­de­cken und bewei­sen konn­te, ist auch das sehr publi­kums­wirk­sa­me Schlag­wort der “Armee der Kin­der Got­tes” eine hane­bü­che­ne Lüge eines Geis­tes­ge­stör­ten. Bit­te ent­schul­di­gen Sie, wenn ich so deut­lich wer­de, aber in die­sen vier Wor­ten ver­ber­gen sich zwei brand­ge­fähr­li­che Ansich­ten, die die Okkul­tis­ten ver­tre­ten. Psy­cho­lo­gisch betrach­tet, kom­men hier zwei Beschrei­bun­gen aus dem Nar­ziss­mus zum Tra­gen: der Zukunfts­schwin­del233Link zum Arti­kel “Future faking”: hier kli­cken (future faking) und die geteil­te Phan­ta­sie, die geteil­te Wahn­vor­stel­lung234Link zum Video “YOU: Con­su­med in Narcissist’s Shared Fan­ta­sy” von Prof. Sam Vaknin: hier kli­cken (shared fantasy).

Bei­des ist für die Betei­lig­ten nicht ohne Wei­te­res zu bemer­ken und selbst wenn sie dar­auf hin­ge­wie­sen und davor gewarnt wer­den, ist oft kein Durch­kom­men mög­lich. Man wird abge­schmet­tert und zum Feind erklärt, der völ­lig unspi­ri­tu­ell und in sei­ner Ent­wick­lung ein­fach noch nicht so weit ist, dass er das begrei­fen könn­te. Das habe ich mit Aiv­an­hovs Ein­wei­hungs­sek­te seit dem Jahr 2022 erlebt. Hier haben wir es jedoch mit sehr star­ken Sek­ten-Merk­ma­len zu tun,235Link zum Arti­kel “Sek­ten­merk­ma­le” auf info​sek​ta​.ch: hier kli­cken die kein Leser unbe­ach­tet las­sen soll­te.236Wenn Sie in einer Ein­wei­hungs­sek­te oder einer destruk­ti­ven Grup­pe fest­ste­cken und her­aus möch­ten, wen­den Sie sich bit­te an eine der Adres­sen auf der Sei­te “Not­fall” hier auf die­ser Web­sei­te: hier kli­cken

Des­halb will ich Sie, lie­be Leser, ganz per­sön­lich vor die­sen mani­pu­la­ti­ven Metho­den der “geis­ti­gen Meis­ter” und ihrer Schü­ler war­nen. Aus einer gesun­den Distanz her­aus betrach­tet, sind die Vor­ge­hens­wei­sen der Okkul­tis­ten sehr gut zu beob­ach­ten und die Mecha­nis­men, die zum Ein­satz kom­men, gut zu durch­schau­en. Bit­te las­sen Sie es dabei, gehen Sie mit die­sen Men­schen nicht tie­fer und hal­ten Sie sich an den Ein­zi­gen, der Sie ret­ten kann: Jesus Christus.

Die klas­si­sche christ­li­che Aus­le­gung der Offen­ba­rungs­ge­schich­te mit dem Dra­chen besagt, dass Micha­el den Dra­chen durch die Kraft Got­tes besiegt. Es die Sou­ve­rä­ni­tät Got­tes. In Aiv­an­hovs “geis­ti­ger Leh­re” wird dar­aus jedoch eine kol­lek­ti­ve, kos­mi­sche Anstren­gung, bei der sich der Mensch durch täg­li­che Wei­hung sei­ner “Ener­gien” und durch die Mit­glied­schaft in einer geis­ti­gen Eli­te, wie der Ein­wei­hungs­sek­te Aiv­an­hovs, den Sieg erar­bei­ten muss (Sei­te 128). Das hebelt das christ­li­che Prin­zip der Gna­de und der Erlö­sung allein durch Jesus Chris­tus aber völ­lig aus.

Ein Kind Got­tes wer­den Sie, lie­be Leser, indem Sie ganz bewusst umkeh­ren und Ihre Sün­den und Ihre Schuld Jesus Chris­tus über­ge­ben. Bit­ten Sie Jesus dann, in Ihr Herz ein­zu­zie­hen und in Ihnen Woh­nung zu neh­men. Damit sind Sie wie­der­ge­bo­ren “aus Was­ser und Geist” und Ihre indi­vi­du­el­le und leben­di­ge Bezie­hung zu Gott beginnt. Sie erhal­ten eine neue geist­li­che Iden­ti­tät als “Kind Got­tes”. Das sind die Ver­hei­ßun­gen Jesu Chris­ti und die­se haben mit einer geis­ti­gen Kampf­hal­tung und okkul­ten Ver­brü­de­rung mit Engeln nicht das Gerings­te zu tun. Wie Sie sich zu Jesus Chris­tus bekeh­ren, erfah­ren Sie hier ↗. Bei Aiv­an­hov suchen Sie aber ver­ge­bens nach einer bibli­schen Anlei­tung, um ewi­ges Leben zu erhalten.

Die Anstiftung zum Götzendienst: Anrufung von Erzengel Michael

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 19,10 ↗

Johan­nes wird in Vers 10 ziem­lich scharf zurecht­ge­wie­sen. Der Engel nimmt das Gebet Johan­nes nicht an. In Offen­ba­rung 22,8−9 ↗ wie­der­holt sich die­se Sze­ne, und auch hier sagt der Engel klipp und klar, dass Engel “Mit­knech­te” sind, Geschöp­fe, die nicht ange­be­tet wer­den sol­len: “Und ich, Johan­nes, bin es, der die­se Din­ge gese­hen und gehört hat; und als ich es gehört und gese­hen hat­te, fiel ich nie­der, um anzu­be­ten vor den Füßen des Engels, der mir die­se Din­ge zeig­te. Und er sprach zu mir: Sieh dich vor, tue es nicht! Denn ich bin dein Mit­knecht und der dei­ner Brü­der, der Pro­phe­ten, und derer, wel­che die Wor­te die­ses Buches bewah­ren. Bete Gott an!

Der Apos­tel Pau­lus gibt im Koloss­erbrief 2,18 ↗ einen wei­te­ren star­ken Hin­weis, dass es unbe­dingt ver­mie­den wer­den soll, Engel anzu­be­ten. Die Anbe­tung von Engeln oder ande­ren Figu­ren lenkt vom christ­li­chen Zen­trum ab, von Gott und von Jesus Chris­tus. Men­schen, die Engel anbe­ten, ver­las­sen den wah­ren Weg und müs­sen als Göt­zen­die­ner bezeich­net wer­den. “Lasst nicht zu, dass euch irgend­je­mand um den Kampf­preis bringt, indem er sich in Demut und Ver­eh­rung von Engeln gefällt und sich in Sachen ein­lässt, die er nicht gese­hen hat, wobei er ohne Grund auf­ge­bla­sen ist von sei­ner fleisch­li­chen Gesin­nung,…”. Wir sol­len Gott und Jesus Chris­tus allein anbe­ten und verherrlichen.

Im letz­ten Absatz des 11. Kapi­tels for­dert Aiv­an­hov von sei­nen Lesern und “Schü­lern”, sich mit Erz­engel Micha­el zu ver­bin­den und ihn um Schutz zu bitten:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 11, Sei­te 128

Viel­leicht erin­nern Sie sich an die Stel­le ganz oben im zwei­ten Absatz die­ses Kapi­tels, als ich Ihnen sag­te, dass Aiv­an­hov “mit die­sem Kapi­tel ein völ­lig ande­res Ziel ver­folgt, als die Aus­le­gung oder Kom­men­tie­rung der Offen­ba­rung des Johan­nes”. Mit den letz­ten Sät­zen auf Sei­te 128 wird das deut­lich. Es geht nicht um eine hand­fes­te Aus­le­gung der Offen­ba­rung des Johan­nes, mit der die Leser und “Schü­ler” den grö­ße­ren Zusam­men­hang die­ser Kapi­tel und Ver­se erken­nen könn­ten. Es geht auch nicht um Jesus Chris­tus, der in Offen­ba­rung 12 eine Haupt­rol­le spielt und aus christ­li­cher Sicht unbe­dingt erwähnt wer­den möch­te. Es geht nicht um das Heil, das Men­schen erfah­ren kön­nen, wenn sie sich vom Geist durch die Zei­len füh­ren lassen.

Aiv­an­hov geht es um die Anbe­tung eines Engels und es spielt über­haupt kei­ne Rol­le, ob es ein Erz­engel oder ein ande­rer Engel ist. Aiv­an­hov lei­tet den Leser an, sich mit dem Engel zu ver­bin­den und um die Mög­lich­keit zu bit­ten, mit ihm zusam­men­zu­ar­bei­ten. Auf die­se Art und Wei­se könn­te “sein Sieg ver­stärkt wer­den”. Und genau das ist das eigent­li­che Pro­blem des Okkul­tis­mus: dass alles, wirk­lich alles, in den Göt­zen­dienst führt. Die Anbe­tung oder Anru­fung Micha­els schiebt sich wie ein undurch­dring­ba­rer Keil zwi­schen Mensch und Gott. Aus bibli­scher Sicht ist das der Kar­di­nal­feh­ler schlecht­hin und der Kern der okkul­ten Ver­füh­rung. Aiv­an­hov ist ein Meis­ter der Ver­füh­rung, wir haben es hier schwarz auf weiß vor uns.

Einen Satz wei­ter wird die Ent­fer­nung zu Gott und Jesus Chris­tus fina­li­siert. Geschickt als Fra­ge getarnt, lässt Aiv­an­hov sei­ne Leser und “Schü­ler” in den Abgrund stür­zen, indem er for­dert, die “Ener­gien” jeden Tag dem Licht, der Güte und der Bru­der­schaft zu wei­hen. Doch das wäre das Schlimms­te über­haupt, das Sie jemals tun könn­ten. Sie wür­den sich unper­sön­li­chen Göt­zen wei­hen, nicht ansprech­ba­ren Phan­ta­sie­mo­del­len und ‑prin­zi­pi­en und bös­ar­ti­gen Erfin­dun­gen der Anti­chris­ten, die Sie von unse­rem per­sön­li­chen Gott weg­füh­ren möchten.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 11, Sei­te 128

Lie­be Leser, das A und O in Ihrem Leben ist die Fra­ge, ob Sie ein wie­der­ge­bo­re­ner Christ sind und in das von Jesus Chris­tus ver­hei­ße­ne Reich Got­tes ein­ge­hen kön­nen, oder nicht.237Link zum Video “Der wich­tigs­te Schritt – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken An die­ser Fra­ge schei­den sich die Geis­ter, die ent­we­der die Ent­schei­dung getrof­fen haben, als die Gemein­de Jesu in den Him­mel ent­rückt zu wer­den, oder nach dem Gericht in den Pfuhl ver­bannt zu wer­den, um dort die Ewig­keit mit knir­schen­den Zäh­nen zu ver­brin­gen. Aiv­an­hovs Anstif­tung, täg­lich sei­ne Ener­gien dem Licht, der Güte und der Bru­der­schaft zu wei­hen, wird nie­man­den näher zu Gott brin­gen, im Gegen­teil.238Link zum Video “Unglau­be, Aber­glau­be und Okkul­tis­mus! – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken

Schlach­ter 2000 – Mat­thä­us 13,41−43 ↗

Offenbarung 12,10 – Der Diebstahl des himmlischen Siegesliedes

Lie­be Leser, bit­te erin­nern Sie sich an mei­ne Ankün­di­gung im drit­ten Absatz die­ses Kapi­tels. Ich möch­te Ihnen gern im Detail erklä­ren, war­um es für Aiv­an­hov so wich­tig ist, die Ver­se 10 bis 12 uner­wähnt zu las­sen und sie Ihnen mit vol­ler Absicht vor­zu­ent­hal­ten. Hier sehen wir die glei­che Metho­de, die Aiv­an­hov bei sei­nen vie­len “Über­lie­fe­run­gen” anwen­det, er ver­schweigt Ihnen ein­fach den Namen. Damit setzt er sich über Sie und hält Sie per­ma­nent im Sta­di­um eines “geis­ti­gen Schü­lers”. Unmün­dig, des­in­for­miert und nach mehr lech­zend. Aber ohne wei­te­re Infor­ma­tio­nen wer­den die “Schü­ler” immer nur okkul­te Wer­ke lesen, und da die­se schein­bar zu allen Lebens­be­rei­chen etwas zu sagen haben, besteht kein Grund, christ­li­che Schrif­ten zu Rate zu ziehen.

Ledig­lich Vers 12 wird in Kapi­tel 13 auf Sei­te 137 kurz erwähnt. Hier dient der Vers zur okkul­ten Erklä­rung von Aiv­an­hovs magisch-dämo­ni­schen Egre­go­ren, die die Form von wil­den Tie­ren haben sol­len und voll­ge­packt mit den ange­sam­mel­ten üblen Gedan­ken, Gefüh­len und Taten der Men­schen sei­en. Was für eine furcht­ba­re Vor­stel­lung und was für ein ekel­haf­ter Gedan­ke, dass unser Gott uns so etwas auf­bür­det, mit die­sem dunk­len Medi­um als “Schü­ler” und Licht­ar­bei­ter arbei­ten zu müs­sen. Grau­en­haft. Aber kei­ne Sor­ge, als Christ blei­ben Sie davon voll­kom­men verschont.

apocalypse 4 merian - oliverfehrle.com
Ico­nes Bibli­cae, Apo­ca­lyp­se 4
Mat­thae­us Meri­an, Zen­tral­bi­blio­thek Zürich
https://doi.org/10.3931/e‑rara-24422
Crea­ti­ve Com­mons BY-SA 4.0

Die Ver­se 10 bis 12 behan­deln The­men, die es in Aiv­an­hovs “geis­ti­ger Leh­re” unbe­dingt zu ver­tu­schen gilt. Der Inhalt ist eine Zusam­men­fas­sung himm­li­scher Ele­men­te, die gezeigt wer­den und zum Ein­satz kom­men, nach­dem der Dra­che auf die Erde hin­ab­ge­stürzt wur­de. Alle Text­in­hal­te und alle ver­wen­de­ten Haupt­wör­ter wei­sen auf eine Per­son hin:

Auf Jesus Chris­tus, unse­ren Gott!

Wie ich Ihnen vom ers­ten Kapi­tel an erklä­ren konn­te, mei­det Aiv­an­hov die Begeg­nung und die Aus­spra­che des Namens unse­res Herrn Jesus Chris­tus wie die Pest. Er setzt sogar einen Pries­ter an die Stel­le Jesu und gau­kelt Ihnen vor, dass Mel­chise­dek in der Offen­ba­rung zu Johan­nes sag­te: “Ich bin Alpha und Ome­ga…, Anfang und Ende…” (Sei­te 44).239Link zu Kapi­tel 3 “Mel­chise­dek und die Leh­re von den bei­den Prin­zi­pi­en” hier auf die­ser Web­sei­te: hier kli­cken

Ich sag­te Ihnen auch, dass ich mir die­se auf­fäl­li­ge und emsi­ge Ver­tu­schung des Namens Chris­ti nur mit einem unbän­di­gen Hass und Neid auf unse­ren Schöp­fer erklä­ren kann.240Link zum Gemi­ni-Chat „Satans Hass auf Jesus: Theo­lo­gi­sche Deu­tung“: hier kli­cken

Mit der Auf­schlüs­se­lung der Ver­se 10 bis 12 fällt die Mas­ke Aiv­an­hovs als wohl­wol­len­der und all­wis­sen­der “geis­ti­ger Meis­ter” und übrig bleibt ein hin­ter­häl­ti­ger und ver­lo­ge­ner alter Mann, der es auf Ihre See­le abge­se­hen hat. Schau­en Sie genau hin!

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 12,10 ↗

Was wir mit Offen­ba­rung 12,10 vor uns haben, ist das gro­ße kos­mi­sche Sie­ges­lied,241Link zum Arti­kel “Bibel­le­se – kur­ze Erläu­te­run­gen zu Offen­ba­rung 12”: hier kli­cken das im Him­mel ange­stimmt wird, nach­dem der Dra­che durch Micha­el und sei­ne Engel hin­ab­ge­wor­fen wur­de. Die lau­te Stim­me, die zu hören ist, gehört einem nicht nament­lich benann­ten Wesen. Im zwei­ten Satz­teil des Ver­ses kön­nen wir eine Auf­zäh­lung von vier Ele­men­ten sehen, die ich mit Ihnen auf­schlüs­seln möch­te. Dann wird der Zusam­men­hang deut­lich sicht­bar und die Vor­ge­hens­wei­se Aiv­an­hovs, dies alles lie­ber uner­wähnt zu belas­sen, viel ver­ständ­li­cher. Es geht um das Heil, die Macht, das Reich und die Herr­schaft. Es geht ein­zig um Jesus Chris­tus.

Das Heil (grie­chisch: hē sōtēria – ἡ σωτηρία)
Die Bedeu­tung des Wor­tes “Sōtēria“242Link zum Wik­tio­na­ry-Arti­kel “σωτηρία”: hier kli­cken aus dem Urtext meint Ret­tung, Befrei­ung, Bewah­rung, Hei­lung und auch das Hin­ein­ge­stellt-Sein in die abso­lu­te Sicher­heit. Im anti­ken Sprach­ge­brauch wur­de das Wort ver­wen­det, wenn jemand aus einer töd­li­chen See­not oder einer bela­ger­ten Stadt geret­tet wur­de. Im Urtext steht die­ses Wort mit dem bestimm­ten Arti­kel die. Es ist nicht irgend­ei­ne Ret­tung, son­dern das von Gott von Anfang an geplan­te Gesamt­heil für die Schöp­fung, es ist die Ret­tung. Dass das Heil jetzt “gekom­men” oder “da ist”, besagt, dass der Wür­ge­griff des Teu­fels über die gesam­te Mensch­heit end­gül­tig gebro­chen ist.

Im Kon­trast zur okkul­ten Dar­stel­lung Aiv­an­hovs bedeu­tet das, dass das Heil nicht durch die Evo­lu­ti­on des mensch­li­chen Bewusst­seins oder die Anstren­gung einer Bru­der­schaft erwirkt wird. Es ist ein rei­nes, sou­ve­rä­nes Geschenk Got­tes, das durch das Opfer des Lam­mes, das in den fol­gen­den Ver­sen erwähnt wird, bereits voll­bracht wur­de. Alle Anstren­gun­gen der “Schü­ler” und Licht­ar­bei­ter sind somit nicht nur umsonst, sie wir­ken sich als okkul­tes Trei­ben sogar nega­tiv und kon­trär für den­je­ni­gen aus, der sie anwen­det. Jesus Chris­tus als das Lamm, und nur er allein, bringt uns das Heil und die Ret­tung. Die­ses Geschenk anzu­neh­men, möch­te uns Aiv­an­hov nehmen.

Die Macht (grie­chisch: hē dyna­mis – ἡ δύναμις)
Von dyna­mis243Link zum Wik­tio­na­ry-Arti­kel “δύναμις”: hier kli­cken lei­tet sich unser Wort „Dyna­mit“ ab. Es beschreibt die inne­woh­nen­de, rohe, unauf­halt­sa­me Kraft, die Fähig­keit zu han­deln und die abso­lu­te Stär­ke. Wäh­rend der Dra­che auf der Erde durch Täu­schung und Ver­füh­rung eine Schein-Macht aus­übt, offen­bart Gott hier Sei­ne rea­le, uner­schaf­fe­ne Urkraft. Der Sturz des Dra­chen erfor­dert von Gott kei­ne Kraft­an­stren­gung. Es ist die blo­ße Mani­fes­ta­ti­on Sei­ner dyna­mis.

Aïv­an­hov spricht im elf­ten Kapi­tel davon, dass die Men­schen die kos­mi­schen Kräf­te des Guten durch ihr kol­lek­ti­ves Egre­go­re erst ver­stär­ken müs­sen (Sei­te 127). Damit könn­te der Sieg Micha­els ver­stärkt wer­den (Sei­te 128). Die Bibel sagt das genaue Gegen­teil: Got­tes dyna­mis ist abso­lut, voll­kom­men und aut­ark. Sie braucht kei­ne mensch­li­chen oder engel­haf­ten Bat­te­rien, um den Feind zu besiegen.

Das Reich unse­res Got­tes (grie­chisch: hē basi­leia – ἡ βασιλεία)
Basi­leia244Link zum Wik­tio­na­ry-Arti­kel “βασιλεία”: hier kli­cken meint nicht pri­mär ein geo­gra­fi­sches Ter­ri­to­ri­um, wie ein Stück Land, son­dern die Königs­wür­de, die Regie­rungs­ge­walt und das Aus­üben der Herr­schaft. Der Aus­ruf “Nun ist gekom­men… das Reich unse­res Got­tes” bedeu­tet, dass Got­tes legi­ti­mer Anspruch auf die Schöp­fung nun unein­ge­schränkt sicht­bar und voll­streckt wird. Der Thron­räu­ber und Dik­ta­tor Satan, der sich als “Fürst die­ser Welt” auf­ge­spielt hat, ist ent­mach­tet. Got­tes Wil­le geschieht nun im Him­mel wie auf Erden, und zwar ohne Kom­pro­miss und ohne Gegenwehr.

Die­ses Reich wird nicht im Ver­bor­ge­nen durch okkul­te Denk­schu­len, Logen oder Bru­der­schaf­ten auf­ge­baut. Es bricht kata­stro­phisch und sicht­bar von außen an, bricht alle Rei­che die­ser Welt und setzt Got­tes sicht­ba­re Gerech­tig­keit ein. Zuge­hö­rig zu die­sem gött­li­chen Reich wird man, indem man ein Kind Got­tes wird, ein bekehr­ter und wie­der­ge­bo­re­ner Christ. Jesus sag­te in Mat­thä­us 18,3: “und sprach: Wahr­lich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wer­det wie die Kin­der, so wer­det ihr nicht in das Reich der Him­mel kom­men!” Es ist alles so ein­fach zu ver­ste­hen, wenn man sich von okkul­ten Irr­leh­ren wie der von Aiv­an­hov abwendet.

Die Herr­schaft sei­nes Chris­tus (grie­chisch: hē exou­sia tou chris­tou autou – ἡ ἐξουσία)
Das Wort exou­sia245Link zum Wik­tio­na­ry-Arti­kel “ἐξουσία”: hier kli­cken unter­schei­det sich grund­le­gend von dyna­mis, der Kraft. Exou­sia bedeu­tet Voll­macht, recht­mä­ßi­ge Auto­ri­tät, das Recht zu regie­ren und zu rich­ten. Ein Poli­zist hat viel­leicht nicht die kör­per­li­che dyna­mis, um einen Lkw auf­zu­hal­ten, aber er hat die exou­sia, die Voll­macht des Staa­tes, das Stopp­schild hoch­zu­hal­ten. Chris­tus besitzt hier bei­des: die gött­li­che Kraft und das abso­lu­te, lega­le Recht zur Herr­schaft. Er ist der gesalb­te König246Link zum Arti­kel “Chris­tus”: hier kli­cken (Chris­tus heißt der Gesalb­te). Sei­ne Herr­schaft basiert auf Sei­nem Sieg am Kreuz. Weil Er sich ernied­rigt hat, hat Gott Ihn über alle Maßen erhöht.

Hier wird der abso­lu­te Kern des christ­li­chen Glau­bens deut­lich. Die Herr­schaft liegt exklu­siv bei Sei­nem Chris­tus. Es gibt kei­ne ande­ren Meis­ter, kei­ne spi­ri­tu­el­len Hier­ar­chien oder kos­mi­schen Mitt­ler­we­sen, die sich die­se Auto­ri­tät mit Ihm tei­len. Micha­el führt den Befehl aus, aber die exou­sia, die Voll­macht über Kos­mos, Leben und Tod, liegt allein bei Jesus Chris­tus.

Wenn wir uns die­se vier Begrif­fe im Kon­text von Offen­ba­rung 12 vor Augen füh­ren, ver­ste­hen wir, wie glas­klar und scharf die Bibel die Fron­ten klärt: Das Lied im Him­mel fei­ert ein abso­lut theo­zen­tri­sches (gott­zen­trier­tes) und chris­to­zen­tri­sches (chris­tus­zen­trier­tes) Ereig­nis. Das Heil, die Macht, das Reich und die Voll­macht gehö­ren Gott und Sei­nem Gesalb­ten. Der Mensch ist in die­sem Sze­na­rio nicht der magi­sche Mit­strei­ter, der durch ritu­el­le Ver­bin­dung mit Engeln das Gleich­ge­wicht der Kräf­te ver­schiebt, son­dern der stau­nen­de, geret­te­te Emp­fän­ger die­ses gewal­ti­gen, gött­li­chen Sie­ges. Eben ein Kind Gottes. 

Und das ist es, was Ihnen als Leser und “Schü­ler” Aiv­an­hovs vor­ent­hal­ten wird. Die armen “Schü­ler” win­den sich ihr Leben lang an unnüt­zen Übun­gen ent­lang, wer­den immer hoch­mü­ti­ger, weil sie ja sound­so lan­ge medi­tie­ren kön­nen, angeb­lich mas­siv fein­füh­lig gewor­den sind und schein­hei­li­ge Lie­der in einem Chor sin­gen kön­nen – und fal­len am Ende doch durch das gröbs­te Ras­ter, weil alles, zu dem sie ihr Leben lang ange­lei­tet und ver­führt wur­den, okkul­te und magi­sche Hand­lun­gen waren, die Gott ein Gräu­el sind.

Lie­be Leser, bit­te resü­mie­ren Sie, zie­hen Sie selbst Ihr Fazit aus den bis­her offen­ge­leg­ten und anhand der Bibel wider­leg­ten Behaup­tun­gen Aiv­an­hovs und der Okkul­tis­ten. Wie kann man jemand ernst neh­men, der den Kern des Chris­ten­tums, Jesu Sieg am Kreuz durch Tod und Auf­er­ste­hung, leug­net? Was möch­te jemand errei­chen, der die Men­schen vom ein­fa­chen Glau­ben weg­führt, der zur Erret­tung gedacht ist? Was spielt sich im Inne­ren eines Men­schen ab, der es nicht fer­tig bringt, den Namen unse­res Got­tes klar und deut­lich aus­zu­spre­chen und zu benennen?

Offenbarung 12,11 – Der Dolchstoß für Aivanhovs Irrlehre

Vers 11 der Offen­ba­rung 12 zeigt dem Leser, wie die Gläu­bi­gen, die Kin­der Got­tes, Satan, den Dra­chen über­win­den. Genau drei Metho­den wer­den genannt, die zu 100% kon­trär zur Ein­wei­hungs­leh­re Aiv­an­hovs und aller Okkul­tis­ten ste­hen. Wie wir gleich bei der Auf­schlüss­lung sehen kön­nen, spricht eine sagen­haf­te Wahr­haf­tig­keit aus die­sem einen Vers, und zugleich eine Ein­fach­heit, die den okkult Prak­ti­zie­ren­den die Scha­mes­rö­te ins Gesicht trei­ben müss­te. Auch hier spielt Jesus Chris­tus die Haupt­rol­le, und somit wird klar, war­um Aiv­an­hov die­sen Vers lie­ber unter­schlägt, als zu ver­su­chen, ihn aus­zu­le­gen und zu erklären.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 12,11 ↗

Durch das Blut des Lam­mes
Das stellt die Grund­la­ge und Basis für jeden Gläu­bi­gen dar. Jesu Tod als Opfer­lamm nimmt jede Schuld weg, denn durch Sein Blut wur­den alle Sün­den der Kin­der Got­tes getilgt. Satans stärks­te Waf­fe sind Ankla­ge und Ver­damm­nis, aber das Blut Jesu macht uns wirk­lich gerecht vor Gott. Die Gemein­de siegt, weil sie sich im Glau­ben auf das Kreuz stützt, nicht auf eige­ne Leis­tung. Die Metho­de der Ver­füh­rer führt in genau die ande­re Rich­tung, weg vom Kreuz und hin zur eige­nen Per­son, die durch Ver­blen­dung der Mei­nung ist, durch eige­ne Anstren­gung gott­gleich zu wer­den. Sehen Sie den Wider­spruch in Aiv­an­hovs Lehre?

Durch das Wort ihres Zeug­nis­ses
Ein bekehr­ter und wie­der­ge­bo­re­ner Christ redet und lebt so, dass deut­lich wird: Jesus ist Herr, sein Evan­ge­li­um ist wahr. Ihr Zeug­nis ist nicht nur from­me Wor­te, son­dern ein muti­ges Beken­nen – auch gegen Wider­stand. Und die­ser Wider­stand wird kom­men, mas­siv und unaus­weich­lich wird die Gemein­de Got­tes durch Ver­fol­gung und Drang­sal gehen müs­sen. Dem zum Trot­ze wer­den die Kin­der Got­tes wei­ter­hin Zeug­nis von der Herr­lich­keit Jesu Chris­ti geben. Wäh­rend­des­sen ler­nen die Ein­wei­hungs­schü­ler brav ihre Kab­ba­la und ihren Chor­ge­sang aus­wen­dig, beten zu Mel­chise­dek und den Engeln und tau­chen in die Ver­sen­kung ab. Sehen Sie den Wider­spruch in Aiv­an­hovs Lehre?

Sie haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod
Das stellt die unaus­weich­li­che Kon­se­quenz dar: Die Kin­der Got­tes hän­gen nicht krampf­haft an ihrem irdi­schen Leben, weil sie wis­sen, was sie erwar­tet, wenn sie Chris­tus begeg­nen. Die Kin­der Got­tes sind bereit, für Chris­tus ihr Leben zu geben und damit wird Satan sei­ner letz­ten und größ­ten Dro­hung beraubt. Der Dra­che hat kei­ne Macht mehr über die Kin­der Got­tes, er wird zu einem zahn­lo­sen Mons­ter, des­sen Zeit abge­lau­fen ist. Aiv­an­hov sag­te, dass sei­ne “Schü­ler” zu die­sen schreck­li­chen Zei­ten geschützt wären, aber ich kann mir nicht einen davon vor­stel­len, der sich mutig vor Gericht zu Jesus Chris­tus beken­nen wür­de. Sehen Sie den Wider­spruch in Aiv­an­hovs Lehre?

Der Sieg über Satan kommt zual­ler­erst durch das Werk Chris­ti, sein Leben gege­ben zu haben. Sei­ne Ernied­ri­gung am Kreuz auf Gol­ga­tha hat­te eine unend­li­che Erhö­hung zur Fol­ge. Wir kön­nen das Geschenk sei­nes Blu­tes anneh­men und dadurch zu gerei­nig­ten und gehei­lig­ten Kin­dern Got­tes wer­den. Dazu braucht es eine kla­re Wil­lens­ent­schei­dung. Der Sieg über Satan kommt durch unser kla­res Zeug­nis, offen über den Ein­zi­gen zu spre­chen, der in der Lage ist, uns aus unse­rem Gefäng­nis zu befrei­en. Wir dür­fen uns des Namens Jesu Chris­ti und des Evan­ge­li­ums nicht schä­men. Der Sieg über Satan kommt durch unse­re Bereit­schaft zur Hin­ga­be. Sind Sie stark genug, die­se Schrit­te mit Jesus Chris­tus zu gehen? Wenn ja, kli­cken Sie hier ↗.

Offenbarung 12,12 – Wehe aber der Erde und dem Meer

Nach dem gewal­ti­gen Sie­ges­lied in Vers 10, führt Offen­ba­rung 12,12 das kos­mi­sche Schau­spiel zu einem abso­lu­ten Höhe­punkt. Der Vers bil­det die logi­sche und theo­lo­gi­sche Kon­se­quenz aus dem Sturz des Dra­chen. Die­ser Vers teilt die Wirk­lich­keit in zwei völ­lig gegen­sätz­li­che Sphä­ren, näm­lich Him­mel und Erde, und offen­bart das psy­cho­lo­gi­sche und stra­te­gi­sche Pro­fil des Fein­des. Das ist einer­seits span­nend zu beob­ach­ten, ande­rer­seits vor Kum­mer kaum zu ertra­gen. Las­sen Sie uns die­sen Vers gemein­sam aufschlüsseln. 

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 12,12 ↗

Dar­um seid fröh­lich, ihr Him­mel, und die ihr dar­in wohnt!

  • Das Wort “Dar­um” bezieht sich direkt auf den vor­he­ri­gen Sieg über den Dra­chen. Der Him­mel ist end­gül­tig gesäu­bert. Satan als der Anklä­ger, der Tag und Nacht vor Gott stand und die Brü­der ver­klag­te, hat dort oben kei­ne Exis­tenz­be­rech­ti­gung und kei­ne Macht­ba­sis mehr. Das ist der Grund zur Freu­de (grie­chisch: eup hrai­nes­the).
  • Die Zelt­be­woh­ner des Him­mels: Im Grie­chi­schen steht hier für “woh­nen” das Wort skē­no­un­tes, was wört­lich “die dar­in zel­ten” oder “ihre Stifts­hüt­te247Link zum Arti­kel “Stifts­hüt­te – Bibel-Lexi­kon”: hier kli­cken haben” bedeu­tet. Das ist eine tie­fe bibli­sche Anspie­lung, denn die Erlös­ten und die Engel haben ihre ewi­ge, siche­re Hei­mat bei Gott auf­ge­schla­gen. Im Him­mel herrscht unein­ge­schränk­ter Frieden.

Wehe denen, die auf der Erde woh­nen und auf dem Meer!

  • Das kos­mi­sche “Wehe” (grie­chisch: ouai): Dies ist kein Fluch Got­tes, son­dern ein gel­len­der pro­phe­ti­scher Warn­ruf, ein Aus­druck tie­fen Schmer­zes. Das Dra­ma ver­schiebt sich geo­gra­fisch. Der Kampf im Him­mel ist vor­bei, aber der Kampf auf der Erde bricht jetzt in einer völ­lig neu­en Här­te aus. “Erde und Meer” ste­hen sym­bo­lisch für die gesam­te bewohn­ba­re und unbe­wohn­ba­re mate­ri­el­le Welt.
  • Die ver­än­der­te Tak­tik des Fein­des wird sicht­bar: Weil Satan Gott im Him­mel nicht mehr angrei­fen kann, wen­det er sich im blin­den Hass gegen Got­tes Schöp­fung und die Gläu­bi­gen auf der Erde. Wenn ein Dik­ta­tor weiß, dass er den Krieg ver­liert, wen­det er oft die Tak­tik der “ver­brann­ten Erde an“248Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Ver­brann­te Erde”: hier kli­cken – und genau das tut der Dra­che hier.249Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Nero­be­fehl”: hier kli­cken

Hier möch­te ich anmer­ken, dass mei­ner Mei­nung nach Aiv­an­hovs gesam­te “geis­ti­ge Leh­re” dem Prin­zip der “ver­brann­ten Erde” ent­spricht. Ihm muss zumin­dest in gerin­gem Maße klar­ge­we­sen sein, dass sei­ne Leh­re kon­trär zum bibli­schen Heils­plan steht. Trotz­dem hat er über 5.000 got­tes­läs­ter­li­che Vor­trä­ge gehal­ten, alle mit Inhal­ten gefüllt, die ihren Ursprung im Okkul­tis­mus, der Theo­so­phie, der Her­me­tik und der Gnos­tik haben. Ganz bewusst hat er jeden ein­zel­nen “Schü­ler” bis zu sei­nem Ende im Jahr 1986 mit Infor­ma­tio­nen und Anlei­tun­gen ver­sorgt, die Gott ein Gräu­el sind. Aiv­an­hov hat ver­sucht, alles bibli­sche durch sein Wir­ken nie­der­zu­rei­ßen und “zu ver­bren­nen”. Ich sehe jedes sei­ner Bücher als ein­zel­nen Nerobefehl.

…und hat einen gro­ßen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.

Hier gewährt uns die Offen­ba­rung des Johan­nes einen tie­fen Ein­blick in die Psy­cho­lo­gie des Bösen, die sich in zwei Ele­men­ten zeigt:

  • Der gro­ße Zorn (grie­chisch: thy­mon megan): Das grie­chi­sche Wort thy­mos beschreibt kei­nen kalt berech­nen­den Ärger, son­dern eine wüten­de, kochen­de Lei­den­schaft, ein blin­des Rasen. Satan agiert nicht mehr aus einer Posi­ti­on der Stär­ke her­aus, son­dern aus purer, ver­zwei­fel­ter Ohn­macht. Er ist wie ein in die Enge getrie­be­nes, töd­lich ver­wun­de­tes Raub­tier, das wild um sich beißt.
  • Das Wis­sen um die “weni­ge Zeit” (grie­chisch: oli­gon kai­ron): Das ist die wich­tigs­te theo­lo­gi­sche Fest­stel­lung des Ver­ses. Der Teu­fel ist kein ewi­ges Gegen­prin­zip zu Gott. Er ist ein geschaf­fe­nes Wesen, des­sen Ablauf­da­tum fest­steht. Er weiß, dass er bereits ver­lo­ren hat. Der Sturz aus dem Him­mel war der Anfang sei­nes Endes, der end­gül­ti­ge Feu­er­see in Offen­ba­rung 20 war­tet bereits auf ihn. Die Zeit, die ihm auf der Erde bleibt, ist begrenzt (kai­ros meint hier das gna­den­los ticken­de Zeitfenster).

Lie­be Leser, ich hof­fe, ich konn­te Ihnen mit der Beschrei­bung der Ver­se 10–12 einen Ein­blick in die bibel­treue Aus­le­gung die­ser Ver­se und ihrer wah­ren Bedeu­tung geben. Was klar wur­de, ist die immense Bedeu­tung Jesu Chris­ti. Er ist es, der von Anfang an als leuch­ten­des Feu­er vor uns stand und der gesam­ten Mensch­heit den Weg weist. Alles, was wir tun müs­sen, ist, die­ses strah­len­de Licht als unse­ren Weg­wei­ser anzu­er­ken­nen und ihm zu fol­gen. Aiv­an­hov bringt uns mit sei­ner Irr­leh­re von die­sem Weg ab und hält uns in der Fins­ter­nis gefan­gen. Er macht das so geschickt, dass Sie glau­ben, nach einer bibli­schen Metho­de zu prak­ti­zie­ren, die Ihre Erlö­sung zur Fol­ge hat. 

An die­ser Stel­le bit­te ich die “Schü­ler” Aiv­an­hovs, kurz inne­zu­hal­ten und sich selbst zu fra­gen, wel­che Zie­le aus der “Ein­wei­hungs­leh­re” sie schon erreicht haben. Was wür­den Sie selbst als erreich­te und gemeis­ter­te Stu­fe her­vor­he­ben und was ist Ihr nächs­tes Ziel? Wohin wol­len Sie mit der “geis­ti­gen Leh­re” Aiv­an­hovs gelan­gen? Was wer­den Sie mit den neu­en Kräf­ten, die Sie dann besit­zen, anfangen?

Unge­ach­tet des per­sön­li­chen Hoch­muts und des Selbst­be­trugs der gan­zen “Schü­ler” und Pries­ter, die die­se Welt bis­her gese­hen und über­lebt hat, sticht eine ein­zi­ge Per­son her­vor, die Über­mensch­li­ches geleis­tet hat: Jesus Chris­tus. Er ist es, den die Okkul­tis­ten am liebs­ten aus­ra­die­ren wür­den, weil er Stu­fen erreicht hat, von denen ihre theo­re­ti­schen Model­le zwar spre­chen, die aber kei­ner von ihnen jemals ver­wirk­li­chen konn­te. Jesus auf der ande­ren Sei­te, geht als der Ret­ter der gesam­ten Mensch­heit her­vor, der sich als Lamm geop­fert hat, sein Leben gab, um alle sei­ne Kin­der, bis auf das Letz­te, mit sei­ner Bot­schaft zu errei­chen. Die Bot­schaft Aiv­an­hovs? Jesus starb nie am Kreuz, ist leib­lich nie­mals auf­er­stan­den, und der Auf­ruf, Mel­chise­dek als neu­en Gott anzu­be­ten. Dan­ke, ich verzichte!

Zum Abschluss die­ses auf­rei­ben­den Kapi­tels möch­te ich Ihnen gern eini­ge Stel­len aus dem Alten Tes­ta­ment vor­le­gen, die Jesus Chris­tus ankün­di­gen, ja sogar sein gan­zes Wir­ken vor­her­sa­gen. Die­se unleug­ba­ren Bibel­ver­se, die Hun­der­te von Jah­ren aus­ein­an­der­lie­gen sind es, die den Okkul­tis­ten wie Aiv­an­hov so schwer im Magen lie­gen. Sie ver­su­chen, die Bibel und ihre Hand­lungs­trä­ger durch eine Irr­leh­re gigan­ti­schen Aus­ma­ßes zu wider­le­gen. Aber ohne Erfolg, denn die Schrift wird sich erfüllen.

Die Geburt Jesu, die Jung­frau­en­geburt,250Link zum Arti­kel “Was meint eigent­lich „Jung­frau­en­geburt“?”: hier kli­cken wird in Jesa­ja 7,14 beschrie­ben. Die Jung­frau­en­geburt wird übri­gens von Aiv­an­hov in Band 240 “Söh­ne und Töch­ter Got­tes” geleug­net. Jesa­ja 7,14 wur­de mit Mat­thä­us 1,22–23 erfüllt.

Schlach­ter 2000 – Jesa­ja 7,14 ↗

Jesu Ein­zug und Wir­ken in Jeru­sa­lem wird in Sachar­ja 9,9 beschrie­ben und mit Mat­thä­us 21,4–5 erfüllt:

Schlach­ter 2000 – Sachar­ja 9,9 ↗

Das stell­ver­tre­ten­de Lei­den, das Jesus um unse­rer Wil­len auf sich genom­men und erdul­det hat, wird in Jesa­ja 53,5 beschrie­ben. In Mat­thä­us 27 kommt es zur Erfüllung:

Schlach­ter 2000 – Jesa­ja 53,5 ↗

Kapitel 12: Der Drache speit Wasser auf die Frau

Kapi­tel 12 führt die mas­si­ve Irre­füh­rung der Leser und “Schü­ler” Aiv­an­hovs fort. Obwohl im Bibel­zi­tat von Offen­ba­rung 12,13 der Kna­be erwähnt wird, schweigt sich der Inhalt des Buches über Jesus Chris­tus aus. Mit kei­ner Sil­be wird unser Herr und Hei­land beschrie­ben. Was beson­ders deut­lich zu sehen ist, ist die aus­ge­präg­te Bild­spra­che, die ver­wen­det wird, um die ver­meint­li­chen Zusam­men­hän­ge zu erklä­ren. Aber bit­te las­sen Sie sich dadurch nicht täu­schen. Die Bild­spra­che dient zur Ablen­kung, denn indem Sie sich auf die geführ­te Phan­ta­sie­rei­se Aiv­an­hovs ein­las­sen, ent­geht Ihnen die wah­re Bedeu­tung der Ver­se in Offen­ba­rung 13–16 und Sie ver­säu­men die Prü­fung anhand der Bibel. Bit­te blei­ben Sie beim Lesen die­ses Kapi­tels äußerst wach!

Das 12. Kapi­tel läuft im Buch über 6 Sei­ten. Die letz­te Sei­te 134 beinhal­tet aller­dings nur zwei Fuß­no­ten, somit hat Kapi­tel 12 nur 5 vol­le Text­sei­ten. Ver­wen­det wer­den 957 Wör­ter, davon sind 118 den Bibel­stel­len von Offen­ba­rung 13–16 gewid­met. Die­ser Abschnitt der Bibel wird in der Schlach­ter 2000 mit “Der Dra­che ver­folgt die Frau” über­schrie­ben, die Ein­heits­über­set­zung ver­wen­det “Der Kampf des Dra­chens gegen die Frau”. War­um die Über­schrift im Buch “Der Dra­che speit Was­ser auf die Frau” heißt, wenn doch wie­der nur um das The­ma her­um­phan­ta­siert wird, ist unklar.

Bit­te beach­ten Sie, dass im Buch auf Sei­te 129 ange­ge­ben wird, dass es sich um die Ver­se Off 12, 13–17 han­delt. Tat­säch­lich sind nur die Ver­se 13–16 abge­druckt. Auch die­se Unacht­sam­keit wur­de aus den fran­zö­si­schen Ori­gi­nal über­nom­men und für die deut­sche Über­set­zung nie geprüft. Die Bibel beinhal­tet für das Kapi­tel Offen­ba­rung 12 gan­ze 18 Ver­se. Zwar kann man, wie hier in die­sem Buch gesche­hen, die Bespre­chung mit Vers 16 been­den, dann ent­ge­hen dem Leser aber wich­ti­ge Zusam­men­hän­ge und Ein­sich­ten. Ich wer­de des­halb Vers 17 und 18 detail­iert klas­sisch aus­le­gen, um Ihnen genau auf­zu­zei­gen, war­um sie im Buch ein­fach ver­schwie­gen wurden.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 12,13−18 ↗

Offenbarung 12, Vers 13 – Die Unterschlagung

Aiv­an­hov beginnt sei­ne Kom­men­ta­re auf Sei­te 129 mit Vers 14. Vers 13 scheint ober­fläch­lich betrach­tet für ihn kei­ne Rol­le zu spie­len. Doch wenn wir den Vers lesen, wird schnell klar, war­um er uner­wähnt bleibt: Er müss­te neben der Frau und dem Dra­chen auch den Kna­ben, Jesus Chris­tus, den Mes­si­as, bespre­chen. Der Kna­be ist es, der alle Fäden in der Hand hält, Jesus Chris­tus ist das end­gül­ti­ge Ziel, auf das die Men­schen hin­steu­ern müs­sen, er ist unser Herr und Hei­land. Wie bei den vor­he­ri­gen Kapi­teln, bleibt die Per­son und der Name Jesus Chris­tus von Aiv­an­hov aber uner­wähnt. Wäre Aiv­an­hov vom Hei­li­gen Geist geführt, was ich von einem “geis­ti­gen Meis­ter” erwar­te, wür­de er außer­or­dent­lich über­schwäng­lich über Vers 13 berichten. 

Da er das aber nicht tut, wer­de ich das nachholen.

Anders als in Aiv­an­hovs löch­ri­ger Beschrei­bung ist Offen­ba­rung 12,13 eine rea­le, pro­phe­ti­sche Offen­ba­rung über den geist­li­chen Kampf in der Heils­ge­schich­te. Wir kön­nen in Vers 13 drei Haupt­cha­rak­te­re iden­ti­fi­zie­ren: Satan, als der Dra­che, die Frau, die für die gläu­bi­ge Gemein­de, das mes­sia­ni­sche Got­tes­volk steht, und den Kna­ben, das ist Jesus Chris­tus, der Mes­si­as. An dem Punkt, an dem der Dra­che rea­li­siert hat, dass er “auf die Erde gewor­fen war”, beginnt er mit sei­nem Kampf gegen die Frau, also gegen die Gemein­de Got­tes. Weder ist es ihm mög­lich, wei­ter­hin die Brü­der vor Gott zu ver­kla­gen, noch dem Kna­ben hab­haft zu werden.

Der Dra­che wur­de von Gott so schnell und über­ra­schend aus dem Him­mel ver­bannt, dass er kei­ne Zeit hat­te zu pro­tes­tie­ren oder Gegen­maß­nah­men zu ergrei­fen. Er wur­de ein­fach aus dem Him­mel ent­fernt. Damit beginnt die Rase­rei des Teu­fels, sei­ne Macht ist gebro­chen und sein Akti­ons­ra­di­us beschränkt sich nur mehr auf die Erde. Bit­te ver­ste­hen Sie, dass wir die­sen Vers im gro­ßen Kon­text sehen müs­sen: Durch das voll­brach­te Werk Jesu am Kreuz, sei­ne Auf­er­ste­hung und Him­mel­fahrt ist Satan end­gül­tig besiegt. Das sind alles Din­ge, die Aiv­an­hov frei­her­aus leugnet.

Offen­ba­rung 12,13 ist in der bibel­treu­en Theo­lo­gie ein Trost- und Warn­text. Er warnt die Gemein­de, dass der Teu­fel auf der Erde wütet, aber er trös­tet sie damit, dass Satan im Him­mel bereits ein für alle Mal gerich­tet und gestürzt ist. Der Sieg gehört Gott und sei­ne treue Gemein­de wird an die­sem Sieg teil­ha­ben. Das ist der Gund, war­um Ver­se wie Offen­ba­rung 12,13 in der Lek­tü­re Aiv­an­hovs uner­wähnt blei­ben. Er müss­te sei­ne Leser dahin­ge­hend unter­rich­ten, wie man aus bibli­scher Sicht zu einem gelieb­ten Kind Got­tes wird, wie man umkehrt und sich bekehrt. Aber damit wür­de er all sei­ne Leser ver­lie­ren, die sofort ver­ste­hen wür­den, um was es Aiv­an­hov wirk­lich geht.

Offenbarung 12, Vers 14 – Achtung, die Hypnose beginnt!

Sofort mit dem ers­ten Satz nach dem Bibel­zi­tat beginnt die Ent­fer­nung von der christ­li­chen und bibli­schen Bedeu­tung von Vers 14. In den okkul­ten Krei­sen, in denen sich Aiv­an­hov auf­hält, spricht man nicht mehr von “Gott” oder “Jesus Chris­tus”. Man spricht von unper­sön­li­chen Prin­zi­pi­en, einem Chris­tus­prin­zip und einem kos­mi­schen Prin­zip des Bösen, bes­ten­falls noch von einer Gott­heit, denen man sich durch magi­sche Ritua­le und leib­li­che Übun­gen annä­hern kann. Im ers­ten Satz auf Sei­te 129 bleibt unser Gott von Aiv­an­hov uner­wähnt, er spricht von “man”:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 12, Sei­te 129

Mit die­sem einen Wort, dass anstel­le einer per­sön­li­chen Anre­de unse­res Got­tes ver­wen­det wur­de, sehen wir den fun­da­men­ta­len Unter­schied vom Chris­ten­tum zum Okkul­tis­mus. Wir haben einen Gott, der sich per­sön­lich anspre­chen lässt, der sich um jeden Men­schen per­sön­lich küm­mert und der immer für jeden Men­schen da ist, zu jeder Zeit. Wir kön­nen den Vater im Him­mel anspre­chen oder sei­nen Sohn, Jesus Chris­tus. So muss der Satz oben hei­ßen: “…gab Gott der Frau zwei gro­ße Adler­flü­gel”. Die Frau steht für die Gemein­de, also hat Gott selbst und höchst­per­sön­lich jedem ein­zel­nen Men­schen in sei­ner Gemein­de Flü­gel gege­ben. Ja, Gott küm­mert sich um sei­ne Kinder. 

Aiv­an­hov hin­ge­gen lässt das sym­bo­li­sche Bild der Flü­gel ein­fach im Raum ste­hen. Er spricht ja ledig­lich davon, dass man der Frau zwei gro­ße Flü­gel gab und im nächs­ten Satz wird der Leser mit sei­ner Bild­spra­che in die “Über­lie­fe­rung” ent­führt. Weder wird erklärt, was die Flü­gel sind, noch woher die über­lie­fer­ten Infor­ma­tio­nen stam­men. Zum einen hat Aiv­an­hov hier einen Lehr­auf­trag, wenn er sich als Kom­men­ta­tor der Bibel aus­gibt. Es muss klar her­aus­ge­stellt wer­den, dass es sich um Gott, den Vater und Jesus, den Sohn han­delt. Zum ande­ren muss ein “Ein­ge­weih­ter” sicher­stel­len, dass alle sei­ne Schü­ler mit dem glei­chen Infor­ma­ti­ons­ge­halt ver­sorgt wer­den. Sonst fällt die gan­ze “Ein­wei­hungs­wis­sen­schaft” in sich zusam­men. Bei­dem kommt er aber nicht nach.

Sie fra­gen sich, war­um Aiv­an­hov die­se Klei­nig­keit nicht auf­klärt und biblisch aus­legt? Weil das nicht sei­ne Auf­ga­be ist und er Sie in sei­ner Irr­leh­re gefan­gen hal­ten will. Sie wer­den mit unend­li­chen unbi­bli­schen Ver­wir­run­gen im stän­di­gen Pro­zess des künst­li­chen “Stu­di­ums” fixiert und groß­räu­mig um die eine Per­son her­um­ge­führt, die allei­ne in der Lage ist, Sie aus Ihren ganz per­sön­li­chen Schwie­rig­kei­ten und Lebens­um­stän­den her­aus­zu­ho­len und zu befrei­en: Jesus Chris­tus, der Mes­si­as, unser Gott.

Die zwei Flü­gel haben natür­lich eine tie­fe Bedeu­tung. Mit der Erwäh­nung von zwei Flü­geln schließt sich ein Kreis in der bibli­schen Geschich­te. Die klas­si­sche Aus­le­gung sieht hier eine star­ke Par­al­le­le zu 2.Mose 19,4. Wenn wir die­sen Abschnitt lesen, öff­nen sich gan­ze Wel­ten vor unse­ren Augen und die Freu­de, die ver­mit­telt wird, steigt ins Unermessliche!

Schlach­ter 2000 – 2.Mose 19,4 ↗

Die zwei Flü­gel geben das Bild der Voll­stän­dig­keit. Die Gemein­de Got­tes wird nicht auf einem Bein in die Ziel­ge­ra­de hum­peln, son­dern auf­recht als Sie­ger und Über­win­der ankom­men. Die zwei Flü­gel ste­hen für die voll­stän­di­ge und aus­rei­chen­de Hil­fe, die Gott den Sei­nen zukom­men lässt, sie sym­bo­li­sie­ren die Schnel­lig­keit, Macht und Sicher­heit, mit der Gott Sei­ne Gemein­de vor der end­gül­ti­gen Ver­nich­tung durch den Teu­fel ret­tet. Es ist kei­ne mensch­li­che Leis­tung, son­dern die Flü­gel “wer­den ihr gege­ben”.

Es sind die Flü­gel eines Adlers, nicht eines Kau­zes, eines Sper­lings oder eines Kuckucks. Der Adler steht für Stär­ke, Frei­heit, Macht, Erha­ben­heit und auch für Sou­ve­rä­ni­tät und Weit­blick. Hier wird aus­ge­drückt, dass es nicht einer mensch­li­chen Spi­ri­tua­li­tät bedarf, es wird allein die über­na­tür­li­che Ret­tung, Trag­kraft und Für­sor­ge Got­tes sein. Genau die­ses Bild ver­mit­telt 5.Mose 32,11:

Schlach­ter 2000 – 5.Mose 32,11 ↗

Ja, lie­be Leser, Gott wird Sei­ne Gemein­de auf Sei­nen Flü­geln durch­tra­gen. Das ist Sein Ver­spre­chen an alle Sei­ne Kin­der. Es ist mehr als bezeich­nend, dass all die­se Zusam­men­hän­ge von Aiv­an­hov nicht aus­ge­legt und auf­ge­schlüs­selt wer­den, son­dern sei­ne Leser und “Schü­ler” in immer wei­te­re Ver­stri­ckun­gen ins Unbi­bli­sche und Okkul­te hin­ein­ge­führt wer­den. Mit kei­ner Sil­be kommt der Leser mit der tie­fen bibli­schen Bedeu­tung der Frau, den zwei Flü­geln, des Adlers, der Wüs­te und den Zei­ten in Kon­takt. Aiv­an­hov star­tet hier sei­nen Angriff mit sei­ner aus­drucks­star­ken Bild­spra­che, die eigent­lich eine hyp­no­ti­sche, geführ­te Phan­ta­sie­rei­se ist.

Im Buch wird ledig­lich die “Über­lie­fe­rung” erwähnt, die vom sym­bo­li­schen Stand­punkt aus betrach­tet, den Dra­chen dem Adler gegen­über­stellt. Die­se “Über­lie­fe­rung” ist ein uni­ver­sel­les und kul­tur­über­grei­fen­des Ursym­bol der Mensch­heit, das in der Mythen­for­schung und Eso­te­rik oft als der “Uralte Kampf zwi­schen Adler und Schlan­ge, bzw. Dra­che” bezeich­net wird.251Link zum Buch “Adler und Schlan­ge. Tier­sym­bo­lik im Glau­ben und Welt­bild der Völ­ker”: hier kli­cken Die­ses Bild ist in Tra­di­ti­ons­li­ni­en der kos­mo­lo­gi­schen Über­lie­fe­rung252Link zum Arti­kel “The Eagle and The Ser­pent, Recon­side­red”: hier kli­cken und der mytho­lo­gi­schen Ent­spre­chun­gen (nor­disch, mesopotamisch/griechisch und ägyp­tisch)253Link zum Arti­kel “Tie­re der Wikin­ger: Adler”: hier kli­cken verankert.

Der Leser wird mit die­sen Beschrei­bun­gen wie­der vom Schöp­fer weg und hin zur Schöp­fung mani­pu­liert. Weg von den Wun­dern der gött­li­chen Erret­tung und hin zu den Sym­bo­len, die kei­ner­lei Kraft besit­zen und nur mensch­li­che Schmie­re­rei­en dar­stel­len. Wie furcht­bar ist der inne­re Zustand die­ser Men­schen, die sich ein­bil­den, von einem “geis­ti­gen Meis­ter” in das uni­ver­sel­le Wis­sen und Leben gelei­tet zu wer­den und irgend­wann die Rei­fe zu besit­zen, um in die Selbst­ver­wirk­li­chung zu kom­men, in den Stand eines Ein­ge­weih­ten. Wenn Sie nach Aiv­an­hovs Anlei­tun­gen prak­ti­zie­ren, been­den Sie bit­te die­sen zer­stö­re­ri­schen Selbst­be­trug und las­sen Sie sich als unschul­di­ges Kind Got­tes von Ihm auf Sei­nen Flü­geln tragen!

Wie oben erwähnt, beinhal­tet Vers 14 noch ande­re, wich­ti­ge Ele­men­te, die von Aiv­an­hov völ­lig igno­riert wer­den. Da gibt es die Wüs­te, “…damit sie in die Wüs­te flie­gen kann an ihren Ort, wo sie ernährt wird…”. Die Wüs­te ist in den bibli­schen Geschich­ten meist mehr als nur schlich­te Geographie.

  • Ort der Bewah­rung: Isra­el wird in der Wüs­te von Gott ver­sorgt (Man­na, Was­ser, Schutz). 
  • Ort der Prü­fung und Läu­te­rung: Ver­su­chun­gen, Kämp­fe, aber auch tie­fes Ler­nen des Ver­trau­ens auf Gott. 
  • Ort der Abson­de­rung: weg von den gro­ßen Städ­ten, Mäch­ten und Einflüssen.

Im Kon­text von Offen­ba­rung 12 wird die Wüs­te als ein von Gott vor­be­rei­te­ter Schutz­raum für Sein Volk ver­stan­den (also die Frau = Isra­el, bzw. Got­tes Volk, Sei­ne Kin­der). In der End­zeit kön­nen wir von einem rea­len, aber zugleich sym­bo­li­schem Ort aus­ge­hen, wo Gott Sein Volk vor der unmit­tel­ba­ren Ver­nich­tung durch den Dra­chen bewahrt und ver­sorgt. Man­che deu­ten kon­kret auf einen geo­gra­fi­schen Ort (z.B. Petra, Jor­da­ni­en),254Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Petra (Jor­da­ni­en)”: hier kli­cken ande­re sehen die Wüs­te als Bild für eine von Gott geschaf­fe­ne Rück­zugs- und Bewah­rungs­zo­ne, die ver­bor­gen, unschein­bar, und sicher liegt.

Wie die Wüs­te Sinai für das Volk Isra­el nach dem Aus­zug aus Ägyp­ten ein Zufluchts­ort vor dem Pha­rao (der im Alten Tes­ta­ment übri­gens als “gro­ßer Dra­che” bezeich­net wird, z. B. in Hese­kiel 29,3)255Lesen Sie in Hese­kiel 29,3 selbst nach: hier kli­cken war, so berei­tet Gott Sei­nem Volk auch in Zei­ten der größ­ten Ver­fol­gung durch Satan einen siche­ren Zufluchts­ort. In der Wüs­te gab es kein natür­li­ches Brot, aber Gott ernähr­te Isra­el über­na­tür­lich mit Man­na. Bibel­treu bedeu­tet das: Wenn die Gemein­de in die Iso­la­ti­on und Ver­fol­gung gedrängt wird, bricht Got­tes Ver­sor­gung nicht ab. Er ernährt sie geist­lich durch Sein Wort und, wo nötig, physisch.

Auch die Auf­zäh­lung der Zei­ten in Vers 14 wird von Aiv­an­hov unter­schla­gen. “…eine Zeit und zwei Zei­ten und eine hal­be Zeit, fern von dem Ange­sicht der Schlan­ge”. Das ist einer der wich­tigs­ten pro­phe­ti­schen Schlüs­sel der gesam­ten End­zeit­pro­phe­tie. Es han­delt sich um eine For­mu­lie­rung, die exakt aus dem Buch Dani­el 7,25 und 12,7 stammt.

Schlach­ter 2000 – Dani­el 7,25 ↗

  • Eine Zeit = 1 Jahr
  • Zwei Zei­ten = 2 Jahre
  • Eine hal­be Zeit = 0,5 Jahre

Gesamt: 3,5 Jah­re oder 42 Mona­te, oder 1260 Tage, wie in Offen­ba­rung 12,6 erwähnt.

Die beschrie­be­ne Zeit ist die wört­li­che zwei­te Hälf­te der sie­ben­jäh­ri­gen Trüb­sal­zeit (die “Gro­ße Trüb­sal”).256Link zum Arti­kel “Fahr­plan bis zum Ende der Welt” – ERF: hier kli­cken In die­sen letz­ten 3,5 Jah­ren vor der Wie­der­kunft Chris­ti wird der Anti­christ, bevoll­mäch­tigt durch den Dra­chen, das jüdi­sche Volk bru­tal ver­fol­gen. Gott wird einen treu­en Über­rest Isra­els an einen siche­ren Ort brin­gen (vie­le Aus­le­ger ver­mu­ten die Fel­sen­stadt Petra in Jor­da­ni­en)257Link zum Gemi­ni-Chat Petra: Bibli­scher Zufluchts­ort in Jor­da­ni­en: hier kli­cken und ihn dort 3,5 Jah­re lang über­na­tür­lich vor dem Anti­chris­ten schützen.

Schlach­ter 2000 – Dani­el 12,7 ↗

Mit dem zwei­ten Satz­teil “…fern von dem Ange­sicht der Schlan­ge”, wird die abso­lu­te Sou­ve­rä­ni­tät Got­tes beschrie­ben. Obwohl Satan mit all sei­ner Wut auf der Erde tobt, blei­ben die Kin­der Got­tes für ihn uner­reich­bar. Es gibt eine Gren­ze, die der Teu­fel nicht über­schrei­ten kann. Gott setzt Sei­nem Volk eine unsicht­ba­re Schutz­mau­er. Der Feind kann die Gemein­de zwar phy­sisch bedrän­gen, aber er kann ihren ewi­gen Bund mit Gott und ihr Heil nicht anrüh­ren. Somit ist Offen­ba­rung 12,14 das gro­ße Ver­spre­chen Got­tes mit­ten in der Ver­fol­gung. Wäh­rend der Dra­che ver­sucht, das Volk Got­tes aus­zu­lö­schen, erweist sich Gott als der mäch­ti­ge Adler, der die Sei­nen ret­tet, in die Wüs­te trägt und dort über­na­tür­lich versorgt. 

Es ist eine Ermu­ti­gung zum gedul­di­gen War­ten: Der Ter­ror des Fein­des ist real, aber zeit­lich streng auf 3,5 Jah­re begrenzt und steht unter Got­tes abso­lu­ter Kon­trol­le. Fin­den Sie nicht auch, dass die bibel­treue Aus­le­gung um ein viel­fa­ches herr­li­cher ist, als eine okkul­te Fehl­deu­tung die­ser Ver­se? Die Kin­der Got­tes sind in einer unbe­schreib­li­chen Vor­freu­de, weil ihnen ver­si­chert wird, dass all die Drang­sal und der Ter­ror ein vor­her­be­stimm­tes Ende haben wird. Wie schön wäre es, wenn ich Sie als “Schü­ler” Aiv­an­hovs mit der bibli­schen Wahr­heit errei­chen könn­te. Bit­te sehen Sie sich die­ses Video ↗ dazu an.

Offenbarung 12, Vers 15 – Die Enttarnung der Lehre Aivanhovs als Teil der antichristlichen Propaganda

Mir ist bewusst, dass Aus­sa­gen, wie sie in die­ser Über­schrift zu fin­den sind, eher Kri­tik oder sogar Ableh­nung statt Ver­ständ­nis bei den Lesern her­vor­brin­gen. Wenn wir aber die Sei­ten 130 bis 132 gemein­sam ana­ly­sie­ren, wird schnell klar, was das eigent­li­che Ziel Aiv­an­hovs ist, das er vor Augen hat, wenn er die Leser in voll­kom­me­ner Ver­wir­rung und im größt­mög­li­chen Abstand zur bibli­schen Aus­le­gung von Offen­ba­rung 12,15 hält. Der Leser wird gedank­lich in sehr star­ken Bil­dern gefan­gen gehal­ten, die kei­ner­lei Bezug zum bibli­schen Inhalt haben, sodass er kei­nen Mil­li­me­ter näher an die Kern­aus­sa­ge die­ses Ver­ses kommt.

Aiv­an­hov ist der Mei­nung, dass das Was­ser, das wie ein Strom gegen die Frau geschleu­dert wird, die Kräf­te und Ener­gien des Dra­chen darstellt.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 12, Sei­te 130

Bezeich­nen­der­wei­se ver­lässt Aiv­an­hov die­se Dar­stel­lung in sei­nen Schil­de­run­gen auf den nächs­ten drei Sei­ten nicht. Er bleibt viel­mehr bei sei­nen blu­mi­gen Beschrei­bun­gen des Rein­heits­gra­des des Was­sers, und erzählt, dass das Was­ser, egal wie ver­schmutzt, immer das Leben reprä­sen­tie­re und nimmt den Leser, begin­nend bei Sei­te 130, auf sei­ne Phan­ta­sie­rei­se durch die Gebir­ge und den Ursprün­gen der Flüs­se über tau­sen­de Kilo­me­ter bis hin­ab in die Mee­re mit. Auf Sei­te 130/131 zwingt er dem unschul­di­gen Leser dann die ekel­haf­te Vor­stel­lung von Abfäl­len und Schmutz auf, die das rei­ne Was­ser auf sei­nem Weg ins Meer auf­nimmt. Schließ­lich, so Aiv­an­hov, blie­be eine Flüs­sig­keit übrig, die kaum noch zur Bewäs­se­rung der Gär­ten tau­ge. Na, Mahlzeit.

Wenn die­se Beschrei­bun­gen zum Ver­ständ­nis des Bibel­ver­ses die­nen wür­den, könn­te ich sie sogar ertra­gen, denn das Leben auf der Erde ist trü­be und ver­gif­tet. Aber die mani­pu­la­ti­ve Art und Wei­se, wie Aiv­an­hov hier mit sei­nen Lesern und “Schü­lern” umgeht, ver­dient Auf­klä­rung. In der bibel­treu­en Aus­le­gung wird die­ser Vers nicht phy­sisch, d. h., es fließt kein ech­tes Was­ser, und auch nicht eso­te­risch-ener­ge­tisch ver­stan­den. Statt­des­sen wird die Bild­spra­che kon­se­quent durch den Gesamt­kon­text der Hei­li­gen Schrift ent­schlüs­selt. Aiv­an­hovs bild­haf­te Beschrei­bung des Was­ser­stroms mit sei­nem Schmutz ist nicht nur über­flüs­sig, son­dern völ­lig fehl am Platz.

Strö­me, Flu­ten und her­ein­bre­chen­de Was­ser­mas­sen haben im Alten Tes­ta­ment ihre fes­te sym­bo­li­sche Bedeu­tung. Fast immer ste­hen die­se Bil­der für eine mili­tä­ri­sche Über­macht und feind­li­che Hee­re. In Jesa­ja 8,7−8 zum Bei­spiel, wird der Ein­marsch des assy­ri­schen Königs mit den “star­ken und gro­ßen Was­sern des Stroms” ver­gli­chen, die über die Ufer tre­ten und Juda überschwemmen.

Schlach­ter 2000 – Jesa­ja 8,7 ↗

Glei­ches schil­dert Psalm 124, der von der Ret­tung durch den Herrn erzählt:

Schlach­ter 2000 – Psalm 124, 2–5 ↗

Das Bild der her­ein­bre­chen­den Was­ser­mas­sen, der Flu­ten und Strö­me steht auch für eine Flut von Lügen, Täu­schung und Irr­leh­re.258Link zum You­Tube-Video “Ver­häng­nis­vol­le Irr­leh­ren! – Wil­helm Pahls”: hier kli­cken Da das Was­ser direkt aus dem Maul der Schlan­ge kommt, hat es mit Spra­che und Wor­ten zu tun. Im Gegen­satz zu Jesus Chris­tus, aus des­sen Mund das zwei­schnei­di­ge Schwert der Wahr­heit geht, speit die Schlan­ge (Satan, der “Vater der Lüge”)259Lesen Sie in Johan­nes 8,44 selbst nach: hier kli­cken eine töd­li­che Flut von Ver­füh­rung, anti­christ­li­cher Ideo­lo­gie, Pro­pa­gan­da und Irr­leh­re aus. Das ist schon in vol­lem Gan­ge und nicht erst mit der Geschlech­ter­ver­wir­rung und der Früh­sexua­li­sie­rung, son­dern schon lan­ge vor den Schrif­ten Deunovs/Aivanhovs und unzäh­li­gen ande­ren Gurus, Ver­füh­rern und Göt­zen­die­nern in der Vergangenheit.

Ver­voll­stän­digt wird die geis­ti­ge Ver­wir­rung der Leser­schaft durch die Ver­wen­dung kab­ba­lis­ti­scher Ele­men­te auf Sei­te 131. Hier zählt Aiv­an­hov die Berei­che des Uni­ver­sums auf, die “das Leben”, aus­ge­hend vom Thron Got­tes, durch­strömt. Inter­es­san­ter­wei­se lesen wir dort, wer die “voll­ende­ten See­len” sein sol­len: näm­lich die Pro­phe­ten, die gro­ßen Meis­ter und die Ein­ge­weih­ten. Auch wird auf­ge­zählt, was für Abfall­ar­ten in den Strom gelan­gen: von ande­ren weg­ge­wor­fe­ne Abfäl­le, Instink­te, Groll und unbe­herrsch­te Lei­den­schaf­ten. All das hat mit der bibli­schen Kern­aus­sa­ge des 15. Ver­ses nicht das Gerings­te zu tun und fin­det sich mit kei­nem Wort in der Hei­li­gen Schrift.

Fast unbe­merkt fügt Aiv­an­hov auf Sei­te 132 noch einen wei­te­ren Schock-Effekt hin­zu: die Angst vor dem Meer. Die­se Dar­stel­lung aus dem tief ver­wur­zel­ten Aber­glau­ben und der mensch­li­chen Urangst beginnt mit “Denn für gewöhn­lich und neben ande­ren sym­bo­li­schen Bedeu­tun­gen,…”. Mit den stän­di­gen Hin­wei­sen auf den rein sym­bo­li­schen Cha­rak­ter der The­men, ent­geht Aiv­an­hov der Kri­tik an sei­ner “geis­ti­gen Leh­re”, denn er kann zu jeder Zeit und zu jedem Vor­wurf sagen, dass das doch nur sym­bo­lisch zu ver­ste­hen ist und dass der Kri­ti­ker das The­ma nicht ver­stan­den und durch­drun­gen hat, weil es ja nur auf sym­bo­li­scher Ebe­ne gemeint war. Genau dadurch wird sei­ne Leh­re so schwam­mig und wider­sprüch­lich und genau das ist das Mit­tel, um Men­schen um sich zu scharen.

Die Angst vor dem Meer oder grö­ße­ren Tie­fen wird Thalas­so­pho­bie260Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Thalas­so­pho­bie”: hier kli­cken genannt. Die Thalas­so­pho­bie261Link zum You­Tube-Video “Thalas­so­pho­bia”: hier kli­cken ist eine spe­zi­fi­sche Angst­stö­rung,262Link zum Arti­kel “Die Psy­cho­lo­gie hin­ter der Thalas­so­pho­bie ver­ste­hen”: hier kli­cken die durch extre­me Furcht vor tie­fen, offe­nen Gewäs­sern wie Ozea­nen oder gro­ßen Seen gekenn­zeich­net ist.263Link zum You­Tube-Video “The Oce­an is Ter­ri­fy­ing”: hier kli­cken Psy­cho­lo­gisch wird sie als evo­lu­tio­nä­re Urangst ein­ge­stuft, die durch Kon­troll­ver­lust, trau­ma­ti­sche Erleb­nis­se (z.B. Bei­na­he-Ertrin­ken), plötz­li­che Panik­at­ta­cken oder gene­ti­sche Ver­an­la­gung aus­ge­löst wird.

Aiv­an­hov beschreibt das Meer als unor­ga­ni­siert und chao­tisch (Sei­te 132). Aber das ist es nur bei einer ober­fläch­li­chen Betrach­tungs­wei­se. Tat­säch­lich ist das Meer, die Ozea­ne und auch See­en und ande­re Bin­nen­ge­wäs­ser, her­vor­ra­gend orga­ni­siert und vol­ler Leben. Natür­lich machen gro­ße Tie­fen Angst, aber wer war nicht schon in Ita­li­en, in Grie­chen­land, auf den Kana­ren oder den Balea­ren im Urlaub und wer sehnt sich nicht an die­sen einen per­fek­ten Strand zurück, an die wun­der­schö­ne Bucht und das war­me Was­ser? Wir als Urlau­ber in frem­den Län­dern ergöt­zen uns doch gera­de­zu an den Lecke­rei­en aus dem Meer, die es bei uns zuhau­se so nicht gibt. Von Angst kei­ne Spur.

Die­ser eine Satz, der auf Sei­te 132 für sich allei­ne steht und schein­bar kei­nen wirk­li­chen Bezug zum Rest des Tex­tes hat, ent­larvt Aiv­an­hov in sei­ner gan­zen Wider­sprüch­lich­keit. Der schein­bar so erfah­re­ne und hin­ge­bungs­vol­le Berg­füh­rer, der sei­ne Kame­ra­den sicher bis zum Gip­fel führt, ent­puppt sich als aber­gläu­bi­scher Angst­ma­cher, der The­men unauf­ge­klärt und unab­ge­schlos­sen stehenlässt.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 12, Sei­te 132

Ein oder maxi­mal zwei wei­te­re Sät­ze mit Erklä­run­gen hät­ten an die­ser Stel­le genügt, um dem Leser die Angst und den Gru­sel­mo­ment zu neh­men und das The­ma wie ein wirk­li­cher geis­ti­ger Leh­rer zu erklä­ren und abzu­schlie­ßen. Aber auch an die­ser Stel­le wird der Leser bit­ter ent­täuscht. Aiv­an­hov beweist für mich damit, dass sei­ne vor­ge­täusch­te spi­ri­tu­el­le Hell­sicht und das angeb­li­che tie­fe psy­cho­lo­gi­sche Ver­ständ­nis der Men­schen nur eine wei­te­re Täu­schung ist und eine geschickt gespiel­te Rol­le eines aber­gläu­bi­schen Hochstaplers.

Lie­be Leser, ich hof­fe, Ihnen ein wenig mei­ner Sicht dar­ge­legt zu haben, die es recht­fer­tigt, Aiv­an­hovs Schrif­ten als Teil der anti­christ­li­chen Pro­pa­gan­da zu bezeich­nen. Wo im gan­zen Text kommt der Leser mit der bibli­schen Bedeu­tung die­ses Ver­ses in Kon­takt, wo wird auf die geschicht­li­che Ver­knüp­fung ins Alte Tes­ta­ment ver­wie­sen und wo wird Gott, der Vater oder Jesus Chris­tus, der Sohn, als unser Ret­ter und Erlö­ser erwähnt? Nir­gends. Statt­des­sen haben wir jetzt ein voll­stän­di­ges Bild eines Was­ser­laufs, der hoch oben im Gebir­ge sei­nen Weg beginnt und als Brack­was­ser ins Meer mün­det. Sym­bo­lisch, natürlich.

Offenbarung 12, Vers 16 – Max Attack

Aber es kommt noch schlim­mer. Schon in den vor­he­ri­gen Kapi­teln konn­ten wir beob­ach­ten, dass es Aiv­an­hov schafft, okkul­te Phan­ta­sie ins Uner­träg­li­che zu stei­gern. Das pas­siert auch hier mit der Schil­de­rung auf Sei­te 132/133, mit wel­chen Mecha­nis­men es der Erde gelingt, das Was­ser, das die Schlan­ge gespien hat, auf­zu­neh­men. Für ihn stel­len die in Vers 16 beschrie­be­nen Ereig­nis­se ein­fach nur “schäd­li­che Ein­flüs­se, die der wah­re Dra­che, näm­lich unse­re nie­de­re Natur, uns sen­det” dar. Sein All­heil­mit­tel dage­gen ist es, den Fin­ger in den Boden zu ste­cken oder etwas Gar­ten­ar­beit zu machen. Das ist lei­der kein Scherz von mir.

Zita­te “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 12, Sei­te 133

Lie­be Leser, las­sen Sie mich in Ver­bin­dung mit die­sen haar­sträu­ben­den Aus­sa­gen noch­mals wie­der­ho­len, dass in den 16 Jah­ren mei­ner Anstel­lung beim Pros­ve­ta Ver­lag, kein ein­zi­ger Leser eine Rück­mel­dung oder Kri­tik zu die­sen Text­stel­len und Anlei­tun­gen gab. Nie­mand frag­te beim Ver­lag nach, ob das ein Scherz sei oder wie man die­se Beschrei­bung ver­ste­hen könn­te. Die Leser­schaft nahm das ein­fach hin, es fand anschei­nend kei­ne Prü­fung und kei­ne Gegen­über­stel­lung zur Hei­li­gen Schrift statt. Wenn dem so gewe­sen wäre, hät­te das Tele­fon im Büro pau­sen­los geklin­gelt, des­sen bin ich mir sicher.

Voll­kom­men unver­schämt und unge­niert redet sich Aiv­an­hov auf den Sei­ten 132/133 um die bibli­sche Aus­sa­ge von Offen­ba­rung 12,16. Völ­lig scham­los führt er den Leser von der Tie­fe des Ver­ses weg und ver­schlei­ert die wah­re Bedeu­tung mit sei­nen psy­cho­lo­gi­schen Hin­wei­sen, dass der wah­re Dra­che ja unse­re eige­ne nie­de­re Natur sei. Bei mir löst das eine gro­ße Fas­sungs­lo­sig­keit aus, zugleich aber einen fast über­mäch­ti­gen Ansporn, die­se Art von Ver­lo­gen­heit und geis­ti­ger Ver­füh­rung ans Tages­licht zu brin­gen. Las­sen Sie uns den Vers genau­er anschauen:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 12,16 ↗

Mit die­sem Vers kön­nen wir zuerst ein­mal Aiv­an­hovs Aus­sa­ge wider­le­gen, dass der Leser und “Schü­ler” Kennt­nis­se in okkul­ten und anti­christ­li­chen Leh­ren haben müss­te, um die Offen­ba­rung ent­schlüs­seln und ver­ste­hen zu kön­nen.264Link zum Arti­kel “Wie legt sich nach Luther die Schrift selbst aus?” – Uni Tübin­gen: hier kli­cken Für die gan­ze Offen­ba­rungs­ge­schich­te, und natür­lich für die gan­ze Bibel, gilt der Grund­satz “Scrip­tu­ra sacra sui ipsi­us inter­pres”“Die Hei­li­ge Schrift ist ihr eige­ner Aus­le­ger”.265Link zum Arti­kel “Luthers Theo­lo­gie” – sonn​tags​blatt​.de: hier kli­cken Mit die­ser Vor­ge­hens­wei­se ist es mög­lich, kom­pli­zier­te Bibel­stel­len anhand ande­rer, leich­ter zu ver­ste­hen­der Stel­len und Geschich­ten, aus­le­gen zu können. 

Das begrün­det die Auto­ri­tät der Bibel, es wird kein kirch­li­ches Lehr­amt benö­tigt und schon gar kei­ne okkul­ten Göt­zen­diens­te oder Ein­wei­hun­gen, wie Aiv­an­hov sie sei­ner Leser­schaft aufzwingt.

Im ers­ten Satz­teil beschreibt Vers 16 ein Wun­der. Sol­che Wun­der sind in der Mensch­heits­ge­schich­te schon pas­siert und natür­lich berich­tet die Bibel dar­über. Scrip­tu­ra sacra sui ipsi­us inter­pres bedeu­tet an die­ser Stel­le, ein­fach nach­zu­schla­gen, zu recher­chie­ren, sich schlau zu machen, wann sol­che Ereig­nis­se statt­ge­fun­den haben. Wenn wir die Kon­kor­danz266Link zum Arti­kel “Kon­kor­danz” – die​-bibel​.de: hier kli­cken zur Hil­fe neh­men, kön­nen wir unter “Erde” her­aus­fin­den, dass es unter 4Mo 16,32 einen Ein­trag gibt, der “und die Erde tat ihren Mund auf und” heißt.267Link zum Arti­kel “Kon­kor­danz zur Schlach­ter 2000” – SCM-Shop: hier kli­cken Die­se Bibel­stel­le beschreibt aus­führ­lich, was Got­tes Gericht über die Auf­rüh­rer bedeutet:

Schlach­ter 2000 – 4.Mose 16,31−33 ↗

In der bibli­schen Sym­bo­lik ist die Erde ein Schöp­fungs­ele­ment, das unter Got­tes direk­ter Befehls­ge­walt steht. Dass die Erde ein­greift, ver­deut­licht sehr gut, dass Gott Sei­ne eige­ne Schöp­fung nutzt, um Sein Volk über­na­tür­lich zu schüt­zen. Ein ähn­li­ches Wun­der ereig­ne­te sich beim Aus­zug Isra­els aus Ägyp­ten. Auch dort nutz­te Gott ein Ele­ment der Natur, das Meer, um das Ver­fol­ger­heer Pha­ra­os, des Dra­chen, zu ver­schlin­gen und das Volk Isra­el zu ret­ten. Nach­le­sen kön­nen wir die­se Bege­ben­heit in 2.Mose 14,26−28:

Schlach­ter 2000 – 2.Mose 14,26−28 ↗

Die­se zwei Refe­renz- und Ver­gleichs­stel­len rei­chen aus, um uns die Offen­ba­rung 12,16 aus­führ­lich erklä­ren zu las­sen. Die Bibel legt sich mit klars­ten Wor­ten selbst aus und wir brau­chen kei­ne bibel­frem­den okkul­ten Sys­te­me, die der Hei­li­gen Schrift die Wör­ter im Mund her­um­dre­hen und eine Clown Show aus den Ver­sen macht. Allein der ers­te Satz­teil macht deut­lich, war­um Aiv­an­hov auf eine bibel­treue Aus­le­gung ver­zich­tet. Hier wird ein Wun­der beschrie­ben, ein Vor­gang, zu dem nur unser Hei­li­ger Gott im Stan­de ist. Kein selbst­er­nann­ter “Gro­ßer Ein­ge­weih­ter” ist auch nur annä­hernd zu etwas Ver­gleich­ba­rem fähig.

Wir kön­nen anhand der Refe­renz­stel­len im Alten Tes­ta­ment von einem wörtlich/prophetischen Ablauf der Din­ge aus­ge­hen. Wenn der Anti­christ, der durch den Dra­chen ange­trie­ben wird, in den letz­ten 3,5 Jah­ren sei­ne Trup­pen, den Strom aus­sen­det, um den flie­hen­den jüdi­schen Über­rest in der Wüs­te aus­zu­lö­schen, greift Gott durch eine phy­si­sche, geo­lo­gi­sche Kata­stro­phe ein. “Die Erde tat ihren Mund auf” könn­te beschrei­ben, dass sich ein gewal­ti­ges Erd­be­ben oder ein Auf­rei­ßen des Bodens in der Wüs­ten­re­gi­on ereig­net, das die feind­li­chen Armeen wort­wört­lich ver­schlingt oder ihren Vor­marsch stoppt, noch bevor sie die Frau, die Gemein­de errei­chen können.

Wir müs­sen aber auch die geist­li­che Sicht betrach­ten. Wenn wir den Strom, der der Frau ent­ge­gen­ge­schleu­dert wird, als eine Flut von Ver­fol­gung, Lüge und anti­christ­li­cher Phi­lo­so­phie sehen, bedeu­tet das Ver­schlin­gen der Flut durch die Erde, dass Gott dafür sorgt, dass die Angriffs­wel­len der Gott­lo­sen ins Lee­re lau­fen und sich selbst neu­tra­li­sie­ren. Got­tes Fügung bewirkt, dass der Hass des Teu­fels sich am Ende selbst auf­zehrt oder durch unvor­her­ge­se­he­ne welt­li­che Ereig­nis­se neu­tra­li­siert wird, z. B. eine plötz­li­che und uner­war­te­te poli­ti­sche Wen­dung, einen Mili­tär­coup oder Ähnliches.

Alle Spe­ku­la­ti­on bei­sei­te­ge­las­sen, kann sich die Gemein­de auf ihre Ret­tung ver­las­sen, weil die Schrift sich erfül­len wird. Im Gegen­teil zu Aiv­an­hovs Beschrei­bun­gen der Offen­ba­rung erfah­ren wir immensen Trost und dür­fen uns zu jeder Zeit von unse­rem Gott und Erret­ter füh­ren las­sen. Das Böse, Satan, ist nicht über­mäch­tig und nicht in uns als wah­rer Dra­che zu loka­li­sie­ren. Das sind Spuk­ge­schich­ten der Geis­tes­kran­ken und gott­lo­sen Okkul­tis­ten. Der Dra­che speit einen gewal­ti­gen Strom aus, doch Gott braucht nur ein Wort zu spre­chen, und die Erde macht dem Wüten des Fein­des ein Ende. Wie ist das zu erklä­ren, wenn es sich nur um ein “kos­mi­sches Prin­zip” oder unse­re “nie­de­re Natur” han­deln würde?

Die Schein­ge­walt Satans trifft auf die abso­lu­te Sou­ve­rä­ni­tät des Schöp­fers. Egal wie mäch­tig die Flut von Bedräng­nis, Hass oder Zeit­geist-Lügen ist, die auf die Gläu­bi­gen ein­strömt – Gott hat Mit­tel und Wege vor­be­rei­tet, um die­se Bedro­hung unschäd­lich zu machen. Das wer­den rea­le Situa­tio­nen und Zeit­fens­ter sein, die über die Erde her­ein­bre­chen wer­den, aber die Kin­der Got­tes müs­sen nicht selbst kämp­fen oder die Flut aus eige­ner Kraft auf­hal­ten. Gott kämpft für die Sei­nen, indem Er die Natur und die Umstän­de so steu­ert, dass Sein Volk bewahrt bleibt. Wir dür­fen uns von Sei­nen Flü­geln getra­gen fühlen.

Das ist die Zusa­ge an jeden Gläu­bi­gen, an jeden Chris­ten, an jedes Kind Got­tes: Der Dra­che mag spei­en und toben, aber das letz­te Wort hat immer der Herr über Him­mel und Erde. Und spä­tes­tens an die­ser Stel­le klappt das okkul­te Modell Aiv­an­hovs, Stei­ners, Blava­ts­kys und der vie­len ande­ren Gurus und selbst­er­nann­ten Ein­ge­weih­ten und Selbst­ver­wirk­lich­ten in sich zusam­men. Es ist die Per­son Jesu Chris­ti, an die wir uns klam­mern müs­sen, Jesus müs­sen wir in unse­rer Not um Hil­fe anfle­hen, Er ist es, der von uns direkt ange­spro­chen wer­den will. 

Wenn Sie dazu bereit sind, bekeh­ren Sie sich bit­te noch heu­te und keh­ren Sie dem okkul­ten Selbst­be­trug den Rücken. Die­ses ein­fa­che Gebet macht Sie zu einem wie­der­ge­bo­re­nen Kind Got­tes: kli­cken Sie hier ↗.

Offenbarung 12, Vers 17 – Der verschwiegene Höhepunkt von Offenbarung 12

Wie wei­ter oben ange­kün­digt, will ich Ihnen hier Offen­ba­rung 12, Vers 17 nach der klas­si­schen biblisch/christlichen Sicht vor­stel­len. Ich bin der Mei­nung, dass die Infor­ma­tio­nen, die in die­sem Vers ent­hal­ten sind, für das wei­te­re Ver­ständ­nis der Offen­ba­rung und ihren Gesamt­zu­sam­men­hang unbe­dingt not­wen­dig sind. Ver­mut­lich lässt Aiv­an­hov die­sen Vers bei­sei­te, weil ein Okkul­tist unfä­hig ist, die­ses gro­ße Bild zu ver­ar­bei­ten, das die gesam­te Welt ein­schließt. Aiv­an­hovs rein psy­cho­lo­gisch-okkul­tes Den­ken weist nur einen per­so­nen­be­zo­ge­nen Blick­win­kel auf, z. B. mit sei­ner Dar­stel­lung der “nie­de­ren Natur”.

Vers 17 ist ein äußerst dra­ma­ti­scher Höhe­punkt und zugleich der Abschluss von Offen­ba­rung 12. Nach­dem der Dra­che weder das Kind, Chris­tus, töten, noch die Frau, das mes­sia­ni­sche Got­tes­volk, in der Wüs­te ver­nich­ten konn­te, lenkt er sei­nen Zorn auf eine neue Zielscheibe.

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 12,17 ↗

Fas­zi­nie­rend an die­sem Vers ist, dass jeder Teil durch Refe­renz­stel­len aus­ge­schlüs­selt und sau­ber erklärt wer­den kann. Der Leser benö­tigt weder die Kab­ba­la, die Astro­lo­gie oder das Tarot, um an kla­re, ver­ständ­li­che und vor allem ver­läss­li­che Infor­ma­tio­nen zu kom­men. Die Bibel legt sich selbst aus, und das schau­en wir uns mit die­sem Vers gemein­sam an.

Der Frust des Teu­fels, das Zäh­ne­knir­schen mit hoch­ro­tem Kopf in allen sei­nen Nie­der­la­gen wird mit dem ers­ten Vers­teil beschrie­ben: “Und der Dra­che wur­de zor­nig über die Frau…”. Der Zorn des Dra­chen ist das direk­te Ergeb­nis sei­ner wie­der­hol­ten Nie­der­la­gen. In Offen­ba­rung 12,8−9 wur­de er aus dem Him­mel gewor­fen, in Offen­ba­rung 12,5 konn­te er das neu­ge­bo­re­ne Kind (Chris­tus) nicht ver­nich­ten, da es zum Thron Got­tes ent­rückt wur­de und in Offen­ba­rung 12,14−16 konn­te er die Frau nicht ersäu­fen, weil Gott sie über­na­tür­lich in der Wüs­te bewahrt und die Erde die Flut ver­schlun­gen hat.

Weil Satan Gott selbst nichts anha­ben kann und auch das Volk Isra­el, also die Kern-Gemein­de unter Got­tes beson­de­rem Schutz vor dem end­gül­ti­gen Unter­gang steht, ver­wan­delt sich sei­ne Macht­lo­sig­keit in unbän­di­gen, frus­trier­ten und puren Hass. Mit dem nächs­ten Teil des Ver­ses “…und ging hin, um Krieg zu füh­ren mit den Übri­gen von ihrem Samen…” erhal­ten wir die wich­tigs­te Infor­ma­ti­on zur Iden­ti­fi­ka­ti­on der Gläu­bi­gen in der Endzeit. 

“Die Übri­gen von ihrem Samen” sind die­je­ni­gen gläu­bi­gen Juden und Hei­den, die sich wäh­rend der drei­ein­halb­jäh­ri­gen Trüb­sal bekeh­ren und nicht an die­sen geschütz­ten Ort geflo­hen sind. Sie leben ver­streut auf der gan­zen Erde. Da der Dra­che den geschütz­ten Kern nicht errei­chen kann, jagt er die ver­streu­ten ein­zel­nen Gläu­bi­gen (z. B. die 144.000 Ver­sie­gel­ten oder die Mär­ty­rer aus allen Natio­nen) in der Hoff­nung, wenigs­tens sie ver­nich­ten zu kön­nen. Sie sind die wah­ren Gläu­bi­gen des Neu­en Bun­des – die welt­wei­te Gemein­de Jesu. Sie sind nach Gala­ter 3,29 im geist­li­chen Sin­ne der “Samen Abra­hams”.268Lesen Sie in Gala­ter 3,29 selbst nach: hier kli­cken

Der Text beschreibt den Dau­er­zu­stand der Kir­chen­ge­schich­te: Satan führt einen unun­ter­bro­che­nen, welt­wei­ten Krieg gegen jeden ein­zel­nen ech­ten Chris­ten auf der Erde. Die “Schü­ler” Aiv­an­hovs blei­ben von die­sem Sze­na­rio natür­lich aus­ge­schlos­sen. Ein wah­rer “Schü­ler” weiß sich vor dem wah­ren Dra­chen, also sei­ne eige­ne, nie­de­re Natur, effek­tiv zu schüt­zen: Er legt sich auf den Boden und steckt sei­ne Fin­ger in die Erde, oder er begibt sich läs­sig in etwas Gar­ten­ar­beit. So ein­fach ist das.

Der wei­te­re Text gibt eine mes­ser­schar­fe bibli­sche Defi­ni­ti­on davon, wer ein ech­ter Christ bzw. Got­tes­fürch­ti­ger ist. Es sind die­je­ni­gen, die die­se zwei genann­ten Merk­ma­le auf­wei­sen: “…wel­che die Gebo­te Got­tes befol­gen…” und “…und das Zeug­nis Jesu Chris­ti haben…”:

  • wel­che die Gebo­te Got­tes befol­gen (Glau­be erweist sich in Gehor­sam): Damit sind kei­ne Namens­chris­ten oder Mit­läu­fer gemeint. Wah­re Gläu­bi­ge zei­gen ihre Treue zu Gott dadurch, dass sie Sei­ne Gebo­te bewah­ren, selbst wenn das Gesetz des Anti­chris­ten oder der Druck der Welt das Gegen­teil verlangt. 
  • “…und haben das Zeug­nis Jesu Chris­ti” (Treue zu Chris­tus): Sie hal­ten unum­stöß­lich am Evan­ge­li­um fest. Sie beken­nen Jesus als den ein­zi­gen Herrn und Ret­ter und las­sen sich die­ses Zeug­nis weder durch Ver­füh­rung noch durch Todes­dro­hung rau­ben (Schlüs­sel: Offen­ba­rung 12,11: „Und sie haben ihn über­wun­den um des Blu­tes des Lam­mes und um des Wor­tes ihres Zeug­nis­ses wil­len“).

Die­se bei­den Merk­ma­le sind für die Leser und “Schü­ler” Aiv­an­hovs lei­der uner­reich­ba­re Zustän­de. Durch die “geis­ti­ge Leh­re”, die durch die Bücher, die akti­ven Tref­fen der Ein­wei­hungs­sek­te und die Inter­net­auf­trit­te ver­brei­tet und schmack­haft gemacht wird, ist es dem Ein­zel­nen fak­tisch unmög­lich, mit der Wahr­heit Chris­tis in Ver­bin­dung zu kom­men. “Ich bin der Weg, die Wahr­heit und das Leben“269Lesen Sie in Johan­nes 14,6 selbst nach: hier kli­cken sind für die­se Men­schen nur Ein­zel­buch­sta­ben ohne rea­len Wert und ohne Bedeu­tung. In Aiv­an­hovs Ein­wei­hungs­sek­te steht die Son­ne als Eben­bild Got­tes an ers­ter Stel­le,270Sie­he Aiv­an­hov Band 201, 213, 110 und vie­le wei­te­re. gefolgt von magi­schen Hand­lun­gen und Ritua­len. Die Gebo­te Got­tes wer­den durch Aber­glau­ben, Magie und Okkul­tis­mus ausradiert.

Nie­mand der Mit­glie­der der Ein­wei­hungs­sek­te und auch kei­ner der Leser und “Schü­ler” Aiv­an­hovs hat einen Bund mit Jesus Chris­tus geschlos­sen,271Link zum You­Tube-Video “Ech­te Bekeh­rung oder fata­ler Selbst­be­trug?”: hier kli­cken kei­ner von ihnen hat sich jemals zu Jesus Chris­tus als den ein­zi­gen Herrn, Ret­ter, Erlö­ser und Gott bekehrt272Link zum You­Tube-Video “Roger Lie­bi: Schrit­te zu Jesus”: hier kli­cken und nie­mand in der gan­zen Ein­wei­hungs­sek­te und ihrer Peri­phe­rie hat Zeug­nis sei­ner Bekeh­rung273Link zum You­Tube-Video “Mein Zeug­nis wie ich zu Jesus gefun­den habe”: hier kli­cken und sei­nes Christ­seins abge­legt.274Link zum You­Tube-Video “War­um ich an Jesus glau­be”: hier kli­cken Nie­mand, kei­ne ein­zi­ge Seele.

Vie­le wer­den jetzt empört auf­sprin­gen und ver­su­chen, mich vom Gegen­teil zu über­zeu­gen und auf­zäh­len, was sie alles schon in der Bibel gele­sen haben, dass sie zu Jesus eine ganz beson­de­re Bezie­hung haben, dass sie, seit sie den­ken kön­nen, zu Jesus beten usw. Aber das ist alles Selbst­be­trug. Wer Jesus vom Chris­tus trennt,275Sie­he Aiv­an­hov Band 240 “Söh­ne und Töch­ter Got­tes”, Kapi­tel 7 schließt alle Türen des Erlö­sungs­werks am Kreuz. Die­se häre­ti­sche Leh­re zu ver­brei­ten und die Men­schen dadurch vom wah­ren Glau­ben abzu­brin­gen, das ist Aiv­an­hovs eigent­li­che Aufgabe.

Ab dem Moment, ab dem sich ein Mensch auf­rich­tig zu Jesus Chris­tus bekehrt, ist es unmög­lich, sich wei­ter mit dem Okkul­ten und Sata­ni­schen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Es ist außer­dem unmög­lich, die­se Schrif­ten und Wer­ke, die vor­her weg­wei­send in den Leben waren, unkom­men­tiert ste­hen zu las­sen. Viel­mehr ver­sucht ein Christ, sei­ne Brü­der und Schwes­tern mit sei­nem Zeug­nis und der Wahr­heit, die durch den Hei­li­gen Geist kommt, zu errei­chen und davon zu über­zeu­gen, schnellst­mög­lich den Ver­füh­rern den Rücken zuzu­keh­ren. Es ist unmög­lich, das Zeug­nis Jesu zu haben und gleich­zei­tig die Ver­lo­gen­heit Aiv­an­hovs in die Welt zu tragen.

Mir ist in mei­ner gesam­ten Zeit als Ange­stell­ter beim Pros­ve­ta Ver­lag kein ein­zi­ger wah­rer Christ begeg­net. Weder unter den Lesern, den “Schü­lern” oder den Mit­glie­dern der Ein­wei­hungs­sek­te. Des­halb ist es mein größ­ter Wunsch und ein fast über­mäch­ti­ger Antrieb, Sie ganz per­sön­lich von der Gefähr­lich­keit der Schrif­ten und Wer­ke Aiv­an­hovs zu über­zeu­gen. Wenn Sie der Mei­nung sind, dass Licht­ar­beit und wei­ße Magie zum Vor­teil der Men­schen sind, die Sie damit berüh­ren, dann wird Jesus Chris­tus sich im ent­schei­den­den Moment von Ihnen abwen­den und sagen “Und dann wer­de ich ihnen bezeu­gen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Gesetz­lo­sen!”.276Lesen Sie in Mat­thä­us 7,23 selbst nach: hier kli­cken Was für eine furcht­ba­re Vorstellung.

Ich weiß sehr wohl, was für eine Macht Aiv­an­hov und die ande­ren Ver­füh­rer mit ihren Büchern, Vide­os, Ver­spre­chen und Anlei­tun­gen über die Men­schen aus­üben. Aber bit­te glau­ben Sie mir: Das alles ver­blasst in dem Moment, in dem Sie sich ernst­haft Jesus Chris­tus zuwen­den und mit der Wahr­heit und Ein­fach­heit Got­tes in Kon­takt kom­men.277Link zum You­Tube-Video “Jesus Chris­tus ist die Ant­wort auf alles, was du brauchst – Phil­ip Svet­lik”: hier kli­cken Sie wer­den dem Satan ent­ris­sen und dür­fen sich Kind Got­tes nen­nen. Sie haben ein Anrecht auf einen Platz an der Sei­te Got­tes. Das ist kein loses Gere­de von mir, das sind die bibli­schen Wahr­hei­ten.278Lesen Sie in z. B. Römer 8 selbst nach: hier kli­cken

Wenn Sie möch­ten, gehen Sie bit­te noch heu­te die­sen Schritt, denn wir wis­sen nicht, ob wir das Mor­gen erle­ben. Wenn Sie dazu bereit sind, fol­gen Sie den ein­fa­chen Anlei­tun­gen zum Nach­spre­chen in die­sem Video ↗.

Offenbarung 12, Vers 18 – Brücke zu Kapitel 13

Wir kön­nen den 18. Vers als ein Inne­hal­ten und Sam­meln vor dem gro­ßen End­kampf ver­ste­hen. In den acht Wör­tern des Ver­ses offen­ba­ren sich eini­ge inter­es­san­te Ele­men­te, die wir gemein­sam betrach­ten soll­ten, um anschlie­ßend die Fra­ge zu stel­len, war­um die­ser wich­ti­ge Vers in Aiv­an­hovs Kom­men­ta­ren fehlt. Zuerst soll­ten wir aber die Fra­ge klä­ren, war­um in eini­gen Bibel­über­set­zun­gen in der Ich-Form erzählt wird, und in ande­ren, den meis­ten, die Er-Form ver­wen­det wird.

Luther­bi­bel 2017 – Offen­ba­rung 12,18 ↗

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 12,18 ↗

Um Sie gleich vor­weg zu beru­hi­gen: Nein, die Bibel wur­de nicht absicht­lich ver­än­dert und die­se Text­stel­le ist auch kein Stoff für Ver­schwö­rungs­theo­rien. Der Unter­schied ent­stand tat­säch­lich wegen nur einem ein­zi­gen Buch­sta­ben: estathē und estathēn.279Link zum Niko­de­mus-Chat „Unter­schie­de bei Offen­ba­rung 12,18-Übersetzungen“: hier kli­cken Die uns heu­te vor­lie­gen­den ältes­ten grie­chi­schen Hand­schrif­ten der Offen­ba­rung sind an die­ser Stel­le lei­der nicht zu 100 % iden­tisch. Es gibt eine Abwei­chung um die­sen einen Buch­sta­ben. Wir besit­zen das Ori­gi­nal­ma­nu­skript, das Johan­nes auf Pat­mos nie­der­ge­schrie­ben hat, heu­te nicht mehr. Aber wir haben Tau­sen­de von hand­ge­schrie­be­nen Kopien. Beim Abschrei­ben über die Jahr­hun­der­te ent­stan­den zwei Haupt­strän­ge von Textüberlieferungen:

  • Der Tex­tus Recep­tus280Link zum Wik­tio­na­ry-Arti­kel “Tex­tus recep­tus”: hier kli­cken
    Im spä­ten Mit­tel­al­ter und in der Renais­sance griff man für die ers­ten gedruck­ten grie­chi­schen Neu­en Tes­ta­men­te, wie z. B. das von Eras­mus von Rot­ter­dam 1516,281Link zur Sei­te “Vir­tu­el­les Muse­um des Pro­tes­tan­tis­mus”: hier kli­cken auf die damals ver­füg­ba­ren, meist jün­ge­ren byzan­ti­ni­schen Hand­schrif­ten zurück. In vie­len die­ser spä­te­ren Hand­schrif­ten stand das n (estathēn) am Ende. Eras­mus und spä­te­re Über­set­zer wie Mar­tin Luther über­setz­ten estathēn EΣTAΘHN mit „Ich trat…“ und ord­ne­ten den Satz als Beginn von Kapi­tel 13 ein, wo Johan­nes sieht, wie das Tier aus dem Meer steigt.
  • Der Nest­le-Aland-Text282Link zum Wik­tio­na­ry-Arti­kel “Novum Tes­ta­men­tum Grae­ce”: hier kli­cken
    Im 19. und 20. Jahr­hun­dert ent­deck­ten Archäo­lo­gen wesent­lich älte­re und ver­läss­li­che­re Papy­ri und Per­ga­men­te, wie den Codex Sinai­ti­cus und den Codex Alex­an­dri­nus aus dem 4. und 5. Jahr­hun­dert.283Link zum Arti­kel “Novum Tes­ta­men­tum Grae­ce” – die​-bibel​.de: hier kli­cken In den ältes­ten und gewich­tigs­ten Text­zeu­gen fehlt das n am Ende. Dort steht ein­deu­tig estathē. Moder­ne Text­kri­ti­ker kamen zu dem Schluss, dass die ältes­te erreich­ba­re Text­form estathē EΣTAΘH “Er stell­te sich” lautet.

Das Schö­ne an den ver­schie­de­nen Über­set­zun­gen ist, dass es zwar einen Unter­schied des Blick­win­kels gibt, ein­mal aus der Sicht des Johan­nes, ein­mal aus der Sicht des Dra­chens, die Grund­bot­schaft des Ver­ses aber die sel­be bleibt. Für die wei­te­re Behand­lung des Ver­ses neh­me ich die Luther­bi­bel “Und er trat an den Strand des Mee­res”, obwohl ich mich in die Schlach­ter­bi­bel ver­liebt habe, die an die­ser Stel­le aber in der 1. Per­son Sin­gu­lar spricht.

Vers 18 ist von grund­le­gen­der Bedeu­tung für unser Ver­ständ­nis. Satan ist mit sei­nen Plä­nen geschei­tert. Nach­dem all sei­ne Mis­se­ta­ten ver­ei­telt wur­den, über­legt er sich an die­ser Stel­le eine neue Stra­te­gie. Er hat den Ent­schluss gefasst, Krieg gegen die gläu­bi­gen Nach­kom­men auf der Erde zu füh­ren. Er agiert also nicht mehr als Anklä­ger im Him­mel, son­dern als Mili­tär- und Stra­te­gie­pla­ner auf der Erde. Die­se Tat­sa­chen sind auch von ent­schei­den­der Bedeu­tung für die Fra­ge, war­um Aiv­an­hov die­sen Vers nicht bespricht.

Auch der zwei­te Vers­teil “…trat an den Strand des Mee­res.” ist äußerst tief­grün­dig. Der Strand wird als Gren­ze zwi­schen dem Meer und dem Land gese­hen. Er ist somit eine Naht­stel­le zwi­schen der fes­ten Erde und der unein­seh­ba­ren Tie­fe des Mee­res. Das Meer kann in die­sem Vers als “Völ­ker­meer” gedeu­tet wer­den, als die gott­lo­sen Völ­ker und das heid­ni­sche Cha­os. Auch hier legt sich die Bibel selbst aus, wenn wir in Jesa­ja 17,12, Dani­el 7,2−3 und Offen­ba­rung 17,15 querlesen.

Schlach­ter 2000 – Jesa­ja 17,12 ↗

Schlach­ter 2000 – Dani­el 7,2−3 ↗

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 17,15 ↗

Satan stellt sich somit an die Küs­te, um Auf­stel­lung zu neh­men. Als unsicht­ba­res, geist­li­ches Wesen, als Dra­che, kann er die Mensch­heit nicht direkt phy­sisch beherr­schen. Des­halb sucht er sich irdi­sche, wil­li­ge Macht­in­stru­men­te. Er stellt sich an den Rand des “Völ­ker­mee­res”, um aus die­sem Cha­os der gott­lo­sen Mensch­heit sei­ne Werk­zeu­ge her­auf­zu­be­schwö­ren. Die­ser Vers hat auch eine gro­ße heils­ge­schicht­li­che Bedeu­tung für jeden Chris­ten, denn er ist die Geburts­stun­de von Satans Gegen­ent­wurf zur gött­li­chen Dreieinigkeit.

Gott als der Vater hat Jesus Chris­tus gesandt, der Dra­che bringt den Anti­chris­ten her­vor, das Tier aus dem Meer in Offen­ba­rung 13,1. Der Hei­li­ge Geist ver­herr­licht Chris­tus, der fal­sche Pro­phet ver­herr­licht den Anti­chris­ten, das Tier aus der Erde in Offen­ba­rung 13,11. Als Geschöpf Got­tes kann Satan kei­ne eige­nen Din­ge erschaf­fen, er kann in die­ser Situa­ti­on nur min­der­wer­ti­ge Werk­zeu­ge rekru­tie­ren und ein­set­zen. Aus der glei­chen Sicht kann Aiv­an­hov kei­ne neue “Ein­wei­hungs­leh­re” auf die­se Welt brin­gen, er rezi­tiert viel­mehr aus alten, unzu­ver­läs­si­gen Quellen.

War­um also lässt Aiv­an­hov die Ver­se 17 und 18 aus Offen­ba­rung 12 uner­wähnt? Das lässt sich am bes­ten mit einer Zusam­men­fas­sung des 18. Ver­ses erklä­ren. In die­sem einen klei­nen Vers sehen wir Aiv­an­hovs “Leh­re der Prin­zi­pi­en” zusam­men­bre­chen. Wenn der Anti­christ und sei­ne politischen/religiösen Sys­te­me in Offen­ba­rung Kapi­tel 13 auf­ste­hen, gesche­hen sie nicht zufäl­lig aus der Welt­ge­schich­te her­aus. Der gläu­bi­ge Leser sieht hier durch das Wort Got­tes hin­ter die Kulis­sen: Der Dra­che selbst hat sich an den Strand gestellt, um die­se Welt­mäch­te her­vor­zu­ru­fen. Es ist nicht “das kos­mi­sche Prin­zip des Bösen”, das am Strand steht, es ist Satan selbst.

Aiv­an­hov hät­te mit Vers 17 und 18 ein­ge­ste­hen müs­sen, dass alle Plä­ne Satans, also einer Wesen­heit und kei­nem Prin­zip, von Gott zer­schla­gen wur­den. Auf wun­der­sa­me Wei­se wur­de die Kern-Gemein­de in eine uner­reich­ba­re Zuflucht geret­tet und in sei­nem rasen­den Hass sucht der Vater der Lüge nun nach neu­en Zie­len für sei­nen Ver­gel­tungs­schlag. Das geht von der Wesen­heit Satan aus, so berich­tet die Bibel, nicht von einem “kos­mi­schen Sym­bol oder einem Prin­zip”.

Aiv­an­hov unter­schlägt die­se Ver­se, um nicht ent­tarnt zu wer­den und mit sei­ner Läs­te­rung wei­ter­ma­chen zu kön­nen. Die schwam­mi­gen und nicht greif­ba­ren Sym­bo­le und Prin­zi­pi­en, die in Aiv­an­hovs “geis­ti­ger Leh­re” so geschickt in den Vor­der­grund gerückt wer­den, haben in sich kei­ner­lei Kraft und sind wir­kungs- und bedeu­tungs­los. Die “Schü­ler” der Ein­wei­hungs­leh­re ver­ir­ren sich im Stu­di­um um die­se Sym­bo­lik und ver­lie­ren dadurch immer mehr die Hin­wen­dung an Chris­tus, der­je­ni­ge, der durch wah­re Kraft Ret­tung ver­spricht. Nicht ein ein­zi­ges Sym­bol oder ein Prin­zip aus Aiv­an­hovs Ein­wei­hungs­leh­re wird Sie erlö­sen kön­nen, Jesus kann das. Hier erfah­ren Sie, wie ↗.

Kapitel 13: Das Tier, das aus dem Meer emporsteigt und das Tier, das aus der Erde emporsteigt

Wir haben mit dem 13. Kapi­tel genau 1188 ver­wen­de­te Wör­ter vor uns. Davon wur­den 396 Wör­ter für die Zita­te der Bibel­stel­len Offen­ba­rung 13,1−7, Offen­ba­rung 13,11−18 und Offen­ba­rung 12,12 ver­braucht. Für Aiv­an­hovs Kom­men­ta­re blei­ben 792 Wör­ter übrig. Das 13. Kapi­tel läuft über sie­ben Sei­ten, von Sei­te 135 bis zur Sei­te 141. Auf Sei­te 139 fin­det der Leser eine Dar­stel­lung des “Mensch im Fünf­stern”, auch “Der mikro­kos­mi­sche Mensch” und “Pen­ta­gramm-Mensch” genannt. Die­se Gra­fik darf nicht mit dem “Vitru­via­ni­scher Mensch” von Leo­nar­do da Vin­ci ver­wech­selt wer­den, weil Sinn und Zweck der bei­den Dar­stel­lun­gen völ­lig gegen­sätz­lich sind und sie aus unter­schied­li­chen Zeit­epo­chen stam­men. Mehr dazu wei­ter unten.

Auch in die­sem Kapi­tel stim­men die ange­ge­be­nen Vers­zah­len nicht. Der ers­te Block, der auf Sei­te 135–136 abge­druckt ist, beinhal­tet Vers 1–6 und nicht 1–7, wie ange­ge­ben. Das wur­de wie­der ohne Prü­fung durch die deut­schen Über­set­zer und Lek­to­ren aus dem fran­zö­si­schen Ori­gi­nal über­nom­men. Der zwei­te Block von Vers 11–18 ist rich­tig ange­ge­ben und abge­druckt. Die Bibel­zi­ta­te wur­der der Luther­bi­bel entnommen.

Die Verniedlichung Satans

Auf­grund der voll­kom­me­nen Bibel­fer­ne des 13. Kapi­tels wer­den die Kern­bot­schaf­ten der Offen­ba­rung 13 durch die Beschrei­bun­gen Aiv­an­hovs noch nicht ein­mal ange­kratzt. Alle Hand­lungs­trä­ger wer­den ent­stellt und die Eigen­schaf­ten der Per­so­nen erhal­ten fik­ti­ve Merk­ma­le, die mit kei­nem Wort in der Bibel erwähnt sind. Dadurch schafft Aiv­an­hov es, die Bös­ar­tig­keit der sata­ni­schen Tri­ni­tät und die ver­hee­ren­den Aus­wir­kun­gen auf die Mensch­heit in der beschrie­be­nen Zeit­span­ne zu ver­harm­lo­sen, ja sogar weg­zu­leug­nen, indem sie als psy­cho­lo­gi­sches Phä­no­men nach innen ver­la­gert wer­den. Das hat mit einem für­sorg­li­chen “Meis­ter”, der sei­ne “Schü­ler” liebt und sie auf die kom­men­den schwe­ren Zei­ten vor­be­rei­ten will, nicht das Gerings­te zu tun.

Die klas­si­sche Aus­le­gung von Offen­ba­rung 13 sieht die Ver­se als eine pro­phe­ti­sche Ent­hül­lung der End­zeit. Die Bil­der und bibli­schen Sym­bo­le wer­den sehr ernst genom­men und teils als geschicht­li­che, teils als zukünf­ti­ge Rea­li­tä­ten beschrie­ben. Von die­ser Ernst­haf­tig­keit ist in Aiv­an­hovs Kom­men­ta­ren nicht eine Spur zu sehen, im Gegen­teil wer­den die Gescheh­nis­se maxi­mal von der Wirk­lich­keit weg­ge­tra­gen. Die Leser und “Schü­ler” Aiv­an­hovs wer­den in trü­ge­ri­scher Sicher­heit gewo­gen und mit der Ansta­che­lung, Tugen­den zu ent­wi­ckeln (Sei­te 137, 138 und 139), und damit vom Tier zum Men­schen auf­zu­stei­gen, auf einen Irr­weg geschickt.

Wie in den meis­ten Kapi­teln beginnt Aiv­an­hov auch in die­sem mit dem ers­ten Satz auf Sei­te 137 damit, sei­ne Irr­leh­re über die Leser und “Schü­ler” zu stül­pen. Was in die­sem Kapi­tel geschieht, ist aller­dings der­ma­ßen gna­den­los, dass es mir die Spra­che ver­schla­gen hat. Die bei­den Tie­re, die aus dem Meer und aus der Erde auf­stei­gen, sol­len laut Aiv­an­hov soge­nann­te “Egre­go­re“284Ein okkul­tes, magisch-dämo­ni­sches Kon­zept. Ein durch Grup­pen­kon­zen­tra­ti­on geschaf­fe­nes, fein­stoff­li­ches Kraft­feld oder Geist­we­sen. Wiki­pe­dia-Arti­kel “Egre­gor”: hier kli­cken 285Link zum Gemi­ni-Chat „Was ist ein Egre­go­re?“: hier kli­ckensein, also durch üble Gedan­ken, Gefüh­le und Taten der Mensch­heit gebil­de­te emotionale/mentale Dun­kel­fel­der. Die­se Aus­sa­ge wird durch angeb­li­che Bestä­ti­gun­gen von Hell­se­hern noch wei­ter pervertiert.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 13, Sei­te 137

Um Klar­heit in die­se Geschich­ten brin­gen zu kön­nen, die Aiv­an­hov als bibli­sche Wahr­hei­ten ver­kauft, müs­sen wir mit der Bibel prü­fen. Die ers­te Spur, die wir auf­neh­men kön­nen, ist Vers 18 im 12. Kapi­tel. Dort stell­ten wir fest, dass Satan sich an der Küs­te auf­stell­te, um inne­zu­hal­ten und sei­ne neue Stra­te­gie zu pla­nen. Das war die Geburts­stun­de der sata­ni­schen Tri­ni­tät. Jetzt wird sich Satan bestimmt nicht auf irgend­wel­che psy­chisch-astra­len Ener­gie­ak­ku­mu­la­tio­nen ver­las­sen. Viel­mehr braucht er hand­fes­te Wesen, die wil­lig sei­ne Befeh­le emp­fan­gen und aus­füh­ren. Die sata­ni­sche Tri­ni­tät sieht fol­gen­der­ma­ßen aus: Satan als Gegen­stück zu Gott­va­ter, das ers­te Tier als Anti­christ / Gegen-Sohn, das zwei­te Tier als fal­scher Pro­phet / Gegen-Geist.

Alles, was Satan in die­ser Situa­ti­on noch errei­chen kann, ist eine Nach­äf­fung Got­tes. Er muss sei­ne eige­ne Tri­ni­tät in die­se Welt brin­gen, um wenigs­tens halb­wegs glaub­wür­dig dazu­ste­hen. Damit gelingt ihm die Ver­füh­rung der Mensch­heit und die Erlan­gung der Welt­herr­schaft. Aber sei­ne Zeit ist durch Got­tes Beschluss stark begrenzt. Er hat genau 1.260 Tage, dann ist Schluss. Auch davon ist in Aiv­an­hovs Text nichts zu lesen. Das ers­te Tier aus dem Meer und das zwei­te Tier aus der Erde sind rea­le Per­so­nen, kei­ne durch die Mensch­heit geschaf­fe­nen Egre­go­re, denen man aus­wei­chen kann oder die durch Tugen­den über­wun­den wer­den können.

Das Tier, das aus dem Meer emporsteigt

Das Tier, das in der Offen­ba­rung des Johan­nes aus dem Meer stei­gen soll, ist der poli­ti­sche Welt­herr­scher, der Anti­christ.286Link zum You­Tube-Video “Der Anti­christ. Ein bibli­sches Pro­fil – Karl-Her­mann Kauff­mann”: hier kli­cken Das Meer steht für das gott­lo­se Völ­ker­meer, die gott­lo­se Welt, aus der er ent­stei­gen wird. Er wird ein phy­si­sches, welt­um­span­nen­des Sys­tem der Unter­drü­ckung eta­blie­ren, das Gläu­bi­ge vor eine kon­kre­te Ent­schei­dung stellt, Anbe­tung oder Mär­ty­rer­tum. Es wird in der Offen­ba­rung so beschrieben:

  • Sie­ben Köp­fe
    Zur Zeit des Johan­nes war dies eine ein­deu­ti­ge Anspie­lung auf die Stadt Rom (Sep­ti­mon­ti­um – von latei­nisch sep­tem “sie­ben” und mons “Berg, Hügel”), die auf sie­ben Hügeln erbaut ist. Das Tier reprä­sen­tiert hier die anti­christ­li­che Macht, die his­to­risch im Römi­schen Reich ver­an­kert war. Die sie­ben Köp­fe ste­hen auch für die sie­ben Groß­rei­che, die Got­tes Volk unter­drück­ten: Ägyp­ten, Assy­ri­en, Baby­lon, Medo-Per­si­en, Grie­chen­land, das römi­sche Reich und das end­zeit­li­che Reich des Anti­chris­ten.287Link zum Arti­kel “Das Tier mit sie­ben Köp­fen”: hier kli­cken
  • Zehn Hör­ner
    Die Zahl Zehn sym­bo­li­siert mensch­li­che und welt­li­che Voll­stän­dig­keit oder welt­li­che Gesamt­heit. Die Bedeu­tung der Hör­ner kön­nen wir aus Dani­el 7,24288Lesen Sie in Dani­el 7 selbst nach: hier kli­cken aus dem Alten Tes­ta­ment erfah­ren: Es sind zehn Köni­ge, die ihre Herr­schaft erst noch antre­ten und zeit­gleich mit dem Tier Macht bekom­men. Es han­delt sich um die Gesamt­heit der welt­li­chen Regie­run­gen, die sich gegen Gott ver­bün­den. Sie kämp­fen am Ende gegen das Lamm, Chris­tus, wer­den von ihm aber besiegt.289Link zum Arti­kel “Was sind die zehn Hör­ner des Tie­res?”: hier kli­cken
  • Zehn Kro­nen
    Die Zehn Kro­nen zei­gen die akti­ve Macht­aus­übung der zehn Könige/Herrscher an. Das ist die kon­kre­te, poli­ti­sche End­zeit-Herr­schaft der 10 ver­bün­de­ten Köni­ge auf Erden. Auch hier steht die Zehn für welt­li­che Macht, wäh­rend Satan die Sie­ben für sich bean­sprucht, die spi­ri­tu­el­le, unsicht­ba­re Gesamt­herr­schaft über die Welt­rei­che der Geschich­te.290Lesen Sie in Offen­ba­rung 12,3 selbst nach: hier kli­cken
  • Namen der Läs­te­rung
    Aus sei­nem glü­hen­den Hass Gott gegen­über trägt das Tier läs­te­li­che Namen wie ver­mut­lich “Herr”, “Sohn Got­tes” und “Erlö­ser”, Das weist auf den kran­ken Gott­heits­an­spruch des Tie­res hin.291Link zum Arti­kel “Was ist das Mal­zei­chen des Tie­res?”: hier kli­cken
  • Glich einem Pan­ther
    Der Pan­ther wird als Pro­to­typ für anti­christ­li­che und tota­li­tä­re Staats­for­men jeder Epo­che gese­hen. Der Pan­ther sym­bo­li­siert Sys­te­me, die sich dyna­misch, ele­gant und fas­zi­nie­rend prä­sen­tie­ren, aber im Kern raub­tier­haft, unbe­re­chen­bar und töd­lich für Anders­den­ken­de sind. Bei Dani­el 7 stand der Pan­ther his­to­risch für das Grie­chi­sche Welt­reich unter Alex­an­der dem Gro­ßen,292Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Alex­an­der der Gro­ße”: hier kli­cken das für sei­ne extrem schnel­len Erobe­rungs­feld­zü­ge bekannt war.293Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Schlacht bei Issos”: hier kli­cken
  • Füße wie Bären
    Mit der Beschrei­bung “sei­ne Füße waren wie die eines Bären” wird in der Bibel­aus­le­gung die zer­stö­re­ri­sche Zer­mal­mungs­kraft, Stand­fes­tig­keit und Bru­ta­li­tät der beschrie­be­nen Macht sym­bo­li­siert. Johan­nes greift auch hier wie­der auf das Buch Dani­el 7 zurück. Dort stand der Bär his­to­risch für das Medo-Per­si­sche Welt­reich.294Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Achä­men­iden­reich”: hier kli­cken Zusam­men mit dem Pan­ther ergibt sich ein prä­zi­ses Bild: Die anti­christ­li­che Macht ist blitz­schnell und unbe­re­chen­bar wie ein Pan­ther, tritt aber gleich­zei­tig so schwer­fäl­lig, zer­stö­re­risch und unauf­halt­sam wie ein Bär auf.
  • Rachen wie ein Löwen­ra­chen
    Damit wird die maß­lo­se Arro­ganz, die got­tes­läs­ter­li­che Spra­che und die töd­li­che Auto­ri­tät die­ser Macht sym­bo­li­siert. In Dani­el 7 stand der Löwe für das Baby­lo­ni­sche Welt­reich.295Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Baby­lo­ni­en”: hier kli­cken Das Maul steht für das, was die­se Macht spricht. Weni­ge Ver­se wei­ter in Offen­ba­rung 13,5 heißt es direkt: “Und es wur­de ihm ein Maul gege­ben, das gro­ße Wor­te und Läs­te­run­gen rede­te”. Es sym­bo­li­siert stol­ze Ideo­lo­gien, staat­li­che Pro­pa­gan­da und offe­ne Rebel­li­on gegen Gott.
  • Kraft, Thron und Voll­macht des Dra­chen
    Die Bibel lässt hier kei­nen Raum für Spe­ku­la­tio­nen zu. In Offen­ba­rung 12,9 wird der Dra­che klar als Satan oder der Teu­fel, die “alte Schlan­ge”, die die gan­ze Welt ver­führt, iden­ti­fi­ziert. Satan über­trägt sei­ne eige­ne Herr­schaft auf das Tier aus dem Meer. Kraft bedeu­tet über­na­tür­li­che Ener­gie und Stär­ke. Der Thron steht für die Regie­rungs­zen­tra­le. Satan tritt sei­ne sicht­ba­re Herr­schaft über die Erde an das Tier ab. Voll­macht bedeu­tet die recht­li­che Befug­nis oder das Pri­vi­leg zu herr­schen. Das Tier bekommt die Erlaub­nis, Geset­ze zu erlas­sen, die das Gewis­sen der Men­schen kon­trol­lie­ren und Anders­den­ken­de zu ver­fol­gen.296Link zum Arti­kel “Ein­füh­ren­de Vor­trä­ge zur Offen­ba­rung – Kapi­tel 13” – bibel​kom​men​ta​re​.de: hier kli­cken
  • Ein Kopf wie zu Tode ver­wun­det und sei­ne Hei­lung
    Die­se Scha­ra­de ist eine bewuss­te, got­tes­läs­ter­li­che Nach­äf­fung der Auf­er­ste­hung Jesu. Satan ver­sucht im gesam­ten Kapi­tel 13, das Heils­werk Got­tes zu kopie­ren, um die Men­schen zu täu­schen. Durch die­se gefälsch­te Auf­er­ste­hung erreicht das Tier genau das, was Satan will: “Und die gan­ze Erde sah ver­wun­dert dem Tier nach” (Offen­ba­rung 13,3)297Lesen Sie in Offen­ba­rung 13,3 selbst nach: hier kli­cken und bete­te es an. Es ist der ulti­ma­ti­ve Betrug, um die Men­schen glau­ben zu las­sen, das Tier besit­ze gött­li­che Macht über Leben und Tod.298Link zum You­Tube-Video “Das Tier aus dem Meer (Offen­ba­rung 13,1−10) | Bibel­stun­de”: hier kli­cken

Das ist eine ziem­lich beein­dru­cken­de Lis­te an Eigen­schaf­ten, die wir aus der Bibel in Bezug auf das Tier, das aus dem Meer auf­steigt, ent­neh­men kön­nen. Aiv­an­hovs Erklä­run­gen, dass das Tier aus dem Meer ein soge­nann­tes “Egre­go­re” sei, eine Ansamm­lung von üblen Gedan­ken, Gefüh­len und Taten der Men­schen, lässt einen Gläu­bi­gen sprach­los zurück. Die Fra­ge, die ich mir stel­le ist, wie kann ein Mensch so ver­lo­gen und hin­ter­häl­tig sein, dass er es fer­tig bringt, sei­ne Mit­men­schen und Schutz­be­foh­le­nen in die­sem Maße hin­ters Licht zu füh­ren? Die töd­lichs­te und ver­hee­rends­te Kraft, die die Mensch­heit je gese­hen hat, wir zu einer magisch-okkul­ten Erschei­nung redu­ziert. Damit wird Satan verleugnet.

Das Tier, das aus der Erde emporsteigt

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 13, Sei­te 140

Mit sei­ner mage­ren Erklä­rung, dass das Tier aus der Erde ledig­lich unse­re “nie­de­re Natur” sei, erklärt sich Aiv­an­hov selbst zu einem okkul­ten Phan­tast, der über kei­ne ein­zi­ge “spi­ri­tu­el­le Eigen­schaft” ver­fügt, die er so hoch­tra­bend sei­nen Lesern und “Schü­lern” vor­ge­schwärmt hat. Wahn­vor­stel­lun­gen, wie wir sie mit der Beschrei­bung der bei­den Tie­ren aus Offen­ba­rung 13 vor unse­ren Augen haben, sind der wah­re Grund, war­um Aiv­an­hovs “geis­ti­ge Leh­re” nie­mals eine grö­ße­re Anhän­ger­schaft errei­chen kann. Lei­der zeigt uns das auch, dass die­je­ni­gen, die sich öffent­lich zu sei­nen “Schü­lern” erklä­ren, für bibli­sche Wahr­hei­ten ver­mut­lich ewig uner­reich­bar blei­ben. Las­sen Sie uns die Erklä­run­gen der Bibel zum Tier aus dem Meer auflisten:

  • Zwei Hör­ner gleich einem Lamm und rede­te wie ein Dra­che
    Die zwei Lamm­hör­ner gel­ten als Par­odie bzw. Imi­ta­ti­on von Jesus Chris­tus, denn im Buch der Offen­ba­rung ist das Lamm der zen­tra­le Hoheits­ti­tel für den auf­er­stan­de­nen, geschlach­te­ten und sieg­rei­chen Chris­tus.299Lesen Sie in Offen­ba­rung 5,6 selbst nach: hier kli­cken Das ech­te Lamm hat sie­ben Hör­ner als Sym­bol für voll­kom­me­ne Macht und gött­li­che Fül­le. Das Tier aus der Erde mimt Sanft­mut, Unschuld, Opfer­sinn und reli­giö­se Legi­ti­mi­tät. Es tritt im Gewand des Erlö­sers auf. Es wird sich aber selbst ent­tar­nen, denn sobald es den Mund auf­macht, wird Satan durch es sprechen.
  • Und es übt alle Voll­macht des ers­ten Tie­res aus
    Das zwei­te Tier ist der Exe­ku­tiv­arm des ers­ten Tie­res. Es über­setzt poli­ti­sche Gewalt in ein welt­an­schau­li­ches, all­tags­be­stim­men­des Sys­tem. Es hat kei­ne eige­ne, unab­hän­gi­ge Sub­stanz oder Macht, son­dern übt die Voll­macht des ers­ten Tie­res aus. Dabei han­delt es sich um eine Stell­ver­tre­ter- oder Exe­ku­tiv­macht. Wäh­rend das ers­te Tier die rohe, poli­ti­sche, mili­tä­ri­sche und staat­li­che Gewalt sym­bo­li­siert (im his­to­ri­schen Kon­text: das Römi­sche Impe­ri­um), stellt das zwei­te Tier die ideo­lo­gi­sche, reli­giö­se und admi­nis­tra­ti­ve Durch­set­zungs­kraft dar.
  • Vor des­sen Augen
    In der Anti­ke han­del­te ein Gesand­ter oder hoher Beam­ter “vor den Augen” des Herr­schers. Das bedeu­tet, dass sein Han­deln nicht auto­no­men Cha­rak­ter hat­te, son­dern im Namen, im Auf­trag und mit der aus­drück­li­chen Bil­li­gung des Erst­ge­nann­ten geschah. Das zwei­te Tier han­delt als Voll­stre­cker des kaiserlichen/staatlichen Wil­lens. Das ers­te Tier ist stets prä­sent, wenn das zwei­te Tier wirkt. Das Han­deln des zwei­ten Tie­res dient aus­schließ­lich dazu, das ers­te Tier zu ver­herr­li­chen, des­sen Herr­schaft zu fes­ti­gen und die Men­schen zur Anbe­tung des ers­ten Tie­res zu treiben.
  • Und bringt (sie) dazu
    Das wird eine erzwun­ge­ne Gefolg­schaft dar­stel­len. Das Wort “brin­gen” beschreibt eine akti­ve, mani­pu­la­ti­ve und Nöti­gung aus­üben­de Funk­ti­on. Das zwei­te Tier ist nicht nur Beob­ach­ter, son­dern eine Pro­pa­gan­da­ma­schi­ne­rie. Es begnügt sich nicht mit pas­si­ver Dul­dung, son­dern ver­langt akti­ve Unter­wer­fung. Das geschieht durch eine Ver­füh­rung durch Schein­wun­der und Pseu­do-Spi­ri­tua­li­tät (Feu­er vom Him­mel), durch kul­ti­sche Pflicht durch das Auf­stel­len und Besee­len des Tier­bil­des und durch sozio­öko­no­mi­schen Druck durch Boy­kott, Aus­schluss vom Markt (Kauf- und Ver­kaufs­ver­bot) und schließ­lich die Todes­dro­hung für Verweigerer.
  • Die Erde und die auf ihr woh­nen
    In der Offen­ba­rung hat die Wen­dung “die auf der Erde woh­nen” eine spe­zi­fi­sche, fast tech­ni­sche Bedeu­tung, denn es bezeich­net nicht ein­fach rhe­to­risch alle Men­schen, son­dern im theo­lo­gi­schen Sprach­ge­brauch der Offen­ba­rung aus­drück­lich die Gott-ent­frem­de­te, rein irdisch gesinn­te Mensch­heit. Es gibt kei­nen raum­be­zo­ge­nen oder gesell­schaft­li­chen Win­kel, der neu­tral blei­ben darf. Jeder Erd­be­woh­ner wird vor die Ent­schei­dung gestellt: Anbe­tung des Tie­res oder Verfolgung.
  • Dass sie das ers­te Tier anbe­ten
    Das stellt die Per­ver­si­on des Got­tes­diens­tes dar, und hier wird das eigent­li­che Geheim­nis der Apo­ka­lyp­se ent­hüllt: Macht strebt nach Anbe­tung. Die poli­ti­sche, mili­tä­ri­sche und wirt­schaft­li­che Macht des ers­ten Tiers begnügt sich auf Dau­er nicht mit gehor­sa­mer Steu­er­zah­lung oder for­ma­ler Geset­zes­treue. Sie for­dert die Hin­ga­be des Her­zens, des Geis­tes und der See­le. Das zwei­te Tier lei­tet die reli­giö­se Inbrunst der Men­schen nicht auf sich selbst um, son­dern ver­weist immer auf das ers­te Tier. Es ist eine Ent­frem­dung des Anbe­tungs­triebs: Der Mensch, der geschaf­fen wur­de, um den Schöp­fer anzu­be­ten, wird durch den fal­schen Pro­phe­ten dazu ver­führt, das Geschöpf bzw. die mensch­li­che Macht­struk­tur anzubeten.
  • Des­sen Todes­wun­de geheilt wur­de
    Das wird die Par­odie und Nach­äf­fung der Auf­er­ste­hung unse­res Herrn und Hei­lands Jesus Chris­tus sein. Das ers­te Tier imi­tiert das Lamm Got­tes. Von Jesus heißt es in Offen­ba­rung 5,6, er ste­he da “wie geschlach­tet”. Das ers­te Tier wie­der­um hat eine “töd­li­che Wun­de” emp­fan­gen, die jedoch geheilt wur­de. Die Anbe­tung der Men­schen speist sich aus dem Stau­nen über den Schein-Sieg über den Tod. Es wird ein Ent­zü­cken aus­lö­sen, dass sich im Jubel “Wer ist dem Tier gleich und wer kann mit ihm kämp­fen?” äußert.

Lie­be Leser, die­se Lis­ten lie­ßen sich ohne Wei­te­res um vie­le Punk­te erwei­tern, z. B. um die Erklä­rung der “gro­ßen Zei­chen”, die das Tier aus der Erde tut und “Feu­er vom Him­mel her­ab­fal­len lässt”. Das Feu­er wird eine Nach­äf­fung des mäch­tigs­ten gött­li­chen Legi­ti­mi­täts­zei­chen sein, das der Pro­phet Eli­jas erlebt hat­te, als er auf dem Berg Kar­mel300Lesen Sie in 1.Könige 18 selbst nach: hier kli­cken die Baals-Pro­phe­ten als Schar­la­ta­ne ent­larvt hat. Es ist erstaun­lich, dass es trotz der Klar­heit und Voll­stän­dig­keit der Bibel über die kom­men­den Ereig­nis­se noch Men­schen gibt, die auf solch pein­li­che Ver­füh­rer wie Aiv­an­hov und z. B. Rudolf Stei­ner hereinfallen.

666 – Die Zahl der menschlichen Verführer, Versucher und Versager

An meh­re­ren Stel­len in die­ser Rezen­si­on habe ich Sie dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Aiv­an­hov selbst nichts erschaf­fen hat. Aiv­an­hov konn­te Zeit sei­nes Lebens kei­ne ein­zi­ge Kraft, Macht oder Eigen­schaft vor­wei­sen, die man angeb­lich mit sei­ner “geis­ti­gen Leh­re” ver­wirk­li­chen konn­te und die er so hoch ange­prie­sen hat. So ver­hält es sich im gesam­ten Spek­trum des Okkul­tis­mus und des Sata­nis­mus. Die Men­schen, die sich auf die­sen Irr­weg ein­ge­las­sen haben und sich als “Meis­ter”, “Ein­ge­weih­te” oder “Schü­ler” aus­ge­ben, unter­schei­den sich durch nichts von den übri­gen Men­schen auf die­ser Welt, außer, dass sie viel leich­ter zu beein­flus­sen waren und psy­chisch sehr labil sind.

Seit Anbe­ginn der Zeit konn­ten wir beob­ach­ten, dass sich die Okkul­tis­ten und Ver­füh­rer immer auf das christ­li­che Boll­werk, die Bibel gestürzt haben, um sie zu ver­fäl­schen und mit ihrer Irr­leh­re zu erwei­tern. Bei­spie­le dafür habe ich mit den Johan­nes-Akten, den Pro­cho­ros-Akten, der Pis­tis Sophia und dem Apo­kry­phon des Johan­nes gezeigt. Das sind got­tes­läs­ter­li­che Schmäh­schrif­ten, die alle von Aiv­an­hov zur Erklä­rung und Aus­le­gung sei­ner “geis­ti­gen Leh­re” und sei­ner per­ver­sen Welt­sicht die­nen. Kei­ne die­ser Schmäh­schrif­ten wur­de beim Namen genannt, alle wur­den als “Über­lie­fe­rung” getarnt als bibli­sche Wahr­heit ver­kauft. Wie ich Ihnen zei­gen konn­te, hat kei­ne ein­zi­ge Aus­sa­ge die­ser Schmäh­schrif­ten den Wahr­heits­ge­halt, um einer Gegen­über­stel­lung mit der Bibel stand­hal­ten zu können.

Mit sei­ner Erklä­rung, dass die Zahl 666 die Zahl 6 in den drei Wel­ten dar­stel­le und die Zahl 5 die Zahl des Men­schen sei, han­delt Aiv­an­hov wie­der genau­so, wie ich oben beschrie­ben habe: er bedient sich der Bibel (weil er selbst nichts hat, das er als Basis­ma­te­ri­al ver­wen­den könn­te) und ver­fälscht sie mit sei­ner Irr­leh­re und den geis­tes­ge­stör­ten Gedan­ken des Okkul­tis­mus. Wir kön­nen Aiv­an­hov auch hier wie­der spie­lend leicht wider­le­gen, und dazu neh­men wir uns ein­fach ein paar Bibel­stel­len vor. Aiv­an­hov behauptet:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 13, Sei­te 138

Nein, lie­be Leser, die Zahl 666 ist nicht die Zahl 6 in den drei Wel­ten, die Wahr­heit ist viel tief­grün­di­ger und umfang­rei­cher. Die 6 kor­re­spon­diert direkt mit der 7 und die 7 haben wir in den vor­he­ri­gen Kapi­tels schon aus­führ­lich bespro­chen. Die 7 steht in der Bibel für gött­li­che Voll­kom­men­heit und gött­li­che Ord­nung. Die­se Zahl zieht sich durch die gesam­te Bibel als Sym­bol für Got­tes Voll­stän­dig­keit, Hei­lig­keit und Voll­kom­men­heit, z. B. die 7 Schöp­fungs­ta­ge, 7 Fes­te Isra­els, 7 Gemein­den, 7 Sie­gel und die 7 Posau­nen in der Offenbarung.

Die Zahl 6 ist die Zahl des Men­schen und des Geschaf­fe­nen. Den Beweis lie­fert die Bibel selbst:

Schlach­ter 2000 – Offen­ba­rung 13,18 ↗

Lie­be Leser, bit­te las­sen Sie sich mit die­ser Zahl nicht von Aiv­an­hov täu­schen. Sei­ner Mei­nung nach sei die 666 die 6 in den drei Wel­ten oder Ebe­nen, phy­sisch, astral und men­tal. Wenn Sie der Mei­nung sind, effek­tiv mit die­sen Beschrei­bun­gen an sich selbst und Ihrer Wirk­lich­keit arbei­ten zu kön­nen, befin­den Sie sich auf einem unbe­schreib­li­chen Irr­weg. Kein ein­zi­ger Mensch hat durch eige­ne Anstren­gung jemals eine astra­le oder men­ta­le Ebe­ne erreicht. Alles was die spi­ri­tu­ell Prak­ti­zie­ren­den errei­chen, ist eine Ent­fer­nung von Gott durch magi­sche Hand­lun­gen und okkul­tes Trei­ben, z. B. Medi­ta­ti­on, die Anwen­dung der Kab­ba­la und der Astro­lo­gie, Kar­ten­le­gen, die Schu­lung ihrer Hell­sich­tig­keit oder Ent­wick­lung von Tugenden.

Die 6 ist die Zahl eines Men­schen. Es ist nicht die 5 wie Aiv­an­hov Ihnen glau­ben machen will. Mit der 6 geht es nicht um abs­trak­te See­len­ebe­nen oder kos­mi­sche Prin­zi­pi­en, son­dern um eine kon­kre­te, mensch­li­che Rea­li­tät bzw. um die Ver­kör­pe­rung des mensch­li­chen Wesens im kom­men­den Anti­chris­ten. Es geht um die Zahl des Tiers, des Anti­chris­ten, denn die­se Zahl ist das Erken­nungs- und Kenn­zei­chen eines kon­kre­ten End­zeit­herr­schers und sei­nes Sys­tems. Die 6 dient den Gläu­bi­gen zur Iden­ti­fi­ka­ti­on und Unter­schei­dung in der Zeit der Verführung.

Im bibli­schen Kon­text kön­nen wir die 6 leicht auf­schlüs­seln. Der Mensch wur­de am 6. Tag erschaf­fen, nach­zu­le­sen in 1. Mose 1,26–31.301Lesen Sie in 1. Mose 1,26–31 selbst nach: hier kli­cken Der Mensch ist dazu bestimmt, 6 Tage zu arbei­ten, nach­zu­le­sen in 2. Mose 20,9.302Lesen Sie in 2. Mose 20,9 selbst nach: hier kli­cken Damit steht die 6 für das rein Mensch­li­che und Begrenz­te. Die 6 erreicht nie­mals die 7. Sie ist die Zahl, die die gött­li­che Voll­kom­men­heit ver­fehlt.

Die Zahl 666 ist nicht die 6 in den drei Wel­ten, die­se Zahl ist die Stei­ge­rungs­form der Unvoll­kom­men­heit. Im bibli­schen Kon­text wird eine drei­fa­che Wie­der­ho­lung als Stei­ge­rung genutzt, um das abso­lu­te Aus­maß von etwas aus­zu­drü­cken, z. B. „Hei­lig, hei­lig, hei­lig ist der HERR der Heer­scha­ren“ in Jesa­ja 6,3303Lesen Sie in Jesa­ja 6,3 selbst nach: hier kli­cken als höchs­te Stei­ge­rung der Hei­lig­keit Got­tes. Die Drei­fach­heit der Sechs bedeu­tet daher aus bibel­treu­er Sicht den Gip­fel der Selbst­er­hö­hung des Men­schen. Es ist die Nach­ah­mung Got­tes durch den Men­schen, ohne Gott zu sein. Der Mensch setzt sich selbst auf den Thron, bleibt aber in sei­ner sün­di­gen Natur gefangen.

Wei­te­re Bei­spie­le der drei­fa­chen Wie­der­ho­lung als Stei­ge­rung fin­den wir auch in Hese­kiel 21,32 “Zunich­te, zunich­te, zunich­te will ich sie machen”. Die­ser Vers unter­streicht die abso­lu­te Unaus­weich­lich­keit und End­gül­tig­keit der Zer­stö­rung Jeru­sa­lems. In Jere­mia 7,4 lesen wir “Ver­lasst euch nicht auf trü­ge­ri­sche Wor­te wie die­se: Der Tem­pel des HERRN, der Tem­pel des HERRN, der Tem­pel des HERRN ist dies!”. Der Pro­phet warnt die Men­schen, die die­se Wor­te wie ein Man­tra aus­spra­chen und sich in Sicher­heit glaub­ten, wei­ter aber in ihrer Sünd­haf­tig­keit standen.

Es ist und bleibt eine unhei­li­ge Tri­ni­tät. Die Zahl 666 bringt das Wesen der sata­ni­schen Fäl­schung auf den Punkt:

  • Der Dra­che, Satan, will sein wie Gottvater
  • Das ers­te Tier, der Anti­christ, will ange­be­tet wer­den wie der Sohn
  • Das zwei­te Tier, der Fal­sche Pro­phet, wirkt Schein­wun­der wie der Hei­li­ge Geist.

Und obwohl die­ses künst­li­che und erzwun­ge­ne Sys­tem mit immenser Macht, Schein­wun­dern und glo­ba­lem Anspruch auf­tritt, bringt es nur die 6 her­vor – das Ver­feh­len des Gött­li­chen. Es ist die Zahl des ulti­ma­ti­ven Schei­terns. Die 666 ist die Pro­phe­tie über eine kon­kre­te Per­son und ein rea­les End­zeit­sys­tem. Sie ent­larvt die Anma­ßung des Anti­chris­ten, der sich wie Gott ver­eh­ren las­sen will, aber trotz all sei­ner schein­ba­ren Macht doch nur Mensch (6) bleibt. Für den Chris­ten ist die Zahl kei­ne Ori­en­tie­rung zur Selbst­er­lö­sung, son­dern eine War­nung vor Ver­füh­rung und eine Erin­ne­rung dar­an, dass nur das geschlach­te­te Lamm, Jesus Chris­tus, die wah­re Ret­tung bringt. Aber die­sen Namen suchen Sie im gesam­ten Kapi­tel 13 vergebens.

Aiv­an­hov ist der Mei­nung, man müs­se die Zahl 6 in Bezug auf die Zahl 5 untersuchen.

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 13, Sei­te 138

Mit die­ser Aus­sa­ge zeigt uns Aiv­an­hov auf das Genaus­te, aus wel­cher Gegend er sein “Wis­sen” hat und was er damit wirk­lich vor­hat. Anstatt die 6 in Rela­ti­on zur 7 zu stel­len, also Ver­voll­komm­nung und Ver­bes­se­rung, stellt er sie der 5 gegen­über, in genau die ande­re Rich­tung. Und als ob das nicht schon aus­sa­ge­kräf­tig genug wäre, nimmt er die Gra­fik eines Erzok­kul­tis­ten als Maß­stab, um sei­nen Lesern und “Schü­lern” die Lüge der Schlan­ge aus 1.Mose 3,5 unter­zu­schie­ben und sie zu ani­mie­ren, in die Selbst­er­hö­hung und Selbst­ver­got­tung zu kom­men, indem sie Tugen­den ent­wi­ckeln. Er ver­tritt einen selbst-erlö­se­ri­schen/ein­wei­hungs­ethi­schen Ansatz: Der Mensch müs­se mit den „Waf­fen von Intel­lekt, See­le und Geist“ an sei­nen Trie­ben arbei­ten, um sich sei­ner “Tie­re” ent­le­di­gen zu können. 

Aber der Mensch kann das Tier aus eige­ner Kraft nicht besie­gen. Die Bewah­rung geschieht allein dadurch, dass der Name des Gläu­bi­gen im “Buch des Lebens des geschlach­te­ten Lam­mes” steht (Offb 13,8). Der Sieg erfolgt aus­schließ­lich durch das Blut des Lam­mes und das Bekennt­nis zu Jesus Chris­tus. Alle die­se bibli­schen Wahr­hei­ten wer­den den Lesern und “Schü­lern” Aiv­an­hovs ver­schwie­gen. Möch­ten Sie wis­sen, wie Sie es errei­chen, dass Ihr Name im Buch des Lebens ein­ge­tra­gen wird? Sie müs­sen sich dazu nur von den unbi­bli­schen Autoren und deren Schrif­ten abwen­den und Jesus bit­ten, Ihnen Ihre Sün­den und Ihre Schuld abzu­neh­men und in Ihr Leben ein­zu­tre­ten. Hier erfah­ren Sie mehr ↗.

Das wird Ihre Bekeh­rung und ihre zwei­te Geburt sein. Das sind die Ver­spre­chen Jesu Chris­ti – und die gel­ten auch für Sie, unab­hän­gig davon, wie weit Sie mei­nen, sich “spi­ri­tu­ell ent­wi­ckelt” zu haben und in der Obhut Ihres “Meis­ters” zu ste­hen. Ohne Jesus sind wir Men­schen ver­lo­ren, aber der Teu­fel ver­packt sei­ne Lüge, dass es mög­lich wäre, sich ohne Jesus Chris­tus vom Mensch zu Gott zu erhö­hen, indem z. B. Tugen­den ent­wi­ckelt wer­den könn­ten, so geschickt, dass es leicht fällt, die­se Mär­chen zu glau­ben und sein Leben danach aus­zu­rich­ten. Aber das ist ein töd­li­cher Irr­weg. Wenn Sie auf die­sem Weg sind, keh­ren Sie bit­te um, denn Jesus ist alles, was wir jemals brauchen.

Dem Agrippa von Nettesheim auf der Spur

Auf Sei­te 139 kommt der Leser mit der Dar­stel­lung eines nack­ten Man­nes in Berüh­rung, der mit gespreiz­ten Bei­nen und aus­ge­brei­te­ten Armen in ein Fünf­eck, ein Pen­ta­gramm, gestellt wur­de. Weder ist die Gra­fik beti­telt oder in irgend­ei­ner Art und Wei­se beschrie­ben, noch ist der Ursprung und der Urhe­ber dazu ange­ge­ben. Alles, was der Leser im Buch dazu erfährt, ist fol­gen­de Aussage:

Zitat “Die Himm­li­sche Stadt”, Kapi­tel 13, Sei­te 138

Genau das ist die Masche Aiv­an­hovs, näm­lich die Ursprün­ge sei­nes angeb­li­chen Wis­sens nicht offen­zu­le­gen und die Namen sei­ner benutz­ten “Über­lie­fe­run­gen” nicht zu nen­nen. Somit ste­hen dem Leser und “Schü­ler” kei­ne ande­ren Quel­len zur Über­prü­fung zur Ver­fü­gung. Die Annah­me, dass alles, was der “Meis­ter” in einer Gemein­schaft sagt, ein­zig rich­tig ist und kei­ner Prü­fung bedarf, weil er als “Selbst­ver­wirk­lich­ter” oder “Ein­ge­weih­ter” stän­dig mit dem Him­mel ver­bun­den ist, ist übri­gens ein sehr star­kes Sek­ten­merk­mal.304Link zum Falt­blatt “Check­lis­te für kri­ti­sche Anzei­chen” – Sek­ten­in­fo NRW: hier kli­cken

Las­sen Sie bit­te größ­te Vor­sicht wal­ten, wenn Sie sich mit den Wer­ken Aiv­an­hovs beschäf­ti­gen und prü­fen Sie alles anhand der Bibel.

Die Gra­fik, die auf Sei­te 139 ver­wen­det wur­de, heißt “Der mikro­kos­mi­sche Mensch” oder auch “Mensch im Fünf­stern” und wur­de im Jahr 1533 von Hein­rich Cor­ne­li­us Agrip­pa von Net­tes­heim305Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Hein­rich Cor­ne­li­us Agrip­pa von Net­tes­heim”: hier kli­cken in sei­nem Buch “De occul­ta phi­lo­so­phia“306Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Three Books of Occult Phi­lo­so­phy”: hier kli­cken in Köln ver­öf­fent­licht. Agrip­pa stell­te dar­in den mensch­li­chen Kör­per im Ver­hält­nis zum Fünf­stern (Pen­ta­gramm) dar, um die Ent­spre­chung zwi­schen dem Men­schen als Mikro­kos­mos und dem Uni­ver­sum als Makro­kos­mos zu ver­an­schau­li­chen. Aiv­an­hov sym­bo­li­siert mit die­ser Gra­fik das Ide­al des voll­kom­me­nen, geis­ti­gen Men­schen. Der im Fünf­stern ste­hen­de Mensch hat sei­ne nie­de­re, tie­ri­sche Natur über­wun­den und ver­kör­pert die fünf geis­ti­gen Tugen­den: Weis­heit, Lie­be, Wahr­heit, Güte und Gerechtigkeit.

Las­sen Sie mich an die­ser Stel­le kurz anmer­ken, dass es auf die­ser Erde kei­nen Men­schen gibt, dem das mit der Hil­fe einer okkul­ten Gra­fik oder einer “geis­ti­gen Leh­re” gelun­gen wäre und erst recht nicht in der Ein­wei­hungs­sek­te Aivanhovs.

Hein­rich Cor­ne­li­us Agrip­pa von Net­tes­heim wur­de am 14.09.1486 in Köln gebo­ren und starb am 18.02.1535 in Gre­no­ble in Frank­reich. Er wur­de nur 48 Jah­re alt. Trotz sei­nes jun­gen Alters wur­de er als “Uni­ver­sal­ge­lehr­ter” und Theo­lo­ge bezeich­net. Die Infor­ma­tio­nen in Wiki­pe­dia über ihn gehen sogar soweit, dass sie ihn als einen der bedeu­tends­ten Gelehr­ten sei­ner Zeit ein­ord­nen. Er stu­dier­te unter ande­rem Latein, Astro­lo­gie, Theo­lo­gie, Grund­la­gen des magi­schen Den­kens,307Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Magi­sches Den­ken”: hier kli­cken her­me­ti­sche Bücher, orphi­sche Hym­nen, Kab­ba­la, Römi­sches Recht, Medi­zin, Mecha­nik, Optik und Geometrie.

Allei­ne wegen die­ser Lis­te stu­fe ich Hein­rich Cor­ne­li­us Agrip­pa von Net­tes­heim als gefähr­lich ein und die Bezeich­nung “Uni­ver­sal­ge­lehr­ter” drängt mir den Begriff “eier­le­gen­de Woll­milch­sau” auf.308Die­se Spe­zi­es fin­det sich im wei­ten Umfeld von Aiv­an­hov und Rudolf Stei­ner und vie­ler ande­rer Gurus. Bit­te beach­ten Sie, dass Sie es mit äußerst pro­fes­sio­nel­len Hoch­stap­lern zu tun haben. Infos gibt die­se Check­lis­te der Sek­ten­in­fo Ber­lin: hier kli­cken Als angeb­li­cher Theo­lo­ge hät­te er wis­sen müs­sen, dass der Groß­teil sei­ner Beschäf­ti­gun­gen rei­nen Göt­zen­dienst dar­stellt. Statt­des­sen ver­öf­fent­lich­te er “De Occul­ta Phi­lo­so­phia”, das bis heu­te als okkul­tes, unbi­bli­sches und gefähr­li­ches Werk abge­lehnt wird. Agrip­pas Ver­such, Kab­ba­la, Astro­lo­gie, Engel­leh­re und Magie mit dem Chris­ten­tum zu har­mo­ni­sie­ren, wird als unzu­läs­si­ge Ver­mi­schung (Syn­kre­tis­mus) betrachtet.

Aiv­an­hov erwähnt den Hein­rich Cor­ne­li­us Agrip­pa von Net­tes­heim zwei­mal in sei­nen Büchern. Ein­mal in Band 5 “Die Kräf­te des Lebens” in Kapi­tel 3 und ein­mal im Band 30 “Leben und Arbeit in einer Ein­wei­hungs­schu­le” in Kapi­tel 8 “Der Sinn der Ein­wei­hung”. In Band 5 wird er kum­pel­haft nur “Agrip­pa” genannt. Im Band 30 ist er Teil einer Auf­zäh­lung von Okkul­tis­ten, Magi­ern und Geis­tes­ge­stör­ten, die vom Ein­fluss Ägyp­tens geprägt waren. Die­se Lis­te will ich Ihnen für Ihr erwei­ter­tes Ver­ständ­nis auf gar kei­nen Fall vor­ent­hal­ten und füge sie hier ein, obwohl sie aus einem ande­ren Buch stammt.

Zitat “Leben und Arbeit in einer Ein­wei­hungs­schu­le, Band 30”, Kapi­tel 8

Hein­rich Cor­ne­li­us Agrip­pa von Net­tes­heims Werk “De occul­ta phi­lo­so­phia” rief schon zu des­sen Leb­zei­ten hef­ti­gen Wider­stand bei den Gläu­bi­gen, der katho­li­schen Kir­che und den pro­tes­tan­ti­schen Refor­ma­to­ren her­vor. Der Vor­wurf lau­te­te auf Schwar­ze Magie, Dämo­nen­be­schwö­rung und Häre­sie. Im Jahr 1559 wur­de es kur­zer­hand auf die Lis­te der ver­bo­te­nen Bücher gesetzt und fand somit sei­nen unrühm­li­chen Ein­trag im Index Librorum Pro­hi­bi­torum.309Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Index librorum pro­hi­bi­torum”: hier kli­cken310Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Lis­te von Autoren, deren Wer­ke auf dem Index librorum pro­hi­bi­torum stan­den”: hier kli­cken Erstaun­li­cher­wei­se wur­de der Index der ver­bo­te­nen Bücher bis ins Jahr 1948 her­aus­ge­ge­ben und bis 1962 mit Nach­trä­gen gepflegt.

Das Werk “De Occul­ta Phi­lo­so­phia“311Link zum Buch “De occul­ta phi­lo­so­phia” von Hein­rich Cor­ne­li­us Agrip­pa von Net­tes­heim bei Ama­zon: hier kli­cken gilt in his­to­ri­schen als auch gegen­wär­ti­gen christ­li­chen Krei­sen als äußerst kon­tro­vers und wird von kon­fes­sio­nell gepräg­ten Theo­lo­gen ent­schie­den ableh­nend bewer­tet. Aus der Sicht einer bibel­treu­en Theo­lo­gie wird es als okkul­tes, unbi­bli­sches und gefähr­li­ches Werk abge­lehnt, denn es ver­stößt gegen das Magie­ver­bot. Die Bibel ver­bie­tet Zau­be­rei, Zei­chen­deu­te­rei, Astro­lo­gie und Geis­ter­be­schwö­rung (z. B. in 5. Mose 18,10–12 oder Gala­ter 5,20) aus­drück­lich. Agrip­pa ver­sucht, all die­se Din­ge ins Chris­ten­tum ein­zu­schleu­sen und sie mit ihm zu verschmelzen.

Der Leser läuft durch die­ses Buch in die Gefahr der Selbst­er­lö­sung. Agrip­pas Ansatz, dem­zu­fol­ge der Mensch durch das Ver­ständ­nis kos­mi­scher Ent­spre­chun­gen (Mikrokosmos/Makrokosmos) und mys­ti­sche Prak­ti­ken zu höhe­ren geis­ti­gen Sphären/Ebenen/Dimensionen auf­stei­gen kön­ne, wider­spricht dem evan­ge­li­ka­len Kern­prin­zip der Sola Gra­tia (Erlö­sung allein durch Got­tes Gna­de und das Opfer Chris­ti am Kreuz).312Link zum Arti­kel “Was bedeu­tet sola gra­tia?” – evangelium21: hier kli­cken Auch Aiv­an­hovs kom­plet­te “geis­ti­ge Leh­re” ist ein voll­kom­me­ner Wider­spruch zur Gna­de Got­tes und er führt damit sei­ne “Schü­ler” bestän­dig vom Heil, von Jesus Chris­tus weg.

Durch das Lesen die­ses Buches besteht die Gefahr, dass die im Buch beschrie­be­nen Talis­ma­ne, Sigil­len313Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sigil­le”: hier kli­cken314Link zum Wiki­pe­dia-Arti­kel “Sigil­len­ma­gie”: hier kli­cken und Geis­ter-Hier­ar­chien die Tür zu okkul­ten oder dämo­ni­schen Bin­dun­gen öff­nen. So abge­ho­ben sich das anhört, so ernst­haft kann ich das aus mei­ner eige­nen Erfah­rung und auch durch den mehr als 16jährigen Ein­blick in die Ein­wei­hungs­sek­te Aiv­an­hovs (Stand 2026) bestä­ti­gen. Wie hoch die Gefahr ist, von Dämo­nen beein­flusst und beses­sen zu wer­den, nur indem man eigent­lich unbe­denk­li­che Bücher liest oder schein­bar harm­lo­se Ritua­le aus­führt, schil­dert Micha­el Put­zi im Video “Okkul­tis­mus – Spiel mit dem Feu­er” ↗.

Kapitel 14: Das Hochzeitsfest des Lammes

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 14 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffentlicht.

Kapitel 15: Der für tausend Jahre gefesselte Drache

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 15 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffentlicht.

Kapitel 16: Der Neue Himmel und die Neue Erde

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 16 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffentlicht.

Kapitel 17: Die Himmlische Stadt

Die Rezen­si­on von Kapi­tel 17 ist in Arbeit und wird in Kür­ze veröffentlicht.

Der wichtigste Schritt: Ihre Bekehrung

Um es ganz klar aus­zu­drü­cken: Die Ewig­keit kann im Him­mel bei Jesus oder in der ewi­gen Fins­ter­nis und Ver­damm­nis in der Höl­le erfah­ren wer­den. Wir haben die Wahl. Die Bibel ist das Hilfs­mit­tel, das uns Gott selbst zur Ver­fü­gung gestellt hat, um die rich­ti­ge Wahl zu tref­fen. Durch den Okkul­tis­ten Aiv­an­hov wird den Men­schen, die sich mit sei­ner Irr­leh­re aus­ein­an­der­set­zen, ver­mit­telt, dass gera­de sie sich aus­führ­lich genug mit Gott, Jesus und den Geschich­ten der Bibel beschäf­ti­gen und sie somit auf alle Fäl­le Anrecht auf einen Platz im Him­mel haben.

Weit gefehlt! Aiv­an­hov beschreibt sehr aus­führ­lich, auf wel­chem Weg er an die schein­ba­ren Infor­ma­tio­nen von Jesus selbst gekom­men ist. Durch ein magi­sches Gedan­ken­ri­tu­al, das Gott ein Gräu­el ist, hat er ver­sucht, sich Zutritt zu Jesus Chris­tus Bewusst­sein zu ver­schaf­fen.315Aiv­an­hov beschreibt die­se psy­chi­sche Ver­ge­wal­ti­gung im Band 207, Kapi­tel 11 und nennt die­se magi­sche Hand­lung “Iden­ti­fi­ka­ti­on”. Sie­he Rezen­si­on Izvor 207: (noch nicht erschie­nen). Das klappt natür­lich nicht, denn Gott will sich auf die­se Wei­se nicht erfah­ren las­sen und hat sol­che Prak­ti­ken schon im 5. Buch Mose ver­bo­ten. Dar­un­ter fal­len Wahr­sa­ge­rei, Zei­chen­deu­te­rei, Beschwö­run­gen, Magie und Zauberei.

Die Ant­wor­ten, die der arme Aiv­an­hov sein gan­zes Leben lang hin­durch von “sei­nem Jesus” bekom­men hat, sind die Ant­wor­ten eines Lügen­geis­tes.316Der Lügen­geist in 1. Köni­ge 22,22 auf bible​ser​ver​.com: hier kli­cken Das schlägt sich in den Ernied­ri­gun­gen und Abwer­tun­gen von Jesus Chris­tus nie­der, die in jedem ein­zel­nen Buch Aiv­an­hovs zu fin­den sind. Aiv­an­hov hat­te nicht die psy­chi­sche Kraft, die er den Men­schen vor­ge­täuscht hat, und fiel sein gan­zes Leben als “geis­ti­ger Meis­ter” durch die­se Prüfung.

Bit­te machen Sie heu­te noch Schluss mit der Eso­te­rik, der Licht­ar­beit und dem Selbst­be­trug und kom­men Sie bei Jesus Chris­tus an, der mit offe­nen Armen auf Sie war­tet und hören Sie auf, sich mit dem Okkul­tis­mus zu beschäf­ti­gen. Das ist Ihre Umkehr. Geben Sie all Ihre Sün­den und all Ihre Schuld Jesus Chris­tus, der Sie ger­ne davon befreit. Das ist Ihre Bekeh­rung. Neh­men Sie dann Jesus in Ihr Leben auf und ver­trau­en Sie sich ihm an, das ist Ihre Wie­der­ge­burt. Das sind die Wahr­hei­ten, die in der Bibel stehen.

Alles Gute und Got­tes Segen!

Fußnoten